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Fanfiction

Guardians and Butterflies - Wendepunkt

von angeltear

@ ALL: Tut mir sehr leid, dass das alles so lange gedauert hat! Aber jetzt, wo ich meine Schaffenskrise überwunden habe, wird es wohl nicht wieder zu einer so langen Pause kommen! (Hoffe ich zumindest >.<)
Ich hoffe, ihr seid mir noch treu!
Naja, genug der Vorrede: Viel Spaß!

@ ~YIPPIE~ALBUS~: Danke! Hm, Harry tötet Snape? Wer weiß, lass dich überraschen^^

@ Buffy66: Dankeschön!!! Das Kapitel zu schreiben hat ja auch sehr viel Spaß gemacht^^
Naja, glaub nicht, dass das mit den heißen Szenen so bleibt (*extra eine neutrale Vormulierung wähl*)

@ sunshine16: Hey, danke! Ja, gespannt darfste auch sein ;)

@ bookworm-hermine93: Hey, danke und schön, dass du meine FF entdeckt hast und sie dir gefällt^^
Viel Spaß beim weiteren Lesen!

@ Turpin, Lisa: Hey, schön, dass du hergefunden hast! Danke fürs Lob, ich bin natürlich selbst der größte H/G- Fan überhaupt^^
Viel Spaß noch!

@ Gaby Longoria: Hey, Süße! Freut mich riesig, dass meine FF dir so gefällt!^^ Und vergleich mich bloß nicht mit Telenovelas! Ich schreibe hier niveauvolle Unterhaltung! ;)
Bis bald *schmatz*

@ Rapptor: Wow! Danke für das tolle Lob! *blush*
Ich beende hier mit deinen Entzug! Viel Spaß^^

@ *Fee*: Hey Süße, danke dass du den BETA-Job übernommen hast! Du bist mir ne große Hilfe! *knutsch*


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Harry schnaubte wütend und vergrub sein Gesicht in Am Frühstückstisch herrschte nachdenkliche Stille, jeder war in Gedanken, die der Zeitungsartikel ausgelöst hatte, versunken.
Ginny konnte den Gedanken, dass Harry, Hermine und Ron sie in nur zwei Tagen verlassen würden, nicht länger verdrängen. Sie würde den Rest des Sommers vollkommen alleine verbringen, während drei der ihr wichtigsten Menschen weit weg waren und ihr Leben riskierten. Sie hatten es zwar nie gesagt, aber Ginny spürte, dass sie etwas gefährliches vorhatten. Wieder stieg Angst in ihr auf. Was sollte nur werden? Wenn doch nur Bill wieder da wäre! Er würde sie verstehen. Doch ihren Lieblingsbruder würde sie wohl kaum alleine zu Gesicht bekommen, während Fleur wie ein altes Kaugummi an ihm klebte. Es würden sehr trostlose, kalte Ferien werden. Ohne Harry....
"Ginny"
Beim Klang seiner Stimme sah sie automatisch auf, um in seine Augen zu sehen, musste aber feststellen, dass er sie nicht ansah. Sie warf einen Blick auf Hermine und Ron, die beide übermäßig interessiert im Tagespropheten lasen.
"Könntest du uns vielleicht kurz alleine lassen? Es dauert auch nicht lange.", sagte Harry leise und mit sichtlichem Unbehagen, sah aber noch immer auf irgendetwas auf dem Tisch, statt in ihr Gesicht.
Mit einem Anflug von Enttäuschung stand sie auf, brachte ihren Teller zur Spühle und verließ wortlos die Küche.
Jetzt war es so weit. Die kurze sorglose Zeit, die sie gehabt hatten, seit Harry und sie sich wieder versöhnt hatten, war vorbei.
Nun würden sie beginnen ihre Abreise am Montag zu planen, da war sie überflüssig, unerwünscht.
Ihr Zimmer musste mal wieder aufgeräumt werden. Auf dem Boden lagen ihre und Harrys Kleidung vom Vortag verstreut, die Schranktür stand offen und ihr Schreibtisch verschwand fast unter den vielen leeren Verpackungen der Süßigkeiten.

Mit einem entnervten Seufzer machte sie sich daran das Chaos zu beheben. Sie faltete gerade Harrys Jeans als sie hinter sich das vertraute plopp hörte, doch sie wandte sich nicht um. Sie wusste genau, was Jade sagen würde. Das konnte sie jetzt gar nicht gebrauchen.
"Tu doch nicht so.", sagte die Kleine schließlich. "Du hast mich gehört."
"Was erwartest du von mir?", fragte Ginny, ohne Jade anzusehen.
"Du spielst hier die Hausfrau, während dein Typ unten mit den anderen über ernstes Zeug tuschelt und dich ausschließt.", erklärte Jade in ihrem üblichen Harry-ist-doof-Tonfall. "Du bist enttäuscht."
"Warum sollte ich enttäuscht sein? Das ganze ist doch nicht sonderlich überraschend."
"Hör auf, das Bett zu machen und guck mich an!", zischte Jade, offensichtlich regte Ginnys Verhalten sie auf.
Ginny ließ die Bettdecke aufs Bett fallen, wo sie sich wieder in einen zerwühlten Haufen verwandelte und wandte sich um, um Jade anzusehen.
"Erstens; du bist enttäuscht, weil sie dich mal wieder ausgeschlossen haben und zweitens; du bist enttäuscht, weil sie in zwei Tagen verschwinden.", sie machte eine dramatische Pause, sie liebte solche Ansprachen. "Ohne dich."
"Jade, spiel dich doch nicht immer so auf.", entgegnete Ginny. Sie hasste es, wie Jade sie immer analysierte und ihr dann ihre Beobachtungen unter die Nase rieb. Das Schlimmste daran war, dass sie meistens Recht hatte.
"Aha, ich habe also Recht.", folgerte sie und nickte besserwisserisch.
Jetzt platze Giny der Kragen; diese kleine Person trieb sie in den Wahnsinn.
"Nein, du hast nicht Recht!", giftete sie möglichst leise, damit niemand dachte, sie führte Selbstgespräche. "Wenn du es genau wissen willst, mache ich mir Gedanken darum, dass drei Personen, die mir sehr wichtig sind, in zwei Tagen wer-weiß-wo hingehen und wer-weiß-was für gefährliche Dinge tun werden und ich sie vielleicht nie wieder sehe!"
"Und dass sie dich nicht mitnehmen!"
Jade ließ nicht locker.
Genervt winkte Ginny ab und warf sich frustriert mit dem Rücken aufs Bett und starrte an die Decke.
Jade war wirklich nervig. Natürlich wünschte sie sich, sie könnte die anderen begleiten, aber nicht aus dem Grund, den Jade vermutete. Jade dachte, sie wollte sich nur nicht ausgeschlossen fühlen, doch sie war nicht so kindisch. Was sie viel mehr wurmte, war, dass man ihr nicht die Chance geben wollte zu helfen, sich zu beweisen, als wäre sie ein Baby, das übermäßigem Schutz bedurfte.
"Dein Schatzi kommt.", sagte Jade mit jeder menge Sarkasmus in der Stimme und verschwand wieder.
Sekunden später klopfte es an der Tür und Harry kam herein.
"Hey.", sagte er.
"Hey."
Er durchschritt das Zimmer und lehnte sich lässig an den Schreibtisch, auf dem sich immer noch der Müll türmte. Sie setzte sich auf und sah auf ihre Hände. Die Haut war trocken; sie musste sie wieder regelmäßiger eincremen. Es herrschte betretene Stille. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich irgendwie nichts zu sagen hatten, doch bisher war diese Stille nie unangenehm gewesen. Als Ginny schließlich den Blick hob, um Harry anzusehen, bereute sie es sofort. Er betrachtete sie aufmerksam und sie wusste, dass er sie durchschaut hatte.
Er drückte sich mit den Händen vom Tisch ab und hockte sich im Schneidersitz vor sie auf den Boden.
Sie wollte sich seinem Blick entziehen, doch sie konnte ihre Augen nicht von seinen lösen. Mit ernstem Blick sah er zu ihr hinauf, sagte jedoch nichts, als müsste er seine Worte erst noch zurechtlegen. Er griff nach ihrer Hand und sie zog sie nicht weg; ihre Hände passten perfekt ineinander. Er räusperte sich.
"Ich habe in den letzten Tagen wirklich versucht die ganze Sache zu verdrängen und es von uns fernzuhalten, damit-" Er unterbrach sich, wusste offenbar nicht, wie er sich ausdrücken sollte. "Damit unsere letzte, nein vorläufig letzte Woche, nicht ruiniert wird."
Ginny bemerkte, dass er sehr unsicher war und unter anderen Umständen hätte sie vielleicht versucht ihm zu helfen, ihm etwas Last zu nehmen. Aber nun war sie enttäuscht und gespannt, was er ihr zu sagen hatte.
"ِAllerdings war das nicht ganz so einfach wie ich gedacht habe", fuhr er fort. "Vorgestern ist mir das klar geworden."
Sie dachte zurück an Harrys Verschwinden vor zwei Tagen und wie sie ihn vollkommen aufgelöst in London gefunden hatte. Sie hatte doch gewusst, dass er unmöglich wieder auf der Höhe sein konnte .
"In zwei Tagen werden wir aufbrechen und ich weiß nicht, wie lange wir weg sein werden oder ob wir überhaupt zurückkehren. Aber langsam wird es ernst, das hat mir der Zeitungsartikel wieder in Erinnerung gerufen. Ich weiß, dass das auch für dich hart ist und das allerletzte, was ich tun will, ist dir noch einmal wehzutun. Es macht keinen Sinn so tun, als würde ich dir nicht wehtun, wenn ich weggehe."
Nun senkte er doch den Blick und sah auf ihre Hände, die ineinander auf ihrem Schoß lagen.
"Aber ich kann nicht so tun, als würde ich nicht hoffen, dass du trotzdem auf mich warten wirst." Er sah wieder auf und sein Gesichtausdruck hatte fast etwas Bettelndes.
Ginny spürte, wie sie unter seinem besorgen Blick dahinschmolz, wie ihre innere Abwehr sich langsam zurückzog. Sie ließ sich vom Bett gleiten und lehnte sich mit dem Rücken daran. Als wüsste er genau, dass sie ihn nun nicht mehr abweisen würde, zog er sie an den Waden näher zu sich und sah tief in ihre Augen. Ginnys Herz schlug so heftig, dass sie glaubte, es müsste jeden Augenblick ihren Brustkorb sprengen. Warum konnte sie ihm nicht widerstehen? Weil sie sich bewusst war, dass sie ihn in den nächsten Tagen vielleicht zu letzten Mal sehen würde? Oder weil er einfach Harry war?
Einige Augenblicke hielten sie ihren Blickkontakt, bevor Harry seine Augen schloss und sie küsste. Alles schien sich zu drehen, als reiste sie mit Flohpulver, nur dass ihr nicht schlecht wurde, ganz im Gegenteil. Harry löste schließlich seine Lippen von ihren, um sein Gesicht in ihrem Hals zu vergraben.
Sie schmiegte ihre Wange an seine Schläfe. Sein Haar roch nach ihrem Shampoo, das er gestern nach ihrem Besuch im Freibad benutzt hatte. "Ich rieche nach meiner Traumfrau" hatte er gelacht.
"Ich will dich nicht verlassen.", flüsterte er nun und hauchte einen Kuss auf ihren Hals.
"Dann lass mich mit dir kommen.", wisperte sie zurück, ohne zu überlegen.
Ruckartig hob er den Kopf und sah sie entsetzt an.
"Nein!"
"Was? Warum nicht?" Ginny sprang, überrascht von seiner heftigen Reaktion, auf.
Nun erhob auch er sich und fuhr sich mit den Händen durch seine ohnehin verstrubbelten Haare.
"Du willst mich einfach nicht verstehen!", behauptete er, seine Stimme hatte sich gehoben. "Du weißt doch genau, dass du nicht mitkommen kannst!"
"Warum brüllst du denn jetzt schon wieder so herum?", fragte sie und versuchte selbst nicht die Stimme zu erheben und ihre Frage somit lächerlich zu machen.
"Tu ich doch gar nicht!", brüllte er und stockte; nun hatte er es bemerkt. Er schloss die Augen und zog scharf Luft ein, um sich zu beruhigen.
"Ginny", sagte er in betont ruhigem Tonfall. "Ich habe dir schon gesagt, dass es gefährlich genug ist, wenn du überhaupt mit mir zusammen bist! Überleg mal, was es bedeuten würde, mich zu begleiten!"
"Aber für Ron und Hermine ist es nicht zu gefährlich, oder wie?"
"Bei den beiden ist es etwas anderes. Sie haben mich seit der ersten Klasse unterstützt und sie haben immer mit mir gekämpft. Sie wissen, was auf sie zukommt."
"Tu doch nicht so, als hätte ich keine Ahnung! Wer hat denn mit dir im Ministerium mit dir gekämpft? Wer hat vor ein paar Wochen gegen die Todesser gekämpft? Nicht nur Ron und Hermine!"
Ihr bettelnder Tonfall gefiel ihr überhaupt nicht, denn eigentlich hatte sie wütend klingen wollen. Harry hatte damit keinerlei Probleme,er würde bestimmt wieder explodieren und die ganze Familie würde alles mithören können.
Doch statt sie zornig anzufahren, kam er plötzlich wieder auf sie zu und fasste sie an den Schultern. Die sanfte Berührung passte überhaupt nicht zu ihrer aggressiven Diskussion.
"Die beiden sind einfach schon zu tief drin, als dass sie jetzt aussteigen könnten, verstehst du?" Sein Blick zuckte unruhig zwischen ihren Augen hin und her, als suchte er sie nach einer Reaktion auf seine Worte ab. Doch Ginny war viel zu überrascht um zu antworten. Warum war er plötzlich so ruhig? War das immer noch der aufbrausende harry, den sie kannte?
"Die beiden wissen so viel, dass es nicht ganz... gesund ist. Ich möchte dich nicht da reinziehen." Seine Stimme war immer leiser geworden und war nun fast nur noch ein Flüstern. "Ich könnte nicht damit leben, wenn dir etwas passiert."
Ginny ignorierte den Kloß in ihrem Hals und aus irgendeinem Grund flüsterte auch sie.
"Aber mir kann auch hier oder sonstwo etwas passieren." Dass sie einen Schutzengel hatte und es somit eher unwahrscheinlich war, dass ihr etwas schreckliches passierte, konnte sie ihm ja nicht sagen.
"Ich weiß, aber-", er zögerte. Seine Hand wanderte von ihrer Schulter über ihren Hals und kam an ihrem Kiefer zur Ruhe, wo er mit dem Daumen langsam über ihre Wange strich. "Wenn ich dich mitnehmen würde und dir dann etwas passieren würde, dann wäre das meine Schuld. Das könnte ich nicht ertragen."
Sie hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Sprachlos sah sie in seine traurigen Augen und fragte sich, wie sie das entkräften könnte, aber ihr wollte nichts einfallen.
"Bitte sag, dass du mich nicht egoistisch findest.", bat er wieder mit diesem besorgten Gesichtausdruck.
"Nein, du bist nicht egoistisch.", sie schüttelte heftig den Kopf. Er sollte nicht denken, dass sie seine Gefühle verurteilte. Sie konnte ihn verstehen; er hatte einfach zu viele ihm wichtige Menschen verloren. Sie wusste, dass sie sich ihm unter diesem Umständen auf keinen Fall aufzwingen konnte. Dass sie geglaubt hatte, dass er ihr es nicht zutraute ihn zu begleiten, erschien ihr plötzlich vollkommen lächerlich. Sie hätte wissen müssen, dass er seine Gründe haben musste.
Mit einem erleichterten Seufzen zog er sie in seine Arme und drückte sie fest an sich. Sie schlag die Arme um seine Taille und klammerte sich ebenfalls fest an ihn, um jede Distanz zwischen ihnen zu überwinden. Sie konnte spühren, wie sein Herz in seiner Brust schlug und schloss, nun entspannter, die Augen.
Nach einer Weile beschleunigte sein Herzschlag sich plötzlich, sie schlug die Augen wieder auf und wollte den Kopf heben, um ihn anzusehen, doch er hielt sie so fest in der Umarmung, dass sie sich nicht rühren konnte.
Gerade wollte sie fragen, was los war, als er sprach.
"Ich liebe dich.", flüsterte er.
Ginnys Herzschlag setzte aus und nahm dann einen Rhythmus an, der an ein galloppierendes Pferd erinnerte. Wie konnte er sie nur innerhalb so weniger Minuten zweimal so sehr überraschen, dass sie vollkommen sprachlos war?
"Ich liebe dich auch."
Es dauerte einen Augenblick bis sie begriff, dass diese Worte aus ihrem Mund gekommen waren. Sie war erschrocken darüber, dass ihr die Worte so leicht über die Lippen gekommen waren, wo sie sich doch sonst immer gehütet hatte sie auszusprechen. Doch an dem warmen Gefühl, das sich in ihrer Brust ausbreitete, erkannte sie, dass sie wahr waren; sie liebte Harry.
Er lockerte den Griff um ihre Schultern führte wieder eine Hand unter ihren Kiefer, um ihr Kinn zu heben und sie zu küssen. Als ihr langsam schwindelig wurde, zog sie ihn am Kragen mit sich zum Bett und ließ sich fallen. Er landete lachend auf ihr.
"Heute und Morgen gehöre ich nur dir.", sagte er.

Den Rest des Tages verbrachten sie aneinandergekuschelt im Bett, ab und zu unterbrochen von Ron und Hermine oder Ginnys Mutter, die sie wohl im Auge behalten wollte. Gegen halb sechs schien ihr jedoch der Kragen zu platzen und sie verdonnerte Ginny dazu ihr mit dem Abendessen zu helfen. Als Harry sich erhob, um Ginny in die Küche zu folgen, sagte sie mit übertrieben freundlicher Miene: "Du nicht, Harry, mein Lieber. Du bist unser Gast."
Ginny schnitt hinter dem Rücken ihrer Mutter eine Grimasse, woraufhin Harry sie wissend angrinste.
Sie schälte bereits seit fünf Minuten Kartoffeln, wobei sie sich fragte, warum ihre Mutter das nicht einfach mit einem Schwung ihres Zauberstabs erledigte, als diese das Schweigen brach, das bisher in der Küche geherrscht hatte.
"Ich habe vorhin mit Professor McGonagall gesprochen."
Ginny blickte von ihren Kartoffeln auf und sah ihre Mutter gespannt an. Ihr Tonfall ließ eine wichtige Meldung vermuten.
"Hogwarts wird nicht wieder eröffnen."
Entgeistert suchte sie das Gesicht ihrer Mutter nach einer Spur von Humor ab, konnte aber keinen entdecken.
"Was? Warum nicht!?" , brachte sie schließlich hervor.
"Nach allem, was dort vor einigen Wochen passiert ist, will niemand mehr seine Kinder dorthin schicken.", erklärte ihre Mutter mit einem Seufzen. "Besonders die Geschichte mit Bill schreckt viele ab."
Nachdenklich senkte Ginny den Blick wieder auf die Kartoffel, die sie gerade geschält hatte. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass Hogwarts einmal nicht öffnen würde. Seit sie denken konnte war einer ihrer Brüder nach den Sommerferien in den Hogwarts Express gestiegen, um dort die schönste Zeit seines Lebens zu haben. Wie sehr hatte sie geweint, dass sie sie nicht begleiten konnte. Sie erinnerte sich an den Tag, an dem ihr Brief ankam, als wäre er erst gestern gewesen. Sie war durch das ganze Haus gestürmt und hatte ihre Brüder geweckt, indem sie "Ich fahre nach Hogwarts" gekreischt hatte. Würde sie das Schloss je wiedersehen?
"Was hast du jetzt vor?"
Die Frage riss sie aus ihren Gedanken.
"Wie?", fragte sie irritiert.
"Naja, was hast du jetzt vor? Du kannst nicht nach Hogwarts zurückkehren, aber du willst doch sicherlich nicht die ganze Zeit Zuhause sitzen und mit mir den Haushalt machen. oder?"
"Darüber hab ich mir gar keine Gedanken gemacht.", antwortete sie verstört. Dass Hogwarts seine Tore nicht wieder öffnete, änderte alles. Sie hatte keinen Abschluss und sie hatte sich noch gar nicht wirklich darüber Gedanken gemacht, was sie werden wollte. Eine Ausbildung zur Heilerin klang gar nicht so schlecht, aber das konnte sie ohne irgendeinen Abschluss vergessen.
"Vielleicht kann ich ja wieder bei Fred und George einspringen.", überlegte sie laut. "Oder sie kennen noch jemanden, der jemanden braucht." Das klang nicht wirklich gut. Bill war Fluchbrecher für Gringotts und sie? Verkäuferin? Kellnerin? Tellerwäscherin?
Bis zum Abendessen hatte ihre Laune sich nicht gebessert. Harry warf ihr über den Tisch fragende Blicke zu, doch sie wollte ihm ihre Sorgen nicht anvertrauen. Was war die Aussicht auf eine Karriere als Verkäuferin gegen das, was er vorhatte? Ihre Befüchtungen waren geradezu lächerlich.

"Was ist los, Kleines?", fragte Harry grinsend, als sie wieder in ihrem Zimmer waren.
"Nichts, Baby!", lachte sie und ließ sich aufs Bett fallen. Sie bezweifelte, dass jemand sie leichter aufmuntern konnte, als Harry. Er war wie Balsam für die Seele.
"Ach ja?", in seiner Stimme schwang eine Mischung aus Skepsis und Stichelei mit. Er setzte sich neben sie auf das völlig zerwühlte Bett.
"Deine Mutter hat dir vorhin also nichts erzählt, das dir die Laune versaut hat?"
"Nein.", log sie, entschied sich dann aber für einen Teil der Wahrheit. "Aber sie hat was interessantes erzählt."
Harry sah sie erwartungsvoll an. "Ja?"
"Hogwarts macht nicht wieder auf.", sagte sie. "Anscheinend will niemand mehr seine Kinder dort hinschicken."
Sofort nahm sein Gesicht einen ärgerlichen Ausdruck an.
"Wie bitte? Die Hauslehrer haben letztens noch beschlossen, dass die Schule dieses Jahr wieder öffnet!"
"Ich bin mir sicher, dass das nicht deren Entscheidung war.", antwortete Ginny plötzlich ebenfalls aufgebracht. "Bestimmt steckt das Ministerium dahinter."
Harry schnaubte wütend und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Nach einigen Momenten des Schweigens sah er Ginny wieder an.
"Lass uns über etwas anderes reden. Das macht mich rasend."
"Ähm, in letzter Zeit mal was von Luna oder Neville gehört?", improvisierte Ginny. Es war ihr ganz Recht nicht mehr über Hogwarts und ihre nicht vorhandene Zukunft nachdenken zu müssen. Ihre Zeit mit Harry war begrenzt.


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Am schwierigsten fand ich, das Tauchen technisch zu bewältigen und dabei auch noch zu spielen. Ich durfte nie vergessen, dass Harry Kiemen hat, also gar nicht atmet. Also hatte ich sorgsam darauf zu achten, dass ich keine Luftblasen ausatmete. Um mich herum konnte ich überhaupt nichts erkennen, ich hörte nur Jamies völlig unwirkliche Stimme. Ein absolut bizarres Erlebnis, aber ich fand es echt toll.
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