
von Bianca Black
Als er erwachte, stand die Sonne schon weit oben am Himmel. Er schnappte sich ein paar Sachen, warf sie sich über den Kopf und rannte schnell noch ins Badezimmer, um sich fertig zumachen. Im Spiegel war ein Junge zu erkennen, der groß gewachsen war und noch vom Schlafen zerzaustes Haar hatte. Ihm sahen leuchtende blaue Augen entgegen.
Er dachte sich, dass heute ein zu schöner Tag war, um ihn drinnen im Haus zu verbringen und so wollte er gleich nach dem Frühstück rausgehen und zu seinem Lieblingsplatz fahren.
Als er runter in die Küche kam, saßen Tante und Onkel schon am Frühstückstisch. Ted, sein Onkel, war hinter einer großen Zeitung versteckt und seine Tante Andromeda war gerade dabei ein paar Brote zu schmieren. Chris konnte zwar seine Verwandten gut leiden, jedoch war der Grund, weswegen er bei ihnen wohnte, nicht besonders schön. Seine Tante Bellatrix Lestrange, eine Anhängerin des bösesten Zauberers den es bisher gab, Lord Voldemort, hatte vor Beginn der Ferien seinen Vater, Sirius Black, umgebracht und somit hatte er nur noch seine Verwandten, bei denen er wohnen konnte. Chris´ Mutter wurde etwa ein halbes Jahr zuvor umgebracht, ebenfalls von den Gefolgsleuten des dunklen Lords, den Todessern. Jedoch wusste Chris in diesem Fall nicht, wer an dem Tod seiner Mutter Schuld war.
Alle sollten dafür büßen, am meisten seine Tante Bellatrix und vorallem Lord Voldemort, der für soviel Angst und Schrecken, sowie für viele Morde verantwortlich war. Voldemort hatte viele Familien zerstört, Kindern ihre Eltern und Großeltern genommen und Menschen aus Spaß gequält und gefoltert.
Chris wusste nun, da er seine Eltern verloren hatte, wie sich sein bester Freund Harry Potter fühlen musste, der ebenfalls ganz ohne Eltern bei seinen verhassten Verwandten aufwachsen musste. In diesem Punkt hatte Chris aber Glück gehabt, da er sich mit seinen Verwandten ziemlich gut verstand.
Als Andromeda ihren Neffen bemerkt hatte, begrüßte sie ihn freundlich und reichte ihm die eben noch geschmierten Brote.
Chris bedankte sich bei ihr nur mit einem kurzen „Danke“ und setzte sich hin, um mit dem Frühstück zu beginnen.
„Hast du gut geschlafen“ fragte Andromeda. „Naja geht so“ bekam sie als Antwort zurück.
„Aber es war schon schlimmer“ fügte Chris noch an, als er Andromedas Blick sah.
Sie machte sich wirklich Sorgen um ihren Neffen. Nun machte auch Ted sich bemerkbar, da er vorher so in die Zeitung vertieft war und die Zeit vergessen hatte.
„Oh, Chris, du bist schon wach?“ und mit einem Blick auf die Uhr wurde Ted ganz hektisch. „Mist. So spät schon. Ich komme schon wieder zu spät zur Arbeit“
So ging es eigentlich jeden Morgen, da Ted sich immer so in die Zeitung vertiefte, dass er gar nicht mitbekam, dass er so spät dran war.
„Ich muss los, wir sehn uns heut Abend“ und mit einem Kuss verabschiedete er sich noch von seiner Frau und stürmte dann hektisch aus der Küche hinaus. Man konnte nur noch die Autotür knallen hören, einen gezündeten Motor und schon war es wieder still. Ted war auf dem Weg zur Arbeit.
Chris begann nun den Tisch abzuräumen, da er sich mit dem Frühstück so beeilt hatte, um gleich darauf ebenfalls das Haus verlassen zu können.
Er sagte nur noch seiner Tante Bescheid und schnappte sich draußen in der Garage sein Fahrrad, um einem kleinen Weg in den anliegenden Wald zu folgen. Er fuhr etwa zehn Minuten hindurch, als er an einer Straße angelangt war. Jedoch hatte er nicht besonders viel Acht gegeben und war so in ein anderes Fahrrad hineingefahren.
„Oh, sorry, war mein Fehler, hab nicht aufgepasst. Geht´s dir gut?“ brach es schnell aus ihm heraus. Erst jetzt erblickte er die Person, die auf dem anderen Fahrrad gesessen hatte. Es war ein Mädchen in seinem Alter mit langen blonden Haaren und leuchtenden blauen Augen. Sie hatte eine kurze Hose und ein Top an, was ihr nach Chris´ Meinung sehr gut stand.
„Ja du hast wirklich nicht aufgepasst. Hast wohl Tomaten auf den Augen. Aber mir ist ja nichts passiert. Geht es dir denn gut?“ antwortete sie, als sie sah, dass der Junge leicht am Arm blutete. „Ach das ist nichts, heilt bestimmt schnell wieder ab“ gab er ihr sofort zur Antwort.
„Ach und ich bin übrigens Chris, schön dich kennen zu lernen“
„Hi ich bin Lisa“ entgegnete sie ihm.
„Sag mal, wollen wir nicht ein Eis essen gehen, so als Entschädigung für den Zusammenstoß“
in seinem Inneren hoffte Chris, dass Lisa einwilligen würde, da sie ihm sehr gefiel.
Auch Lisa hatte sich Chris genau angesehen und auch sie fand, dass er richtig gut aussah in seinen kurzen schwarzen Shorts und dem weißen ärmellosen T-Shirt.
Sie willigte ein und so schoben die beiden, sich unterhaltend, die Fahrräder in Richtung Stadt zum nächsten Eisladen. Die Beiden verstanden sich wirklich gut und so dauerte es auch nicht lange, dass sie sich alles (naja bis auf die Sache mit dem Zauberer und so) erzählen konnten.
Chris und Lisa verbrachten den ganzen Tag zusammen und redeten über alle möglichen Dinge, bis sie bemerkten, dass es schon langsam dunkel wurde. Sie verabschiedeten sich, wobei sie gleich ein weiteres Treffen für den nächsten Tag ausmachten und jeder machte sich auf den Weg nach Hause.
Dort angekommen, stopfte Chris sich noch schnell ein paar Reste vom Abendessen rein und ging dann wieder hoch in sein Zimmer, um seinen besten Freunden Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley von seiner neugewonnenen Freundin zu schreiben.
Er begann mit dem Brief an Harry.
Hey Harry
Wie geht´s dir man? Du glaubst nicht, was mir heute passiert ist, ich hab so´n süßes Mädchen getroffen und mich auch gleich auf Anhieb mit ihr verstanden. Ich kann ihr echt alles erzählen, es ist fast so, als würde ich mit dir, Hermine oder Ron reden. Naja ausgeschlossen der Sache, dass wir Zauberer sind natürlich, denn ich glaube, sie ist ein Muggel. Sag mal hast du schon eine Einladung zu Bill und Fleurs Hochzeit bekommen, die in zwei Wochen stattfindet? Wenn ja, wann fährst du zum Fuchsbau? Sicherlich schon eher, oder? Mal sehn, vielleicht komme ich ja auch eher, aber vielleicht verbringe ich die Zeit noch hier, um Lisa besser kennen zulernen.
Bis bald Alter
Chris
Die Briefe an Ron und Hermine waren Harrys ziemlich ähnlich, nur das er Ron nicht wegen der Hochzeit und so fragen musste.
Als er fertig war, rief Chris seine Eule Freaky zu sich, um ihr die drei Briefe an ihr Bein zu binden. „Die Briefe sind für Harry, Mine und Ron“ und als Zeichen, dass sie ihn verstanden hatte, zwickte Freaky Chris noch ins Ohr, um gleich darauf hinaus aus dem Fenster zu fliegen.
Nach diesem wunderschönen Tag, war es Chris leicht gefallen einzuschlafen, was schon lange nicht mehr der Fall gewesen war.
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