
von MissMalfoy_84
„Werde etwas Großes und Mächtiges! Versprich es mir! Suche nach deinem Vater! Er wird dir den Weg weisen!“, waren die letzten Worte von Keeiha’s Muter. Sie starb, eine Woche nach Ferienbeginn, eine Woche nachdem Keeliha erfolgreich die Hogwarsschule für Hexerei und Zauberei abgeschlossen hatte. Alisha, Keelihas Mutter starb an AIDS, ausgelöst durch ihren Beruf...ein sehr unrühmlicher Beruf im Londoner Nachtleben. Sie arbeitete als Prostituierte in ihrer Wohnung. Ihre Tochter hatte es sehr missbilligt, dass ihre Mutter in der schäbigsten Gegend von ganz London ihr Geld als Hure verdiente. zum Leben zu wenig, aber zum Sterben zu viel. Wie oft hatte sie ihre Mutter angefleht sich eine antändige Arbeit zu suchen! Doch jedes Mal wehrte ihre Mutter ab. Deshalb hasste es Keeliha, jeden Sommer in den Ferien zu ihrer Mutter nachhause zu müssen. Sie sah ihre Mutter dann nur übersäht mit blauen Flecken und Blutergüssen auf ihrem Bett liegen, wo sie uf den nächsten „Kunden“ wartete. Oft war der Zorn in Keeliha so mächtig, die Freier ihrer Mutter zu töten oder ihnen das Gleiche an zu tun, was sie ihrer Mutter an taten. Das AIDS machte sich schleichend bei ihr bemerkbar, aber die letzten drei Jahre waren die Schlimmsten, die sie letztenendes auch dahin gerafft hatten. Oft war sie im St. Mungo, aber selbst der mächtigste Zauber vermochte diese Krankheit nicht zu heilen. Als Todesursache wurde eine einfache Erkältung diagnostiziert. Die letzte Woche ihres Lebens, war ihre Tochter an ihrer Seite. Sie hatten nie viel gemeinsam gehabt, doch die Liebe zwischen Mutter und Kind verband sie trotzdem.
Der Tag der Beerdigung war grau und düster. London zeigte sich von seiner besten Seite. Keeliha ließ ihre Mutter in einem schlichten Eichenholzsarg beerdigen. Am Tag der Beerdigung ging Keeliha noch mal langsam durch die Wohnung. Alles war ruhig und fast friedlich. Sie sah sich die wenigen Fotos an, auf denen sie mit ihrer Mutter zu sehen war. Beide lachten auf den Bildern und wirkten auf eine gewisse Weise glücklich, doch wahres Glück gab es hier nie.
Um 11 Uhr fand die Beerdigung statt. Kein Pfarrer würde eine Predigt halten, noch hatte sie irgendwelche Bekannten oder Verwandten erwartet. Aber zu ihrer Verwunderung waren doch sehr viele Leute erschienen, von denen sie einige sehr gut kannte.
„Mein Beileid, Keeliha.“, sagte zu ihr ein groß gewachsener, blonder, langhaariger Mann, mit sehr markanten grünen Augen. Er war in Begleitung einer sehr attraktiven Blondine, die wohl seine Frau war und einem blonden Jungen, den Keeliha mehr als gut kannte. Etwas abseits standen noch mehr Personen, von denen sie aber immer nur die Nachkömmlinge kannte. Pansy Parkinson, Gregory Goyle, Vincent Crabe usw. Keeliha sah verwundert auf die schwarze Menge, die am Grab ihrer Mutter stand und ihr die letzte Ehre erwies. Nach und nach kamen die Personen auf sie zu und sprachen ihre Beileidbekundungen aus, als der große blonde Mann wieder auf sie zu trat.
„Was wirst du jetzt tun?“, fragte er leise.
„Keine Ahnung, Mr. Malfoy, oder liege ich da falsch?“, sagte sie tonlos und blickte auf den Sarg ihrer Mutter, auf dem vereinzelt Blumen lagen und sich nun die Erde türmte.
Er nickte nur und meinte dann mit fester Stimme: „Es wird Zeit das du deinen Vater kennen lernst.“
Keeliha blickte ihn mehr als verwundert an.
„Sie kennen meinen Vater?“, fragte sie verdutzt.
Malfoy nickt lächelnd und es sah so aus als wüsste er ganz genau, wovon er sprach.
Auch die anderen Trauergäste nickte nun zustimmend.
„Wir kennen alle deinen Vater.“, sagte ein Mann in schwarz gekleidet, den sie als Crabes Vater einordnete.
„Wenn ihn soviel kennen, worum kenn ich ihn dann nicht?“, fragte sie leicht wütend den neben ihr stehenden Mr. Malfoy.
„Weil es deiner Sicherheit diente, dich über ihn im Unwissenden zu lassen.“, antwortete Malfoy.
Ihr Gesicht verzog sich zu einem hässlichen Grinsen.
„Also, wenn ich alles richtig kombiniere. Vor mir stehen potentielle Todesser plus deren Kinder, die wahrscheinlich auch schon alles Todesser sind. Alle samt waren, wie ich selbst in Slytherin. Alle haben was gegen Potter, wie ich auch und alle werden mit Sicherheit eine schwarze Schlange auf dem Unterarm, des rechten Armes haben. Somit behaupte ich mal ganz dreist, das mein Vater kein geringerer als Mr. Oberfiesling himself, Voldemort ist!“, sagte sie spöttisch.
Lucius lächeltet nur, was für Keeliha schon Antwort genug war.
„Entschuldigung, ich will hier niemanden zu nahe treten, aber dieser Mann kann nicht mein Vater sein! Er ist doch nicht mal ein Mensch!“, spottete sie.
Lucius Gesicht versteinerte von einer Sekunde auf die andere.
„Das sagt dir der dunkle Lord am Besten selbst!“, kam es als ernste Antwort.
Keeliha hob abwehrend die Hände!
„Nein Danke! Ich habe keinen Bedarf! 18 Jahre zeigt diese Person kein Interesse an mir und auf einmal will „ES“ einen auf Vater machen! Tut mir leid, aber für solche Maschen bin ich schon zu alt! Oder glauben Sie wirklich ich komme mit Ihnen mit und gehe zu ihm? Wie blöd kann man bitte sein! Woher will ich wissen das er mich nicht töten will? Wer gibt mir bitte da die Garantie das dem nicht so ist? Nein, viel Dank, aber dafür ist es jetzt schon lange zu spät! Vielen Dank das Sie alle gekommen sind. Ich muss jetzt los um die Wohnung meiner Mutter zu räumen.“, sagte sie energisch und ließ damit auch keinen Raum für Widerworte frei.
Sie disapparierte und ließ die Trauergesellschaft zurück, welche schon mit dieser Reaktion gerechnet hatte.
Kaum eine Sekunde, nachdem sie in der Wohnung ihrer Mutter angekommen war wühlte sie in den Schubladen nach Beweisen für diese Behauptung. Doch sie fand im ersten Moment nichts, kein Beweis der Lucius kühne Behauptung auch nur ansatzweise unterstützen würde.
Sie machte sich daran die Wohnung ihrer Mutter leer zu räumen, denn bis 15 Uhr hatte sie nur Zeit und dann wollte der Vermieter den Schlüssel haben.
Sie fing im Schlafzimmer ihrer Mutter an. All die Sachen, die sich nicht mehr benötigte wanderten in den Müll, darunter die ganzen „Arbeitssachen“ ihrer Mutter.
Als sie die letzte Schublade der Kommode öffnete und die Wäsche darin sortierte fiel ihr der Beweis für ihren Vater in die Hände. Es war ein sehr altes Foto, mindestens 17 Jahre als, was sie als Baby auf dem Schoß ihrer Mutter zeigte und neben ihrer Mutter war noch jemand! Ein Mann, der ihre Mutter in seinen Armen hielt! Sie konnte sich nie daran erinnern, dass ihre Mutter jemals einen Freund oder etwas ähnliches gehabt hatte. Je länger sie das Bild ansah um so mehr Details fielen ihr auf. Die Art und Weise, wie der Mann ihre Mutter in den Armen hatte. Die glücklich aussehenden Gesichter, aber das wichtigste Detail entgingt ihr im ersten Moment. Beide trugen einen schmalen goldenen Ring am Ringfinger der rechten Hand!!
Sie sprang vom Bett ihrer Mutter auf und suchte in ihrer Schmuckschachtel, welche im Schrank stand nach diesem Ring! Sie konnte sich nie daran erinnern das ihre Mutter jemals einen golden Ring getragen hatte, überhaupt das sie jemals Schmuck getragen hatte.
In der Schachtel fand sie eben diesen Ring von dem fot, welches sie noch immer in der Hand hielt. Sie las die Gravur auf der Innenseite. „From Tom, your Hellangle“ 20.10.1980. Tom...woher kannte sie diesen Namen? Dann fielen ihr wieder Gespräche von Gryffindors aus dem 2. Schuljahr ein, die von einem Tom Riddle handelten. Er hätte damals angeblich eines der Weasly Bälger entführt. In dem Zusammenhang wurde auch irgendwas von einem Tagebuch geredet. Auch Draco hatte sie mal über dieses Buch reden hören. Wenn sie im Nachhinein darüber nachdachte, viel ihr auf, dass er immer äußerst freundlich zu ihr gewesen ist.
War Tom Riddle wirklich Voldemort, wo wie es immer behauptet worden war?
Sie legte den ring auf das Foto und versuchte wieder auf andere Gedanken zu kommen, denn sie musste sich beeilen die Wohnung leer zu kriegen.
Ihre Mutter war mit drei Mieten im Rückstand und sie selbst hatte nicht mal annährend soviel Geld, um die Ausstände zu begleichen. So wurde die Wohnung fristlos gekündigt und die Möbel als Schuldentilgung verwendet. So musste sie nur ihre Sachen packen und die Sachen ihrer, Mutter, welche sie nicht mehr brauchte entsorgen.
Nachdem sie das Brauchbare von dem Unbrauchbaren sortiert hatte, schwor sie einen Karton herbei, sagte einmal leise „packe“ und all die Gegenstände und Dinge die sie behalten wollte wanderten minimiert in den Karton. Aus ihrem Zimmer nahm sie nichts weiter als ihre persönlichen Dinge und ihre Kleidung mit. Um punkt 15 Uhr erschien der Vermieter. Er war ein fetter, schmieriger Typ, dem das speckige Hemd aus der Hose hing.
Er sagte kein Wort, war dennoch sehr unfreundlich und murmelte andauernd vor sich hin.
Keeliha verstand nicht viel, aber sie verstand einen Satz ganz deutlich: „Bin ich froh endlich diese elendige Hure los zu sein.“
Keeliha stand direkt vor ihm und sah ihn zornig an. Es hatte fast den Anschein als würde sie über sich selbst hinaus wachsen. Ihre grünen Augen blitzten und sie hatte den Zauberstab fest umgriffen.
„Keiner! Aber auch wirklich kein Mensch hat das Recht so von meiner Mutter zu sprechen!!“, schrie sie ihn an.
Noch eher er etwas sagen konnte hatte sie ihn an seinem speckigen Kragen gepackt und hielt ihm den Zauberstab direkt unter sein fettes Kinn und murmelte ganz leise „Crucio“ und grinste dabei höhnisch!
Sie ließ ihn los und der fette Vermieter wand sich vor Schmerzen schreiend auf dem Boden.
„Keiner spricht so von meiner Mutter!“, sagte sie verächtlich und trat dem Fettsack abschließend in die Weichteile. Im selben Moment flatterte eine Eule durch das halboffene Fenster und ließ einen Umschlag direkt vor Keelihas Füße fallen, der sich erhob, im Zimmer schwebte und sich quasi von selbst vorlas. Doch Keeliha hörte schon gar nicht mehr richtig hin, sondern nahm ihren Zauberstab von der Kommode und steckte ihn zu dem ihrer Mutter der sich in ihrer Hosentasche befand.
„Die sind so blöd vom Zaubereiministerium.“, dachte sie und lachte.
Vor der Haustür disapparierte sie und fand sich vor einem etwas herunter gekommenen Reihenhaus in London wieder. Zielstrebig ging sie auf die Eingangstür zu und klingelte. Eine schwarzhaarige und schwarzgeschminkte Frau öffnete die Tür und lächelte Keeliha freudestrahlend an!
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