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Fanfiction

Guardians and Butterflies - Montagsfrust

von angeltear

@ *Fee*: Hey, wie immer vielen Dank für deine Hilfe und deine Ideen! Jade? Ich? :D Ich muss zugeben, dass ich mich durch Jade ein wenig auslebe^^ Kein Harry? was meinst du, wie es mir geht? Ich weiß ja, was der arme treibt! hdgdl

@ Rapptor: Wie, du musst nix mehr zu den Chaps sagen? Natürlich musst du was dazu sagen, das ist her doch kein Kaffeekränzchen! ;) Danke fürs Lob und wie du siehst, hat deine Drohung genau das Gegenteil bewirkt, also sei brav!^^

@ Turpin, Lisa: Danke! Nix neues? Ich hoffe doch, ich kann dich in nächster Zeit mal wieder überraschen! Du kannst sehr gespannt darauf sein, was noch kommt.... Du willst Harry? Dann lies bei JKR ;) Nein, keine Angst, Harry kommt auch noch; ich weiß auch schon genau, wann^^

@ Dope-D: Jaja, ich wusste, dass die Stelle dir gefallen würde ;) Ja, Action ist nicht zu vermeiden, das soll ja keine blöde Kitsch-FF werden^^

@ Gaby Longoria: Juhu, danke, du weißt, was ich will ;) hdgdl

@ jassi.Weasley: Danke fürs Lob. Jap, du langst falsch=D Aber sei nicht traurig, es gibt noch mehr mehr Sachen zum Recht haben, spekulier einfach mal ne Runde (kennst ja meine Taktik xD) hdgdl

@ Danke, danke! Ja, die kleine Jade muss sich ja auch irgendwie bemerkbar machen^^

DIESES CHAP IST ALLEN TWILIGHT-FANS GEWIDMET.
Wer das Buch kennt, wird die Anspielung verstehen!^^


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ginny kniete neben einem bewusstlosen Mann im Gras und versuchte das Blut zu stoppen, das unaufhörlich aus seinem offenen Brustkorb strömte. Verzweifelt drückte sie Harrys Trikot gegen die riesige Wunde, doch es brachte nichts. Das Blut sickerte durch den Stoff, floss über ihre Hände, ihre Arme hinauf, über ihren halbnackten Oberkörper. Angewidert wollte sie die Hände wegziehen, doch sie schienen an der Wunde festzukleben. Erschrocken keuchend zog sie, doch sie konnte ihre Hände nicht von dem Mann lösen.
"Hilfe.", wimmerte sie. "Hilfe."
Plötzlich schlug der Mann die Augen auf und Ginny schrie auf. Sie waren rot wie das Blut auf ihren Händen.
"Du kommst nicht von mir weg, Ginny.", sagte Tom und sein Lächeln, das mal unwerfend gewesen sein musste, erschien wieder auf seinem Gesicht.

Von ihrem eigenen Geschrei geweckt, schlug sie die Augen auf.
Es schien bereits länger hell zu sein, denn die Sonne schien durch das Fenster in ihr Zimmer.
"Verdammt!", keuchte sie und schlug mit der Faust auf ihr Nachtschränkchen. "Wann hört das endlich auf?"
"Nach gestern Nacht ist das doch kein Wunder, Süße.", meinte Jade mit mitleidiger Stimme.
"Wie spät ist es?"
"Halb fünf."
"Zum Glück hab' ich heute frei.", stöhnte Ginny. Da Montag war, hatte der Pub nur abends auf und die Schicht hatten heute Luna und Ann.
"Wie geht's dir?", fragte Jade. "Tut dir was weh?"
"Nee, ich merk nichts."
"Das war ja ganz schön gefährlich gestern."
"Ja.", antwortete sie und schwieg einige Augenblicke. "Gut, dass der Todesser mich nur mit so einen harmlosen Fluch erwischt hat."
"Ähm."
"Hm?"
"Das war ein Todesfluch.", sagte sie langsam.
Überrascht riss Ginny die Augen auf.
"Ich hab' den Fluch abgeschwächt, deswegen bist du nur hingeflogen."
Bei dem Gedanken, wie nah sie dem Tod in dieser Nacht gekommen war, wurde ihr fast schwindelig.
"Danke."

Sie rieb sich mit den Handballen über die Augen, in der Hoffnung die schrecklichen Bilder des Traums und auch die der vergangenen Nacht zu vertreiben.
Das Mädchen mit dem blutigen Unterleib ging ihr einfach nicht aus dem Sinn. Bei dem Gedanken erschaudernd stieg sie aus dem Bett und ging ins Badezimmer. Als sie Harrys Trikot auszog, das sie noch immer trug, fiel ihr auf, dass eine Menge Blut daran war. Erstarrt blickte sie auf den Stoff in ihren Händen. Gingen Blutflecken wieder raus? Sie fuhr mit der den Fingern über das verkrustete Blut und schließlich über die Buchstaben auf dem Stoff. POTTER stand darauf. Als ihr bewusst wurde, dass sie gerade ein Quidditchtrikot streichelte, ließ sie es schweren Herzens neben ihre blutige Jeans auf den Boden fallen.
Sie warf einen Blick in den Spiegel und bemerkte einen Handtellergroßen Bluterguss an ihrer Hüfte. Das war alles, was ihr passiert war. Ein Bluterguss. Und die Muggel mussten sterben. Weil sie keine Schutzengel hatten.
Sie fühlte sich elend als sie unter die Dusche stieg. An ihren Händen klebte tatsächlich immer noch Blut; angewidert schrubbte sie diese zunächst sauber.

Als sie nach fast einer Stunde einsah, dass sie nicht noch sauberer werden würde, stieg sie aus der Dusche, zog sich saubere Sachen an und ging hinunter, wo sie ihre Mutter und Bill im Wohnzimmer vorfand.
"Hi.", begrüßte sie die beiden.
"Ginny!" Mit einem Satz war Bill aus dem Sessel gesprungen, in dem er gesessen hatte, war zu ihr hinübergekommen und hatte sie in den Arm genommen. "Du hast mir gestern vielleicht einen Schreck eingejagt!"
Überrascht erwiderte sie die Umarmung und schmiegte sich an Bills Brust.
"Mir geht's gut."
Er löste sich wieder von ihr und lächelte sie an. Sie konnte nicht anders als zurück zu lächeln. Bill war einfach der Beste...
Sie setzte sich zu ihrer Mutter aufs Sofa, während ihr Bruder sich wieder in den Sessel sinken ließ.
"Was ist gestern noch passiert?", fragte Ginny nun. "Ich kann mich nicht mehr so richtig erinnern."
"Wir waren noch eine Weile im Krankenhaus bis alle Muggel versorgt waren. Du saßt mit den soweit unverletzten Kindern im Wartezimmer.", erklärte Bill. "Den meisten Muggeln geht es gut. Ich schätze, ihre Erinnerungen werden gerade bearbeitet."
"Wieso geht es nur den meisten Muggeln gut?", fragte Ginny besorgt.
Der Blick, den Bill seiner Mutter zuwarf, zeigte, dass er wünschte, sie hätte dieses Detail seiner Erklärung überhört.
"Der Mann mit dem Schnitt im Rücken hat es nicht geschafft und die Frau mit der Kopfwunde ist noch nicht aufgewacht." Er zögerte.
"Was?"
"Das Mädchen, das vergewaltigt wurde ... hat sich heute Morgen das Leben genommen.
Schockiert schlug sie die Hände vor den Mund und Tränen stiegen ihr in die Augen. Mitleid für die Opfer und ihre Angehörigen durchströmte sie. Es war so unfair. Sie hätten noch nicht sterben sollen! Sie waren unschuldige Muggel, die mit dem Krieg in der magischen Welt nichts zu tun hatten. Sie sollten leben, Zeit mit ihrer Familie verbringen, ihre Träume verwirklichen. Warum hatten sie keine Schutzengel gehabt? Womit hatten die Angehörigen solches Leid verdient?
"Ich verstehe das einfach nicht.", flüsterte sie.
"Ich auch nicht mein Schatz.", antwortete ihre Mutter und legte die Arme um sie. "Aber solange es noch Leute gibt, die diese Unmenschen bekämpfen, gebe ich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht auf."
Langsam stieg in Ginny Wut hoch, die den Schock verdrängte. Unfähig länger sitzen zu bleiben sprang sie auf und schritt unruhig im Wohnzimmer umher. Ihre Nägel bohrten sich in ihre Handflächen, als sie die Hände zu Fäusten ballte.
"Ginny-"
"Ich muss mal an die frische Luft."


Eingepackt in einen dicken Mantel schlenderte sie nachdenklich über die Hügel, die den Fuchsbau umgaben. Fröstelnd schob sie ihre Hände in die Manteltaschen und zog die Schultern hoch, um sich mehr in den flauschigen Schal zu kuscheln, den ihre Mutter ihr letztes Jahr gestrickt hatte. Nachdenklich beobachtete sie die kleinen Dunstwolken, die ihr Atem bildete.
"Ginny, du wirst dich erkälten!", zischte Jade neben ihr. "Deine Haare sind noch nass! Ich spüre förmlich, wie die Erkältung sich langsam anschleicht und sich bereit macht, dich heimtückisch von hinten anzufallen!"
Unwillkürlich kicherte Ginny und sah Jade an, die sie mit missbilligendem Blick anfunkelte. Natürlich hatte die Kleine Recht; es war mitten im Dezember, die Wiesen waren vor Frost eher weiß als grün und es würde sie nicht wundern, wenn ihre Haare bald genauso aussähen. Aber sie mochte die klare Winterluft, die ihren Kopf klärte und Stimmung, in die der Winter sie versetzte.
"Komisch, dass mir gestern Nacht überhaupt nicht kalt war.", murmelte sie in ihren Schal. "Ich hatte nur das Quidditchtrikot an."
"Bei dem Stress wundert mich das gar nicht.", entgegnete Jade und Ginny bemerkte, dass sie besorgt klang.
Sie konnte sich kaum noch daran erinnern, was sie am Abend zuvor getan oder gesagt hatte. Nur die Bilder der Verletzten und der weinenden Kinder schienen unwiderruflich auf ihre Netzhaut gebrannt zu sein. Sie kniff die Augen zu und hoffte, dass die Bilder irgendwann verschwinden würden.

Spontan blieb Ginny stehen und legte sich mit dem Rücken auf einen Hügel.
"Ginny, bist du-"
"Ach, jetzt mach doch kein Drama daraus, Jade!", fuhr sie ungeduldig dazwischen. "Wenn ich mich erkälte, hab' ich halt Pech gehabt!"
Die Kleine bedachte sie mit einem eisigen Blick, schwieg aber.
Ginny starrte eine Weile in den Himmel, der von einem gleichmäßigen hellgrau war, fast weiß.
Was machte Harry wohl gerade? Stritt er sich gerade mit Ron darüber, welche die beste Quidditchmannschaft war oder wurde er von einem Todesser gefoltert?
Irgendwann durchbrach Jade die Stille.
"Ist das dein Lieblingshügel?"
"Wie bitte?"
Jade rollte dramatisch mit den Augen. "Ob das dein Lieblingshügel ist! An deinem Geburtstag lagst du auch hier."
"Echt?", fragte sie verwundert und sah sich um, auf der Suche nach einem Anhaltspunkt.
"Ja, ich bin mir ziemlich sicher, auch wenn ich dir keinen für dich fassbaren Beweis liefern kann."
In Gedanken versunken ließ Ginny den Blick über die Hügel wandern und dachte an ihren Geburtstag zurück. Er schien Ewigkeiten her zu sein, dabei war sie erst vor vier Monaten sechzehn geworden. Bei dem Gedanken an die Patroni, die das Trio ihr geschickt hatte, musste sie grinsen. Die waren so süß gewesen. Warum konnten sie ihr nicht einfach noch wenigstens einen schicken? So wüsste sie wenigstens, was sie taten, wie es ihnen ging.
Plötzlich musste Ginny niesen. Jade warf ihr einen geradezu giftigen Blick zu und statt ihr Gesundheit zu wünschen, wünschte die Kleine ihr "Verstand!".
Belustigt stand Ginny wieder auf und machte sich nach einem letzten Blick über die Hügel auf den Weg nach Hause.

Ginny lag bereits mehrere Stunden nutzlos im Bett und ihre Familie war rücksichtsvoll und klug genug, sie nicht zu stören.
Sie war kurz davor einzuschlafen als der Schmetterling um ihren Hals aufleuchtete. Wieder erfüllte sie die schon bekannte Enttäuschung darüber, dass Harry nicht bei ihr war und sie nicht wusste, ob und wann sich das endlich wieder ändern würde. Aber nun stieg auch ein neues Gefühl in ihr auf. Ihr ganzer Körper schien schien vor Sehnsucht nacht nach ihm zu brennen. Frustriert drückte sie ihr Gesicht ins Kissen und gab einen gedämpften Schrei von sich. Sie spürte deutlich, wie sie es vermisste, seinen Körper neben ihrem zu haben. Sie vermisste seine Berührungen, seine Küsse...
"Was ist denn mit dir los?" Jade klang beunruhigt.
Aus Angst sonst den Verstand zu verlieren, sprang Ginny abrupt aus dem Bett und begann sich wieder umzuziehen.
"Ginny?"
"Kein Kommentar, okay?", zischte Ginny gereizt und sprang durch den Flur in Richtung Badezimmer, wobei sie bei jedem Sprung die Jeans weiter über ihre Beine zog. Sie konnte Jades argwöhnischen Blick praktisch auf ihrem Rücken spüren, aber sie war nicht dazu bereit, der Kleinen zu erzählen, was mit ihr los war.
Glücklicherweise schien Jade die Botschaft verstanden zu haben, denn sie stellte keine Fragen mehr. Nachdem Ginny im Bad fertig war, schnappte sie ich ein wenig Geld, zog ihre Stiefel und ihren Mantel an, rauschte durch die Küche, rief ihrer überraschten Mutter zu, dass sie in die Winkelgasse wollte und stieg in den Kamin.

Im Tropfenden Kessel herrschte reger Betrieb und sie eilte möglichst unauffällig in den Hinterhof, um schnell in die Winkelgasse zu kommen. Wenn jemand im Tropfenden Kessel war, der sie kannte, würde sie sich höflich unterhalten müssen und dazu hatte sie keine Lust.
Als sie auf der geschäftigen Einkaufsstraße stand wurde ihr klar, dass sie gar nicht wusste, wo sie hinwollte. Kurzerhand beschloss sie ein wenig durch die Geschäfte zu bummeln und nachher auch bei Fred und George vorbeizuschauen.
In ihrer Lieblingsboutique ergatterte sie zwei heruntergesetzte Pullover und eine Jeans, die Ginny unmöglich alleine in dem großen, kalten Geschäft zurücklassen konnte. Im Quidditchladen bestaunte sie die neusten Besen und fragte sich, was Harry und Ron wohl von ihm halten würden. Sie bummelte ein bei Flourish & Blotts eine Weile durch die Regale, zog hier und da ein Buch heraus und las die Rückseiten. Mit einem Roman, in dem ein Mädchen sich in einen Vampir verliebte, in der Tasche verließ sie zufrieden den Laden und bummelte gedankenverloren weiter. Neugierig schlug sie das Buch auf und begann im weitergehen zu lesen. Instinktiv blickte sie ab und zu auf, um sicherzugehen, dass sie niemanden umrannte. Als sie einmal aufblickte, blieb ihr Blick an einer Reklametafel in einem Schaufenster hängen.

"Keine Zeit fürs Tränkemischen? Wir haben Zeit!
Fertige Tränke aller Art hier erhältlich!"

In kleinerer Schrift stand darunter:
"Anti-Pickel-Tränke,Verhütungstränke, Beruhigungstränke, Schlummertränke uvm. "

Sie könnte die Augen aus irgendeinem Grund nicht von dem Wort "Verhütungstränke" lösen. Harry würde irgendwann zu ihr zurückkehren oder nicht? Natürlich würde er das. Dann würde sie einen solchen Trank brauchen. Bei dem Gedanken kam sie sich vollkommen lächerlich vor und wandte sich mit wahrscheinlich hochrotem Kopf wieder ab und ging schnellen Schrittes weiter. Einige Meter weiter blieb sie jedoch unvermittelt wieder stehen.
"Was machst du denn da?", ertönte Jades zischende Stimme in ihrem Ohr.
Schweigend blieb Ginny stehen wo sie war, den Blick auf das Buch gerichtet, ohne etwas zu lesen.
Harry würde wiederkommen. Und dann ... würden sie nicht wieder auf Muggelmethoden zurückgreifen wollen. Ihr Herzschlag hatte sich beschleunigt und sie war sich sicher, dass Jade genau wusste, was sie hatte. Wer wusste, wann Harry zurückkehren würde? Vielleicht würde er morgen vor der Tür stehen? Wie um sich selbst Recht zu geben, nickte sie langsam. Jemand, der sie beobachtete, würde sie wahrscheinlich für vollkommen bekloppt halten.

Bevor ihre Entschlossenheit wieder abklingen konnte, wandte Ginny sich wieder um und ging in den Tränkeladen.
Vor ihr wurde noch ein etwas älterer Zauberer bedient, der Probleme mit seinem Rücken zu haben schien und hoffte, hier einen passenden Trank zu finden. Nervös tippelte sie von einem Bein auf das andere, als müsste sie dringend au die Toilette.
Das muss dir überhaupt nicht peinlich sein, Ginny, redete sie sich selbst zu. Das ist ganz normal und du verhältst dich nur verantwortungsbewusst. Du bist bestimmt nicht die erste Sechzehnjährige, die in dieses Geschäft kommt, um diesen Trank zu kaufen. Oder?
Der alte Mann bedankte sich überschwänglich und ging dann im Schneckentempo von der Theke weg.
"Guten Tag.", begrüßte der Mann sie freundlich lächelnd.
"Hallo.", erwiderte Ginny und fragte sich, ob ihre Stimme wirklich so zittrig klang, wie es ihr vorkam. Was sollte sie nur sagen? "Ich habe Interesse an ihrem Verhütungstrank."
Das Lächeln des Verkäufers veränderte sich ein wenig, doch Ginny konnte nicht ganz einordnen, in welcher Weise.
"Diesen trank darf ich leider nur an Kundinnen über sechzehn Jahren verkaufen."
Es kostete Ginny einige Anstrengung, ihrer Stimme einen höflichen Klang zu geben, als sie entgegnete, dass sie bereits sechzehn Jahre alt war.
"Können Sie sich ausweisen?"
Ginny zog ihren Zauberstab aus ihrer Hosentasche. Wie viel hatte sie sich eigentlich von Harry angewöhnt?

Der Verkäufer legte ihren Zauberstab auf eine merkwürdige Gerätschaft, die ihm irgendetwas zu sagen schien und er reichte ihr mit einem wieder freundlichen Lächeln ihren Zauberstab zurück.
"Also, wir haben drei verschiedene Tränke im Angebot.", erklärte er und holte auch gleich drei Fläschen mit verschiedenen Flüssigkeiten unter der Theke hervor. "Dieser hier ist ausgezeichnet für Frauen geeignet, die bereits eine Schwangerschaft hatten, während dieser hier perfekt auf Damen zugeschnitten ist, die noch nie geboren haben. Ihnen allerdings würde ich diesen neuen Trank empfehlen."
Er nahm das letzte Fläschchen in die Hand, das mit einer knallig pinken Flüssigkeit gefüllt war.
"Er wurde erst letztes Jahr neu entwickelt und passt perfekt zu jungen Damen, die gerade beginnen zu verhüten. Denn das ist eine große Umstellung für den Körper und dieser Trank garantiert einen sanften Übergang."
Hatte er das auswendig gelernt? Unsicher sah Ginny auf den Trank."
"Und wie nimmt man den ein?"
"Sie nehmen jeden Monat am ersten Tag ihres Zyklus' eine bestimmte Menge, entsprechend ihres Körpergewichts, ein."
Wie aus einem Buch. Er missverstand ihr Schweigen.
"Am Anfang des Zyklus' bedeutet einen Tag nachdem sie ihre Regel hatten.", erklärte er zuvorkommend.
"Danke, ich weiß.", antwortete Ginny zuckersüß. "Wie teuer ist die Flasche und wie lange komme ich mit ihr aus?"
"Nun, ihr Körpergewicht wird Kategorie zwei sein, also..." Er sah auf eine Tabelle. "Diese Flasche wird Ihnen ein Jahr lang reichen und kostet Sie genau vier Galleonen und sieben Sickel."
Unbehaglich dachte Ginny daran, dass heute bereits eine Menge Geld ausgegeben hatte. Am liebsten hätte sie Jade gefragt, was sie davon hielt. Doch da die Kleine weder energisch an ihren Haaren zog, noch ihre winzigen Fäuste in ihre Seite rammte, nahm sie an, sie hatte keine Einwände. Es sei denn, Jade lag vor Lachen gekrümmt in der Ecke und hatte nicht die Kraft, sich zu beschweren.
"In Ordnung, ich nehm' ihn.", sagte Ginny einfach. Was war schon dabei?
Der Verkäufer holte ihr eine neue Flasche aus dem Lager und Ginny atmete erleichtert aus, als sie Jade neben ihrem Ohr kichern hörte. Sie war nicht vor Lachen gestorben. "Du böses Mädchen!", gluckste sie.
"Wollen Sie einen bestimmten Geschmack?", fragte der Verkäufer, als er zurückkehrte.
"Bitte?"
Der Trank kann einen von Ihnen gewählten Geschmack annehmen."
"Äh... Kirsche?", schlug sie spontan vor, was ihr als erstes in den Sinn kam.
Er tippte einmal mit seinem Zauberstab auf die Flasche, in der sich die Flüssigkeit kurz golden verfärbte und dann wieder das vorherige pink annahm. Als er den Trank eingepackt hatte, rechnete er ab und gab ihr mit dem Wechselgeld das Paket, das dezent in der selben Farbe gehalten war, wie der Trank. Sie steckte es in eine ihrer Einkaufstüten und verließ den Laden.
Mit einem eigenartigen Gefühl von Unsicherheit und doch Überzeugung trat sie auf die Straße. Gerade wollte sie Weasleys Zauberhafte Zauberscherze ansteuern, als sie aus dem Augenwinkel einen dunklen, strubbeligen Haarschopf sah. Ruckartig wandte sie sich um und sah gerade noch wie Harry um eine Ecke bog.


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Am schwierigsten fand ich, das Tauchen technisch zu bewältigen und dabei auch noch zu spielen. Ich durfte nie vergessen, dass Harry Kiemen hat, also gar nicht atmet. Also hatte ich sorgsam darauf zu achten, dass ich keine Luftblasen ausatmete. Um mich herum konnte ich überhaupt nichts erkennen, ich hörte nur Jamies völlig unwirkliche Stimme. Ein absolut bizarres Erlebnis, aber ich fand es echt toll.
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