Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum
Anzeige

Fanfiction

Die Tochter des Kriegers - Streitigkeiten

von ChantalMoody

Je näher die Prüfungen kamen, desto gereizter wurde die Stimmung ringsum. Wenn ich das sah, wurde mir angst und bange vor dem nächsten Schuljahr, denn dann würde ich selbst meine ZAGs machen müssen. Nur James und Sirius machten weiterhin ihre Späße. Anscheinend waren sie überhaupt nicht in der Lage, irgend etwas ernst zu nehmen. Remus saß mehr denn je über den Büchern, denn er musste bedeutend mehr für gute Noten arbeiten als James und Sirius, denen offenbar alles zuflog. Peter war bedrückt, denn er hatte nach wie vor Schwierigkeiten, mit dem Unterrichtsstoff zurechtzukommen, und er war in den praktischen Übungen sehr ungeschickt.

Einmal hörte ich, als ich alleine auf dem Schulgelände spazieren ging, wie Lily und Severus sich stritten. Ich bekam nicht alles mit, doch aus dem, was ich heraushörte, ging es wohl um die Freunde von Severus, mit denen Lily nicht zurecht kam. Ich wusste, dass Lily diese Typen meinte, von denen Sirius erzählt hatte, dass sein kleiner Bruder ihnen nachliefe. Sie waren auch mir schon einige Male über den Weg gelaufen, und auch ohne das Wissen, dass diese Jungen Verwandte hatten, die, wie mein Vater sagte, zu den Todessern gehörten, fand ich auch, dass sie alles andere als vertrauenerweckend wirkten. Zum Glück hatte ich nichts weiter mit ihnen zu tun, da sie nicht in meiner Klasse waren. Allerdings bekam ich mit, dass sie mich jedes Mal, wenn sie mich irgendwo auf dem Schulgelände oder auf einem der Flure sahen, mit finsteren Blicken ansahen.

In der nächsten Zeit sah ich Severus fast nur alleine herumlaufen. Mit Lily schien er sich nur noch sehr selten zu treffen. Ich hütete mich davor, in seine Nähe zu kommen, denn es war schon öfter vorgefallen, dass er mir ein Bein stellte oder mich absichtlich rempelte. Anscheinend war er allerschlechtester Laune. Von James und Sirius hörte ich, dass es zwischen ihnen und Severus immer wieder mal zu Streitigkeiten und auch immer wieder mal zu Prügeleien gekommen war. Es nervte mich, dass James und Sirius sich so häufig herumprügelten, und ich sagte mehr als einmal: „Ist das eigentlich notwendig, dass ihr euch ständig mit Severus herumstreitet und sogar prügelt? Lasst ihn doch einfach links liegen!“ James pflegte daraufhin zu antworten: „Es genügt, dass er da ist.“ Und Sirius meinte: „Er ist doch auch nicht besser als wir. Verhext einen, wenn man nur den Rücken zukehrt.“ Ich konnte mit dem besten Willen nicht behaupten, dass mich diese Antworten besonders zufrieden stellten. Ich sprach darüber einmal mit Remus und fragte ihn, weshalb er seine Freunde nicht von diesen Spielchen abhielt. Er wurde deutlich verlegen, meinte aber nur: „Hast du die beiden jemals von irgend etwas abhalten können, das sie sich in den Kopf gesetzt haben?“ Mehr wusste er dazu nicht zu sagen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass ihn irgend etwas bedrückte, worüber er mit mir nicht reden wollte.

Schließlich waren die Prüfungstage herangekommen. Die Prüfer waren schon angereist, lauter Hexen und Zauberer, die mir uralt vorkamen. Tatsächlich erzählte mir eins der älteren Mädchen, dass eine der Hexen, Griselda Marchbanks, bereits Professor Dumbledore in Verwandlung und Zauberkunst geprüft hätte. Da auch Professor Dumbledore schon sehr alt war, musste Professor Marchbanks also uralt sein.

Die Fünft- und Siebtklässler, die die ZAG- beziehungsweise UTZ-Prüfungen absolvierten, hatten vormittags schriftliche und nachmittags praktische Prüfungen. Die anderen Klassen hatten unterrichtsfrei. Natürlich genossen wir diese zusätzlichen Freistunden, da das Wetter noch schön war. Ich ging häufig spazieren, und hier und da besuchte ich auch Hagrid und sah ihm bei seiner Gartenarbeit zu.

Mit meinen Freunden war natürlich nicht so recht zu reden in der Prüfungszeit. Wenn überhaupt, redeten sie über die Prüfungsfragen und spekulierten darüber, ob sie auch alles richtig beantwortet hatten. „Na ja, wenigstens können wir im nächsten Jahr Geschichte der Zauberei und Astronomie abwählen“, meinte James. „Wer will schon seine UTZ in so blöden Fächern machen?“ „Ich ganz bestimmt nicht“, meinte Sirius. Nach den Gesprächen, die sie miteinander führten, schienen James, Sirius und Remus mit ihren Leistungen zufrieden zu sein, nur Peter wirkte bedrückt.

Schließlich war der letzte Prüfungstag gekommen. Die Fünftklässler schrieben an dem Vormittag ihre theoretischen Prüfungen in Zauberkunst. Mittags hatten sie zwischen dem Mittagessen und der praktischen Prüfung, wie ich wusste, zwei Stunden Pause. Ich vermutete, dass sie diese Pause bei dem schönen Wetter wohl auf dem Gelände verbringen würden und ging sie suchen, da ich mich etwas langweilte. Zunächst fand ich sie nicht, doch dann hörte ich ihre Stimmen in der Nähe des Sees und ging in die Richtung. Ich hörte James rufen: „Alles klar, Schniefelus?“ Ich konnte nur noch denken: ‚Geht das schon wieder los’, denn mir war klar, dass das Ganze wieder in einer Prügelei enden würde. Ich wollte schon wieder unauffällig verschwinden, da hörte ich James rufen: „Expelliarmus!“ und kurz darauf „Impedimenta!“ Obwohl ich das Gefühl hatte, es wäre besser, wegzugehen, ging ich doch näher heran. Was ich sah, brachte mich dazu, mir zu wünschen, dass ich doch abgehauen wäre. Ich sah Severus am Boden liegen, James und Sirius standen mit erhobenen Zauberstäben vor ihm. Severus´ Zauberstab lag in einiger Entfernung im Gras. Ringsum standen andere Schüler, unter anderem Peter, und sie sahen alle zu , die meisten lachten. Remus saß ein Stück entfernt im Gras und hielt ein Buch in der Hand, schien jedoch nicht zu lesen. James und Sirius lästerten die ganze Zeit über Severus, der versuchte aufzustehen, aber nicht auf die Beine kam, da der Zauber noch immer wirkte. Die anderen Schüler, die ringsum standen, lachten. Severus begann, allerlei Schimpfworte zu rufen, bis James „Ratzeputz!“ rief, woraufhin Severus Seifenschaum aus dem Mund quoll.

Im gleichen Moment hörte ich eine Mädchenstimme rufen: „Lasst ihn in Ruhe! Was hat er euch getan?“ Es war Lily Evans. Sie hatte sich mit einer Gruppe von Mädchen am See aufgehalten und kam nun herbeigelaufen.
„Es ist eher die Tatsache, dass er existiert, wenn du verstehst, was ich meine“, entgegnete James.
Sirius und Peter begannen zu lachen, ebenso einige der anderen Schüler. Remus dagegen runzelte die Stirn und tat so, als würde er weiterlesen. Lily wurde wütend. „Du glaubst, du wärest lustig“, sagte sie. „Aber du bist nichts weiter, als ein arroganter Quälgeist, Potter. Lass ihn in Ruhe.“ „Wenn du mit mir ausgehst, Evans“, antwortete James.
„Mit dir würde ich nicht ausgehen, selbst wenn ich nur die Wahl hätte zwischen dir und dem Riesenkraken“, entgegnete Lily.

Während dieser Unterhaltung hatte der Zauber, unter dem Severus gestanden hatte, nachgelassen, und er war zu seinem Zauberstab hingekrochen. Er richtete den Zauberstab auf James, und ehe irgend jemand reagieren konnte, gab es einen Lichtblitz, und James hatte eine blutende Wunde im Gesicht. Ich konnte gerade noch einen Schreckensschrei unterdrücken, als ich das sah. James hob nun seinerseits seinen Zauberstab, und Severus hing kopfüber in der Luft, so dass man nicht nur seine dünnen Beine, sondern auch seine nicht besonders saubere Unterhose sehen konnte.

Viele von den Schülern lachten, besonders James, Sirius und Peter. Nur Remus lachte nicht, und Lilys Gesicht wurde noch wütender. Sie rief: „Lass ihn runter!“ James richtete seinem Zauberstab auf Severus, und dieser fiel ins Gras. Er stand auf und hob seinen Zauberstab. Sirius jedoch war schneller und rief: „Petrificus Totalus“, und Severus fiel wieder um. Lily schrie: „Lasst ihn in Ruhe!“ Mit diesen Worten hob sie ihren eigenen Zauberstab. „Evans, zwing mich nicht, dich zu verhexen“, meinte James. „Dann nimm den Fluch von ihm weg!“ schrie Lily. James gehorchte. Snape stand auf. James meinte: „Du hast Glück, dass Evans hier ist, Schniefelus.“ Severus schrie daraufhin: „ Ich brauche keine Hilfe von dreckigen kleinen Schlammblüterinnen wie der!“

Ich war vollkommen schockiert. Ich hatte das Wort Schlammblut häufig gehört, denn einige von den Schülern von Slytherin benutzten es gerne für Muggelstämmige. Es galt als besonders böses Schimpfwort. Ich sah, dass Lily blass vor Zorn wurde. Dennoch blieb sie gelassen, als sie zu Severus sagte: „In Zukunft ist es mir egal. Und an deiner Stelle, Schniefelus, würde ich mir mal die Unterhose waschen.“

An diesem Punkt hielt ich es nicht mehr aus. Ich lief davon, so schnell ich konnte, bekam jedoch noch mit, wie die anderen Schüler lachten und johlten. Vermutlich gingen diese Spielchen, die James und Sirius veranstalteten, noch weiter. Severus war nun wirklich alles andere als ein netter Junge, ich selbst war ja auch hier und da von ihm geärgert worden, aber das, was die beiden gemacht hatten, das war einfach zuviel.
Für den Rest des Tages ging ich den Jungs aus dem Weg. Ich konnte es in ihrer Nähe einfach nicht aushalten. Allerdings nahm ich nach dem Abendessen Remus beiseite. „Ein schöner Vertrauensschüler bist du ja“, fuhr ich ihn an. „Bleibst einfach da sitzen und lässt deine Freunde einen anderen Jungen auf diese Art und Weise quälen. Du hättest eingreifen müssen. James und Sirius können sich doch nicht alles erlauben. Wo kämen wir denn hin, wenn wir alle unsere Streitigkeiten auf diese Art und Weise führen würden? Dass sie sich herumprügeln, ist schlimm genug, aber jemanden in aller Öffentlichkeit zu demütigen, das geht zu weit.“ Remus war sichtbar verlegen. „Ich weiß“, antwortete er. „Aber in der letzten Zeit lassen die zwei sich überhaupt nichts mehr sagen. Sie hören auf mich überhaupt nicht. Und außerdem...“ Remus sprach nicht mehr weiter. Ich fragte: „Was außerdem?“ „Ach, nichts“, meinte Remus. Ganz offensichtlich gab es noch etwas, worüber er nicht mit der Sprache heraus wollte. Ich fragte jedoch nicht weiter. Möglicherweise würde er es mir später noch erzählen. Aber es war für mich klar, dass es zwischen mir und den Jungs nie mehr so wie früher sein würde.

In den letzten Tagen vor den Ferien war zu sehen, dass Lily James wie Luft behandelte. Und ihre Freundschaft mit Severus, die in diesem Schuljahr offenbar durch Severus´ Freunde schon gelitten hatte, war ebenfalls vorbei. Ich ging den Jungs für den Rest der Schulzeit aus dem Weg. Als wir dann in die Ferien fuhren, waren wir zwar aus alter Gewohnheit wieder im gleichen Abteil, aber ich las demonstrativ die ganze Zeit in einem Buch und redete kaum ein Wort mit ihnen.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Twitter
HPXperts-Shop
Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Harry Potter besitzt eine Geschichte und eine Seele, Pikachu und seine Pokémon-Kollegen sind nur Merchandise ohne Substanz.
Susanne Gaschke, Die Zeit