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Fanfiction

Dancer in the dark - Kapitel 1

von Shoplifterette

Disclaimer: Alle Charaktere die ihr erkennt, gehören nicht mir sondern JKR. Ich leih' sie mir nur.

AN: Diese Geschichte wurde von der Story „Icarus“ von Marble Glove inspiriert, die ich vor einigen Jahren mal gelesen habe und großartig fand. Die Grundidee fand ich so interessant, dass ich damit jetzt einmal selbst spielen will. Ich hoffe, euch gefällt's! Oh, und diese Story ist AU. Wenn also jemand lebt, der laut den Büchern eigentlich tot sein müsste, dann nehm' ich mir ein wenig künstlerische Freiheit hinaus. ;-)





Es war eine dunkle Nacht, selbst das Licht des Vollmondes erreichte den Boden aufgrund der dichten Wolkendecke nicht. Die Finsternis, die am Rande des verbotenen Waldes besonders intensiv erschien, erstreckte sich über das Schulgelände von Hogwarts. Dunkle Schatten malten sich am Schloss ab und schienen neugierige Seelen abhalten zu wollen, die Geheimnisse der Schule und des anliegenden Waldes zu ergründen. Hermine Granger, Siebtklässlerin und Schulsprecherin, ließ sich davon allerdings nicht abhalten. Zu sehr war sie auf die Mission fixiert, die sie sich selbst aufgetragen hatte. In einen schwarzen Umhang gehüllt eilte sie auf die Waldgrenze zu. Hin und wieder blickte sie kurz hinter sich, um zu schauen, ob jemand ihr folgte. Doch außer ihr selbst war niemand zu sehen. Der Weg war frei.

Als sie an der Waldgrenze ankam, hielt sie nur kurz inne, bevor sie im dunklen Dickicht verschwand. Die Kreaturen im verbotenen Wald , mochten sie auch noch so bösartig sein, machten ihr schon lange keine Angst mehr. Und sie hatte einen guten Grund für ihre Anwesenheit – sie musste Pillatusblüten sammeln, die an einem Vollmond geerntet wurden. Dass das Licht des Vollmondes in dieser Finsternis nicht erreichen konnte, spielte keine Rolle. Das war auch gut so – ansonsten hätte Hermine den Zaubertrank, an dem sie derzeit heimlich im Raum der Wünsche arbeitete, nicht vollenden können.

Und um Hilfe bitten konnte sie auch niemanden – die Pillatuspflanze war hochgiftig und wurde nur in den dunkelsten aller Zaubertränke verwendet. Deshalb war ihr Verkauf strengstens verboten. So musste Hermine sich selbst auf den Weg machen, um die letzte Zutat für den schwarzmagischen Nigrum Tormentum Trank zu bekommen. Der Zaubertrank löste bei der Person, die ihn zu sich nahm, furchtbare Schmerzen aus, die nur noch vom Cruciatusfluch übertroffen wurden. Die Agonie, der die Opfer von Nigrum Tormentum ausgesetzt wurden, hielt jedoch oft tagelang an – je nachdem, wie viel sie von dem Trank getrunken hatten. Viele Opfer verloren dabei den Verstand, einige starben sogar, weil ihr Herz die furchtbaren Schmerzen nicht mehr aushalten konnte. Wäre der Trank ein Zauber gewesen, hätte er ganz sicher zu den drei unverzeihlichen Flüchen gehört.

Wenn Hermines Freunde gewusst hätten, was sie in ihrer Freizeit zusammenbraute, dann wären sie entsetzt gewesen. Und das zu Recht, wie Hermine zynisch dachte. Denn seit knapp eineinhalb Jahren, seit dem Fiasko im Zaubereiministerium um genau zu sein, studierte Hermine heimlich die dunklen Künste. Nie wieder, so hatte sie sich geschworen, würde sie den dunklen Flüchen der Todesser so hilflos ausgeliefert sein. Sie wollte sich selbst und ihre Freunde beschützen können, wollte sich wehren können, wenn es wieder einmal zu einer der unvermeidlichen Konfrontationen kam.

Und deshalb hatte sie begonnen, des Nachts in der verbotenen Abteilung der Bücherei dunkle Magie zu studieren. Sie lernte Flüche und Gegenflüche, dunkle Tränke und boshafte Illusionen, die den Gegner in den Wahnsinn treiben konnten. Sie lernte, magische Geschöpfe wie Todesfeen heraufzubeschwören und unter ihren Befehl zu zwingen. All das und mehr, so wusste sie, würde ihr im nächsten Kampf gegen Voldemorts Anhänger eine große Hilfe sein. Denn wer würde schon damit rechnen, dass die unschuldige, muggelgeborene Hermine Granger die dunklen Künste beherrschte? Ihre Freunde sicher nicht. Und auch ihre furchtbaren Gegner würden mit nichts schlimmerem rechnen, als einem Schockzauber.

Hermine schnaubte bei dem Gedanken daran kurz auf. Sie erreichte eine kleine, von knorrigen alten Bäumen umgebene Lichtung, an deren Rand filigrane Blüten wuchsen, die in einem unirdischen grünen Licht schimmerten – die Pillatuspflanzen. Schnell zog sie sich ihre Drachenhaut-Handschuhe an, um ihre Hände zu schützen, und schritt auf die schrecklich schönen Blumen zu. Sie öffnete einen kleinen Sack, ebenfalls aus Drachenhaut geformt, und erntete rasch zwanzig Exemplare. Wenn sie die Blumen berührte, stießen diese ein leises, wimmerndes Wehklagen aus. Hermine ignorierte dies und hoffte nur, dass es die Zentauren nicht aufschrecken würde. Nicht, dass sie sich nicht gegen sie hätte wehren können – im Gegenteil. Aber sie legte keinen gesteigerten Wert darauf, ihre dunklen Flüche an den in Prinzip friedvollen Geschöpfen zu testen. Nein, ihre schwarzmagischen Kenntnisse waren allein für Todesser reserviert.

Nach dem sie den Sack gefüllt hatte, verließ sie den Wald deshalb wieder schnellen Schrittes. Kurz bevor sie das Schloß betrat, tippte sie sich kurz mit dem Zauberstab auf den Kopf. Prompt wurde sie für alle fremden Augen unsichtbar. Ein weiterer Zauber dämpfte das Geräusch ihrer Schuhe auf dem kalten Steinboden, während sie in Richtung des Raums der Wünsche ging. Dort angelangt, ging sie drei Mal an der Mauer vorbei, hinter der sich die Tür versteckte und dachte dabei: 'Ich muss an den Ort, an dem mein Zaubertrank braut'. Sofort erschien eine hölzerne Tür, durch die sie den Raum der Wünsche betrat.

Der Raum hatte die Gestalt eines gut ausgerüsteten Zaubertranklabors angenommen. In der Mitte, auf einem großen Tisch, blubberte ein scharf riechender Zaubertrank, der giftige rote Dämpfe versprühte. Hermine nickte zufrieden, trat an den Kessel heran und rührte den Trank drei Mal gegen den Uhrzeigersinn. Anschließend wog sie vorsichtig 27 Gramm der Pillatusblüten ab und fügte sie dem Trank hinzu. Sofort begann das Gebräu boshaft zu zischen; gelblich-grüne Funken stoben weit empor. Die junge Hexe trat einen Schritt zurück und beobachtete den Kessel intensiv. Vier Minuten später hörte der Trank auf zu zischen, auch die Funken sprühten nicht länger. Vorsichtig näherte sie sich wieder dem Tisch und warf einen Blick in den Kessel. Das Gebräu sah genau so aus, wie es aussehen sollte – ein dicker, zähflüssiger gelblich-grüner Schleim, der leise vor sich hin köchelte. Der Geruch, der nun an verbrannte Haare erinnerte, erfüllte den Raum.

Hermine war zufrieden. Sie hatte den komplexen Trank perfekt gebraut – aus rein wissenschaftlichem Interesse, wie sie sich selbst hastig versicherte. Denn was für einen Grund außer ihren Studien könnte sie schon gehabt haben, so einen teuflischen Trank zu brauen? Sie war inzwischen fast eine Expertin darin geworden, zu leugnen, was die dunklen Künste mit ihr anstellten. So wusste sie selber nicht bewusst, dass es für sie längst zu spät war – die schwarze Magie hatte einen wichtigen Teil ihres Bewusstseins in Beschlag genommen und wartete nur darauf, eines Tages frei gesetzt zu werden. Doch an all das dachte Hermine nicht. Vielmehr überlegte sie, wie sie den Zaubertrank noch verbessern konnte. Nachdenklich füllte sie einige Flaschen des Nigrum Tormentum ab und lagerte sie auf einem nebenstehenden, dunklen Holzregal.

Was würde wohl passieren, überlegte sie kurz, wenn man dem Trank noch ein Paar Tropfen voll Minotaurenblut hinzufügte? Dies sollte den Schmerz erzeugenden Effekt eigentlich noch einmal stark verstärken. Was aber, wenn sich das Minotaurenblut nicht mit dem gemahlenen Zentaurenhuf vertrug? Würde der Zaubertrank unbrauchbar werden? Würde der Kessel explodieren? Würden die Dämpfe des Trankes so giftig sein, dass der Brauer von Nigrum Tormentum auf der Stelle sterben müsste?

Um zu einem Ergebnis zu kommen, würde sie mehr Nachforschungen anstellen müssen, das war ihr klar. Doch an wen konnte sie sich wenden? Sicher nicht an Professor Snape. Denn selbst bei einer anonymen Anfrage war sie sich sicher, dass Snape irgendwie herausfinden würde, dass sie es war, die diese Frage gestellt hatte. Auch Professor Slughorn kam aus dem selben Grund nicht in Frage. Nein – es musste jemand sein, der sie nicht kannte, und dem sie aller Wahrscheinlichkeit auch nie begegnen würde. Und es musste ein dunkler Magier sein, andererseits wäre er wohl kaum bereit, mit ihr über das Thema zu diskutieren...

Hermine hielt inne, als ihr ein unwiderstehlicher Gedanke in den Sinn kam. Sie wusste, an wen sie sich wenden könnte. Er wusste mehr über dunkle Magie als jeder andere Zauberer. Aber konnte sie es wagen?

Konnte sie es wagen, sich mit ihren Fragen an Lord Voldemort zu wenden?

Wie es sich herausstellte konnte sie es. Nur zwei Tage nach ihrem Ausflug in den verbotenen Wald saß sie spät Abends erneut im Raum der Wünsche. Vor ihr stand ein großzügig bemessener Schreibtisch, auf dem Pergament ausgebreitet war. Weit vorgebeugt schrieb die junge Hexe, die ihr Schulsprecherabzeichen sofort verloren hätte, wenn irgend jemand wissen würde, was sie in ihrer Freizeit trieb, einen Brief an den dunklen Lord. Durch einen Zauber hatte sie sicher gestellt, dass niemand ihre Handschrift erkennen würde. Auch ihre Identität war geschützt – Lord Voldemort durfte niemals heraus finden, wer ihm da geschrieben hatte.

Tintenkleckse klebten an Hermines Wange, während sie sich mit ihrem Federkiel hinter dem Ohr kratzte. Sie saß nun mehr schon seit zwei Stunden an dem Brief, den sie verfassen wollte. Obwohl ihr mehr als unwohl dabei war, den dunklen Lord zu adressieren, hatte die Idee sich als unwiderstehlich herausgestellt. Denn was, so hatte Hermine gedacht, könnte ein bischen zusätzliches Wissen schon schaden? Es war ja nicht so, dass sie es gegen Unschuldige einsetzen würde...

Mit einem letzten Kratzen auf dem Pergament beendete Hermine ihren Brief. Sie kniff ihre Augen zusammen und holte tief Luft, bevor sie den Brief noch einmal durch las.

„Lord Voldemort,

ich schreibe Ihnen diesen Brief ohne dass ich davon ausgehe, dass sie mir antworten werden. Sollten Sie es doch tun, würde ich das sehr zu schätzen wissen – schließlich ist ihre Brillianz, was magische Belange angeht, unbestreitbar.

Als Meister der dunklen Magie, der Sie nun einmal sind, sind Sie die ideale Person, um meine Fragen zu beantworten. Ich hoffe sehr, dass sie sich die Zeit dafür nehmen werden, einem willigen Studenten der dunklen Künste mit ihrer Expertise beratend zur Seite zu stehen.

Seit knapp eineinhalb Jahren habe ich mein Studium der dunklen Magie begonnen. Im Laufe der Zeit bin ich auf viele Fragen gestoßen, die mir niemand hier, in Hogwarts, beantworten kann. Als Schüler dieser Schule ist es mir nicht möglich, mich mit meinen Fragen an meine Lehrer zu wenden – Sie werden sicher verstehen, warum. Auch die verbotene Abteilung der Bücherei kann mir nicht alle Fragen beantworten, besonders wenn es um experimentelle Magie geht.

Derzeit arbeite ich, natürlich unbeobachtet von den Lehrern, am Nigrum Tormentum Trank. Im Laufe der Zeit bin ich dabei auf eine Frage gestoßen: Ist es möglich, dass Minotaurenblut die Effektivität des Trankes verstärkt? Oder würde das Blut den Trank destabilisieren und dafür sorgen, dass das Endergebnis nicht besonders erstrebsam wäre? Und wie sieht es mit dem Gift einer Königskobra aus? Würde dies ebenfalls einen Effekt auf den Zaubertrank haben, oder wäre es nutzlos, das Gift in diesem Sinne einzusetzen?

Ich hoffe, Sie werden sich die Zeit nehmen, mir zu antworten. Ihre Expertise in den Künsten wäre unschätzbar, um mich in meinen Studien weiter zu bringen.

Ich verbleibe mit respektvollen Grüßen,

Orion


Als Hermine den Brief erneut durch gelesen hatte, nickte sie zufrieden. Sie faltete das Pergament, steckte es in einen Umschlag und versiegelte diesen mit rotem Wachs. Dann ging sie, den Umschlag in ihrer linken Hand, zum Ausgang des Raums der Wünsche. Leise, in der Hoffnung dass kein Lehrer sie unterwegs erwischen würde, schlich sie sich zur Eulerei. Dort angekommen band sie den Brief an das Bein einer kleinen, aber robust aussehenden braunen Eule und sagte ihr: „Bringe diesen Brief bitte zu Lord Voldemort.“ Die Eule sah für einen Moment lang erschrocken aus, bevor sie sich fing. Dann entfaltete sie ihre Schwingen und flog in den dunklen Nachthimmel. Hermine erschauderte bevor sie sich umdrehte und zurück zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors ging.


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