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Fanfiction

Toujours Pur - Twilight

von Alschain


So,heute gehts weiter.Vielen Dank an LilyFan,Laylie und Sam für die Kommentare!


Twilight

Schweigend saßen die beiden Jungen im halbdunklen Gästezimmer des Potterhauses. James hatte Sirius reden lassen, ihn nicht unterbrochen, gehofft, dass das, was er erzählte, nicht wahr wäre, doch der bittere Unterton, die beinahe mysteriösen Umstände, unter denen der älteste Sohn der Blacks in dieser Nacht in Godrig's Hollow aufgetaucht war, sie alle bewiesen James Potter, dass es die reine Wahrheit war. Regulus, dem Sirius immer vertraut hatte, hatte seinen Bruder verraten und würde schon bald ein Todesser werden und dem dunkelsten und mächtigsten Schwarzmagier dienen.

Tränen stiegen dem Pottererben in die Augen, als er Sirius ansah, der neben ihm auf dem Bett wie ein Häufchen Elend kauerte, die Knie angezogen und die Arme so darum geschlungen, dass er den Kopf darauf betten konnte. Immer noch zitterte er leicht und in der beginnenden Dämmerung konnte James sehen, dass die sonst so strahlenden grauen Augen des anderen nun beinahe schwarz und dunkel vor Schmerz waren. Rot und geschwollen stachen sie aus seinem Gesicht hervor, wie es sonst nur die Nase von Rudolf, dem Rentier, zu tun pflegte. Wie gerne hätte James jetzt etwas gesagt, irgendwas, um Sirius zu trösten, doch jedes aufmunternde Wort, das ihm jetzt eingefallen wäre, wäre nichts weiter als eine sinnlose Floskel gewesen und er ahnte, dass Sirius das noch weniger gebrauchen konnte, als die schlichte Nähe und Vertrautheit, die er jetzt bei James fand.

Langsam stemmte sich der Pottererbe aus den weichen, gemütlichen Kissen, streckte sich und ging hinüber zu dem großen Fenster. Am Horizont erschienen schon die ersten blassen Streifen, die den nahenden Morgen ankündigten. Während Sirius erzählt hatte, hatte James jedes Zeitgefühl verloren, doch es war nicht wichtig, wie spät es war. Draußen tobte ein Krieg, von dem sie bisher so wenig mitbekommen hatten und der doch so viele Opfer forderte. Jeder Junge hätte es sein können, doch es war ausgerechnet Regulus Black, der unbedingt den Weg der Todesser einschlagen musste. Lautlos verfluchte er Sirius' jüngeren Bruder, der verantwortlich dafür war, dass sein bester Freund bittere Enttäuschung litt. Doch James wusste genau, dass nichts, was er jetzt sagen würde, daran etwas ändern würde, geschweige denn an der Entscheidung des jungen Blacks.

„James, was werden deine Eltern sagen, dass ich hier bin?“, durchbrach Sirius die Stille, seine Stimme ängstlich und heiser, und stellte sich neben den Freund. James winkte ab. „Kinder, seid ihr eigentlich von allen guten Geistern verlassen!? Das könnt ihr doch nicht machen! Was fällt euch eigentlich ein!?“, äffte er seine Mutter mit perfekter Intonation nach.

Sirius musste grinsen, als nur wenige Minuten später die Tür aufflog und James' Mutter in das Gästezimmer stürmte. Woher sie wusste, dass die beiden Jungen hier waren, wollte James lieber nicht wissen. Stattdessen lauschte er verhalten lächelnd ihrem Gezeter: „Kinder, seid ihr eigentlich von allen guten Geistern verlassen!? Das könnt ihr doch nicht machen! Was fällt euch eigentlich ein!?“ Er warf Sirius einen Was-habe-ich-dir-gesagt-Blick zu und meinte dann so beherrscht wie möglich: „Mum, ich weiß, das kommt nun ein bisschen überraschend, aber… kann er hier bleiben?“

Dorea Potter sah ihren einzigen Sohn abschätzend an. Unauffällig beobachtete Sirius sie und stellte fest, dass sie die typische Blacksche Mimik in Perfektion beherrschte, auch wenn sie die dunklen Künste verabscheute. Und für einen Moment erkannte er in ihr auch die Ähnlichkeit mit seinem Großvater, ihrem Bruder, wie sie so streng auf die beiden 16-Jährigen herabsah. „Mum, kannst du verantworten, ihn rauszuschmeißen? Er weiß doch nicht, wo er hingehen soll; womöglich muss er unter einer Brücke schlafen!“, drückte James nun auf die Tränendrüse und sah dabei so aus, wie man sich verzogene, kleine Gören nun einmal vorstellte. Trotzig sah er seine Mutter an, schob die Unterlippe vor und ließ sie zittern, als ob er gleich zu weinen anfangen würde - eine Taktik, die offenbar herrlich funktionierte, denn die Gesichtszüge Doreas wurden weich und sie lächelte freundlich. Sirius musste noch mehr grinsen, denn endlich verstand er auch, was die anderen Rumtreiber immer damit meinten, dass James die Bettelei in Reinkultur beherrschte.

„Natürlich werfen wir ihn nicht raus. Wo kämen wir denn da hin! Immerhin ist er ein Black!“, sagte sie nun und Sirius verdrehte die Augen. „Musst du mich daran erinnern?“ James und seine Mutter fingen an zu lachen und endlich löste sich die Anspannung und machte Platz für James' neu erwachte Aufregung, dass sein bester Freund endlich hier war und noch fünf lange Wochen Sommerferien vor ihnen lagen, bis sie ihr siebtes und letztes Schuljahr in Hogwarts beginnen würden.

***

Welch herrliches Wetter doch herrschte! Es war der Abend, bevor das neue Schuljahr beginnen würde und James und Sirius saßen einträchtig schweigend unter einer großen Linde und sahen die blutrote Sonne langsam am Horizont untergehen.

„Wie aus einem Bilderbuch“, seufzte Sirius theatralisch und lehnte sich an James. „Hach, und so romantisch!“, fügte er hinzu und seufzte ebenfalls. Wie auf Kommando fingen sie an zu kichern und zu glucksen wie zwei kleine Mädchen und konnten sich gar nicht mehr beruhigen. Wenn sie jetzt jemand so sähe, herrgott wäre das peinlich! Gut, dass James' Eltern heute Abend ausgegangen waren und hier auch so gut wie niemand vorbeikam.

„Wir benehmen uns wie zwei kleine Gören“, stellte Sirius fest, als sie sich gerade wieder beruhigt hatten, und eine neue Lachsalve brach über sie herein, dass sie kaum noch atmen konnten. Aus voller Kehle lachend, rollten sich die beiden Jungen über die warme Erde. Hach, war das schön, wieder gemeinsam so lachen zu können, fand James, denn die ersten Tage nach Sirius' Ankunft waren einfach nur fürchterlich anstrengend und trist gewesen; da hatte er sich noch so sehr freuen können, dass sein bester Freund da war.

Jetzt aber nach fünf gemeinsamen Wochen war alles so, wie James es sich immer gewünscht hatte. Gut, wenn auch der Rest der Rumtreiber da wäre, wäre es perfekt, aber so war es auch herrlich. Fünf Wochen voller Streiche und Späße und kein Ende in Sicht, so hatte der Potternachkomme es sich immer vorgestellt und die Aussicht, morgen Remus und Peter wieder zu sehen, ließ ihn immer wieder in aufgeregte Heiterkeitsausbrüche ausbrechen, in die Sirius prompt einzufallen pflegte, dass sie sich gar nicht mehr einkriegten - so wie jetzt. Das war aber auch schwierig, wenn einer von ihnen immer eindeutig zweideutige Bemerkungen machte, die nur der andere verstand. Und wenn man sich dazu Remus vorstellte, wie er - ganz der Vertrauensschüler - mahnend den Zeigefinger erhob, war es mit der Selbstbeherrschung vollkommen vorbei.

Dass ihnen morgen am Bahnsteig auch die Familie Black begegnen würde, daran dachte keiner der beiden. Was kommen musste, würde unweigerlich kommen, ob man drüber nachdachte, oder nicht, war ihre Devise, also schoben sie diesen Gedanken ganz weit von sich.

Langsam wurde es dunkel. Hell funkelten die Sterne über ihnen und James war schon halb aufgestanden, als Sirius ihn am Handgelenk fasste und wieder nach unten zog. „Lass uns draußen schlafen, Krone“, meinte er, so unvermittelt wie ehrlich. „Hast du einen an der Waffel!?“ - „Was? Es ist warm, es ist Sommer. Stell dich nicht so an, Memme! Tz, und so was will Quidditchkapitän sein“, murrte Sirius und sah James aus dem Augenwinkel an. „Na warte!“, rief der und stürzte sich auf seinen Freund. Schnell waren sie in eine heftige Kitzelei verstrickt, bis sie schließlich atemlos liegen blieben.

„Ich werde hier jetzt einfach liegen bleiben“, streckte James die Fahnen und Sirius grinste triumphierend. Na also, ging doch! Er drehte sich so, dass er die Sterne betrachten konnte und James tat es ihm gleich. Eine Zeit lang schwiegen sie, dann verkündeten ruhige Atemzüge, dass Sirius eingeschlafen war. „Gute Nacht, Sirius“, flüsterte James und schloss die Augen.


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