
von Aletheia
Hermine sah auf das schmuddelige Buch in ihren Händen und runzelte die Stirn, als sie durch die Seiten blätterte. Ihre Augen überflogen den gedruckten Text, den sie mittlerweile beinahe auswendig vor sich hersagen konnte.
Die Seitenränder enthielten die handschriftlichen Ergänzungen, die Harry innerhalb von nur wenigen Wochen zu einem Genie in Zaubertränke hatten werden lassen.
Es war nicht so, dass sie es ihm nicht gönnte so gut zu sein, aber es nagte an ihr, dass sie deswegen hinter ihm zurück stand. Und das nur wegen eines verdorbenen Schulbuches, welches nicht nur die Autoren korrigierte, sondern noch dazu äußerst gefährliche Zaubersprüche enthielt, von denen sie noch nie gehört hatte.
Ihr Blick fiel wieder auf den hinteren Buchdeckel.
„Dieses Buch ist Eigentum des Halbblutprinzen.“
Wie so oft begann Hermine nun zu grübeln, was es mit dem Halbblutprinzen auf sich haben könnte.
Ohne Frage war er vor vielen Jahren ein Schüler und mit ziemlicher Sicherheit von halbmagischer Abstammung gewesen.
Welchem Haus er damals angehörte, wagte Hermine jedoch nicht zu raten. Auch wenn das Buch viele schwarzmagische Sprüche zu enthalten schien, ließ das nicht automatisch auf einen Slytherin schließen. Auch ein Ravenclaw hätte mit seiner Intelligenz solche Zauber entwickeln können. Dafür sprachen auch die zusätzlichen Anmerkungen zu den Zaubertränken, welche diese eindeutig verbesserten.
Die braunen Locken wirbelten durch die Luft, als Hermine den Kopf schüttelte. Was auch immer es mit diesem Buch auf sich hatte, gut war es jedenfalls nicht. Die dunkle Aura war deutlich zu spüren und machte der jungen Frau Angst. So hatte sie sich das letzte Mal gefühlt, als sie im Zaubereiministerium gegen die Todesser gekämpft hatte.
Doch scheinbar war sie die Einzige, die sensibel genug dafür war, das zu spüren. Denn weder Harry noch Ron hatten dergleichen geäußert. Die beiden schienen generell nicht zu verstehen, welche mächtige Waffe ihnen da in die Hände gefallen war. Sie waren davon überzeugt, dass es lediglich einem guten Schüler gehört hatte, der ihnen jetzt die guten Noten einbrachte.
„Wenn man Harry doch nur davon überzeugen könnte, dass der vorherige Eigentümer nicht so toll war, wie er denkt.“ murmelte Hermine verdrossen und knallte das Buch auf den kleinen Tisch vor dem Kamin.
Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und schluchzte verzweifelt, ließ ihre Gedanken wie jede Nacht verwirrt durch den Raum kreisen.
Sie musste irgendetwas tun, um Harry davon abzuhalten weiter in diesem Buch zu lesen. Bisher war zwar alles gut gegangen, doch wie lange würde das noch so sein? Wer wusste schon, was für dunkle Magie wirklich in diesem zerschlissenen Buch steckte?
Mehrere Male hatte Hermine das Buch durchgeblättert und sich die Zaubersprüche genauer angesehen, doch kein Einziger kam ihr bekannt vor, noch konnte sie etwas über sie finden. Sie auszuprobieren, das traute sie sich nicht. Zu groß war das Risiko, dass sie jemanden in Gefahr brachte.
Plötzlich zuckte Hermines Körper und sie sah auf.
Natürlich! Das war die Idee! Warum war sie da nicht schon viel früher darauf gekommen? Sie wollte das Buch loswerden, ohne dass es je wieder jemand in die Hände fiel.
Sie musste es so verstecken, dass es niemand je wieder finden würde. Sollte es ihr möglich sein, sollte sie es sogar zerstören.
Es sollte doch wohl keine Schwierigkeit darstellen ein Buch verschwinden zu lassen.
Entschlossen nickte die Gryffindor und stand dann auf, bevor sie sich das Buch schnappte. Hier im Gemeinschaftsraum wäre es zu auffällig, trotz der späten Stunde. Irgendein Mitschüler würde garantiert stören, weil er nicht schlafen konnte. Wo also würde sie ungestört sein?
Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als ihr der perfekte Ort einfiel. Sie holte noch ihren Zauberstab aus dem Mädchenschlafsaal und schlich dann leise durch das Porträt der Fetten Dame aus dem Gemeinschaftsraum.
Nur wenige Minuten später erreichte sie mit kalten Händen und geröteten Wangen den Raum der Wünsche.
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Severus war schlecht gelaunt. Und das war sogar noch untertrieben.
Er hasste die Kontrollgänge, die er einmal wöchentlich machen musste und um die er nicht herum kam. Stattdessen könnte er jetzt in seinem Zaubertranklabor sein und die Wirkung verschiedener Tränke austesten, oder aber mit einem guten Buch vor dem Kamin in seiner Kerkerwohnung sitzen.
Aber nein, er befand sich hier auf dem kalten Gang und suchte nach dem einzigen Lichtblick, der ihm diese Pflicht zum Vergnügen machte: Nachtschwärmer, denen er Punkte abziehen konnte.
Doch heute schien er kein Glück zu haben.
Denn obwohl er bereits seit gut zwei Stunden das Schulgebäude durchstreifte, war ihm noch kein unglücksseliges Geschöpf vor die Nase gelaufen. Und wann immer das so war, hatte er schlechte Laune. So wie jetzt.
Leise murrend schlich er um die nächste Ecke, als er plötzlich erstarrte.
Direkt vor ihm im Dunkeln bewegte sich eine Gestalt, die ihn jedoch noch nicht zu bemerken schien. Er wollte sich gerade räuspern, als er ein leises Knirschen vernahm.
Sein Blick richtete sich auf die Wand neben ihm und mit Erstaunen fiel ihm auf, dass sich in der massiven Steinwand eine Tür herausbildete.
Ein ihm unbekannter Raum? Wie war das möglich?
Erneut zog die Gestalt seine Aufmerksamkeit auf sich, als sie die wenigen Schritte zu der Tür überbrückte und diese schließlich öffnete. Nur wenige Momente später war sie in dem unbekannten Raum verschwunden.
Noch bevor Severus wusste, was er da eigentlich tat, ergriff er die Tür, ehe sie ins Schloss fallen konnte, und schlüpfte in den dahinterliegenden Raum.
Er hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit.
Vor ihm offenbarte sich ein riesiger Raum, welchen seine Augen kaum erfassen konnten. Dieser war mit allerlei Dingen vollgestellt, die sowohl magischer, als auch nichtmagischer Herkunft waren. Es handelte sich um Möbel und Gemälde, aber auch Bücher und Dinge, von denen Severus nicht wusste, wofür man sie verwendete, waren darunter.
Sein Erstaunen währte jedoch nur kurz, als sein Blick wieder die Gestalt von eben vor der Tür fand. Es war ein Mensch, genauer gesagt eine Hexe. Eine ihm sehr bekannte Hexe, sodass sich in seiner Kehle bereits ein Knurren aufbaute.
Das hätte er sich eigentlich denken können. Wer sonst sollte mitten in der Nacht durch das Schloss schleichen, außer dem ach so tollen Potter und seinen beiden Anhängseln? Eines davon stand jetzt mit dem Rücken zu ihm und sah sich um, schien etwas zu suchen.
Na dann wollen wir mal, dachte sich Severus und trat lautlos näher an Hermine Granger heran.
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„Guten Abend, Miss Granger.“
Hermine zuckte zusammen und ihre Augen weiteten sich vor Überraschung, als sie die Worte hörte, die genau an ihrem Ohr gesprochen wurden. Nur wenige Sekunden danach überwog die Furcht, als sie erkannte, wem die Stimme gehörte.
„Nach der Sperrstunde einfach im Schloss umherwandeln, das gehört sich doch nicht.“ wisperte wieder Snapes Stimme und die Gänsehaut lief über ihren Rücken. Das hatte ihr gerade noch gefehlt, dass sie Snape in die Arme lief. Und das auch noch im Raum der Wünsche. Doch ihr blieb nichts anderes übrig als gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
Langsam drehte sich die Gryffindor zu ihrem Professor um und blickte zu ihm auf.
„Guten Abend, Professor.“ sagte sie dann mit fester Stimme, wenngleich ein leichtes Zittern mitschwang, von dem sie hoffte, dass er es nicht hörte.
„Haben Sie etwa Angst, Miss Granger?“
Er hatte es also gehört. Wie konnte sie auch nur denken, dass ihm irgendetwas entging?
„Nein, Sir.“
Sie wussten beide, dass sie log, doch er sagte nichts. Stattdessen lief er um sie herum, um erneut hinter ihr zu stehen, wissend, dass ihre Furcht dadurch nur noch größer wurde.
„Würden Sie mir verraten, was Sie hier tun, Miss Granger?“
Wieder löste seine Stimme eine Gänsehaut bei ihr aus, die sie erschauern ließ.
„Ich habe etwas gesucht.“ antwortete sie dann leise und spürte, wie er einen Schritt näher trat und sie fast berührte.
„Und was bitte, haben Sie gesucht?“
„Ein Buch.“ kam es viel zu schnell von ihr, was ihn zum Lachen brachte, etwas, von dem sie dachte, dass er es nicht konnte.
„Und was für ein Buch?“
Hermine überlegte fieberhaft, was sie darauf antworten sollte. Was würde er ihr glauben? Immerhin konnte sie genauso gut in der Bibliothek nach einem Buch suchen und musste nicht mitten in der Nacht in einen Raum, der eigentlich nicht existierte und von dem man nicht wusste, ob er das beinhaltete, was sie haben wollte.
„Etwa dieses hier?“ fragte er da auch schon und Hermine kam es so vor, als würde das Buch des Halbblutprinzen plötzlich doppelt so schwer wiegen, ehe er es aus ihrer Hand zog. Einen Moment herrschte Ruhe, ehe sie hörte, wie Snape das Buch aufschlug und darin zu blättern begann. Dann hörte sie ein leises Zischen und das Donnerwetter brach über sie herein.
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„Woher haben Sie dieses Buch?“
Severus war außer sich und brüllte die junge Hexe vor sich an.
Das konnte nicht sein! Das war unmöglich! Woher sollte Granger sein ehemaliges Zaubertränkebuch haben? Er hatte es immer zusammen mit seinen Schulsachen in seinen Privaträumen aufbewahrt, also konnte Granger es nur gestohlen haben.
„Wie sind Sie an den Schutzzaubern vorbei gekommen? Granger, antworten Sie mir endlich! Wie haben Sie es geschafft dieses Buch zu entwenden?“
„Professor, ich…“ begann Granger zu stottern, was bei Severus die Nerven durchgehen ließ.
„Nun reden Sie endlich und hören Sie auf zu stottern. Ich habe Ihnen eine einfache, verständliche Frage gestellt und erwarte eine ebenso verständliche Antwort. Und versuchen Sie ja nicht mich zu belügen, dann Gnade Ihnen Merlin!“ brüllte Severus und trat schließlich wieder vor Granger, um sie mit einem tödlichen Blick anzusehen, dass sie hoffte, der Boden würde sich unter ihr auftun und sie vor dem Zorn ihrer Lehrers verschonen.
„Es lag im Schrank im Zaubertränkeklassenzimmer. Harry hatte es sich von dort genommen, weil er kein eigenes Buch hatte. Und er hat es nicht wieder zurückgegeben. Ich wollte es verstecken, es ist unheimlich.“
Erstarrt waren der Hexe vor ihm die Worte entwichen und noch immer sah sie ihn entsetzt ob seines Wutausbruches an. Sprach sie die Wahrheit? War er wirklich so leichtsinnig gewesen und hatte das Buch im Bestand für die Klassen gelassen? Und hatte es Potter dann gefunden? Potter!
„Das Buch gehört Potter?“
„Ja Sir.“
Natürlich, wer sonst außer dem Goldjungen würde sein ehemaliges Buch finden? Das war wohl wirklich Ironie des Schicksals.
„Weiß Potter, dass Sie seine Wissensquelle an sich genommen haben? Mir fällt es schwer zu glauben, dass er auf seine leicht verdienten, guten Noten freiwillig verzichtet.“
Jetzt ergab das alles einen Sinn. Wie konnte er auch glauben, dass Potter wirklich dazugelernt hatte und plötzlich ein Überflieger in seinem ehemaligen Fach war? Das Wissen, was Potter sich in den letzten fünf Jahren nicht aneignen konnte, würde er auch nicht in einem Jahr aufholen. Mit diesem Buch war es ihm jedoch möglich zu glänzen.
„Nein Sir, Harry weiß nicht, dass ich sein Buch genommen habe.“ antwortete nun auch Granger leise und holte Severus damit aus seinen Gedanken.
„Sie sagten, Sie wollten das Buch verstecken? Aus welchem Grund?“ fragte er schließlich weiter und beobachtete lauernd Grangers Reaktionen.
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Hermine fühlte sich unter Snapes musternden Blicken sichtlich unwohl und blickte auf ihre Füße. Wie sollte sie ihrem Professor nur erklären, warum ihr das Buch unheimlich erschien? Aus welchem Grund sie es Harry wegnahm? Immerhin war sie seine beste Freundin.
„Professor, bitte geben Sie mir einen Moment, damit ich meine Gedanken ordnen kann. Das ist nicht so einfach zu erklären.“ bat sie daher und wagte einen Blick in das Gesicht ihres Lehrers.
„Miss Granger, ich habe nicht die ganze Nacht Zeit. Also reißen Sie sich zusammen.“ knurrte er allerdings nur, was Hermine schlucken und schließlich leicht nicken ließ. Was blieb ihr auch anderes übrig?
Noch einmal sah sie auf das Buch des Halbblutprinzen in Snapes Hand, ehe sie ihre Erklärung begann.
„Das Buch besitzt eine dunkle Aura. Die meisten Zauberer spüren das nicht, wenn sie ein Buch zur Hand nehmen, aber jedes hat eine besondere und einzigartige Ausstrahlung. Dabei unterscheidet man zwischen einer hellen und einer dunklen Aura, dazwischen gibt es zahlreiche Abstufungen, die sich daran orientieren, wie sehr das Buch durch schwarze Magie geprägt ist.“
„Miss Granger.“, unterbrach Snape sie jedoch abrupt und sie blickte erschrocken in seine schwarzen Augen.
„Ich bin mit der Aura eines Buches vertraut, also verschonen Sie mich mit Ihren Erklärungen dazu. Sagen Sie mir lieber, warum das Buch Ihrer Meinung nach eine dunkle Aura besitzt und es für Sie, wie sagten Sie, unheimlich, ist.“ knurrte Snape nun leise und wirkte ungeduldig.
Sofort nickte Hermine eifrig und setzte erneut an, jedoch nicht ohne zu bemerken, dass Snape scheinbar ebenso sensibel wie sie war, sodass er die Aura eines Buches erkannte.
„Das Buch ist von schwarzer Magie geradezu durchwebt. Es müssen eine Menge Sprüche darauf angewendet worden sein oder es muss sich zumindest in einer Umgebung mit permanenter schwarzer Magie befunden haben.
In dem Buch sind Zaubersprüche enthalten, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Es steht allerdings keine Beschreibung dazu und ich wage es nicht sie auszuprobieren. Ich habe Angst, was dann geschieht.“
Ein Grollen entkam Snapes Kehle und er wirkte beinahe belustigt, als sie ihm offenbarte, dass auch sie Angst vor der Zauberei haben konnte. Ihr lag bereits eine Erwiderung auf der Zunge, doch sie schluckte diese herunter. Es war schon so unangenehm genug mit dem gefürchteten Tränkeprofessor über das Buch reden zu müssen.
„Das war noch nicht alles, habe ich Recht?“ fragte Snape und sah ihr durchdringend in die Augen, was sie erneut erschaudern ließ. Es kam ihr so vor, als sah er in ihren Kopf, wozu er in der Lage war, es aber scheinbar nicht tat.
„Nein Sir. Da sind noch die zahlreichen Anmerkungen zu den Zaubertränken. Sie verbessern die Tränke, nein, vielmehr ermöglichen sie es erst, dass die Tränke die gewünschte Wirkung erzielen. Nur jemand mit großem Wissen und völliger Hingabe im Bereich der Zaubertrankkunde wäre dazu in der Lage jene Erkenntnisse zu treffen. Jemand wie…“
Die Erkenntnis durchfuhr sie wie ein Blitz. Welcher große Zauberer hatte sich intensiver mit Zaubertränken und schwarzer Magie beschäftigt als…
„… Sie.“
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Für einen Moment herrschte absolute Stille, während braune Rehaugen auf schwarze Finsternis trafen. Keiner der beiden war in der Lage seine Gedanken zu artikulieren, sodass sich der Augenblick scheinbar endlos in die Länge zog.
Schließlich war es Severus, der das Schweigen brach.
„Sie können gehen. Ich behalte das Buch. Wagen Sie es ja nicht irgendjemanden davon zu erzählen. Schon gar nicht Mister Potter. Sollte er sie danach fragen, denken Sie sich etwas aus.“
Seine Worte wirkten ruhig und beherrscht, jedoch nicht so angsteinflößend, wie er sonst zu sprechen pflegte. Der Zorn über Granger war verpufft, stattdessen machte sich eine Leere in ihm breit, die er sich selbst nicht erklären konnte.
„Es tut mir Leid, Sir.“ wisperte Granger, die ihn einen Moment mitfühlend ansah und schließlich lautlos den Rückzug antrat.
Sein altes Zaubertränkebuch. Er hatte es schon vollkommen vergessen, ebenso wie seinen Titel. Der Halbblutprinz. Wärme breitete sich in seinem Körper aus. Schon immer hatte es ihn mit Stolz erfüllt diesen Namen zu tragen, wenngleich ihn niemand kannte. Doch das hatte ihn nie gestört.
„Professor?“
Grangers Stimme brachte ihn in die Realität zurück und er drehte sich zu ihr um.
„Der Halbblutprinz mag schwarzmagisch und sehr verzweifelt gewesen sein, aber ich weiß, dass Sie ein guter Mensch sind.“
Der Zorn, der sich soeben in Nichts aufgelöst hatte, kehrte mit einem Schlag wieder zurück und sein Blick verfinsterte sich.
„Sie wissen gar nichts! Und am allerwenigsten wissen Sie, wie ich bin. Also unterlassen Sie es mich in Ihrer kindlichen Naivität beurteilen zu wollen.“
Was bildete sich diese Göre eigentlich ein? Kaum, dass sie einen Zufallstreffer gelandet hatte, glaubte sie auch schon ihn zu kennen?
„Ich weiß, dass Sie Harry viele Male gerettet haben. Das würden Sie nicht tun, wenn sie ein schlechter Mensch wären.“ erwiderte die Gryffindor jedoch und Severus war mit wenigen schnellen Schritten bei ihr.
„Womöglich habe ich ihn einfach nur vor einem schnellen Tod bewahrt, damit ich mich daran ergötzen kann, wie der Dunkle Lord ihn langsam und qualvoll sterben lässt. Was wäre es doch für ein Genuss dabei zuzusehen, wie Potter endlich verreckt. Denken Sie wirklich, Miss Granger, dass ich ein guter Mensch bin?“
Sein Gesicht war wieder nah vor ihrem und sein bedrohliches Zischen ließ sie merklich zusammen zucken.
„Aber Professor Dumbledore vertraut Ihnen. Das würde er nicht tun, wenn Sie böse wären.“
Die kleine Besserwisserin ließ tatsächlich nicht locker und stachelte Severus Wut nur noch mehr an.
„Es hat Sie nicht zu interessieren, warum er mir vertraut. Stattdessen sollten Sie lieber Mister Weasley zur Hand gehen und sich um Ihre eigenen pubertären Probleme kümmern.“ knurrte er nun erneut und schenkte ihr einen Blick, von dem er hoffte, dass sie nun endlich das Weite suchen würde.
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„Ich denke nicht, dass es Sie zu interessieren hat, wie ich mit Ron umgehe.“
Trotzig schob Hermine ihr Kinn nach vorn und sah ihrem Professor mit festem Blick in die Augen. Sie respektierte ihre Lehrer, besonders Snape, doch so ließ sie sich nicht einfach von ihm abservieren. Ihr Gryffindormut und ihr Stolz hielten sie davon ab einfach zu verschwinden.
„Sie spielen mit dem Feuer, Miss Granger. Und glauben Sie mir, Sie haben es nicht unter Kontrolle. Verschwinden Sie, bevor Sie sich verbrennen.“
Seine Worte jagten ihr eine Gänsehaut über den Rücken, doch diesmal nicht aus Angst. Seine ölige Stimme zog sie vollkommen in den Bann und sie spürte ihr Herz wild gegen den Brustkorb schlagen.
„Vielleicht möchte ich dieses Risiko ja eingehen. Sie würden mir nichts tun, davon bin ich überzeugt.“ wisperte sie daher leise und war froh, dass ihre Stimme nicht nachgab.
Was jedoch anschließend geschah, widerlegte ihre Worte sofort.
Snapes Hand schloss sich um ihren Hals und er drückte sie mit seinem ganzen Körpergewicht gegen die Tür.
„Sie dummes, naives Mädchen. Sie haben keine Ahnung, wozu ich in der Lage bin. Und Sie wollen die schlauste Hexe sein, die Hogwarts seit Jahren hatte? Sie wissen nicht einmal, wann es Zeit ist zu gehen und nachzugeben. Geschweige denn, wann Sie besser Ihr vorlautes Mundwerk halten sollten.
Ich bin kein guter Mensch. Ich habe in meinem Leben gefoltert, getötet und vergewaltigt, ich bin ein Todesser und hätte keine Skrupel Ihnen jetzt Ihren hübschen Hals umzudrehen. Also hören Sie auf sich in mein Leben einzumischen und machen Sie, dass Sie weg kommen, bevor ich mich vergesse!“
Es war nicht das erste Mal, dass Hermine Furcht vor ihrem Lehrer verspürte, aber in diesem Moment war er so angsteinflößend wie noch nie zuvor. Seine Augen loderten regelrecht und durchdrangen ihren Geist, während seine Hand ihr fast die Luft abdrückte. Tränen stiegen ihr in die Augen und sie versuchte ihm mitzuteilen, dass sie nicht atmen konnte. Doch jeder Versuch scheiterte – er war nicht gewillt sie so einfach davon kommen zu lassen.
„Sir, bitte.“ keuchte sie gepresst und sein Griff lockerte sich kaum merklich, jedoch genug, damit sie nach Luft schnappen konnte.
„Ich hoffe, Sie haben den Ernst der Lage begriffen.“
Seine Stimme brannte sich in ihren Geist ein, während sie ein klägliches Nicken zu Stande brachte. Doch er ließ sie nicht los und Panik machte sich in ihr breit.
Sie hatte ihre Lektion gelernt, also was hatte er jetzt noch mit ihr vor?
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Er hatte nie Genuss dabei verspürt, wenn er jemanden folterte, doch eine gewisse Erregung hatte sich immer breit gemacht, wenn er sich seiner Macht über Leben und Tod bewusst wurde. Es war verachtenswert und darüber war er sich im Klaren. Severus hasste sich selbst dafür, dass sein Fleisch schwach wurde, obwohl sein Verstand eine völlig andere Sprache sprach.
Die junge Granger hatte in eben diesem Moment die gleiche Wirkung auf ihn. Er spürte ihren Körper an seinem, bemerkte ihre Rundungen und ihren schnellen Herzschlag. Ihre Adern pochten sichtbar unter ihrer Haut und Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn.
Sie hatte Angst. Und das zu Recht.
Sein Blick bohrte sich in ihren und er erkannte die aufkommende Panik. Wie gern wäre er jetzt in ihren Geist eingedrungen und hätte gesehen, was sie in diesem Moment dachte. Doch bereits jetzt war die Grenze zwischen Lehrer und Schüler überschritten.
Severus führte einen Kampf mit sich selbst. Seine Erregung wurde immer größer, doch er wusste, dass er das nicht tun sollte. Es nicht durfte!
Einen kurzen Augenblick schloss er die Augen um nicht in ihre sehen zu müssen, versuchte sich wieder unter Kontrolle zu bekommen und seine Lust zu unterdrücken. Doch als er Granger wieder ansah, kehrte alles mit einem Schlag zurück.
Ihr Blick lag angstvoll auf seinem Gesicht und sie zitterte leicht, doch er erkannte in ihnen eine Nuance von etwas, von dem er nicht dachte es je bei Granger zu sehen. Verlangen. Verlangen nach ihm. Ihren dunklen Tränkeprofessor und der Fledermaus aus dem Kerker.
Ein Keuchen entkam ihm und er ließ sie ruckartig los, ehe er einige Schritte zurück trat.
„Sie sollten gehen. Sofort.“
„Wie ich sagte, Sie sind kein böser Mensch.“ wiederholte sie leise und sah ihm fest in die Augen, während er innerlich fluchte, dass seine Maske aus Gleichgültigkeit einfach so verschwunden war. Jahrelang hatte er daran gearbeitet sie zu perfektionieren, doch kaum kam eine junge Frau, schon war es aus mit der Beherrschung.
Du Narr, schalt er sich selbst, als ihm klar wurde, dass er Granger soeben erstmals als Frau betitelt hatte. Dabei war sie seine Schülerin und Schutzbefohlene.
„Gute Nacht, Professor.“ meinte sie dann leise und wandte sich ab. Ihre Hand lag bereits auf der Türklinke, als wieder Leben in ihn kam und er sie am Arm zurück zog.
„Was bezwecken Sie damit, Miss Granger?“
Noch bevor er die Worte ausgesprochen hatte, fragte er sich, was in ihn gefahren war. Was tat er da eigentlich? Granger war gerade dabei gewesen das zu tun, worum er sie gebeten hatte, und plötzlich hielt er sie zurück. Als hätte er sich verbrannt, ließ er sie auch schon wieder los.
„Wir sind in einem Raum, wo Dinge sind um versteckt zu bleiben, Professor. Dass sie Ihre Gefühle auch außerhalb dieses Ortes verbergen können, ist kein Geheimnis. Aber Sie haben sich mir soeben offenbart, ob Sie das gutheißen oder nicht. Was ist da schon eine Nacht, in der wir den Reiz des Verbotenen auskosten?“
Ihre Stimme hüllte ihn sanft ein und er blickte ihr weiter in die Augen, in denen sich nun die Begierde immer deutlicher abzeichnete.
„Sie verstehen, was Sie da fragen?“
Nun war er es, dessen Stimme leicht zitterte und er musste schlucken. Wie hatte Granger es nur geschafft ihn derartig um den Finger zu wickeln?
„Das tue ich, Sir.“ waren ihre einzigen Worte, die bei ihm den Verstand aussetzen ließen. Keine Sekunde später lagen seine Lippen auf ihren und er presste sie erneut gegen die schwere Holztür.
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Alles in ihr schrie regelrecht danach zu flüchten, doch stattdessen legten sich ihre Arme um seinen Hals und sie drückte sich noch enger an ihn. Mit einer Leidenschaft, die ihr selbst fremd war, erwiderte sie seinen stürmischen Kuss und gab sich ihm vollkommen hin. Seine Zunge zwängte sich zwischen ihre Lippen, während sich sein Knie zwischen ihre Beine drängte und sie aufkeuchen ließ. Er nutzte den Moment und plünderte ihren Mund, seine Hände fuhren begehrlich über ihren Körper und ließen diesen erzittern.
In seinem Kuss und seinen Berührungen lag nichts Zärtliches, es war die pure Begierde, die er sie spüren ließ und die sie genoss.
Hermine musste lächeln als ihr bewusst wurde, dass sein Bad-Boy Image auch bei ihr die Wirkung nicht verfehlte. Es war nicht so, dass sie schon immer auf ihn stand und mit ihm ins Bett wollte, doch er war durchaus attraktiv.
„Miss Granger, ich bin drauf und dran Ihnen die Seele aus dem Leib zu vögeln und Sie lächeln?“ knurrte er an ihrem Ohr, nachdem er den Kuss gelöst hatte.
„Professor, ich…“ begann sie, wurde allerdings von ihm unterbrochen.
„Ich will es gar nicht wissen.“
Sie nickte leicht und gab es auf etwas erwidern zu wollen, als sie seine Hände auf ihrem Po spürte. Kraftvoll kneteten sie ihre Rundungen, ließen die junge Hexe aufkeuchen und genussvoll die Augen schließen. Deutlich spürte sie nun seine harte Männlichkeit an ihrer Mitte und sie begann sich sanft daran zu reiben.
„Granger.“ knurrte er nur, was sie unwillkürlich grinsen ließ. Das Grinsen verging ihr allerdings, als sie seinem finsteren Blick begegnete und er hart auf ihren Hintern schlug. „Im Moment bin ich nicht daran interessiert zu spielen, also unterlassen sie Ihr Amüsement.“
Sein Knurren vibrierte auf ihrer Haut nach und sammelte sich in ihrem Schoß, der nun begann verlangend zu pochen. Es war nicht ihr erstes Mal, doch noch nie war sie so stark erregt gewesen wie in diesem Moment.
Ein Stöhnen entkam ihren Lippen, was für ihn das Zeichen zu sein schien, dass er weiter gehen konnte. Seine Hände fuhren unter ihren Rock auf ihren Po und hoben die junge Hexe hoch. Sofort schlang diese ihre Beine um seine Hüfte und drückte sich so noch enger an seine Erregung.
Seine Lippen hatten ihren Hals gefunden, saugten an der weichen Haut und hinterließen sein Mal, würden jeden wissen lassen, welche verbotenen Dinge eine Hermine Granger anstellte, wenn sie unbeobachtet war.
Wobei letzteres so ja gar nicht stimmte, stellte Hermine fest und musste sich angestrengt ein Grinsen verkneifen.
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Severus spürte, wie sich Grangers Körper anspannte und einen kurzen, lichten Moment lang dachte er, er hätte etwas falsch gemacht. Doch kurz darauf bemerkte er, wie sie krampfhaft ihre Lippen zusammen presste, fast so, als wollte sie ein Lachen unterdrücken.
Was sie allem Anschein nach auch tat.
Nun gut, wenn Granger spielen wollte, dann würden sie eben spielen. Allerdings nicht so, wie sie glaubte, sondern nach seinen Regeln.
Regeln, die ihm äußerst gut gefielen.
Regeln, die ihr das Lachen schon noch austreiben würden.
Fest drückte er die junge Hexe gegen die schwere Holztür, während sich eine Hand von ihrem Po löste und nach vorn wanderte.
Ein dreckiges Grinsen legte sich auf seine Lippen, als er ihr erschrockenes Keuchen an seinem Ohr wahrnahm. Oh ja, er liebte es zu spielen.
Ihr Slip lag zerrissen auf seinen Schuhen, während sein langer, agiler Finger in ihre Nässe eintauchte.
„So eng. Und so bereit für meinen Schwanz.“ schnurrte er schließlich und nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, wie sie bei seinen Worten leise stöhnte.
Sein Finger glitt immer schneller in sie, woraufhin sie unruhig wurde. Ihr Herz schien noch mehr zu rasen und ihm den Rhythmus vorzugeben, in welchem er sie endlich nehmen sollte.
„Professor, bitte.“, hauchte sie, doch er würde ihr den Gefallen so schnell nicht tun.
Sanft schob er einen weiteren Finger in sie, liebkoste sie intensiv und beinahe fieberhaft, wobei er immer wieder ihren Kitzler streifte und wahre Erregungsschauer durch ihren Körper fluten ließ.
Ein Zittern durchlief ihren Leib, was für ihn das Zeichen war jetzt aufzuhören. Er wollte mit ihr gemeinsam kommen und spüren, wie sie sich um seine Härte zusammen zog.
Ein Murren entkam ihr und ihr Blick lag schon fast beleidigt auf ihm, als er sich aus ihr zurückzog.
„Sie werden doch wohl nicht etwa ungeduldig, Miss Granger.“, schnarrte er und sah die junge Gryffindor amüsiert an.
„Bitte Sir, ich bin kurz davor, na Sie wissen schon.“
Ein Hauch der Röte bedeckte ihre Wangen, von dem Severus nicht wusste, ob er aus Scham oder aufgrund ihrer Erregung dort zu finden war.
„Sie sind kurz vor was? Habe ich Ihnen nicht beigebracht immer alles genauestens zu benennen?“
Er musste ein Lachen unterdrücken, als er Grangers Gesichtsausdruck sah. Es war unverkennbar, dass sie langsam wütend wurde, und dennoch glaubte er in ihrem Blick peinliche Zurückhaltung zu erkennen. Doch wie erwartet, gewann ihre Erregung die Überhand und ihre vom Küssen geschwollenen Lippen öffneten sich zu einer Antwort.
~~~
Er konnte doch nicht wahrlich von ihr verlangen, dass sie… Merlin!
Konnte er es nicht einfach dabei belassen und sich endlich in ihr versenken? Ihnen beiden geben, wonach sie so sehr verlangten? Harry und Ron hatten also doch Recht: Snape war ein Bastard!
Doch das alles spielte für Hermine jetzt keine Rolle, denn ihre Vernunft war irgendwo zwischen seinen Lippen und seinen geschickten Fingern verloren gegangen. Ihr Gehirn war nicht mehr in der Lage ihren Wunsch nach Snapes Schwanz adäquat zu formulieren, sodass sie das Einzige sagte, was in ihrem Kopf herumschwirrte.
„Bringen Sie mich zum Schreien, Sir.“
Es schien genau das zu sein, was er hören wollte, denn nur einen Augenblick später spürte sie seine Härte rücksichtslos in ihre feuchte Enge stoßen.
Wann er seine Hose herunter gezogen hatte, konnte sie nicht sagen, doch es war ihr in diesem Moment auch völlig egal.
Ihr Kopf fiel leicht in den Nacken, stützte sich an dem dunklen Holz der Tür ab und wurde bei jedem seiner Stöße leicht dagegen gerieben. Snape entlockte ihr ein Stöhnen nach dem anderen, während er sie immer wieder tief ausfüllte.
Und bei Merlin wie er sie ausfüllte! Niemals hätte sie gedacht, dass er so gut ausgestattet war. Dagegen war der kleine Viktor, nun ja, klein eben.
„Wo sind nur Ihre Gedanken, Miss Granger? Man möchte doch meinen, dass sie hier im Moment bestens aufgehoben sind.“
Snapes Stimme holte sie zurück in die Realität und sie musste ihm widerstrebend Recht geben. Sie wollte auf keinen Fall auch nur eine Sekunde von dieser Köstlichkeit verpassen, die ihr Professor ihr zu bieten hatte.
Seine Stöße waren mittlerweile unkontrolliert und folgten keinem erkennbaren Rhythmus mehr, einzig seine Geschwindigkeit nahm stetig zu. Ihren Versuch sich ihm anzupassen und ihm entgegen zu kommen, gab sie schließlich auf. Stattdessen genoss sie sein tiefes und kraftvolles Eindringen, welches sie immer näher zu ihrem Höhepunkt trieb.
Auch seine Bewegungen wurden fahrig, als er den harten Griff an ihren Schenkeln löste und seine talentierten Finger dazu einsetzte ihren Kitzler zu liebkosen. Mal zupfte er an ihm, mal strich er hauchzart darüber und rieb ihn. Hermine glaubte vor Lust zu vergehen, wenn er ihr nicht endlich Erlösung schenken würde.
Wieder begann sie sich in seinen Armen zu winden und sich an ihm zu reiben, während die ersten Zuckungen durch ihren Körper jagten. Ein Stöhnen von ihm sagte ihr, dass auch er nicht mehr lange brauchen würde, dass es keine Möglichkeit mehr gab das Kommende aufzuhalten. Oder die Kommenden, wie Hermine im letzten Winkel ihres Gehirnes feststellte.
Ihre Muskeln spannten sich bereits an, jederzeit bereit ihr den ersehnten Orgasmus zu schenken. Doch noch wollte sie nicht, dass es vorbei war. Noch wollte sie Snape mit allen Sinnen genießen. Ihn an sich gedrückt spüren, seinen und den Duft nach Sex auskosten, den Geschmack seiner Lippen auf ihren nachfühlen, seinen erregten Blick sehen und vor allem seine samtige Stimme und sein öliges Stöhnen hören.
Ihre Finger krallten sich nun in seine Schultern, hielten ihn so an sich gedrückt, als sie die Spannung nicht mehr ertragen konnte.
„Schreien Sie für mich.“ hörte sie ihn flüstern. Und sie tat es.
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Einem Sturm gleich erlebte sie ihren Höhepunkt in seinen Armen.
Ihre Mitte zog sich fest um seinen Schwanz zusammen, fast so, als wollte sie den Eindringling erdrücken. Krampfhaft blieb sie an ihn gedrückt, während sie in nun doch adäquater Weise ihre Erlösung verdeutlichte.
Während sie ihren Orgasmus bereits in vollen Zügen genoss, brauchte er noch ein paar weitere, feste Stöße, ehe Granger ihn mit über die Klippe riss. Stöhnend ergoss er sich in ihr, hielt sie aber dennoch weiter gegen die Tür gepresst.
Nach Atem ringend legte er seinen Kopf auf ihre Schulter und schloss die Augen, fühlte seine nun langsam abflauende Erregung nach. Erst als die junge Hexe ein leises „Danke, Professor.“ gegen sein Ohr wisperte, erwachte er aus der Starre und sah sie an. Sein Blick so undurchdringlich wie immer.
„10 Punkte für Gryffindor, da sie so exzellent meiner Aufforderung entsprochen haben.“
Er konnte das Grinsen nur mäßig unterdrücken, als er Grangers entsetzten Blick sah und bemerkte, dass sich Verwirrung in ihr breit machte.
„Sie schreien zu hören ist wahrlich ein Genuss.“, ließ er dann mit samtiger Stimme vernehmen und zog sich aus ihr zurück.
„Danke, Sir.“, räusperte sich Hermine leise und es war ihr anzusehen, dass sie nicht wusste, wie sie darauf reagieren sollte.
„Gute Nacht, Miss Granger.“
Ertappt zuckte die Angesprochene zusammen, ehe sie sich zu einem Nicken durchrang und die Tür öffnete. Nur wenige Sekunden später fiel diese hinter ihr wieder ins Schloss.
Nachdenklich blieb Severus einige Momente regungslos stehen und starrte auf die Tür. Granger hatte es definitiv zu einer interessanten Begegnung gemacht, wenngleich er noch nicht einordnen konnte, was er davon zu halten hatte.
Missmutig schüttelte er schließlich seinen Kopf und zog die Hose wieder nach oben, richtete seine Roben und entdeckte dann Grangers kaputtes Höschen. Einen Moment erwog er es mitzunehmen, als eine Erinnerung an die heutige Nacht. Doch er ließ es liegen, wo es war, sollte der nächste, der diesen Raum betrat, sich seinen Teil denken. Stattdessen hob er das fast vergessene Tränkebuch auf, welches er vorhin hatte fallen lassen. Gedankenverloren sah er es einige Minuten an, ehe er sich anschließend majestätisch aufrichtete und sich mit einem letzten Blick zurück in den Raum auf den Weg in den Kerker machte.
Zwei Vorsätze würden ab heute Nacht seinen Unterricht bestimmten: Erstens, er würde Potter so sehr leiden lassen, dass er sich wünschen würde nicht mehr am Leben zu sein. Und da Granger nicht plaudern würde, würde der Goldjunge auch nie wissen, warum Severus ihn so hasste.
Und zweitens würde er Granger noch gehörig den Kopf verdrehen. Bis zum Ende des Schuljahres war noch ein wenig Zeit. Warum diese also nicht auf adäquate Weise nutzen?
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Hermine stand unterdessen im Bad der Vertrauensschüler vor dem Spiegel und besah sich den immer dunkler werdenden Knutschfleck an ihrem Hals. Snapes Zeichen. Was auch immer in sie gefahren war, das sollte öfter ihre Nächte versüßen.
Mit einem Lächeln auf den Lippen schlich sie zurück in den Gryffindor Gemeinschaftsraum und machte sich auf den Weg in den Schlafsaal. Wer hätte gedacht, dass die Fledermaus aus den Kerkern als Liebhaber ein Ohnegleichen verdient hätte?
Mit dem Gedanken an ihn schlief sie schließlich ein, das Buch des Halbblutprinzen schon vollkommen vergessen.
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