
von Vistin
"Ist das dein Ernst? Du bist noch nie Schlitten gefahren? Ihr Zaubererkinder könnt einem ja richtig Leid tun!“ Jaqueline schüttelte mitfühlend den Kopf und begann dann, James das Schlittenfahren zu beschreiben. James hatte Jaqueline, eine Ravenclaw, bei Pflege magischer Geschöpfe kennengelernt, als sie gemeinsam einen großen Uhu gepflegt hatten. James fand das Füttern von Eulen zwar nicht ganz so lustig wie Jaqueline, die als Muggelgeborene noch nie handzahme Eulen gesehen hatte, aber er fand es äußerst faszinierend, wie Professor Kesselbrand, der vogelscheuchenartige Lehrer, von wirklich jedem Wesen gebissen, gekratzt oder angespuckt wurde, dem er begegnete. Der Unterricht hatte damit geendet, dass ein kleiner Kauz sich in den Finger des Professors verbissen hatte und erst nach einem Schockzauber losließ.
Nun saßen sie im Klassenraum für Geschichte der Zauberei und warteten auf Professor Binns, der entgegen jeder Erwartung durch die Tafel hereinschwebte und einige Mädchen in der ersten Reihe fast zu Tode erschreckte. Damit war der spannende Teil des Unterrichts aber auch schon beendet. Binns Stimme hatte die perfekten Eigenschaften, um sie alle in den Schlaf zu wiegen. Bei James gelang das besonders prächtig, während links Jaquelines und rechts Peters Feder über das Papier kratzten.
„Habt ihr jemals so eine langweilige Stunde erlebt? Ich wäre fast eingeschlafen“, beschwerte sich James, kaum dass sie das Klassenzimmer verlassen hatten.
„Du hast nicht nur fast geschlafen“, kommentierte Remus bissig.
„Ich fand es eigentlich ganz interessant. Ist doch komisch, dass das erste Gesetz der Zauberer uns Kindern das Zaubern verbietet“, meinte Peter und suchte ein Stück Pergament hervor, das er schon seit dem Morgen immer wieder bekritzelte.
„Wo hast du das denn aufgeschnappt? Ich dachte, es ginge um die Gründung der ersten Zauberergesellschaft.“ James sah Peter verwirrt an.
„Da merkt man wieder, dass du dein Hirn ausschalten kannst, Potter.“ Remus warf sich lässig die Tasche über die Schulter. „Sonst würdest du wissen, dass jede Gesellschaft auch Gesetze hat.“ James streckte ihm die Zunge raus und Jaqueline schlug Remus spielerisch gegen den Oberarm.
„Lass James in Ruhe, es war wirklich eine total langweilige Stunde. Gegen Ende wäre ich auch fast eingenickt.“ Dann blieb sie abrupt stehen.
„So, ich muss da rein, wir haben jetzt Sprachen der Zauberkünste“, erklärte sie und deutete auf eine offene Tür im abzweigenden Gang, was Peter veranlasste, sofort wieder auf seinem Pergament rumzuzeichnen.
„Wir sehen uns später bei Verwandlungen, bis dann!“ verabschiedete sie sich fröhlich winkend.
Die Gryffindors hatten als nächstes Zaubertheorie. Professor Fermat, eine zierliche Hexe mit einem unglaublich faltigen Gesicht, verteilte dicke Kladden mit Tabellen und Listen, um dann von den Ursprüngen der Zauberei zu erzählen. Obwohl der Stoff nicht viel spannender war als der in der Stunde zuvor, waren alle Schüler äußerst aufmerksam. Nicht einmal James wagte es, seinen Tagträumen nachzuhängen oder gar einzudösen. Die Zusammenhänge, die Professor Fermat schnell und energisch vortrug, brachten seinen Kopf zum Qualmen. Die „elementare“ Gleichung der Wort-zu-Wirkung-Beziehung war für ihn eher ein schwammiges Gebilde und die „triviale“ Punktualisierungsfunktion wollte ihm einfach nicht einleuchten. Am Ende der Stunde hatte er fast das halbe Heft vollgeschrieben und die Hand tat ihm weh. Trotzdem war er sich nicht sicher, ob er alles notiert hatte, was wichtig gewesen war.
„Das ist doch alles keine echte Zauberei“, meckerte James als sie sich zum Essen setzten. „Ich hab noch kein einziges Mal meinen Zauberstab gebraucht.“
„Bei Verwandlungen darfst du sicher so richtig mit deinem Stück Holz wedeln“, zog Remus ihn auf, während er nach den Steaks griff.
„Ein Stück Holz?“ Empört zog James seinen Zauberstab hervor: „Elf Zoll, echtes Mahagoni, mit Drachenherzfaser, das ist kein einfaches Stück Holz!“
Remus grinste und stopfte sich eine halbe Kartoffel in den Mund.
James hob seinen Zauberstab hoch und belegte ihn mit einem beschwörenden Blick: „Das ist das auserwählte Stück Holz, mit dem ich hier noch große Magie wirken werde!“
Die Jungs brachen in Gelächter aus.
* * *
James machte seiner Empörung in der nächsten Stunde alle Ehre und entlockte Professor McGonagall ein anerkennendes „Oh!“, als er seinen Knopf nach nur fünf Minuten in eine glänzende Münze verwandelte. Das Streichholz in eine Nadel zu verwandeln, war schon etwas aufwändiger, doch als er es in den letzten Minuten des Unterrichts doch noch schaffte, waren seine Zauberkünste sofort Thema Nummer eins unter seinen Klassenkameraden.
Umringt von den Gryffindors, die wissen wollten, woher er das alles schon konnte, ging James raus zu den Gewächshäusern. Zuerst gefiel ihm die Bewunderung recht gut, doch als Anna Mitchell dann zum dritten Mal feststellte, dass seine Verwandlungskünste unglaublich wären, wurde es ihm zu doof und er setzte sich im Gewächshaus zu Remus, der sich von dem Rummel nicht beeindrucken ließ. Immerhin hatte sich sein Knopf nur zwei Minuten nach dem von James in eine Münze verwandelt.
„Gar nicht nett von dir, mich einfach stehen zu lassen.“ James stieß Remus spielerisch mit dem Ellenbogen an.
„Um dich herum war so viel los, dass du dich sicher nicht einsam gefühlt hast“, antwortete Remus und rutschte demonstrativ mit seinem Stuhl etwas von James weg. James störte sich nicht daran, er wusste nicht genau wieso, aber er kam mit Remus' eigensinniger Art ganz gut klar.
Als letzte Stunde sollten sie Zauberkunst haben, von Professor Flitwick fehlte jedoch jede Spur.
„Vielleicht ist er aus dem Bett gefallen und hat sich beim Sturz in die Tiefe was gebrochen“, spottete Chris Lee.
„Oder er hat seine Leiter verlegt und kommt die Treppenstufen nicht hoch“, setzte Barkley hinzu. Die Schüler kicherten.
„Hört auf damit, das ist echt nicht fair“, versuchte Jaqueline das Thema zu beenden, doch Brix Ky warf ihr nur einen herablassenden Blick zu und spottete weiter: „Sicher hat ihn jemand mit einem Gnom verwechselt und über die Hecke geschmissen. Es wird Stunden dauern, bis er wieder hier ist.“ Da begannen Brix' Ohren zu zucken. Das Lachen verschwand schlagartig aus seinem Gesicht und wurde zu einer schmerzerfüllten Grimasse. Seine Ohren wurden immer länger, trotz lautem Gejammer und dem verzweifelten Versuch, sie festzuhalten. Die anderen Schüler waren erschrocken zurückgesprungen und blickten sich unsicher um.
„Es ist in der Tat nicht nett, über andere zu spotten, Mr. Ky“, erklang eine piepsige Stimme hinter dem Pult. In Brix' Augen standen bereits Tränen und seine puterroten Ohren erinnerten an die eines Kaninchens. Professor Flitwick trat vor das Pult, seinen Zauberstab auf Brix gerichtet.
„Die Größe eines Zauberers lässt sich nicht in Längen messen, merken Sie sich das, Mr. Ky!“
Er ließ seinen Zauberstab schnippen und Brix' Ohren klatschten gegen seine Wangen, während sie schnell auf ihre ursprüngliche Größe zurückschrumpften. Doch die knallrote Farbe würden sie wohl noch für Wochen beibehalten.
„Nun gut, Klasse. Nachdem wir uns kennengelernt haben, schlagen Sie Ihre Bücher auf Seite vier auf. Wir werden heute den Schwebezauber einstudieren.“ Auf James' Lippen wuchs ein Grinsen.
„Aber auch die wenigen unter ihnen, die diesen Zauber bereits beherrschen, sollen heute nicht tatenlos rumsitzen müssen“, er warf James einen wissenden Blick zu. „Für jene habe ich ein paar sehr zappelige und fette Kröten, mit denen man den Feinschliff an diesem Zauber vornehmen kann.“
* * *
Peter war in Zauberkunst nicht gerade erfolgreich gewesen und saß dementsprechend missmutig über den Hausaufgaben. „Ich bin einfach zu dämlich zum Zaubern. Vielleicht hatte Dolohow recht und ich bin tatsächlich ein Squib.“
James schüttelte energisch den Kopf, hatte jedoch den Mund voller Gurkensandwich und wollte den anderen eine krümelige Antwort ersparen.
Remus schien gar nicht zuzuhören.
„Aganok von Masalta oder von Hagenon?“, fragte er Peter und ignorierte James, der bei dem Versuch, Peter zu trösten ohne zu reden, fast erstickte.
„Von Masalta, nach Hagenon ging er erst nach dem erfolgreichen Aufstand der Wüstenschrate“, erklärte Peter. Remus nickte und notierte es an den Rand seines Heftes.
„Hast du die Tabelle der Gründungsdaten vollständig notiert? Mir fehlen die ersten beiden und die letzte.“
Peter kramte seine Unterlagen hervor und vergaß über den Eifer, Remus helfen zu können, den Frust über die Zauberkunststunde.
James kippte sich eine ganze Tasse Pfefferminztee hinunter und konnte nach einem Hustenanfall endlich wieder frei atmen.
* * *
Am nächsten Morgen wurde James vom Geschrei einer Frau geweckt: „WELCHE SCHANDE! WIE KANNST DU GERADEZU ALLE DEINE SACHEN VERGESSEN!!? HABE ICH DIR NICHT HUNDERTMAL GESAGT, DU SOLLST ORDENTLICH PACKEN? WAS MACHT DAS FÜR EINEN EINDRUCK? EIN JUNGE, DER MIT EINEM LEEREN KOFFER NACH HOGWARTS KOMMT!!“
Er rieb sich die verschlafenen Augen und zog seinen Vorhang zur Seite. Nein, die Frau stand nicht neben ihm, das Geschrei dröhnte durch die offene Zimmertür aus einem der anderen Schlafsäle.
„Das tönt hier ja unglaublich, hoffentlich nistet sich keine Todesfee im Dachstuhl ein, die könnte mit einem Schrei die ganze Schule ausrotten.“
Missmutig schwang er die Beine über den Bettrand. Peter saß ihm bereits angezogen gegenüber und erklärte: „Brix hat einen Heuler von seiner Mutter bekommen. Sie wird wohl bemerkt haben, dass sein kleiner Bruder ihm die ganzen vergessenen Sachen per Eule nachgeschickt hat.“
James blickte durch das Fenster in den strahlenden Sonnen-schein und blinzelte.
„Habe ich verschlafen? Wie spät ist es eigentlich?“
„Der Heuler kam außer der Reihe. Es ist erst halb acht“, beruhigte ihn Peter. James brummte etwas Unverständliches und ließ sich wieder ins Bett fallen.
„Ah, der werte Herr ist auch schon wach“, begrüßte ihn Remus, der mit einer grimmigen Miene aus dem Bad kam und versuchte seinen triefend nassen Umhang mit einem Handtuch trocken zu reiben. James runzelte die Stirn.
„Was hast du denn gemacht?“
„Sprechende Wasserhähne, wehleidige sprechende Wasserhähne, die einem ihre unheilvolle Lebensgeschichte erzählen müssen, während man sich waschen will!“
Er warf das Handtuch über seinen Koffer und trocknete die letzten nassen Flecken mit einem Schlenker seines Zauberstabes. James hatte den Eindruck, dass es im Zimmer anschließend etwas angebrannt roch.
* * *
Obwohl sie noch nie in den Kerkern gewesen waren, fanden sie den Zaubertrankraum erstaunlich problemlos. Was daran gelegen haben könnte, dass vor der Tür bereits einige Slytherinschüler standen und ihre lauten Gespräche durch die Korridore schallten.
„Schau an, der verlorengegangene Black. Es ist doch traurig, dass es in jeder Familie einen geben muss, der zu nichts taugt“, spottete ein hübsches, blondgelocktes Mädchen, als sie Sirius Black bemerkte. Der ging jedoch ungerührt an ihr vorüber und gesellte sich zu Brix und Simon, als ob er den Spott gar nicht gehört hätte und auch das Gekicher schien ihn nicht zu stören.
Neben dem blonden Lästermaul fiel James ein Mädchen mit dunkelgrünen Haaren auf. Es kam ihm merkwürdig bekannt vor, doch woher? Bei der Auswahl wären ihm die grünen Haare doch aufgefallen.
Die Grünhaarige kicherte nicht, schien den Vorfall gar nicht bemerkt zu haben. Sie beobachtete die ankommenden Gryffindormädchen und winkte einer von ihnen zu.
„Hallo Sarina. Was hast du denn mit deinen Haaren gemacht?“ Ein rothaariges Mädchen löste sich aus der Gryffindorgruppe - Lily Evans, glaubte James sich zu erinnern. Und plötzlich wusste James wieder wer das grünhaarige Mädchen war - der kichernde Trupp aus dem Zug; gestern hatte Sarina noch weißes Haar gehabt. Nicht, dass das weniger auffällig gewesen wäre.
„Das ist nur ein Farbzauber, eigentlich sollte es schwarz werden. In den Slytherinkerkern hatte ich mit den weißen Haaren das Gefühl, im Dunkeln zu leuchten ... Es sollte, wie gesagt, schwarz werden ...“ Sarinas Stimme wurde immer schwächer und unsicherer. „Du hast die Broschüren auch gelesen, oder?“ James war sich nicht sicher, ob Lily rot wurde, als sie nickte.
„Was da steht, ist Blödsinn. Lies das Buch, das ich dir gegeben habe: Da steht es ganz anders ...“ Ihre Stimme hatte etwas bittendes, sie brach ab und holte tief Luft. „Wir können trotzdem Freundinnen sein“, sagte sie jetzt fest und ergänzte sofort: „Natürlich nur wenn du magst.“ James traute seinen Ohren nicht, doch Lily strahlte plötzlich.
„Klar will ich!“, antwortete sie sofort.
Da flog die Kerkertür mit einem lauten Knallen auf. Die gerade noch quatschenden Schüler schreckten zusammen und starrten durch die Türöffnung. Ihre untere Hälfte wurde durch einen runden Mann in einem strahlend blauen Umhang eingenommen, der jetzt etwas erschrocken grinste.
„Tut mir so Leid. Manchmal unterschätze ich meine Kraft einfach. Aber lassen Sie sich nicht abschrecken, kommen Sie herein. Ich bin Professor Slughorn, ich werde Sie in Zaubertränken unterrichten.“ Hinter Slughorn erstreckte sich ein Kerker mit Steinwänden und einer hohen Decke. Grünliche Fackeln erleuchteten den Raum, denn es gab keine Fenster, was auch die Luft sehr muffig machte. Überhaupt war der Raum überladen mit verschiedensten Gerüchen, von denen nur wenige angenehm waren.
Die Klasse verteilte sich auf die hohen Labortische, an denen runde Hocker standen. Professor Slughorn trat kurz zu Brix und erkundigte sich nach dessen Großvater, der wohl einen wichtigen Posten in der Abteilung für Internationales innehatte. Dann drehte er sich schwungvoll zur Klasse und lächelte breit, während er seine Wurstfinger vor der Brust faltete.
„So, da wären wir also. Im Reich der Gebräue und Tränke. Jeder große Zauberer wird Ihnen bestätigen, dass Zaubertränke oft mehr bewirken können als ein Zauberspruch. Denn hier spielen Talent und Wille nur eine geringe Rolle, Verstand und Präzision sind die Waffen des Zaubertrankmeisters. Wir werden uns dieses Jahr mit den Wundern und der Vielfalt der kurzandauernden Zaubertränke beschäftigen. Also mit jenen, deren Wirkung nicht nur nicht permanent ist, sondern auch nach einer sehr kurzen Zeitspanne ohne Nachwirkungen verschwindet. Dazu zählt zum Beispiel der Erfrischungssud. Er ist sehr einfach herzustellen und wirkt gegen Müdigkeit, Lustlosigkeit sowie gegen mangelnde Motivation, seine Wirkung verfliegt jedoch proportional zur Gewichtsmasse des Einnehmenden. Bei sehr leichten Personen kann die Wirkung bis zu einer Stunde anhalten, besonders schwergewichtige Zauberer erfahren gar keine Wirkung.“ Slughorn klopfte sich auf den Bauch und kicherte.
Dann schrieb er ihnen einige Anweisungen und Zutaten an die Tafel und führte noch einige weitere Eigenschaften des Erfrischungssuds auf, bevor er die Klasse sich selbst überließ und zu Brix zurückkehrte, den er weiter über dessen Großvater ausfragte, während er ihm half, die Muskatnuss zu zerreiben. Doch Brix schien das völlig aus der Ruhe zu bringen und er kippte in seiner Nervosität eine Flasche Gugeldill über Slughorns Umhang. Zu seinem Glück schien sich Slughorn nicht darüber zu ärgern, obwohl auch nach seinem Reinigungszauber ein deutlicher Fleck blieb. Doch immerhin ließ er Brix in Ruhe und streifte durch die Reihen der Schüler. James fiel auf, wie er bei Snape stehen blieb und sich lange mit ihm unterhielt, während er immer wieder in dessen Kessel spähte und ihm Zutaten anreichte.
„So schwer ist der Trank nun wirklich nicht. Wie blöd muss man sein, wenn man da soviel Hilfe braucht?“, lästerte James über den schwarzhaarigen Jungen.
„Im Erfrischungssud sind keine Spinnenaugen, er macht irgendetwas anderes“, bemerkte Remus ohne von seinem Kessel aufzublicken.
„Glaubst du, dass er vielleicht irgendwelche Gifte braut?“, spekulierte Peter.
„Also bitte! Glaubst du, Slughorn lässt ihn hier irgendwelche Gifte mischen?“, widersprach James.
Doch plötzlich knallte etwas. James sprang vom Hocker und blickte sich um. Am Tisch rechts vor ihm wischte sich Sirius Black gerade den hellblauen Erfrischungssud vom Umhang. Er sah aus, als würde er krampfhaft darum kämpfen, ruhig zu bleiben, seine Miene war hart wie Stein und seine Augen funkelten böse.
James drehte sich sofort zu Snape um, doch dieser hielt nur ein Vanillestäbchen in der Hand und wirkte verwirrt - außerdem stand Slughorn noch an seinem Tisch. Da bemerkte James ein unterdrücktes Prusten hinter sich. Das blonde Mädchen hatte die Hände vor den Mund geschlagen, um ihr Lachen zu unterdrücken, doch in ihren Augen standen bereits Tränen. Professor Slughorn trat an Blacks Tisch und blickte in den Kessel.
„Sie haben sicher die Flamme zu hoch gedreht. Der Trank schlägt böse Blasen, wenn man ihn vor der Zugabe von Vanille zu heiß kocht“, erklärte er und zauberte Black ein Handtuch herbei, damit war die Sache für Slughorn erledigt. Doch Black schien genau Bescheid zu wissen und warf der blonden Schlange während der restlichen Stunde immer wieder funkensprühende Blicke zu.
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