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Fanfiction

Guardians and Butterflies - Erwischt und Entwischt!

von angeltear

@ Buffy66: genau jetzt ;)

@ Emmily Green: Dankeschön! Wer sagt denn, dass Ron das gemacht hat...?

@ C.Potter: *aufkeuch* argh, danke, wie peinlich! naja, Fehler behoben!

@ sunshine16: Danke für deinen langen Kommi! Sowas freut mich sehr! Jaja, Ron ist schon ein komischer Vogel...^^


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hermine und Ginny stürmten gerade die Treppe herunter, als sie den Kamin rauschen und die Jungs laut lachen hörten.
"Das war knapp!", wisperte Hermine kurz bevor sie das Wohnzimmer betraten.
Harry und Ron hatten sich in zwei Sessel fallen lassen und der Art ihres Lachens nach zu schließen, amüsierten sie sich über etwas ziemlich schmutziges.
Die Mädchen wechselten einen Blick mit hochgezogenen Brauen.
"Na, hattet ihr einen schönen Abend?", fragte Ginny vom Türrahmen aus.
Schlagartig hörten die beiden auf zu lachen und wanden sich mit unschuldiger Miene ihren Freundinnen zu.
"Aber sicher!", lallte Ron. "Diese Muggel wissen echt, wie man richtig feiert!"
"Hab's dir doch gesagt, Mann!", meinte Harry, ebenso lallend und fuchtelte gebieterisch mit dem Zeigefinger vor Rons Nase herum.
"Das müssen wir unbedingt öfter machen, nachdem du Du-weißt-schon-wen abgemurkst hast!", sagte Ron und starrte mit angestrengter Miene auf seinen besten Freund, als könne er ihn nicht richtig erkennen.
"Auf jeden Fall!", pflichtete dieser ihm bei warf sich in die Brust.
An der Tür Ginny sich nicht länger das Lachen verkneifen und brach in schallendes Gelächter aus. Wie von dem lauten Klang ihrer Stimme ernüchtert, starrten die beiden Jungen sie nun entgeistert an. Angesichts des verdutzen Gesichts ihres Bruders, verlor Ginny die letzte Selbstbeherrschung und musste sich nun den vom Lachen schmerzenden Bauch halten. In gebeugter Haltung steuerte sie auf Harry zu, um sich rittlings auf seinen Schoß niederzulassen.
"Ihr seid so süß!", lachte sie und zog ihn am Kragen für einen langen Kuss zu sich.
Als sie sich von ihm löste, sah sie, dass Hermine und Ron verschwunden waren.
"Wo sind die beiden hin?", fragte sie verwundert. Hermine war doch gerade noch neben ihr gewesen.
Harry ließ ein künstlichen Hüsteln hören, das irgendwie wie nach einem nicht jugendfreien Ausdruck klang.
Ginny stieß lachend den Ellbogen in seine Rippen. Ginny bezweifelte sehr stark, dass Hermine jetzt mit Ron intim werden würde, denn erstens: war er antrunken und zweitens, was viel schwerer wog: dachte sie, dass er sie betrog. Nein, da würde bestimmt nichts laufen.
Harry griff in ihren Nacken und zog ihre Lippen wieder an seine. Trotz des Geschmacks von Bier, konnte sie nicht anders als ihn zurückzuküssen. Der Kuss dauerte an und wurde immer leidenschaftlicher, sodass ihr ein Schauer über den Rücken lief. Ihm nah zu sein, war so berauschend, dass sie das Gefühl hatte einen viel zu großen Schluck Feuerwhisky genommen zu haben. In seinen Armen zu sein erschien ihr so richtig; ein solches Gefühl hatte sie nie zuvor bei einem Jungen verspürt.
Sie spürte wie Harry seine Hand langsam unter ihr Top schob und gegen ihr Kreuz drückte, um sie näher an sich heranzuziehen. Plötzlich war ihr sehr heiß. Sie legte die Arme um seinen Hals und versenkte ihre Hand in seinem wie üblich wirren Haar.
Ginnys Verstand war kurz davor sich zu verabschieden, als plötzlich die Wohnzimmertür aufflog.
Wie von der Tarantel gestochen fuhren Harry und Ginny auseinander und starrten einen versteinert im Türrahmen stehenden Ron an.
Ginny setzte sich wieder eingermaßen gesittet auf die Sesselehne und sagte: "Ah, Ron, wir haben uns schon gewundert, wo ihr hin seid."
Ron schien einen Moment mit sich zu ringen, ob er auf den Ablenkungsversuch eingehen oder die Sache ansprechen sollte, entschied sich aber für ersteres.
"Hermine ist plötzlich weggegangen und ich bin ihr hinterher.", erklärte er mit verwirrtem Ausdruck im Gesicht, als könnte er das alles nicht fassen. "Aber sie hat sich im Badezimmer eingeschlossen und will nicht mit mir reden. Weißt du was sie hat?"
"Keine Ahnung.", log Ginny prompt. Das würde Ron schon selbst herrausfinden müssen.
"Also, ich geh dann jetzt ins Bett.", meinte er mit niedergeschlagener Stimme und zuckte die Achseln, bevor er das Wohnzimer verließ und die Tür hinter sich schloss.
"Oh, mann, war das peinlich!", kam es von Harry, der die letzten Augenblicke geschwiegen hatte und er klatschte seine Hände vors Gesicht.
"Allerdings.", stimmte Ginny ihm ärgerlich zu. Von allen Momenten musste Ron ausgerechnet in so einer Situation hereinplatzen! Das war wirklich typisch!
"Jetzt bin ich wieder nüchtern.", bemerkte Harry lachend Ginny lachte mit ihm. "Ich glaube, ich geh auch besser ins Bett."

Als sie die Treppe emporstiegen, begegnten sie ihrer Mutter, die mit zuckersüßer Stimme fragte, ob Ginny nicht mal wieder in ihrem eigenen Bett schlafen wolle. Allen war klar, dass dies keine Frage war.
In ihrem Zimmer war das Licht ausgeschaltet und Hermine lag auf der Matratze vor Ginnys Bett.
"Hermine, bist du noch wach?"
Doch sie schien bereits zu schlafen.

Mitten in der Nacht schreckte Ginny aus einem Albtraum auf und stellte fest, dass sie geschwitzt hatte. Ein Blick auf ihren Wecker verriet ihr, dass es fast halb vier war. Ihr Herzschlag beruhigte sich allmählich wieder und erst jetzt merkte sie, dass ihr Herz gerast hatte. Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn und versuchte sich daran zu erinnern, wovon sie geträumt hatte. Tom Riddles Tagebuch war in dem Traum vorgekommen. Als sie es aufgeschlagen hatte, war Toms Kopf daraus hervorgeschnellt und hatte in ihren Finger gebissen. Konnte er nicht einmal ihren Träumen fernbleiben? Wie lange sollte sie ihn noch im Schlaf sehen? Wie er sie jagte, auf sie einredete? Du bist schwach, flüsterte er. Niemand liebt dich. Du bist schwach.
Entschlossen diese Gedanken zu vertreiben, schüttelte sie den Kopf und ließ sich wieder auf ihr Kissen sinken.
Sie lag lange mit offenen Augen wach bis sie endlich einschlief.

Am nächsten Morgen war Hermine schon wach, als Ginny erwachte. Sie saß aufrecht auf der Matratze und starrte gedankenverloren vor sich hin.
"Hermine?"
"Wenn ich nur wüsste, was das für ein Brief ist.", sagte Hermine, noch immer auf ihre Bettdecke starrend.
Zunächst sah Ginny sich suchend im Raum um, in der Erwartung eine Eule zu sehen, die einen Brief gebracht hatte. Dann fiel ihr der beißende Umschlag aus Rons Zimmer wieder ein.
"Ron hat den Briefumschlag bestimmt nicht selbst verhext, das ist viel zu hohe Magie für ihn. Bestimmt kann nur er den Umschlag öffnen. Aber wer schickt ihm einen Brief, den keiner lesen soll?", redete Hermine einfach weiter, als interessierte es sie gar nicht, ob Ginny überhaupt zuhörte.
Stirnrunzelnd erhob Ginny sich aus dem Bett und verließ das Zimmer, um ins Bad zu gehen. Sie hatte sich gerade auf der Toilette niedergelassen, als plötzlich ein plopp zu hören war.
"Jade!", zischte Ginny entsetzt. Schnell sprang sie auf und zog sich wieder an. "Spinnst du? Was soll das!?"
"Was ist denn das für eine Begrüßung!", schnaubte Jade gespielt entrüstet und verschränkte die winzigen Ärmchen vor der Brust. "Endlich bist du mal alleine! In letzter Zeit krieg ich dich wirklich kaum noch zu fassen!"
"Wie bitte? Wie lange bist du denn schon wieder da?", fragte Ginny überrascht. Sie war so verblüfft, dass sie vergaß Jade böse zu sein, weil sie ihr im Badezimmer erschienen war.
"Ich war nie weg!", prustete Jade lachend.
"Warum hab ich mir dann ständig wehgetan?", fragte Ginny ungläubig und stemmte die Hände in die Hüften.
"Ich war 'ne Weile sauer und hab dich bei ein paar Kleinigkeiten nicht gerettet. Wäre ich wirklich weg gewesen, wärst du jetzt bestimmt platt wie eine Flunder!"
"Und ich hab mich schon gefreut, dass die Unfälle wieder weniger geworden sind!", meinte Ginny grinsend. Sie war erleichtert, dass die Kleine nicht mehr sauer auf sie zu sein schien. Irgendwie hatte sie sie sogar vermisst.
"Besonders lustig war es gestern Abend.", spottete Jade nun und imitierte mit ihrer Zunge eine Schlabberbewegung und machte schlürfende Geräusche.
Entsetzt bewarf Ginny den Schutzengel mit einer Rolle Toilettenpapier, die auf der Fensterbank stand. Geschickt wich sie dieser aus und streckte Ginny die Zunge heraus.
"Ich lass dich dann mal in Frieden.", meinte Jade und verschwand wieder.
Kopfschüttelnd zog Ginny ihre Schlafanzughose wieder hinunter und setzte sich auf die Toilette.

Beim Frühstück ging es ungewöhnlich leise zu. Hermine kaute lustlos an ihrem Toast, während sie den Tagespropheten las und Ron warf ihr immer wieder verstohlene Blicke zu. Er fragte nicht einmal, ob irgendjemand gestorben war, den sie kannten. Sogar Harry war sehr still und lächelte Ginny nur hin und wieder an, wobei er allerdings aussah, als säße er auf einem Knallrümpfigen Kröter, der drohte zu explodieren. Was war nur mit allen los?
Da sie wusste, was Hermine und Ron bedrückte, nahm sie sich vor ersteinmal zu ergründen, was Harry hatte, wenn sie allein waren.
Als sie aufgegessen hatten und sich erhoben, nahm Ginny Harrys Hand und wollte ihn mit sich in ihr Zimmer ziehen, doch am Treppenabsatz blieb er plötzlich stehen.
"Sorry, Ginny, aber ich-", er brach ab, wandte sich, den Blick senkend, ohne weiteren Kommentar ab und ging in den Garten.
Ginny stand, so kam es ihr vor, wie ein begossener Pudel im Flur und starrte ihm nach. Was war gerade passiert? Warum wollte Harry nicht mit ihr reden, sie nicht bei sich haben? Er hatte sich immer an sie gewandt, wenn er Trost brauchte. Warum also nicht diesmal? Auch er liebt dich nicht, flüsterte Tom.
Das leise popp riss sie aus ihren Gedanken.
"Was war das denn?", fragte Jade und klang ebenso entgeistert wie Ginny sich fühlte.
"Ich weiß nicht.", antwortete Ginny mit heiserer Stimme. Plötzlich stieg ein mulmiges Gefühl in ihr auf. Hatte er plötzlich bereut, sich mit ihr vertragen zu haben?
"Warte einfach ein bisschen ab, er kommt bestimmt von allein zu dir und entschuldigt sich.", meinte Jade beruhigend."Du kennst ihn ja.", fügte sie hinzu und tippte schielend mit dem Zeigefinger an ihre Schläfe.
Ginny lachte zittrig und versuchte die aufkommende Angst wieder zu verdrängen. "Ich werde mal sehen, was Hermine macht.", sagte sie schließlich und stieg die Treppe hinauf, um nach ihrer besten Freundin zu suchen. Sie würde nicht panisch werden.

Am frühen Abend saß Ginny im Wohnzimmer und spielte mit Hermine Zauberschach. Sie waren beide so unkonzentriert, dass die Partie sich bereits über eine Stunde gezogen hatte und noch immer war keine Gewinnerin in Aussicht. Hermine sah sie zwar hin und wieder beruhigend an, obwohl sie selbst unruhig war, sagte aber sonst weiter nichts. Sie war, wie Jade der Meinung, dass sie sich keine Sorgen machen musste. Doch Ginny hatte ein ungutes Gefühl.
Sie hatte Jades Rat befolgt: seit dem Frühstück hatte sie Harry nicht mehr gesehen und auch nicht nach ihm gesucht. Wahrscheinlich flog er auf seinem Feuerblitz umher und dachte nach. Den ganzen Tag hatte sie gehofft, dass sich gleich die Tür öffnen und er hineinkommen würde. Mit einem schuldbewussten Ausdruck auf dem Gesicht und einer Entschuldigung auf den Lippen. Doch er war nicht gekommen.
Ron war in seinem Zimmer und Hermine war sich ziemlich sicher, dass er wieder einen Brief schrieb. So sehr Ginny sich am Tag zuvor noch dafür interessiert hatte, wem Ron wohl so viele Briefe schrieb, so wenig scherte sie sich nun darum. Sie wartete nur auf Harry.
"Sag mal, wo ist eigentlich Harry?", fragte ihre Mutter, als hätte sie ihre Gedanken gehört, als sie ins Wohnzimmer kam, um sie um Hilfe beim Abendessen zu bitten.
"Keine Ahnung.", antworeten Hermine und sie unisono. "Hat er nichts gesagt?", fragte Ginny überrsascht. Es sah Harry nicht ähnlich einfach zu verschwinden ohne jemandem Bescheid zu sagen. Zumindest nicht in diesen gefährlichen Zeiten; er wusste, dass ihre Mutter vor Sorge sterben würde.
"Ich habe eigentlich gedacht, er hätte dir etwas gesagt.", antwortete diese ebenso überrascht wie Ginny zuvor.
Ginny schüttelte nur langsam den Kopf. Sie hatte das Gefühl, dass ihr ein Gedanke kam, sie ihn aber noch nicht erkennen konnte.
Sie sah ihre Mutter weiterhin wortlos an, als in ihrem Gehirn etwas einrastete. Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag.
"Oh, nein", stöhnte sie und schlug die Hände vor den Mund.
"Was ist denn?", fragte ihre Mutter erschrocken und kam raschen Schrittes auf sie zu. Hermine hatte sich aus ihrem Sessel erhoben und starrte sie an.
"Er ist gegangen" Er ist einfach gegangen!", rief Ginny entgeistert und sprang auf. Dass sie dabei das Schachspiel umwarf und die Figuren über den Boden rollten, beachtete sie nicht. "Er hat es sich anders überlegt, deswegen hatte er so schlechte Laune!"
Ginny wusste nicht woher, aber sie wusste es. Harry war doch schon früher aufgebrochen als geplant.
Wie konnte er ihr das nur antun? Nachdem sie sich gerade erst versöhnt hatten und versucht hatten die wenige gemeinsame Zeit, die ihnen noch vergönnt war, zu genießen! Wie konnte er einfach gehen?
"Ach, Schwachsinn Ginny.", versuchte ihre Mutter sie zu beruhigen. "Er würde nicht einfach gehen, ohne sich zu verabschieden."
"Doch würde er!", keuchte Ginny. Sie alle kannten Harry doch gut genug! "Er denkt wieder, er wäre nobel! Er denkt, er macht es sich uns leichter, wenn er einfach geht!" Sie fuhr sich verzweifelt mit den Händen durch die Haare.
"Aber er würde nicht ohne Ron und mich gehen!", sagte Hermine und nahm ihre Hand, um sie beruhigend zu drücken. Doch Ginny riss sie los. Warum verstanden sie denn nicht? Harry war fort!
"Doch! Er denkt, es ist besser für euch, wenn er alleine geht! Ihr kennt ihn doch!" Sie begann immer panischer zu werden. Sie lief unruhig im Wohnzimmer auf und ab, weil sie es nicht ertragen konnte sich nicht zu bewegen und selbst ihre Mutter und Hermine schienen langsam einzusehen, dass sie Recht hatte.
"Das kann er doch nicht machen! Wir müssen ihn zurückholen!"
"Wie bitte? Er könnte überall sein. Wer weiß, wann er gegangen ist!", entgegnete Hermine mit einem für sie untypischen Gesichtsausdruck der Ratlosigkeit.
Ginny bedeckte ihr Gesicht mit ihren Händen und versuchte nachzudenken. Wie konnte sie ihn nur finden?
"Ich komme gleich wieder.", sagte sie und stürzte aus dem Raum, ohne auf die verblüfften Gesichter der anderen zu achten. Auf der Gästetoilette rief sie nach Jade.
"Auf gar keinen Fall!", sagte diese sobald sie erschienen war.
"Bitte, Jade, bitte!", flehte Ginny sie an; sie war ihre einzige Chance.
"Wenn dir in meiner Abwesenheit was passiert, rollt mein Kopf!"
"Was soll schon passieren? Ich bin Zuhause, Mum, Hermine, Ron sind da und Dad kommt auch bald nach Hause!"
Ginny begann hilflos mit den Händen zu fuchteln, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen. Sie musste albern und vollkommen lächerlich wirken, doch sie scherte sich nicht darum. Sie schien jegliche Kontrolle über sich verloren zu haben; die Angst Harry niemals wieder zu sehen benebelte ihr Hirn. Er liebt dich nicht, flüsterte Tom wieder.
"Mann, dein Angebeteter sitzt bestimmt nur irgendwo herum und fühlt sich besonders!"
Ginny ignorierte die Finte gegen Harry und sah Jade flehentlich an. "Er bedeutet mir so viel, Jade. Ich will ihn wenigstens noch bis Montag bei mir haben."
Jade seuftze tief, murmelte "Ich trommel ein paar Freunde zusammen, damit es schneller geht." und verschwand.
Erleichtert verließ Ginny die Gästetoilette und atmete tief durch. Alles würde gut werden. Jade würde Harry finden. Alles würde gut werden.

Es war bereits nach Mitternacht, als Ginny spürte, wie etwas an ihren Haaren zupfte und wusste, dass Jade zurück war.
"Ich geh' mal auf die Toilette.", sagte sie, stand auf und hinterließ ihre Eltern, Ron und Hermine besorgt am Küchentisch.
Sie hatte ihnen gesagt, sie sollten ihr vertrauen, weil sie wusste, wie sie ihn finden konnte. Zwar hatten sie neugierige Fragen gestellt, doch waren dann Ginnys Bitte nachgekommen ihr einfach zu vetrauen und hatten aufgehört zu fragen.
Sobald sie die Küchentür hinter sich geschlossen hatte, erschien Jade neben ihr. Sie sah aufgeregt aus.
"Er ist in London.", sprudelte sie los. "Im Haus seines Paten."
"Er ist am Grimmauldplatz?", fragte Ginny irritiert. Was wollte er dort?
"Ja, ganz sicher. Vielleicht solltest du hingehen.", sagte sie vage und verschwand, als die Tür aufging.
Rons Kopf lugte aus dem Spalt hervor. "Ginny?"
"Ich weiß, wo er ist.", meinte sie schlicht und stürmte ins Wohnzimmer an den Kamin. Alle folgten ihr.
"Was hast du vor, Ginny?", fragte ihr Vater besorgt. Er sah müde aus, doch seine Stimme klang klar und wach.
"Ich hole Harry zurück.", antwortete sie entschlossen und warf eine Prise Flohpulver in die Flammen, ohne ihre Familie weiter aufzuklären.
"Grimmauldplatz Nr.12", sagte sie deutlich, nachdem sie in den Kamin getreten war.


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