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Fanfiction

Hogwarts im Krieg - Ein Berg Hausaufgaben

von ChantalMoody

Djaffar Massoud, Teil 7: Der Strafdienst
Kapitel 16 - Ein Berg Hausaufgaben

Nach und nach betraten die Freundinnen den Gemeinschaftsraum. Fabienne stöhnte. „Na, das ist ja jetzt eine gesalzene Strafarbeit! Ich fange besser jetzt schon damit an!“ Sie setzte sich mit ihren Büchern hin und begann sofort zu arbeiten. Jessika bestätigte: „Hey Fabienne, ein 12 Fuß langer Aufsatz bis zu nächsten Stunde, es ist keine so schlechte Idee, jetzt schon damit anzufangen.“ Sie holte Bücher, Pergament, Feder und Tintenfass hervor und begann auch zu schreiben. Fabienne sah von ihrem Buch auf. „Nicht nur einer, sondern zu jedem Buch einer. Ich bin ganz schön sauer, und dabei habe ich heute wirklich nichts anderes angestellt außer Filchs Bürotür verhexen.“ Jessika motzte: „Ich habe überhaupt nichts angestellt, außer etwas Popcorn gegessen. Aber das was Meadow gemacht hat, das war wirklich schlimm.“

Fabienne bestätigte: „Kann man wohl sagen: Unverzeihliche Flüche anwenden, und noch dazu gegen einen Lehrer!“ Auch Jessika konnte es noch immer nicht fassen. „Was hat sie sich nur dabei gedacht? Kein Wunder, dass der Professor so wütend war. Sie fordert es aber auch manchmal richtig heraus.Also ich stelle ja auch schon manchmal was an, illegale Tränke brauen oder Potter verhexen, aber einen Unverzeihlichen Fluch würde ich niemals anwenden und schon gar nicht gegen einen Lehrer.“ Fabienne ergänzte: „Und dann noch rummeckern, wo sie mit den Käfigen glimpflich davongekommen ist. Dafür kommt man normalerweise nach Askaban, und Dementoren sind viel schlimmer als so ein paar Schlangen oder Spinnen. Ich gebe ja auch zu, dass ich kein besonders braves Mädchen bin, aber Meadow geht einfach zu weit. Das sind keine Scherze mehr.“

Während die beiden Mädchen noch debattierten, flog eine Eule mit einer Nachricht des Professors durchs Fenster.

Werte Schülerinnen,
Aufgrund der Vorkommnisse der heutigen Unterrichtsstunde werde ich nun noch rigoroser vorgehen. Sie brauchen aber keine Angst zu haben, wenn Sie sich benehmen, droht Ihnen auch keine Strafe. Ich gebe es nur ungern zu, aber ich war von der Skrupellosigkeit der Person, die das tat, schockiert. Ich denke, sie wollte mich vergraulen, aber das wird ihr nicht gelingen. Ich bin und bleibe Ihr Lehrer.

In Hoffnung auf bessere Zusammenarbeit,
Severus Snape

Nachdem die beiden Mädchen die Nachricht gelesen hatten, meinte Jessika: „Also ich bin sehr froh, dass Professor Snape unser Lehrer ist. Vielleicht hat es Meadow gar nicht so gemeint, aber ein Unverzeihlicher Fluch ist nun mal unverzeihlich und strengstens untersagt.“ Fabienne ergänzte: „Und das nicht ohne Grund. Ich nehme an, du kennst die Geschichte mit Nevilles Eltern?“

Meadow schlich in den Kerker hinein und sagte: „Hallo Leute, ich hab wirklich großen Bockmist gebaut.“ Niemand beachtete Meadow. Sie unterhielten sich weiter, als wenn sie gar nicht im Raum wäre.

„Ja, die Geschichte von den Longbottoms kenne ich“, erwiderte Jessika. „Der Professor war ganz schön wütend, ich könnte mir gut vorstellen, dass er uns in Zukunft schlimmer strafen wird und dass wir deswegen so viel aufbekommen haben. Ein 12 Fuß langer Aufsatz zu jedem Buch, das ist viel.“ Fabienne seufzte. „Mann, dann müssen wir uns ranhalten mit den Strafarbeiten“, sagte sie und schrieb dabei ununterbrochen weiter. „Ich werde wohl Tag und Nacht dran arbeiten müssen. Wir haben ja auch noch anderen Unterricht. Und dazu muss ich morgen auch noch mal zu Filch Putzdienst machen.“ Meadow rief: „Redet Ihr jetzt nicht mehr mit mir?“ Fabienne hob nur kurz den Kopf von ihrem Aufsatz, an dem sie schrieb. „Was erwartest du von uns, nach der Nummer, die du abgezogen hast???“ In diesem Moment kam Professor Snape in den Gemeinschaftsraum. Er hatte Fabiennes Worte noch gehört. Zur Überraschung von den Mädchen sagte er: ,,Guten Abend. Dass Sie wegen mir nicht mehr mit Miss Malfoy reden, rührt mich. Aber sie wurde genug bestraft, und man sollte auch mal in der Lage sein, zu vergeben, zumindest unter Freundinnen. Ich bin immer noch sauer." Fabienne erklärte: „Ich bin eigentlich eher schockiert. So etwas an Menschen anzuwenden. Einfach so, nicht aus einer Notlage heraus. Ich kann das einfach nicht verstehen.“

Professor Snape grinste kalt. ,,Sie ist eine Malfoy, was erwarten Sie? Ich habe den Eindruck, dass sie wirklich bereut hat, sonst hätte ich sie einbuchten lassen...Ich bin zwar immer noch sauer, aber wenigstens Sie braucht Miss Malfoy noch." Hier widersprach Fabienne, denn pauschale Vorurteile waren etwas, was sie nicht mochte. „Man kann auch nicht alle aus einer Familie über einen Kamm scheren. Genauso wenig wie man behaupten kann, dass alle Slytherins böse sind.“ Schließlich war auch sie eine Slytherin, und sie mochte dieses Vorurteil, das in den anderen Häusern immer noch häufig herrschte, überhaupt nicht.

Professor Snape erwiderte: :,,Das wollte ich auch nicht verallgemeinern, Miss Fabienne. Das sollte ein Scherz sein. Bin nicht besonders witzig. Aber der gute alte Lucius ist doch genauso.“ Er wandte sich an Meadow, die wirklich sehr kleinlaut wirkte. „Guten Abend, Miss Malfoy. Ich hoffe, Sie enttäuschen mich nie wieder so wie heute Abend. Ansonsten war Ihre Verteidigung ja gar nicht schlecht. Aber wegen des Unverzeihlichen Note M." Fabienne lachte ein bisschen. „Was Lucius Malfoy angeht, meine Mutter sagt immer, der ist ein eiskalter... na ja, ich sage es lieber nicht. Vor Lehrern Schimpfworte zu gebrauchen ist auch nicht ratsam.“ Professor Snape grinste kalt. „Miss Fabienne, Sie können in meiner Gegenwart ruhig sagen, dass Malfoy ein mieser Wichser ist.“ Jessika sagte: „Ich finde, Lucius sieht gut aus.“ Professor Snape hatte mitbekommen, was Jessika gesagt hatte. Er erwiderte: „,,Guten Abend, Miss Jessika. Mr. Malfoy ist ein arroganter, selbstverliebter Mistsack, der mir nicht mal das Wasser reichen kann." Fabienne erzählte: „Ich wollte eigentlich Affenarsch sagen. So nennt Mama ihn immer. Die kann ihn nicht ab.“

Professor Snape verabschiedete sich kurz darauf. ,,Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nachtruhe. Werde mich nun in meine Gemächer zurückziehen. Schreiben Sie fleißig an Ihren Hausaufgaben und bereiten Sie sich auf den Unterricht vor. Könnte sein, dass wir am Dienstag einen Test schreiben. Hausaufgabenabgabe ist am Dienstag. Und Miss Malfoy, denken Sie über Ihr Verhalten mal gründlich nach. Sie könnten im Bau sitzen." Professor Snape ging und knallte besonders laut die Tür hinter sich zu.

Die Mädchen waren schockiert. Bis Dienstag waren es nur zwei Tage! Wie sollten sie nur mit diesem Berg Hausaufgaben fertig werden, zumal die anderen Lehrer auch Hausaufgaben aufgeben würden? Fabienne schrieb ununterbrochen weiter. „Herrje, ich werde bei den vielen Hausaufgaben die nächsten Tage keine Zeit haben, zu schlafen.“ Jessika erklärte: „Ich werde heute Nacht an meinen Hausaufgaben fleißig weiter arbeiten, ich hatte sowieso nicht vor, schlafen zu gehen. Besonders viel Zeit haben wir nämlich nicht, gerade mal zwei Nächte und zwei Tage für ein Dutzend zwölf Fuß lange Aufsätze.“ Meadow setzte sich an ihren Tisch und begann an ihren Hausaufgaben zu schreiben. Sie bot den anderen an: „Soll ich sie für euch schreiben, ich hab es ja auch verbockt.“ Fabienne meinte: „Ist schon gut, wir werden das schon hinkriegen.“ Sie schrieben die ganze Nacht durch, bis Anita frühmorgens mit brummendem Kopf den Gemeinschaftsraum betrat und fragte: „Ufff, sagt mal, wird das jetzt üblich mit der Nachschicht hier?“ Fabienne stöhnte: „was bleibt uns anderes übrig, wenn wir die Aufsätze in der nächsten Zaubertrankstunde am Dienstag abgeben sollen? Wir haben schließlich auch noch anderen Unterricht, und ich muss auch noch einmal zu Filch zum Strafdienst. Uns bleibt da gar nichts anderes übrig, als nachts zu schreiben.“ Anita erwiderte: Am Dienstag schon? Was für ein Stress!! Na wenigstens muss ich nicht auch noch nachsitzen.“ Sie setzte sich brav hin, schlug ihre Bücher auf und begann auch zu schreiben. Die Schülerinnen schrieben fleißig, bis sie zum Unterricht mussten. Um diese Zeit hatte Fabienne gerade erst einen Aufsatz ganz und einen weiteren komplett fertig. Die M;ädchen trafen sich, kaum dass der Unterricht vorbei war, wieder im Gemeinschaftsraum.

Jessika sah fix und fertig aus. Sie torkelte todmüde in den Kerkerraum hinein und erzählte: „Ich habe bis 5.00 UHR morgens an meinen ersten Aufsatz gearbeitet. Ich habe solches Kopfweh... ich brauch erst mal einen Kaffee. Ich hatte auch noch Muggelkunde, Zauberkunst und eine Flugstunde. Vielleicht lässt es sich ja irgendwie einrichten, dass ich zwischendurch wenigstens ein ganz kleines Päuschen einlegen kann., abends muss ich dann wieder zum Filch.“ Fabienne, die ähnlich müde war, berichtete: „Habe mir gerade eine Kanne extrastarken Kaffee aus der Küche herbeigehext, anders schaffe ich diesen Berg Hausaufgaben, ohne zwischendurch mal zu schlafen, auf gar keinen Fall. Und mein Essen habe ich mir auch herbeigezaubert, mir bleibt nicht mal Zeit, zu den regulären Mahlzeiten in die Große Halle zu gehen.“ Meadow schlich hundemüde in den Gemeinschaftsraum. „Hallo zusammen!“ Sie setzte sich auf ihren Platz und schrieb an einem ihrer Aufsätze.

Fabienne fragte die beiden: „Hier, wollt ihr auch Kaffee? Zum Wachbleiben? Ihr könnt beide Kaffee haben. Ich hexe gleich noch welchen her, die Küchenelfen kochen mir gerade noch welchen. Extrastarken.“ Meadow, die noch immer reichlich kleinlaut war, antwortete: „Danke, Fabienne, sehr nett von Dir! Ich weiß, dass ich gestern großen Mist gebaut habe und ich bereue es sehr.Und ich möchte mich bei euch allen entschuldigen. Ungerecht von unserem Professor finde ich nur, dass auch ihr bestraft werdet Ich habe einen unverzeihlichen Fluch benutzt nicht ihr.“ Fabienne überlegte: „Ich weiß nicht. Vielleicht, weil wir nicht versucht haben, dich daran zu hindern.“ Erstaunt fragte Meadow: „Und was hättet Ihr denn machen können, ihr habt es doch nicht gewusst, dass ich so einen Fluch benutze.“ Fabienne meinte: „Ehrlich gesagt, ich habe auch nicht damit gerechnet. Für mich gäbe es nur einen einzigen Grund, so einen Fluch zu benutzen, und der lag wahrhaftig nicht vor.“

Während sie noch diskutierten, betrat Professor Snape den Gemeinschaftsraum. Er hatte anscheinend einiges von der Unterhaltung mitbekommen, denn er sagte: „,,Guten Tag, meine Damen. Dachten Sie, die Hausaufgaben seien so was wie eine Strafe? Da muss ich Sie enttäuschen. Die sind dafür da, dass Sie Ihren enormen Rückstand in Verteidigung aufholen." Nach diesen Worten verließ Professor Snape den Raum wieder.

Die Mädchen schrieben an ihren Aufsätzen weiter. Fabienne sagte schließlich: „So, vier Aufsätze habe ich fertig. Und noch kein Ende abzusehen.“ Meadow stöhnte: „Ich habe erst einen Aufsatz fertig, ich muss wohl die ganze Nacht wieder durcharbeiten. Oh je dann komm ich wieder nicht zum Schlafen. Und wenn ich an meine Strafarbeit denke, wird mir schlecht.“ Fabienne erhob sich schließlich: „Ich muss jetzt erst mal zu meiner letzten Strafarbeit bei Filch.“ Auch Jessika erhob sich: Und ich zu meiner vorletzten.“ Auch Meadow ging mit, denn auch sie hatte noch Strafarbeit bei Filch zu verrichten, bevor sie mit ihren Strafarbeiten bei Massoud anfangen musste. Die Mädchen gingen schnell zu Filch. Fabienne bekam den Aufrag, die Treppen zu putzen, Meadow sollte in der Großen Halle den Boden wischen, Jessika hingegen wurde von Filch zu Hagrid geschickt, sie sollte ihm helfen, die Thestrale zu füttern.

Nachdem die Mädchen zum Strafdienst abmarschiert waren, erschien Massoud in Filchs Büro. Er erklärte dem völlig verdutzten Filch: „Sie sind wohl dieser Hausmeister, von dem alle erzählen... ich würde ihnen anraten, sich ab 19:00 heute Abend in einem anderen Sektor aufzuhalten. In nächster Zeit werden ungehorsame Schüler bei mir nachsitzen. Sie erledigen Ihre Putzarbeiten von nun an selber, oder ich werde Sie mal ein bisschen mit meinem Zauberstab kitzeln... har-har-har-har!!! Ich erwarte heute um Punkt 19:00 Uhr Miss Meadow Malfoy hier zum Nachsitzen!“ Der verdutzte Mr. Filch versprach, um 19:00 Uhr das Feld zu räumen, denn Massoud machte Filch Angst.
Die Mädchen kamen von ihrem Strafdienst zurück. Fabienne und Jessika verzogen sich sofort wieder in den Gemeinschaftsraum, um an ihren Aufsätzen weiterzuschreiben. Meadow hingegen wurde von Massoud in Empfang genommen. Er begrüßte sie mit den Worten: „So meine Dame, jetzt übergeben sie mir ihren Zauberstab und folgen mir.“ Meadow gehorchte. Massoud führte Meadow zu seinen Tierkäfigen. Er zeigte ihr mehrere Käfige, in denen teils dicke fette Taranteln,k teils Wüstenmaden saßen und erklärte: „Diese Käfige müssen sauber gemacht werden. Sie werden das mit bloßen Händen tun. Der Kot von diesen Spinnen lässt sich mit den Fingernägeln gut entfernen, für das Erbrochene von diesen Wüstenmaden gewähre ich Ihnen diese zwei Pergamente, die saugen das Zeugs auf. Es ist Ihnen untersagt, Handschuhe zu benutzen. Die Tierchen mögen keine Aufregung, sonst springen sie Ihnen ins Gesicht, also seien sie behutsam! Der große Djaffar wird Sie beobachten. Wenn alles sauber ist, dürfen Sie für heute gehen. Morgen erwarte ich Sie um dieselbe Zeit!“
Meadow nahm zwei Pergamente, um das Erbrochene der Wüstenmaden wegzuputzen. Danach wies sie auf die Tarantelkäfige und sagte zu Massoud: „Meister Massoud, mit den Fingernägeln mache ich das nicht sauber! Könnte ich dazu einen Lappen benutzen bitte?“ Massoud gab sich gnädig und antwortete: „Also gut, ich gebe Ihnen einen Wischlappen und einen Eimer Wasser, da sie pünktlich waren und dem alten Djaffar gegenüber sich anständiger verhalten. Bitte sehr. „ Er lab Meadow einen Eimer Wasser und einen Lappen, der allerdings ein großes Loch hatte. Meadow machte sich voller Widerwillen an die Arbeit. Während sie nnoch beim Käfigputzen war, hatte Massoud noch einen weiteren Auftrag für sie: „Gut, und wenn Sie damit fertig sind, zählen Sie mir noch 65 Stück von diesen Streifenwanzen hier in das Glas ab. Professor Snape braucht sie für Zaubertränke morgen, lebend!“ Meadow zählte also die Wanzen ab und meldete sich dann bei Massoud: „Ich bin fertig, Meister Massoud!“
Massoud sah sich das Glas mit den Wanzen an, dann inspizierte er die Käfige. Und hier hatte er noch etwas auszusetzen: „Stimmt so mit den Wanzen. Aber hier am Käfig sind noch Urinsteinreste, die werden noch abgeschrubbt. Ich kann auch nichts dafür, dass der Wischlappen ein Loch hat.“ Meadow machte sich also wieder an die Arbeit. Sie tauchte den Lappen wieder in den Putzeimer und schrubbte die Urinsteinreste weg. Als sie damit fertig war, setzte sie sich auf den Boden, aber weit weg vom dem Spinnenkäfig entfernt. Massoud sah sie dort sitzen und sagte zu ihr: „Aha... sie sind ein tapferes Mädchen. Irgendwann werden der große Djaffar und Sie noch gute Freunde werden. Aber bis dahin gibt´s nochmals ein paar Runde Nachsitzen! Gute Nacht und Allah sei mit Ihnen. Grüßen Sie Professor Snape von mir, wenn er heute noch hier reinschaut!“ Nach diesen Worten zog Djaffar sich in sein Gemach zurück. Meadow eilte schnellstens in den Gemeinschaftsraum, um an den Aufsätzen weiterzuschreiben.
Nachdem sie sich ihre Hände zwanzig mal gewaschen hatte, betrat sie den Raum, in dem die anderen noch über ihren Aufsätzen saßen. Sie sagte: „Hallo Leute, ich bin auch wieder zurück.Diese ekligen Tiere igitt!“ Dann setzte sie sich auf ihren Stuhl und schrieb an ihren Hausaufgaben weiter. Jessika blickte kurz von ihrer Schreibarbeit auf. „Hi Meadow, ja, ich habe die Tiere vorhin gesehen, sie waren wirklich eklig.“ Meadow erzählte weiter: „Ja Jessika,und sie erst anzufassen, einfach widerlich. Mir wird gleich schlecht.Und der Wischlappen hatte auch noch ein Loch, und trotzdem musste ich putzen. Und Meister Massoud hat immer noch meinen Zauberstab, er hat ihn mir nicht zurückgegeben.“ Fabienne sah nun ebenfalls von ihrer Schreiberei auf. „Wie bitte? Den hätte er dir aber nach dem Putzdienst zurückgeben müssen. Wo wir doch so viel üben müssen.“ Jessika überlegte: „Das finde ich aber auch nicht korrekt, dass Djaffar immer noch deinen Zauberstab hat...
Vielleicht sollten wir uns den zurückholen wenn er schläft.“ Hexchen hatte andere Sorgen: „hat der Professor etwa vor, sich mit uns allen zu duellieren? Ich meine, ich habe keine Angst, aber...“ Sie stürzte sich auf ihre Bücher und fing an wie wild zu lesen an. Fabienne seufzte: „So, der sechste Aufsatz ist fertig. Gerade die Hälfte mal. Ich sehe es schon, dass ich diese Nacht wieder nicht ins Bett komme.“ Hexchen meinte: „Kriege langsam auch einen Schreibkrampf“, und rieb sich ihre Hand. Meadow fragte: „Hat jemand für mich vielleicht ein Butterbier? Ich kann keines herzaubern ohne Zauberstab.“
Hexchen zauberte Butterbier herbei, gab Meadow eine Flasche. „Da haste, Meadow.“ Dann nahm sie sich selber auch eine und sagte: „Morgen ist wieder Unterricht in Zaubertränke.“ Fabienne stöhnte noch lauter. „Ja, und bis dahin müssen wir diesen Berg Hausaufgaben schaffen. mir tut langsam echt die Hand weh.“ Hexchen erwiderte: „Fabienne, warum gibt er uns soviel auf? So viel haben wir doch gar nicht angestellt?“ Fabienne erklärte: „Weil er meint, wir hätten jede Menge Rückstand aufzuholen. Das stimmt zwar, aber das ist ja wohl nicht unsere Schuld, wenn wir Flaschen wie Umbridge oder gar keinen Unterricht hatten, oder wie sehe ich das?“

Jessika war fix und fertig. „Ich habe nun 6 m Pergament voll, und meine Tinte ist fast alle... ich habe Kopfschmerzen und meine Hand tut weh... ich glaube, ich hatte zu wenig Schlaf.“ Meadow, die noch nicht viel geschrieben hatte, meinte daraufhin: „Ich fang gerade erst mit dem zweiten Buch an, Jessika Oh je das gibt eine lange Nacht.“ Jessika erwiderte: „Ich bin auch noch nicht fertig, die Aufsätze sind um einiges länger geworden als ich dachte...
und besonders viel Zeit haben wir nicht mehr, nur noch eine Nacht und einen Tag.“
Fabienne befürchtete nur eines: „Hoffentlich schlafe ich nicht morgen wieder im Zaubertrank-Unterricht ein. Als mir das das letzte mal passiert ist, musste ich drei Tage lang Strafstunden bei Filch machen. Das wäre mir ja noch egal, aber wenn jetzt Massoud das Nachsitzen macht? Die Viecher sind so eklig. Ich hexe mir erst mal noch eine Kanne extrastarken Kaffee her, sonst schlafe ich noch über meinen Büchern ein. Will sonst noch jemand Kaffee?“ Damit hexte sie eine weitere Kanne Kaffee herbei. Hexchen erwiderte: „Ja bitte, Kaffee ist immer gut. Ich glaube, er hält mich für eine Blöde, und ich fürchte, er hat recht. Muss hart arbeiten.
Hi, Jessika, wie geht es meiner Lieblingsduellpartnerin?“ Jessika antwortete ein bisschen gereizt, während sie sich Kaffee nahm: „Hexchen, mir geht es soweit ganz gut, bin bloß etwas müde, bekomme langsam einen Schreibkrampf, und mein Kopf qualmt irgendwie, und dir?“ Fabienne rieb sich wieder die rechte Hand mit der linken. „Ich habe gerade den siebten Aufsatz halb fertig. Ich mag bald nicht mehr! Ich kriege langsam die Krise!“ Jessika war anzumerken, dass sie auch ziemlich die Nase voll hatte. „Meine Tinte ist nun entgültig alle und meine Feder ist stumpf. Eigentlich müsste ich in die Winkelgasse, aber dazu ist keine Zeit mehr:“ Sie zauberte sich auf die Schnelle Tinte und eine neue Feder herbei. Meadow war auch ziemlich müde, und sie schrieb, da sie ja sogar zwei Strafdienste gemacht hatte, noch immer an ihrem zweiten Aufsatz.
Während die Mädchen noch weiter über die vielen Hausaufgaben stöhnten, betrat Professor Snape den Gemeinschaftsraum. Er hatte sich zwischenzeitlich wieder beruhigt. Als er die fleißig schreibenden, aber doch ziemlich übermüdeten Schülerinnen sah, begriff er, dass es ihnen für die kurze Frist doch zuviel war, was er ihnen aufgegeben hatte. Alle waren blass, hatten zum Teil sogar dunkle Augenringe, und manch eine massierte sich zwischendurch die schmerzenden Finger. Er sagte also zu den Schülerinnen: ,,Guten Abend, meine Damen. Ich habe Ihnen meine Botschaft klar gemacht. Aber ich erwarte bis morgen lediglich vier Aufsätze. Den Rest können Sie mir bis nächste Woche Samstag nachreichen. War wohl doch etwas streng zu ihnen. Tut mir leid, dass ich Ihnen zuviel zumutete. Aber Sie haben trotzdem einen gewaltigen Rückstand. Deswegen erlaube ich ab sofort praktische Verteidigungsübungen im Kerker. Aber nicht den Kerker zerstören. Will jemand Butterbier?"
Er zauberte Butterbier für alle herbei. „Danke, gerne, Herr Professor“, antwortete Fabienne. „Hier, ich habe schon acht Aufsätze fertig. Möchten Sie sie gleich mitnehmen?“ „Danke Sir“, erwiderte Hexchen. „Oh je, wenn Sie mein Geschreibsel entziffern wollen, brauchen Sie aber auch ein Butterbier. Muss noch viel arbeiten.“ So ganz unrecht hatte Hexchen nicht, ihre Handschrift war manchmal wirklich schwierig zu entziffern. Meadow gab sich sehr höflich. „Guten Abend, Herr Professor. Ich soll Ihnen noch einen schönen Gruß von Massoud ausrichten, Sir! Danke fürs Butterbier, Sir. Könnten Sie bitte Massoud ausrichten, dass ich meinen Zauberstab zurückmöchte, Sir?“ „Geben sie mir alle Aufsätze mit Namen der Reihenfolge nach", antwortete der Professor und nahm sich ein Butterbier.Dann gab er Meadow ihren Zauberstab zurück. „Hier, Miss Malfoy, ich habe Djaffar vorhin noch auf dem Korridor getroffen. Miss Hexchen, auf die Schönheit der Schrift kommt es nicht an, nur auf den Inhalt des Aufsatzes.“
Nach und nach gaben die Schülerinnen die fertigen Aufsätze ab. Dann wandte Professor Snape sich wieder an die Schülerinnen: „Ich werde mich nun jede Verteidigungsstunde mit einem von Ihnen duellieren. Alle Flüche sind erlaubt außer Unverzeihliche Flüche, damit niemand auf die Idee kommt. Also üben Sie praktische Verteidigung. Wenn Sie wollen, helfe ich Ihnen gerne dabei, Zauber zu lernen. Wollen Sie gerade einen Zauber lernen?" Fabienne vergaß sofort ihre Müdigkeit. Das war doch was anderes als die endlose Schreiberei! „Ja, klar, wir lernen immer gerne was“, antwortete sie.
Hexchen und Jessika hingegen schienen Angst vor einem Duell mit Professor Snape zu haben. Hexchen meinte: „Jaaa ich lerne immer was gerne dazu Sir, aber bitte wischen Sie mit mir nicht den Fußboden oder so was in der Art. Aber wenn Sie sich duellieren wollen, jeder Zeit gern, dann kriegt wenigstens jeder hier was zu lachen.“ Fabienne wunderte sich über Hexchens Einstellung. „Hexchen, seit wann sind Duelle was zum Lachen? Duelle sind eine ernsthafte Sache, im Ernstfall sogar eine todernste.“ Hexchen erwiderte: „Ach Fabienne, sollte ich an die Reihe kommen, lachst du und jeder andere hier Tränen.“ Fabienne antwortete: „Das würde ich ganz bestimmt nicht tun.“
Auch Jessika war nicht ganz geheuer. „Sir, wenn es dann soweit ist und Sie sich mit mir duellieren wollen, könnten Sie mir dann früh genug Bescheid sagen, so eine Woche davor, damit ich mich darauf vorbereiten kann ? Sonst bekomme ich nämlich Angst .“ Professor Snape antwortete: „Miss Jessika, gerade das werde ich nicht tun. Der Überraschungseffekt ist wichtig bei einem Duell. Werde dann sehen, was Sie draufhaben. Keine Angst, werde Sie nicht bewusst verletzen." Er wandte sich an alle anwesenden Schülerinnen: ,,Wollen Sie einen bestimmten Zauber lernen? Schlagen Sie was vor." Jessika war immer noch nicht beruhigt. „Aber ich hab Angst, Herr Professor.“ Professor Snape erwiderte: „,,Ich will mich nicht jetzt mit ihnen duellieren. Ich wollte nur wissen, ob Sie einen bestimmten Zauber lernen wollen.
Wenn ja, sagen Sie mir welchen, und ich bringe den Ihnen jetzt bei." Hexchen schlug vor: „Vielleicht einen vernünftigen Abblockzauber, auch für schwerere Flüche Sir.“ Professor Snape war von Hexchens Vorschlag sehr angetan. ,,Das mit dem Abblockzauber ist keine schlechte Idee. Alle, die ihn auch lernen wollen, treten bitte vor." Er ließ Tische und Stühle verschwinden. Alle anwesenden Schülerinnen traten vor, denn sie wollten den Zauber gerne lernen. Die Müdigkeit war vergessen. Professor Snape erklärte den Zauber zunächst: ,,Also der Schildzauber, den ich Ihnen jetzt beibringen werde, ist der stärkste seiner Art. Er ist kompliziert, und jeder Schild sieht anders aus. Also, der Schild baut sich aus Ihrem Selbstbewusstsein im Duell auf. Je größer das Selbstbewusstsein, desto größer und stärker der Schild. Sie müssen also Selbstbewusstsein zeigen und keine Angst haben, Angst schwächt den Schild. Die Zauberformel lautet Protecto, ich zeige es Ihnen." Er hob seinen Zauberstab und schrie: „Protecto!“ Éin mächtiger großer giftgrüner Schild erschien. Danach sollten die Schülerinnen den Zauber probieren. Fabienne war die erste, die bereit war. Ruhig und gelassen trat sie vor, hob ihren Zauberstab und rief: „ Protecto!“ Ein ziemlich großer Schild in leuchtendem Blau erschien. Professor Snape war zufrieden. ,,Gut, Miss Fabienne! Aber bedenken Sie, das ist eine lockere Atmosphäre, ob Sie den Schild im Todeskampf noch so hinkriegen weiß ich nicht. Aber nehmen Sie erst mal 60 Punkte für diese Topleistung." Als Nächste probierte es Hexchen. Ihr Schild war kanariengelb. Professor Snape erläuterte: ,,Sehr gut, Miss Hexchen! Dieser Schild hilft aber auch nicht gegen alle Zauber. Sie müssen im Duell vor allem flink im Kopf sein. Außerdem müssen Sie auch mal schnelle Bewegungen machen wie Ducken und Ähnliches." Auch Meadow und Jessika bekamen den Schildzauber hin. Der von Jessika war scharlachrot, der von Meadow schwarz.
Professor Snape war sehr zufrieden mit den Schülerinnen. Dann nutzte Fabienne die Gelegenheit, noch eine Frage zu stellen. „Herr Professor, darf ich Sie etwas fragen?“ Professor Snape antwortete: „,,Natürlich, Miss Fabienne. Schießen Sie los." Fabienne fragte also: „Sie erwähnten gestern dieses Dämonsfeuer. Haben Sie das etwa schon einmal angewendet? Ich habe darüber einiges gehört und auch gelesen, es wäre Selbstmord, das zu rufen, weil es denjenigen, der es beschwört, auf jeden Fall verbrennt. Ich jedenfalls würde mich hüten, so etwas zu beschwören.“ Sie schüttelte sich. Professor Snape seufzte. Fabienne schien mit ihrer Frage eine unangenehme Erinnerung hervorgerufen zu haben. ,,Ja, in der Tat ich habe es schon angewandt. Musste mir den Weg schnell freikämpfen, es ging um mein Leben. Was Sie da gelesen haben, stimmt nicht ganz, es gibt Vorkehrungen, die man treffen kann, dass es einen nicht umbringt. Wobei ich trotz allem Verbrennungen erlitten habe." Meadow wurde neugierig. „Was sind das für Vorkehrungen, Sir? Könnten Sie uns diese erläutern?“ -„ ,,Ja aber ich werde ihnen diesen Zauber nicht beibringen“, antwortete Professor Snape. „ Er hat dramatische Folgen für mich gehabt, wenn Schüler den anwenden würden, dann würden sie sterben. Dieser Zauber ist äußerst schwer kontrollierbar. Ich habe zum Beispiel alle Kraft, die ich hatte, in einen Schildzauber gesteckt, um das Feuer abzuschwächen, das hat mich am Leben erhalten."
Fabienne meinte dazu: „Ehrlich gesagt, ich habe für dieses schwarzmagische Zeug ohnehin nicht viel übrig. Da gibt es einfach zu vieles, das auf einen selbst zurückschlagen kann.“ „Grundsätzlich haben sie recht, Miss Fabienne!“, erwiderte Professor Snape. „Vorsichtig muss man damit schon sein. Allerdings habe ich sowohl weiße als auch schwarze Magie gelernt. Bitte verurteilen sie mich aber deswegen nicht. Ich bin nicht auf der dunklen Seite, ich bin einer von den Guten.“ Fabienne antwortete: „Sorry, wenn das so rübergekommen sein sollte, ich hatte nicht vor, Sie in irgendeiner Weise zu verurteilen. Ich selber kenne auch so manche Sachen, zumindest theoretisch, was aber nicht bedeutet, dass ich sie auch anwenden würde.“ Jessika meinte: „Mich würde es schon interessieren.“ Hexchen wiederum sagte: „Ich mag lieber die weiße Magie. Soweit es geht. Aber manchmal muss man eben auch mal fies werden können.“ Professor Snape erläuterte: ,,Schwarze Magie für die gute Sache ist das ultimative Mittel. Wobei weiße Magie auch sehr nützlich ist und wesentlich weniger selbstschadend. Ich denke da nur an Dumbledore, der hat nie schwarze Magie eingesetzt und war trotzdem der mächtigste Zauberer der Welt." Fabienne überlegte: „In bestimmten Notfällen ist es schon was anderes. Genau wie die Unverzeihlichen Flüche. Wenn es darum ginge, eine unmittelbare Lebensgefahr von mir selber oder einem anderen Menschen abzuwenden, dann würde ich solche Dinge schon anwenden. Aber das wäre für mich auch der einzige Grund. Das sind eben keine Dinge, mit denen man herumspielt.“
Sie diskutierten noch eine Weile über das Thema hin und her. Dann begann Meadow wieder eine Diskussion über ihren Strafdienst bei Massoud. Sie begann zu betteln: „Könnten Sie meinen Strafdienst nicht abkürzen? Ich werde auch ganz lieb und brav sein.“ Professor Snape lehnte jedoch ab. Darauf fing Meadow wieder an, herumzutrotzen. „Nein, ich kann Ihnen versichern, dass ich diese blöden Käfige nicht mehr putzen werde. Die Tiere sind so widerlich und ich habe sehr große Angst vor ihnen.“ Professor Snape begann wieder, die Geduld zu verlieren. ,,Und ich kann Ihnen versichern, dass Sie gleich Angst vor mir haben werden, wenn Sie nicht tun, was ich sage. Ich kann Sie immer noch nach Askaban schicken, denken sie daran."
Fabienne sagte leise zu Meadow: „Du redest dich schon wieder um Kopf und Kragen Meadow.“ Diese ließ jedoch nicht locker. Sie probierte es mit Ausreden: „Ich wollte Ihnen diesen Unverzeihlichen Fluch nicht aufhalsen, es ist mir nur so aus Versehen passiert, Sir.“ Diese Ausrede schluckte Professor Snape natürlich nicht. ,,Man kann einen Unverzeihlichen Fluch nicht mal eben so aussprechen. Sie hassten mich in diesem Moment, und ich verstehe das irgendwie, trotzdem ändert das nichts an ihrer Strafe." Meadow war jedoch alles andere als einsichtig. Sie stampfte mit dem Fuß auf und sagte: „Ich hasse nicht Sie, sondern diese blöden Krabbeltiere. Nein, Herr Professor, ich werde diese Käfige nicht mehr putzen Sir!“ Jessika versuchte ebenfalls, Meadow zur Vernunft zu bringen. „Meadow, ich glaube, du handelst dir gerade noch mehr Ärger ein.“ Hexchen flüsterte: „Zieh die Bremse Meadow, zieh die Bremse!“
Professor Snape wurde ärgerlich. :,,Gut dann werde ich Sie einbuchten lassen. Sie haben die Wahl. Einen Monat Käfigschrubben oder lebenslänglich Askaban und die Dementoren." Fabienne mochte das Viehzeug von Massoud überhaupt nicht. Dennoch sagte sie: „Dementoren sind mit Sicherheit schlimmer als Krabbeltiere.“ Schließlich hatte sie von Dementoren schon genug gehört, um zu wissen, dass die Dementoren von Askaban zu den schlimmsten Wesen gehörten, die es überhaupt gab. Auch Jessika meinte: „Also ich würde mich für die Käfige und die Krabbeltierchen entscheiden.“ Hexchen riet Meadow: „Am besten sag, dass du lieber Käfige putzen willst, und danach sei lieber hier wie eine Blume,
hübsch und still.“ Meadow gab schließlich nach: „Nein ich putze diese blöden Käfige.
Aber ich habe Angst vor Massoud,er ist mir unheimlich.“
Im Stillen gaben die anderen Mädchen Meadow recht. Professor Snape sagte daraufhin: ,,Djaffar ist nicht annähernd so grausam wie Ihr nichtsnutziger, gemeiner, folternder Sadistenvater. Wenn sie den ausgehalten haben, schaffen Sie Djaffar mit links, außerdem ist Djaffar ein fähiger und kompetenter Mann. Aber er wäre nicht so nachsichtig mit Ihnen gewesen. Er hätte Sie an meiner Stelle mit Sicherheit gefoltert oder getötet.“ Hier widersprach Hexchen: „Mmmoooment mal, laut Schulordnung darf hier keiner gefoltert werden, und gemordet schon gar nicht: Schulordnung §§ 113 Absatz 2.2.“ Hier ergänzte jedoch der Professor: „Paragraph 113 Absatz 3: Ausnahmeregelung: Falls ein Lehrer mit einem Unverzeihlichen Fluch angegriffen würde, hat er die volle Befugnis, sich zu verteidigen. Des weiteren ist jeder Lehrer dazu verpflichtet, jeden Angriff mit einem Unverzeihlichen Fluch sofort dem Ministerium zu melden.“
Meadow schrie den Professor an: „Reden Sie nicht so über meinen Vater, Sir!“ Professor Snape entgegnete: ,,Wenn Sie wüssten, was ich über Ihren Herr Vater weiß, würde Sie sich meiner Meinung anschließen. Ich sehe aus Ihrem Geist heraus, dass Ihr Vater zu Hause ein Tyrann ist. Er schlägt sie und Ihre Mutter wohl. Ich kann Ihnen helfen, aus dieser Hölle auszubrechen.." Meadow jedoch nahm ihren Vater in Schutz: „Er ist kein Tyrann, Sir, und er hat mich noch nie geschlagen. Er mag schlecht, fies und gemein sein, aber nicht gegen seine Familie, Sir. OK, ich gebe zu, dass er kein Unschuldsengel ist, aber er ist und bleibt mein Vater.“ Professor Snape hielt es für besser, über dieses Thema nicht weiter zu diskutieren, sondern sagte nur: „,,Lassen wir dieses Thema. Sie haben recht er ist Ihr Vater....Wenn Sie mit mir mal darüber reden wollen, können Sie mich gerne ansprechen, ich stehe immer zur Verfügung. Das gilt für Sie alle. Ich stehe Ihnen immer zur Verfügung und helfe Ihnen gerne bei allen Problemen."
Darauf schnitt der Professor ein anderes Thema an: ,Mal so eine Frage die mich interessiert: Was würden Sie tun, wenn Sie jemand mit einem Unverzeihlichen Fluch angreift?" Jessika antwortete: „Er würde von mir auch einen Unverzeihlichen aufgehalst bekommen, Sir.“ Der gleichen Meinung war Hexchen: „Gut, innerhalb eines ernsthaften Kampfes bliebe mir gar nichts anderes übrig, als Gleiches mit Gleichem zu beantworten.“ Fabienne antwortete: „Einen direkten Schutz gibt es nicht gegen die Unverzeihlichen. Ich würde mich in diesem Fall schnellstens fallen lassen, um nicht getroffen zu werden. Und ansonsten stimme ich den anderen zu, in dem Fall, dass ich mit Unverzeihlichen angegriffen wurde, das wäre das für mich der Notfall, den ich genannt habe, in dem ich einen Unverzeihlichen anwenden würde.“ Meadow war unschlüssig: „Ich weiß es nicht, wie ich reagieren würde Sir!“
Professor Snape erwiderte: ,,Miss Fabienne, das ist nicht ganz richtig. Dass es gar keinen Schutz gegen einen Unverzeihlichen gibt. Man kann einen Unverzeihlichen durch einen sehr starken Schutzzauber abschwächen. Der Schutzzauber, den ich Ihnen vorhin zeigte, kann dies bewirken. Natürlich muss er enorm stark sein. Jede Faser Ihres Körpers muss dazu entschlossen sein, den Fluch abzuschwächen, dann klappt das. Das hat bei mir auch schon funktioniert. Ansonsten gebe ich Ihnen allen recht, in dieser Situation ist es angebracht, einen Unverzeihlichen anzuwenden. Nun eine andere Frage: Was macht ihr, wenn sich jemand bei einem Duell auf Leben und Tod ergibt, der euch mit einem Unverzeihlichen belegt hat? Lasst ihr ihn leben oder tötet ihr ihn?"
Fabienne antwortete: „Jemanden, der sich schon ergeben hat, würde ich nicht töten.“ Ähnlich äußerte sich Jessika: „Wäre es nicht falsch ihn zu töten ? Jemanden anzugreifen, obwohl er sich ergeben hat, hätte doch mit Selbstverteidigung nichts mehr zu tun, oder sehe ich das falsch?“ Fabienne ergänzte: „Natürlich würde ich bestimmte Maßnahmen ergreifen, dass er mich nicht doch noch angreift, ihn also entwaffnen und kampfunfähig machen.“ Hexchen wurde wieder etwas ängstlich: „Ich hoffe, ich muss diese Frage nie in Praxis beantworten, und das auch noch ganz schnell!“ Fabienne erwiderte: „Hexchen, was wir hier lernen, das ist für die Praxis. Man kann immer mal in so eine Situation geraten. Es sind unsichere Zeiten.“ Sie dachte dabei an die Gespräche, die sie zu Hause während der Ferien mitbekommen hatte. Sowohl ihre Mutter als auch ihr Großvater waren sehr besorgt gewesen.
Professor Snape sagte: ,,Deswegen mache ich das ja, damit Sie sich im Ernstfall zu helfen wissen. Ich möchte verhindern, dass Ihnen allen etwas geschieht, deshalb sollten Sie auch in solchen Fragen geschult sein. Üben Sie Verteidigung es gibt nichts Wichtigeres. Meadow und Hexchen, es ist aber möglich, dass Sie sich diese Frage irgendwann einmal beantworten müssen. Es ist im übrigen eine Gewissensfrage."
Nach dieser Situation entschieden sich die Mädchen, schlafen zu gehen, da sie nun für ihre letzten Aufsätze einen Aufschub bekommen hatten. Sie packten ihre Sachen zusammen und begaben sich todmüde in ihre Betten, um für die Nacht noch ein wenig Schlaf zu bekommen.












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Wenn man wie ich über Böses schreibt und wenn einer der beschriebenen Figuren im Grunde ein Psychopath ist, hat man die Pflicht, das wirklich Böse zu zeigen, nämlich, dass Menschen getötet werden.
Joanne K. Rowling