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Fanfiction

Die Tochter des Kriegers - Das Vorstellungsgespräch

von ChantalMoody

Das Vorstellungsgespräch

Schließlich war es soweit. Joe war der erste, der hereingerufen wurde. Ungefähr eine Viertelstunde später kam er zurück und sah sehr zufrieden aus. Er hatte die Anweisung bekommen, sich am nächsten Tag zu den Aufnahmeprüfungen einzufinden. Charles war der Nächste, der hereingerufen wurde. Auch er kam einige Zeit wieder und berichtete, dass er zu den Aufnahmeprüfungen bestellt worden wäre. So ging es Schlag auf Schlag. Zwei Bewerber, ein Junge und ein Mädchen, die ich beide nur flüchtig kannte, waren abgelehnt worden und gingen enttäuscht wieder fort. Das Mädchen weinte.

Ich wurde als Achte zu Scrimgeour hereingerufen. Mittlerweile hatte ich schon mehr als zwei Stunden gewartet. Natürlich hatte ich alles getan, mir meine Ungeduld nicht anmerken zu lassen, denn Fabian hatte mir gesagt, dass auch unser Verhalten während der Wartezeit beobachtet und bewertet würde, denn auch ein gewisses Maß an Geduld wäre für einen Auroren unerlässlich. Innerlich war ich jedoch schon auf das Äußerste angespannt.

Scrimgeour hatte eine dicke Akte vor sich liegen, von der er aufblickte, als ich eintrat. Neben ihm saß die in Rosa gekleidete Frau, die mir bereits auf dem Weg hierher aufgefallen war. Sie hatte ein Klemmbrett in der einen und eine Feder in der anderen Hand. „Guten Tag, Miss Moody“, begrüßte Scrimgeour mich. „Ich muss gestehen, auf Sie war ich ganz besonders gespannt.“ – „Inwiefern?“, fragte ich zurück. Mehr oder weniger erwartete ich schon, dass Scrimgeour sofort auf Pa zu sprechen käme, wie ich es in der Vergangenheit oft genug erlebt habe. Im Laufe der Jahre hatte ich zu oft erlebt, an den Leistungen meines Vaters gemessen zu werden.

„Nun ja, Ihre Herkunft ist alles andere als alltäglich“, erwiderte Scrimgeour zu meiner Überraschung. „Sie müssen wissen, wir können anhand der Spur heutzutage in der Welt der Muggels schon ziemlich früh feststellen, ob sich dort junge Hexen oder Zauberer aufhalten. Und diese werden von Seiten des Ministeriums beobachtet, bis sie alt genug sind, ihrer Ausbildung zugeführt zu werden.“ – „Darüber weiß ich Bescheid“, sagte ich. „Aber was war daran ungewöhnlich?“ – „Zunächst einmal nichts“, antwortete Scrimgeour. „Sie haben es sicher in Hogwarts schon gesehen, so besonders selten sind Muggelstämmige auch wieder nicht. Aber, wie gesagt, wir beobachten diese Kinder, und eines Tages wurde klar, dass Sie keine Muggelstämmige sein konnten.“ – „Aber wieso das? Ich habe Muggelstämmige in Hogwarts kennen gelernt, und fast alle berichteten, dass sie bereits in ziemlich jungen Jahren recht erstaunliche Dinge zustande gebracht hätten.“

„Sie haben mit mal gerade zehn Jahren einen Stoßzauber ausgeführt, ohne dass Sie je einen Zauberstab in der Hand gehabt hatten“, erklärte Scrimgeour. „Und das geht über die übliche Kindermagie weit hinaus. Den französischen Kollegen wurde klar, dass Sie ein Aurorenkind sein mussten. Die verfügen manchmal schon sehr früh über diese Fähigkeit, wenn sie sich angegriffen fühlen. Es wurden Nachforschungen angestellt, aber niemand von den Kollegen in Frankreich wollte Ihre Mutter kennen. Das ist auch nicht so ungewöhnlich. Verbindungen zwischen Zauberern und Muggels kommen immer wieder vor, aber nicht jeder Zauberer erkennt ein Kind aus einer solchen Umgebung an. Sie wären aufgrund Ihrer unklaren Herkunft als muggelstämmig geführt worden und ein Jahr später vermutlich in Beauxbatons aufgenommen worden, wenn sich nicht jemand an die englischen Auroren erinnert hätte, die sich zum fraglichen Zeitpunkt in Beauxhavre aufgehalten hatte. Ihr Vater gehörte zu dieser Gruppe, und er hatte, nun ja, einen gewissen Ruf. Und er hat es auch nicht einmal abgestritten. Er wollte Sie sofort kennen lernen.“

Dies passte nicht ganz zu der Geschichte, die ich vor einigen Jahren gehört hatte. „Ich habe meinen Vater erst ein paar Tage nachdem ich meine Briefe bekommen habe kennen gelernt“, sagte ich. „Zwei Briefe. Einen von Beauxbatons und einen von Hogwarts. Das war mehr als ein Jahr nach dem Vorfall mit meinem Stiefvater. Wie passt das denn dazu, dass er mich sofort kennen lernen wollte?“ – Weil wir es ihm ausgeredet hatten“, erwiderte Scrimgeour. Das Geheimhaltungsabkommen, Sie verstehen. Wir haben ihm erklärt, dass es früh genug wäre, dass Sie über Ihre Herkunft informiert werden, wenn Sie ohnehin Ihren Brief erhalten. Und dann könnte er, wenn er wollte, immer noch mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Schließlich bestand keine Notwendigkeit, dass er sich sofort um Sie kümmern musste. Sie standen schließlich nicht alleine auf der Welt, sondern lebten in geordneten Verhältnissen in einer Familie. Ihre Mutter hatte geheiratet, und Sie hatten Geschwister. Das haben wir ihm auch erklärt. Nach einigen Diskussionen gab er sich damit zufrieden. Allerdings hatte er mit Dumbledore vereinbart, dass Sie in Hogwarts eingeschult werden sollten. Dagegen war nichts zu sagen. Zwar wären Sie normalerweise in Beauxbatons aufgenommen worden, weshalb Sie auch von dort einen Brief erhalten haben, aber es liegt natürlich im Ermessen der Eltern, zu entscheiden, auf welche Schule sie ihre Kinder schicken.“

Ich war außer mir vor Empörung. „Geordnete Verhältnisse nennen Sie das?“, rief ich. „Es ist zwar richtig, dass meine Mutter verheiratet war, aber als geordnet kann man Verhältnisse wohl kaum bezeichnen, wenn Streit und Prügel an der Tagesordnung sind. Wozu mein Stiefvater fähig war, zeigte sich ja daran, was danach passiert ist. Meine Mutter hat ja nur noch ein halbes Jahr gelebt, nachdem ich dort weg bin, und dann hat er sie umgebracht. Und nur durch Ihre Einmischung musste ich diese Hölle ein Jahr länger ertragen. Ich wette, Pa hätte mich sofort dort weggeholt, wenn er schon damals Kontakt mit mir aufgenommen und die Wahrheit erfahren hätte.“

An dieser Stelle mischte sich zu meiner Überraschung die Frau in Rosa ein. „Miss Moody, Sie können hier doch nicht einfach herumschreien!“, meinte sie. Sie ließ ihren Worten ein geradezu albernes Lachen folgen, das mich fast noch mehr in Wut brachte. Nur mit Mühe beherrschte ich mich. Scrimgeour meinte schließlich: „Vermutlich hätte er das getan. Aber Sie müssen verstehen, wir mischen uns in die Angelegenheiten der Muggels nur ungern ein und nur wenn es zwingend notwendig erscheint. Allerdings hat Alastor auch noch einen ziemlichen Wirbel veranstaltet, als er von dem Schreiben erfahren hat, das Ihre Mutter an Dumbledore geschickt hat. Knall auf Fall hat er Urlaub genommen und Sie abgeholt. Und als er zurück war, hat er einen Riesenaufstand gemacht. Nun aber etwas anderes: Ich muss gestehen, es bewerben sich nur relativ selten Slytherins an der Aurorenschule. In diesem Jahr sind Sie die einzige. Haben Ihre Kindheitserlebnisse Sie zu einer Muggelhasserin gemacht?“ – „Aber nein“, erwiderte ich. „Dass ich einen jähzornigen Stiefvater, eine charakterschwache Mutter und bigotte Großeltern gehabt habe, bedeutet nicht, dass ich deswegen alle Muggels hasse. Im Gegenteil, eine Muggelstämmige gehört zu meinem engsten Freundeskreis.“

Scrimgeour blätterte derweil in der Akte, die er vor sich liegen hatte, und las in einem Schriftstück. „Ungefähr so liest sich auch die Beurteilung Ihres Hauslehrers, Professor Slughorn. Demnach haben Sie sich von den Schülern aus Familien, die gegen Muggels und Muggelstämmige sind, bewusst ferngehalten. Mit einigen anderen Mitschülerinnen Ihres Hauses sind Sie gut zurechtgekommen, aber wirklich enge Freundschaften hatten Sie dort nicht. Statt dessen waren Sie mit einer Gruppe von Gryffindors befreundet, was Sie in Ihrem Haus nicht gerade besonders beliebt gemacht hat.“ – „Ich lasse mir doch nicht von Mitschülern vorschreiben, mit wem ich mich befreunden darf und mit wem nicht“, warf ich ein.

Wieder mischte sich die rosa Dame ein: „Miss Moody, Sie können Scrimgeour doch nicht einfach unterbrechen!“ Und wieder dieses alberne Lachen. Scrimgeour ignorierte die Zwischenrufe und fuhr fort, wobei er weiter in der Akte blätterte: „Mit diesen Freunden, die wohl dafür bekannt für allerlei Regelverstöße waren, sind Sie einige Male damit aufgefallen, es mit den Schulregeln nicht ganz genau zu nehmen. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wir so etwas hier nicht dulden. Andererseits haben Sie in Ihrer Zeit als Vertrauensschülerin bewiesen, dass Sie in der Lage sind, Verantwortung zu tragen. Ihren Schulleistungen nach waren Sie eine der Besten ihres Jahrgangs. Sie waren fleißig und immer bereit zu lernen. Wir erwarten Sie morgen Punkt neun zu den Aufnahmeprüfungen. Die Prüflinge versammeln sich im Aurorenbüro. Dort wird Fenwick Sie abholen und zu den Schulungsräumen führen, wo Sie dann geprüft werden.“

Die rosa Dame warf ein: „Aber Mr. Scrimgeour, Sie wollen diese junge Dame doch nicht ernsthaft an der Aurorenschule annehmen? Überlegen Sie doch mal: Sie redet immer dazwischen, sie gibt Widerworte, sie hatte bereits in ihrer Schulzeit Probleme, weil sie keine Regeln einhalten kann. Sie ist völlig undiszipliniert.“ Ihr Lachen wurde noch alberner als vorher, soweit das überhaupt möglich war. Scrimgeour erwiderte: „Dolores, wo denken Sie eigentlich hin? Miss Moody ist eine der besten Bewerberinnen, die wir haben. Genau solche Schüler brauchen wir dringendst. Wo kämen wir dahin, wenn wir solche Bewerber wegen ein paar kleineren Regelverstößen in der Schulzeit ablehnen würden? Und was die Disziplin angeht, ich schätze mal, Benji und Dorcas werden damit schon zurechtkommen.“

Die rosa Dame gab immer noch nicht auf: „Ich habe doch nur gemeint, dass...“ Scrimgeour ließ sie gar nicht erst ausreden: „ Was meinen Sie, Dolores, was Alastor sagen würde, wenn wir seine Tochter trotz guter Schulleistungen und hoher Begabung ablehnen würden? Nicht nur, dass er hier einen Affentanz veranstalten würde, gegen das das Donnerwetter, das gestern Dawlish zu hören bekommen hat, ein sanftes Frühlingslüftchen wäre. Es könnte sogar passieren, dass er uns hier die Brocken hinschmeißt, und dann wären wir wirklich aufgeschmissen.“ Daraufhin hielt die Dame in Rosa endlich den Mund, und ich glaubte sogar so etwas wie Angst in ihrem Gesicht zu sehen. Wie ich schnell genug erfahren sollte, waren Pas Wutausbrüche wirklich gefürchtet. Scrimgeour sagte noch: „Auf Wiedersehen, Miss Moody, und alles Gute morgen bei den Prüfungen.“ Auch ich verabschiedete mich, und ich verließ zufrieden Scrimgeours Büro.


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