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Fanfiction

Die Magie der Gründer - Kapitel 4

von Shoplifterette

Das neue Schuljahr hatte – wie immer – recht chaotisch begonnen. Nachdem die Erstklässler vom sprechenden Hut in ihre Häuser eingeteilt worden waren, konnte Hermine, als Hauslehrerin von Gryffindor, sechs neue Schüler in ihrem Haus begrüßen – darunter auch eine entfernte Cousine von Ron, Mathilda Prewett. Die rothaarige Hexe hatte ein Temperament, das dem der Weasley-Zwillinge nicht unähnlich war. Somit hatte Hermine die ersten beiden Wochen damit verbracht, sich Beschwerden von ihren Kollegen anzuhören. Trotzdem hatte sie die junge Hexe gern. Und Fred und George, die nun beinahe ihre gesamte zeit im Schloss verbrachten, waren hocherfreut gewesen, als sie gemerkt hatte, wie talentiert Mathilda darin war, Streiche auszuhecken. Sie hatten sie sofort unter ihre Fittiche genommen – sehr zum Leidwesen der Slytherins.

Die Slytherins selber hingegen waren mal wieder eine echte Pest. Sie respektierten Hermine nicht, da sie eine Muggelgeborene war, und freuten sich beinahe diebisch über die Wiederauferstehung von Salazar Slytherin. Auch Bellatrix Black war sehr beliebt in ihrem Haus.

Zu Hermines Leidwesen war das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste rasch zu einem Lieblingsfach der Schüler heran gereift. Selbst die Gryffindors waren begeistert von ihrem neuen Lehrer – was, zu Hermines Entsetzen, auch mit seinem guten Aussehen zu tun hatte. Ihr einziger Trost war, dass niemand wusste, dass Riddle Lord Voldemort war. Dumbledore und McGonagall hatten dafür gesorgt, dass seine wahre Identität unter den Teppich gekehrt wurde. Und so war Hermine gezwungen, sich die Schwärmereien ihrer Schülerinnen anzuhören. Ihr wurde schlecht, wenn sie nur daran dachte.

Toms Unterricht, das musste sie zugeben, schien aber dennoch sehr gut strukturiert zu sein. Während er in den ersten beiden Jahren vor allem die Verteidigung gegen dunkle Geschöpfe und Schildzauber in den Mittelpunkt stellte, waren Flüche und Gegenflüche das Thema in den höheren Jahrgangsstufen. Tatsächlich schien er sich daran zu halten und lehrte die Schüler, zumindest nach ihrem Wissen, keine dunkle Magie. Er schien ein guter Lehrer zu sein, wie Hermine widerstrebend zugeben musste.

Auch ihr eigener Unterricht hatte einige Veränderungen durchlaufen. Neben grundlegenden Zaubern wie Schwebezaubern, Farbzaubern und ähnlichem lehrte sie die Schüler ab der dritten Klasse auch Offensivzauber. Die Schüler waren begeistert und lernten schnell – so konnten ihre Drittklässler sich bereits einen Tornado zu Hilfe holen, wenn sie angegriffen worden wären. Das Tempo im Klassenraum wurde immer mehr angezogen, Hermine wollte den Kindern so viel wie möglich beibringen – und das so schnell es ging. Niemand konnte wissen, wann und wo Delacrux zuschlagen würde. Deshalb war es ihr wichtig, dass die Kinder wissen, wie sie sich im Notfall verteidigen könnten.

Heute, an einem Samstag zwei Wochen nach Schulbeginn, fand der erste Duellierclub statt. Hermine und Tom würden ihn gemeinsam leiten – sehr zu ihrem Missfallen. Dennoch waren McGonagalls Anweisungen klar gewesen. Und so befand Hermine sich auf dem Weg in einen riesigen, unbenutzten Klassenraum in der Nähe der Eingangshalle. Ihr braunes Haar wehte leicht im Wind, als sie an den Toren der Schule vorbei schritt. Kurz darauf erreichte sie den Raum und betrat ihn. Riddle, pünktlich wie immer, war schon da. Er hatte in der Mitte einige längliche Podeste heraufbeschworen, auf denen die Kinder duellieren würden.

„Riddle“, begrüßte Hermine ihren Partner widerwillig. Sie schnappte sich ihren Zauberstab, schwang ihn einmal, und zauberte gepolsterte Matten neben die Podeste, damit die Kinder sich nicht verletzten, falls sie beim duellieren von ihren Podesten fielen.

Riddle drehte sich um und hob eine dunkle, elegant geschwungene Augenbraue. „Granger.“, sagte er knapp. „Da bist du ja. Ich warte schon seit einer Viertelstunde auf dich.“

Hermine verdrehte ihre Augen. „Ich bin nur fünf Minuten zu spät. Ein Erstklässler hatte sich verlaufen und ich musste ihm den Weg zeigen.“

„Ah, die Heldin von Gryffindor hat mal wieder ein unschuldiges Kind gerettet – Gratulation.“ Der Spott in seiner Stimme war unüberhörbar. „Nun, da du endlich da bist, können wir vielleicht anfangen? Wir haben nicht mehr viel Zeit bevor die Schüler hier auftauchen.“

Hermine nickte. „Gut. Wir müssen noch planen, wie wir sie duellieren lassen.“

Riddle verdrehte die Augen. „Ein geplantes Duell ist kein Duell, sondern eine Übung. Trau deinen Schülern doch einmal ein bischen mehr zu.“

Hermines Augen verengten sich zu Schlitzen. „Unter den Duellanten sind auch Drittklässler. Wir können sie nicht einfach aufeinander loslassen. Wer weiß, was dann passiert. Dir mag das ja egal sein, aber ich will Madam Pomfrey keine zusätzliche Arbeit geben, wenn das Duellieren einmal startet. Wir müssen uns einen Plan überlegen und ihnen sagen, welche Flüche im Klassenraum verboten sind.“

Der dunkelhaarige Magier schnaubte verächtlich. „Oh, natürlich. Du willst die Schüler darauf vorbereiten, Schwarzmagiern gegenüber zu treten, in dem du ihnen den Rahmen vorgibst, in dem sie kämpfen sollen. Das macht ja wirklich viel Sinn, vor allem weil sich Delacrux' Leute ja in jedem Fall an solche Regeln halten würden.“

Der sarkastische Kommentar machte Hermine wütend. Ihr Haar sträubte sich, als zornige Magie ihren Körper durchfloss. Tom Riddle beobachtete sie, eindeutig amüsiert. Die Tatsache, das Riddle mit seiner Behauptung nicht ganz unrecht hatte, machte sie nur noch wütender. Sie atmete mehrmals tief durch, bevor sie langsam begann, sich wieder zu beruhigen. Unter ihren schwarzen Roben verlangsamte ihr Herzschlag sich wieder so weit, dass sie sich zutraute, zu sprechen: „Nun gut Riddle. Vielleicht können wir einen Kompromiss schließen.“

„Was geht dir denn durch den Kopf, Granger?“, fragte er abfällig.

„Wir geben den Dritt- und Viertklässlern vor, wie sie zu duellieren haben. Die älteren Schüler dürfen dann frei entscheiden, sofern sie keine dunkle Magie einsetzen. Je nachdem wie die nächsten Wochen verlaufen können wir dann auch den jüngeren Schülern mehr Freiheiten einräumen, wenn sie fähig genug sind. Das müssen wir dann individuell entscheiden.“

Riddle blickte sie aus seinen grauen Augen fest an. „Und du denkst wirklich, die Kinder lernen etwas, wenn du ihnen einen sicheren Rahmen gibst? Sie brauchen eine realistische Situation, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten – nicht, dass es mich interessieren würde, was mit ihnen passiert.“ Er pausierte kurz, während er Hermines unnachgiebigen Blick studierte. Dann rollte er mit den Augen und fuhr fort. „Nun gut, wenn du meinst. Welche Flüche sollen wir die Dritt- und Viertklässler denn lernen lassen? Irgendwelche Vorschläge?“

Hermine überlegte kurz. „Für die Drittklässler würde ich Schildzauber wie „Protego“ vorschlagen. Ein Drittklässler kann den anderen beispielsweise mit einem Lähmungsfluch wie Impedimenta oder Petrificus Totalus belegen, während der andere versucht, sich rechtzeitig mit Protego zu verteidigen.“

Riddle sah sie entgeistert an, seine kalte Maske war ihm für einen Augenblick vom Gesicht gerutscht. „Granger, das sind Dinge, die ein Erstklässler tun könnte. Willst du deine lieben Schüler zu Tode langweilen?“

Hermine schnaubte. „Ich weiß noch, wie desaströs der Duellierclub in meinem zweiten Schuljahr gelaufen ist, als wir keinerlei Regeln hatten. Ständig landete jemand im Krankenflügel.“

Tom Riddle grinste sie an. „Aber ich wette, nachdem sie aus dem Krankenflügen entlassen waren, haben sie die selben Fehler nicht noch mal gemacht. Manchmal lernt man eben nur aus seinen Fehlern, wenn sie einen Nachteil für einen selbst haben. Das gilt zumindest für all die mittelmäßigen bis schlechten Zauberer und Hexen, die heutzutage durch die Hallen von Hogwarts streifen. Ich weigere mich einen Duellierclub zu führen, der die Kinder mit Samthandschuhen anpackt. Wenn ich etwas tue, dann tue ich es richtig.“

Hermine fühlte erneut, wie ihr Blut vor Wut zu kochen begann. Sie setzte gerade zum sprechen an, als Riddle sie unterbrach. „Es ist ja nicht so, als das wir die Schüler alle gleichzeitig duellieren lassen. Jeder von uns kann ein Schülerpaar gleichzeitig im Auge behalten. Dann hast du dein ach-so-geschätztes Sicherheitsnetz – wir können eingreifen, wenn etwas schief geht.“

Die braunhaarige Hexe musterte ihn eindringlich. „Gut“, rief sie während sie ihre Hände wütend in die Luft warf. „Du hast gewonnen. Wir machen es auf deine Art. Aber eine Bedingung möchte ich stellen – bis wir die Fähigkeiten der Schüler getestet haben, lassen wir nur Schüler der gleichen Jahrgangsstufe gegeneinander antreten.“

„Damit kann ich leben“, antwortete der dunkle Zauberer mit hochgezogener Augenbraue. „Aber was hältst du davon, wenn wir es für die Schüler ein bischen interessanter machen – lass uns doch am Anfang der Stunde zuerst duellieren. Ich bin sicher, davon können die Schüler noch einiges lernen.“

Hermine sah ihn entgeistert an. „Ich soll gegen dich duellieren?“

„Angst, Granger?“, spöttelte Riddle verächtlich.

Hermine schnaubte. „Träum weiter.“

„Dann wirst du doch sicher den Sinn darin erkennen. So sehen die Schüler direkt, wie ein richtiges Zaubererduell aussieht. Ich verspreche auch, dass ich keine dunklen Flüche einsetzen werde“, sagte er mit honigsüßer Stimme. „Außerdem wirst du ohnehin nach zwanzig Sekunden auf dem Boden liegen. Da bleibt mir ja kaum Zeit, um richtig Schaden anzurichten.“

Die Augen der Hexe verengten sich. Wie konnte er es wagen! Sie würde es ihm zeigen. „In Ordnung, Riddle. Ich nehme deinen Vorschlag an. Du wirst dich noch wundern...“

Riddle lachte, als die Uhr zwei Mal schlug und damit den Beginn des samstäglichen Extraunterrichtes einläutete. Er öffnete die Tür zum Klassenraum, vor dem sich schon zahlreiche Schüler versammelt hatten. Mit gespielt höflicher Miene bedeutete er ihnen, einzutreten. „Kommt rein, kommt rein“, säuselte er charmant. „Der erste Duellierclub wartet auf euch.“

Während die Schüler sich im Raum versammelten, sah Hermine zu ihrer Überraschung auch Poppy Pomfrey, die Schulheilerin, eintreten. Sie sah sie fragend an. Madam Pomfrey lächelte ihr zu, auch wenn die freundliche Geste etwas gezwungen aussah. „Ich weiß, wie so ein Duellierclub aussieht“, raunte sie Hermine zu als sie einen Platz neben ihr einnahm. „Da dachte ich, ich bin lieber gleich vor Ort, falls es zu irgendwelchen Unfällen kommt. Dem da“, sie deutete auf Tom Riddle, „kann man nicht über den Weg trauen.

Hermine wollte gerade zustimmen, als Riddle das Wort ergriff.

„Willkommen im Duellierclub von Hogwarts, den ich gemeinsam mit Professor Granger leiten werde. Hier werdet ihr lernen, euch im Zweikampf zu behaupten und eure gelernten Flüche und Zauber in einem Duell einzusetzen.“ Aufgeregtes Gemurmel brandete auf, während die Schüler einander ansahen. „Wie immer gilt – schwarze Magie ist in Hogwarts verboten. Feindselige Zauber gilt es, mit einem Schild zu stoppen. Falls das nicht möglich ist, duckt euch. Das Duell ist vorbei wenn einer von beiden seinen Zauberstab verliert.“ Er machte eine kurze Pause und sah sich im Klassenraum um, während die Schüler wie gebannt an seinen Lippen hingen. „Bevor ihr jedoch startet, möchten wir euch zeigen, wie ein richtiges Zaubererduell auszusehen hat. Professor Granger, wenn sie mir bitte auf das Podest folgen würden...“

Hermine stieg auf das Podest und blickte ihren Gegner fest an. Die beiden schritten aufeinander zu und erhoben ihren Zauberstab, während sie sich kurz voreinander verbeugten. Riddle lächelte sie spöttisch an. Als die beiden Lehrer ihr Ende des Podests erreicht hatten, wandten sie sich wieder einander zu. „Auf drei“, rief Riddle laut. „Eins.... zwei.... und drei!“

Bevor Hermine auch nur blinzeln konnte, schwenkte Riddle auch schon seinen Zauberstab und schickte einen Fluch auf sie zu. Das gelbe, zischende Licht raste auf sie zu. In letzter Sekunde gelang es Hermine, ein Schild heraufzubeschwören. „Tueri“, rief die Hexe und verschränkte die Arme vor ihrer Brust. Sofort wurde sie von einem grünen, pulsierenden Licht umschlossen, dass Riddles Zauber einfach in sich aufsog. Hermine kniff ihre Augen wütend zusammen. Das war ein gefährlicher Fluch gewesen!

Riddle hob überrascht eine Augenbraue, während Hermine ihr Schild wieder senkte und ihn ihrerseits angriff. „Arma Crescere!“ Riddle, der den Fluch erkannte, lachte nur leise auf und trat einen Schritt zur Seite. Der Zauber zischte an ihm vorbei. Sofort hob er seinen Zauberstab über seinen Kopf und ließ ihn dann mit einer scharfen Bewegung hinunter sausen. „Brackium Emendo!“

Hermines Augen weiteten sich, als der Fluch auf sie zuraste. „Magicae Tene!“ Kaum hatten die Worte ihren Mund verlassen, als auch schon ein weißes Licht aus ihrem Zauberstab schoss und mit Riddles Fluch kollidierte. Das Licht schlang sich um den Fluch herum, bis es ihn schließlich so verlangsamte, dass er in der Mitte des Podests einfach stehen blieb. Mit einer raschen Bewegung ihres Handgelenks sorgte Hermine dafür, dass der Fluch auf Riddle zurück fiel. Dieser musste nun zum ersten Mal auch ein Schild herbei beschwören. „Protego Horriblis!“

Hermine nutzte die Sekunde, in der er abgelenkt war, um einen weiteren Angriff zu starten. „Impedimenta!“ Riddle reagierte erst gar nicht auf den einfachen Fluch und ließ ihn einfach auf das bereits errichtete Schild zu sausen. In dem Moment, als der Zauber auf sein Schild traf, ging er wieder zum Angriff über. „Deprimo!“

Ein gewaltiger Windstoß erfüllte die Halle und raste genau auf Hermine zu, die nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Er riss sie von ihren Füßen und katapultierte sie knapp vier Meter weit durch die Luft. Mit einem lauten, hohlen Geräusch schlug Hermines Körper auf den Matten hinter dem Podest auf. Kurz sah sie Sterne, bevor sie sich wieder erholte. Als sie gerade dabei war, sich aufzurappeln, hörte sie Riddles nächsten Schachzug. „Expelliarmus!“

Doch der jungen Hexe gelang es noch rechtzeitig, ein Schild herbei zu zaubern, so dass der Entwaffnungszauber sich im Nichts verlor. Sie zielte mit ihrem Zauber auf den Boden unter Riddles Füßen und schickte ihm ein nonverbales „Expulso!“ entgegen, dass den Boden unter seinen Füßen explodieren lassen sollte.

Riddle erkannte den Fluch, schien jedoch überrascht zu sein, wieviel Macht dahinter steckte. Dennoch blockierte er ihn ohne Probleme. Mit einem fast gelangweiltem Winken seines Zauberstabs schickte er ein dickes Seil in Hermines Richtung, dass sie fesseln sollte. „Incarcerous!“ Hermine, immer noch unsicher auf ihren Beinen, gelang es nicht mehr, noch rechtzeitig ein Schild zu errichten. Das Seil erreichte sie, wand sich um ihren Körper und blockierte jede Bewegung. Sie seufzte. Eigentlich hatte sie gehofft, länger gegen ihn zu bestehen, aber hinter seinen letzten Zaubersprüchen hatte einfach zu viel Macht gesteckt.

Riddle schritt mit einem triumphierenden Lächeln auf sie zu, während er ihr noch ein „Expelliarmus“ entgegen sandte. Ihr Zauberstab flog durch die Luft, wo er ihn geschickt auffing. Mit einer gelangweilten Handbewegung befreite er sie aus ihrem Gefängnis, reichte ihr die Hand und zog sie wieder auf die Beine. Er zwinkerte ihr spöttisch zu und übergab ihr ihren Zauberstab. „So“, sagte Tom Riddle an die Schüler gewandt, „kann ein echtes Zaubererduell aussehen. Professor Granger hier hat sich überraschend gut gehalten – normalerweise besiege ich meine Gegner in weniger als einer Minute.“ Er zwinkerte den kichernden Schülern verschwörerisch zu. „Nun denn, wer möchte anfangen? Es können immer viel Schüler gleichzeitig duellieren.“

Während Hermine und Tom ein aufmerksames Auge auf die Schüler richteten, verging die Zeit. Bald waren bereits drei Stunden vergangen. Als die Uhr fünf schlug, beendeten Riddle und Hermine den Duellierclub. Die Schüler verließen den Klassenraum und gingen zum Abendessen in die große Halle.

Hermine und Tom blieben noch einen Moment zurück, um den Raum wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. „Na, das war doch gar nicht so schlimm“, sprach Riddle schließlich. „Madam Pomfrey musste nur sechs gebrochene Knochen heilen und kein Schüler ist im Krankenflügel gelandet. Und du hast dich in unserem Duell wirklich gut geschlagen – ich bin mir sicher, hättest du mehr Zeit zur Vorbereitung gehabt, hättest du noch länger durchhalten können. Schließlich bist du ein wenig aus der Übung was das kämpfen angeht...“

Hermine versuchte ihr bestes, sich nicht provozieren zu lassen – ohne Erfolg. „Beim nächsten Mal“, sagte sie harsch, „werde ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich wollte heute nur den Schülern keine Angst einjagen. Was sagst du – vor den nächsten Club treffen wir uns eine Stunde früher, um richtig zu duellieren. Nimmst du meine Herausforderung an?“ Sie bereute ihre Worte sofort, als sie ihren Mund verlassen hatten. Das war Lord Voldemort mit dem sie da gesprochen hatte!

Tom Riddle drehte sich langsam um, ein entsetzliches Lächeln stahl sich in sein Gesicht. „Aber gerne doch, meine liebe Hermine. Aber gerne doch...“


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