
von getugirl89
Harry stieg nun also alleine die Treppen im Fuchsbau hinauf, ohne Ron, Ginny oder sonst jemanden. Wie leer das Haus ohne sie war… Er war vor Ron’s Zimmer angekommen, da er wohl dort schlafen würde. Fred und George werden sicher wieder ihr Zimmer bezogen haben, um bei Bill’s und Fleur’s Hochzeit zu Hause zu sein.
Unsicher stieĂź er die TĂĽr auf und betrat das vertraute, sonnenbeschienene Zimmer.
Es hatte sich kaum etwas verändert. Von allen Seiten zwinkerten ihm die Quidditchspieler von Ron’s Lieblingsmannschaft, den Chudley Cannons, zu.
Harry stellte den Koffer neben das leere Bett und setzte sich erst mal darauf.
Das alles war seltsam… Ron war nicht da und Ginny auch nicht, was Harry noch weniger gefiel. Wie sehr hatte er sich darauf gefreut sie wieder in die Arme zu schließen, ihr strahlendes Lächeln zu sehen und sie zu küssen. Wo konnten sie nur stecken?
In der Winkelgasse? Harry fiel kein anderer Ort ein, den die Weasleys in den Ferien besuchen wĂĽrden.
Harry seufzte, stand auf und beschloss wieder hinunter in die KĂĽche zu gehen. Was blieb ihm anderes ĂĽbrig als zu warten?
Mr. Weasley war nicht mehr da und Mrs. Weasley saß am Tisch und überwachte die Kartoffeln, die von einem verzauberten Messer geschält wurden.
„Harry, Schatz“, sagte sie. „Komm her, setz dich.“ Mrs. Weasley wies auf den Stuhl ihr gegenüber und Harry ließ sich darauf nieder.
„Nun, wie war dein Sommer bisher?“ Harry zuckte mit den Schultern. „Wie immer. Ähm…Mrs. Weasley… wo stecken denn nun Ron und…die anderen?“ Er wollte nicht von Ginny reden, nicht vor ihrer Mutter. Was sie wohl von der Beziehung der beiden hielt? Wusste sie überhaupt davon?
„Tut mir Leid, Harry aber ich darf es dir nicht sagen, das ist ein Geheimnis. Aber ich soll dir von Ginny ausrichten…nun ich soll dir sagen, sie habe dich sehr vermisst und könne es nicht erwarten, dich wiederzusehen. Sie entschuldigt sich, dich nicht gleich begrüßen zu können…“
Harry lächelte glückselig. „Wann kommen sie wieder?“, fragte er dann.
„Ähh…sie…nun, du wirst sie morgen wieder sehen. Das Essen ist gleich fertig, bis dahin kannst du gerne in den Garten, wenn du möchtest. Du weißt doch, du kannst dich wie zu Hause fühlen.“ Mrs. Weasley sah Harry mit einer Mischung aus Trauer und Glück an. „Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Du bist jetzt volljährig und ich sehe dich immer noch vor mir als wäre es erst gestern gewesen, als du mich nach dem Gleis gefragt hast…“ Harry wusste nicht, was er sagen sollte, also lächelte er nur verlegen.
„Ja, als wäre es gestern gewesen. Du bist ein guter Junge, Harry. Ich weiß, du hast es nie einfach gehabt, aber denk daran: Die Tür zum Fuchsbau wird für dich immer offen sein. Du kannst kommen, wann du willst und bleiben solange du willst.“
„Vielen Dank, Mrs. Weasley… ich weiß das zu schätzen nach alldem, was…nach allem was passiert ist.“ Harry dachte schwermütig an die schöne Zeit, die er hier verbracht hat. Die Weasleys waren wie eine Familie für ihn, er hat hier mehr glückliche Momente erlebt als in 9 Jahren bei den Dursleys.
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