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Fanfiction

Hogwarts im Krieg - Hexchens Geheimnis und ein Übungsduell

von ChantalMoody

Hexchens Geheimnis und ein Übungsduell

Es stellte sich heraus, dass Anita in der Nacht zurückgekommen war und heimlich an der Tür gelauscht hatte, denn am nächsten Morgen lag im Gemeinschaftsraum ein an den Herrn Professor gerichteter Zettel:

„Sie müssen entschuldigen, Herr Professor, dass ich gestern Abend hier ein bisschen gelauscht habe. Ich hielt es für meine Pflicht, den Inhalt dieses Gespräches meinem Gast mitzuteilen. Ich denke, er wird sich im Verlaufe des Tages hier irgendwo melden.“

Dann nahm sie sich ein Buch mit und ging zu Massoud, um mit ihm zu frühstücken, ihm alles zu erzählen und so ihrer Rolle als Petze gerecht zu werden. Dieser sagte dazu nur: „Mmm ja, Miss Snape, ich hätte das auch so erfahren. Aber ich weiß es zu schätzen.“ Dann ging er in den Gemeinschaftsraum rüber. Er war leer mit Ausnahme von Jessika, die dort saß und ein Buch las.

Massoud wunderte sich: „Wo ist die Bande eigentlich? Wenn der große Djaffar mal Zeit hat, sich hier umzusehen, ist keiner da. Bin ich denn so schrecklich? Und wollten Sie mir nicht etwas zum Trinken anbieten, Miss Jessika?“ Diese erwiderte: „Guten Morgen, Meister Massoud! Soviel ich weiß, mögen Sie keinen Tee. Wie wäre es mit einen Feuerwhiskey?“ Massoud meinte daraufhin: „Aber gerne doch Kindchen, wie aufmerksam von Ihnen! Sie können mich zwar nicht leiden, aber ich trinke trotzdem ein Gläschen.“ Jessika antwortete: „Man muss sich ja nicht immer gut leiden können, und kann trotzdem was miteinander trinken.“ Sie schenkte ihm ein Glas Feuerwhiskey ein. „Hier ist Ihr Whiskey, Meister Massoud. Ich sollte eigentlich an meinem 6 Fuß langen Aufsatz weiter arbeiten, aber was soll´s. Worüber möchten Sie sich gern unterhalten?“ Massoud sah sich den Whiskey argwöhnisch an. „Ei,das hat aber eine etwas seltsame Farbe, macht aber nichts! Der große Djaffar hat immer seine Neutralisierungstropfen dabei. Jetzt gefällt es mir schon besser!
Sehr zum Wohl, Miss Jessika! Worüber schreiben Sie denn diesen 6 Fuß langen Aufsatz?“
Jessika erzählte: „Professor Snape hat uns ein Buch gegeben, worin sämtliche Gegengifte verzeichnet sind, unter anderem Weinrautenessenz, darüber sollen wir schreiben.“

Massoud schien überrascht. „Weinrautenessenz? Interessant! Dann lernen sie ja doch ein bisschen was bei ihm?“ Er nahm nochmals einen kräftigen Schluck. „Schmeckt vorzüglich! Dürfte ich noch ein Gläschen von diesem edlen Getränk haben? Aber dieses Mal bitte ohne Schrumpflösung, wenn es geht.“ Dann sah er die Tür aufgehen und Fabienne hereinkommen. „Aha, noch jemand, der mich nicht leiden kann; Guten Tag, Miss Moody!“

Fabienne betrat den Raum. Als sie Massoud erblickte, wäre sie am liebsten wieder weggegangen. Da die beiden sie aber schon gesehen hatten und sie außerdem ihre Bücher im Gemeinschaftsraum liegen gelassen hatte, sagte sie: „Guten Tag!“ Dann nahm sie sich ein Buch und las, ohne allzu viel Notiz von Massoud zu nehmen. Jessika fragte sie: „Hi Fabienne, auch einen Feuerwhiskey?“

Fabienne sah sich gezwungen, Partei für ihren Lehrer zu ergreifen. „Oh, nicht so früh am Tag. Ich nehme mir lieber ein Butterbier. Guten Tag, Sir. Und, ich würde sagen, wir lernen in der letzten Zeit mehr als zuvor.“ Jessika pflichtete ihr natürlich bei, denn auf Professor Snape ließ sie nichts kommen. „Professor Snape ist ein hervorragender Lehrer, und selbstverständlich lernen wir jede Menge bei ihm, nicht nur in Zaubertränke, sondern auch in Verteidigung gegen die Dunklen Künste, er ist streng, konsequent und er geht zielstrebig vor. Schrumpflösung ?? Wann hätte ich das denn brauen sollen?“ Sie schenkte Massoud noch ein Glas Whiskey ein, während Fabienne sich Butterbier nahm. Diese erklärte: „Also, ich habe auch keinen Schrumpftrank gebraut. Außer Filchs Tür verhexen und Peeves rebellisch zu machen habe ich in den letzten Tagen nichts angestellt, mit anderen Worten, ich war recht brav.“

Massoud erwiderte: „Oh, Sie sind ein Unschuldslämmchen, Miss Jessika, nicht wahr?
Ja, Professor Snape macht seine Sache wirklich gut, er dürfte jedoch bei manchen Schülerinnen etwas konsequenter sein. Es gibt Schüler die tanzen ihm hier regelrecht auf der Nase herum, und dazu gehört auch seine Tochter! Das Allerschlimmste, was mir in meinem Leben allerdings je begegnet ist, ist diese Miss Malfoy! Solch jemanden würde ich nicht mehr an meiner Schule dulden.So, der alte Djaffar macht jetzt einen Ausflug mit seinem Pferd, und er bedankt sich ganz herzlich für dieses "edle" Getränk! Salam aleikum, meine Damen!“ Er trank das Glas aus und wandte sich zum Gehen.

Jessika meinte: „Selbstverständlich war es unverzeihlich, was Miss Malfoy getan hat, den Professor dermaßen anzugreifen, aber da muss der Professor schon selbst entscheiden, auf welche Art und Weise er vorgeht und sie bestraft. Und außerdem: Was die Familie Malfoy betrifft, da mische ich mich nur ungern ein. Ich habe Sie lediglich auf ein Gläschen eingeladen, ich bin mir wirklich keine Schuld bewusst. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag, Meister Massoud, vielleicht können wir es bei Gelegenheit wiederholen und uns gern weiter unterhalten.“

Fabienne kicherte. „Er traut uns wirklich nur Schlimmes zu! Und dabei sind wir so brave Mädchen!“ Sie dachte sich jedoch: ?Skrupel hätte ich keine, diesen Drecksack zu schrumpfen. Und ihn dann im Verbotenen Wald bei all dem Viehzeug auszusetzen.“ Jessika sagte mit einem Grinsen: „Ja, nicht wahr ?? Und dabei sind wir so lieb und brav! So ich muss dann wieder los, muss noch in die Bibliothek, am liebsten in die Verbotene Abteilung. Bis später!“ Jessika gehörte genau wie auch Fabienne zu den Schülern, die eine Genehmigung hatten, die Verbotene Abteilung aufzusuchen, da sie zu den Besten ihres Jahrgangs gehörten.

Bevor Massoud und Jessika jedoch den Raum verlassen konnten, sah Professor Snape noch einmal in den Raum hinein. Er hatte einen Teil des Gesprächs noch mitbekommen. ,,So so, meine Schülerinnen verstehen sich doch einigermaßen mit meinem freund und Kollegen. Gut, dass er seine Neutralisierungstropfen dabei hatte, die trage ich auch immer bei mir. Gut, meine Damen. Sie haben mit Djaffar ein gutes Gespräch geführt und waren freundlich zu ihm.
Djaffar: Was meine Tochter anbelangt, muss ich Ihnen leider recht geben. Miss Malfoy brauche ich nicht zu erwähnen, wobei ich mir sicher bin, dass sie sich jetzt ändert, wobei auch andere Schülerinnen nicht ohne sind. Aber ich bin alles in allem zufrieden. Bei jeder meiner Schülerinnen kann ich Fortschritte erkennen. Außerdem kriege ich das mit der Disziplin in den Griff. Das Kompliment kann ich nur zurückgeben, werter Freund." Damit ging der Professor weiter.

Anita, die im gleichen Moment in den Raum gekommen war, war verärgert darüber, was ihr Vater über sie gesagt hatte. Sie maulte: „Das war aber nicht nett, Onkel Djaffar! Ich bin doch hier in Sache Sittlichkeit, Demut und Gehorsam jeder Mitschülerin ein großes Vorbild! Dass Papa da anderer Meinung ist... also ich weiß auch nicht, wie er darauf kommt.“ Fabienne motzte: „Demut! Wenn ich das schon höre! Ich gebe ja zu, ein gewisses Maß an Gehorsam ist schon notwendig, aber aus mir würde niemand ein demütiges Hausmütterchen machen!“ Sie dachte an das, was ihre Mutter ihr von klein an vermittelte und vorlebte. Chantal war eine gute Hausfrau, das konnte niemand abstreiten, aber ein Leben als „Kochpotthexe“ wäre für sie niemals in Frage gekommen. Und es konnte kaum eine Frau geben, die so wenig demütig war. Dennoch hatte sie Fabienne zu einem gewissen Grad an Gehorsam und zu Respekt gegenüber Höhergestellten, wie eben Lehrern, erzogen. Anita bekam Fabiennes Gemotze mit und fragte: „Hast du den Heiligenschein nicht bemerkt, Fabienne?“ Diese wusste nicht, ob sie über dieses Geschleime von Anita lachen oder weinen sollte. Dafür war sie einfach zu geradlinig. „Klar doch! Schleimerin! Na ja, das Problem bei mir ist, dass ich im Schleimen nicht so gut bin. Mir würde das keiner abnehmen. Und für demütig würde mich wohl nie jemand halten. Würde ich auch nie auch nur vorgeben wollen.“

Meadow betrat den Raum und fragte: „Was gibt es Neues?“ Fabienne erwiderte: „Nicht viel. Außer dass Massoud uns hier einen Besuch abgestattet hat.“ Meadow maulte: „Was, der war schon wieder da? Ich hasse ihn!!!“ Fabienne antwortete: „Mit der Meinung stehst du hier mit Sicherheit nicht alleine.“ Meadow ließ sich weiter darüber aus. „Und wegen diesem grausamen Menschen, muss ich noch mehr Strafdienst machen. Ab nächste Woche Nachtschicht bei Madame Pomfrey! Ich hoffe, dass er bald wieder abreist!“ Dann nahm sie eines der Bücher über mächtige Flüche und begann zu lesen. Mitleidig erwiderte Fabienne: „Oje, das ist schlimm. Bald hast du vor lauter Strafdienst gar keine Freizeit mehr. Aber wenigstens quält Madame Pomfrey keine Schüler.“

Meadow schüttelte sich beim Gedanken an das, was sie hinter sich hatte. „Ja, Fabienne, da hast Du recht. Es wird mir so langsam alles zuviel. Und letzte Nacht hatte ich Albträume von Spinnen und Schlangen und diesem Massoud. Es war einfach schrecklich.“ Fabienne stimmte zu. „Also, ich bin zwar ein bisschen abgebrühter als du, aber wenn man mich in einen Raum voller Spinnen, Klapperschlangen und Skorpione sperren würde, dann hätte ich auch Albträume.“ Auch sie mochte diese Art Tiere nicht besonders.

Meadow sagte: „Ja es war einfach entsetzlich und ich möchte so etwas nie wieder erleben. Wenn er mich nicht gehen lassen hätte, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben.“ Dann sah sie sich im Raum um und stellte fest, dass sie und Fabienne inzwischen alleine waren. Anita hatte den Raum inzwischen verlassen. Vermutlich war sie beleidigt gewesen, weil Fabienne sie als eine Schleimerin bezeichnet hatte. Meadow war es nur recht, dass sie zunächst einmal mit Fabienne alleine reden konnte. Deshalb bat sie: „Fabienne, ich möchte mal kurz mit dir alleine reden. Könntest du die Türe verschließen, bitte?“

Fabienne verschloss die Tür. Meadow fuhr fort: „Danke! Ihr wollt doch sicher erfahren, warum ich mich in letzter Zeit so schlecht benehme? Den anderen muss ich es eben später erklären, weil sie ja jetzt nicht da sind.“ Genau das war es, was Fabienne nur zu gerne wissen wollte, denn es gefiel ihr überhaupt nicht, wie Meadow sich verändert hatte. Ermunternd sagte sie daher: „Ja, dann schieß mal los.“ Meadow begann also zu erzählen: „Also wie ihr ja schon richtig bemerkt habt, hab ich sehr viele Probleme. Mein Vater möchte, dass ich mich den Todessern anschließen soll. Aber ich möchte es nicht, doch er zwingt mich dazu bei den Treffen dabei zu sein.Er droht mir damit, meine Mutter umzubringen, wenn ich nicht mache, was er sagt. Ich habe mit unserem Professor über alles gesprochen, und er will mir helfen.“

Fabienne hatte zwar bereits vermutet, dass familiäre Probleme hinter Meadows Verhalten steckten, aber was Meadow berichtete, überstieg ihre schlimmsten Befürchtungen. „So etwas in der Art habe ich schon vermutet. So wie es aussieht, ist dein Bruder ja schon auf dem allerbesten Weg, ein Todesser zu werden, so wie er sich aufführt. Und, wie ich schon sagte, über deinen Vater wurde in meiner Familie schon so einiges geredet. Und nicht gerade Gutes.“ Meadow bestätigte: „Ja, Draco will sich ihnen unbedingt anschließen, das weiß ich aber erst seit heute morgen. Ich glaube, er hat auch Angst vor unserem Vater. Mein Vater ist ein gemeiner und fieser Tyrann, und es macht ihm Spaß, Menschen zu quälen.“
Auch dies war nicht neu für Fabienne. „Ja, kalt wie eine Hundeschnauze, so hat sich jedenfalls meine Mutter geäußert. Und mein Großvater geht hoch wie eine Rakete, wenn man den Namen nur nennt. Der sagt, für Leute wie deinen Vater wäre Askaban noch zu gut.“ Meadow bestätigte: „Ja Fabienne, wenn ich ihn sehe gefriert mir das Blut in den Adern.
Und ich habe so viel Angst vor ihm.“ Fabienne riet ihr: „Du solltest dich jedenfalls nicht dazu überreden lassen, dich den Todessern anzuschließen. Hör auf den Herrn Professor und lerne, dich zu verteidigen, das ist wichtig.“ Meadow erwiderte: „Ich würde mich diesen Irren niemals anschließen, die sind doch total durchgeknallt. Und ich möchte lernen, mich zu verteidigen. Und wenn es sein muss, auch gegen Massoud.“

Wider Erwarten wollte Massoud noch einmal im Gemeinschaftsraum vorbeischauen. Fabienne hatte die Tür zwar verschlossen, diesmal aber vergessen, einen Anti-Lausch-Zauber darüber zu legen. Massoud hatte also, als er merkte, dass die Tür versperrt war, eine ganze Weile an der Tür gelauscht. Als Fabienne die Tür wieder für ihre Kameradinnen freigab, betrat Massoud den Raum noch einmal und sagte: „Guten Abend, die Damen! Warum wollen Sie sich gegen mich verteidigen? Weil Sie den von Professor Snape verordneten Strafdienst bei mir verweigert haben? Oder weil Sie sich so ungezogen und frech benommen haben? Oder wegen beidem? Ihren Herrn Vater würde ich zermahlen wie eine widerlich Sandlaus, aber wenn mich seine Tochter derart beleidigt, reise ich lieber wieder ab in meine Arabische Heimat. Dort weiß man meine Fähigkeiten zu schätzen. Salam und gute Nacht die Damen!“ Er rauschte davon suchte seine Gemächer auf und war froh , seine Ruhe zu haben.

Hexchen kam in den Gemeinschaftsraum und fragte: „Meadow Süße, wie geht´s dir?“ Sie begann, ihre Hausaufgaben zu machen. Diese antwortete: „Hi, Hexchen! Es geht mir nicht so gut!“ Hexchen legte sofort ihre Bücher zur Seite und umarmte Meadow. „Wir haben uns doch sonst alles erzählt. Was ist denn los?“ Meadow antwortete: „Hexchen ich habe zur Zeit viele Probleme, aber Fabienne wird es Dir sicher später erklären.“ Sie begann, an ihrem Aufsatz zu schreiben. Hexchen meinte: „Hmmm, schon gut, Meadow. Rede dann mit mir, wenn Du Lust hast, und Fabienne kann es mir ja auch erklären.“

Fabienne erzählte also: „Hexchen, Meadow hat wirklich große Probleme. Ich nehme an, du weißt, was für einen Ruf Meadows Vater hat. Er ist nach dem Krieg bei den Gerichtsverhandlungen zwar von dem Verdacht freigesprochen worden, ein Todesser zu sein, aber das nur deshalb, weil er diesen Fudge und wohl noch andere Herren an höchster Stelle geschmiert hat, du weißt, er hat Geld, und andere wieder hat er erpresst. Und jetzt will er Meadow gegen ihre Überzeugung zwingen, Todesserin zu werden.“

Hexchen hörte fassungslos zu. Dann umarmte sie Meadow und versprach ihr: „Ich weiß, es ist Dein Dad, aber wenn ich ihn sehe, haue ich ihn ko.“ Jessika trat auch ein, begrüßte alle und begann ebenfalls an ihrem Aufsatz zu schreiben. Hexchen verteilte eine Runde Butterbier. Fabienne ging auf Hexchens Bemerkung ein: „Ehrlich gesagt, meine Mutter hat mir erzählt, sie hätte schon ein paar Mal Momente gehabt, wo sie Malfoy am liebsten eine gescheuert hätte, wenn er auf seine arrogante Art durchs Ministerium stolziert. Und einmal hat sie ihm sogar eine geklebt. Und was Massoud angeht: Soll er sich seine demütigen Schülerinnen doch in Arabien suchen. Na ja, ich bin ihm ja auch zu frech und zu aufsässig.“

Meadow bedankte sich bei Hexchen für das Butterbier und sagte zu ihr: „Hexchen, da hast du dir aber viel vorgenommen.“ Hexchen erklärte: „Ja mein Dad hat mir Boxunterricht gegeben. Ein paar schmutzige Muggeltricks kann ich auch, da wir ja außerhalb der Schule nicht zaubern dürfen. Ich werde ihn KO hauen.“ Sie fing an, wild zu tänzeln und schlug ein paar Haken in der Luft.
Fabienne ließ sich weiter über Massoud aus: „Mama würde die Krise kriegen, wenn man ihr etwas von Demut erzählen würde. Ich schätze mal, bei ihr wäre er schon quer durchs Klassenzimmer geflogen.“ Hexchen stimmte zu: „Meine Mutter hätte ihn glatt in die Luft gejagt.Demut, wo sind wir denn hier?“ Meadow meinte: „Bei meiner Mutter hätte er es auch nicht versuchen dürfen, sie hätte ihm einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet.“ Fabienne erklärte: „Er hat eben keinen Begiff davon, wozu voll ausgebildete europäische Hexen fähig sind. Schließlich müssen englische Hexen oft dasselbe leisten wie Zauberer. Garantiert hat Massoud noch nie eine Aurorin gesehen. Meine Mutter ist ja nicht nur Aurorin, sie bildet auch Aurorenschüler im Duellieren und in Flüchen aus, weil sie darin einfach die beste ist.“

Hexchen stellte sich gerade eine Begegnung zwischen ihrer Mutter und Massoud vor. Dann meinte sie: „Na, den Wassereimer würde er nach einer Begegnung mit meiner Mom gut brauchen können. Nämlich zum Löschen.“ Fabienne fragte: „Wieso? Hätte sie ihm Feuer unterm Hintern gemacht?“ Vorstellen konnte es sich Fabienne, denn sie wusste, Claire Longbottom konnte ziemlich ausfallend werden. Hexchen erwiderte: „Ja, und wie!“ Dann fragte sie Jessika: „Sind wir im nächsten Unterricht wieder Duellpartner?“ Jessika erwiderte: „Sicher doch, wir beide sind weiterhin Duellpartner. Hexchen, ich bin fast fertig mit meinem Aufsatz, ich war heute den ganzen Nachmittag in der Bibliothek und habe daran gearbeitet, und du?“ Hexchen antwortete: „Ich bin auch fast fertig mit den Aufsatz. Das ist fein, Jessika und darauf ein Butterbier. Ihr auch noch eins, Meadow und Fabienne?“

Fabienne hörte fassungslos zu. Sie sagte: „Wenn ihr so zaghaft rangeht, dass ihr euch gegenseitig nicht weh tut, wird das nie was. Bei richtigen Gegnern dürft ihr auch keine Rücksichten nehmen.“ Hexchen sah kläglich zu Fabienne hin. „Ich weiß, dass du recht hast, aber ich habe mal so einen Stupor volle Kanne abgekriegt. Das tut echt sauweh. Und das war nicht alles, was ich erlebt habe, aber darüber möchte ich nicht reden.“ Jessika entgegnete: „Das kommt dir nur so vor, Fabienne, so zaghaft sind wir auch nun wieder nicht. Ich bräuchte nur den richtigen Gegner, ich bin mir sicher, dass ich es könnte.“ Hexchen strahlte Jessika an: „Wenn du das machst, schwenk ich dazu die Pompons, Jessika.“ Fabienne erwiderte: „Na ja, ich habe auch schon so manches beim Üben abgekriegt, man darf da einfach nicht zimperlich sein.“ Hexchen entgegnete: „Das war damals aber kein Übungskampf. Ich habe doch gesagt, dass ich unfreiwillig Duellerfahrungen gemacht habe. Aber ich möchte das lieber wieder vergessen. Also reden wir nicht davon.“

Die Mädchen hatten nicht bemerkt, dass Professor Snape eingetreten war und einiges von dem Gespräch mitbekommen hatte. Nun machte er sich bemerkbar, zauberte Kuchen herbei und sagte: „Guten Abend meine Damen. Wie geht es ihnen? Bedienen sie sich. Miss Hexchen, mir können sie doch von diesem Duell erzählen.“ Hexchen fuhr total erschrocken herum. Sie erwiderte: „Guten Abend Sir, ich habe Sie gar nicht bemerkt.“ Dann sah sie den Fußboden an und sagte sehr leise: „Ìch danke Ihnen für Ihr Angebot, aber ich arbeite noch an der Verdrängung. Hatte sehr viele Alpträume deswegen. Ich kann nicht damit umgehen, bitte verzeihen Sie, Sir.“ Jessika begrüßte Professor Snape mit den Worten: „Guten Abend, Sir, mir geht es ausgezeichnet, danke der Nachfrage. Hatten Sie einen angenehmen Tag ?“ Professor Snape antwortete Jessika: „,,Ja, ich habe intensive Forschungen in meinen Kerkern betrieben, und sie liefen gut." Zu Hexchen sagte er: ,,Miss Hexchen, ich will Sie ja nicht drängen, aber wenn Sie darüber reden, geht es Ihnen besser. Verdrängung löst das Problem nicht, sondern macht den Schmerz nur größer." Dann wandte er sich an alle anwesenden Mädchen:,,Sie haben sich vorhin wieder über Djaffar unterhalten." Jessika erwiderte: „Ich habe mich nicht über Djaffar unterhalten, Sir.“ Fabienne erläuterte: „Hm, ja, eigentlich mehr darüber, wie er nur auf die Idee kommt, von europäischen Hexen Demut zu erwarten. Schließlich werden die wenigsten von uns einmal reine Kochpotthexen, sondern es wird von uns später erwartet, dass wir genauso mit beiden Beinen auf dem Boden stehen wie die Männer. Schließlich werden junge Hexen hier in Hogwarts genauso ausgebildet wie junge Zauberer.“ Hexchen wollte nicht mit der Sprache heraus. „Woher wissen Sie das, Sir? Ehrlich gesagt, wenn ich davon rede, kommen diese Träume wieder, und dann werde ich glaube ich nie wieder schlafen wollen. Vielleicht irgendwann mal. Danke für Ihr Angebot, Sir.“ Fabienne blickte Hexchen an. Also hatte auch Hexchen ein Geheimnis, und auch bei ihr musste es etwas Schlimmes sein. Fabienne konnte ihre Angst geradezu spüren, obwohl sie es sich nicht anmerken ließ.

Professor Snape gab nicht auf. Er sagte zu Hexchen: „Miss Hexchen, Sie wissen, dass man diese Träume ausschalten kann? Ich kann Ihnen dabei helfen. Erzählen Sie es uns dann?“ Zu Fabienne sagte er: „Für Djaffar ist das ein Kulturschock. Er erwartet keine jungen Hexen, die sich einem Mann auch mal widersetzen.“ Er war keineswegs überrascht über Fabiennes Ansichten. Das Mädchen sah seiner Mutter zwar auf den ersten Blick nicht allzu ähnlich, aber er konnte sich nur zu gut noch an Chantals geradlinige Art und ihre Einstellungen erinnern.

Fabienne erwiderte: „Das ist wahr, ich habe vorhin gesagt, ich wette, dass er noch nie eine Aurorin gesehen hat, und bestimmt auch noch keine Zaubereiministerin.“ Jessika ergänzte: „Ja, wenn´s nach ihm ginge, würden wir den ganzen Tag irgendwelche Käfer sortieren.“ Hexchen sprang auf dieses Thema nur zu bereitwillig an, um von ihrem Problem abzulenken. „Also Kulturschock gut und schön, aber er weiß doch, dass die Frauen hier eine eigene Meinung haben, oder? Und Käfer sortieren........ Iiiiiiiiih!“ - „Oder Spinnen Haare ausreißen“, erinnerte sich Fabienne mit Grausen.

Professor Snape wollte sich jedoch nicht ablenken lassen. Er sagte noch einmal zu Hexchen: ,,Das ist für einen Zaubertrankbrauer kein Problem. Erzählen Sie es uns. Dann gebe ich Ihnen Tränke für traumlosen Schlaf." Hexchen versuchte jedoch weiterhin abzulenken. „Bei Spinnen hört der Spaß auf, ich weiß es geht manchmal nicht anders, aber uuuuh.....“ Meadow protestierte: „Hexchen hör bloß auf damit, mir dreht sich noch der Magen um, wenn ich an gestern denke. Diese widerlichen Tiere.“ Jessika amüsierte sich jedoch über das Verhalten von Massoud vorhin: „Hast du heute morgen mitbekommen, wie vorsichtig er uns gegenüber doch geworden ist, Fabienne? Eigentlich wollte ich mir sein Vertrauen erschleichen und hatte ihm die Schrumpflösung nicht einmal versucht zu verabreichen, und trotzdem war er auf alles viel zu gut vorbereitet.“ Fabienne konnte es nicht fassen. „Meinst du ernsthaft, er hätte Angst vor uns, oder verstehe ich da jetzt was falsch?“ Jessika erklärte: „Ich glaube nicht dass er Angst hat, er ist halt nur sehr vorsichtig. Mal sehen, ich versuche mich das nächste mal bei ihm einzuschleimen, vielleicht klappt es ja. Aber eins muss man ihm lassen, er ist ganz schön gerissen.“

Unbemerkt war Anita eingetreten und hatte der Unterhaltung schon eine ganze Weile zugehört, bis sie sich zu Wort meldete: „Wunderschönen guten Abend allerseits! Ähm... stör ich gerade? Ah, der Herr Professor ist auch da! N'abend Papa.“ Sie nahm etwas abseits der Anderen Platz und murmelte vor sich hin: „Bei Onkel Djaffar kann man noch ganz anderes lernen, als Käfer zu sortieren. Ich werde es denen in der nächsten VgddK Stunde schon zeigen: „ Sie zauberte eine Flasche Elfenwein herbei und vertiefte sich weiter in ihre Gedanken. Sie grollte ihren Kameradinnen, insbesondere Meadow und Fabienne, ganz erheblich, weil sie die ganze Zeit über Djaffar herzogen. Sie betrachtete weiterhin die Klassenkameradinnen argwöhnisch und kaute schmollend auf einer Hand voll Popcorn herum. Dabei dachte sie: „Immer ziehen sie über den armen Onkel Djaffar her.“

Hexchen nahm allen Mut zusammen und entschloss sich doch zu reden: „Dann will ich mal erzählen. Aber dann reden wir nie wieder ein Wort darüber. Keiner hier ja????“ Sie schaute bettelnd alle an. „Bringen wir es hinter uns. Es war in meinen zweiten Jahr auf der Schule und es war in den Ferien. Es war ein toller Abend, und ich war wirklich gut drauf. Ich kam von einem Shoppingtag, und es war schon dunkel.Ich weiß nicht, woher er kam, aber plötzlich war er dort, und bevor ich reagieren konnte, bekam ich einen mächtigen Fluch ab, und ich dachte, ich gehe gleich KO. War einer der fanatischen Anhänger für Reinblütige. Bloß weil ich einen Muggelvater habe, und der kann mich eh noch nicht mal leiden. Was für ein Witz. Jedenfalls hat er mir seinen Stab an die Kehle gesetzt und mir genau beschrieben, was er tun würde mit mir. Dann ich weiß nicht, wie es passiert ist. Aber plötzlich kam ein Knall aus meinen Stab, und ich so bekam ich einen Vorsprung, der dazu reichte, um wegzulaufen. Höre diese Stimme immer und immer wieder in meinen Träumen. Na ja, wollte euch nicht langweilen mit meinen Gejammer, sorry.“

Fabienne war schockiert, als sie hörte, welchen Kummer Hexchen bereits seit mehreren Jahren mit sich herumschleppte. Und außerdem hatte sie auch das Gefühl, dass das Mädchen noch mit irgend etwas hinter dem Berg hielt. Laut sagte sie: „Puh, das ist ja wirklich gruselig!“ Auch Anita war sichtlich schockiert. „Und du fürchtest dich vor Djaffars Tieren? Ich finde das viel schlimmer!“ Hexchen fuhr fort: „Das war es auch und wollt ihr den allergrößten Witz hören? Alles wegen meinem Dad, der mich eh für die größte Enttäuschung seines Lebens hält. Ist das nicht lustig? Ich finde schon. Entschuldigt, ich verliere normalerweise nicht so die Fassung, verzeiht mir.“

Fabienne war fassungslos. Ihr größter Kummer war bisher immer gewesen, dass sie nie eine Chance gehabt hatte, ihren Vater kennen zu lernen. Und nun hörte sie schon zum zweiten Mal, dass Väter sogar ein Problem darstellen konnten! Allerdings hatte sie in den letzten Jahren ohnehin den Eindruck gehabt, dass Hexchen kein besonders gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatte. So hatte er seine Tochter beispielsweise nicht ein einziges Mal zu Beginn eines Schuljahres zum Hogwarts-Express gebracht. Sie sagte daher: „Ja, stimmt, man kann sich seine Eltern leider nicht aussuchen.“

Auch Professor Snape war offensichtlich betroffen. Er gab Hexchen ein Trankfläschchen und sagte zu ihr: „,,Oh Miss Hexchen, ich hatte ja keine Ahnung. Hier, das hilft. Und meine Damen, Sie merken hier, wie wichtig es ist, Verteidigung zu lernen." Fabienne bestätigte: „Stimmt, in so unsicheren Zeiten, wie wir sie haben, ist es das Wichtigste von allem.“ Meadow fragte neugierig: „Und wer war er, Hexchen, versteh ich nicht ganz?“ Hexchen antwortete: „Ich weiß es nicht, er trug kein Namensschild. Er war einer der Fanatiker, der sagte, es wäre eine Beleidigung, dass jemand mit meinem Blut zaubern darf. Und Fabienne, mein Dad hätte mich garantiert nicht als Tochter ausgesucht. So Mädels, wer von euch geht mit, sich die Kante geben. Habe jetzt allergrößte Lust dazu.“ Fabienne lehnte ab. „Das können wir doch auch hier. Ich habe jetzt eigentlich keine Lust, in die Kneipe zu gehen, hier ist es doch viel gemütlicher.“ Sie dachte: ?Vermutlich ist das der Grund, warum Hexchen so viel trinkt.“

Professor Snape erwiderte: „,,Alkohol ist keine Lösung. Und hier wird kein Alkohol getrunken. Ich hasse diese verdammten Rassisten. Miss Hexchen, Sie kriegen von mir jede Unterstützung, die Sie brauchen." Hexchen war immer noch völlig aufgelöst. Sie nahm den Trank mit klapprigen Händen entgegen. „Ja, Sie haben ja Recht, Sir. Ich danke Ihnen.
Lasst uns ein wenig hier bleiben, Mädels, ich glaube, ich weiß sowieso im Moment nicht, wo links und rechts ist. Entschuldigt. Ich krieg mich gleich wieder ein.“

Jessika meinte: „Verteidigung ist immer gut. Ich muss mal gleich Filch fragen, ob er beim Duellieren mitmacht.“ Fabienne fasste es nicht. „Filch? Was willst du denn mit dem? Der kann doch noch nicht mal zaubern.“ Professor Snape bot Jessika an: ,,Sie könnten sich mit mir duellieren. Ich möchte mal sehen, was Sie drauf haben." Erschrocken erwiderte Jessika: „Nein, Sir, nicht jetzt... ich habe wirklich nichts drauf.“

Währenddessen ging Anita zu Hexchens Platz und goss ihr Elfenwein in ihr leeres Glas. „Hier, der ist nicht so stark und beruhigt dennoch.“ Sie blickte fragend zu ihrem Vater hinüber, während sie zu ihrem Platz zurückging. Der sagte: „Nur, wenn ich auch etwas bekomme, Tochter. „ Anita stand widerwillig auf, goss ihrem Vater ein Glas ein und setzte sich wieder hin. Professor Snape kostete und sagte: „Der ist wirklich lecker.“ Dann sah er sich im Raum um und fragte: ,,Will sich jemand anders duellieren? Vielleicht Miss Fabienne?" Fabienne erwiderte: „Warum eigentlich nicht?“ Sie erhob sich.

Professor Snape legte einen Schutzzauber über den Rest des Raumes, damit die anderen Schülerinnen nicht versehentlich von einem verirrten Fluch getroffen wurden. Dann forderte er Fabienne auf: ,,Treten sie vor, Miss Fabienne. Und verbeugen Sie sich." Als Fabienne nach vorne getreten war, verbeugten sich beide voreinander, richteten sich wieder auf und zogen ihre Zauberstäbe. Fabienne wirkte zur Überraschung ihrer Freundinnen überhaupt nicht ängstlich oder nervös, sondern völlig ruhig und gelassen. Anita kroch ängstlich unter einen Tisch. Die anderen sahen gespannt zu.

Professor Snape erklärte zunächst die Regeln: ,,Regeln:1.Keine Unverzeihlichen Flüche! 2.Will jemand aufgeben, muss er ein weißes Tuch aus seinem Zauberstab schießen oder sagen ich gebe auf. Sind Sie einverstanden?" Fabienne erklärte: „Einverstanden.“ Professor Snape richtete seinenZauberstab auf Fabienne und rief: ,,Stupor!" Fabienne blockte mit „Protego!“ Dann rief Snape: „Serpensortia!“ Eine Riesenschlange kroch auf Fabienne zu. Diese ließ die Schlange mit „Vipera Evanesco“ verschwinden. Dann benutzte Fabienne einen Impedimenta, den Snape ohne Mühe abblockte. Gleichzeitig rief er „Inferno!“ Ein riesiger Flammenring flog auf Fabienne zu. Fabienne verwendete diesmal den stärkeren Schildzauber „Protecto!“, und ein großer leuchtendblauer Schutzschild erschien.

Unterdessen war unter den anderen Mädchen ein Geplänkel ausgebrochen. Meadow hatte die Absicht, nicht zu ihrem Strafdienst bei Madame Pomfrey zu gehen, während Anita durch dementsprechendes Gemotze dafür sorgte, dass Professor Snape trotz seines Duells mit Fabienne mitbekam, dass Meadow sich wieder einmal querlegte. Professor Snape beendete die Diskussion damit, dass er Meadow klarmachte, dass sie selbstverständlich zu ihrem Strafdienst zu gehen hätte. Dann richtete er seinen Zauberstab auf seinen Schreibtisch und murmelte eine Formel. Der Schreibtisch stürmte scheinbar unaufhaltsam auf Fabienne zu. Diese zögerte nicht lange, sondern richtete ihren Zauberstab auf den Schreibtisch und rief „Diffindo“, und der Schreibtisch zerbrach in tausend Einzelteile. Dann jagte sie einen“Petrificus Totalus“ in Professor Snapes Richtung. Dieser blockte den Fluch mühelos und rief „Destructio“, und ein goldener Energiestrahl schoss auf Fabienne zu. Dieser Zauber war mit den Schildzaubern nicht zu blocken, wie Fabienne sehr genau wusste. Sie warf sich also blitzschnell zu Boden.

Die Klassenkameradinnen sahen fassungslos zu. Während Fabienne noch am Boden war, versuchte Professor Snape, sie mit einem Expelliarmus zu entwaffnen, sie konnte diesen Zauber jedoch blocken, während sie wieder aufstand. Hierbei fing sie einen Gedanken von Anita auf: ?Phu... da kann ich nicht mithalten! Wozu braucht Fabienne eigentlich noch Unterricht?' Meadow wollte die Gelegenheit nutzen, trotz des Verbots des Professors mit Hexchen eine Flasche Feuerwhiskey zu trinken, da sie glaubte, er wäre durch das Duell mit Fabienne zu sehr beschäftigt, um mitzubekommen, was die anderen machten. Damit hatten sie jedoch die Rechnung ohne Professor Snape gemacht. Er richtete seinen Zauberstab auf die Whiskeyflasche, und sie zersprang. Dann richtete er seinen Zauberstab wieder auf Fabienne und rief: „Flamare!“ Ein riesiger Feuerball flog auf Fabienne zu. Fabienne rief „Protecto!“ Der Schutzschild, der diesmal erschien, war noch größer als der vorherige und flammendrot.

Professor Snape machte nun eine komplizierte Zauberstabbewegung, durch die Fabiennes Schild zersprang. Dann drehte er sich leicht im Kreis, verschwand und tauchte hinter Fabienne wieder auf, richtete seinen Zauberstab auf sie und rief „Stupor!“ Fabienne hatte die Bewegung hinter sich wahrgenommen und wich im allerletzten Moment noch aus. Zu ihrer Überraschung fing sie diesmal einen Gedanken von Professor Snape auf: ?Die ist doch wahnsinnig, will die immer noch weitergehen? Ist halt Moodys Enkelin, was habe ich erwartet...' Dies war für Fabienne eine Überraschung, denn sie hatte bisher noch nie irgend etwas von Professor Snape aufgefangen. Er hatte sich sonst immer sehr unter Kontrolle.

Diesmal machte der Professor eine peitschende Zauberstabbewegung. Ein Inferius erschien und bewegte sich auf Fabienne zu. Fabienne zögerte nicht lange, denn sie hatte von Inferi schon gehört und wusste, dass Feuer das einzige Gegenmittel war. Sie richtete also ihren Zauberstab auf den Inferius und rief „Inferno!“ Ein großer Flammenring flog auf den Inferius zu, dieser verschwand sofort. Professor Snape rief: „Phobius!“ Ein Irrwicht erschien. Bei Fabienne hatte er die Gestalt einer Riesenspinne, denn sie hasste dieses Viehzeug. Tatsächlich bekam sie auch für einen kurzen Moment Gänsehaut, dann jedoch stellte sie sich eins dieser kleinen Schoßhündchen vor, die für sie irgendwie keine richtigen Hunde waren. Sie rief also „Riddiculus“, und aus der Riesenspinne wurde ein winziger kläffender Chihuahua. Fabienne schickte einen „Locomotor Mortis“ zu Professor Snape, den er mit seinem Schildzauber mühelos abblockte.

Unter den anderen Mädchen wurde mittlerweile getuschelt. Zwar war Fabienne immer die Beste in ihrer Klasse in Verteidigung gegen die Dunklen Künste gewesen, aber eine solche Leistung hätten sie selbst von ihr nicht erwartet. Ganz offensichtlich trainierte sie während der Ferien schon sehr intensiv. Jessika flüsterte zu Hexchen: „Gut, dass ich es nicht bin, die da vorne steht!“ Hexchen erwiderte: „Wie sehr mich das auch freut. Wir bleiben Duellpartner. Bloß ein paar lustige Beinklammerflüche und nichts ernsthaft Bedrohliches. Jessika, lass es keinen merken, aber hier dreht sich alles. Dabei habe ich gar nichts getrunken. Sag niemandem was. Werde gleich gehen.“ Jessika sagte: „Bei mir dreht sich alles, wenn ich daran denke, dass ich mich duellieren muss, ich habe Angst der Professor könnte mich mit Feuerbällen bewerfen.“ Hexchen erwiderte: „Ich lasse dir gern den Vortritt. Das macht mir überhaupt gar nicht aus.“ Fabienne bekam von den Gesprächen einiges mit und rief zu ihren Kameradinnen herüber: „Mädels, ihr habt doch nicht etwa Angst?“ Hexchen versuchte es mit der ihr eigenen Flapsigkeit: „Nein so seh ich immer aus wenn ich besonders glücklich bin, Fabienne.“ Durch dieses kurze Gespräch war Fabienne jedoch abgelenkt und bekam nicht mit, dass Professor Snape einen ungesagten „Levicorpus“ auf sie richtete. Ehe sie es sich versah, hing sie kopfüber in der Luft. Dann rief der Professor „Incarcerus!“ Fabienne war am ganzen Körper mit Seilen gefesselt und somit handlungsunfähig. Nun mischte sich Anita ein. Sie holte Fabienne mit „Liberacorpus“ wieder auf den Boden zurück und zerstörte die Seile mit „Diffindo“. Hexchen rief besorgt: „Fabienne, ist alles in Ordnung? Geht's dir auch gut?“ Fabienne beruhigte sie: „Alles klar, ich bin okay. Ich kann eine ganze Menge aushalten.“ Professor Snape blickte derweil auf Fabienne herunter. „Geben Sie jetzt auf?" Dann wandte er sich verärgert an Anita: ,,Habe ich was von Einmischen gesagt?" Anita erwiderte: „Mir tat Fabienne leid!“ Professor Snape rief: ,,Zu Strafe wirst du einen vier Fuß langen Aufsatz über Duellierregeln schreiben."

Anita klemmte ihr Popcorn unter den Arm und verließ mit einem „Gute Nacht allerseits!“ beleidigt das Übungszimmer. Fabienne erklärte: „Ich gebe auf. Das wird mich lehren, mich zukünftig nicht mehr ablenken zu lassen. Im Ernstfall kann ein kleiner Moment Unaufmerksamkeit tödlich sein.“ Professor Snape erwiderte:, ,Das war brilliant! 200 Punkte für Sie! Sie sind echt klasse!" Dann wandte er sich an die anderen: ,,Sehen Sie, so macht man das! Miss Fabienne hatte keine Angst, und ich musste ziemlich Gas geben, um zu gewinnen!" Fabienne sah, dass die anderen Mädchen immer noch ziemlich ängstlich dreinschauten. Sie sagte: „Mann, ihr haltet echt nichts aus. Wenn ihr es genau wissen wollt, ich trainiere schon, seitdem ich in der Lage bin, überhaupt mit einem Zauberstab umzugehen.“ So, nun war es heraus. Dies war nämlich eines der Dinge, die sie ihren Freundinnen über sich verschwiegen hatte. Sie war noch minderjährig und durfte natürlich während der Ferien nicht zaubern. Daher hatte sie ihren Freundinnen eisern verschwiegen, wie intensiv sie während ihrer Ferien bereits seit Jahren trainierte.
























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Mike ist Engländer, ein sehr englischer Engländer. Jeden Tag trug er seine Anzugweste, was mir gut gefällt – man erlebt es heute kaum mehr, dass jemand Westen trägt. Er hat ein unglaubliches Charisma und flößt uns großen Respekt ein. Doch er verinnerlicht den britischen Humor total und kann sich bestens in die Internats-Teenager hineinversetzen.
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