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Fanfiction

Guardians and Butterflies - Vorsicht, bissig!

von angeltear

@ Sunshine16: Dankeschön, ich hoffe wirklich, dass meine Geschichte sich doch ein wenig von den anderen unterscheidet, nicht nur durch Jade.

@ little-witch500: Danke meine Süße! Hoffe du kehst bald aus dem Reich der Toten zurück ;)

@ serenity 1: Danke, das gleiche gilt für dich! :D

@ Emmily Green: Danke! Höhö, mein Lieblingspairing ist es überraschendeweise auch *g*

@ Buffy66: Danke! Freut mich, dass du dennoch bis zum 4. Kapitel gelesen hast und dich für die Story begeistern konntest!

Übrigens: Ihr könnt ja mal in meinen FF-Thread schreiben, hat noch niemand getan! :'(


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Harry schlief noch, als Ginny am nächsten Morgen erwachte. Seine rechte Hand ruhte auf ihrer Hüfte, während seine linke zwischen ihnen ihre Hand hielt. Er hatte vergessen seine Brille abzunehmen, sodass sie nun schief auf seiner Nase hing und atmete gleichmäßig. Sie verbrachte einige Minuten damit, sein entspanntes Gesicht zu betrachten und zu beobachten, wie sich sein Brustkorb in regelmäßigen Abständen hob und senkte.
Nach allem, was vorgefallen war, glich es für sie einem Traum neben ihm liegen zu können.
Schließlich löste sie ihre Beine aus der Verknotung mit seinen und stieg aus dem Bett.
Automatisch steuerte sie die Tür an, um ins Bad zu gehen, doch als ihre Hand auf der Klinke lag, zögerte sie.
Wie konnte sie einfach so im Haus herumspazieren, wenn sie zwei Tage zuvor einfach verschwunden war, ohne ihrer Mutter selbst Bescheid zu sagen. Was, wenn sie ihrer Mutter begegnete?
"Was hast du?", hörte sie Harry hinter sich verschlafen nuscheln.
Sie drehte sich zu einem veschmitzt grinsendem Harry um, der mit in alle Richtungen abstehendem Haar über das Kissen zu ihr herübersah.
Ginny schwieg. Sie wusste nicht, was sie sagen oder tun sollte.
"Vertrag dich mit ihr.", sagte er schlicht. "Du hast gar keine Wahl."
Sie wusste, dass er Recht hatte, sie war sehr unfair gewesen. Doch ihr graute vor dem Gespräch mit ihrer Mutter. Was sollte sie nur sagen? Seufzend machte sie kehrt und ließ sich fluchend auf der Bettkante nieder, nachdem sie sich mal wieder den Zeh am Pfosten gestoßen hatte. Sofort schloss Harry die Arme um ihre Schultern, zog sie zu sich herunter und sah ihr ruhig in die Augen.
"Du bist Ginny Weasley.", sagte er, während er mit dem Daumen zärtlich über ihre Wange strich. "Du kannst alles."
Diese Aussage entlockte ihr ein Lachen; er war so süß, so ungewohnt ernst. Wieder einmal merkte sie, wie sehr sie ihm am Herzen lag.
Sie senkte ihre Lippen auf seine und spürte, wie hunderte Schmetterlinge in ihrem Bauch umherflatterten. Dieses Gefühl würde wohl niemals vergehen. Seit sie ihn kannte reagierte sie unglaublich intensiv auf alles was er sagte und tat. Doch seit sie ihm im vergangenen Schuljahr so nahe gekommen war, hatten sich diese Gefühle noch um ein einiges gesteigert. So hatte sie sich noch nie mit einem Jungen gefühlt.
Sie löste sich von ihm und sah in seine unglaublich grünen Augen. "Ich komm gleich wieder. Ich hab' da was zu klären.", flüsterte sie und erhob sich wieder vom Bett, um das Zimmer zu verlassen.

Auf der Treppe hörte sie schon, dass ihre Mutter den MRF, eingeschaltet hatte. Sie musste also in der Küche sein.
Ginny holte tief Luft, drückte die Türklinke hinunter und stieß die Tür auf.
Ihre Mutter dirigierte mit ihrem Zauberstab einige Messer, die Zwiebeln, Tomaten und ähnliches schnitten. Als sie Ginny bemerkte, ließ sie den Zauberstab sinken und starrte sie mit unergründlicher Miene an.
"Hi, Mum", sagte Ginny, da ihr nichts besseres einfiel, um das Schweigen zu durchbrechen.
"Hallo, Ginervra", antwortete ihre Mutter mit betont ruhiger Stimme. Bei der Erwähnung ihres vollen Vornamens zuckte Ginny innerlich zusammen. Sie hasste diesen Namen und sie hasse, wie ihre Mutter ihn sagte.
Aus dem Radio dudelte ein Lied der Schicksalsschwestern.
"Also", begann sie schließlich unsicher und musste sich beherrschen, um ins Gesicht ihrer Mutter zu sehen, statt den Blick auf den Boden zu senken. "Ich möchte mich gern bei dir entschuldigen, Mum. Es war wirklich nicht fair von mir, dich so anzufahren. Ich war einfach irgendwie am Ende und die Aussicht auf Tante Muriel hat ihr übriges getan. Es tut mir wirklich sehr leid."
"Nun, es freut mich, dass du das einsiehst, Ginny.", entgegente diese, wieder ihren Spitznamen benutzend. "Bevor ich deine Entschuldigung annehme, möchte ich, dass dir klar ist, dass weder ich noch dein Vater ein solches Verhalten tolerieren. Du hast für den Rest der Ferien Hausarrest und Besenverbot. Hast du das verstanden?"
So wenig ihr die Aussicht gefiel für den Rest der Ferien weder das Haus verlassen noch ein wenig Quidditch spielen zu dürfen, wusste sie, dass sie besser keine Widerworte gab. Sie nickte.
Als wäre das Thema urplötzlich vergessen, erschien ein Lächeln auf dem Gesicht ihrer Mutter. Sie kam auf sie zu und schloss sie in die Arme. Erleichtert erwiderte Ginny die innige Umarmung. Alles war wieder gut.
"Willkommen Zuhause."
Sie hörten, wie vor der Küchentür Jubel ausbrach und lösten sich voneinander, als die Tür aufflog und Harry, Hermine und Ron grinsend in die Küche platzten.
"Gibt's jetzt Frühstück?", fragte Ron, der wie immer nur ans Essen denken konnte.
"Selbstverständlich", lachte ihre Mutter und wandte sich wieder der Zubereitung des Frühstücks zu.
Nachdem Ginny ihren Bruder und ihre beste Freundin mit einer Umarmung begrüßt und sich mit ihnen an den Tisch gesetzt hatte, fiel ihr ein, das sie noch ihre Sachen aus Freds und Georges Wohnung holen musste.
"Das ist nicht nötig, sie haben deine Sachen gestern schon persönlich vorbeigebracht.", erklärte ihre Mutter.
"Eigentlich wollten sie euch beide belauschen, aber wir haben sie davon abgehlaten.", meinte Hermine lachend.
"Ihr wart so laut, dass es gar nicht nötig war zu lauschen.", spottete Ron, worauf er sich von Harry einen Stoß in die Rippen einfing.

Nach dem Frühstück war Ginny es leid, noch immer in ihren Klamotten vom Vortag zu stecken. Sie stand auf und meinte: "Ich geh nach oben. Duschen."
"Ich komm mit.", sagte Harry und sprang auf.
Alle wandten sich schlagartig um und starrten Harry entgeistert an. Als er einen Augenblick später begriff, warum, lief er rot an und stammelte hastig: "Nicht unter die Dusche, nur nach oben. Ich muss mich auch umziehen."
Ginny brach in schallendes Gelächter aus, in welches die restlichen Weasleys und Hermine einstimmten. Harry jedoch blickte peinlich berührt zu Seite, woraufhin Ginny ihn grinsend an der Hand nahm und mit sich aus der Küche zog, um ihn dem Gelächter der anderen zu entziehen.

Für den Rest des Tages schwebte Ginny auf Wolke Sieben. Stundenlang lag sie mit Harry im Garten des Fuchsbaus in der Sonne, wo sie sich über alles unterhielten, was sie in den letzten Wochen erlebt hatten, als hätten sie sich seit Monaten nicht gesehen. Nicht eine Sekunde lang waren sie ohne einander aufzufinden und ununterbrochen lachten sie und küssten sich.
Sie waren gerade in eine Diskussion über den neusten Rennbesen vertieft, als Hermine sie durch ein Räuspern unterbrach.
"Ginny, kann ich mal mit dir reden? Unter vier Augen.", fügte sie mit Seitenblick auf Harry zu.
"Ich wollte sowieso gerade aufs Klo.", meinte dieser, erhob sich schwungvoll und ging ins Haus.
Hermine ließ sich neben Ginny auf der Decke nieder und blickte unsicher einem umherrennenden Gartengnom hinterher, als wäre sie unschlüssig, wie sie beginnen sollte.
"Was ist los?", fragte Ginny ihre Freundin, da diese keine Anstalten machte das Wort zu ergreifen.
"Ich freue mich richtig, dass du dich wieder mit Harry vertragen hast.", sagte sie plötzlich scheinbar fröhlich und strahlte sie an.
Etwas verwirrt betrachtete Ginny Hermine eingehender. Sie sah so aus wie immer, doch der Ausdruck in ihren Augen war vor wenigen Sekunden noch traurig und nachdenklichgewesen. Das hatte sie nicht verbergen können, obwohl sie den Blick abgewandt hatte.
"Äm, ja ich auch.", lachte Ginny in der Hoffnung die Stimmung etwas aufzulockern. In der Tat erschien nun ein echtes Lächeln auf Hermines Gesicht. "Aber desegen willst du doch nicht mit mir reden, oder?"
"Es geht um Ron.", seufzte die Hermine schließlich. "Du weißt, ich stelle ungern Behauptungen auf, die ich in keiner Weise beweisen kann, aber-"
"Schieß endlich los!"
"Ich hab das Gefühl, er hat Kontakt mit Lavender und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll."
Ginny musste sich ein Lachen verkneifen und hoffte, dass sie keine Miene verzog. Der Gedanke an Rons Exfreundin war aber einfach zu komisch. In ihrem vergangenen Jahr hatte Ron eine Art Knutsch-Beziehung mit Lavender Brown angefangen, nachdem sie, Ginny, ihn damit aufgezogen hatte, dass er noch keine Freundin gehabt hatte. War ihm Recht geschehen, er hatte sich als großer Bruder aufspielen wollen und das hatte sie sich nicht bieten lassen. Dass Hermine tierisch eiferschtig gewesen war und sogar mit Zacharias Smith ausgegangen war, um es Ron heimzuzahlen, war zwischen Harry und ihr lange ein Lacher gewesen.
"Wie kommst du darauf?"
"Er schreibt ständig irgendwelche Briefe und will mir nicht sagen, an wen."
"Aber wie kommst du darauf, dass es ausgerechnet Lavender ist? Also, wenn er dich betrügen würde, dann bestimmt nicht mit ihr! ", rief Ginny lachend aus. Unwillkürlich musste sie daran denken, wie Lavender immer Won-Won durch den ganzen Gemeinschaftsraum gerufen hatte.
"Pssssssssst", zischte Hermine vorwurfsvoll und schaute sich hektisch um, um sicher zu gehen, dass niemand Ginny gehört hatte.
"Entschuldige. Jetzt mal im Ernst: Er würde dich nie betrügen! Es hat lange genug gedauert, bis ihr endlich zusammengefunden habt. Da sucht der sich doch nicht gleich 'ne andere!", erklärte Ginny ihrer Freundin, die von Ginnys Gelächter entmutigter denn je wirkte.
"Ich hoffe, du hast Recht.", sagte diese wieder seufzend.
"Lass uns mal sehen, was die Jungs machen.", meinte Ginny, zog Hermine mit sich hoch und schob sie vor sich ins Haus, in der Hoffnung sie aufmuntern zu können.

Als sie das Wohnzimmer betraten, sahen sie wie Harry und Ron lauthals lachend die Hände einschlugen und sich vielsagende Blicke zuwarfen.
Mit hochgezogenen Brauen sah Ginny zu Hermine, die mit skeptischer Miene neben ihr stand.
Rons Verhalten war in der Tat merkwürdig und sie würde ihn beobachten müssen.
Ginny ließ sich auf Harrys Schoß gleiten, während Hermine sich mit finsterer Miene neben Ron niederließ.
Es war erstaunlich, wie leicht sich alle ihre Probleme in Luft aufgelöst hatten. Sie hatte sich mit Harry, ihrer Mutter und wieder vertragen. Jade war nie lange zickig, die würde schon wieder auftauchen. Es ging ihr plötzlich wieder so gut, dass sie sich sogar mit den Problemen anderer beschäftigen konnte.
"Harry und ich werden heute Abend weggehen.", erzählte Ron. "Harry will mir eine Muggelkneipe in London zeigen."
"Woher kennst du Muggelkneipen?", fragte Ginny ihren Freund interessiert. Er war zwar bei Muggeln aufgewachsen, dennoch konnte sie sich nicht vorstellen, dass er mit denen in eine Kneipe gegangen war. Schon gar nicht als Kind.
"Ach, du musst auch nicht immer alles wissen.", meinte Harry grinsend und drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen, als er merkte, dass sie etwas entgegnen wollte.
Ginny warf Hermine einen skeptischen Blick zu, den diese erwiderte. Die beiden Freunde schienen tatsächlich etwas auszuhecken und für sie stand es fest - für Hermine sicher auch - dass sie es sehr wohl wissen sollten.

Nachdem die beiden Freunde einige Stunden später den Fuchsbau verlasen hatten, saß Ginny mit Hermine in ihrem Zimmer, um die Lage zu besprechen.
"Glaubst du mir jetzt, dass etwas nicht stimmt?", fragte Hermine mit hochgezogenen Augenbrauen. Anscheinend war das Verhalten ihrer beiden Freunde für sie eindeutig gewesen.
"Ja, da ist wirklich was im Busch.", räumte Ginny ein. "Vor allem scheint Harry Bescheid zu wissen."
"Das war doch wohl zu erwarten!", schnaubte Hermine, verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich auf dem Stuhl zurück.
"Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er Ron unterstützen würde, dich zu betrügen.", sagte Ginny skeptisch. Ron war zwar sein bester Freund, doch Harry hatte einen ziemlichen Gerechtigkeitssinn. Meistens jedenfalls.
"Sollen wir ihnen hintergehen?", schlug Hermine vor. "Dann erfahren wir ja, was sie treiben."
"Ich finde, wir sollten lieber ausnutzen, dass Ron nicht Zuhause ist und in seinem Zimmer herumschnüffeln.", antwortete Ginny. "Vielleicht trinken sie ja wirklich nur ein paar Bier in einer Muggelkneipe. Dann hätten wir sie umsonst verfolgt und nicht erfahren, was sie vorhaben. In seinem Zimmer finden wir bestimmt irgendwas."
Hermine schien eine Weile über Ginnys Vorschlag nachzudenken. Sie hatte die Sturn gerunzelt und zupfte an ihrer Unterlippe.
"Okay", sagte sie schließlich entschlossen nickend.

In Rons Zimmer herrschte das übliche Chaos. An den Wänden hingen seit Jahren die selben orangen Poster der Chudley Cannons, Rons Lieblingsquidditchmannschaft, das ebenfalss in orange bezogene Bett war ungemacht, auf dem Boden stapelten sich seine Schulbücher und diverse alte Comichefte, in der er bestimmt sein Jahren keinen Blick geworfen hatte. Auf der Fensterbank lag Pigs Käfig, doch die kleine Eule war offensichtlich ausgeflogen.
"Oh mann!", stöhnte Ginny. Ihr Bruder war wirklich unmöglich. Einen krasseren Gegensatz zu Hermine konnte man kaum bilden.
"Ich hab ihm angeboten ihm beim Aufräumen zu helfen, aber er wollte nicht.", lachte Hermine. "Er meint, er lebte gerne in seinem, Zitat: organisierten Chaos."
"Na dann." Ginny schritt herüber zum Nachtschränkchen und zog die oberste Schublade auf. Darin fanden sich Taschentücher, mehrere kaputte Federkiele, eine Tüte aus dem Honigtopf, dem Süßigkeitenladen in Hogsmeade, einige Zauberfroschkarten und sein alter durchgebrochener Zauberstab.
"Er scheint seine Habe lieber auf dem Boden aufzubewahren.", meinte Hermine trocken über ihrer Schulter.
"Ginny schob die Schublade wieder zu und widmete sich der nächsten, während ihr Freundin sich des Schranks annahm.
In den weiteren zwei Schubladen fand sich auch nichts interessanteres, als in der ersten, abgesehen von einem beißenden Kästchen, das ihr den Finger schmerzhaft einklemmte.( Wo war Jade, wenn man sie einmal brauchte?) Auch Hermine konnte im Schrank nichts finden, was auch nur ansatzweise Rons merkwürdiges Verhalten erklären würde. Sie durchwülten noch eine Komode, seine Bücher, eine Kiste, die hinter der Tür stand. Nicht merkwürdiges oder verdächtiges. Keine Hinweise auf Lavender.
"Hm, hier scheint nichts zu sein. Wir haben überall nachgesehen.", sagte Hermine schließlich niedergeschlagen.
"Nein, an einer Stelle haben wir noch nicht nachgeguckt.", widersprach Ginny und kniete sich hin, um unters Bett zu sehen.
"Was soll da schon sein, außer Staub und verlorene Socken?", fragte Hermine zweifelnd.
Ginny beförderte einen alten Pappkarton ans Tageslicht, der aussah, als wäre er viele Male geöffnet und geschlossen worden.
Schweigend öffnete sie den Karton; Hermine ließ sich mit gespannter Miene neben ihr auf dem Boden nieder.
Der Karton war gefüllt mit lauter Briefen und Fotos. Harry, Hermine und Ron lachten und winkten ihnen von vielen Schnappschüssen zu, auf einigen sogar Ginny selbst. Angesichts eines Fotos, das Harry und sie kuschelnd in einem Sessel im Gemeinschaftsraum der Gryffnidors zeigte, musste sie lächeln. Sie hatten gar nicht mitbekommen, dass sie fotografiert worden waren.
"Das hat Colin Creevy gemacht.", meinte Hermine mit Blick auf das Foto und wandte sich einer Aufnahme zu, die Ron, Harry und sie im ersten Schuljahr zeigte.
"Oh, wie süß!", quitschte Ginny und riss ihrer Freundin das Bild aus der Hand. Da standen ihre beste Freundin, ihr Bruder und ihr Freund unschuldig grinsend, elfjährig, noch keine Ahung, was sie in den folgenden Jahren erwarten würde. "Oh mann, ich war sofort hin und weg von ihm.", erinnerte sie sich. Gearadezu albern hatte sie sich ihm gegenüber benommen.
"Da sind eine Menge Briefe drin.", bemerkte Hermine und begann weiter in der Kiste zu kramen.
"Was haben wir denn da?"
Hermine hatte einen großen Umschlag aus der Kiste gezogen, auf dem eindeutig eine Mädchenschrift zu erkennen war. Es handelte sich weder um Hermines, noch um Ginnys.
"Da bin ich ja mal gespannt.", murmelte Hermine und versuchte den Briefumschlag zu öffnen. Plötzlich erschienen kleine Zähne am Rand der Lasche und vertieften sich in Hermines Finger. Entsetzt sprang diese auf und fuchtelte hektisch mit der Hand in der Luft herum, scheinbar hoffend, dass der Umschalg so loslassen würde. Doch scheinbar schien der Umschlag seine Zähne nun noch tiefer in Hermines Haut zu versenken, denn sie begann immer lauter zu kreischen.
"Warum beißt hier denn alles?", fragte Ginny erschrocken und holte ihren Zauberstab heraus, jedoch unschlüssig wie sie Hermine helfen konnte und wie sie dies überhaupt schaffen sollte, wenn sie so herumfuchtelte.
In diesem Augenblick packte Hermine entschlossen den Umschlag, riss ihn von ihrer Hand und warf ihn im hohen Bogen wieder in die Kiste.
Sofort stürtze Ginny sich auf sie, klappte den Deckel zu und schob die Kiste zurück unter Rons Bett.
"Lass uns verschwinden.", sagte Hermine, ihren Finger vorsichtig bewegend, als wäre sie nicht ganz sicher, ob er noch funktionierte.
"Gute Idee.", stimmte Ginny zu und eilig verließen sie Rons Zimmer.


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