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Fanfiction

Die Tochter des Kriegers - Abschied von Hogwarts

von ChantalMoody

Abschied von Hogwarts

Ich brauchte einige Zeit, um mich von dem Schock über den Überfall auf die Potters zu erholen. Und hinzu kam natürlich, dass ich mir nun nicht nur um Pa und Fabian, sondern auch noch um meine Freunde Sorgen machte. Insbesondere James und Sirius neigten dazu, unbesonnen zu handeln, wie ich sehr genau wusste, und dies konnte im Ernstfall gefährlich sein. Pa versuchte mich in diesem Punkt zu beruhigen. „Diese jungen Hitzköpfe werde ich gut im Auge behalten“, schrieb er mir. „Am liebsten würden sie sofort losstürmen und sich ohne Sinn und Verstand in Gefahr begeben, und das kann es nicht sein. Ich habe jetzt zunächst einmal vor, mit ihnen regelmäßige Trainingsstunden abzuhalten, damit sie überhaupt eine Chance haben, einen Kampf zu überleben. In der Hinsicht haben sie noch einiges zu lernen. Das wird ihnen zuerst einmal etwas zu tun geben."

Zwischenzeitlich hatte ich natürlich genug damit zu tun, mich auf die UTZ-Prüfungen vorzubereiten. Obwohl um mich herum die gereizte Stimmung, die ich mittlerweile zu gut kannte, wieder aufkam, war ich dieses Mal viel gelassener als vor den ZAG-Prüfungen. Ich fühlte mich gut vorbereitet und war mir diesmal vollkommen sicher, meine benötigten UTZ zu schaffen. Jennifer fragte mich einmal: „Bist du überhaupt nicht nervös, Chantal?“ Ich verneinte. „Ich weiß, dass ich es schaffen werde“, antwortete ich gelassen.

Schließlich kam wieder der Tag, an dem unsere Prüfer ankamen. Wie immer gab es am Vorabend des ersten Prüfungstages die übliche Unruhe. Schüler, die sonst blendend miteinander auskamen, stritten miteinander, so auch Arabella und Jennifer, die normalerweise beste Freundinnen waren. Avery, ohnehin schon ein Fiesling, schikanierte die Erstklässler mehr denn je, und ich war wieder einmal gezwungen, einzuschreiten. Evalina, die sich in den Wochen zuvor gegeben hatte, als wenn ihre Noten sie nicht sonderlich interessierten, wirkte bedrückt. Ich selber machte mir zwar ein bisschen Sorgen wegen meiner Prüfung in Verwandlung, da ich aber während der Ferien alles, womit ich gelegentlich Schwierigkeiten hatte, mit Remus geübt hatte, war ich doch einigermaßen zuversichtlich.

Die Prüfungstage begannen mit den Zauberkunst-Prüfungen, ein Fach, das mir immer besonders gelegen hatte und bei dem ich auch während meiner Prüfung keinerlei Schwierigkeiten hatte. Verwandlung hatten wir am zweiten Tag. In der theoretischen Prüfung wurde unter anderem nach Animagi gefragt, und dies war dank meiner Freunde ein Gebiet, auf dem ich bestens Bescheid wusste. Nach der praktischen Prüfung war ich mir sicher, auf jeden Fall mit mindestens einem „Erwartungen übertroffen“ abgeschnitten zu haben, denn Professor Marchbanks wirkte zufrieden. Bei Evalina schien es an diesem Tag nicht besonders gut gelaufen zu sein, denn sie wirkte sehr missmutig.

Der dritte Tag brachte die Prüfungen in Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Auch diesmal wurde ich von Professor Merrythought geprüft, die anschließend mit Lob nicht sparte. „Besser hätte ich Sie auch nicht unterrichten können“, meinte sie. „Es ist wirklich schade, wie sehr es mit dem Unterricht in Verteidigung gegen die Dunklen Künste bergab gegangen ist, seitdem ich im Ruhestand bin. Allerdings, angesichts der Gerüchte über einen Fluch, der angeblich über dem Lehrerposten in diesem Fach liegt, kann man es niemandem verdenken, dass sich kaum noch jemand um diese Stelle bewerben will. Sie würden eine gute Lehrerin in diesem Fach abgeben, aber ich schätze mal, bei Ihnen wird es wohl auch die Aurorenlaufbahn werden, habe ich recht?“ – „Ja, ich werde mich an der Aurorenschule bewerben“, antwortete ich. „Dann geben Sie gut auf sich acht“, sagte Professor Merrythought. „Die Zeiten für Auroren sind momentan sehr gefährlich. Bereits der Grindelwald-Krieg hat so viele Opfer gefordert, dass manche der großen Aurorenfamilien ausgelöscht worden sind, und der jetzige Krieg ist noch um ein Vielfaches schlimmer. Und ich muss Ihnen gestehen, dass dieser Schurke Riddle einer meiner Schüler gewesen ist, macht mir wirklich zu schaffen.“ Professor Merrythought wirkte tatsächlich sehr beunruhigt.

Auch die nächsten Prüfungstage, in denen die Prüfungen in Zaubertränke und Kräuterkunde stattfanden, liefen gut für mich. Danach folgte ein Wochenende, an dem keine Prüfungen stattfanden. Die Schüler redeten an diesen freien Tagen über nichts anderes als darüber, wie ihre Prüfungen abgelaufen waren. Jennifer, Arabella und Louella waren besorgt darüber, in dem einen oder anderen Fach nicht gut abgeschnitten zu haben. Evalina dagegen war zu ihrer schnippischen Art zurückgekehrt.„Wer braucht schon Verwandlung?“, fragte sie. „Und Zaubertränke werde ich mit Sicherheit auch keine mehr brauen.“ Ich hielt es für besser, meinen Mund zu halten, denn ich hatte nicht die geringste Lust auf eines der Streitgespräche, die Evalina gerne vom Zaun brach. Wenn sie wirklich der Meinung war, dass die von ihren Eltern arrangierte Ehe das Richtige für sie war, dann sollte sie eben damit zurechtkommen.

Der Montag brachte für mich noch die Prüfung in Pflege magischer Geschöpfe, ein Fach, das ich nicht aus Notwendigkeit belegt hatte, sondern einfach deshalb, weil ich Tiere liebte. Eines der Themen, die in der Prüfung behandelt wurden, waren Thestrale, und über sie wusste ich dank Hagrid eine Menge, obwohl ich nicht zu den wenigen Schülern gehörte, die sie sehen konnten. Dies war meine letzte Prüfung, und somit hatte ich bis zum Abschluss des Schuljahres frei. Ich nahm mir vor, diese freien Tage zu genießen.

So sehr ich mich darauf freute, bald wieder bei Pa und bei Fabian zu sein und meine Freunde wiederzusehen, wusste ich doch, dass ich Hogwarts vermissen würde. So suchte ich nach und nach alle Plätze auf, die ich im Laufe der Jahre liebgewonnen hatte. Jeder dieser Orte erinnerte mich an Momente, in denen ich glücklich gewesen war. Nur zum See ging ich mit gemischten Gefühlen, da dieser Platz mich an diesen unangenehmen Vorfall mit Severus erinnerte. Was mochte aus diesem Jungen wohl geworden sein? Laut allem, was ich gehört hatte, musste er wohl ein sehr begabter Schüler gewesen sein, und dass er in den letzten Jahren, wenn auch ganz offensichtlich widerwillig, einige Male bei Professor Slughorns Parties erschienen war, schien dies noch zu bestätigen. Seine Familienzugehörigkeit konnte es nicht sein, denn er gehörte ganz offensichtlich nicht zu einer der bekannten und einflussreichen Familien.

Ich schüttelte diese Gedanken ab. Was ging mich dieser Junge an? Ich ging weiter zum Quidditchfeld und dachte an die vielen Gelegenheiten, bei denen ich James und Sirius beim Training und bei den Spielen zugesehen hatte. Noch immer hatte ich keinen wirklichen Geschmack an diesem Spiel gefunden. Ich sah einigen jüngeren Schülern zu, die auf dem Quidditchfeld übten. So fand mich Professor McGonagall. „Miss Moody“, sprach sie mich an. „Es ist doch wirklich merkwürdig, dass auch Sie nicht in die Quidditchmannschaft wollten. Ihr Vater hat während seiner Schulzeit auch nicht das geringste Interesse gehabt, Quidditch zu spielen, obwohl er ein wirklicher Gewinn für unsere Hausmannschaft gewesen wäre.“ Ich sah Professor McGonagall erstaunt an. „Sie haben Pa während seiner Schulzeit gekannt?“, fragte ich. „Das kann man wohl sagen“, antwortete Professor McGonagall. „Wir waren Klassenkameraden. Er war ein sehr guter Schüler, aber er hatte auch eine Menge Unfug im Kopf. Allerdings hat er sich nicht allzu oft bei Regelbrüchen erwischen lassen. Dazu war er einfach zu schlau. Und bereits damals waren die Mädchen hinter ihm her. Ganz besonders Augusta Longbottom, diese Närrin.“ – „Mrs. Longbottom?“, fragte ich fassungslos. „Ja, sie war ständig hinter ihm her“, erzählte Professor McGonagall. „Und sie ging ihm entsetzlich auf die Nerven. Sie bemerkte nicht einmal, dass er sich ständig über sie lustig machte.“ Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen. Pa und Mrs. Longbottom? Ein unpassenderes Paar hätte man sich kaum vorstellen können.

An einem anderen Nachmittag war ich, wie schon häufig, bei Hagrid zum Tee eingeladen. „Nun wirst du also auch bald von Hogwarts weggehen“, sagte er. „Ohne die Rumtreiber ist es schon viel zu ruhig in Hogwarts. Schau, Fang ist auch schon ganz traurig.“ Tatsächlich begann Fang in diesem Moment zu winseln. Ich streichelte ihm den Kopf, was er sich nur zu gerne gefallen ließ.

Zu guter Letzt musste ich auch noch einmal zu einer der Parties von Professor Slughorn. Ich ging zwar nach wie vor nicht besonders gerne hin, aber da es unwiderruflich das letzte Mal war, nahm ich es einigermaßen gelassen hin. Wie immer begrüßte er mich mit einem Wortschwall. „Ah, Miss Moody! Jetzt werden Sie uns ja auch bald verlassen. Ich bin stolz darauf, Sie als Schülerin hier in meinem Haus gehabt zu haben. Ganz sicher werden Sie eine ganz große Aurorin werden, ganz wie Ihr Vater.“ Ich hörte nur halb hin, denn Professor Slughorns Sprüche kannte ich mittlerweile schon auswendig.

Schließlich war endgültig der letzte Abend und somit die Abschiedsfeier angekommen. Die große Halle war diesmal in Grün geschmückt, denn in diesem Jahr hatte Slytherin den Hauspokal gewonnen. Professor Dumbledore hielt wie gewohnt seine Rede. Es war alles wie auch in den Schuljahren davor, aber für einige von uns würde es unwiderruflich das letzte Mal sein, dass wir dies erleben würden. „Wirklich ein seltsames Gefühl, dass wir nie mehr hierher zurückkommen werden“, meinte Jennifer. „Ja, ich werde Hogwarts auch vermissen“, bestätigte Arabella. Nicht einmal Evalina machte bissige Bemerkungen. Vermutlich war auch ihr der Abschied von Hogwarts nicht ganz gleichgültig.

Am nächsten Tag saßen wir zum letzten Mal im Hogwarts-Express. Wie üblich kümmerte ich mich um die jüngeren Schüler. Averys übliche gehässigen Bemerkungen ignorierte ich. Schließlich war dies das letzte Mal, dass ich mich mit ihm herumärgern musste. Nach und nach wurde mein Abschiedsschmerz geringer, und es überwog die Vorfreude, bald wieder bei Pa und bei Fabian zu sein. Endlich würden auch die langen Trennungen vorüber sein, und für mich würde ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnen.


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