
von MissMalfoy_84
@Miss Voldemort:
Vielen vielen lieben Dank für dein Kommi. es freut mich das dir die Geschichte gefällt. Ich hoffe, ich schaff es öfter Kapitel zu veröffentlichen. Freu dich darauf wie es weitergeht und ob sie noch ihren Vater findet. *gG*
@Hogwarts_Girlchen:
Es freut mich das dir das erste kapitel schon so gut gefallen hat. Solche ideen komen mir leider in letzter Zeit viel zu selten, aber ich hoffe das dir das nächste Kapitel genauso gut gefällt.
und nun, viel Spaß beim lesen!
Liebe Grüße, Miss Malfoy
Kapitel 2: Familienbande
„Keeliha! Komm rein, ich hab schon auf dich gewartet! Komm mit, gehen wir erst mal hoch in dein Zimmer. Die anderen freuen sich schon wahnsinnig, das du endlich wieder bei uns bist!“, sagte die schwarzhaarig Frau und nahm Keeliha freudig in ihre Arme. In diesem Moment fühlte Keeliha etwas, was sie schon lange nicht mehr gespürt hatte…nämlich Liebe.
Es war Judy die ihr die Tür geöffnet hatte. Für ihre 42 Jahre sah sie noch sehr jung aus, aber auch die Piercings und die Schminke ließen sie jünger erscheinen.
Sie gingen die kleine Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Die erste Tür rechts, Keelihas altes Zimmer.
Judy ist für Keeliha so etwas wie ihre Ziehmutter. Als sie 2 Jahre alt war, wurde sie von Jugendamt ihrer Mutter weggenommen, da diese zu sehr in den Sumpf ihres Berufes gerutscht war. Sie hing jeden Tag an der Flasche, spritze sich mehrmals Heroin, rauchte Crack, kurzum war es ein Wunder, das sie nicht schon eher an einer Überdosis gestorben war. Das Jugendamt gab ihr damals noch eine Chance. Sie sollte innerhalb von 4 Woche clean werden und bekäme dann ihr Tochter zurück, was sie dann auch tat. Freiwillig ließ sie sich ins Mungo einweisen und verbrachte dort die wohl schlimmsten drei Wochen ihres Lebens.
Krämpfe , Wahnvorstellungen, Tobsuchtsanfälle, Herzstillstände, Kreislaufzusammenbrüche begleiteten ihren schweren Weg aus dem Drogensumpf. Sie wurde nie wieder rückfällig, aus liebe zu ihrer Tochter, die sie aber nur empfand und ihr nie zeigte.
Aus diesem Grund war Keeliha auch öfter bei Judy als bei ihrer eignen Mutter.
Sie wurde in Judys Familie aufgenommen wie eine zweite Tochter. Bono, Judys Mann, hatte zusammen mit seiner Frau ein Tattoostudio mitten in London. Selbst hatten sie drei Kinder, Eddie, Thor und Bonnie, alles im selben Alter wie Keeliha.
Erst bei Judy lernte sie das wahre Familienleben kennen und die Bedeutung des Wortes Liebe! Sie verbrachte insgesamt fast das ihr bisheriges ganzes Leben in Judys Familie, da ihre Mutter es anfangs nicht für nötig hielt, diesen Entzug zu machen.
Auch wenn Bono und Judy, sowie ihre ganzen Kinder echte Metall Fans waren, so waren sie doch die schönste und liebste Familie die sich Keeliha hätten wünschen können. Bono kümmerte sich um sie, wie um seine eigenen Kinder. Er brachte ihr Gitarre spielen bei, besonders Iron Maiden hatte es Keeliha angetan. Sie wurde langsam aber sicher, wie ihre Zweitfamilie zu einem echten Metallfan. Das Highlight war aber die Erfüllung einer ihrer großen Wünsche. Zu ihrem 14, Geburtstag schenkten sie ihr ihre erste eigene Gitarre, mit allen Unterschriften von Iron Maiden, selbst Eddie war im Airbrush auf die Gitarre gesprüht worden. Sie kann sich noch ganz genau an diesen Tag erinnern, als wenn er erst ein paar Stunden her wäre. Als sie das Geschenkpapier damals abgerissen hatte und auf die Gitarre blickte, welche in ihren Händen lag, blieb ihr vor Glück das Herz stehen. Sie stürzte sich auf Bono und Judy und umarmte sie und weinte vor Freude. Es ist das Wertvollste was sie besitzt, ihr eigene „Iron Maiden“ Gitarre. Mit 16 erfüllte sie sich ihren nächsten großen Wunsch, ein Tattoo was sich von der Schulte über den linken Arm zog, runter bis zur Hand. Sie ließ es sich im Studio ihrer Eltern stechen, doch sie konnte es mit Geld nicht bezahlen und Geschenkt haben wollte sie es auch nicht. Sie half als Bezahlung Judy und Bono im Studio aus, reparierte die Stechpistolen usw. Wozu hat man denn den Zauberstab der eigenen Mutter?
Aber nicht nur im Studio reparierte sie mit Magie, sondern auch bei Judy zuhause. Ihr Geschwister waren fasziniert von Keelihas Fähigkeiten, aber merkwürdigerweise nie Eifersüchtig oder neidisch, denn sie wussten, das Keeliha eigentlich gar nicht zaubern durfte, da sie noch nicht volljährig war.
Beeindruckt von ihrem fantastischen Gitarrenspiel nahmen Bonnie, Eddie und thor sie kurzerhand in ihre Band, die „Hell Angle’s“ auf. Ihre Idole waren keine geringeren als „Iron Maiden“, „Dimmu Borgir“, „Amon Amarth“ und „Metallica“.
All dies ging Keeliha durch den Kopf, während sie langsam die Treppe zu ihrem Zimmer hoch ging und die Tür öffnete. Es sah alles noch genauso aus, wie sie es das letzte Mal verlassen hatte. Auf dem Nachtisch stand ein Foto von ihr und ihrer „Familie“, an den Wänden, welche pink-schwarz gestrichen waren hingen Fahnen und Poster ihrer Idole. Ihre Lieblingsbettwäsche war drauf, schwarz mit dem Tarot des Todes auf der einen Seite und das Slytherinwappen auf der anderen Seite.
Langsam stellte sie ihre Kiste ab und sah dann zu Judy.
„Es ist so schön wieder bei euch zu sein.“, sagte sie leise und umarmte Judy.
Sie schluchzte leise. Judy wusste was vorgefallen war, sie hatte es in der Zeitung gelesen. Ihre Mutter war eine von vielen Tausenden die jährlich an AIDS starben. Und sie wusste auch, das selbst die Magie nichts ausrichten konnte. Sie machte sich sorgen um Keeliha, da sie nicht wusste, was sie jetzt machen sollte. Ein Abschluss, auch wenn ein tadelloser ist in der Muggelwelt nichts wert. Überhaupt wusste Judy alles was die magische Welt betraf, denn Keeliha hielt sie auch während des Schuljahres auf dem Laufenden. Keeliha verstand nicht, wieso man um die Magie so einen großen Hehl machen sollte, da es für sie in gewisser Weise normal war, das Muggel und Magier nebeneinander lebten. Sie heirateten ja auch schließlich einander.
Judy und Keeliha wurden aus ihrer Stille herausgerissen als die Tür aufflog und zwei junge Männer hinein stürmten, Keeliha mit sich rissen und aufs Bett warfen.
„Unsere Hexe ist endlich wieder da!! Wir haben dich so vermisst!“, sagten Beide gleichzeitig. Der eine von ihnen hatte grün-rot-schwarz gefärbte Haare, die ihm bis über die Schulter hingen und wild zerzaust waren. Der Andere hatte lange, fast bis zum hintern reichende schwarze Haare, die ordentlich nach hinten gebürstet waren. Eddie saß rechts von ihr und Thor links. Beide waren 18 Jahre alt. Eddie war schon immer der verrücktere und wildere von Beiden gewesen. Sie umarmten sie abwechselnd.
„Wir haben dich so vermisst!“, sagte Eddie liebevoll und nahm sie in seine Arme und drückte sie an sich. Thor tat es ihm gleich und ließ sie erst los, als ein junges Mädchen, komplett in schwarz das Zimmer betrat.
„Nun lasst ihr doch mal Luft, ich will sie schließlich auch noch umarmen!“, sagte sie lachend und kam auf Keeliha zu, welche auf der Bettkante saß.
Es war ihre „Schwester“ Bonnie, wie immer im klassischen schwarz, übersäht mit Nieten und Ketten und wie immer Stiefel an.
„Schön dich wieder bei uns zu haben! Ich hab dich so vermisst!“, sagte Bonnie leise und umarmte Keeliha und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Fehlt nur noch einer,“, meinte Judy lachend „nur auf den müssen wir noch ein bisschen warten.“ Bono war im Studio und tätowierte gerade einem Stammkunden sein 30. Tattoo. Er wusste nichts von Keelihas Ankunft, hatte aber schon eine sehr genaue Ahnung von dem was seine Frau ihm nicht sagen wollte. Und so wartete er auf den Feierabend und grinste in sich hinein, denn er kannte seine Frau nur all zu gut. Und grinsend und pfeifend durch ihr Haus zu springen tat Judy eigentlich nur, wenn Keeliha zu Besuch kam.
Sie saßen oben in Keelihas Zimmer und erzählten. Judy vermied es die Beerdigung an zu sprechen. Thor zeigte ihr sein neues Tattoo. Ein großer Thorshammer über seinen ganzen rücken, verziert mit nordischen Symbolen. Er hatte es von seinen Eltern zu seinem 18. Geburtstag geschenkt bekommen. Sie versuchten Keeliha auf andere Gedanken zu bringen, doch Judy und ihre Kinder merkten, dass sie mit ihren Gedanken ganz woanders war.
Auch wenn Keeliha und ihre Mutter nie ein besonders enges Verhältnis zu einander hatten, so verband sie doch die Liebe von Mutter und Tochter. Und ihr wurde klar, dass sie ihre Mutter nie wiedersehen würde. Langsam liefen ihr die Tränen übers Gesicht und Eddie nahm sie zärtlich in seine Arme.
„Wisst ihr, sie hatte zwar nie Zeit für mich, aber trotzdem vermisse ich sie so sehr.“, kam es mit Tränen erfüllter Stimme aus ihr hervor.
„Und dann heute auf dem Friedhof…da waren so viele Menschen. Alles Zauberer und Hexen und der eine von ihnen, der sagte mir er wüsste wer mein Vater ist.“, schluchzte sie. Judy sah sie erschrocken an, genau wie ihre Kinder.
„Wieso kennen die meinen Vater?“, fragte sie leise. „Und wieso muss es ausgerechnet dieser Tom Riddle sein, der angeblich mein Vater ist?“, fragte sie abermals und verstand die Welt nicht mehr.
„Ist Tom Riddle nicht dieser Voldemort?“, fragt Bonnie leise.
„Das weis ich eben nicht. Ich hab mich nie für diesen Spinner interessiert. Was geht mich auch so ein Geisteskranker an!“, sagte sie verwirrt.
„Voldemort ist doch jener welcher, der für die Attentate auf Zauberer und Muggel verantwortlich ist, oder?“, fragte Eddie nach.
„Genau der! Und der soll mein Vater sein!!“, sagte Keeliha traurig.
„Das kann ich mir einfach nicht vorstellen und will es ehrlich gesagt auch gar nicht wissen, ob er mein Vater ist! Denn mit dieser Person will ich nichts zu tun haben! Er ist ja nicht mal ein Mensch!“, sagte sie wütend und stand auf.
„Wieso kann ich mir meinen Vater nicht aussuchen? Wieso könnt ihr nicht meine richtige Familie sein?“, fragte sie leise und wischte sich die Tränen weg.
Judy stand auf und ging zu ihr. „Aber Keeliha, wir sind doch deine Familie. Du musst doch nicht zu diesem Spinner, wenn du nichts willst.“, sagte sie liebevoll und nahm Keeliha in ihre Arme.
„Wieso habt ihr sie nicht hergebracht?“, fragte ER zornig.
„Sie disapparierte einfach! Wir konnte nicht so schnell handeln wie wir es gerne getan hätten! Nachher hätte wir sie noch verletzt! Das wollten wir nicht! Gebt ihr Zeit My Lord. Sie scheint noch nicht so weit zu sein, um die Wahrheit zu erfahren.“, sagte eine männliche Stimme unter einem Umhang und hinter einer Maske versteckt.
Er stand vor einem Fenster und blickte über die weite Landschaft die sich ihm offenbarte.
„Ashila…“, sagte er leise und betrachtete ein Medaillon in seiner Hand, in welchem ein Foto war von einer Frau. Daneben das Bild eines Baby’s das lächelte und ihn ansah.
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