
von Mary :-)
Hey Leute, tut mir echt leid, dass erst jetzt das nächste Kapitel kommt, ich habe nur so wenig Zeit, aber ich hoffe ihr seid mir nicht böse und euch gefällt es ;-)
Oh und falls ich Rechtschreibfehler gemacht habe: Ich bitte um Verzeihung :D
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Mary hörte ein Schluchzen, als sie durch den leeren Korridor im siebten Stock ging. Ein leises, wimmerndes Schluchzen. Mit langsamen, leisen Schritten ging sie in die Richtung, aus der es kam. Auf einer Fensterbank, mit dem Rücken an die Wang gelehnt, das Gesicht in den Händen vergraben, die Beine an den Körper gezogen, saß Lily. Ihre roten Haare fielen an ihrem Rücken hinunter. Sie schien Mary nicht zu bemerken. Langsam setzte sich Mary zu ihr und legte ihr tröstend eine Hand auf die Schulter. Lily zuckte zusammen und schaute auf. „Was ist passiert?“, flüsterte Mary. Als Antwort rollten nur weitere Tränen über Lilys blasse Haut. Mary wusste, dass sie am Nachmittag mit James weg gewesen war. Das war es bestimmt: „Liegt es an ihm?“ Unter Schluchzen krächzte Lily: „Ja…“ Eine weitere Träne rollte über ihr Gesicht. Mary umarmte Lily. Sie hatte sich so auf das Treffen gefreut, weil sie glaubte, James wäre wirklich … nett. Aber Mary dachte schon, dass es nicht so ist. Sie hatte Lily gewarnt. Aber Lily wollte nicht hören. Denn Lily mochte James. Mary wurde wütend. Wie konnte er Lily so etwas antun?! Wenn er sie jetzt sehen würde! „So ein Idiot!“, machte Mary ihrem Ärger Luft. Lily sah Mary an: „Meinst du er meinte es ernst?“ „Ich weiß nicht, was er getan hat…“, antwortete Mary, „möchtest du es mir erzählen?“ Lily schluckte und setzte sich auf. „Er war so… Süß. Wir sind zusammen nach Hogsmeade gegangen, in den Honigtopf, er hat mir so ein süßes rotes Herz gekauft, mir Komplimente gemacht. Halt so wie er immer ist, nur, dass ich dachte es käme von Herzen. Dann sind wir in die Drei Besen gegangen und dann… dann war er so anders. Er redete nur davon wie toll er ist, wie hübsch, klug und beliebt, und, dass ich mich glücklich schätzen sollte, dass er mit mir ausgeht, obwohl ich es eigentlich gar nicht wert sei, weil ich „ja nicht die hübscheste bin, wenn wir mal ehrlich sind“.“ Bei dem letzen Satz ahmte Lily James arrogante, lässige Stimme nach. Einen Moment starrte sie wütend aus dem Fenster, dann brach sie wieder in Tränen aus: „Ich dachte er wäre anders!“ Mary wusste nicht mehr, was sie sagen sollte, und legte tröstend einen Arm um sie. Lily schüttelte ihren Arm ab: „Lass mich bitte allein. Ich brauch meine Ruhe. Ich muss für mich sein.“ Mit ein wenig Widerwillen stand Mary auf. Es fiel ihr schwer, ihre beste Freundin so allein zu lassen. Doch Lily hatte es ausdrücklich verlangt. Und so ging Mary in ihren Gemeinschaftraum und ließ Lily dort. Allein.
Ein Stück Rinde sprang aus dem Baum, als gegen ihn getreten wurde. Der Junge, der gerade noch seiner Wut freien Lauf gelassen hatte, stützte sich nun gegen ihn und ließ den Kopf hängen. James verstand sich selbst nicht. Was hatte er für einen Unsinn gequatscht? Es lief alles so gut. Sie war so… Süß. Und dann, in den Drei Besen, war alles weg gewesen. Er hatte alles kaputt gemacht. Aber das wollte er nicht. Er wusste nicht mal, was er gesagt hatte. Alles war so verschwommen. Irgendwann war Lily raus gerannt. Weg von ihm. Aber wieso? James dachte angestrengt nach, aber nichts kam ihn in den Sinn. Seit dem hat er Lily nicht mehr gesehen. Nach einer Weile ist auch James aus den Drei Besen gegangen, in Hogwarts hatte er Sirius getroffen. Sein bester Freund hatte ihn schon erwartet und wollte wissen, wie es gelaufen sei. Als James ihm alles erzählte, war auch Sirius äußerst irritiert gewesen. Er hatte sich angeboten mit Lily zu sprechen, aber in Angesicht der Tatsache, dass Sirius und Lily sich nicht leiden können und, dass Lily jetzt bestimmt nicht mit dem besten Freund des Typen, der sie vorhin bei ihrem Date so enttäuscht und verletzt hat reden wollte, lehnte James das Angebot ab. Sirius wollte James aufmuntern, hat ein Quidditchspiel und eine Runde Schach vorgeschlagen. Aber James wollte auch das nicht. Er hatte gerade keine Lust auf nichts. Er wollte nur wissen, wie es so weit kommen konnte. Wieso er sich so schlecht erinnern konnte. Eigentlich wollte Sirius James nicht allein lassen. Er hatte ein ungutes Gefühl und wollte seinen besten Freund nicht hängen lassen. Aber James wollte allein sein. Seine Ruhe haben. In Ruhe nachdenken. Doch ihm fiel einfach nichts ein. Und so saß er da und zerbrach sich den Kopf. Allein.
Das Gefühl, das er in diesem Moment empfand war schwer zu erklären. Es war eine Mischung aus Triumph, er hatte sein Ziel erreicht, Lily wollte James nie wieder sehen, und Entsetzen, Lily war so traurig, enttäuscht und verletzt gewesen. Das hatte er ihr nicht antun wollen. Natürlich hatte Lily ihn nicht gesehen, doch am liebsten wäre er zu ihr gerannt, als sie den Tränen nahe davon gestürmt war. Severus seufzte. Jetzt saß Lily wahrscheinlich irgendwo in einem einsamen Korridor und dachte über James nach. Wieso musste es ausgerechnet James sein?! Und was sollte er jetzt tun? Heute konnte er nicht mehr zu Lily, vielleicht saß sie auch in ihrem Gemeinschaftraum. Dann morgen. Und wenn sich Lily und James bis morgen schon wieder vertragen hatten? Nein. Das werden sie nicht. Dazu ist Lily zu aufgewühlt. Und enttäuscht. Und verletzt. Ja, seinen ob hatte er ganz gut gemacht. Dieser Gedanke war zwar etwas gemein, brachte Severus aber dennoch zum Grinsen. Und Lily wurde nicht lange so sein. Bald war sie nicht mehr allein. Denn sie hatten ja sich – Lily und Severus. Beide bald nicht mehr allein. Das nahm sich Severus fest vor. Dann ging er in den Jungenschlafsaal. Allein.
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