
von Bianca Black
Zu Beginn dieses Tages in der Nähe von London:
Lisa war schon seit Sonnenaufgang wach, da sie immer an den Jungen denken musste, den sie erst vor ein paar Tagen kennengelernt hatte, Chris.
Ihr war zuerst sein Aussehen aufgefallen, diese dunklen Haare und die blauen Augen. Doch auch sein trainierter Körper. Sie rang innerlich mit ihren Gedanken. „Solch ich es ihm sagen? Wie wird er reagieren? Er denkt doch ich bin ein Muggel.“ Lisa wusste, seitdem Chris ihr von seinen Freunden Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley erzählt hatte, das Chris ein Zauberer war, denn der Name Harry Potter war nur in der Zaubererwelt allzu bekannt.
„Ich werde ihm gleich heute bei unserem Treffen sagen, dass ich eine Hexe bin“. Sie hatte ihren Entschluss gefasst. Lisa ging noch schnell ins Bad, um sich fertig zu machen und dann wollte sie gleich zu dem Treffen mit Chris gehen.
Ebenfalls früh am Morgen erwachte Chris durch ein zwicken an seinem Finger. Freaky war wieder da und sie hatte von seinen Freunden die Antworten dabei.
Chris entfernte die Briefe von Freakys Bein und begann sie sich durchzulesen.
Harry würde also schon morgen früh in den Fuchsbau fahren. Naja. Harry hatte wahrscheinlich recht, er hatte sich in Lisa verschossen. Noch nie war er von einem Mädchen so fasziniert gewesen. Jedoch war da nur noch ein zweiter Brief, indem in etwa dasselbe stand, wie in Harrys. Mine war schon ein paar Tage im Fuchsbau.
Chris wollte Harry erst zurückschreiben, wenn er von seinem Treffen mit Lisa wiederkommt. Und so machte er sich schnell fertig und fuhr schon einige Zeit später mit seinem leicht eingebeulten Fahrrad zum Treffpunkt, den er mit Lisa ausgemacht hatte.
Er wartete nur ein paar Minuten, dann kam sie auch schon. Chris hatte es die Sprache verschlagen, er hatte noch nie so ein schönes Mädchen gesehn. Lisa hatte diesmal einen kurzen hellen Rock und wieder ein helles Top an. Sie hatte ihre Haare zu einem langen Zopf zusammengebunden, welcher ihr von hinten über die Schulter fiel.
„Hi Chris“ sagte sie lächelnd, aber Chris brachte nur ein leises „Hi“ zustande.
Als er sich wieder gefasst hatte begann er. „Wollen wir wieder in die Stadt und uns in ein Café setzen oder hast du Lust auf einen Spaziergang“
„Ich glaube ein Spaziergang wäre jetzt toll“ antwortete sie schnell, da sie ihm ja nicht in aller Öffentlichkeit sagen wollte, dass sie eine Hexe ist.
Und so liefen sie langsam los, bis sie an einem alten Baum halt machten und sich setzten.
„Ich muss dir was sagen“ sagte Lisa auf einmal sehr ernst.
Ein wenig irritiert von ihrem plötzlichen Stimmungwechsel, versuchte sich Chris nun genau auf Lisa zu konzentrieren und ihr zuzuhören.
„Ich ..bin – naja, eine Hexe. ... Nun schau nicht so. Du hast schließlich bei deinen Erzählungen von deinen Freunden ein paar mal den Namen Harry Potter erwähnt und der ist halt jedem in der Zaubererwelt ein Begriff. Und da ist mir klar geworden, dass du auch ein Zauberer bist.“
Von dieser Tatsache völlig überrumpelt, wusste Chris nichts zu sagen, er war völlig platt von dem, was er gerade erfahren hatte. Er hatte schließlich die ganze Zeit angenommen, Lisa sei ein Muggel. Doch als er so richtig darüber nachdachte, fand er die Idee, Lisa noch öfter sehen zu können, richtig toll.
„Aber wieso habe ich dich dann noch nie in Hogwarts gesehen, du bist schließlich in meinem Alter und müsstest im selben Jahrgang sein.“
„Naja, um ehrlich zu sein, wollte meine Großmutter mich damals sofort nach Hogwarts schicken, aber meine Mom fand, es wäre besser, mich nach Beauxbatons zu schicken. Keine Ahnung wieso! Aber mein letztes Schuljahr soll ich in der Nähe meiner Familie verbringen, da in letzter Zeit so viel passiert ist und so bin ich hier gelandet.“ gab Lisa als Antwort zurück.
„Hey, da kommt mir aber auch ´ne super Idee. Meine Freunde haben mich eingeladen, ab morgen zu sich in den Fuchsbau zu kommen. Ich kann ja mal fragen, ob du mitkommen kannst. – Aber nur, wenn du willst.“ Und Chris sah sie dabei schon fast flehend an.
„Ob ich will? Was ist denn das für eine Frage? Du hast soviel von deinen Freunden erzählt, da muss ich sie doch sofort kennenlernen. Ich muss zwar noch meine Eltern fragen, aber die haben sicher nichts dagegen.“
Und so machten sich Chris und Lisa wieder auf den Weg nach Hause, wo Chris erstmal eine Eule an Ron schrieb.
Hey Ron,
sag mal, ich hab dir doch von Lisa geschrieben. Du wirst es kaum glauben, sie ist auch eine Hexe. Und so komme ich gleich zu einer Bitte. Sag mal, wäre es möglich, dass ich Lisa morgen mit in den Fuchsbau bringe? Wir würden dann so gegen 9 Uhr per Flohnetzwerk vorbei kommen.
Schreib mir bitte schnell deine Antwort
Chris
Gleich machte Chris sich auch daran, Harrys Brief vom Morgen zu beantworten.
Hey Alter,
glaube du hast Recht mit deiner Vermutung, aber später mehr dazu. Ich hab Ron gefragt, ob ich Lisa eventuell mit in den Fuchsbau bringen kann, denn – du wirst es kaum glauben – sie ist eine Hexe. Wir würden dann auch schon morgen früh kommen.
Dann bis bald
Chris
Chris machte die beiden Briefe an Freakys Bein fest und gleich darauf flog sie mit gespannten Flügeln aus dem Fenster, aber nicht, ohne Chris nocheinmal in den Finger zubeissen.
Er wartete jetzt schon ein paar Stunden, als Freaky wieder am Himmel auftauchte. Chris war schon sehr auf Rons Antwort gespannt, da er innerlich hoffte, Lisa mitnehmen zu können.
Sofort nahm er ihr den Brief ab, faltete ihn auseinander und begann zu lesen:
Hi Chris,
also, dass Lisa ´ne Hexe ist, ist ja der Hammer. Hab Mom gefragt, du kannst sie gerne mitbringen. Bin schon voll gespannt, wie sie so ist, aber ich denke mal, wenn du sie magst, muss sie voll in Ordnung sein.
Naja dann bis morgen um 9.
Und schöne Grüße von Hermine.
Ron
In Chris machte sich jetzt ein Gefühl von totaler Freude breit, er musste gleich Lisa Bescheid sagen und so machte er sich auf den Weg zu ihrem Haus, um ihr die Nachricht zu überbringen.
Lisa öffnete auch gleich die Tür, als sie Chris vom Fenster aus, kommen sah. Als er ihr entgegenstrahlte, wusste sie gleich, was Rons Antwort war.
„Ron sagt, du kannst morgen mitkommen!“ sagte Chris, der etwas außer Puste war. „Was sagen deine Eltern?“
„Die haben auch nichts dagegen.“ gab sie ihm als Antwort.
„Super! Sag mal ist euer Kamin ans Flohnetzwerk angeschlossen? Dann können wir ja gleich von hier los“ und Chris sah sie fragend an.
„Ja klar. Was denkst du denn? Ok, wann willst du morgen los?“ und sie bekam zur Antwort:
„Na ich würde sagen, dass ich kurz vor neun hier bin, sodass wir um neun los können.“
„Ja gut, dann bis morgen früh“ und zum Abschied gab sie Chris noch einen Kuss auf die Wange.
Von diesem wie beflügelt, machte er sich auf den Weg nach Hause, um seine Sachen zu packen und dann gleich ins Bett zu gehen.
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