
von MissMalfoy_84
@InaBau:
Nun wird aufgelöst was er von Keeliha wollte, doch eine komplette auflösung gibt es erst am ende! Ich wünsche dir viel Spaß beim lesen!!
Unruhig tigerte Keeliha durch die Küche und blickte alle zwei Sekunden auf ihre Uhr. Das Klopfen an der Tür war fast wie eine Erlösung! Sie stürmte hin und öffnete.
„Hallo Mr. Malfoy!“, sagte sie aufgeregt.
„Hallo Keeliha! Ein tolles Konzert war das gestern Abend! Wollen wir?“, fragte er und versuchte ein wenig die Spannung zu nehmen.
„Ja, natürlich! Sofort!“, sagte sie hastig. Sie griff sich ihren Schlüssel und schloss hinter ihnen ab.
Ein kleines Stück gingen sie schweigend nebeneinander her. Keeliha war die Anspannung an zu merken unter der sie stand. Sie würde nun gleich Antworten auf die wohl wichtigste Frage in ihrem Leben bekommen.
„Gut, dann wollen wir mal.“, Lucius nahm sie in seine Arme und dann verschwanden sie.
Kurze Zeit später tauchten sie vor einem ansehnlichen Landsitz auf, irgendwo auf der Welt, wahrscheinlich in England.
Sie folgte Lucius ins Haus und zog es vor immer dicht bei ihm zu bleiben. Einige der Personen die anwesend waren erkannte sie und nickte ihnen zu. Vor einer großen Flügeltür blieben sie stehen.
„Herein!“, kam es ungehalten von innen.
Etwas verängstigt war Keeliha schon, aber sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen.
Der Raum schien unendlich groß zu sein! Es kam ihr vor wie eine halbe Ewigkeit als sie endlich bei dem Ohrensessel angelangt waren, in dem eine Person saß, die eine Schlange streichelte.
„MyLord…Keeliha…“, stellte Lucius sie vor und verneigte sich dabei.
Sie kam sich unglaublich hilflos vor und fühlte sich etwas unwohl in ihrer Haut. Aber sämtliche Angst die sie zuvor gespürt hatte war verflogen, was sie sich nicht erklären konnte.
„Tritt näher Keeliha.“, sagte der dunkle Lord.
Sie tat wie ihr geheißen. Die Schlange, welche auf der Lehne lag zischelte nun aufgeregt und nährte sich ihr.
Sie mochte Tiere, egal was für welche. Vorsichtig hielt sie ihre Hand hin, damit die Schlange ihren Duft wahrnehmen konnte. Sie wandte sich ab von ihr und wieder ihrem Meister zu, der ihr nun tief in die Augen blickte.
„Darf ich sprechen?“, fragte sie vorsichtig.
„Nur zu.“, sagte Voldemort gelassen und schwor für sie einen Sessel herbei.
„Setz dich.“, er deutete auf den Sessel ihm gegenüber.
„Vielen Dank.“, sagte sie leise und setzte sich vorsichtig hin.
Nun besah er sie sich ganz genau. Sie war fast das Ebenbild ihrer Mutter, nur die Haarfarbe und die Augen stammten wohl vom Vater…
Sie holte ein Bild aus dem Beutel ihres Kapuzenpullis und drückte es an sich.
„Verzeiht falls ich euch damit zu nahe trete, aber kennt ihr diesen Mann?“, fragte sie verhalten und hielt ihm das Bild hin.
Er nahm es in die Hand und seine Augen weiteten sich.
„Das ist unmöglich…“, murmelte er und sah wie gebannt auf das Foto.
Er beruhigte sich und stand auf. Keeliha sah zu ihm auf und ihm hinterher während er durch das Zimmer schritt.
„Wie mir berichtet wurde, sollst du sehr musikalisch sein. Würdest du etwas für mich spielen?“
„Habt ihr denn eine Gitarre hier?“
Er machte eine kurze Handbewegung und schon lag auf ihrem Schoß eine Akustikgitarre.
Sie nahm sie und überprüfte kurz, ob sie auch gestimmt war. Damit sie vernünftig spielen konnte, setzte sie sich auf den Rand der Sitzfläche.
Sie sah kurz zu ihm und fing dann an „November rain“ das Lied ihrer Mutter zu spielen.
Voldemort hielt in seiner Bewegung inne und versteifte sich.
Es war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit…Ashila und er tanzten oft zu diesem Lied, wenn sie traurig war hörte sie es…es war einst IHR Lied, aber ach Gott wie lange war das schon her…Und doch, er konnte ihr Gesicht genau vor seinen Augen sehen.
“Don't you think that you need somebody, don't you think that you need someone, everybody needs somebody”, waren die letzten Worte die sie sang. Voldemort stand noch immer wie versteinert am Fenster und kam erst langsam wieder zu sich.
„Es war unser Lied.“, sagte er mit fester Stimme.
„Also kanntet ihr meine Mutter?“
„Ja, ich kannte sie und ich liebte sie.“
„Verzeiht die Frage, aber seit ihr der Mann auf dem Bild?“, sie hoffte das er sie nicht gleich umbringen würde.
„Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, ja ich bin es. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Land.“
„Ich hatte letzte Nacht einen seltsamen Traum…Ein Mann verhüllt in einem Umhang erschien mir. Sein Gesicht konnte ich nicht sehen, doch auf meine Frage hin, ob er Tom Riddle heißt verschwand er. Er hatte dieselbe Stimme wie ihr sie habt…Der Tom Riddle, den ich damals traf hatte sie nicht. Auch versicherte er mir, kein Todesser zu sein, aber auf der Beerdigung meiner Mutter war alles voller Todesser und Mr. Malfoy sagte mir, das er meinen Vater kennt. Ein gewisser Mann namens Augustus Rookwood. Mr. Malfoy, wissen Sie noch, was sie damals zu mir sagten, nachdem sie mich vor dem falschen Riddle gerettet hatten?“
„Falscher Riddlel?“, Voldemort meldete sich nun zu Wort und schaute zu Keeliha.
„Ja, ich saß an der Themse, als plötzlich ein Mann neben mir stand der sich als Tom Riddle ausgab. Auf die Frage hin, ob er Lord Voldemort ist, sah er mich an als würde ich ihm was Böses wollen. Dabei, verzeiht wenn ich das sage, ist es ein offenes Geheimnis, das Tom Riddle zu Voldemort wurde. Er trug mir dann eine bis zu einem gewissen Grad glaubwürdige Geschichte vor, aber dieser Mensch war mir von Anfang an mehr als suspekt.“
„Kannst du ihn beschreiben?“, fragte Voldemort.
„Der Mann auf dem Foto. Er sah genauso aus.“
„Lucius, wo ist ER?“, fragte der dunkle Lord zornig.
„Ich werde nachsehen.“, Lucius trat hinaus vor die Tür.
Nun war Voldemort mit Keeliha alleine.
„Keeliha, dein Vater hieß Rookwood. Dieser Mann auf dem Foto ist ein Betrüger. Leider können wir Rookwood nicht mehr fragen was damals wirklich vorgefallen ist. Aber wenn du möchtest können wir einen Test machen um seine Vaterschaft zu bestimmen.“, Voldemort sah ihr in die Augen und die Traurigkeit schrie ihn fast an.
„Du vermisst deine Mutter, nicht wahr?“, er war äußerst behutsam, was sonst nicht seine Art war.
„Ja, sie fehlt mir sehr. Auch wenn unser Verhältnis nicht immer das Beste war, war sie trotz allem meine Mutter und sie fehlt mir wahnsinnig.“
„Ich habe gehört, dass du bei Muggeln wohnst. Stimmt das?“
„Ja, sie waren meine Pflegefamilie und haben sich mehr um mich gekümmert als meine leiblichen Eltern.“, sagte sie vorwurfsvoll.
Er sah sie an und konnte Wut erkennen, aber auch unsagbar viel Schmerz.
Sie stand auf und ging zum Fenster rüber. Draußen zogen die Wolken vorbei und es war kalt.
„Wenn man mir doch wenigstens die Möglichkeit gegeben hätte mit ihm zu reden. Auf der einen Seite hasse ich ihn, aber auf der anderen Seite fehlt er mir, auch wenn ich diesen Mann überhaupt nicht kenne.“, sie sah Voldemort an und blickte ihm genau in die Augen.
„Vielleicht hilft es dir etwas, wenn ich dir sage, dass er ein ausgezeichneter Todesser war.“
„Toller Trost…ich war zwar in Slytherin, aber ich hatte nie ehrlich gesagt viel übrig für schwarze Magie.“
Er sah sie schief an und irgendwas an ihrem Äußeren passte nicht ins Bild, nur er kam nicht drauf was es war.
„Ich sollte wieder zurück. Ich habe schon genug eure Zeit verschwendet.“, sagte sie kalt. Sie riss sich noch ein paar Haare aus und reichte sie ihm.
„Für den Test. Ich weiß nicht ob Mr. Malfoy es euch gesagt hat, aber wir geben bald ein Konzert…also wenn ihr wollt, kommt doch mit.“, hatte sie gerade wirklich den dunklen Lord zu ihrem Auftritt eingeladen? Wie verrückt musste sie eigentlich sein!
Er nahm die Haare und dabei berührten sich kurz ihr Hände. Als wenn sie ein Starkstromkabel angefasst hätte durchzuckte es ihren Körper. Für einen kurzen Augenblick sah sie Gedankenfetzen von ihm.
„Dann nochmals vielen dank, das ihr mich empfangen hat. Lebt wohl.“, sagte sie hastig, den Blick dabei immer auf ihn gerichtet.
Sie schritt eilig zur Tür und huschte hinaus. Auf dem Flur standen überall Todesser die sie ansehen und hinterher sahen. Sie verfiel in leichtes Laufen, denn ihre Blicke drohten sie fast zu erdrücken.
Erleichtert draußen zu sein, disapparierte sie sofort. Sie sah nicht mal wie Voldemort am Fenster stand und ihr nachsah.
Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr hinterlasst mit einen Review als Motivation zum weiterschreiben!
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