Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Guardians and Butterflies - Lichtblick

von angeltear

@ *Fee*: An dieser Stelle wieder mein unendlicher Dank für deine Hilfe und deine Kommis! Mach dich ruhig weiterhin über meine Fehler lustig^^ hdgdl *kuss*

@ jassi: Danke fürs Lob, hoffe das nächste gefällt dir genauso! *kuss*

@ band7: Doch, das Geschenk war Percy! Spaß xD
Der Plural von Patronus ist übrigens Patroni! Danke für dein Lob und viel Spaß!

@ Rapptor: Ich und nicht weiterschreiben? Son Quatsch! Und ich hab jetzt wieder so lange gewartet, um dich zu ärgern ;)
Nein, natürlich nicht. Viel Spaß mit dem Nachschub!

@ Buffy66: Joa, ich würd mal sagen: Lies einfach^^

@ sunshine16: Dankö, schön, dass du es mochtest! Ich bleibe wie immer stumm wie ein Grab und verrate nix^^

@ Dope-D: Huhu, schön, dass ich dich wirklich auf allein möglichen Ebenen zum Lachen bringen kann. Im RL, im VL, im FF-L xD Du kannst gespannt bleiben^^

@ Gaby Longoria: Hey ho! Freut mich, dass ich dich so rühren konnte, du alte Heulsuse ;) Und schon hab ich was neues gezaubert, da ist es!

@ Turpin,Lisa: Yeah, ich hab dich wieder zum Hüpfen gebracht^^ Harry? bewusstlos? Was denkst du von mir? xD

@ _sAbSe_: ist ja schon gut, hier ist das nächste Chap! Viel Spaß damit^^

So an dieser Stelle möchte ich nochmal subtil darauf hinweisen, dass es einen Thread zu meiner FF gibt und ich mich über Beiträge dort sehr freuen würde^^


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Mitten in der Nacht schreckte Ginny aus einem Traum hoch.
Als sie sich umsah und realisierte, dass sie sicher in ihrem Bett lag, normalisierte sich ihr Puls wieder. Erleichtert ausatmend legte sie das Gesicht in die Hände. Alles war gut, es ging allen gut; es gab keinen Grund zur Panik.
Das schmerzverzerrte Gesicht ihrer Mutter tauchte wieder vor ihrem inneren Auge auf und sie schüttelte energisch den Kopf, um es zu vertreiben. Sie würde sich nicht verrückt machen.
Noch immer zitternd ließ sie sich wieder auf ihr Kissen sinken und zog die Decke bis unter ihr Kinn.
Es dauerte fast eine Stunde bis sie wieder in einen ruhigeren Schlaf fiel.

Am nächsten Morgen wurde sie vom Geräusch der schweren Regentropfen wach, die gegen ihr Fenster prasselten. Es war kurz vor acht. Stöhnend rollte sie sich wieder auf den Bauch und versuchte das laute Trommeln zu ignorieren. Warum hatte der Sommer sich so plötzlich verabschiedet? Unwillig sich zu bewegen, blieb sie einfach liegen und dachte an Harry, Ron und Hermine.
Schlecht gelaunt stapfte Ginny eine Stunde später hinunter in die Küche. Bestimmt würde ihre Mutter sie nun mit saurer Miene ignorieren.
Dann würde sie es ihr einfach gleichtun.
Dort wartete bereits ein kleines Frühstück auf sie; von ihrer Mutter war allerdings keine Spur.
Jade ließ sich auf Ginnys Kopf plumpsen. Unter anderen Umständen wäre sie wohl erschrocken aufgesprungen, doch sie fühlte sich zu schlecht, um zu reagieren.
"Deine Mutter ist noch im Bett.", erzählte Jade von ihren Kopf aus. "Es gab gestern eine Ordensversammlung, die bis um fünf Uhr morgens gedauert hat. Dein Vater ist gleich danach ins Büro gegangen und deine Mutter hat sich aufs Ohr gehauen."
Und davon hatte sie überhaupt nichts mitbekommen. Ginny kam sich immer lächerlicher vor. Die magische Welt und Harry, Hermine und Ron besonders, waren in großer Gefahr und sie war sauer, weil ihre Mutter sich Sorgen um ihren Sohn machte.
Schweigend setzte sie sich an den Küchentisch und stocherte im Rührei, das vor ihr stand. Sie hatte das Gefühl, sie würde sich übergeben, wenn sie auch nur ein Stück aß. Den Teller von sich wegschiebend griff sie nach dem Tagespropheten, der noch zusammengerollt auf dem Tisch lag.
"Färbt der Minister sich die Haare?", lautete die Schlagzeile. Ungläubig schnaubend schmiss sie die Zeitung wieder auf den Tisch. Hatten die keine anderen Probleme? Seit wann war der Tagesprophet nicht nur manipuliert, sondern auch noch ein manipuliertes Klatschblatt?
"Die spinnen doch!", murrte Jade auf ihrem Kopf.
Ginny starrte, über nichts Bestimmtes nachdenkend, auf die Tischplatte, als ihr Anhänger für einige Sekunden aufleuchtete und dann wieder erlosch.
Was tat Harry wohl gerade? Was hatte ihn an sie erinnert? War er auch gerade aufgewacht und hatte enttäuscht feststellen müssen, dass sie nicht neben ihm lag?
"Sag mal, was hast du jetzt eigentlich vor?", riss Jade sie aus ihren Gedanken.
"Wie meinst du das?"
"Naja, Hogwarts macht nicht auf, du kannst nicht in den Orden und die drei sind erstmal weg."
Stöhnend senkte Ginny den Kopf auf den Tisch und schmiegte ihre Wange auf das kalte Holz.
"Ich hab' keine Ahnung.", antwortete sie. "Aber ich kann unmöglich hier bleiben und nichts machen. Ich wünschte, ich könnte in den Orden. Aber selbst, wenn irgendjemand bereit wäre eine Ausnahme zu machen, würde Mum das nie zulassen."
Sie schloss frustriert die Augen. Zurzeit wollte auch gar nichts gut laufen...
"Hey, da ist ein Brief.", meinte Jade plötzlich.
Ginny schlug die Augen wieder auf und sah sich um, auf der Suche nach einer Eule. Auf dem kleinen Regal, das über der Spüle hing, lehnte ein aufgerolltes Pergament am ausnahmsweise ausgeschalteten Radio. Ginny stand darauf.
Offenbar war der Brief schon früher gekommen und jemand, ihre Mutter vermutlich, hatte ihn dort hingestellt. Sie erhob sich und schlurfte hinüber, um den Brief zu lesen.
Dieses Mal erkannte sie Schrift; der Brief kam von André.

Hallo Ginny!

Wie geht es dir?
Mir geht es ganz gut, auch wenn ich zurzeit einiges um die Ohren habe. Die Leute scheinen zu denken, dass die Eulen des Postamts sicherer sind, als ihre eigenen. Natürlich können unsere Eulen genauso abgefangen werden, wie jede andere auch, aber es ist eben gut für das Geschäft, wenn die Leute in ihrem Irrglauben bleiben.
Ich bedauere sehr zu hören, dass Hogwarts im September nicht öffnen wird. Ich bin jedoch optimistisch, dass du nicht all zu lange warten müssen wirst, um deine Schulausbildung zu beenden.
Was mich sehr freut, ist dass du dich mit Harry wieder vertragen hast. Ich möchte mich noch einmal dafür entschuldigen, dass dein Treffen mit mir zu Schwierigkeiten geführt hat und hoffe, dass es zu keinen weiteren kommen wird.
Wenn du Lust hast, kannst du mit deinen Freunden einmal nach Hogsmeade kommen. Wir könnten gemeinsam zu Abend essen oder ähnliches.

Mit herzlichen Grüßen
André


Ein kleines Lächeln hatte sich auf Ginnys Gesicht ausgebreitet, während sie Andrés wie üblich höflich formulierten Brief gelesen hatte. Er machte sich immer so viele Gedanken und Sorgen um sie. Er war fast schon zu lieb.
"Aha, kaum ist dein Angebeteter weg, will er sich plötzlich wieder mit dir treffen!", rief Jade mit amüsiertem Tonfall und kicherte.
"Ach was, er weiß doch gar nicht, dass Harry weg ist!", entgegnete Ginny ungeduldig. Jade konnte es einfach nicht lassen und musste immer auf ihren Freunden herumhacken. Das trieb sie noch in den Wahnsinn!
"Woher willst du das denn wissen? Luna und Neville wussten es doch auch!"
Da hatte Jade gar nicht so Unrecht, aber Ginny schob die Gedanken einfach beiseite. Sie hatte jetzt richtig Lust, sich mit ihm zu treffen. Ihre Freunde konnte sie zwar nicht mitbringen, aber das hatte er bestimmt nur aus Höflichkeit angeboten. Kurzentschlossen schnappte sie sich Pergament und Feder, schrieb eine Antwort und schickte Pig damit los, da Rons Eule die einzige Eule im Haus war.
Während sie das Fenster wieder schloss, leuchtete der Schmetterling wieder auf. Ginnys Herzschlag beschleunigte sich wie immer ruckartig und eine angenehme Wärme breitete sich in ihr aus. Harry dachte an sie...
Jade fing wieder an zu lachen. "Dein Schatzi will dich wohl daran erinnern, dass es ihn auch noch gibt! Der Typ ist gut!"
Knurrend Ginny rauschte Ginny aus der Küche und ging nach oben, um ein langes Bad zu nehmen, während sie das Haus für sich hatte. Sie wünschte sich, sie könnte Harry auch irgendwie wissen lassen, dass sie an ihn dachte.

Als sie gegen Mittag wieder nach unten kam, schlug ihr schon der unwerfende Duft des Essens ihrer Mutter entgegen. Zögernd trat sie in die Küche und ihre Mutter sah sie lächelnd an.
"Hallo, mein Schatz. Da bist du ja."
Erleichterung durchströmte Ginny. Sie war nicht sauer auf sie.
"Ja, ich war in der Badewanne."
"Dein Vater und ich wurden gestern noch zu einer Versammlung gerufen. Deswegen habe mir die Freiheit genommen, ein wenig auszuschlafen."
"Ja, hab' ich mir schon gedacht.", antwortete Ginny und lehnte sich neben ihrer Mutter, die mit dem Zauberstab in der kleinen Flamme auf dem Herd stocherte, an den Küchentresen. "Gibt's was Neues?"
"Was meinst du?"
"Naja, was Neues halt.", erklärte sie möglichst beiläufig. "Von Snape oder Voldemort oder so."
Ihre Mutter zuckte zusammen, sah aber lächelnd zu ihr auf. "Du bist wirklich Harrys Mädchen."
Erst jetzt fiel Ginny auf, dass sie aufgehört hatte Du-weißt-schon-wer zu sagen. Wann war das passiert? Aber eigentlich war es gar nicht so überraschend, wo sie doch so viel Zeit mit Harry verbracht hatte...
"Und es gibt auch nichts neues von Harry.", fuhr ihre Mutter fort.
Verlegen senkte sie den Blick auf den Boden und hoffte, dass sie nicht allzu rot geworden war. Sie hatte mühelos durchschaut, was für Neuigkeiten sie wirklich interessierten. Also, wusste nicht einmal der Orden, was Harry machte. Oder wollte sie es ihr einfach nur nicht sagen?
"Deck doch schon 'mal den Tisch.", wechselte ihre Muter glücklicherweise das Thema.
"Wir sind doch nur zu zweit!", meinte Ginny lachend. Was gab es da schon zu decken?
"Nein, zu viert.", erwiderte sie. "Die Zwillinge kommen auch."
Mit augenblicklich guter Laune nahm sie Besteck und Teller für vier aus den Schränken und deckte den Tisch.
Obwohl ihre Brüder am Tag zuvor noch da gewesen waren, hatte sie das Gefühl die beiden lange nicht mehr gesehen zu haben. Das lag wohl daran, dass sie sie kaum noch sah, seit sie ausgezogen waren. Dabei konnte sie die Dauerfröhlichkeit der beiden gerade jetzt gut gebrauchen.
Als Fred und George wenig später eintrafen, konnte Ginny ihre Freude kaum zügeln. Überschwänglich sprang sie den beiden an den Hals und riss sie so fast zu Boden.
Während sie aßen, herrschte fröhliche Stimmung. Fread und George erzählten die neusten witzigen Geschichten (Verity hatte sich mit einem tollen Typen verabredet und hinterher entsetzt feststellen müssen, dass es eine Frau war), ihre Mutter wiederholte die Charlie-steht-auf-Drachen-Theorie für die Zwillinge und Ginny imitierte durchgehend Fleurs Akzent.
Sie lachten so viel, dass Ginny das Gefühl hatte, wieder in der Zeit zu sein, als sie alle noch keine Sorgen hatten.

"Übrigens", sprach George sie schließlich an. "Wir haben dir noch gar nicht dein bombastisches Geburtstagsgeschenk gegeben."
"Stimmt! Her damit!", lachte Ginny. Daran hatte sie gestern in ihrer Wut gar nicht mehr gedacht.
"Nö.", erwiderte Fred schlicht.
"Wie nö?"
"Wir haben beschlossen, dass du das Geschenk erst bekommst, wenn die Zeit reif ist. Das ist jetzt nämlich nicht der Fall."
Irritiert sah Ginny zu ihrer Mutter, deren Gesichtsausdruck vermuten ließ, dass sie aus ihren Söhnen auch nicht schlau wurde.
"Gut, dass du das verstehst.", sagte George grinsend und schlug ihr anerkennend auf die Schulter.
"Okay..."

Nachdem die Zwillinge gegangen waren, saß Ginny alleine im Wohnzimmer und betrachtete den Schmetterling.
Sie wünschte, Harry hätte sie mitgenommen. Das wäre etwas Sinnvolles. Dann müsste sie nicht verloren Zuhause sitzen und sich Sorgen machen. Sie hätte ihnen helfen können. Es war ja nicht so, als wäre sie nutzlos und schwach.
Gerade wollte sie nach Jade rufen, um sich abzulenken, als im Kamin eine grüne Flamme aufflammte und einen Besucher ankündigte.
Einen Augenblick später erschien Andrés Kopf in den Flammen.
"André!", rief Ginny überrascht und eilte zum Kamin, um sich davor zu knien.
"Hi, Ginny.", antwortete er grinsend. "Du hast nicht zufällig jetzt schon Zeit?"
"Ähm, ich hab eigentlich nichts vor."
"Super! Ich bin in meiner Wohnung. Du kannst rüber kommen."
Ginny musste lachen. "Ich kann jetzt nicht sofort mitkommen, ich bin ein Mädchen!"
Er lachte auch und sie merkte, dass es ihr gut tat, mit ihm zu reden.
"Ich komme dann in einer viertel Stunde zu dir, okay?"
"Okay, dann bis gleich."
Er zog den Kopf wieder aus dem Kamin und war verschwunden.
Ginny eilte in ihr Zimmer, richtete sich wieder ein wenig her, sodass sie ohne Papiertüte auf dem Kopf herumlaufen konnte, steckte ein wenig Geld ein, sagte ihrer Mutter Bescheid, dass sie in Hogsmeade sein und sicher nach Hause kommen würde und stieg in den Kamin.

In Andrés Wohnung begrüßten sie sich mit einer freundschaftlichen Umarmung und gingen kurz darauf auch schon los. Die Straßen von Hogsmeade waren wie beim letzten Mal ungewöhnlich leer, aber vielleicht hatte sie den Eindruck auch nur, weil sie es nur voller Schüler kannte.
Irgendwie waren diese Leere und die Stille unheimlich. Sie erschien ihr so künstlich.
"Du hast geschrieben, dass dein Bruder und deine Freunde nicht mehr da sind.", sagte André irgendwann während sie durch das Dorf gingen. "Wo sind sie denn, wenn ich fragen darf?"
Damit hatte Ginny nicht gerechnet.
"Ähm, sie sind ins Ausland gegangen, weil Hogwarts dieses Jahr geschlossen bleibt.", sog sie sich aus den Fingern. "Sie wollen mal ein wenig was von der Welt sehen."
"Warum haben sie dich denn nicht mitgenommen?", fragte er und sein ehrliches Interesse war wirklich süß. Leider musste sie ihn anlügen.
"Ich wollte meine Muter nicht alleine lassen.", meinte sie. "Mein Vater muss immer so lange arbeiten und dann wäre sie den ganzen Tag alleine Zuhause."
"Ja, das kann ich verstehen.", sagte er nickend. "Es ist keine gute Zeit, um alleine zu sein."
"Aber du bist alleine."
"Ach, ich kann auf mich aufpassen."
Sein Grinsen war ansteckend und Ginny konnte nicht anders, als es zu erwidern.
Inzwischen waren sie an den Drei Besen angekommen und er griff nach der Türklinke, um die Tür zu öffnen, doch sie hielt seinen Arm fest.
An der Tür hing ein Zettel. Darauf stand "Suche flexible Aushilfe im Pub. Bei Interesse bitte bei mir melden. Rosmerta".
"Ich brauche 'nen Job.", erklärte sie André, der sie verwirrt ansah.
"Na dann, schnell."
Er zog die Tür nun doch auf und sie betraten den warmen Pub.
Genau wie das letzte Mal, als sie hier gewwesen waren, herrschte nicht viel Betrieb. Ein turtelndes Pärchen saß in der hintersten Ecke und ein ziemlich mitgenommen aussehender Mann saß an der Bar.
Sie setzten sich an den Tisch, an dem sie auch das letzte Mal gesessen hatten und diskutierten, wer von ihnen wohl hungriger war, bis Madam Rosmerta an ihren Tisch kam, um ihre Bestellungen entgegen zu nehmen."
Fast hätte Ginny sich nicht getraut und die Bardame wieder weggehen lassen, doch André warf ihr einen mahnenden Blick zu und sie fasste sich ein Herz.
"Madam Rosmerta?"
"Ja?"
"Ähm, suchen sie immer noch nach Kellnern?"
"Allerdings.", antwortete sie und setzte sich zu ihnen an den Tisch. "Du bist Ginny Weasley, nicht?"
"Ja.", antwortete Ginny irritiert und ignorierte, dass André lachte. "Woher-?"
"Ach", winkte sie ab. "Ich habe alle Namen aller Hogwartsschüler schon einmal gehört und jeden einzelnen schon gesehen. Ich muss nur beides verbinden." Sie schenkte ihr ein warmes Lächeln. "Du siehst Fred und George so ähnlich, dass das nicht sehr schwer ist."
Ginny konnte sich lebhaft vorstellen, wie die beiden an der Bar hockten und versuchten Rosmerta anzuflirten.
"Also, zum Thema.", fuhr sie fort. "Hast du schon einmal in einem Pub gearbeitet?"
"Nein.", musste Ginny zugeben. "Aber ich würde das sehr gerne ändern."
"Du hast den Job.", sagte Rosmerta schlicht.
"Was?"
Entgeistert sah Ginny sie an. Das war's schon?
"Du kannst Montag anfangen. Sei um zwölf hier, dann kann ich dich und die anderen Mädchen einführen. Wir öffnen um ein Uhr. Du bekommst eine Galleone pro Stunde."
Sie warf ihnen noch ein letztes freundliches Lächeln zu, erhob sich und ging in die Küche.
Vollkommen überrumpelt sah sie André an, der Mühe zu haben schien, angesichts ihrer Miene nicht zu lachen.
"Eine Galleone pro Stunde ist gut.", sagte er.
Wenig später kam ihr Essen. Während sie aßen, spürte sie ein Ziehen an ihrer Jeans. Sie versuchte es zu ignorieren und lachte stattdessen über einen Witz von André. Doch Jade ließ sie nicht in Ruhe. Schließlich ging die Kleine dazu über ihr ins Bein zu kneifen und Ginny musste sich beherrschen, um sie nicht wie eine lästige Fliege auf den Boden zu klatschen.
Irgendwann gab sie auf Jade ignorieren zu wollen.
"Ich gehe mal kurz wohin.", sagte sie lächelnd zu André und erhob sich. Sie hoffte für Jade, dass sie einen guten Grund hatte, sie so zu nerven.
"Musst du dir das Näschen pudern?", fragte André lachend.
Auch Ginny musste lachen, allerdings mehr darüber, wie er "Näschen" aussprach.
Sobald sie die Tür der Damentoilette hinter sich geschlossen hatte, erschien eine hysterisch mit den Armen fuchtelnde Jade vor ihrem Gesicht.
"Du musst hier weg! Ich spüre es ganz genau!"
"Was spürst du?", fragte Ginny alarmiert.
"Keine Ahnung, aber du bist in Gefahr!"
Fast hätte Ginny laut geschnaubt. Die Kleine wusste mal wieder gar nichts!
"Aber sonst weißt du doch immer ziemlich genau, was die Gefahr ist, oder nicht?", Die Skepsis und die Ungeduld in ihrer Stimme waren wohl nicht zu überhören.
"Ja, aber jetzt weiß ich es nicht!", entgegnete Jade. "Ist das denn wichtig? Hauptsache du bist weg!"
"Bist du dir sicher, dass du dich nicht vertust? Ich sehe keine Gefahr! Ich sitze mit André in den Drei Besen. Glaubst du hier stürzt gleich ein Todesser rein und bringt uns alle um?"
"Ginny, vertrau mir doch!", flehte die Kleine nun. "Vielleicht ist auch wirklich nichts, aber ich möchte auf keinen Fall ein Risiko eingehen!"
Ginny sah ihre Begleitung einige Sekunden lang an. Sie schien es wirklich ernst zu zu meinen und sie wusste, dass sie sich nur um sie sorgte. Sie ließ André zwar nicht gerne hängen, aber Jade würde keine Ruhe geben und sie hatte Recht. Ginny wollte auch kein Risiko eingehen.
Sie seufzte. "Okay, wir verschwinden."
Damit riss sie die Tür wieder auf und ging zurück in den Schankraum, wo André alleine weiteraß. Nichts schien sich verändert zu haben. Zwei weitere Männer waren hereingekommen, aber die sahen nicht aus, als wären sie in der Verfassung einen Fluch geradeaus abzufeuern. Sie konnte nichts entdecken, das auf Gefahr hinwies.
"Da bist du ja wieder.", sagte er lächelnd und er schien sich wirklich zu freuen.
"Ja, aber ich muss leider auch schon wieder gehen.", sagte sie mit bedauernder Stimme. Sie hätte wirklich gerne noch länger hier mit ihm gesessen. "Meine Mum braucht meine Hilfe."
"Soll ich mitkommen?", bot er an und erhob sich schon halb.
"Nein, nein, das ist wirklich nicht nötig.", versicherte sie. Wenn sie ihn schon so plötzlich im Stich ließ, wollte sie ihm nicht auch noch die Umstände machen sie nach Hause zu bringen. "Ich werd einfach Rosmertas Kamin benutzen."
"Okay."
Das schlechte Gewissen versetzte ihr einen Stich. Er sah so entäuscht aus.
"Wir treffen uns bald wieder, ja?"
Sie umarmte ihn, wie zuvor zur Begrüßung, freundschaftlich und kramte in ihrer Hosentasche nach Geld.
"Nein, Ginny, du bezahlst nichts."
"Aber du kannst doch nicht jedes Mal alles für mich bezahlen."
"Wenn du ein bisschen Geld verdient hast, darfst du mich auch mal einladen.", meinte er und zwinkerte ihr zu.
"Tut mir wirklich Leid, André."
"Geh schon nach Hause.", winkte er ab. Er war wirklich der Beste.
Ginny trat mit immer noch schlechtem Gewissen an die Bar und fragte Rosmerta, ob sie ihren Kamin benutzen konnte.
Als sie Zuhause wieder aus dem Kamin trat, war das Wohnzimmer leer und sie ließ sich auf ein Sofa fallen, nachdem sie sich den Ruß von den Kleidern geklopft hatte.
"Gefahr vorbei?", fragte sie ins Leere.
Jade erschien wieder vor ihr und sah schon wesentlich entspannter aus.
"Ja."
"Gut."
"Bist du sauer auf mich?", fragte die Kleine ängstlich.
Ginny musste kurz darüber nachdenken, bevor sie antwortete.
"Nein, du machst ja nur deinen Job."
"Okay." Sie klang erleichtert. "Aber jetzt würde mich echt interessieren, was da los war. Vielleicht waren Todesser in Hogsmeade?"
"Ich hab' keine Ahnung, du bist hier die Gefahrenantenne.", sagte Ginny grinsend und Jade grinste zurück.
Die Kleine war echt unersetzlich.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich will mehr wie jeder andere, dass Joanne K. Rowling mit meiner Luna zufrieden ist, denn es ist ihr Charakter. Ich hatte schon einen Albtraum davon, auf der After-Show-Party zu sein, Jo zu treffen und sie schüttelt nur ihren Kopf und schaut traurig. Das ist mein Irrwicht. Aber bis jetzt hat sie sich mir gegenüber positiv verhalten, also bin ich optimistisch.
Evanna Lynch