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Fanfiction

Es ist nicht immer leicht ich zu sein! - Sommertag

von September1st

So und wieder ein neues Kapitel. Würde mich sehr freuen mal von euch zu hören, wies euch gefällt und was ich viellecht noch besser machen kann. Viel Spaß beim Lesen!
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Sommertag




„Siehst du ihn? Da vorne, neben Montague.“
„Wow, du hast nicht übertrieben.“
„Meinst du er geht mit mir aus?“
„Er schaut dich ja nicht mal an. So ein Engelsgesicht.“
„Wenn er mich nur ansehen würde, könnte ich auf der Stelle glücklich sterben.“

Genervt blättere ich den Propheten um (Damm von Todessern gesprengt. Muggelstadt ertrunken!) und versuche, das Geschwätz meiner Mitschülerinnen zu überhören. Ein Kreischen sagt mir, dass wohl niemand gestorben aber mindestens drei Mädchen am Tisch in Ohnmacht gefallen sind. Kurz luge ich über die Zeitung hinweg direkt in Malfoys graue Augen. Was starrt der mich so an? Wütend senke ich den Blick auf den Artikel. Warum nur bin ich kein Basilisk? Engelsgesicht! Dass ich nicht lache.
„Auch einen guten morgen.“, begrüßt Liv mich und lässt sich auf den freien Platz neben mir fallen. „Du siehst aus, als könntest du einen Troll mit bloßen Händen zerlegen.“
„Keinen Troll.“, entgegne ich und versuche die Toasts abzuwehren, die Liv gerade auf meinen Teller schaufelt.
„Mensch, Cissa! Du musst endlich wieder richtig essen.“
„Sag mir nicht, was ich zu tun habe.“, grummle ich, schiebe mir aber folgsam eine Scheibe in den Rachen.
„Also, was ist los. Oder liegt es etwa an Mister Goldlöckchen? Neidisch, dass jemand noch blonder ist als...Bah!“, ruft sie, als ich meine Orangensaft prustend wieder ausspucke. „Evanesco.“, huste ich schnell hervor und sauge die Flüssigkeit mit meinem Zauberstab auf.
„Oh!“, entfährt es Liv, da hat sie sich schon hinter meiner Zeitung verkrochen. Ihre Wangen sind flammend rot.
„Was soll das denn Liv?“
„Pscht! Er schaut gerade genau zu uns.“, flüstert sie verschwörerisch in mein Ohr.
„Liv, sei bitte nicht so kindisch.“ Energisch versuche ich die wegzudrängen.
„Nein ehrlich. Er schaut alle drei Sekunden in unsere Richtung. Ich glaub, er mag dich.“
„Und ich glaube, er ist ein Idiot.“ Vorsichtig luge ich über die Seite hinweg und schon wieder trifft mich sein Blick. Silbergrau wie eine Wolkendecke, kurz bevor sie aufreißt und die Sonne freigibt. Wütend umklammern meine Hände die Seiten. Was denke ich da eigentlich?
„Du kennst ihn doch gar nicht.“, protestiert Liv.
„Wer sagt, dass ich ihn kennen lernen will?“
„Na, na. Ich hab von dem kleinen Rendezvous gestern Abend schon gehört. Hatte aber nicht gedacht, dass du einen derartigen Eindruck hinterlassen hast.“
„Liv! Ich habe ihn einen ehrlosen Blutsverräter genannt.“
Glücklicherweise muss ich mich für meine berechtigte Unverschämtheit vorerst nicht rechtfertigen, denn gerade kommt Slughorn vorbei und verteilt die Stundenpläne. „Ein erfolgreiches Schuljahr wünsche ich.“, erklärt er und schüttelt mir überschwänglich die Hand. „Ich freue mich schon, sie bald in meinem Unterricht zu sehen, Miss Balck.“
Mühsam erwidere ich die Geste und wende mich sobald wie möglich wieder dem Propheten zu, der zwar nichts Gescheites verkündet aber zweifellos seine Funktion als Trennwand zwischen mir und dem Rest der (grauäugigen) Welt erfüllt.

So bald wie möglich mache ich mich mit Liv zum Unterricht auf und versuche ihre lautstarken Unmutsbekundungen zum Thema Verwandlungen zu ignorieren. McGonnagal mochte nicht die heiterste Lehrkraft sein, doch ihr Unterricht war bei weitem interessanter als Binns staublangweilige Vorträge. Außerdem habe ich ein gutes Händchen für das Fach. Wenn es darum geht Leute, die einem auf die Nerven gehen, in Käfer (wahlweise auch Flubberwürmer und Ratten) zu verwandeln, bin ich immer vorne dabei.
„Ernsthaft, wenn ich ein Fach nach den ZAGs nicht weiterbelege, ist es Verwandlung.“, jammert sie, während McGonngal mit bösem Blick an ihr vorbeirauscht und das Klassenzimmer aufschließt.
Gegen ihren Willen schleife ich Liv nach vorne, entscheide mich dann aber, um nicht streiten zu müssen für einen Platz in der zweiten Reihe. Ich hasse Streit. Schon richtet sich McGonnagal vor der Klasse auf.
„Willkommen zum vierten Jahr Verwandlung. In diesem Quartal werden Sie die Ausführung und Anwendung des Verschwindezaubers lernen. Da es sich hierbei um fortgeschrittene Magie handelt, bitte ich Sie alle in Ihrem eigenen Interesse sich besonnener zu verhalten, als im letzten Jahr.“, bei ihren Worten streift ihr strenger Blick zu Liv, die augenblicklich im Boden versinkt. Offenbar hat McGonnagal noch nicht das Inferno vergessen, mit dem Liv bei der letzten Abschlussprüfung ihr Klassenzimmer in Schutt und Asche gelegt hat.
„Also gut. Fangen wir an. Sie werden zuerst wirbellose Tiere verschwinden lassen. Diese sind einfacher aufgebaut und deshalb gut geeignet.“
Tatsächlich tummeln sich kurz darauf zwei duzend eitrig gelbe Schnecken auf den Tischen. Unter lauten „Ihh!“ und „Bähh!“ Rufen werden diese mit dem Zauberstab traktiert. Leicht angeekelt betrachte ich das schleimige Ding vor mir.
„Angst vor einer Schnecke Black?“, spottet Longbottom, ein dämlicher Gryffindor, am nächsten Tisch. Als ob ich mir die Blöße geben würde hier runzuschreien! Abschätzig betrachte ich seine Schnecke, die unaufhörlich rosa Blasen spuckt. Kopfschüttelnd rolle ich die Ärmel meines Umhangs hoch tippe die verfluchte Schnecke an und lasse mir zehn Punkte für das verschwundene Tier geben.

Ob es an meinen verschwundenen Schnecken oder der Tatsache, dass ich in Geschichte der Zauberei vor allem Professor Binns zugehört (und Liv ignoriert) hatte liegt, kann ich nicht sagen, doch bin zum Mittagessen ist Liv dermaßen eingeschnappt, dass sie sich zu Jane, Rachel und all den anderen klatschsüchtigen Schülerinnen aus unserem Haus setzt. Missmutig wage ich einen flüchtigen Blick und sehe sie mit den anderen kichern. Soll sie sich doch mit denen vergnügen, denke ich verärgert. Aber nicht wundern, wenn sie dich im Stich lassen, sobald es brenzlig wird.
„Ganz allein, meine Liebe?“, ohne zu fragen setzt Malfoy sich gleich mit einem selbstgefälligen Lächeln neben mich.
„Auch einen schönen Tag. Mir geht’s im Übrigen ausgezeichnet. Danke der Nachfrage.“
„Entschuldige. Ich hätte natürlich noch ein paar Umständlichkeiten anfügen sollen.“ Mit einer wegwerfenden Geste beginnt er sich Bratkartoffeln auf seinen Teller zu schaufeln. „Auch?“
„Nein danke.“
„Sind aber ausgezeichnet.“
„Danke. Ich habe keinen Appetit.“, erkläre ich reichlich genervt. „Ich fürchte, du hast dir keinen guten Platz gesucht.“
„Warum bist du so abweisend? Bist du etwa immer noch böse, wegen dem Kleinen?“
Ich hätte gern reflexartig mit Nein geantwortet, doch das wäre eine Lüge gewesen, also nippte ich kurz an meinem Wasser. „Das kannst du genauso wenig verstehen wie die anderen Fanatiker hier.“
„Fanatiker? Ich hoffe, du beleidigst nicht die Diener des dunklen Lords?“
„Wenn du Beleidigungen hören willst, geh zu den Gryffindors. Den Tag an dem ich ausfällig werde, wirst du nicht mehr erleben.“
„Und doch bist du nicht erfreut – im Gegensatz zu deinen Mitschülerinnen.“
„Dann geh zu ihnen und erfreue dich ihrer Bewunderung. Habe ich nicht gesagt, dass du am falschen Platz bist?“
„Tatsächlich eine präzise Vorhersage. Vielleicht stimmen die Gerüchte ja...Zumindest wussten die Lestranges so einiges über dich zu berichten.“
Verärgert stelle ich mein Glas ab. „Und vielleicht stimmt es ja auch, dass man dich aus Durmstrang geworfen hat, weil du dir Schüler mit dem Imperius gefügig gemacht hast.“, zische ich.
Noch bevor die Worte verklungen sind, wird mir klar, dass ich diese reißerische Idee lieber für mich behalten hätte. Wie von der Tarantel gestochen springt Malfoy auf. Aus schreckgeweiteten grauen Augen blickt mit die nackte Angst entgegen. „Woher hast du das?“
„Es war eine Mutmaßung.“
„Wer. Hat. Das. Gesagt?“
„Das war wohl ich. Vor ungefähr einer halben Minute. Und nun entschuldige mich bitte.“ Bevor er etwas erwidern kann erhebe ich mich und eile zum großen Portal, wo ich gerade Andromeda gesehen habe.

„Ist alles in Ordnung?“, fragt sie, als ich leicht außer Atem vor ihr zum Stehen komme.
Schnell schüttle ich den Kopf. „Mal abgesehen von der Tatsache, dass dieser Typ mich die ganze Zeit belagert, aber das ist nicht so wichtig.“
„Ach, Malfoy. Ich habe schon gehört, wie du dich für Justin Shunpike eingesetzt hast.“, erklärt sie anerkennend.
„Justin Shunpike?“, frage ich verwirrt.
„Der Erstklässler, den Malfoy gestern angegriffen hat. Liegt immer noch im Krankenflügel. Wer weiß wies ihm ginge, wenn du nicht so mutig gewesen wärest, einzugreifen.“
Verwirrt schaue ich sie an. Was meint alle Welt in letzter Zeit, meinen Edelmut entdeckt zu haben? Ich versteh ja selbst nicht ganz, warum ich für den Jungen in die Breche gesprungen bin.
„Wenn du so unbedingt deine Ruhe willst, triff dich doch heute Nachmittag mit mir in der Bibliothek. Ich könnte dir ein wenig unter die Arme greifen.“
„Das wäre gut. Ich muss einen ziemlich komplizierten Aufsatz zu den Zusatzprotokollen 18 - 29 zum Gesetz zur Geheimhaltung der magischen Gemeinschaft schreiben.“
„Dann wäre das ja abgemacht.“, ohne eine Antwort abzuwarten verschwindet sie schon in Richtung Westflügel.

Etwas erstaunt sehe ich ihr noch nach (seit wann sprachen wir in Hogwarts miteinander), eile dann aber schnell zu Liv, die sich aus einer schnatternden Horde löst.
„Und, erfolgreich geflirtet?“, fragt sie mit einem anzüglichen Grinsen während wir die Treppe nach unten zum Zaubertrankkerker nehmen.
„Ähm, Liv? Wir haben nicht...“
„Schon klar. Ihr habt euch einfach so ständig leicht benommen angelächelt und mit allerlei Gesten gute Manieren gezeigt.“
„Ehrlich Liv. Ich war kurz davor auf ihn loszugehen.“
„Sah aber ganz anders aus.“, beharrt sie auf ihrer Meinung. Ich widerspreche ihr nicht (immerhin könnte sie ja Recht haben und Malfoy glaubte nun bei mir gelandet zu sein) und gebe sogar bei der Platzwahl nach, sodass wir eher im hinteren Teil des Raumes in der Nähe vom Vorratsschrank sitzen.
Obwohl ich Slughorn, (der mich ständig zu irgendwelchen Treffen von aufgeblasenen Wichtigtuern einladen will,) nicht sonderlich leiden kann vergehen die neunzig Minuten wie im Flug, denn der Trunk des Friedens beansprucht voll und ganz meine Aufmerksamkeit. Erleichtert gebe ich am Ende der Stunde eine Phiole mit der im Buch vorgeschriebenen zarttürkisen Färbung ab. Nicht sonderlich überrascht, stelle ich fest, dass mit mir gerade einmal vier Schüler irgendeine Substanz zum Einreichen brauen konnten, denn die Stunde war ein lupenreines Desaster gewesen.

Alles in allem konnte ich den ersten Schultag als gelungen bezeichnen, überlege ich, als ich am späten Abend erschöpft auf meinem Himmelbett liege. Tatsächlich hat Andromeda mir bei meinem Aufsatz geholfen und mich einigen ihrer Freunde vorgestellt (allesamt ältere Ravenclaws, weshalb ich mich ein wenig deplaziert gefühlt hatte). Wahrscheinlich sollte ich vorsichtig sein, da sie offensichtlich versucht mich auf ihre Seite im Streit mit unseren Eltern zu ziehen, doch für den Moment würde ich nichts daran ändern können, also kann ich genauso gut das Beste aus der Situation machen.
Ich bin eben doch so Opportunistisch, wie es sich für eine Slytherin gehört, denke ich, während ich meine allabendliche Dosis Beruhigungstrank nehme. Augenblicklich breitet sich ein Gefühl der Gleichmut in mir aus. Schnell verstaue ich noch den drei Zoll langen Aufsatz in meine Tasche, als mit einem Rascheln ein eng beschriebener Zettel aus meinem Umhang fällt.
Stirnrunzelnd betrachte ich die grüne Schrift, die derart verschnörkelt ist, dass man das Geschriebene kaum noch lesen kann:

Vergleich ich dich mit einem Sommertage?
Er ist so lieblich nicht und so gelind;
Der Sturm zerzaust des Maien Blütenhage
Und allzubald des Sommers Pracht verrinnt.

Oft strahlt zu heiß des Himmels Aug hernieder,
Und manchmal ist sein Goldblick trübe nur,
Und jede Schönheit weicht vom Schönsten wieder
Durch Zufall oder Wandel der Natur.

Nie aber wird dein ew'ger Sommer schwinden,
Noch jene Schönheit missen, die du hast;
Nie wird der Tod im Schattenreich dich finden,
Wenn dich die Zeit in ew'ge Verse fasst.

Solange Ohren hören, Augen sehn,
besteht mein Lied, wirst du im Lied bestehen!

LM

LM? Verwirrt gehe ich die Namen der Schüler durch ehe es mir wie Schuppen von den Augen fällt. Lucius Malfoy! Livs Objekt der Begierde, wollte mich offenbar mit ein paar dahingeschmierten Reimen beeindrucken.
Kopfschüttelnd verbrenne ich das Gedicht. Was denkt sich dieser aufgeblasene Schleimbeutel nur? Ein Liebesgedicht! Er hatte mich gestern erst kennen gelernt und ich kann mich nicht entsinnen, ihm Anlass gegeben zu haben mich zu mögen, von Liebesschwüren ganz zu schweigen. Gut, dass ich gerade meinen Beruhigungstrank genommen habe, sonst würde ich wohl schnurstracks nach oben in den Gemeinschaftsraum marschieren und ihm die Meinung sagen.
Aufgebracht lege ich mich ins Bett. Was fand er nur an mir, dass er sich die Mühe machte? Immerhin könnte er doch jede andere haben, die ihm folgsam zu Diensten sein und für seine hohle Gesinnung bewundern würde. Welche Absicht auch immer er mit seinem Verhalten verfolgte, es würde wohl nicht Gutes für mich dabei herauskommen. Er würde sich bestimmt noch für die erfahrene Schmach rächen wollen.
Immer noch etwas ratlos nehme ich mir vor ihn zu ignorieren und achtsam zu sein.


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Das verwendete Gedicht ist übrigens (leider) nicht von mir sondern eine Übersetzung des Sonnet 18 (Shall I compare thee to a summer's day?) von Shakespeare.


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