
von angeltear
@ *Fee* Danke für die netten Worte, Süße und vor allem für deine Hilfe! Was würde ich nur ohne dich machen? *knutsch*
@ ~YIPPIE~ALBUS~: Wow, vielen Dank für das tolle Lob!
Ob Ginny Zuhause rumhockt oder nicht, wirst du auch noch erfahren. Alles zu seiner Zeit^^
Viel Spaß beim Lesen!
@ Turpin, Lisa: Dankesehr! Und wie du siehst, hat es gar nicht so lange gedauert ;) Viel Spaß!
@ Rapptor: Danke! Hier ist ist es ja schon, ich komme zu deiner Rettung vor grausamen Entzugserscheinungen!^^ Hoffe, es gefällt dir wieder genauso gut.
@ Band 7: Hey, super, dass du meine FF gefunden hast und sie dir so gut gefällt! Vielen Dank für deine lobenden Worte, die sind echt motivierend^^ Hier kommt Nachschub!
@ Dope-D: Hey, danke, dass du mir endlich mal nen Kommi hinterlassen hast! *freu* Dass du meine FF so sehr magst, freut mich natürlich noch mehr! Viel Spaß noch weiterhin damit^^
@ sunshine16: Danke! Schön, dass du noch dabei bist, obwohl ich so blöd war xD Was Ginny macht wirst du bald erfahren, wenn auch nicht allzu bald... Hoffe, du magst es!
@ jassy: Danke, meine Süße, für dein Lob! Freut mich sehr, dass du meine geistigen Ergüsse magst!
Um das klarzustellen: Kapitel 1 bis 8 hab ich alle geschrieben, bevor ich überhaupt beschlossen hatte BzM zu lesen! Das ist alles Zufall, wenn es dich an BzM erinnert (komischerweise war das bei Kata auch der Fall^^)
Hier kommt mehr Stoff ;)
*Bussi*
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Eine Flut gezischter Flüche weckte Ginny am nächsten Morgen. Mit noch geschlossenen Augen tastete sie neben sich und musste feststellen, dass Harry nicht mehr neben ihr im Bett lag.
"Harry?", murmelte sie mit unterdrücktem Gähnen und versuchte ihre Augen langsam an das Sonnenlicht zu gewöhnen, das durch das Fenster ströhmte.
"Ach, du bist schon wach?", antwortete er, scheinbar vom anderen Ende des Raums, mit ungewöhnlich lebhafter Stimme.
Sie warf einen Blick auf den Wecker. Es war 23 Minuten nach 9; er war doch sonst nicht so früh wach.
Nun kam Harry grinsend auf sie zu und setzte sich auf die Bettkante. Er hatte sich bereits umgezogen und seine Haare waren für seine Verhältnisse ordentlich.
"Warum fluchst du hier so herum?", fragte sie noch immer schläfrig, als er sich hinterbeugte und ihre Haare, die wahrscheinlich chaotisch in alle Richtungen abstanden, aus ihrem Gesicht strich.
"Ach, ich hab mir den Zeh gestoßen.", antwortete er, verdächtig beiläufig, und senkte seine Lippen auf ihre. Wieder durchströhmte sie das vertraute Gefühl von Wärme, das sich in ihrem ganzen Körper ausbreitete. Viel zu früh, für ihren Geschmack, löste er sich wieder von ihr und legte seine Stirn an ihre. Er wusste genau, wie er sie in den Wahnsinn treiben konnte!
"Das kannst du doch nicht machen! So früh am Morgen!", beschwerte sie sich, nur halb scherzhaft.
Darauf musste er lachen; seine Brust vibrierte an ihrer und sein warmer Atem strich über ihre Wange.
"Du siehst doch, dass ich das kann.", neckte grinsend er und küsste sie wieder. "Und anscheinend kann ich es auch gut."
"Eingebildeter Idiot!", lachte Ginny und verpasste ihm einen sanften Schlag auf den Hinterkopf.
Plötzlich riss er ihre Arme von sich los und erhob sich.
"Was ist los?" Irritiert sah sie Harry an, der wortlos der Raum verließ.
Was war das denn? War er jetzt etwa sauer, weil sie ihn eingebildet genannt hatte?!
Sie zuckte die Achseln, obwohl niemand da war, um es zu sehen und ging ins Bad, um sich zu erleichtern und ihre Zähne zu putzen.
Kaum saß sie auf der Toilette, erschien auch schon Jade mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
"Verflucht, Jade, kann man hier nicht mal in Ruhe-"
"Hey, halt mal die Luft an! Du scheinst zu vergessen, dass ich dich sowieso immer beobachte, egal was du machst!"
Ginny versuchte sich nicht vorzustellen, wie Jade mit einem Butterbier und einer Packung Bertie Botts Bohnen auf ihrem Nachtschränkchen saß, während Harry und sie zusammen im Bett lagen.
"Übrigens: Keine Angst, dein Angebeteter ist nicht sauer.", fuhr die Kleine noch immer grinsend fort. "Aber ich fand es richtig klasse, als du ihn beleidigt hast! Du lernst dazu!"
Ginny erhob sich und wusch sich die Hände.
"Wenn er nicht sauer ist, was sollte das dann gerade?"
"Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts."
Ginny wandte sich verwirrt um, um Jade anzustarren. "Was?"
"Muggelsprichwort.", flötete sie. "Jedenfalls weiß ich, was das sollte, aber ich werd es dir nicht sagen!"
"Oh, jetzt machen wir also wieder einen auf geheimnisvoll.", meinte Ginny lachend und spritze Jade mit dem Wasser an ihren Händen nass.
"Hey!", keifte die Kleine und verschwand wieder.
Nachdem Ginny sich die Zähne geputzt und ihre Haare wieder in einen annehmbaren Zustand gebracht hatte, kehrte sie in ihr Schlafzimmer zurück. Harry saß mit angezogenen Knien auf ihrem Bett und lehnte mit dem Rücken an der Wand. Als er sie ansah, breitete sich auf seinem Gesicht ein Lächeln aus, das ihren Herzschlag augenblicklich beschleunigte.
"Zieh dich um, wir gehen aus.", sagte er.
"Ich hab noch Hausarrest, Harry.", erinnerte sie ihn enttäuscht. Wie gerne würde sie mit ihm das Haus verlassen. Diese vier Wände drohten sie langsam zu ersticken.
"Für Heute nicht.", erwiderte er schlicht; sein Grinsen wurde immer breiter. "Ich hab mit deiner Mutter geredet."
"Ach ja und warum darf ich plötzlich weg?", Ginny war skeptisch. Sie konnte sich kein Argument vorstellen, das ihre Mutter dazu bewegen könnte ihre Strafe für heute aufzuheben.
Harrys Lächeln schwand ein wenig und er bedeutete ihr mit einer Handbewegung sich neben ihn zu setzen. Als sie sich neben ihm niedergelassen hatte, nahm er ihre Hand in seine.
"Das ist unser letzter Tag zusammen.", flüsterte er.
Ginnys Herz schien sich schmerzhaft zusammenzuziehen. Daran hatte sie an diesem Morgen noch keinen einzigen Gedanken verschwendet; heute war Sonntag. Morgen würden Hermine, Ron und Harry aufbrechen, sie verlassen.
Sie sah in seine klaren Augen, die ihre fixierten und konnte den Blick einfach nicht von ihnen lösen. Als wäre es das letzte Mal, dass sie in dieses strahlende Grün blicken würde...
"Ziehst du dich jetzt an?", fragte er schließlich und sie hatte das Gefühl, hätte er sie aus einem Traum gerissen.
"Ähm, ja klar.", stammelte sie und wandte sich von ihm ab, um ihre verwirrte Miene zu verbergen. Sie riss die Türen ihres Kleiderschranks auf und begutachtete das Chaos darin.
"Wo gehen wir denn hin?"
"Das sag ich dir doch nicht!", entgegnete er in gespielt entsetztem Tonfall.
"Harry, ich muss schon wissen wo wir hingehen, damit ich weiß, was ich anziehen soll."
Sie warf einen Blick auf ihn und sah gerade noch wie er die Augen verdrehte.
"Wenn dich so ein Mädchen-Getue stört, dann werd' halt schwul!", scherzte sie. "Zacharias Smith ist zurzeit zu haben!"
Harry ließ ein ungläubiges Schnauben hören; plötzlich stand er hinter ihr und schlag seine Arme um ihre Taille. Seine Lippen fuhren an der Seite ihres Halses auf und ab, bevor er sie dort zärtlich küsste.
"Ich dachte, ich soll mich umziehen.", flüsterte Ginny mit mühsam beherrschter Stimme.
"Hmh", stimmte er zu, doch Ginny war sich ziemlich sicher, dass er gar nicht auf ihre Worte geachtet hatte. Lächelnd schubste sie ihn zurück aufs Bett, um sich wieder ihrem Kleiderschrank zuzuwenden.
"Autsch, war das 'ne Abfuhr?", schmollte er mit schmerverzerrter Miene und lehnte sich auf ihrem Bett zurück, um sie zu beobachten.
Da Harry ihr nicht verraten wollte, was sie vorhatten, wählte sie einfache Jeans und ein Top. Ihre Haare band sie zu einem Zopf zusammen und legte ein wenig Schminke auf.
"Also, ich würde dich ja gerne irgendwohin mitnehmen, wo viele Leute sind, um mit dir anzugeben", sagte Harry plötzlich. "Aber ich glaube, ich sollte mich besser nicht an irgendwelchen öffentlichen Plätzen aufhalten."
"Warst du nicht letztens in der Winkelgasse?"
"Ja, aber mit Ron und unter dem Turnumhang. Ich hab heute keine Lust unter dem Ding durch die Gegend du schleichen. Ich könnte dich nicht küssen und alle würden denken, du führst Selbstgespräche."
"Wär doch klasse!", lachte Ginny. "Dann könnten die im Tagespropheten schreiben, dass nicht nur du einen an der Klatsche hast, sondern auch deine Freundin!"
"Ja, ich bin echt scharf darauf, dass sie auch noch Unsinn über die Leute schreiben, die mir wichtig sind!", meinte er sarkastisch und erhob sich. "Fertig?"
"Jap! Brauch ich Geld?"
"Ach Quatsch! Als ob ich dich irgendwas bezahlen lasse!"
Ginny spürte wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Sie hasste das Gefühl wenig Geld zu haben. Harry schien ihre Gedanken erraten zu haben.
"Geld spielt keine Rolle und zwar, weil ich dich liebe.", sagte er ernst und sah tief in ihre Augen. Dann legte er einen Arm um sie und ersparte ihr eine Antwort, indem er sie aus dem Raum führte.
Als sie durch die Küche gingen, um auf dem Hinterhof zu apparieren, sahen sie, dass Ron, Hermine und Ginnys Mutter am Küchentisch saßen und sich unterhielten.
"Wir gehen dann jetzt. Wir sind vor Mitternacht wieder da.", sagte Harry.
Aus den Augenwinkeln sah Ginny, dass Ron den beiden skeptisch hinterhersah und Hermine ihr zuzwinkerte. Grinsend verließ sie mit Harry das Haus.
"Sagst du mir jetzt endlich, wo wir hinwollen?", fragte sie neugierig. Immer diese Geheimniskrämerei!
"Wenn wir da sind, erkennst du es sowieso sofort.", antwortete er scheinheilig und blieb stehen.
"Och menno.", quengelte Ginny und zog eine Schnute. "Ich will das jetzt wissen!", drängte sie mit weinerlicher Stimme weiter und konnte nur mühsam ein Lachen unterdrücken.
"Oh, mann, du bist so süß!", seufzte Harry und küsste sie bis sie keinen einzigen Gedanken mehr daran verlor, was er wohl mit ihr vorhaben mochte. Schließlich ließ er von ihr ab und nahm sie in die Arme.
"Und jetzt wieder eine Runde Gummischlauch.", kam es seufzend von ihm.
Bevor Ginny sich auch nur über diese merkwürdigen Worte wundern konnte, apparierten sie schon.
Als sie wieder auftauchten, sah Ginny sich um. Sie standen in einem ihr vertrauten Wohnzimmer.
"Wir sind bei Bill?!", fragte sie ungläubig und sah ihren Freund entgeistert an.
"Ja, dein Bruder hat mir seine Wohnung freundlicherweise für heute überlassen, wo er doch sowieso nicht da ist."
"Seit wann steht das fest?"
"Seit Mittwoch."
"Haben wir uns nicht Dienstag erst vertragen?"
"Ja." Nun grinste er wieder sein unwiderstehliches Grinsen.
Vollkommen sprachlos schlang Ginny die Arme um seinen Nacken und drückte ihre Lippen auf seine. Der Kuss dauerte länger als sie beabsichtigt hatte. Wieder stieg Hitze in ihr auf und sie presste sich dichter an Harry. Plötzlich nahm er sie auf die Arme und trug sie zum Sofa, während sie sie ihre Hände in sein Haar wühlte und bereits zu keinem klaren Gedanken mehr fähig war.
Harry ließ sie auf dem Sofa nieder ohne den Kuss zu unterbrechen oder den Körperkontakt auch nur in irgendeiner Weise zu lösen. Sie nahm ihre Hände aus seinem Haar, um sie unter sein T-Shirt zu schieben. Die Hitze, die von seiner Haut ausging schien noch intensiver zu sein als die ihres eigenen Körpers.
Ein lauter Knall ließ die beiden zusammenzucken und Ginnys Hirn schien von einer kurzen Trance erlöst zu werden. Harry ließ mit einem genervten Stöhnen den Kopf auf ihre Schulter sinken. "Das glaub ich nicht.", murmelte er.
Ungläubig wandte Ginny den Kopf nach rechts und erblickte Dobby, der verlegen auf seine Füße starrend vorm Kamin stand. Das konnte einfach nicht wahr sein! Wenigstens schien er zu begreifen, dass er mal wieder in einem unpassenden Augenblick aufgetaucht war!
"Nicht jetzt, Dobby!", stöhne Harry nun an den Hauselfen gewandt. "Später! Ich ruf' dich, wenn wir dich brauchen."
"Tut mir leid, Harry Potter, Sir.", stammelte Dobby und verschwand wieder.
Eine Momente voll frustriertem Schweigen vergingen, ehe Ginny sich ein Herz fasste.
"Ich hoffe, das wird nicht zur Gewohnheit!", lachte sie und auch er begann zu lachen.
"Was meinest du vorhin eigentlich mit dem Gummischlauch?"
Er wirkte für einen Moment verwirrt über den plötzlichen Themawechsel, fasste sich aber schnell wieder.
"Apparieren fühlt sich für mich an, als würde ich durch einen engen Gummischlauch gequetscht werden."
"Echt? Ich hab mir immer vorgestellt meine Klamotten würden in rasender Geschwindigkeit schrumpfen.", kicherte sie, überrascht von der Blödheit ihrer Gedanken.
Den Rest des Tages verbrachten sie entspannt auf Bills Sofa, unterhielten sich, spielten einige Runden Snape Explodiert (Harry handelte sich eine kleine Verbrennung auf der Fingerkuppe ein, über die er eine halbe Stunde lang jammerte), futterten Bills Süßigkeitenbestände auf und verschwendeten keinen Gedanken daran, was am Tag darauf sein würde.
Gegen sechs Uhr knurrte Ginnys Magen verdächtig, da sie den ganzen Tag nichts gegessen hatten außer Schokofröschen und ähnlich ungesunden Sachen. Verlegen presste sie die Hand auf ihren Bauch und versuchte Harry gleichgültig anzugrinsen.
"Okay, Zeit fürs Essen, Dobby!", rief Harry sofort und der Hauself erschien wieder, offensichtlich froh, dass er die beiden dieses Mal nicht gestört hatte.
"Kein Problem, Sir!", piepste er. "Ich bitte um 15 Minuten Geduld."
"Danke, Dobby."
"Was macht Dobby eigentlich hier?", fragte Ginny verwundert. Sie hatte vorhin gar nicht realisiert, dass Dobby anscheinend geplantermaßen anwesend war.
"Dobby schuldet mir noch was.", antwortete er grinsend. "Weil er uns das letzte Mal gestört hat. Sieht so aus, als müsste er sich heute besonders viel Mühe geben."
Unwillkkürlich musste sie lachen; Dobby hatte echt ein unglaubliches Talent in seinem Eifer alles falsch zu machen.
"Was gibt es eigentlich zu essen?"
"Was ganz leckeres.", sagte er lächelnd und biss ihr sanft in die Schulter.
"Das hättest du wohl gern!", rief sie und griff nach einem Sofakissen, um es ihm gegen den Kopf zu donnern.
Sie waren in eine wilde Kissenschlacht vertieft, in der Harry eindeutig die Oberhand hatte, als Dobby Ginny rettete, indem er verkündete, das Essen sei fertig.
Harry nahm ihre Hand und führte sie in die Küche. Diese hatte sich seit Ginnys letztem Besuch verändert. Das offensichtliche Junggesellenchaos war einer hübsch dekorierten Einrichtung gewichen, die eindeutig Fleurs Handschrift trug.
Der Tisch war über und über mit Speisen bedeckt, von denen Ginny jedoch noch nie eine gesehen hatte.
"Danke Dobby, du bist der Beste! Ohne dich hätte ich das nie hinbekommen!", wandte Harry sich begeistert an den Hauselfen, der sich, ein wenig errötend, verbeugte und verschwand.
Harry zog einen Stuhl vom Tisch und bedeutete Ginny sich zu setzen. Mit übertrieben beeindruckter Miene ließ sie sich auf dem angebotenen Platz nieder und er zwinkerte ihr zu.
"Ähm, sei mir nicht böse,", begann Ginny. "Aber was ist das?"
Harry lachte sein unverkennbares Lachen und setzte sich ihr gegenüber.
"Also, ich habe mir gedacht, ich führe dich in die Welt des Muggelessens ein!"
Überrascht sah sie Harry an, dann das Essen. Einerseits war sie wahnsinnig gespannt darauf, wie es schmecken mochte, andererseits hatte sie ein merkwürdiges Gefühl.
"Jetzt guck doch nicht so angeekelt!", beschwerte er sich tadelnd und Ginny, die sich nicht bewusst gewesen war, wie offensichtlich ihre Gedanken gewesen waren, bemühte sich um einen fröhlichen Gesichtsausdruck.
"Okay, leg los! Was ist das?", sie zeigte auf eine Art großen Pfannkuchen, auf dem eine Mischung aus Erdbeer- und Vanillesoße zu schwimmen schien.
"Das ist eine Pizza.", erklärte Harry. "Eine Art ungesüßter Pfannkuchen mit Tomatensoße und überbackenem Käse."
Das Grinsen, das aufgrund Harrys Wortwahl auf ihrem Gesicht erschienen war, verblasste etwas, als sie feststellen musste, dass es sich bei de ominösen Pizza gar nicht um eine Süßspeise handelte.
"Oh mann, und ich hab gedacht, das wäre Erdbeer- und Vanillesoße!", stöhnte sie. "Wozu hab ich eigentlich Muggelkunde belegt?"
Harry lachte und reichte ihr ein Stück Pizza zum Probieren. Allerdings wollte er sie nicht den ganzen Rest dieses Gaumenschmauses essen lassen, damit sie noch genug Hunger für den Rest hatte.
Er zeigte ihr Pommes, Hamburger, Döner, Spaghetti mit einer Soße deren Namen sie sich nicht merken konnte (klang wie Polonese) und zu guter letzt eine köstliche Torte mit ganz viel Sahne und Kirschen.
Nach einer Dreiviertelstunde waren die Teller auf dem Tisch leer und ihre Mägen drohten zu platzen.
"Vielleicht hätte ich dir vorher sagen sollen, dass das alles extrem ungesund und fettig ist.", sagte Harry und lachte, womit er allerdings sofort wieder aufhörte, weil es wohl zu schmerzhaft war.
"Glaubst du das hätte mich aufgehalten?"
"Wahrscheinlich nicht."
"Ich kann mich nicht bewegen, Harry.", stöhnte Ginny und rieb mit der Hand über ihren Bauch, als würde das Völlegefühl so verschwinden.
"Ich könnte versuchen dich ins Wohnzimmer zu rollen."
Darauf musste Ginny lachen und verstand augenblicklich, warum Harry einige Augenblicke zuvor damit aufgehört hatte.
"Komm, wir machen einen Verdauungsspaziergang durch die Wohnung.", sagte sie und erhob sich schwerfällig vom Stuhl, während er noch regungslos in seinem hing. Sie griff nach seinen Händen und versuchte ihn hochzuzerren.
"Komm schon!"
Schließlich rappelte er sich auf und zog sie mit sich ins Wohnzimmer. Dort angekommen warf er sich aufs Sofa und zog sie mit sich.
"Verdauungsspaziergang beendet."
Nachdem sie etwa eine Stunde lang fast bewegungslos auf dem Sofa gelegen hatten, hatten sich ihre Mägen wieder beruhigt und sie konnten wieder gefahrenlos lachen.
Ginny hielt Harrys Hand und hob sie zu ihrem Gesicht, um die Narben auf seinem Handrücken näher zu begutachten. Das schien ihm nicht zu behagen, denn er versuchte seine Hand ihrer zu entwinden.
"Nichts da.", zischte sie mit gespielter Stränge und er hielt still.
Harry hatte in seinem noch kurzen Leben bereits so viel Leid erfahren. Sie wünschte, sie könnte jeden Schmerz von ihm fernhalten, ihn beschützen. Sanft küsste sie sie die vernarbte Stelle und hielt sie an ihre Wange.
Ihre Blicke trafen sich und ihr Herzschlag beschleunigte sich.
"Ginny,", seine Stimme brach ein wenig und er räusperte sich. "Ich habe ein Geschenk für dich."
Er erhob sich und ging zurück in die Küche, während Ginny überrascht auf dem Sofa sitzen blieb. Ein Geschenk? War es eine Art Abschiedsgeschenk? Ein schlechtes Gewissen überkam sie, denn sie hatte keins für ihn.
Harry erschien wieder mit einem länglichen, flachen Kästchen in der Hand und ließ sich neben ihr nieder.
"Du hast zwar erst übermorgen Geburtstag, aber ich werde keine Zeit haben es dir zu geben.", sagte er.
Geburtstag? Den hatte sie vollkommen vergessen! Sie hatte keine Ahnung, welches Datum sie hatten!
"Oh Harry.", war alles was zu herausbekam. Sie war hin und her gerissen zwischen Freude über seine Aufmerksamkeit und der Trauer darüber, dass er sie am folgenden Tag verlassen würde.
"Mach es auf."
Sie nahm das Geschenk in die Hände. Es fühlte sich nicht sehr schwer an. Vorsichtig löste sie das Geschenkpapier, weil sie wusste, dass sie es unmöglich würde wegschmeißen können. Darunter kam eine Schmuckschachtel aus Plastik zum Vorschein.
"Harry-"
"Schscht.", machte er lächelnd. "Mach es endlich auf, ich will dein Gesicht sehen."
Ginny holte tief Luft und nahm den Deckel der Schachtel ab. Sie enthielt eine Kette. An der Schlichten silbernen Kette hing ein feiner Anhänger in Form eines Schmetterlings aus einem ihr unbekannten Edelstein. Der Stein war von in einer dünnen Schicht Silber eingefasst und schien seine Farbe im Licht zu wechseln. Sie war wunderschön; schlicht, ohne alberne, überflüssige Verzierungen; sie hatte die perfekte Größe.
"Oh, danke!", kreischte sie und fiel ihm um den Hals. Er erwiderte lachend ihre Umarmung und drückte sie an sich.
"Aber das Beste hast du noch gar nicht gesehen.", sagte er; er löste sich von ihr, nahm die Kette aus der Schachtel und legte sie ihr an.
Augenblicklich leuchtete sie in einem wunderschönen, intensiven Apricot auf.
"Wow!", hauchte sie und stürmte ins Badezimmer, um die Kette um ihren Hals im Spiegel zu begutachten. Sie liebte sie.
Harry erschien hinter ihr.
"Sie leuchtet, wenn ich an dich denke.", flüsterte er in ihr Ohr.
Ginny riss erstaunt die Augen auf und starrte Harrys Spiegelbild an, der ihren Blick im Spiegel erwiderte. Sie spürte ihren rasenden Herzschlag in den Fingerspitzen. Sie wirbelte herum und warf die Arme um seinen Hals und küsste ihn bis sie glaubte selbst den Verstand zu verlieren. Keuchend gingen sie zurück ins Wohnzimmer ohne von einander abzulassen. Sie schubste Harry aufs Sofa und legte sich auf ihn, um ihn weiter zu küssen.
Seine Hände wanderten ihre Oberschenkel hinauf und kamen an ihrem Hintern zum Halt; er drückte sie an sich.
Als sie seinen Hals küsste und sanft hineinbiss, seufzte er leise. Sie spürte, dass es kein Zurück gab. Aber sie wollte auch gar nicht zurück.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel