Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Es ist nicht immer leicht ich zu sein! - Lieber tot als rot!

von September1st

So, hier das neue Kapitel. Ich wünsche euch allen schöne Pfingsttage!

@ Zissy93: Vielen Dank für deinen Review. Es freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt. Die Ich-Perspektive passte meiner Einschätzung nach einfach zu Narcissa, deshalb verwende ich sie, obwohl es ein Albtraum ist, aus dieser Sicht zu schreiben, weil sich alles ganz schnell (wie du schon anmerktest) kindisch anhört. Wollte aber mal ein bisschen Abwechslung bei den ganzen FFs mit Personalem Erzähler im Präteritum. Wünsche dir noch ganz viel Spaß beim Lesen.


--------------------------------------------------------------------

Lieber tot als rot!


„Finite!“
Erleichtert spüre ich, wie mein Körper aus seiner Starre erwacht. Dankbar ergreife ich Malfoys Hand und lasse mich hochziehen. Bebend blicke ich auf Lestrange und seine Freunde herab.
„Sie sind nur ohnmächtig.“, erklärt Malfoy und begutachtet mich eingehend.
„Das war jetzt meine geringste Sorge.“, sage ich bissig und versuche nicht loszuweinen. Zitternd hebe ich eine Handvoll Schnee vom Boden, um die Blutung an meiner Wange zu stillen, doch Malfoy ergreift mein Handgelenk.
„Darf ich?“, fragt er unsicher.
Unsicher schaue ich ihn an, doch schon fährt er mit dem Zauberstab über die Wunde. Eine sengende Hitze breitet sich von dem Schnitt aus, als hätte ich die Wange auf eine Herdplatte gelegt. Schon verebbt das Brennen zu einem Dumpfen Pochen. Langsam zieht sich das Blut in die Wunde zurück, ehe sich mit einem prickeln die Wundränder verschließen und ich nichts mehr spüre außer dem eisigen Wind, der mir einige Haarsträhnen ins Gesicht weht. Verblüfft befühle ich die Stelle, wo eben noch die Wunde gewesen war und ertaste vollkommen glatte weiche Haut.
„Wie neu.“, erklärt Malfoy mit einem Grinsen.
„Danke.“, sage ich immer noch verblüfft.
„Gern geschehen.“, erwidert Malfoy. Verwirrt blicke ich in seine grauen Augen, die mich immer noch mustern. Krampfhaft versuche ich die aufsteigende Röte in meinem Gesicht zu ignorieren. Verdammt, es ist nur Malfoy, der hat dich schon tausend Mal so angesehen, ermahne ich mich, doch vergebens. Nervös wende ich den Blick und fixiere einen Punkt neben seinem Kopf.
„Ist dir kalt?“, durchbricht er schließlich die unangenehme Stille.
Ich nicke und vergrabe die Hände in meinem verdreckten Umhang. Siedend heiß schießt das Blut von neuem in meinem Kopf, als mir klar wird, dass ich über und über mit Schneematsch besudelt bin. Meine Beine zuckten, denn ich war kurz davor die Flucht zu ergreifen.
„Darf ich dich dann einladen? Ganz in der Nähe ist ein kleines Cafee.“
Warum kann sich nicht ein Spalt im Boden auftun, wenn man ihn gerade braucht? Lieber würde ich in eine Schlangengrube springen, als in diesem Aufzug ein Cafe zu betreten! Seltsam genug, dass Malfoy mein desolates Erscheinungsbild nicht zu kümmern scheint. Ich überlege kurz, wie ich aus der Sache noch Rauskommen kann, doch im Grunde kann ich ihm wohl kaum die Bitte abschlagen. Immerhin hat er mich gerade erst aus der Patsche geholt. Also setzte ich mein freundlichstes Lächeln auf und nicke.
„Einen Moment noch.“, sage ich und blicke herab zu den Bewusstlosen. „Contrarsi!“, murmele ich und beobachte, wie die fünf zu Miniaturen zusammenschrumpfen.
Fasziniert hebt Malfoy den nun daumengroßen Lestrange von Boden auf. „Was ist das für ein Zauber?“, fragt er fasziniert.
„Ein Schrumpffluch. Ich habe Wochenlang daran geübt. Keine Ahnung, wie man sie wieder wachsen lässt.“
„Wenn das so ist, sollten wir vielleicht aufbrechen. Nicht, dass man uns noch hier sieht.“, spöttisch blickt er noch einmal zu den Miniaturen herab, eher er mir seinen Arm anbietet. Ehe ich mich versehe, habe ich mich bei ihm untergehakt und wir gehen zurück zur belebten Dorfstraße.

„Ihr habt was gemacht?“, fragt Liv ungläubig.
Ich seufze vernehmlich, wenngleich ich froh bin, dass sie wieder mit mir redet. Immerhin hatte ich mich vor ihrem Verhör noch umziehen dürfen. „Er hat mich in Madam Puddifoots Cafee geschleift.“, raune ich ihr zu.
„Wow!“, fassungslos starrt sie mich an. „Ich hatte nicht gewusst, dass ihr...nun ja, dass ihr schon so weit seid...“
„Es war ein Zufall, Liv.“, wiederhole ich mich bestimmt zum hundertsten Mal an diesem Abend. Trotzdem bin ich so erleichtert, dass sie wieder mit mir spricht, da kann ich auch mal ein wenig ihre Sensationsgier befriedigen.
„Wie auch immer.“, winkt sie mit einem wissenden Grinsen ab. „Was ich eigentlich wissen will ist doch: Wie ist es denn so, ein Date mit Malfoy zu haben.“
Verärgert spüre ich, wie ich schon wieder rot anlaufe. „Liv, bitte, bitte nenn es nicht so. Ich flehe dich an.“
„Gut, es war KEIN Date. Ihr habt nur zufällig einen Nachmittag zwischen knutschenden Pärchen im romantischsten Cafe weit und breit verbracht. Ich versteh schon.“, kichernd schüttelt sie den Kopf. „Also, wird das jetzt noch was mit dem Bericht?“
Schnaubend blicke ich in das prasselnde Kaminfeuer. „Es war...“, ich zögere, da ich nicht weiß wie ich Liv diese Begegnung erklären soll, wenn ich doch selbst nicht ganz verstehe, was eigentlich passiert ist. „Eigenartig.“, schließe ich und schaue zu Liv.
„Eigenartig?“, schnaubt Liv. „Geht es auch etwas genauer?“
„Entschuldige, aber ich kann mir selbst auf vieles noch keinen Reim machen.“, erkläre ich abwehrend. Schließlich will ich nicht, dass schon wieder Funkstille zwischen uns ist. „Erst werde ich von diesen Vollidioten zusammengeschlagen und just im richtigen Moment erscheint Malfoy und rettet mich. Das ist doch...“
„Wie im Märchen.“, schwärmt Liv und schaut leicht weggetreten drein.
„Ich wollte eigentlich sagen ziemlich unwahrscheinlich.“
„Vielleicht war es ja Schicksal.“
Genervt verdrehe ich die Augen. „Liv! Es war nur eine Begegnung. So wie du redest könnte man ja meinen, das alles wäre dir passiert.“, ermahne ich sie.
„Ach Cissa, das wäre zu schön um wahr zu sein. Also lass mich wenigstens ein bisschen daran Teilhaben, wie es ist ihm so nahe zu sein.“, jammert sie.
Nachdenklich ignoriere ich ihr Rumschmachten und lasse die Situation Revue passieren. Ich war allein nach Hogsmeade gegangen, hatte alles besorgt, was ich brauchte und hatte dann in den drei Besen Lestrange und seine Freunde gesehen. Nachdem ich gegangen war, waren sie mir wohl hinterher geschlichen und dann...
„Meinst du, dieser ganze Vorfall mit Lestrange war vielleicht fingiert?“, frage ich Liv erschrocken.
„Was?“, fragt sie verwirrt.
„Der Angriff und Malfoys beherztes Einschreiten. Ist das nicht ein bisschen viel des Zufalls? Was, wenn das alles geplant war?“, triumphierend schaue ich sie an, denn ein Gefühl der Gewissheit breitet sich in mir aus. Der Vorfall am Morgen war nur der erste Teil einer gewaltigen Inszenierung gewesen mit klar verteilten Rollen: Lestrange als böser Schurke, Malfoy der edle Märchenprinz und meine Wenigkeit in der Roller der Jungfrau in Nöten! Ich habe schon bessere Schmonzetten gelesen!
Verständnislos schüttelt Liv den Kopf. „Ehrlich Cissa, das ist so was von paranoid. Malfoy ist total verschossen in dich. Der würde niemals zulassen, dass dir was passiert.“
Gedanklich ordne ich Liv gerade irgendwo in der Kategorie „mitfühlende Magd“ ein, wenngleich sie sich bestimmt niemals auf so etwas einlassen würde. Was auch nicht nötig ist, denke ich bitter. Sie spielt ihren Part schon ganz ohne gutes Zureden.
Ich seufze erschöpft und entschließe mich, meine Gedanken zu diesem heiklen Thema lieber für mich zu behalten, denn es ist offensichtlich, dass ich von ihr keinen vernünftigen Ratschlag erhoffen kann und ich will nicht schon wieder Streit. Vielleicht braucht Liv den makellosen Prinzen als Objekt ihrer Begierde aber ich würde mich nicht so leicht blenden lassen. Ich hatte gesehen, wozu Malfoy im Stande war und würde nicht so töricht sein, mich zu seiner Marionette zu machen. Vielleicht sollte ich mich mit diesem Problem lieber an Andromeda oder Alice wenden.

Ein Schrei reißt mich aus meinen Gedanken. Unter Gepolter stürzt Bella durch die Mauer in den Gemeinschaftsraum, mit Malfoy, der hektisch auf sie einredet im Schlepptau.
„Du!“, ruft sie und baut sich vor meinem Sessel auf. Angewidert wische ich die Speicheltropfen aus meinem Gesicht. Verzweifelt schließe ich die Augen und wünschte, ebenso leicht auch mein Gehör ausschalten zu können.
„Wie konntest du es wagen, mich so zu enttäuschen!“, schreiend stürzt sie sich auf mich und rüttelt an meinen Schultern.
„Lass mich, Bella.“, fauche ich, doch das stachelt sie nur noch an.
„Longbottom, die Prewetts, unsere missratene Squib-Cousine und Andromeda. Wie tief bist du nur gesunken, dass du dich mit diesen Leuten abgibst und eine...“, hilflos auf der Suche nach einer passenden Beschimpfung rudert sie mit den Armen und schnappt pfeifend nach Luft, „...und eine Widerstandsorganisation gründest! Ihr übt Verteidigungszauber, um euch dem dunklen Lord widersetzten zu können. Aber das könnt ihr nicht!“, ein irres Grinsen schleicht sich in ihr Gesicht, „Niemand wird ihn aufhalten, denn er ist allmächtig. Als erstes wird er die Schlammblüter beseitigen und dann die Blutsverräter, die zugelassen haben, dass die Zaubererschaft derart verkommen ist.“ Das Gesicht zu einer schauderhaften Grimasse verzerrt verfällt sie in ein hysterisches Gegacker. Erschrocken wird mir klar, dass sie genauso den Verstand verloren hat wie Lestrange.
Fast spüre ich Mitleid in mir aufkeimen. „Das hätten wir auch schon allein geschafft.“, murmle ich.
„Was hast du gesagt?“, zischt sie, die Augen zu Schlitzen verengt.
Mühsam richte ich mich auf und sehe in ihre schwarzen Augen. „Du hast schon richtig gehört. Ich bin es leid, Bella, mich an deine Regeln zu halten. Wie viele unserer Geschwister haben wir nie kennen gelernt, weil sie Missgeburten waren? Zwei? Oder waren es mehr? Ausgesetzt vor den Türen der Muggel! Und je enger wir Zauberer zusammenrücken, desto schlimmer wird es.“
„Wie kannst du es wagen.“, schreit sie und zückt ihren Zauberstab, doch schon hat Liv sie entwaffnet.
„Was denn, Bella? Jeder weiß, dass Inzest zu kleinen Squibs führt.“
„Halt den Mund.“, fährt sie mich an. „Du bist eine Schande! Ich will gar nicht daran denken, was du heute alles in Hogsmeade gemacht haben könntest! Sag mir, hast du dich mit diesem Abschaum getroffen?“
„Ich habe niemanden von ihnen gesehen.“, wehre ich mich und versuche, meine Tränen zurückzuhalten. Wann würde sie endlich von mir ablassen?
„Lügnerin!“, schreit sie und deutet empört auf mich. „Rudolphus hat mir alles erzählt. Du gehst mit Longbottom. Außerdem hab ich gehört, du warst in diesem Pärchencafe.“
„Entschuldige, ich denke, dafür bin ich wohl verantwortlich.“, fährt Malfoy sichtlich erheitert dazwischen. „Ich hatte Narcissa in das Cafe eingeladen, weil ich meinte, es würde sie aufheitern nach diesem unglücklichen Vorfall auf der Hauptstraße.“
„Niemand hat dich nach deiner Meinung gefragt, Emporkömmling.“
„Jetzt lass mal gut sein Bellatrix.“, schreitet Liv ein und hilft mir auf. In diesem Moment wäre ich ihr am liebsten dankbar um den Hals gefallen. „Stürz dich mal lieber auf Lestrange. Der wollte deine Schwester umbringen, falls du es noch nicht bemerkt hast.“
„Lieber würde ich sie tot sehen, als zusammen mit diesem...mit diesem Abschaum.“, schreit sie und prescht in Richtung Schlafsaal davon.

-----------------------------------------------------------------------------------------
Die Zaubersprüche sind erfunden und Abwandlungen italienische Wörter für Zusammenziehen und Offenlegen (hoffe sie klingen ein bisschen wie die Sprüche aus den Büchern).


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Beziehungskomödien aufzubauen und die entsprechenden Dialoge zu schreiben kann Joanne K. Rowling so gut wie Woody Allen. Im vierten und fünften Band ist das schön zu beobachten, wenn es die ersten Eifersüchteleien zwischen den Freunden gibt.
Klaus Fritz