
von Gordric Potter
Kapitel 16
Am nächsten Morgen wachte Harry zufrieden auf. Er machte sich fertig und traf dann Hermine im Gemeinschaftsraum. “Guten Morgen Mine. Hast du gut geschlafen?” “Morgen Harry, ich hab wunderbar geschlafen. Wollen wir frühstücken gehen?” antwortete sie fragend. “Ja gerne.” So machten sie sich auf den Weg in die Große Halle. Sie kamen gerade am Verwandlungsklassenzimmer vorbei als sie jemanden auf dem Boden liegen sahen. Sie traten schnell näher und erkannten, dass es Blaise Zabini war. “Was macht er den hier?” fragte Harry und beugte sich zu ihm runter. “Ich weis nicht, ich kann auch niemanden sehen.” antwortete Hermine, während sie sich umsah.
“Oh Scheiße, die haben ihn mächtig zusammengeschlagen. Ich werde ihn sofort in den Krankenflügel bringen. Du informierst bitte Mum, du kennst ja das Passwort.” sagte Harry schnell und verfrachtete den Slytherin auf eine Trage.
Harry eilte schnell zum Krankenflügel mit einem bewusstlosen Blaise auf der Trage vor sich. Die Tür zur Krankenstation stieß er ruckartig auf und rief: “MADAM POMFREY!!! Kommen sie schnell!” Sofort wurde die Tür an der anderen Seite aufgerissen und Madam Pomfrey kam maulend raus: “Mister Potter was haben sie nun schon wieder gemacht?” “Ich gar nichts! Es geht um Blaise Zabini, wir haben ihn zusammengeschlagen vor dem Klassenzimmer für Verwandlung gefunden.” erklärte Harry und lud Blaise auf einem Bett ab. “Oh na dann wollen wir mal.” sagte die Krankenschwester geschäftig und machte sich daran Zabini zu untersuchen.
Harry blieb in der Nähe des Bettes stehen und beobachtet sie, als die Tür aufging und Hermine mit Professor McGonagall rein kam. “Was ist passiert, Harry?” fragte seine Mutter sofort. “Wir haben in bewusstlos vor deinem Klassenzimmer gefunden.” sagte ihr Adoptivsohn. “Was hat er Poppy?” wandte sie sich nun an die Krankenschwester. “Schwere Hämatome und Knochenbrüche, auch einige Fluchschäden. Das bekomm ich alles wieder hin, doch muss er zwei Tage hier bleiben.” antwortete Madam Pomfrey ohne sich von ihrem Patienten ab zu wenden.
“Wer es war wisst ihr nicht?” fragte die Schulleiterin wieder die Schüler. “Nein, aber er sah gestern schon nicht gut aus.” antwortete Hermine. “Gut, wir werden den Fall untersuchen, es soll vorerst niemand davon erfahren und nun lasst uns nun in die Halle gehen, ihr braucht noch eure Stundenpläne.”
So machten sie sich auf in die Halle, wo sie schon von Neville und Ginny erwartet wurden. “Wo wart ihr denn so lange?” fragte Ginny sofort. “Schulsprecheraufgaben. Tut uns leid. Haben wir eigentlich schon unsere Stundenpläne?” fragte Harry ausweichend. “Ja, ist eigentlich alles so wie letztes Jahr. Ihr habt jetzt Zaubertränke, das Jahr wird hoffentlich etwas angenehmer da Malfoy diesmal nicht hier ist.” sagte Neville hoffnungsvoll und wünschte den Beiden noch viel Glück.
So machten sie sich auf den Weg in die Kerker. Als sie im Kerker ankamen sahen sie, dass schon alle dastanden. Ron stand am weitesten von ihnen entfernt und bedachte Harry nur mit hasserfüllten Blicken. Sie blieben vor der Tür stehen, die auch gleich auf ging und der Bauch von Professor Slughorn zusehen war. “Guten Morgen meine Lieben, kommt nur rein.” sagte er bis sein Blick auf Harry fiel. “Ah Lord Potter es ist mir eine Ehre sie hier zu sehen.” “Danke Professor aber Harry reicht vollkommen aus. Den Titel des Lords trage ich nur bei bestimmten Anlässen.” erwiderte Harry schnell, da die Blicke von Ron immer tödlicher wurden. Die Stunde verlief ohne Schwierigkeiten, er hatte das Buch des Halbblutprinzen wieder und sogar Hermine sah ab und zu rein, wenn sie einfach nicht weiter wusste, auch wenn sie dies nicht zu gab.
Auch die restlichen Stunden liefen ohne Probleme ab. So machte er sich sofort nach Unterrichtsschluss auf in die Krankenstation um mit Zabini zu reden.
Als er eintrat, sah er sofort, dass Zabini wach war und etwas las. Harry ging auf sein Bett zu, was den Kranken aufblicken ließ. “Was willst du Potter?” fragte er ungehalten. “Mit dir reden Zabini.” antworte Harry ruhig und setzte sich auf einen Stuhl neben dem Bett. “Ich wüsste nicht was wir beide zu besprechen hätten.” schoss der Slytherin zurück. “Jetzt hör auf Blaise!” fing Harry an. “Du kannst mir nicht erzählen das nichts ist. Beim Festessen sitz du da also du nicht mehr geschlafen hast und gleich um fällst und heute Morgen finden wir dich bewusstlos auf dem Flur und wie ich von Madam Pomfrey weiß, wurdest du zusammengeschlagen und das nicht zu knapp.” Während Harrys Worten blickte Blaise nur stur gerade aus und erwiderte nichts. “Ich kann es nicht sagen, sonst machen die mich alle.” sagte er leise. “Wer macht dich sonst alle? Sag es, wir können dir helfen.” sagte Harry ruhig und beobachtete den schwarzhaarigen Jungen. “Wenn ich es dir sage, versprichst du mir dann, dass ich nicht mehr zu den Slytherins muss?” fragte er direkt und sah Harry an, dieser war erstaunt über die Bitte, nickte aber.
“Es fing alles in den Sommerferien an. Die Todesser kamen zu uns und wollten eine Entscheidung von uns, ob wir nun für den Lord sind oder nicht. Meine Mutter war schon immer gegen den Lord, doch sagte sie es ihnen nicht, sondern versprach ihnen finanzielle Unterstützung. Nachdem sie weg, waren packten wir unsere Sachen und versteckten uns. Seit dem lebten wir in ständiger Angst. Ich musste aber nach Hogwarts zurück, da meine Mutter uns ein anderes Versteck suchen wollte. Doch seit dem ich hier bin, wird es nur noch schlimmer. Es sind zwar die meisten Kinder von Todesser nicht mehr hier, doch die hier sind machen mir das Leben zur Hölle. Sie haben mir erst nur gedroht und ich gesagt, dass sich meine Mutter ihnen zeigen sollte. Ich hab so getan, also ich ihnen den Gefallen tue, doch irgendwie haben sie heraus gefunden, dass es eine Finte war und so haben sie mich gestern Zusammengeschlagen und einfach liegen lassen, bis ich dann hier im Krankenflügel aufgewacht bin.” schloss er seinen Monolog. Harry hatte die ganze Zeit daneben gesessen und zugehört. Als er endete, verabschiedete sich Harry und lief direkt zum Büro seiner Mutter.
Als er oben ankam, fragte Minerva sofort: “Harry, was ist los?” So erzählte er ihr, was passiert ist. “Was sollen wir jetzt machen, zu den Slytherins können wir ihn nicht mehr lassen?” fragte Harry. Minerva lehnte sich nachdenklich in ihrem Stuhl zurück. “Du hast recht, wir müssen ihm ein neues Zimmer zu teilen, doch ich weis nicht wo, nach Gryffindor können wir ihn nicht lassen, da er dort auch auf Feinde stoßen würde.” sagte sie nachdenklich. “Wie wäre es, wenn wir ihn in der Schulsprecherwohnung noch ein Zimmer einrichten, Hermine hat bestimmt nichts dagegen und in der Großen Halle, kann er dann bei uns sitzen, wenn sich dann einer mit ihm anlegen wollte, sind wir noch da und können die Situation aufklären.” schlug Harry vor. “JA so können wir es machen, wenn Hermine nichts dagegen hat.” sagte Minerva abschließend.
Harry machte sich dann auf den Weg um Hermine zu suchen. Er fand sie, wie nicht anders zu erwarten war, in der Bibliothek. “Hallo Hermine.” sagte er und setzte sich zu ihr. “Hey Harry. Wie geht es Blaise?” fragte sie. Harry erzählte ihr die Geschichte. “So wollten wir dich fragen ob er bei uns wohnen kann?” endete Harry. “Klar ich hab nichts dagegen. Wollen wir es ihm gleich sagen?” Harry nickte und so machten sie sich wieder auf in den Krankenflügel.
Blaise saß auf seinem Bett und las eine Zeitschrift als die Tür auf ging. Er sah hoch und erkannte die beiden Schulsprecher. “Na auch wieder da Potter?” fragte Blaise, aber nicht in seiner arroganten Weise. “Ja Blaise und nenn mich bitte Harry, denn wir haben beschlossen, dass du bei uns in der Schulsprecherwohnung wohnen wirst und sonst bei uns am Gryffindortisch sitzen wirst, damit du in Ruhe gelassen wirst.” erklärte Harry ruhig. “Ihr wollt, dass ich bei euch wohne und auch noch am Tisch von euch Löwen sitze?” fragte der Slytherin entsetzt. “Entweder das oder du gehst wieder in die Kerker.” stellte Hermine entschlossen fest. “Bloß nicht!” rief Zabini aus. “Na gut, dann werde ich eben bei euch sitzen.” “Schön. Dann werden wir die Hauselfen bitten alles vorzubereiten und wir holen dich dann Morgenabend ab und zeigen dir dein Zimmer.” sagte Harry.
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