
An einem wunderschönen Morgen setzte ich mich in der Grossen Halle neben Blaise. "Morgen, Vanessa."
Ich lächelte und beschmierte ein Brot mit Honig. Erst nach dem ersten Bissen bemerkte ich, dass irgendetwas nicht stimmte. Ich blickte in die Runde und alle blickten mich an.
"Was ist los?", fragte ich. Sie wandten den Blick von mir ab und ich flüsterte Blaise zu: "Was ist denn heute los?"
"Frag lieber Harry Potter."
Ich blickte ihn fragend und verdutzt an. Doch ich sagte nichts. Ich ass weiter und verliess den Tisch früher als gewohnt. Als ich die Grosse Halle verliess, waren alle Blicke auf mich gerichtet. Schüler tuschelten und Erstklässler zeigten mit ihren honigbeschmierten Fingern auf mich. Als ich mich vor der Türe umdrehte, schauten alle weg, als wäre nichts gewesen. Hinter der Türe wartete ich geduldig um Harry Potter abzufangen.
Es dauerte eine Weile, bis er mit seinen Gefährten Ronald Weasley und Hermine Granger die Grosse Halle verliess.
Ich zog ihn am Ärmel zu mir und schleifte ihn in ein leeres Klassenzimmer.
"Was soll diese Scheisse, die du hier abziehst?", schrie ich ihn an.
"Was... was meinst du damit?"
"Du weisst genau, was ich meine! Jeder tuschelt und zeigt auf mich! Was hast du ihnen erzählt? Los, sag's mir, Potter!"
Er war stumm wie ein Fisch. Ich fasste ihn am Kragen und stiess ihn gegen die Mauer.
"Ich weiss wirklich nicht, was du damit meinst! Glaub mir, McCoy!", rief er.
Ich liess ihn los und trat einen Schritt weg von ihm.
"Aber frag dich mal ehrlich, ob du den Slytherins wirklich vertrauen kannst." Ich drehte mich um und schlug ihn.
"Sag ja nichts gegen mein Haus, du elende Ratte!"
Ich stürmte aus dem Zimmer und lief direkt in die Arme von Granger.
"Du auch noch? Hast du ihm das eingeredet?" Ich schüttelte genervt den Kopf und hinterliess eine verwirrte Hermine.
Ich ging in die Bibliothek und krallte mir ein Buch, das mir in die Hände geriet. Ich verliess die Bibliothek raschen Schrittes, als mir die Aufsicht nachrief: "He, Sie müssen das zuerst ausleihen um es zu lesen."
Ich rannte hinunter zum See und legte mich unter einen Baum. Mir rasten Harry's Wörter durch den Kopf.
Ich schlug das Buch auf und begann zu lesen:
Es war einmal ein wunderschönes Mädchen, über das jeder tuschelte. Eines Tages bemerkte sie einen Jungen, der ihr zuvor noch nie aufgefallen war. Es stellte sich heraus, dass er ein Verräter war. IHR Verräter. Er hatte das Getuschel in Gang gebracht. Doch nach einigen Tagen, bemerkte das Mädchen ein komisches Gefühl in ihrem Bauch. Es fühlte sich an, als ob Schmetterlinge geschlüpft wären und verzweifelt versuchten ihrem Körper zu entkommen. Sie hatte sich in den Verräter verliebt. Das arme Schaf verliebte sich in den starken Löwen.
"Vanessa?"
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