
von Gordric Potter
Kapitel 3
Als Harry am nächsten Morgen aufwachte, konnte er sich an nichts erinnern was nach seiner Ankunft in der Winkelgasse passiert war.
Er drehte sich um und bemerkte, dass er auf etwas Weichem lag. Weich? Er fühlte mit seinen Händen das er in einem Bett lag, aber wo war dieses Bett? Sollte er etwa zu Voldemort gekommen sein? Hektisch setzte er sich auf und suchte nach seiner Brille. Er fand sie jedoch nicht, leichte Panik stieg in ihm auf, doch dann merkte er wie sie ihm in die Hand geben wurde. Er setzte sie auf und sah in das Gesicht seiner Hauslehrerin. “Professor McGonagall was machen sie denn hier? Was mach ich hier?” fragte Harry erschrocken. “Harry, es schön zu sehen, dass es dir besser geht. Du bist bei mir zu Hause und ich habe dich hier hergebracht, damit du in Sicherheit bist.” antwortete sie ruhig. Sie hatte sich sofort auf den Weg gemacht als der Alarm losging. Als sie im Zimmer ankam, sah sie das er verzweifelt nach seiner Brille suchte und sein Gesicht drückte Panik aus. So nahm sie seine Brille und drückte sie ihm in die Hand.
“Aber wie ist es möglich, dass ich bei ihnen bin? Ich wollte doch in die Winkelgasse.” fragte Harry. “Nun, du bist mir praktisch vor die Füße gefallen. Doch bitte zieh dich erst einmal an und dann kommst du bitte in die Küche und frühstückst mit uns.” sagte seine Lehrerin, er nickte bloß. So verließ sie das Zimmer und er machte sich auf ins Bad. Als er dort ankam, bemerkte er, dass er keine Schmerzen mehr hatte. “Sie muss mich behandelt haben.” sachte Harry bei sich. Er brauchte nicht lange bis er fertig war und wieder aus dem Bad kam. Er ging zu seinem Bett und fragte sich was er anziehen sollte, als plötzlich ein Hauself auftauchte. “Guten Morgen, Mr. Potter. Ich bin Luki, der Hauself der Familie McGonagall, ich bin hier um ihnen Sachen zu bringen, Sir.” sprach der Elf und verbeugte sich. “Guten Morgen, ich danke dir und hätte noch zwei Bitten.” antwortete Harry. “Alles was ihr wünscht, Sir.” “Als erstes möchte ich nur mit Harry angesprochen werden, also lass diesen Mister und Sir weg und könntest du mich dann in die Küche bringen.” “Natürlich, Mr. Po… Harry, ich warte dann vor der Tür.” antwortete der Elf unsicher und war verschwunden.
Nachdem er verschwunden war, sah sich Harry seine Sachen an, es waren eine schwarze Trainingshose mit einem Gryffindorlöwen auf dem rechten Bein und ein rotes T-Shirt mit dem Hogwartssigel auf dem Rücken.
Er zog sich an und lieĂź sich dann von Luki in die KĂĽche fĂĽhren. Auf dem weg dort hin sah er sich aufmerksam um, es war ein helles Haus, in den Fluren sah er viele Bilder die ihn interessiert betrachteten. Es dort auch nicht lange, da waren sie auch schon vor der KĂĽchentĂĽr.
Er trat ein und sah, dass er mit seiner Professorin nicht allein war, denn er fand sich in einer Umarmung wieder, bei der er sich aber sofort verkrampfte. “Harry, schön das du wach bist. Los komm wir setzen uns und frühstücken erst einmal.” sagte Tonks, die sehr wohl mitbekam wie der Kleine auf ihre Umarmung reagierte, doch wollte sie ihn noch nicht darauf ansprechen. “Hallo Tonks, ich freu mich dich zu sehen.” sagte Harry und ging zum Frühstückstisch um sich zu setzen. Dieser war reichlich gedeckt, doch das einzige was Harry schaffte war einen halben Toast und ein Glas Kürbissaft. Dies brachte ihm besorgte Blicke von den Frauen ein, welche er aber nicht registrierte.
Nachdem FrĂĽhstĂĽck begaben sie sich alle ins Kaminzimmer. Harry setzte sich auf die Couch und wartete auf das unvermeidbare.
“Harry, ich weiß,” fing seine Verwandlungslehrerin an, “dass es dir nicht leicht fällt über das Geschehene zu sprechen, doch musst du uns sagen was mit dir passiert ist, sonst können wir dir nicht helfen.” Harry hörte ihre Worte und konnte nicht verhindern, dass ihm Tränen über das Gesicht liefen, als er sich an diese schrecklichen Dinge erinnerte.
Minerva sah, dass weinte und stand auf um ihn in den Arm zu nehmen. Sie merkte, wie sich ihr Schüler unter ihrer Umarmung versteifte, deshalb strich sie ihm vorsichtig über den Rücken, sprach beruhigend auf ihn ein und wiegte wie ein Kleinkind. Harry entspannte sich langsam und fing dann hemmungslos an zu weinen. Nachdem er sich dann etwas beruhigt hatte, erzählte er alles von Anfang an, von seinen Arbeiten, von den Schlägen und von den Vergewaltigungen, danach brauch er wieder in Tränen aus.
Minerva und Tonks waren von dem gehörten geschockt, wie konnte diesem armen Jungen nur so viel Leid widerfahren? Erst verlor er seine Eltern, dann seinen Paten und zum Schluss noch den Mann der für ihn so etwas wie sein Großvater war. Doch dies war alles nicht genug, er musste von seinen einzig lebenden Verwandten auch noch misshandelt und vergewaltigt werden.
Harry war inzwischen wieder, in den Armen von Minerva, eingeschlafen. Die beiden Frauen sahen sich an und brachten ihn wieder ins Bett.
“Minerva, wir müssen was unternehmen. Als erstes sollten wir den Dursleys einen Besuch abstatten und dann auch gleich seine Sachen holen.” sagte Tonks als sie wieder auf der Couch saßen. “Du hast recht. Die Dursleys müssen auch eine Lektion für das was sie Harry angetan haben, besonders dieses Schwein von Muggelmann.” sagte Minerva verächtlich.
Sie wollten gerade aufbrechen als sie zwei Eulen vor dem Fenster sahen. Eine Eule war Hedwig und die andere war eine Eule vom Ministerium. Tonks ging zum Fenster um sie einzulassen. Hedwig flog sofort aufgeregt durchs Zimmer bis Minerva sagte: “Hedwig beruhig dich, Harry geht es gut! Komm her dann bring ich dich zu ihm.” Hedwig landete auch auf der Stelle auf ihrer Schulter und sah sie erwartungsvoll an. So ging sie mit der Eule auf der Schulter in das Gästezimmer. Sie öffnete leise die Tür und sah das ihr Schüler immer noch schlief, Hedwig indes flog leise in den Raum und ließ sich am Bettende nieder und sah zufrieden aus, weil es ihrem Herrchen gut ging.
Die alte Lehrerin musste bei diesem Bild schmunzeln, denn es gab nur wenige Eulen die so anhänglich waren.
Sie ging zurück und fand Tonks mit einem wütenden Gesichtsausdruck vor. “Was ist los Tonks?” “Diese Schmallspurhirn von Minister klagt ihn doch wegen nicht erlaubter Apparation an! Ich fass es nicht, hat der nichts anderes zu tun als sich um Krimskrams zukümmern?” ereiferte sich die Aurorin. “Was? Das ist jetzt nicht dein ernst oder? Er hat Harry wahrhaftig wieder angeklagt?” fragte Minerva ungläubig. “Ja und weil es seine zweite ist, muss er wieder ins Ministerium zur Aussage, weil er ja auch ohne gesetzlichen Vormund ist.” “Aber er wird doch bald siebzehn, dann brauch er keinen Vormund mehr. Was soll der ganze Mist?” “Nun wie du weißt, ist das Ansehen des Ministeriums nicht sehr gut bei den Bürgern und ich kann mir vorstellen, dass er Harry einen schönen Deal vorschlagen will, entweder er spricht im Namen des Ministeriums oder er wird von Hogwarts verwiesen.” “Und was können wir dagegen machen?” fragte die Schulleiterin. “Nun, da gibt es nur eine Möglichkeit, er müsste adoptiert werden und zwar noch vor seinem 17. Geburtstag.” antwortete Tonks ernst. “Wie soll das gehen? Solche Verfahren brauchen doch was ich wie lange und wer soll ihn eigentlich adoptieren?” “Ich glaube da gibt es ein Gesetz, das erlaubt das eine Adoption sofort bewilligt wird wenn es der Adoptierte möchte. Dann geht dies auch ohne Zustimmung des Ministers.” “Na gut, aber wer adoptiert ihn? fragte Minerva nochmals.
“Ich würde sagen sie Professor.”
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