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Fanfiction

Eine Art Wunder (leider abgebrochen) - Eine Laune

von Lapis

Das Herz hat seine Gründe, von denen die Vernunft nicht weiß
Das Herz hat seine Gründe, von denen die Vernunft nicht weiß.
- Blaise Pascal

Kapitel 1: Eine Laune


An einem milden, grauen Morgen ging die Sonne auf und goss ihren blassen Schein über die schlummernden Straßen Londons. Es war Freitag, der 9. Oktober 1997. Genau eine Woche zuvor war die Welt untergegangen und neu geboren worden. Genau eine Woche zuvor war der Dunkle Lord besiegt worden und hatte Chaos, Tod und Hass mit sich genommen.

Die Welt begann sich zu rühren. Vorhänge wurden zurückgezogen, um den schwachen Sonnenstrahlen Einlass zu gewähren, Türen wurden geöffnet, um eine gelegentliche Brise willkommen zu heißen. Ein neuer Tag begann.
---


An diesem Morgen schrak Harry Potter aus dem Schlaf. Etwas fühlte sich anders an. Er sah sich vorsichtig um. Alles war verschwommen und einen Moment lang fragte er sich, ob er betrunken zu Bett gegangen und mit einem Kater aufgewacht war. Dann fiel ihm ein, dass er seine Brille nicht aufhatte.

Er griff hinüber auf den Nachttisch neben seinem Bett und tastete nach seiner Brille. Nach einigen Sekunden fand er sie und setzte sie auf. Sofort wurde die Umgebung scharf.

Es schien, als sei er in einem Schlafzimmer, wenn auch keines, das er auf Anhieb erkannte. Die Wände um ihn waren von einer Schicht abblätternder, gelblicher Farbe bedeckt und die einzigen Möbelstücke im Raum außer Bett und Nachttisch waren ein wackliger, hölzerner Stuhl, ungefähr einen Meter von der Tür entfernt und ein staubiger, gesprungener Spiegel, der über dem Stuhl an der Wand hing.

Harry setzte sich auf und war überrascht, kühle Luft an seiner nackten Brust zu spüren. Seit wann schlief er ohne ein Shirt? Er blinzelte und bewegte sich auf der Matratze. Ein Gefühl dunkler Vorahnung kam über ihn als er feststellte, dass auch seine untere Körperhälfte nackt war. Er schlief definitiv nie ohne Pyjama-Hose.

Langsam drehte sich Harry um, um neben sich zu schauen. Er schluckte. Wenn es ungewöhnlich für ihn war, nackt zu schlafen, so war er sich schlicht zwingend absolut sicher, dass es sogar noch unwahrscheinlicher war, dass Ginny Weasley fest schlafend neben ihm lag, wenn er morgens aufwachte.

Harry fühlte Schamröte in seine Wangen steigen, als er Ginnys nackte Schultern und Rücken erfasste. „Oh“, sagte er schwach und wandte die Augen ab. Aber sogar die peinliche Erkenntnis, dass Ginny und er es irgendwie geschafft hatten, ohne Kleider im gleichen Bett einzuschlafen, brachte keine Erinnerung an die vergangene Nacht zurück. So sehr er es auch versuchte, er konnte sich um alles in der Welt nicht daran erinnern, wie er in diesem fremden Raum gelandet war.

Langsam und bedächtig schob er sich unter den Decken hervor. In dem Moment, in dem seine Füße den Boden berührten, ließ er sich auf die Knie hinunter und suchte verzweifelt nach seinen Kleidern. Er fand schnell eine zerknitterte Hose und ein fleckiges T-Shirt, aber seine Robe fand er nicht, so sehr er auch suchte. „Ich kann es nicht glauben…“, murmelte er unterdrückt.

„Harry?“

Verdammt. Sie ist wach.

„Ja“, sagte Harry matt und richtete sich auf. „Morgen, Ginny.“

Nach einer kurzen Pause fragte sie sanft: „Geht's dir gut?“

„Ja“, sagte Harry wieder, leicht verlegen. „Warum sollte es nicht?“

„Ich… ach, nichts weiter.“

Harry blinzelte. Er stand vorsichtig auf. „Wo… wo sind Ron und Hermine?“

„Sie kommen später zurück“, sagte Ginny und vermied Harrys Blick.

Stirnrunzelnd begann Harry zu sagen: „Äh,… wegen uns… was immer passiert ist, es tut mir Leid, wenn ich - “

„Nein, Harry, ich bin diejenige, die sich entschuldigen müsste“, unterbrach ihn Ginny, setzte sich auf und zog die Decken fest um sich. Sie blickte Harry schuldbewusst an. „Ich dachte, es müsste mittlerweile nachgelassen haben.“

„Du dachtest… dachtest, etwas müsste nachgelassen haben?“ fragte Harry vorsichtig. Er hatte ein mieses Gefühl über diese Sache.

Ginny senkte den Blick. „Der Vergessens-Trank.“

„Was ist das?“ sagte Harry scharf.

Ginnys Schultern spannten sich und sie blickte wieder hoch zu Harry. Sie hatte nun einen trotzigen Schimmer in den Augen. „Ich habe dir letzte Nacht einen Vergessens-Trank gegeben. Es war gerade so, dass du für eine Nacht alles vergessen konntest, was passiert ist.“

Ein kaltes Gefühl des Schreckens ergriff Harry. „Vergessen…“ wiederholte er, aber gerade, als er das Wort aussprach, fühlte er ein winziges Stück des Nebels in seinem Bewusstsein verschwinden und ein Strom von Erinnerungen begann durch die entstandene Öffnung zu tröpfeln.

Ginny beobachtete furchtsam, wie Harry zusammenbrach und seinen Kopf umklammerte. Die Wirkung des Zaubertranks ließ nach. Die Erinnerung an alles, was er in den vergangenen paar Monaten erlebt hatte, kehrte zu ihm zurück. Die Verluste… Die Versuche des Ordens, ihn im Hauptquartier einzusperren und seine anschließende Flucht… Die Elimination des letzten Horcruxes in ihm… Harry begann heftig zu zittern, als er sich an all die schrecklichen Details erinnerte, die sein Bewusstsein mit Hilfe des Tranks so glücklich unterdrückte hatte und bevor er sich zurück halten konnte, krümmte er sich und erbrach sich auf den Fußboden.

Als er wieder hoch kam, weigerte er sich, in Ginnys Augen zu schauen. Stattdessen wischte er seinen Mund mit dem Handrücken ab und stand, am ganzen Körper zitternd, auf.

„Ich brauche ein bisschen Zeit für mich“, murmelte er und bevor Ginny protestieren konnte, taumelte er zur Tür, riss sie auf und stolperte aus dem Raum.

Als er draußen war, fiel er mit einem dumpfen Schlag zurück gegen die Tür. Sein Verstand drehte sich gefährlich und in seiner Kehle stieg wieder der überwältigende Drang auf, sich zu übergeben. Die vergangene Nacht - er erinnerte sich nun lebhaft an alles. McGonagall hatte ihm und Ginny mitgeteilt, dass Hogwarts, das angesichts des drohenden Krieges hatte schließen müssen, wieder geöffnet worden war und dass sie zurückkehren mussten, um ihre Schulausbildung zu beenden. Harry hatte protestiert, aber McGonagall war fest geblieben, was seine Rückkehr anging. Danach hatte Ginny ihn zum Leaky Cauldron gebracht und ihm Glas um Glas bestellt, um seinen Schmerz zu lindern. Natürlich hatte sie irgendwie den Vergessens-Trank in eines davon gegossen… und dann hatten sie… sie hatten….

Harry zuckte zusammen, er fühlte heiße Wellen von Verlegenheit in sich aufwallen und seine Wangen färben. Hatte er wirklich mit Ginny geschlafen? Und falls ja, wieso konnte er sich verdammt noch mal nicht daran erinnern? Es musste ein Verbrechen sein, sich nicht an die Details des Ersten Mals erinnern zu können. Andererseits war sich Harry nicht sicher, ob er sich überhaupt erinnern wollte. Das letzte was er brauchte, war noch eine Sache mehr, um sich darüber zu sorgen.

Konzentriere dich auf die derzeitige Situation, Harry, wies er sich selbst an. Du bist im Leaky Cauldron. Tu irgendwas.

Harry nahm einen zitternden Atemzug und stellte sich aufrecht. Im Augenblick brauchte er frische Luft, um die Purzelbäume, die sein Verstand und sein Magen synchron schlugen, zu beruhigen. Nur den Raum zu verlassen reichte nicht, er fühlte sich immer noch eingesperrt, er musste nach draußen.

Harry fand problemlos die Treppe und stieg hinab. Er versuchte, so verborgen wie möglich zu bleiben und schaffte es, die Kneipe zu verlassen, ohne von einem der Gäste entdeckt zu werden. Die Straße summte trotz der frühen Stunde schon vor Geschäftigkeit. Harry empfand  ein ungeheures und unerklärliches Gefühl von Sicherheit als er sich umschaute. Er befand sich nun in Muggel-London. Hier würde er nicht plötzlich von Fremden angesprochen werden… Hier konnte er so unauffällig sein, wie er wollte…

Was Harry am härtesten ankam, das war, wie gewöhnlich in der Muggelwelt alles war. Dank der schnellen Reaktion des Ministeriums, das die Erinnerungen der Überlebenden von Voldemorts Massenmorden gelöscht hatte, erinnerte sich keiner der Passanten an den Krieg, der in den letzten Monaten getobt hatte oder an Freunde und Verwandte, die währenddessen getötet worden waren. Sie alle waren in glückselige Ahnungslosigkeit des Vergessens gezwungen worden…

Harry schluckte und schmeckte Gallensäure in seiner Kehle. Er musste weg hier. Aber wohin? Wo konnte er hingehen? Er hatte kein Geld bei sich und keine Familie, bei der er Zuflucht suchen konnte. Außer Ginny, Ron und Hermine (und er wusste immer noch nicht, wohin die Letzteren gegangen waren) hatte er niemanden auf der Welt, an den er sich wenden konnte.

Da er nicht wusste, was er sonst tun sollte, griff Harry in seine Hosentaschen, in der Hoffnung, wenigstens ein paar Muggelmünzen darin zu finden. Stattdessen schloss sich seine Hand um etwas, das sich wie ein zerknülltes Stück Papier anfühlte. Er zog es heraus, während er sich fragte, was es wohl sei.

Es war ein Artikel aus dem Tagespropheten. Die Schlagzeile plärrte:



Früherer Todesser vor Gericht


Draco Malfoy, 17, wurde gestern Nachmittag von Auroren entdeckt und gefangen genommen. Nach Angaben von Gawain Roberts, der kürzlich zum Chef des Aurorenbüros befördert wurde, hatte sich Malfoy während eines Großteil des Kriegs in einer abgelegenen Gegend der Whispering Woods versteckt und bestand bei seiner Festnahme darauf, dass er unschuldig sei.
Veritaserum jedoch diskreditierte seine Behauptungen und er wurde umgehend in Gewahrsam genommen.

Seine Gerichtsverhandlung ist für Freitag, den 9. Oktober 1997 angesetzt. Auror Frank Dawlish äußerte sich zu dem Fall: “Wir sind alle glücklich über Malfoys Festnahme. Sein Vater, Lucius Malfoy, war ein berüchtigter Todesser und wie heißt es doch:' Wie der Vater, so der Sohn'. Auch wenn wir einen Prozess angesetzt haben, zweifelt niemand von uns daran, dass Malfoy zum „Kuss des Dementors“ verurteilt werden wird - oder zumindest zu etlichen Jahren Askaban. Was den Rest seiner Bande angeht genügt es zu sagen, dass wir nur noch einige mehr zusammentreiben müssen, bis alles vorüber ist.“ Tatsächlich ist die Zahl der gefangenen Todesser mit Malfoys Einkerkerung auf 52 gestiegen.

Harry blinzelte und las den Artikel noch einmal. Trotzdem erreichten die Worte sein Bewusstsein nicht. Als sie es schließlich doch taten, erstarrte er. Draco Malfoy würde den Kuss des Dementors empfangen. Erschüttert blieb Harry regungslos stehen. Das Bild von Malfoys fassungslosen, grauen Augen in der Nacht, in der er Bellatrix getötet hatte, drängte sich aus den tieferen Schichten seiner Erinnerung hervor und in sein Bewusstsein. Dieser Malfoy würde sterben?

Plötzlich von einem starken Verlangen getrieben die Verhandlung zu sehen, überquerte Harry die Straße. Auch wenn der Artikel nicht die Zeit und den Ort der Anhörung angegeben hatte wusste Harry irgendwie, dass sich alles von selbst ergeben würde, sobald er das Ministerium für Magie erreichte.

Zum Glück wusste Harry genau, wie man zum Ministerium kam, er war öfter dort gewesen als er zählen konnte. Seine Füße gingen wie von selbst die vertrauten Gehwege und erlaubten ihm, seinen Gedanken über alles nachzuhängen… alles außer den vergangenen zwei Wochen, die plötzlich so präsent waren…

Schneller als gedacht hatte Harry die alte, kaputte Telefonzelle in der Mitte einer schäbigen, verlassenen Straße erreicht. Er betrat sie, schloss die Tür hinter sich und wählte instinktiv die Nummern Sechs, Zwei, Vier, Vier, Zwei.

Sofort hallte die Stimme der Empfangsdame in dem engen Raum. „Willkommen beim Ministerium für Magie. Bitte nennen Sie Ihren Namen und den Anlass Ihres Besuchs.“

„Harry Potter, hier, um an der Verhandlung zur Straffestsetzung für Draco Malfoy teilzunehmen“, antwortete Harry automatisch.

„Danke sehr“, sagte die Stimme. „Besucher, nehmen Sie bitte Ihre Plakette und befestigen Sie sie an der Vorderseite ihrer Robe.“

Harry sah eine kleine silberne Marke aus dem Münzschacht fallen und fing sie gerade eben, bevor sie zu Boden fiel. Er inspizierte sie und lächelte ironisch über die Worte, die darauf geschrieben waren: Der Auserwählte, Draco Malfoys Prozess. Nicht einmal hier konnte er der Besessenheit der Zaubererwelt mit ihm entkommen - aber andererseits, war er wirklich mit dieser Erwartung den ganzen Weg zum Ministerium gekommen?

Als sich der Boden der Telefonzelle abwärts bewegte, fühlte Harry leichte Gewissensbisse. Er hatte Ginny ohne irgendeine Erklärung oder Entschuldigung zurück gelassen.

Es ist ihre Schuld, dachte er ärgerlich und krampfte die Faust um seine Besuchermarke. Zu denken, sie könnte alles was geschehen ist, mit Magie und Alkohol auslöschen…

Als die Tür der Telefonzelle schließlich aufschwang, musste Harry seine Augen vor dem grellen Licht, das ihn begrüßte, abschirmen. Er blinzelte mehrere Male, bevor er die Eingangshalle des Ministeriums betrat.

Mehrere Köpfe drehten sich in seine Richtung als er begann, die lange schimmernde Halle entlang zu gehen. Aufgeregtes Geflüster erhob sich um ihn her. Harry wusste genau, was sie dachten: nicht in ihren wildesten Träumen würden sie erwartet haben, heute Morgen durch die Gegenwart des berühmten Harry Potter geehrt zu werden.

Obwohl er sich seiner unangemessenen Erscheinung unbehaglich bewusst war, ging Harry weiter, ohne seine Fassade von Gelassenheit verrutschen zu lassen. Der Sicherheitsbeamte am Ende des Gangs trat zurück und ließ ihn ohne ein Wort passieren und als er die Aufzüge erreichte, teilte sich die Warteschlange von Ministeriumsangestellten wortlos für ihn.

Harry fühlte eine unerwartete Welle von Zorn in sich aufsteigen. Er hasste die Art, wie ihn die Menschen behandelten, als sei er eine Art Gottheit, ein ihnen überlegenes Wesen. Er wollte seinen Zauberstab gegen sie schwingen, sie verfluchen für ihr ehrfürchtiges Anstarren. Welches Recht hatten sie, ihn zu bewundern? Sie wussten nichts über ihn, sie hatten nur eine falsche Illusion von Heldentum.

Dennoch war es praktisch und Harry kam nicht umhin, dankbar zu sein, dass ihm die Unannehmlichkeit des Wartens in der Schlange erspart blieb. Er ging zum Aufzug und wartete auf dessen Ankunft, während er sein Bestes versuchte, die bewundernden Blicke
der Umstehenden zu vermeiden. Als der Lift ankam, war er erleichtert, ihn leer zu finden.

Schnell betrat er ihn. Obwohl der Lift mehr als ausreichend Platz bot, folgte ihm niemand sonst und nach einigen Sekunden schlossen sich die goldenen Gitter und der Aufzug bewegte sich rüttelnd abwärts. Harry wartete schweigend, gefangen in einer seltsamen Gleichgültigkeit gegenüber der Außenwelt. Er wunderte sich vage, warum ihn die Idee, Malfoys Prozess zu sehen, so sehr anzog. Wie der Artikel, den er noch immer in der Hand hielt, anführte, waren Malfoys Gefangennahme einundfünfzig andere voran gegangen und Harry hatte keine von jenen interessiert.

Andererseits kannte ich keinen davon so gut wie Malfoy. Und…nun ja, keiner von ihnen hat mich vor einer Horde potentiell mörderischer Todesser gerettet.

In diesem Augenblick verkündete die Frauenstimme „Mysteriumsabteilung“. Der Aufzug hielt und die Türen glitten auf. Harry stieg aus.

Er blickte sich in dem kahlen Korridor um und stellte mit einiger Überraschung fest, dass sich seit seinem Besuch im fünften Jahr nichts verändert hatte, nicht einmal die schwarzen Flügeltüren am Ende des Gangs, die in die Mysteriumsabteilung führten. Natürlich war nur etwas über ein Jahr vergangen seitdem, aber Harrys Leben hatte sich so sehr verändert, dass es ihn beinahe verdross, dass die Mysteriumsabteilung so unverändert wirkte, eine stete Erinnerung an die Prophezeiung, mit der alles begonnen und alles geendet hatte.

Harry riss seinen Blick von der Tür los und wandte sich nach links, wo ein Durchgang zu einem dunklen Treppenhaus führte. Er ging langsam und gedankenverloren hinab. Sie hatten wieder begonnen, den Gerichtsraum Nr. 10 regelmäßig zu benutzen; wie sie behaupteten, ein Tribut daran, dass Harry hier einmal zu einem Disziplinarverfahren erschienen war.

Harry erreichte das Ende der Treppe und einen weiteren Korridor. Obwohl Harry nur ein einziges Mal hier gewesen war, wusste er, dass sich Raum Nr. 10 ganz am Ende befand. Er blinzelte mit einem Gefühl dunkler Vorahnung, als er die Tür mit der eisernen Klinke erreichte. Seine Hand verweilte auf dem Türgriff, während seine Gedanken zurück irrten zu dem Morgen seines Disziplinarverfahrens, als Mr Weasley ihn eilends hierher gebracht hatte, um ihn dann alleine in den Gerichtssaal zu schicken.

Aber Mr Weasley war nicht mehr. Da Harry nicht den Wunsch verspürte, jetzt über diese Tatsache nachzudenken, schüttelte er den Gedanken ab, drückte den Türgriff und trat in den Verhandlungsraum. Nicht einmal bedachte er, dass seine unerwartete Anwesenheit den Ablauf der Verhandlung stören könnte.

Es schien, dass der Prozess noch nicht begonnen hatte, aber sobald Harry den großen Kellerraum betreten hatte, erstarb mit einem Mal alles Flüstern und Reden. Harry sah sich um, konnte aber von der Stelle, an der er stand, nichts erkennen, daher bewegte er sich in Richtung des Stuhls, der mitten im Raum stand. Er hatte diesen Stuhl viele Male in seinen Träumen gesehen und am Tag seiner Verhandlung sogar auf ihm gesessen. Aber trotz seiner Vertrautheit damit kroch angesichts der Ketten, die die Armlehnen bedeckten, ein Schauer von Furcht sein Rückgrat hinauf.

Die in der vordersten Reihe sitzenden Vernehmungsbeamten, von denen er niemanden erkannte, blickten gleichzeitig auf, als er vor ihnen auftauchte. Für einen Moment starrten sie ihn ausdruckslos an; dann leuchtete das Gesicht eines in der Mitte der Bank sitzenden, dicken Zauberers auf und er grinste breit.

„Harry Potter!“ rief er heiter aus, entzückt seine Hände reibend. „Merlins Bart! Welch eine angenehme Überraschung!“

Harry runzelte die Stirn. „Äh, Sir, wenn ich fragen darf, wer sind Sie?“

Eine Welle von Gelächter ging durch die Zuschauermenge, die in den Reihen in Harrys Nähe saßen. Der Zauberer, der Harry angesprochen hatte, gluckste fröhlich, offenbar nicht im Geringsten irritiert über Harrys mangelnde Begeisterung bei seinem Anblick.

„Leonard Jorkins, zu Ihren Diensten“, sagte er strahlend. „Setz dich, mein lieber Junge, setz dich! Die Verhandlung beginnt gleich. Diese Vollzugsbeamten nehmen sich wohl gern Zeit…“

Ohne sich näher mit den Gründen zu beschäftigen, die ihn zum Bleiben bewegten, erklomm Harry gehorsam die engen Stufen, die zu den erhöhten Bankreihen führten. Er fand einen freien Sitz in der zweiten Reihe neben einer Hexe mit offenem grauem Haar und setzte sich.

Nach einer Weile schauten die Augenpaare, die in Harrys Richtung gewandert waren, wieder weg und die geflüsterten Unterhaltungen begannen von neuem. Harry rutschte unbehaglich in seinem Sitz hin und her. Er hätte nicht herkommen sollen…

In diesem Augenblick durchdrang ein Pochen an der Tür das Gemurmel im Gerichtssaal. Harry verkrampfte sich, seine Wahrnehmung war merkwürdig geschärft.

„Wird auch Zeit“, murmelte die Hexe neben ihm unterdrückt.

„Der Beschuldigte möge eintreten“, sagte Jorkins mit überraschend klarer und gebieterischer Stimme, die durch den ganzen Saal klang.

Darauf war das Geräusch der Tür zu hören, die sich knarzend öffnete, gefolgt von widerhallenden Schritten auf dem kalten Steinboden. Harry reckte den Hals in dem Wunsch, alles zu sehen, was vor sich ging.

Zuerst schien sich dort unten nichts zu bewegen; dann tauchte langsam ein weißblonder Kopf aus der Dunkelheit auf. Als der Beschuldigte in den Tümpel aus trübem Licht trat, das die um das Gewölbe verteilten Fackeln warfen, wurde klar, dass seine schleppenden Bewegungen auf sechs Dementoren zurückzuführen waren, die ihn begleiteten.

Harrys scharfes Einatmen ging unter im wieder auflebenden Gemurmel, das den Gerichtssaal schon früher erfüllt hatte. In der Aufregung, die die Ankunft des Angeklagten auslöste, sah niemand den Auserwählten erbleichen und die Bank unter ihm so fest packen, dass seine Knöchel weiß wurden.

Hätte man Harry ein Jahr zuvor ein Bild des jungen, an den Stuhl in der Mitte des Raums geketteten Mannes gezeigt und ihm gesagt, das sei Draco Malfoy, hätte er gelacht und wäre davongegangen, denn dieser Draco Malfoy ähnelte in keiner Weise seinem früheren Selbst. Seine geschmeidigen, blonden Locken waren verfilzt und verwirrt, die Lumpen, die er trug, hingen lose an seiner dünnen Gestalt und seine eingefallenen Wangen gaben ihm das Aussehen eines erschöpften Irren. So weit Harry es sagen konnte, war das einzige besondere Merkmal Malfoys, das den Krieg überlebt hatte, seine Augen: Sie glitzerten kalt wie zwei polierte Steine in seinem blassen, ausgezehrten Gesicht.

Harry war so fassungslos, dass er kaum bemerkte, als die Verhandlung begann. Er blendete Jorkins' Stimme aus, der begann, die Einzelheiten der Anhörung für den Gerichtsschreiber zu rezitieren. Wie konnte Malfoy sich so sehr verändert haben? Es waren doch nur ein paar Monate vergangen, seit sie sich zum letzten Mal gesehen hatten. Hatten die Strapazen des Kriegs wirklich einen so hohen Tribut von ihm gefordert?

„…Benutzung der drei Unverzeihlichen, um vier Muggel und zwei Zauberer, darunter ein Auror, zu quälen und/oder zu töten, das Brauen von illegalen Zaubertränken, aufgelistet in verschiedenen Abschnitten des Registers verbotener Tränke und weitere Verwicklung in die Dunklen Künste“, sagte Jorkins, als Harrys Bewusstsein zum Prozess zurückkehrte. „Die Beschuldigungen gegen den Angeklagten, sechs an der Zahl, verstoßen folglich gegen acht Gesetze des Ministeriums. Leugnen Sie die Wahrheit dieser Aussage, Draco Lucius Malfoy?“

Harry beobachtete genau, wie Malfoy nach oben zu Jorkins funkelte, seine grauen Augen dunkel vor Bosheit. „Nein“, sagte er kalt, während Harry überrascht war über seine Fähigkeit, trotz der Gegenwart der Dementoren so gefasst zu bleiben.

„Sehr gut“, sagte Jorkins mit einer leisen Andeutung von Triumph in der Stimme. „Wenn es keine Einwände gibt -“

„Ich fürchte, ich habe einen“, kam plötzlich eine Stimme aus einer der oberen Reihen.

Alle drehten sich um, um zu sehen, wer gesprochen hatte. Harry war der erste, der sie erkannte, da er sie gerade am Abend zuvor gehört hatte.

„Professor McGonagall?“ quiekte er.

Sie war es tatsächlich. Sie war aufgestanden und starrte über ihre Metallbrille streng auf die drei Vernehmungsbeamten hinab. „Ich lege Widerspruch ein“, erklärte sie eisig.

Jorkins war fassungslos. Schnell sah er zu der rundgesichtigen Hexe neben ihm und murmelte etwas Unhörbares. Sie schüttelte den Kopf und drehte sich zu McGonagall um und fragte ruhig: „Minerva McGonagall, nicht wahr?“

„Ja.“

„Und was sind die Gründe für ihren Widerspruch, Madam?“

McGonagall richtete sich zu ihrer vollen Größe auf. „Dieser Junge muss seine Schulausbildung beenden, bevor er nach Askaban geht.“

Eine verblüffte Stille folgte McGonagalls Verkündigung. Dann sagte die Hexe, die McGonagall angesprochen hatte, langsam: „Sie meinen also…“

„…dass ich vorhabe, ihn auf Hogwarts anzunehmen und ihn sein letztes Jahr vollenden zu lassen, ja“, beendete McGonagall den Satz. Ihr steinerner Blick wankte nicht einmal. „Ungeachtet seiner Verbrechen ist er erst siebzehn Jahre alt und verdient ebenso gut eine Ausbildung wie jeder gewöhnliche junge Mann.“

Harry gaffte McGonagall an. Meinte sie es ernst?

„Wenn Sie mir nicht glauben“, fuhr sie fort, als ob Harrys Gedanken irgendwie ihr Ohr erreicht hätten, „können sie versuchen, mich zu hindern. Behalten Sie jedoch im Kopf, dass ich nicht einfach aufgeben werde. Albus“ - ihre Stimme wurde weicher, als sie den Namen des früheren Schulleiters aussprach - „wäre felsenfest dabei geblieben, alle seine früheren Schüler wieder nach Hogwarts zurück zu holen.“

Eine weitere Welle Gemurmel schwappte durch die Menge. Dumbledore! Sie hatte Dumbledore erwähnt! Das war es, an einem Argument, das Dumbledore betraf, würden sie nicht vorbei kommen.

Während all dessen blieb Malfoy mit versteinerter Miene still sitzen. Trotz seiner Lage saß er in dem Stuhl wie man es von einem König hätte erwarten können: hoch und stolz, die Schultern gerade, das Kinn trotzig erhoben. Selbst als McGonagall aufgestanden war, um sich für ihn zu verwenden, blickte er niemanden an außer Jorkins. Harry konnte seine Unerschütterlichkeit nur bewundern.

Nachdem sie McGonagalls Argument nun zur Kenntnis genommen hatten, begannen die Vernehmungsbeamten vorne wütend untereinander zu flüstern. Die Spannung in der Luft des Gerichtssaals nahm merklich zu und Harry ertappte sich dabei, die Luft anzuhalten in ängstlicher Erwartung von… nun, er wusste es nicht so genau.

Nach einigen Minuten leiser Diskussion schließlich, strafften sich die Vernehmungsbeamten.

„Wir haben Ihren Vorschlag erwogen und er scheint eine zulässige Alternative zum derzeitigen Urteil des Gerichts zu sein“, sagte Jorkins steif. „Aber wir haben einige Bedenken hinsichtlich der Lücken in Ihrem Schlachtplan über die wir sprechen müssen, bevor wir zur Abstimmung schreiten.“

„Und die wären?“ fragte McGonagall mit einem schlauen Blick auf Jorkins.

Jorkins räusperte sich. „Erstens ist Malfoy ein überzeugter Todesser, der absolut im Stande ist, alle drei Unverzeihliche auszuführen, um nicht von mehreren anderen zu sprechen - “

„Ich werde dafür sorgen, dass sein Zauberstab aufgespürt werden kann und seine Magie beschränkt wird“, unterbrach McGonagall ohne ein Wimpernzucken. „Sie können versichert sein, dass wir in dem Moment gewarnt sein werden, in dem Malfoy während seines Aufenthalts die Grenzen von Hogwarts überschreitet. Darüber hinaus wird sein Zauberstab nicht in der Lage sein, irgendwelche Magie auszuüben, die nicht für den Unterricht notwendig ist. Sicherlich erwarten Sie nicht, dass ich dem Jungen noch mehr Beschränkungen auferlege? Vielleicht wären Sie zufrieden mit Ketten an seinen Handgelenken, um zu verhindern, dass er seinen Schlafraum zwischen den Unterrichtsstunden verlässt? Es tut mir sehr Leid, sagen zu müssen, dass dies keine Alternative darstellt. Anders als ihre Strafverfolgungsabteilung bin ich nicht geneigt, jene unter meiner Verfügungsgewalt an ihre Sitze zu ketten.“

Einiges Geschnatter erhob sich in den abgedunkelten oberen Reihen, erstarb aber schnell. Jorkins, seinerseits, blickte recht unbehaglich angesichts McGonagalls angedeuteter Verwarnung.

„Dann erhebt sich noch die Frage nach dem Trauma, das seine Anwesenheit in Hogwarts seinen Mitschülern zufügen würde!“ rief er ärgerlich aus.

„Ich bin recht sicher, dass seine Klassenkameraden, die Mr Malfoy bereits durch sechs Jahre hindurch erlitten haben, es schaffen werden, noch ein weiteres Jahr standzuhalten“, erwiderte McGonagall kühl.

Es schien, dass Jorkins keine weiteren Fehler in McGonagalls Plan finden konnte, da er sich sofort zu seiner Kollegin umdrehte und ihr in gedämpftem Ton schnell etwas zumurmelte. Dieses Mal musste die Menge nicht lange warten, bis sie ihre Entscheidung getroffen hatten.

„Diejenigen, die dafür sind, dass der Angeklagte sein letztes Jahr in Hogwarts beenden darf, bevor er seine Strafe antritt?“ sagte die rundgesichtige Hexe indem sie aufstand.

Harry blickte sich um. Hände wurden gehoben, einige schneller als andere. Er versuchte verzweifelt, sie alle zu zählen, stellte aber fest, dass er sich nicht konzentrieren konnte. Doch sank sein Herz unerklärlicherweise, als er feststellte, dass nur ungefähr die Hälfte der im Saal Anwesenden für McGonagalls Vorschlag gestimmt hatte.

„Und diejenigen, die für das Urteil sind?“

Wiederum hob sich annähernd die Hälfte der Hände im Raum. Harry hielt den Atem an. Er hatte nicht gezählt und das Ergebnis der Abstimmung war zu knapp ausgefallen, um es mit bloßem Auge erkennen zu können. Hatte McGonagall gewonnen?

Eine Unheil verkündende Stille breitete sich aus, als sich die Richter zu einer weiteren Runde fieberhaften Geflüsters zusammen fanden. Schließlich blickte Jorkins auf, einen Ausdruck schwerer Enttäuschung im Gesicht, und sagte: „Es scheint, dass das Gericht über das Urteil uneinig ist.“

Mehrere Mitglieder der Menge schnauften. Der Zauberer hinter Harry ging sogar so weit, „Nein!“ auszurufen.

„Unglücklicherweise“, fuhr Jorkins über das ruhelose Gemurmel, das seine Bekanntmachung
ausgelöst hatte, fort, „gibt es für diesen Fall - “

„Warten Sie!“ Bevor Harry wusste, was er tat, war er aufgestanden. „Ich - ich möchte dafür stimmen, ihn nach Hogwarts zu schicken.“

Harry schluckte und schloss fest die Augen in dem Versuch, seine plötzlich tobenden Nerven zu beruhigen. Er schaute besorgt auf zu McGonagall. Sie schaute angesichts seines Beitrags genauso überrascht drein wie der Rest des Gerichts, aber doch erfreut. Als sie bemerkte, dass Harry sie anschaute, nickte sie ermutigend. Dies linderte Harrys Beklommenheit um einiges und er fuhr fort.

„Ich bin nicht Teil dieses Gerichts oder so“ - seine Augen glitten ruhelos über die ungefähr fünfzig Mitglieder des Wizengamot, die alle mit einem silbernen W geschmückte Roben trugen und Harry anstarrten mit Gesichtsausdrücken, die zwischen Faszination und Verwirrung variierten - „aber ich stimme mit Professor McGonagall überein. Ich finde Mal-, der Beschuldigte sollte die Schule beenden dürfen.“ Er biss nervös auf seine Unterlippe. „Auch wenn er danach… danach…“

Unfähig, das Wort „stirbt“ über die Lippen zu bringen, setzte sich Harry mit rotem Gesicht wieder auf die Bank. Jetzt war er sicher in Schwierigkeiten.

Als er einen schnellen Blick auf den Wizengamot und die Vernehmungsbeamten wagte, fand er jedoch zu seinem Erstaunen, dass fast alle, einschließlich Jorkins, lächelten und nickten.

„Nun“, sagte Jorkins, seine Hände reibend. „Damit wäre das klar. Wenn Harry Potter es sagt… Und natürlich war solches Mitgefühl zu erwarten…“
Harry nickte schnell. Nun, da er gesprochen hatte, kam ein Gefühl der Verlegenheit über ihn. Er verging fast vor Neugier über Malfoys Reaktion auf das überraschende Urteil, brachte es aber gleichzeitig nicht fertig, vom Boden aufzuschauen. Daher stand er sehr schnell wieder auf und sagte: „Äh, ich werde dann gehen, wenn es Ihnen Recht ist…“

„Ja, ja, und vielen Dank für die Teilnahme an unserer Verhandlung heute, Harry“, sagte Jorkins eifrig. Er räusperte sich. „Sehr gut… Diese Verhandlung ist nun vertagt. Minerva, wenn Sie bitte herunter kommen würden… Ich möchte ein paar Worte mit ihnen sprechen…“

Mittlerweile war Harry bereits aus dem Gewölbe, den Korridor entlang und die Stufen hoch zur neunten Etage gestürmt. Als er schließlich den Aufzug erreicht hatte, presste er mehrere Male den Knopf, bevor er sich, die Hände auf den Knien, völlig verausgabt vornüber beugte.

Harry brauchte eine Weile, um wieder zu Atem zu kommen. Als er sich schließlich wieder streckte, konnte er nicht anders als seine Hände in Frustration zu seinem Gesicht zu heben. Ein einziger Gedanke war in seinem Kopf:

Was um alles in der Welt war gerade passiert?


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