
von Gordric Potter
Verwandlungslehrer
“Dann geht alles so weit in Ordnung, Minerva. Ich werde den Vertrag schreiben und sie werden ihn informieren.” meinte Griselda. “Gut, ich werde mich auch gleich auf den Weg machen und ihm bescheid geben.” antwortete Minerva. Beide Frauen saßen im Ministerium und hatten sich gerade auf einen Verwandlungslehrer geeinigt.
“Wie geht es eigentlich James?” fragte die Prüferin. “Oh, es geht ihm blendend. Meine Gryffindors sind ganz vernarrt in ihn. Manchmal bekomme ich ihn nur zu den Mahlzeiten zu Gesicht, den Rest der Zeit verbringt er mit ihnen, entweder im Gemeinschaftsraum oder in der Bibliothek, er hat gefallen an Büchern gefunden. Madam Pince hat ihm sogar einige Kinderbücher besorgt und für ihn in der Bibliothek deponiert.
Auch meine Kollegen haben einen Narren an ihm gefressen. In ihren entführen sie ihn mir manchmal regelrecht und verbringen dann die ganze Zeit mit ihm in ihren Büros. Septina Vektor, unsere Arithmantikprofessorin hat ihm ein Modell gezaubert, mit dem erschon jetzt langsam und auf spielerische Weise die Grundzüge dieses Faches versteht.
Aurora Sinistra, unsere Professorin für Astronomie, hat für ihn ein Puzzle gemacht, auf dem er die Planeten und Sterne lernen kann. Sie nimmt ihn sogar an ihren freien Tagen, manchmal auch wenn sie die Nacht davor unterricht hatte.
James hat sich auch gesundheitlich sehr gebessert, er isst jetzt regelmäßig und mach auch Fortschritte bei seinen sprachlichen Leistungen. So hat Filius den Namen Flitti weg, da er noch nicht Flitwick sagen kann.“ erklärte Minerva glücklich, sie war froh, dass Harry seine Verwandten anscheinend vergessen hatte.
„Und was macht Severus Snape, er konnte so James Vater nie leiden?“ fragte die Prüferin weiter. „Oh, der verkriecht sich in seinen Kerkern, doch ich bekomm ich da noch raus, verlass dich drauf.“ meinte Minerva, mit einem, für ihre Verhältnisse, sehr fiesem Grinsen.
Sie redeten noch eine Weile, bevor sich Minerva verabschiedete und nach Hogwarts zurückkehrte. Sie wollte James mit zu dem Einstellungsgespräch, mitnehmen da sie wusste, dass er wahrscheinlich sehr hilfreich sein würde.
Als sie in Hogwarts ankam, brauchte sie nicht lange nach ihm suchen, da das gesamte Haus Gryffindor in der Großen Halle war und auf James aufpasste.
Dieser saß auf einer Decke und spielte mit seinem fliegendem Drachen. Bill saß neben ihm und hatte ebenfalls einen Drachen in der Hand. James war der erste, der Minerva bemerkte und rief: „Minnie!“ Er hatte ihren Spitznamen erweitern können.
Alle Gryffindors mussten kichern, grüßten jedoch ihre Hauslehrerin angemessen.
Minerva musste schmunzeln, sie ging zu James und nahm ihn hoch. „Ich danke euch, dass ihr auf ihn aufgepasst habt, doch nun muss ich ihn euch leider entführen.“ sagte sie und wurde bettelnd angesehen. „Oh bitte, Professor lassen sie ihn doch noch etwas hier.“ sagte Bill, der nun auch stand. „Es geht leider nicht, doch heute Abend werde ich ihn in den Gemeinschaftsraum bringen und er kann auch, wen er will, die ganze Nacht bleiben.“ versprach die Schulleiterin und machte sich dann wieder auf den Weg.
Sie mochte das apparieren nicht besonders und wie es schien auch James nicht, da er leicht quengelte, als sie wieder auftauchten.
Sie waren in einer kleinen Seitengasse von Muggellondon. „Es ist eine Schande, wie weit der Junge gesunken ist.“ murmelte Minerva als sie die Gasse verließen.
Sie brauchte nicht weit laufen, bis sie vor einem Hochhaus stand.
Minerva sah auf dem Klingelschild nach, und fand den Namen denn sie suchte und klingelte. Sie musste auch nicht lange warten und der Türsummer erklang.
Minerva war froh, dass sie wusste, was sie machen musste. Arthur Weasley war teilweise doch zu etwas zu gebrauchen, zu mindest wenn man von Mugellsachen ausging.
Minerva musste auch nicht lange laufen, da der Mann im ersten Stock wohnte.
Sie klopfte an die Tür, die auch sofort geöffnet wurde. “Professor!” kam es erschrocken von dem Mann, der die Tür öffnete. “Guten Tag Remus, es ist eine Freude dich wieder zusehen.” meinte Minerva ruhig, und freute sich innerlich, dem ruhigen jungen Mann einen Schrecken verpasst zu haben.
Remus brauchte einen Moment um sich wieder zu fangen, doch dann bat er seine Professorin in seine Wohnung. Diese war sehr spartanisch eingerichtet, nur das notwendigste.
“Was kann ich für sie tun Professor?” fragte Remus, der sich auf einen Sessel setzte und während sich Minerva mit James auf das Sofa niederließ. “Ich bin wegen eines neuen Verwandlungslehrers hier.” antwortete die Schulleiterin. “Ach ja? Und wie kann ich ihnen da helfen? Ich wüsste im Moment niemanden wer für diese Stelle in Frage kommt. Aber warum eigentlich? Sie hören doch nicht etwa auf?” fragte Remus seine ehemalige Hauslehrerin entsetzt. “Nein, nein. Ich bin jetzt Schulleiterin. Albus wurde nach der Verhandlung, von der du sicher im Tagespropheten gelassen hast, entlassen und ich übernahm seine Stelle.” erklärte Monerva. “Ach so. dann ist der kleine Kerl auf ihrem Arm sicher, ihr Enkel James nicht?” fragte Remus und sah zu James, der sich interessiert in der Wohnung umsah. Als er bemerkte, dass er angesehen wird, drehte er seinen Kopf und blickte direkt zu Remus. Diese Augen versprühten soviel Ruhe und Geborgenheit für Harry, dass er seine Arme ausstreckte und zu dem Onkel wollte.
Minerva tat ihm den Gefallen und gab ihn weiter an Remus, der ihn erstaunt annahm und vorsichtig auf seinen Schoß setzte.
“Wie kann ich ihnen denn nun helfen Professor?” fing Remus wieder an. “Nun du warst immer einer der besten Schüler in Verwandlung und hier mit biete ich dir diese Stelle an.” sagte Minerva einfach und sah in die entsetzten Augen von ihrem ehemaligem Schüler. “Das geht nicht Professor! Sie wissen ganz genau, dass mich mein Problem daran hindert Lehrer zu sein. Die Schüler würden mich hassen und außerdem würde das Ministerium mich niemals anstellen.” sagte Remus aufgebracht. “Nun ganz ruhig, Remus. Das mit dem Ministerium ist geklärt und die Schüler brachen es nicht zu wissen. Wenn du einmal im Monat fehlst, werden wir es so aussehen lassen, also du auf eine Besorgungsreise gehst. Am besten für Pamona um Pflanzen zu holen, die nur bei Vollmond wachsen und sie nicht mehr schafft sie zu hohlen.” meinte Minerva ruhig. “Es geht trotzdem nicht!” war die entschiedene Antwort von Remus. Danach verfielen sie in schweigen. Die Ruhe dauerte etwas an, bis sie von einem “Oony!” durchbrochen wurde.
Minerva registrierte den Ruf und grinste innerlich, doch Remus saß weiter gedankenverloren da. “OONY!” wurde diesmal lauter gerufen und Remus schreckt hoch. Er sah sich um und blieb dann bei James hängen. “Was hast du gesagt, mein Kleiner?” fragte er sanft. “Oony!” antwortete Harry und Remus sah ihn ungläubig an.
“A.. a.. aber das hat doch immer Harry gesagt, wenn ich zu Besuch war. James wollte ihm Moony beibringen.” stotterte der Werwolf ungläubig.
Er brauchte noch einen Moment bis der Sickel fiel und sah seine ehemalige Haslehrerin entsetzt an. “Das ist doch nicht wahr! Er kann es nicht sein! Er ist bei Muggeln!” reif er aus. “Doch er ist es, ich habe ihn von dort weggeholt und nun lebt er auf Hogwarts als James McGonagall, mein Enkel.” erklärte Minerva ruhig. Remus sah sie an als ob es donnert, dann wieder zu James, denn er nun fest in die Arme schloss. “Remus, ich weis, was dir Harry bedeutet und dass die James und Lily zu seinem Paten gemacht hätten, wenn es gegangen wäre. Überlege dir, wenn du Verwandlungsprofessor wirst, dann kannst du Harry sooft wie möglich sehen und ihm ein Pate in spe sein.” redete Minerva auf den jungen Mann ein.
Remus sah sie an und sagte: “Unter diesen Umständen, werde ich natürlich die Stelle annehmen, wo muss ich unterschreiben?”
Minerva reichte ihm ein Pergament was er unter schrieb und sie sagte: “Willkommen in Hogwarts, Professor Lupin. Wenn sie nichts dagegen haben, möchte ich sie bitten sofort mit zur Schule zukommen.”
Remus nickte, packte schnell seine spärlichen Sachen und so machten sich die drei auf zur Schule.
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