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Fanfiction

Eine zweite Chance - Der Valentinstag

von Kate Flemming

Und weil es so lange kein neues Kapitel gegeben hat, hier noch ein zweites! Über Reviews würde ich mich sehr freuen!

***************

Zwei Tage später waren alle Schüler wieder da und der Schulunterricht nahm seinen Betrieb wieder auf. Kate stürzte sich in die Arbeit und auch die anderen Lehrer verlangten viel von den Schülern. Schon bald stöhnten alle über die vielen Hausaufgaben und Kates Tanzkurse wurden spärlicher besucht.
Der Januar zog sich dahin. Das Wetter schwankte zwischen bewölktem Schmuddelwetter und klirrender Kälte.
Am dritten Januarwochenende waren dann Teile des großen Sees zugefroren. Dumbledore und einige Lehrer verstärkten die Eisschicht noch und dann war es den Schülern erlaubt, Eiszulaufen. Wieder gab es Buden mit Butterbier, Tee, heiße Schokolade und warmen Kürbissaft. Kate konnte sich an dessen Geschmack nicht gewöhnen und hielt sich lieber an den Tee.
Schon bald hatten alle rote Nasen und kalte Hände und Füße. Der Wind blies immer noch von Norden und in der Luft lag eine klirrende Kälte. An dem Bäumen um den See hingen Eiszapften und die Grashalme waren gefroren. Kate lief einige Runden und half den ungeübteren Schülern, auf den Kufen zu bleiben. Andere übten Sprünge, spielten Fangen auf dem Eis oder Hockey, wobei der Puck wohl verzaubert war, denn er änderte plötzlich die Richtung, ohne dass ihn jemand berührt hatte. Kate stellte sich eine Weile neben Madam Hooch, die ebenfalls Aufsicht hatte. Professor Flitwick war schon wieder auf dem Weg zum Schloss, er war nun schon zum dritten Mal von Schülern über den Haufen gelaufen worden und hatte für heute genug.

Neville Longbottom, so elegant er tanzte, war so ungeschickt auf dem Eis, dass er nicht nur Professor Flitwick auf dem Gewissen hatte, sondern auch zahllose Schüler. Er saß unglücklich auf einer Bank und zog seine Schlittschuhe aus. Kate setzte sich zu ihm und sie sprachen die Showtänze für den schnell näherkommenden Valentinstag durch. Neville und sie eröffneten mit zehn anderen Paaren den Ball mit einem feierlichen Einzug und einem Wiener Walzer in Formation. Dazu sollten sie noch ein Solo zeigen. Schon bald war Neville wieder besserer Laune und sie vereinbarten noch einige extra Trainingsstunden. Dann zog sich Neville ins Schloss zurück, da er noch Hausaufgaben machen musste.
Kate stand auf und lief noch ein bisschen, schließlich hatte sie Aufsicht.
Dann stellte sie sich wieder an den Rand zu Charity, die von Madam Hooch die Aufsicht übernommen hatte und beobachtete die Schüler. Es war dämmrig geworden und rings um die Eisfläche schwebten alte Laternen in der Luft und warfen warmes Licht auf die Läufer. Die jüngeren Schüler waren fort und stattdessen war es die Zeit für die Paare. Sich an den Händen haltend, liefen sie große Runden. Einige tanzten Figuren oder unterhielten sich leise. Es war eine friedliche und romantische Stimmung.
‚Wie gut es diese Kinder doch haben‘, dachte Kate.
Noch trugen sie kaum Verantwortung, genossen das Zusammensein mit ihren Freunden und die erste Liebe. Alles war noch möglich für sie.
Kate seufzte und wandte dann den Blick ab. Sie wollte gerade etwas zu Charity sage, als sie sah, dass diese schon gegangen war. Sie sah sich um, wer außer ihr noch zur Aufsicht da war, als sie Snape sah.
Er stand weit entfernt und blaffte immer wieder Schüler an, die sich seiner Meinung nach zu nahe kamen. Ihr Herz fing an, schneller zu klopfen und sie ärgerte sich über sich selbst. Sie war keine Teenager mehr, und sie sollte aufhören, sich in irgendwelche Dinge hineinzusteigern. Die letzten Wochen hatte sie sich jeden Gedanken an ihn vehement verboten, was nicht so einfach war. Bis in ihre Träume verfolgte er sie. Als wenn es nicht geeignetere Männer auf der Welt geben würde. Natürlich nicht hier auf diese Schule. Was wahrscheinlich das Problem war. Genau. Das war es! Würde es andere Männer im angemessenen Alter geben, dann hätte sie sich niemals in einen so kalten, abweisenden und selbstgerechten Esel verliebt. Kate verbot sich diesen Gedanken. Es war nur eine sehr kurzfristige, blöde Schwärmerei gewesen, da war sie sich sicher. Hervorgerufen durch das erzwungene Beisammensein. Und wenn ihr Herz schneller schlug, nur weil sie ihn sah, dann nur, weil sie immer noch sauer auf ihn war.

Entschlossen zog sie ihre Schuhe aus und bahnte sich einen Weg durch die Umstehenden. Heute Abend würde sie in ihrem Zimmer essen und noch eine Trainingseinheit ansetzten. Dann würde auch ihre innere Unruhe endlich weggehen.
Snape sah ihr aus dem Augenwinkel nach. Irgendwie wusste er immer, wo sie war. Als er an der Eisfläche angekommen war, hatte er sie auch sofort entdeckt. Sie hatte am Rand gestanden und traurig und versonnen auf die eislaufenden Pärchen geschaut. Genau wie am Silvesterabend, als sie am Fenster gestanden hatte, ihr Glas in der Hand, und jemanden zugeprostet hatte, der wohl weit weg war. Wahrscheinlich hatte es in ihrem früheren Leben einen jungen Mann gegeben. Natürlich! Sie war schön und lebhaft, witzig und klug, sicher hatte es eine Menge junger Männer gegeben. Und sie war niedergeschlagen, sicher vermisste sie ihn. Also brauchte er auch kein schlechtes Gewissen mehr haben, weil er sie am Morgen, nachdem sie sich so selbstlos um ihn gekümmert hatte, abgewiesen hatte. Sie war natürlich verletzt gewesen, aber nur, weil er ihre Hilfe so undankbar abgetan hatte. Nicht, weil ihr etwas an ihm lag.
„Auseinander!“ zischte er ein Pärchen an, das sich im Schatten eines Baumes geküsst hatte. Dann verbreitete er schlechte Laune rund um die Eisfläche, bis es Zeit zum Abendessen war und alle ins Schloss zurückkehrte.

In den folgenden drei Wochen hatte Kate alle Hände voll zu tun. Am Valentinstag sollte es einen Ball geben, bei dem nicht nur getanzt wurden, sondern die Schüler auch die Möglichkeit bekamen, zu singen, wenn sie wollten. Professor Flitwick übte mit den Sängerinnen und Sängern, Kate organisierte den Rest. Schon am Mittag des Valentinstages sollten die Schüler die Möglichkeit haben, ihrem „Valentinchen“ eine Karte oder eine Rose zukommen zu lassen. Es war klar, dass man besser vorher fragte, wenn man mit einer bestimmten Person zum Ball gehen wollte. Und so herrschte auf den Gängen eine gespannte und freudige Atmosphäre und Briefchen waren unterwegs, in den Häusern und auch zwischen ihnen. Es war ein hin und her, Freude über Zusagen, Niedergeschlagenheit bei Absagen. Kate versuchte zu vermitteln, wo immer sie konnte. Sie konnte es nicht mit ansehen, wenn einer der Schüler unglücklich war.

Nebenbei musste sie die Musikauswahl für den Ball treffen, von Flitwick abgewiesene Sänger trösten, ihren Unterricht vorbereiten und abhalten, viele zusätzliche Tanzstunden geben und sich mit Flitwick um die Dekoration der Großen Halle kümmern. Es sollte eine Menge schwebender roter Herzen geben, die von innen glühten. Kleine fliegende Amore sollten dem Ganzen einen romantisch-kitschigen Anstrich geben. Flitwick würde sich selbst übertreffen, das war schon einmal klar.
Sie fiel abends wie tot ins Bett und stand doch am nächsten Morgen wieder früh auf, nur weil sie doch nicht richtig schlafen konnte.
Sie wurde blass und nervös und eines Tages sprach Minerva sie besorgt an: „Ich glaube, Sie haben sich ein bisschen viel aufgehalst, mein Kind. Sie sehen aus, als ob es Ihnen nicht gut geht. Vielleicht kann ich Ihnen etwas abnehmen? Oder einer der anderen Kollegen?“
Doch Kate winkte ab: „Mit mir ist alles in Ordnung, ich schlafe nur im Moment nicht so gut. Der Ball ist ja schon in drei Tagen, dann wird es ruhiger.“
Professor McGonagall sah sie prüfend an und Kate hatte das Gefühl, als würde sie ihr direkt bis ins Herz sehen können. Sie wandte schnell den Blick ab.
Langsam sagte Minerva: „Wenn Sie etwas bedrückt, dann hilft es manchmal, darüber zu sprechen. Ist etwas passiert? Haben Sie Sorgen?“
„Das ist lieb von Ihnen, aber es ist wirklich alles Bestens, danke“, Kate betrachtete ihre Schuhspitzen äußerst interessiert und hoffte, dass das Gespräch bald vorüber sein würde.
Doch Professor McGonagall war schon so viele Jahre mit jungen Menschen zusammen, dass sie schnell merkte, wenn etwas im Argen lag. Und mit der jungen Frau vor ihr war definitiv etwa nicht so, wie es sein sollte.
Vorsichtig tastete sie sich weiter: „Gibt es da jemanden, der Ihnen Kummer bereitet? Einen Mann vielleicht?“
Erschrocken fuhr Kates Kopf hoch und sie starrte McGonagall an, als wäre sie bei etwas Verbotenem ertappt worden. „Wie kommen Sie darauf, ich meine… wer sollte denn…, also…“ stotterte sie.
Innerlich nickte Minerva, das hatte sie sich schon gedacht. „Oh, das war naheliegend, meine Liebe. Sie sind ja noch jung, natürlich gab es in Ihrem Leben auch junge Männer. Und dann mussten Sie so plötzlich gehen, konnten sich noch nicht einmal verabschieden.“ Sie lächelte Kate mitleidig an. „Wir vergessen immer, dass Sie ein ganzes Leben hinter sich gelassen haben.“
Kate sah sie kurz verwirrt an und dann nickte sie heftig: „Genau, da gab es einen jungen Mann, ich meine, es war noch nicht so ernst, aber es hätte werden können und ich kann noch nicht mal schreiben.“
Sie brach ab und Professor McGonagall schaute sie weiter an. Da stimmte etwas nicht ganz an dieser Geschichte. Sie hatte das Zögern und den Schreck davor wohl bemerkt. Aber heute würde sie lieber nicht weiter bohren. So wechselte sie das Thema, worauf Kate sichtlich erleichtert reagierte. Minerva nahm sich jedoch vor, Kate in Zukunft genauer zu beobachten und vielleicht mal ein Wort mit Dumbledore zu sprechen. Er bekam viele Dinge früher mit, als die Meisten.

Dann war er endlich da, der Valentinstag. Und er war genauso schlimm, wie Kate es erwartet hatte. Ab der Mittagszeit war das Schloss im Ausnahmezustand. Überall schwirrten kleine Feen und dicke Amore mit Pfeil und Bogen herum, die die Valentinskarten und Herzen verteilten. Die Schüler waren aufgedreht und das ganze Schloss summte förmlich vor Spannung. Am Nachmittag gab es keinen Unterricht, und alle zogen sich in die Häuser zurück, um sich auf den Abend vorzubereiten. Kate war nur noch genervt. Wenn sie noch einmal mit einem der fliegenden Herzen zusammenstoßen würde, dann würde sie schreien. Wie hatte sie nur auf diese bescheuerte Idee kommen können? Wie gerne hätte sie den Rest des Tages in ihrem Bett verbracht. Aber da musste sie nun durch. Passend zu ihrer Laune hatte Kate ein schwarzes Kleid gewählt, dass im Empirestil geschnitten war. Es hatte oben schmale Träger und fiel in duftigem Chiffon locker an ihr herunter und dazu trug sie lange, schwarze Abendhandschuhe. Ihre Haare hatte sie hochgesteckt.
Also zog sie sich um und begab sich dann wieder in die Große Halle. Es würde nur ein Buffet geben, da es so viele Programmpunkte gab. Wieder standen die Tische am Rande der Tanzfläche und auch die Tische der Lehrer standen unten in der Halle, so dass der erhöhte Teil eine Bühne war. Als endlich alle da waren, eröffnete Dumbledore den Abend und gab dann an Professor Flitwick ab, der durch den Abend führen würde.

Die ersten Auftritte standen kurz bevor und Kate half bei den letzten Vorbereitungen. Bei den meisten Mitwirkenden lagen die Nerven blank und es gab viel zu tun in den letzten Minuten. Der Chor fing an und so nahm der Abend seinen Lauf. Die Sänger, die sich für einen Auftritt gemeldet hatten, sangen gut und bald wurde aus der gespannten, nervösen Stimmung eine fröhliche und aufgekratzte. Die meisten Lieder waren natürlich Liebeslieder und Kates Stimmung sank langsam, aber sicher auf den absoluten Tiefpunkt. Sie war froh, dass sie im Moment hinter der Bühne sein durfte.
Dann waren die Auftritte zu Ende und bald sollte der Tanz eröffnet werden. Die Tänzerinnen in ihren weißen Kleidern und die Tänzer in den schwarzen Festumhängen hatten sich schon um Kate versammelt. Sie würden feierlich in den Saal einziehen und dann erst einen Wiener Walzer in Formation tanzen, wobei Neville und Kate noch einen zusätzlichen Part tanzen würden.
Sie stellten sich auf und die Musik erklang, die Tür öffnete sich und sie liefen los, Kate und Neville am Ende der Reihe. Nevilles Arm zitterte ein wenig, als Kate ihre Hand auf seine legte. Er war blass und schaute starr nach vorne. Kate drückte seine Hand und lächelte ihn aufmunternd zu, als er sie ansah.
Sie zogen in den Saal und liefen, bis sie mitten auf der Tanzfläche standen. Dann ließen sie sich los und traten einen Schritt auseinander. Sie drehten sich synchron um, damit sich die Paare ansehen konnten. Die Herren verbeugten sich und die Damen machten einen tiefen Knicks. Danach traten Neville und Kate wieder aufeinander zu und nahmen die Grundhaltung ein. Sie tanzten durch die Doppelreihe der anderen und nach ihnen schlossen sich die anderen Paar an. In vorbildlicher Haltung drehten sie eine Runde um die Tanzfläche. Es schlossen sich mehrere Figuren an. Neville und Kate tanzten einen Solopart in der Mitte der anderen Paare, die um sie herum im Grundschritt tanzten. Am Ende trennten sich die Paare und holten aus dem Publikum Tanzpartner. Kate knickste anmutig vor Professor Dumbledore und Neville verbeugte sich vor Professor McGonagall. Und damit war dann der Ball eröffnet.

Später wurde die Musik schneller und die jungen Menschen tanzten ausgelassen. Dumbledore und Minerva standen zusammen und unterhielten sich leise miteinander.
Minerva sah Dumbledore ernst an und raunte ihm zu: „Siehst du, was ich meine? Sie ist sehr blass und scheint nicht so bei der Sache zu sein.“
Er folgte ihrem Blick bis zur jüngsten Lehrerin in Hogwarts und nickte: „Du hast Recht. Ich denke, deine Vermutung ist richtig. Aber ich bin mir nicht so sicher, ob es wirklich ein junger Mann in London ist.“
McGonagall schaute ihn an und sagte dann sarkastisch: „Wer sollte es denn hier sein? Hagrid, vielleicht?“
„Hagrid wäre nicht so das Problem, denke ich. Er wäre eventuell nicht mal abgeneigt.“ Tatsächlich hatte Hagrid heute schon zwei Mal mit Miss Flemming getanzt. „Ich denke, Miss Flemming hat es lieber komplizierter.“
Die Lehrerin für Verwandlung sah ihn skeptisch an: „Komplizierter heißt aussichtslos?“
„Nicht unbedingt, nur eben nicht sehr aussichtsreich!“ sagte er geheimnisvoll.
Dann fragte sie: „Und wer soll das sein?“
Er gluckste und sah sie dann mit einem Augenzwinkern an: „Wir sollten sie genauer beobachten. Eine gute Beobachtung bringt oft die Wahrheit an den Tag. Außerdem habe ich da so eine Vermutung!“
Minerva schnaubte und meinte dann: „Wieso habe ich das Gefühl, dass mir das nicht gefallen wird? Mir ist das Mädchen sehr ans Herz gewachsen. Sie hat schon so viel zu verkraften, eine weitere Enttäuschung ist überflüssig.“
Während er den Blick über die tanzende Fläche gleiten ließ, sagte er leise: „Es muss ja nicht zwingend eine Enttäuschung werden. Lassen wir uns überraschen!“

Es wurde spät und Kate war müde. Sie begab sich zum Schulleiter und zu Minerva, die mit Professor Sprout und Madam Pomfrey an einem Tisch saßen und die Tänzer beobachtete.
„Nun, meine Liebe, tun Ihnen auch endlich die Füße weh?“ fragte Sprout lachend. Ihre Schuhe lagen schon geraume Zeit unter ihrem Stuhl.
„Nein, das nicht“, sagte Kate mit einem Lächeln, „aber ich werde mich jetzt zurückziehen. Es war ein langer Tag.“
Professor Dumbledore reckte sich und sah sich suchend um: „Ich sage Severus Bescheid, der wollte auch schon gehen. Da kann er Sie gleich begleiten!“
„Nein“, sagte Kate schärfer als beabsichtigt.
Dumbledore und Minerva sahen sie erstaunt an.
Kate stotterte: „Ich meine, es ist nicht nötig, ihn zu rufen. Er spricht weiter vorne mit Professor Vector. Wir sollten ihn nicht stören.“ Sie sah sich gehetzt um: „Mr. Longbottom hatte sich angeboten, mich nach Hause zu begleiten, ich werde ihn holen. Schlafen Sie alle gut.“ Und weg war sie.
Minerva entfuhr ein: „Was war das denn?“
Dumbledore sah Minerva an, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. „Ich glaube, das war eine Antwort auf unser Gespräch vorhin, nicht wahr?“
Sie sah ihn ungläubig an und schüttelte dann erst leicht und dann immer heftiger den Kopf: „Nein, bloß das nicht! Das arme Kind. Das ist auf jeden Fall aussichtslos.“
Der Schulleiter neigte den Kopf zweifelnd hin und her. „Das würde ich so nicht unbedingt sagen. Wir werden sehen.“
Beide blickten Kate nach, Dumbledore interessiert, Minerva besorgt. Kate war inzwischen bei Neville angekommen. Sie neigte sich zu ihm, damit er sie bei der lauten Musik verstehen konnte. Er nickte und bot ihr seinen Arm an. Gemeinsam bahnten sie sich einen Weg in Richtung der Eingangshalle, als sie an Professor Snape vorbeikamen. Er stellte sich in den Weg, sagte ein paar Worte, worauf Neville blass wurde, Kate nur kurz zunickte und dann in der Menge verschwand. Kate zischte Snape wohl etwas zu und kniff dann die Lippen zusammen. Sie rauschte zur Tür hinaus, Snape folgte ihr mit langen Schritten.

McGonagall runzelte die Stirn und sagte geschockt: „Du liebe Güte! Wann ist das denn passiert?“
Dumbledore lächelte zufrieden: „Genau das hatte ich vermutet, ja, gehofft. Wir vergessen alle immer wieder, wie jung Severus noch ist.“
Professor McGonagall sah ihn zweifelnd an: „Aber diese Beiden? Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie soll das funktionieren?“ Sie schüttelte den Kopf und schwieg einen Moment. „Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Sie ist so aktiv, so voller Leben, voller Erwartungen. Und er...!“ Wieder schüttelte sie den Kopf.
Dumbledore sah sie nachsichtig an. „Minerva, in ihm steckt viel mehr, als er uns zeigt. Und ich denke, gerade sie ist die Richtige für ihn. Warten wir ab, was geschieht.“


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