
von FederflĂŒgel
21. November 1979
Geliebter Mann meiner TrÀume,
dieser Tag war wirklich toll! Es gibt eine weitere gute Nachricht, aber sie betrifft nicht uns. Sorg doch mal bitte dafĂŒr, dass Frank Longbottom nicht in deiner NĂ€he ist. Ich denke, er möchte die Neuigkeit von Alice persönlich hören. Denn Alice ist auch schwanger! Ist das nicht unglaublich? Ich freue mich ja so sehr! Wir sind gleich weit, unsere Kinder werden gleich alt sein. Und wir werden sie zusammen aufwachsen lassen. Wenn sie erst mal auf der Welt sind, dann legen wir sie nebeneinander in die Wiege, wĂ€hrend wir uns daneben um den Kaffeetisch platzieren. Alice und ich tauschen uns ĂŒber Schlafgewohnheiten, ErnĂ€hrung, Wickeln, Baden und Babykleidung aus, wĂ€hrend du und Frank daneben sitzt und die Augen verdreht und es nicht erwarten könnt, endlich ĂŒber Quidditch sprechen zu können. Unsere Kinder werden die besten Freunde sein und falls es ein Junge und ein MĂ€dchen werden vielleicht sogar heiraten! Dann wĂ€ren Alice und ich fast verwandt! Ich bin noch so aus dem HĂ€uschen! Ich erzĂ€hle dir besser, wie ich es erfahren habe.
Gestern sah Alice wieder so schlecht aus. Da hab ich sie gefragt, was denn los ist. Aber sie hat mich nur geheimnisvoll angesehen. Da hab ich sie gefragt, ob sie denn krank ist. Und sie meinte nur: âGanz im Gegenteil, Lily!â Und dann hab ich eins und eins zusammengezĂ€hlt und sie gefragt, ob sie schwanger ist. Und sie hat nur gelacht und genickt. Ich bin beinahe ausgeflippt und hab die ganze Zeit geschrien: âDu auch! Du auch!â Und erst hat sie mich amĂŒsiert angesehen, aber dann habe ich förmlich den Groschen bei ihr fallen hören. âAuch?â, hat sie mich ganz erstaunt gefragt. Ich nicke und nehme sie an den HĂ€nden und sie fĂ€ngt an den reinsten Freudentanz aufzufĂŒhren. Wir sind dann zusammen im Hauptquartierlaut schreiend und kreischend rund um den Tisch getanzt. Alle anderen waren dann total in Panik, weil sie dachten, uns wĂ€re etwas passiert. Aber dann haben sich alle mit uns gefreut. Wir haben sogar angestoĂen. Wie haben sie es gleich nochmal formuliert? âAuf die nĂ€chste Generation hervorragender und mutiger Zauberer!â Alle waren der Meinung, dass bei diesen Eltern nichts anderes als das herauskommen kann. Auf jeden Fall freuen sich alle fĂŒr uns.
Da fĂ€llt mir ein, dass Peter es noch gar nicht weiĂ. Er ist in letzter Zeit auch so selten da. Man hört und sieht nichts von ihm. Schreib ihm doch mal, ob alles in Ordnung ist. Nicht, dass er sich ĂŒbergangen fĂŒhlt. Er war ja schon immer etwas komisch in der Hinsicht. Er war immer eifersĂŒchtig, wenn ihr etwas ohne ihn gemacht habt. Und als du dann mich hattest, da wollte er gar nicht mit mir reden. Ich denke, er war sauer auf mich, weil ich seinen Helden so in Beschlag genommen habe. Aber man kann auch nicht behaupten, dass ihr ihn wie einen richtigen Freund behandelt habt. Man hatte immer das GefĂŒhl, er wĂ€re fĂŒr euch weniger wert. Das fĂ€llt mir erst jetzt im Nachhinein so richtig auf. In Hogwarts habe ich nie darĂŒber nachgedacht. Ich glaube, er ist nicht glĂŒcklich. Und jeder weiĂ das, aber keiner tut etwas dagegen. Ich kann ihm auf jeden Fall nicht schreiben. Das fĂ€nde er bestimmt seltsam und wĂŒrde sich ĂŒberlegen, warum ich das tue. Mit Remus und Sirius ist es nicht so. Nachdem ich mit dir zusammen war, sind sie auch meine Freunde geworden. Aber Peter hat sich ihnen nicht angeschlossen. Aber irgendwie tut mir das auch nicht leid, und ich denke, das weiĂ er. Ich kann aber nichts daran Ă€ndern. Ich möchte ihn nicht unglĂŒcklich sehen, aber er ist kein Freund von mir und deshalb kann ich nichts dagegen tun. Aber er ist ein Freund von dir, also kannst du etwas dagegen tun. Ich bin mir sicher, dass du etwas unternehmen wirst. Du bist ja kein seelenloses Monster.
Die Zeit verrinnt immer schneller und bald bist du wieder bei mir! Dann kann ich dich endlich wieder umarmen. Und umarmt werden. Beides fehlt mir so. Ich erinnere mich gerade wieder an unsere erste Verabredung. Das war vielleicht was. Ich war so dagegen, mit dir auszugehen, aber am Ende wollte ich es gleich wieder. Wenn mir das vorher jemand gesagt hĂ€tte, hĂ€tte ich denjenigen fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€rt. Geschweige denn, dass ich dich einmal heirate und ein Kind mit dir habe.
Ich liebe dich bis zum höchsten Stern und wieder zurĂŒck.
FĂŒr immer deine Lily.
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So, ich bin aus dem Urlaub zurĂŒck und hoffe, dass ich es wieder schaffe, regelmĂ€Ăig zu aktualiesieren. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn ihr trotz der langen Pause wieder dabei seid.
Hallo Enim-Reh: ist das dein Lieblingsbrief? Schreib doch auch mal, was du davon hĂ€ltst. Ich wĂŒrde mich freuen. AuĂerdem noch ein Willkommen. Ich freue mich immer ĂŒber neue Leser.
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