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Fanfiction

Guardians and Butterflies - Verschwinden

von angeltear

Es vergingen einige Sekunden, in denen Ginny ihre Mutter sprachlos anstarrte und in ihrem Gesicht nach Anzeichen dafür suchte, dass sie sie auf den Arm nahm. Als ihr klar wurde, dass dies nicht der Fall war, sprang sie entsetzt auf und musste sich zusammenreißen, um nicht laut loszuschreien.
"Nein! Auf gar keinen Fall!", sagte sie mit mühsam beherrschter Stimme.
"Ginny, Schatz-"
"Nein, Mum, ich geh nicht zu Tante Muriel! Was soll ich denn da?"
"Wir hatten das Gefühl, dass du mal hier raus musst.", sagte ihre Mutter zaghaft.
"Ach wirklich?", Ginny konnte nicht vermeiden, dass sich ihre Stimme hob. "Habt ihr auch euch darüber Gedanken gemacht, ob ich das überhaupt will?"
"Nun, wir hielten das für die beste Lösung. Wir wollen doch nur das Beste für dich!"
Ginny schnaubte verächtlich und stemmte die Hände in die Hüften.
"Die Beste Lösung für was? Für meine schlechte Laune? Glaubt ihr, wenn ich wer weiß wie lange bei Tante Muriel sitze und ihren Kundinnen Tee serviere, hebt sich meine Laune? Glaubt ihr, ich werde wieder ich selbst, wenn ich mir nur oft genug Tante Muriels Heiratstipps anhöre?
Nein, danke, davon hab ich seit Bills Hochzeit genug! Ich hab keine Lust mehr auf diese Scheiße!"
Sie schrie jetzt. Sie spürte wie sich einige Strähnen aus ihrem Zopf lösten und auf ihre Wangen fielen. Ihre Mutter beobachtete ihren Ausbruch so fassunglos, dass sie Ginny nicht einmal wegen ihrer Ausdrucksweise zurechtwies.
"Alle beobachten rund um die Uhr, was ich mache, wie viel ich esse, untersuchen mein Gesicht, um zu gucken, ob ich geweint habe, tauschen besorgte Blicke aus, wenn sie glauben, dass ich nicht hinsehe!!! Haltet ihr mich eigentlich für blöd?! Und glaubt ihr, mir geht meine Situation nicht selbst gegen den Strich?! Glaubt ihr, ich finde es toll, wie es mir geht?!"
"Ginny, nicht so laut-"
"Es ist mir egal, wie laut ich bin und wer mich hört!!! Ich werde auf gar keinen Fall zu Tante Muriel gehen!!! Mehr hab ich dir nicht zu sagen!!!"
Damit stürmte sie aus dem Wohnzimmer in ihr Zimmer und achtete darauf, auch alle Türen zu knallen.
Was dachte ihre Mutter sich eigentlich? Was sollte sie denn bei Muriel? Als ob das irgendetwas an ihrer Situation und ihrer Laune ändern würde! Glaubte sie wirklich, ihr so helfen zu können?
Immer noch wutschnaubend tiegerte sie rastlos durch ihr Schlafzimmer, als ihr plötzlich Jade ins Auge fiel, die sie verächtlich musterte.
"Ich wollte dir nur sagen, dass ich Urlaub mache.", sagte sie mit eisiger Stimme und verschwand mit einem ungewöhnlich lauten plopp, bevor Ginny auch nur den Mund öffnen konnte.

Das hatte ihr gerade noch gefehlt! Jetzt war Jade auch noch stinksauer auf sie und haute einfach ab! Naja, das war ihr eigentlich ganz recht, wenn sie darüber nachdachte. Dann müste sie sich wenigstens nicht ständig irgendwelche neunmalkugen Bemerkungen anhören.
Nach einer Weile war ihre Wut abgeflaut und sie lies sich rücklings auf ihr Bett fallen, um an die Decke zu starren.

Als sie einige Stunden später hinunterging, um zu sehen, ob die Küche leer war (ihr Magen machte sich seit einiger Zeit bemerkbar), wurde sie enttäuscht. Sie hörte die Stimme ihrer Mutter und sie drehte sich wieder zur Treppe, als sie ihren Namen hörte.
"Ach, Ginny wird sich schon wieder beruhigen. Ich möchte nicht, dass ihr Verhalten deine Entscheidungen beeinflusst, Harry."
"Mrs. Weasley, es macht doch keinen Unterschied, ob ich heute gehe oder erst nächste Woche. Im Grunde ist es besser, ich breche so früh wie möglich auf."
Ginny legte ihr Ohr an die Tür, um besser hören zu können. Harry wollte heute schon aufbrechen?
"Doch, mein Lieber, das macht sehr wohl einen Unterschied. Ich weiß nicht genau, was du vorhast, aber die Zeit, die du hier verbringst, ist die letzte Zeit, die du einigermaßen sicher und unbeschwert genießen kannst. Diese Zeit ist sehr viel Wert!"
"Ich möchte nicht so tun, als wüsste ich nicht, warum es Ginny so schlecht geht. Das macht auch mir zu schaffen. Ich möchte ihr nicht wehtun. Außerdem haben Sie jetzt auch noch Streit mit ihr. Ich möchte nicht, dass wegen mir solche Schwierigkeiten entstehen.", es war schwierig Harry zu verstehen, er schien zu nuscheln, doch Ginny wollte kein einziges seiner Worte verpassen.
"Nein, Harry, ich lasse nicht zu, dass du uns vor nächster Woche verlässt. Du bist wie ein Sohn für mich und ich möchte, dass es dir gut geht. Wenigstens noch ein paar Tage. Das Problem mit Ginny lässt sich schon irgendwie lösen.", hörte sie ihre Mutter mit bestimmter Stimme sagen.
Leise entfernte Ginny sich von der Küchentür und ging wieder in ihr Zimmer.
Harry wollte aufbrechen. Er wollte wirklich gehen. Ein Anflug von Panik stieg in ihr auf. Sie hatte schon länger gewusst, dass dieser Tag iregndwann kommen würde. Doch nun, wo der Tag gekommen zu sein schien, erfüllte sie Angst. Vielleicht würde sie Harry nie wiedersehen. Es war keineswegs sicher, dass sein Unternehmen erfolgreich sein würde. Sie wusste nicht in allen Eizelheiten, was er vorhatte, doch sie wusste, dass er Voldemort töten wollte. Gefährlicher ging es gar nicht mehr.
Doch das Schlimmste war, dass er den Fuchsbau, anders als geplant, bereits heute verlassen wollte. Ihre Mutter hatte recht: dies waren seine letzten ruhigen Tage. Doch nun wollte er sich bereits eine Woche früher aufmachen, um den mächtigsten Schwarzmagier zu töten, den die Welt je gesehen hatte. Wegen ihr! Ich will ihr nicht wehtun.
Das konnte sie nicht zulassen. Mit ihrem Verhalten versaute sie ihm die Zeit, die er mit Ron und Hermine verbringen konnte, die für ihn seine Familie waren.
Entschlossen verließ sie nach einer Weile ihr Schlafzimmer. Sie hatte sich entschieden.

Sie stieg die Treppe hinab und trat dort promt auf Krummbeins Schwanz, der sich dort entspannt eingerollt hatte, und nun erschrocken seine Krallen in ihr Bein grub.
Fluchend schüttelte sie den Kater ab und setzte ihren Weg ins Wohnzimmer fort. Als sie eintrat, stellte sie erleichtert fest, dass es leer war. Vor dem Kamin kniend warf sie eine Handvoll Flohpulver ins Feuer, hielt ihren Kopf in die nun grünen Flammen und sagte laut und deutlich: "Winkelgasse 93."
Um sie begann sich alles zu drehen und sie versuchte das Schwindelgefühl zu minimieren, indem sie sich auf den Boden abstützte. Das Gefühl der Rotation flaute ab und sie öffnete die Augen, die sie zuvor krampfhaft zusammengekniffen hatte. Sie blickte in einen Raum, der einer kleinen Küche glich. Eine junge Hexe mit kurzen blonden Haaren saß auf einem der zwei schwarzen Ledersofas und las den Tagespropheten.
"Hi Vertity.", sagte Ginny.
Verity zuckte erschrocken zusammen und sah sich verwirrt um, bis sie Ginnys Kopf im Kamin entdeckte.
"Oh, Hi Ginny.", lachte sie schließlich. "Warte, ich guck mal, wen von den beiden ich erwischen kann."
Sie erhob sich und verschwand im Ladenraum.
Einige Augenblicke später, in denen Ginnys Knie langsam zu schmerzen begannen, kam ein grinsender George in den Hinterraum.
"Hallo, Schwesterchen!", begrüßte er sie und ließ sich vor dem Kamin nieder. "Wie kommen wir zu der Ehre deines Besuchs?"
Ginny wusste nicht recht, wie sie anfangen sollte. Die Worte, die sich zuvor zurechtgelegt hatte, waren wie weggeblasen.
"Ähm-"
In diesem Moment flog wieder die Tür auf, Fred betrat den Raum und gesellte sich zu seinem Zwillingsbruder vor den Kamin.
"Hallo, Kleine! Was gibt's?"
Ginny seufzte.
"Also, ich wollte euch fragen, ob ich vielleicht für zwei oder drei Tage zu euch kommen kann.", sagte langsam sie zu Freds Knien.
"Gerne doch, aber dürfen wir auch den Grund für diese plötzliche Sehnsucht nach deinen Lieblingsbrüdern erfahren?", fragte George interssiert.
"Also, an Andre kann es nicht liegen, den haben wir gefeuert.", überlegte Fred.
Ginny konnte nicht anders, als zu lachen. Andre war ein schüchterner, mit schlimmer Akne geplagter Junge, der gerade in Frankreich seinen Abschluss gemacht hatte und nach London gezogen war.
"Naja, ich brauch einfach mal 'nen Tapetenwechsel. Ich werd hier noch verrückt."
"Warum das denn?", wunderte sich Fred.
"Fleur ist doch in den Flitterwochen.", ergänzte George.
Wieder hatte Ginny das wunderbare Verlangen zu lachen. Dafür liebte sie die Zwillinge. Seit sie denken konnte, hatten die beiden immer gewusst, wie sie ihre Laune heben konnten.
"Das könnte ich euch vielleicht erzählen, wenn meine Knie eine etwas angenehmere Position eingenommen haben.", meinte sie immer noch lächelnd. "Ich komm dann heute Abend vorbei, okay?"
"Kein Problem. Bis nachher."
Ginny zog ihren Kopf wieder aus den Flammen und erhob sich, ihre schmerzenden Knie reibend.

Als sie sich umwandte, sah sie Hermine, die an der Tür lehnte und sie ansah. Unter Ginnys überraschtem Blick schien ihr etwas unbehaglich zu werden; sie strich sich fahrig die Haare aus dem Gesicht.
"Glaub bitte nicht, dass ich dich belauschen wollte.", sagte sie ungewöhlich schnell, als hätte sie Angst, dass Ginny wieder ausrasten würde. "Ich wollte nur mit dir reden und dachte, ich warte bis du fertig bist."
"Ach, schon gut.", sagte Ginny seufzend und ging schweigend auf ihre Freundin zu.
"Also, du willst zu Fred und George?", fragte Hermine schließlich, wieder in ihrer üblichen ruhigen Art.
"Ja, Mum hat recht. Ich muss hier raus. Außerdem tun Fred und George mir gut und ich möchte nicht, dass hier alles aus der Bahn läuft, nur weil es mir gerade nicht so gut geht."
Sie musste an ihre Mutter denken, mit der sie sich noch nie so schlimm gestritten hatte, von der sie allerdings auch enttäuscht war. Sie hatte gehofft, dass sie sie verstehen würde.
"Hat das sonst noch jemand mitbekommen?", fragte sie Hermine. Sie wusste nicht, ob es ihr lieber war, es allen selbst zu sagen oder einfach wortlos zu verschwinden.
"Nein, bis jetzt weiß nur ich davon.", sagte Hermine und musterte sie besorgt. "Hör mal, Ginny-"
"Tut mir leid, Hermine, aber mir ist grad nicht nach reden. Ich geh mal ein paar Sachen packen.", murmelte Ginny, versuchte sich ein Lächeln abzuringen und ließ eine seufzende Hermine zurück.

Während sie Dinge, die sie in London benötigen würde, in eine kleine Reisetasche warf, fragte sie sich, ob sie vor oder nach Harrys Aufbruch zurückkehren sollte. Würde sie es ertragen können, sich von ihm zu verabschieden, ohne zu wissen, ob sie sich je wiedersehen würden? Würde sie es ertagen, wenn sie es nicht tat? Hin und hergerissen, zog sie den Reißverschluss der Reisetasche zu.
Sie hatte sich auch immer noch nicht entschieden, ob sie ihrer Mutter Bescheid sagen sollte, dass sie ging oder, ob sie das Hermine überlassen sollte.
Frustriert fuhr sie sich mit beiden Händen durch die Haare. Am liebsten würde sie Jade um Rat fragen. Aber wo war sie wohl? Wo machten Schutzengel Urlaub? Bei dem Gedanken, dass Jade mit einem winzigen Bikini bekleidet, in einem winzigen Liegestuhl liegend einen Cocktail am Strand schlürfte, musste sie tatsächlich grinsen. Hoffentlich würde sie das in den nächsten Tagen noch öfter tun.


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