
von Gordric Potter
Die Zeit verging schnell und alle hatten sich an den neuen Lehrer für Verwandlung gewöhnt. Er war streng und gerecht. Er hatte eine sympathische Art und die Schüler mochten ihn. Das er einmal im Monat fehlte störte weiter niemanden, nur Severus Snape der dafür immer einen Wolfsbanntrank brauen musste.
Auch war er der einzige, der sich nicht um James kümmerte. Alle in der Schule hatten ihn leib gewonnen, auch die Slytherins. Seit Minerva die Schule leitete herrschte ein besseres Klima in der Schule.
Auch wenn sie die Hauslehrerin von Gryffindor war, behandelte sie alle Schüler gleich, außer wenn es um Quidditch ging, da war sie eindeutig für ihre Löwen.
James sah sie teilweise wirklich nur noch zu den Mahlzeiten, da entweder die Schüler oder die Lehrer ihn in Beschlag nahmen. Sie freute sich für ihn und über seine gute Entwicklung, doch musste sie sich immer noch um Severus kümmern und das mit einem Plan.
Remus war gerade auf den Weg in die Kerker um mit Severus über seinen Trank zu sprechen. Er hatte James abgeholt und trug ihn nun auf dem Arm.
James kannte sich gut aus in den Kerkern, da er oft bei den Syltherins übernachtete und mit ihnen in den Kerkern spielte, in den beheizten natürlich. Remus kam vor dem Büro des Tränkeprofessors an und klopfte.
“Herein!” rief eine unwirsche Stimme und Remus trat ein. Severus Snape saß an seinem Schreibtisch und korrigierte Arbeiten. Er sah nur einmal auf und dann wieder auf das Blatt. “Was willst du, Lupin?” fragte er verächtlich. “Ich wollte dich fragen, ob du meinen Trank schon wieder fertig hast.” gab Remus ruhig zurück. Severus wies mit einer barschen Geste auf den brodelnden Becher, der auf einem Schrank stand.
Remus ging zu dem Schrank und trank das Zeug mit einem Mal aus. Er schüttelte sich und hörte: “Onky Oony?” Er sah auf den kleinen Mann in seinem Arm, der ihn besorgt ansah. “Es ist alles in Ordnung mein Kleine.” antwortete er beruhigend und strich ihm über die Stirn.
Hinter sich hörte er nur ein verächtliches Schnauben. Er drehte sich und sah Severus fragend an. “Hast du was gesagt, Severus?” fragte er höflich. “Was geht dich das an?” fragte Snape bissig zurück. “Nichts, ich habe mich bloß gefragt, warum du dich nie um James kümmerst. Was hat er dir getan?” “Warum sollte ich mich um dieses Balg kümmern? Er hat doch schon genug Verehrer die ihn bemuttern. Außerdem werde ich nie auch nur einmal Hand anlegen an POTTERS Kind.” sagte Severus wütend.
“Severus er hat seine Eltern nie kennen gelernt, er ist nicht so wie sein Vater.” versuchte es Remus, doch Severus gab ihm nicht die Möglichkeit. “Ich sagte nein und dabei bleibt es.” zischte er.
Plötzlich wurde die Tür geöffnet und Minerva er schien. “Ah, Remus da bist du ja. Kannst du mir bitte helfen? Wir müssen noch die Eingangshalle für den Valentinstag vorbeireiten.” meinte sie. “Ja gerne. Dann bring ich James schnell noch zu den Gryffindors.” meinte Remus. “Wieso? Severus wird sich sicher rührend um ihn kümmern.” sagte Minerva, nahm Remus ihren Kleinen ab und gab ihn Severus.
Dieser stand wie erstarrt da. Als er sich wieder löste waren seine Beiden Kollegen schon aus dem Raum verschwunden. Angewidert blickte er dann auf den Jungen den er im Arm hielt.
Ohne ein Wort zu sagen legte er ihn auf einen Sessel vor seinem Schreibtisch und machte sich dann wieder ans korrigieren.
James verstand nicht was er hier sollte und fing an zu quengeln. Als der schwarze Mann jedoch dann nicht reagierte fing er an zu weinen.
Severus bemerkte natürlich das Quengeln, doch ging er nicht darauf ein. Durch das weinen blickte er doch auf. “Sei doch still, Bengel.” sagte er kalt und blickte wieder auf seine Unterlagen. Das Weinen verstärkte sich jedoch nur noch.
Genervt knallte er die Feder auf seinen Tisch und stand auf. Er nahm James hoch und hielt ihn von sich weg. “Was willst du?” fragte er genervt. Wütend blickte er in die grünen Augen des kleinen Monsters.
Grün!
Grüne Augen!
Lilys Augen!
LILY!
Schoß es ihm durch den Kopf und plötzlich wurde ihm klar, dass die nicht nur der Sohn von Potter war, sondern auch von Lily.
Wie in Trance zog er den Kleinen zu sich und wiegte ihn leicht. James genoss es und kuschelte sich an den Mann.
Severus blickte wieder auf ihn hinab, doch diesmal nicht angewidert sondern freundlich.
Vorsichtig setzte er sich in einen Sessel vor dem Kamin und sah ins Feuer. Dabei streichelte er James durch sein schwarzes Haar.
“Onky Sevy!” hörte er auf einmal. Erstaunt sah er auf den Jungen in seinen Armen und lächelte. “Also bin ich nun auch den Onkel?” fragte er liebevoll und James nickte.
Auch Severus grinste und beschwor einen kleinen Plüschkessel, aus dem ein kleiner Drache blicke. Er gab ihn James der ihn begeistert annahm. “Bei mir lernst du noch was anderes kennen als nur Drachen.” sagte er leise und beobachtete den fröhlichen Jungen.
Ja er hatte erkannt, dass er einen Fehler gemacht hatte. Er wollte sich jetzt um James kümmern wie die anderen. Auch er hatte noch eine Schuld zu begleichen.
Vor der Tür klatschten sich zwei Lehrer ab und gingen zu frieden in die Eingangshalle, dich schon seit dem Vormittag fertig geschmückt war.
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