
von Bianca Black
Wieder zurück im Fuchsbau:
Die Jugendlichen machten sich auf den Weg hoch in die Zimmer, um sich frische Sachen anzuziehen und als sie fertig waren, sagten Ron und Chris zu Harry, dass sie nochmal schnell zu Mrs.Weasley in die Küche müssten und Harry sich noch in Ruhe fertig machen könne. Die Beiden gingen schnell runter zu den Mädchen, um Ginny Bescheid zu sagen, dass sie Harry nun noch etwa zehn Minuten ablenken gehen sollte, damit sie sich unten bereit machen konnten. Doch als sie die Mädchen in ihren schönen Sommerkleidern sahen, blieb ihnen die Luft weg. Sie sahen wirklich wundervoll aus. Als sie sich wieder gefangen hatten führten Chris und Ron Hermine und Lisa nach unten in die Küche zu den Anderen und Ginny machte sich auf den Weg zu Harry.
Unten in der Küche fragte dann Ron was Chris denn Harry schenken würde und Lisa fiel ein, dass sie noch gar kein Geschenk für Harry hatte.
„Oh nein. Ich hab doch gar kein Geschenk für Harry. Was mach ich denn jetzt?“
„Hey, du kannst dich an meinem Geschenk beteiligen, wenn du willst“ bot Chris ihr an und Lisa nahm dieses Angebot dankend an und küsste ihn dafür auf die Wange.
„Und was schenken wir Harry?“ fragte sie mit ihrem süßesten Grinsen.
„Naja, eine Fliegerbrille fürs Quidditch, die Wasserabweisend ist und nicht beschlagen kann“ erklärte Chris ihr.
„Super Idee. Und was schenkt ihr Beiden Harry?“ fragte sie nun an Ron und Hermine gewandt.
„Wir schenken ihm die neuste Ausgabe des Buches über die Chudley Cannons. Wir haben zusammengelegt“ entgegnete ihr Hermine.
„Das ist doch mal ne super Mannschaft!“ stimmte Lisa zu.
Sie wurde den Anderen immer symphatischer.
Nun mussten sie nur noch auf Ginny und das Geburtstagskind warten.
Zur gleichen Zeit in Rons Zimmer:
Harry war gerade dabei, sich ein neues Shirt anzuziehen, als es leise an der Tür klopfte.
„Komm rein“ rief er in Richtung Tür.
Ginny blickte etwas scheu in das Zimmer ihres Bruders. Sie hatte Angst, Harry würde ihr Kleid nicht gefallen. Diese Angst war jedoch ziemlich unbegründet, da Harry dachte, er hätte noch nie soetwas schönes an Ginny gesehen. Er blickte starr auf sie und bekam (mal wieder) kein Wort heraus. Nur ein leichtes Stottern.
„Oh.... Gin-ny.“ eine kurze Pause trat ein “du sieh-st… ähm… toll .. aus“
Sie wurde gleich darauf ziemlich rot im Gesicht. Ihre Farbe machte der ihres Haares starke Konkurrenz.
„Danke“ antwortete sie kurz.
„Kann ich reinkommen oder störe ich?“ wollte sie nun wieder etwas gefasster, von ihm wissen.
„Natürlich“, was war das für eine Frage? Harry hätte Ginny eigentlich am liebsten den ganzen Tag um sich.
„Wie kann ich dir helfen?“ fügte er noch schnell an, nun da auch er sich wieder gefasst hatte.
„Naja..ähm, ich wollte dich fragen, ob dir mein Kleid gefällt.“ Etwas besseres war ihr gerade nicht eingefallen, aber zum Glück störte es Harry gar nicht.
„Hey, ich kann mich nur noch einmal wiederholen, Ginny. Du siehst wirklich wundervoll aus“ diesmal war es Harry gar nicht unangenehm dies zu sagen.
Und auf einmal ging Harry rüber zu Ginny, nahm sie in eine feste Umarmung und sein Gesicht bewegte sich immer näher an das ihre, bis sich schließlich ihre Lippen trafen und ein zärtlicher, langer Kuss daraus entstand. Die Beiden hatten ihren Gefühlen endlich freien Lauf gelassen und bevor sie wahrnahmen, was soeben geschehen war, wollte es auch keiner mehr rückgängig machen.
Sie wussten nicht, wie lange sie so dagestanden hatten, jedoch wurde gerade die Tür aufgerissen und Ron stürmte ins Zimmer, da sie in der Küche schon eine halbe Ewigkeit gewartet hatten.
Als er die Beiden so sah, war Ron ganz perplex, bis Hermine, die gerade mit Lisa und Chris ins Zimmer gekommen war, ihn herauszerrten, bevor dieser an die Decke gehen konnte.
Harry und Ginny, die erst bemerkten, dass jemand im Zimmer gewesen war, als die Tür wieder zugeschmissen wurde, schreckten aufeinmal auseinander und konnten sich schon denken, wer hereingerannt war.
„Was denkst du, wird er sauer sein?“ fragte Ginny etwas aufgewühlt.
„Auf jeden Fall. Du und ich? Hey, er wird mir doch nur meinen Kopf abreissen, oder?“ antwortete Harry schon wieder mit einem Lächeln auf dem Gesicht und küsste sie noch einmal auf die Stirn, bevor sie Hand in Hand in die Küche runtergingen.
Zur gleichen Zeit in der Küche des Fuchsbaus:
Ron saß noch immer kreidebleich auf einem der Stühle, die um den großen Tisch aufgestellt waren. Hermine und die anderen Beiden versuchten ihn davon zu überzeugen, dass es besser Harry sein sollte, als irgendein anderer.
„Hey Ron. Nun beruhige dich doch mal!“ meinte Chris zu einem seiner besten Freunde.
„Gegen ihre anderen Freunde hattest du doch immer was, doch bei Harry weißt du, dass er Ginny nie weh tun würde. Und außerdem ist Ginny doch endlich richtig glücklich. Sie hat doch schon so lange von Harry geschwärmt“ sagte Hermine.
„Aber Mine, sie ist doch meine kleine Schwester. Ich muss auf sie aufpassen“ gab ihr Ron zur Antwort.
„Ach und du denkst, Harry würde nicht auf sie aufpassen? Wo er doch schon soviel durchgemacht hat, wird er wohl noch auf deine Schwester aufpassen können. Außerdem ist es doch besser, so kann wenigstens keiner deiner Schwester weh tun“ sagte nun wieder Chris.
Doch Ron konnte nichts mehr erwiedern, da Harry und Ginny gerade die Treppe herunter kamen – natürlich immernoch Hand in Hand.
Die Beiden waren wirklich gespannt, was Ron zu ihnen sagen würde. Sie waren auf alles gefasst: Schläge, Schreie,... , doch nicht auf das, was wirklich eintrat.
„Ok. Ok. Ihr beiden könnt von mir aus zusammen sein, aber Harry“ und Ron hob drohend seinen Zeigefinger „wehe du tust ihr weh“.
Als Ron geendet hatte, kam Hermine auf ihn zugerannt und umarmte ihn so heftig, dass er kaum noch Luft bekam. An das Ende ihrer Umarmung setzte sie ihm noch einen Kuss auf die Wange, wodurch Ron die nächsten Augenblicke ziemlich bedröppelt dasaß.
„Hey ihr zwei. Nun kommt doch mal weiter runter. Wir wollen es uns noch etwas im Garten gemütlich machen“ sagte Chris und schob die Beiden aus der Küchentür hinaus.
„Happy Birthday, Harry!“ rief ein ganzer Haufen Leute.
Es waren viele seiner Freunde gekommen und auch einige Mitglieder des Ordens anwesend, um Harry persönlich ihre Glückwünsche zu überbringen.
Als ihm alle zur Genüge gratuliert hatten, entspannte sich die Stimmung wieder etwas. Jedoch sollte diese Zeit nicht ewig sein.
Am Gartenzaun war gerade eine Frau appariert, die Rock und Bluse in schottischem Muster trug. Sie hatte ihre Haare zu einem strengen Zopf gebunden und kam nun langsam auf die Jugendlichen zu.
„Harry, ich wünsche dir alles Gute zu deinem Geburtstag“ sagte sie und schüttelte dabei dem Jungen die Hand.
„Danke Prof. McGonagall, schön, dass sie hier sind“.
Harry hatte seine Hauslehrerin immer gemocht, obwohl sie ab und zu ziemlich streng war, aber immer gerecht. Wie lautet es doch so schön: Harte Schale, weicher Kern.
„Ah, Lisa, du bist auch schon hier?“ und mit diesen Worten nahm Prof. McGonagall Lisa in den Arm.
„Hi Grandma. Schön dich zu sehn. Wie geht es dir?“ fragte Lisa nun neugierig.
„Ach, ganz gut. Ziemlich viel zu tun. Aber das kennst du ja“ antwortete die Professorin.
Aber hatte auch Chris richtig gehört? Prof. McGonagall ist Lisas Großmutter?
Er konnte es gar nicht fassen. Warum hatte sie es ihm nicht gesagt. Chris hatte ja auch eigentlich nichts gegen seine Hauslehrerin. Aber würde es ein Problem werden, wenn er mit Lisa zusammen wäre. Würde er den Ansprüchen ihrer Großmutter genügen?
„Hey, Harry, ich geh noch mal eben ins Haus, hab was vergessen“ sagte Chris nun an Harry gewandt.
„Alles klar, aber beeil dich. Du willst doch nicht das Geschenkeauspacken verpassen“ und Harry grinste ihm breit ins Gesicht.
„Jaja, bin gleich wieder da“ und mit diesen Worten verschwand er ins Haus.
Lisa war ganz verwundert über Chris´ Verhalten.
Sollte es ihn wirklich stören, dass seine Lehrerin ihre Großmutter war?
Hermine, die diese Szene mal wieder gekonnt beobachtet hatte, machte sich auf den Weg ins Haus, um mit Chris zu reden. Sie fand ihn schließlich im großen Wohnzimmer der Weasleys.
„Da bist du ja. Was machst du denn hier?“ wollte sie nun von ihm wissen.
„Ach nichts. Wollte nur kurz allein sein“ gab er Hermine zur Antwort.
„Sag mal, stört es dich, dass Prof. McGonagall Lisas Großmutter ist?“
„Nein, eigentlich nicht“ log er „ich war eben nur ein wenig geschockt“
„Achso und deshalb lässt man alles Stehn und Liegen und rennt einfach so weg, ja?“
„Ok. Ich bin mir nicht sicher, was das jetzt für mich und Lisa bedeutet. Das würde ja heißen, ich könnte nie wieder was anstellen, ohne, dass Prof. McGonagall sauer auf mich werden würde“. Er machte eine kurze Pause. „Und was ist, wenn sie mich nicht für Gut genug für Ihre Enkelin hält?“
„Hey Chris, Prof. McGonagall ist immer sauer auf euch, wenn ihr was anstellt. Und, wer sollte besser für ihre Enkelin sein, als ein Black, hm? Du bist doch gut in der Schule und wurdest von deinen Eltern auch gut erzogen. Was sollte sie also gegen dich haben. Bisher hat sie dich doch immer gemocht.“
„Ist ja gut Mine. Hast mich überzeugt. Gehen wir wieder raus?“ fragte Chris nun seine beste Freundin.
„Klar, wir wollen doch nicht Harrys Gesicht verpassen, wenn er seine Geschenke auspackt“ und so gingen die Beiden wieder zu den Anderen hinaus in den Garten.
„Da seit ihr ja wieder“ sagte Lisa und kam zusammen mit Ron auf die Beiden zu.
„Was war denn los?“ fragte sie nun ungeduldig.
„Nichts weiter. Chris hat nur was gesucht und weil er solange weg war, bin ich rein und habe ihm geholfen“ log Hermine und Chris sah sie dafür dankbar an.
„Ähm.. Lisa, ..kann ich vielleicht kurz mit dir reden? Allein?“ fragte Chris nun schüchtern.
„Ja, klar“ und so gingen die Beiden etwas weiter weg vom Hauptgeschehen und setzten sich unter die große Eiche, die Abseits des Gartens stand. Sie waren jetzt nicht mehr im Blickfeld der Anderen und konnten somit ungestört reden.
„Ich, naja, ...“ Chris machte eine kurze Pause und sah Lisa in ihr strahlendes Gesicht „ich hab dich wirklich sehr gern“ die Worte purzelten nur so aus seinem Mund.
„Ich hab ...mich in dich verliebt“ kam es nur noch ganz leise von seinen Lippen her.
Lisa antwortete nicht. War das vielleicht ein schlechtes Zeichen?
Doch diese Gedanken waren unbegründet, da Lisa auf einmal immer näher an ihn rutschte und ihr Gesicht langsam zu ihm vorbeugte, bis sie kurz davor anhielt.
„Ich hab dich auch gern“ es war nicht mehr als ein Flüstern, doch diese Worte machten Chris so glücklich, wie er schon lange nicht mehr gewesen war und sie ergänzte noch „sehr gern sogar“.
Sie beugte ihr Gesicht noch ein Stückchen weiter nach vorn, bis sich ihre und Chris´ Lippen leicht berührten. Nach einer Weile wurde der Kuss jedoch immer intensiver und die Beiden vergaßen so die Zeit.
Harry und die Anderen suchten bereits nach ihren Freunden, da sie jetzt die Geschenke aufmachen wollten. Sie suchten in jedem Winkel des Gartens, bis sie zu der alten Eiche kamen und die beiden, in einer tiefen Umarmung Sitzenden sahen.
Harry versuchte die Beiden mit einem leisen „Chrm Chrm“ auf sie aufmerksam zu machen, doch als dies nicht funktionierte, versuchte er es etwas lauter.
„Chrm Chrm“ und Chris und Lisa fuhren schnell auseinander. Als sie sahen, wer sie die ganze Zeit beobachtet hatte, wurden sie knallrot.
„Hey nun glotzt nicht so. Wir haben euch heut auch schon erwischt, Harry“ und Chris gab dem Wort „euch“ eine besonders starke Betonung.
„Jaja, schon gut. Jetzt kommt“ sagte Ginny, die sich eben stark angesprochen gefühlt hatte.
Nur Ron war die Situation jetzt etwas unangenehm geworden, da seine beiden besten Freunde nun selber Freundinnen hatten und er als Einziger nicht. Und niemand konnte seinen Blick auf Hermine sehen, der all seine Gefühle für sie gezeigt hätte.
Die sechs Freunde machten sich wieder auf den Weg zum Fest, da Harry ja eigentlich auch die Hauptperson war. Dieser machte sich nun munter ans Geschenkeauspacken.
Man konnte von ihm meistens nur ein „Wow“ oder „Super“ hören. Er hatte noch nie soviele Geschenke auf einmal bekommen.
Die Feier neigte sich nun langsam dem Ende zu, als plötzlich Dumbledore mit einer weiteren Person am Gartenzaun erschien.
Niemand konnte das Gesicht dieser Person erkennen, da dieses von einer dunklen Kapuze versteckt wurde, die zu der Strickjacke gehörte, die dieser Jemand trug. Dumbledore kam gleich auf Harry zu und wünschte ihm alles Gute. Der Andere jedoch blieb stumm, etwas weiter ab, stehen.
Sichtwechsel:
Lucas war an diesem Nachmittag, etwa gegen fünf, von Dumbledore besucht worden, wie des Öfteren in den letzten Tagen.
Er stand noch hinter dem Tresen, als Dumbledore in den Tropfenden Kessel gekommen war.
„Lucas, hallo. Wie geht es dir heute?“ wollte der Ankömmling von Lucas wissen.
„Ganz gut. Nur ein wenig müde. Wir hatten gestern Abend viel zu tun“
„Ich würde heute gern mit dir auf eine Feier gehen“ gab Dumbledore nun wieder von sich.
„Wird er auch da sein?“ fragte Chris etwas eingeschüchtert.
„Ja, das wird er. Und ich glaube, es ist Zeit, dass du ihm gegenüber trittst und mit ihm redest“ sagte Dumbledore nun schon etwas bestimmter.
„Ich weiß nicht, ob der Moment schon günstig ist“
„Er wird nicht besser werden. Außerdem bist du doch hierher gekommen, um deine Familie kennen zu lernen“ sagte Dumbledore.
„Ok. Ich würde sie heut Abend gern begleiten. Ich muss das nur noch mit Tom klären. Ich geh schnell zu ihm“ und mit diesen Worten verschwand der junge Mann in einem Hinterzimmer.
Nach etwa fünf Minuten kam er wieder hinaus und sagte, dass alles klar gehen würde, er jedoch noch bis um neun hier helfen müsse.
Die Stunden vergingen wie im Flug, als die große Uhr an der Wand schon neunmal schlug und die Beiden sich auf den Weg zum Fuchsbau machten.
Sie standen gerade am Eingangstor zum Garten, als Lucas einen Jungen sah, der ihm fast aufs Letzte glich.
Lucas zog sich jedoch erst einmal seine Kapuze ins Gesicht, damit er nicht allzu schnell erkannt werden würde.
Nun betraten die Beiden den Garten der Weasleys. Dumbledore ging geradewegs auf einen Jungen zu, der neben seinem Bruder saß. Auch aus dieser Entfernung konnte er erkennen, wer dieser Junge war – Harry Potter. Er hatte damals in der ersten Klasse auf der Zauberschule in Montreal von Harrys Schicksal gehört.
Doch sein Blick blieb nicht lang an Harry haften, denn er wollte mehr über seinen Bruder erfahren, der eng umschlungen mit einem wunderschönen Mädchen auf der Decke saß.
Dieser sah sehr glücklich aus, etwas komisch, wenn man bedachte, dass sein Vater erst vor kurzem verstorben war. Aber vielleicht war es auch nur das Mädchen, was ihn so zum Strahlen brachte.
Doch auf einmal kam jemand anderes auf Lucas zu. Es war eine hübsche junge Frau, höchstwahrscheinlich gerade mal zwanzig Jahre alt.
„´allo, isch bin Fleur. Kann isch dir ´elfen? Möchtest du was trinken?“ fragte sie.
„Ähm, gern. Aber ich hole es mir selber. Trotzdem danke“ antwortete Lucas schnell und ging zu den aufgestellten langen Tischen, die die Lasten des Essens und der Getränke trugen. Er nahm sich eine Flasche Butterbier und setzte sich etwas abseits der Gäste auf ein Stückchen Wiese. Aber immer noch so, dass er die sechs Freunde beobachten konnte, die dies nicht wahrnahmen.
Es kam nach einer Weile jedoch gleich wieder jemand auf ihn zu. Eine kleine, etwas rundliche Frau mit roten Haaren und freundlichem Gesichtsausdruck.
„Mein Lieber, Albus bittet dich, mit mir zu ihm ins Haus zu kommen“
„Ja gut“ er stand auf und lief der Frau hinterher.
Sie durchquerten die Küche und kamen in ein großes Zimmer, in dem Dumbledore schon mit ein paar anderen Hexen und Zauberern wartete. Sie schienen alle schon aufgeklärt über Lucas, denn sie standen alle da, mit einer Neugier, die ihnen ins Gesicht geschrieben war.
Tonks stand Lucas am nächsten.
„Könntest du nun bitte die Kapuze abnehmen, Lucas, ich habe die hier Anwesenden bereits über dich informiert.
Kurz darauf zog Lucas die Kapuze vom Kopf und von allen gab es ein leises Staunen, da er seinem Vater so sehr ähnelte.
Tonks stürzte sich gleich auf ihn und zog Lucas in eine tiefe Umarmung. Doch Lucas, der von dieser Handlung ziemlich überrascht war, konnte gar nicht auf diese eingehen. Als Tonks ihn wieder losließ, kamen einige näher, um ihn genau unter die Lupe nehmen zu können.
„Das ist also Sirius Erstgeborener. Ich hab dich ja schon lange nicht mehr gesehn. Ich war dich damals im Krankenhaus besuchen, schließlich wollte ich doch die Geburt meines ersten Patenkindes nicht verpassen“ sagte ein Mann, der jetzt etwa Ende dreißig sein musste.
„Ich bin Remus Lupin. Deine Eltern waren sehr gute Freunde von mir und hatten mich deshalb zu deinem Paten gemacht“ ergänzte Remus noch.
„Sie äh sind mein Pate?“ fragte Lucas mit leichter Verwunderung in der Stimme.
„Ja. Deine Eltern waren damals so Stolz auf dich. Sie hatten sich schon lange ein Kind gewünscht und zu diesem Zeitpunkt war ihr Wunsch dann auch in Erfüllung gegangen.“
„Hast du es schon Chris erzählt?“ wollte Tonks nun wissen.
„Ähm ... nein. Ich war noch nicht soweit. Aber wer bist du? Und warum hast du mich umarmt?“ Lucas Neugierde hatte nun ihren höchsten Punkt erreicht.
Tonks kam wieder ein Stückchen näher.
„Naja, du bist mein Cousin und ich konnte nicht fassen, dass du Sirius so ähnlich siehst. Es war mehr eine Kurzschlusshandlung“ sagte Tonks, die leicht rosa angelaufen war.
Lucas wurde noch ein wenig von seinem bisherigen Leben ausgefragt, bis Dumbledore auf ihn zu kam.
Sichtwechsel ende.
Harry und Chris, die sich über die vermummte Person Gedanken machten und sie nicht aus den Augen ließen, waren recht verblüfft, als Fleur einfach so zu ihm hinging und mit ihm redete. Man konnte jedoch gleich erkennen, dass es ihn ein wenig irritierte und er sich sogleich wieder von ihr weg bewegte. Ihre Blicke folgtem der Person bis zu den reichlich bedeckten Tischen, wo er sich etwas zu trinken holte.
„Was ist das nur für einer? Und was macht er bei deiner Party? Er hat nicht mal gratuliert“ beschwerte sich Chris.
„Hey, keine Ahnung. Aber Dumbledore hat sicher seine Gründe, ihn mit hierher zu bringen“ sagte Harry.
Auch Ron stimmte mit in die Unterhaltung ein.
„Denkt ihr, es ist ein Verwandter von Dumbledore?“ wollte er nun auch wissen.
„Keine Ahnung, aber sieh mal, deine Mom geht gerade zu ihm“ sagte Harry jetzt wieder.
„Hey, wo gehen die denn jetzt hin? Und wo sind eigentlich die ganzen Ordensmitglieder?“ wollte jetzt Chris wissen.
Doch jetzt muss Gabrielle auf sie zu kommen.
„`ey Chris, würdest du vielleischt mit mir tansen?“ fragte sie etwas schüchtern.
„Ja klar. Los komm“ und er nahm Gabrielle an der Hand und zog sie rüber zur Tanzfläche. Dicht gefolgt von Harry und Ginny, die den Spaß auf keinen Fall verpassen wollten.
Nur Lisa, Ron und Hermine blieben auf der Decke zurück. Lisa sah nun auch etwas bedrückt drein. Warum hatte Chris nicht sie gefragt, ob sie mit ihm tanzen wolle? War er doch nicht so verliebt in sie, wie er gesagt hatte?
„Hey Lisa, mach dir keine Sorgen. Gabrielle hat nur hier keine Freunde und sie hat damals in unserem vierten Schuljahr schon so an Chris gehangen. Hat sich wohl ´n bischen in ihn verknallt“ sagte Ron um Lisa etwas aufzumuntern. „Er hat dich wirklich sehr gern. Nur will er ihr diesen Gefallen tun, damit sie nicht so allein rumsitzt“ ergänzte er noch.
„Ich kann Ron nur zustimmen. Er empfindet sehr viel für dich und du solltest dir wirklich keine Sorgen machen“ unterstützte Hermine Ron.
„Warum tanzt ihr beide denn nicht?“ wollte Lisa nun wissen, um sie auf ein anderes Thema zu bringen.
„Naja...“ fing Ron an “Ich bin kein allzu guter Tänzer. Ich würde Mine nur auf die Füße treten“ und sah Hermine mit einem verständlichen Blick an.
Diese ergänzte nur noch „Ja stimmt, damals ist er mir so oft auf die Füße getreten, dass ich den nächsten Tag gar nicht richtig laufen konnte“.
Die Musik verstummte und die Tanzenden kamen wieder zurück.
„Hey mein Schatz, möchtest du vielleicht auch mit mir tanzen?“ fragte Chris Lisa ganz lieb.
Sie schaute ihn nur an und dachte dabei daran, was Ron und Hermine zu ihr gesagt hatten.
„Natürlich, mein Herr“ sagte sie mit einem Grinsen im Gesicht. Und so gingen die Beiden rüber in Richtung Tanzfläche.
Doch auf halber Höhe kam Dumbledore mit dieser vermummten Person auf sie zu.
„Mr. Black, ich müsste kurz mit ihnen sprechen. Würde es ihnen was ausmachen?“ sagte Dumbledore.
„Ist gut. Ich warte bei den Anderen. Wir tanzen dann später“ sagte Lisa zu Chris, da es für sie wichtig schien, was Dumbledore mit ihrem Freund bereden musste. Und so lief sie wieder zu den Anderen.
„Es wäre besser, wenn wir uns ein ruhiges Plätzchen für unser Gespräch suchen würden“ sagte Dumbledore nun erneut.
„Ja, gut“ stimmte Chris zu. Er war gespannt darauf, was Dumbledore mit ihm besprechen wollte.
Als sie sich dann im Haus zurückgezogen hatten, begann Dumbledore zu sprechen.
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