
von Vistin
Am Montag fand die Kunstflug-AG statt, an der James bislang nicht teilgenommen hatte, weil er Sirius meiden wollte. Er hatte, um mehr über die Heulende Hütte zu erfahren, schon die Übungsspiele der Quidditchmannschaft besucht, wenn er auch noch bei dem Flugkurs aufgetaucht wäre, hätte Sirius ihm sicher unterstellt, ihn zu verfolgen. Doch da sich der Waffenstillstand nun zu einer gegenseitigen Akzeptanz gesteigert hatte, stand nichts mehr zwischen James und den Flugstunden am Ostufer des Sees, nicht einmal Professor Taurus, den James’ Teilnahme merklich unglücklich machte.
James fiel schon im regulären Flugunterricht zu oft durch Unaufmerksamkeit und Leichtsinn auf, was dem auf Disziplin bestehenden Lehrer gar nicht passte und James schon so manchen Punkt gekostet hatte.
Im Gegensatz zu Professor Taurus freute sich Jaqueline riesig über James’ Gesellschaft. Sie hatte sich schon oft in Geschichte der Zauberei und in Pflege magischer Geschöpfe darüber beschwert, dass aus ihrem Haus niemand ihre Freude am Fliegen teilte und sie außer James niemanden aus den anderen Häusern kannte, woraufhin Peter und Remus eine theatralische Diskussion darüber begonnen hatten, seit wann sie denn nicht mehr existierten, sich gegenseitig abklopften, um zu beweisen, dass sie noch da waren, oder sich Jaqueline übermäßig förmlich vorstellten.
James hatte sich bislang mit halbherzigen Ausreden entschuldigt, doch jetzt, da Jaqueline für seine Pläne unentbehrlich geworden war, musste er ihr doch fast alles, was im letzten Monat vorgefallen war, erzählen.
„Du kannst mir erzählen, was du willst. Black ist ein arrogantes Ekel. Ich bin bei meinem ersten Versuch einen Looping zu fliegen gegen einen Baum geknallt. Black hat sich vor Lachen gar nicht mehr eingekriegt und gemeint, Leute wie ich sollten eben nicht fliegen. Was soll das überhaupt heißen? Leute wie ich? Für was hält der sich!?“
Jaqueline hatte natürlich recht, Black konnte problemlos ein arrogantes Ekel sein. Aber sein Verhalten James gegenüber hatte sich in den letzten Tagen deutlich gebessert, und James hatte ja nicht vor, ihn zu seinem besten Freund zu machen, also war ihm Blacks Arroganz anderen gegenüber egal. Und auch Jaqueline hatte schon ein neues Thema parat, als sie nach einigen Runden auf dem Besen wieder neben James auftauchte.
„Hast du von dem Freundschaftsspiel nächste Woche gehört? Es soll ein richtiges Quidditchwochenende werden. Am Samstag ein Freundschaftsspiel mit gemischten Mannschaften und am Sonntag das erste Meisterschaftsspiel der Saison.“
James hörte Jaquelines begeisterten Bericht und wunderte sich noch mehr über Lily. Mit dieser Lily stimmte eindeutig etwas nicht, immerhin war Jaqueline auch ein Muggelkind und verhielt sich im Gegensatz zu ihr völlig normal. Doch bevor ihn seine Überlegungen wieder aufregen konnten, kam Jaqueline von selbst zu einem Thema, auf das James eh hinauswollte.
„Pericul wird die Auswahl machen. Er meinte zwar, dass er sich eher einen Arm von einem walisischen Grünling abkauen lassen würde, als einen Besen zu besteigen, aber er würde keinen direkt von dieser Zeitverschwendung abhalten“, erzählte sie gerade.
An dem Abend, als Remus ihn für die Idee, Pericul hätte von der Peitschenden Weide angegriffen worden sein, fast ausgelacht hatte, war James auf eine neue Theorie gekommen: Wenn Pericul ein gefährliches Monster nach Hogwarts gebracht hätte, hätte Dumbledore ihm nie erlaubt, es bei den Schülern im Schloss zu halten. Es wäre also sehr gut möglich, dass Pericul sein geheimes Labor weitab der Schule und des Dorfes hatte, und von dieser Überlegung war der Gedanke, dass sich Periculs Monsterschar in der Heulenden Hütte befand, gar nicht mehr so weit entfernt.
James hatte sich Remus' Zeitschriften über Monster angeschaut und darin dutzende von faszinierenden Wesen gefunden, die man in der Hütte problemlos unterbringen konnte und die James um alles in der Welt sehen wollte. Der Weg zur Heulenden Hütte führte jetzt jedoch über Pericul, und wer war besser geeignet, Pericul auszuhorchen, als eine Schülerin seines eigenen Hauses.
* * *
Jaqueline stützte die Fäuste in die Hüften und sah James entrüstet an. James hatte die halbe Flugstunde und den Rückweg zum Schloss gebraucht, um ihr alles zu erklären. Jetzt hatten sie als Letzte ihre Besen in der Gerätekammer abgegeben und standen im trüben Licht der Innenhoflaterne vor einer Seitentür, die in den Ravenclawturm führte.
„Ich soll Pericul allen Ernstes offen fragen, was in der Heulenden Hütte ist?“ Jaquelines Stimme klang ungläubig.
„Nein!“, verteidigte sich James. „Du sollst das arme, verängstigte, muggelstämmige Mädchen spielen, das Angst vor den Gerüchten hat, und schauen, wie Pericul darauf reagiert. Natürlich wird er dich anlügen, aber eine verängstigte Schülerin wird ihn in Zugzwang bringen, und vielleicht können wir so Hinweise bekommen.“
„Und du hast keine andere Dumme dafür gefunden?“, bluffte Jaqueline ihn an.
„Wieso Dumme? Ich brauche jemanden dem ich vertrauen kann. Wenn ich irgendwen nehmen würde, wäre der ganze Plan in Gefahr.“ James wusste es nicht, doch er hatte genau das Richtige gesagt. Jaquelines Fäuste öffneten sich, und ihre Hände glitten zu den Oberschenkeln hinab.
„Du vertraust mir?“, fragte sie, und ihre Augen strahlten.
„Natürlich, sonst würde ich dir nicht alles über meine Pläne erzählen.“ Jaqueline strahlte noch mehr und versicherte ihm, dass sie bei der nächsten Gelegenheit mit Pericul sprechen würde.
* * *
Lilys Versuche, das Geheimnis der Wand hinter ihrem Bett zu lüften, waren bisher nicht wirklich mit Erfolg gesegnet gewesen. Sie verbrachte viele Stunden in der Bibliothek und suchte nach Zaubertränken, die Geheimtüren öffneten. Aber anscheinend war es einfacher, eine Geheimtür mit einem Zauberspruch zu entriegeln, denn es gab keinen Trank, der das alleine erledigte, und die Teile mit dem Zauberstab bekam sie einfach nicht hin. Der einzige Vorteil an dieser Arbeit war, dass sie ihr eine wichtige Beobachtung in Bezug auf Snape einbrachte. Das Regal mit den Zaubertrankbüchern stand fast am Eingang der Bibliothek, so dass Lily mehrmals beobachten konnte, wie Severus mit Evan und Adelina in die Bibliothek kam, sich aber sofort an der Tür von den beiden trennte und alleine arbeitete. Es war allerdings nicht gerade beruhigend zu sehen, dass einer der besten Zauberer ihres Jahrgangs, der es auch noch auf Muggelstämmige abgesehen hatte, seine Studien sogar vor seinen besten Freunden geheim hielt.
* * *
„Ich glaube ich habe dich unterschätzt, Potter.“ Sirius saß auf Peters Bett und hatte sich gerade sehr aufmerksam James' Bericht über den Plan mit Jaqueline angehört.
„Aber wir müssten auch dabei sein, wenn sie mit Pericul spricht. Ich traue es einem Mädchen nicht zu, seine Antwort richtig zu deuten. Können wir den Tarnumhang benutzen? Dann könnten wir ihr unbemerkt ...“ Sirius brach ab, als er das Knacken der Klinke hörte. Remus betrat mit nacktem Oberkörper den Raum. Den Umhang hatte er über den Arm geworfen, und seine Hose hatte feuchte Flecken am Bund und an den Oberschenkeln, doch sein Gesicht sah sehr zufrieden aus, wenn auch etwas diabolisch.
„Hast du in deinen Klamotten geduscht?“, fragte ihn Sirius, während Remus etwas Metallisches in seinen Koffer pfefferte.„Nein, mich nur eines labernden Problems entledigt“, antwortete Remus und verschwand hinter dem Vorhang, um sich seine Nachtklamotten anzuziehen. Dann hängte er seinen Schulumhang auf einem Bügel am Bettpfosten zum Trocknen auf, und weil Sirius und James währenddessen immer noch kein Wort gesagt hatten, sah er sie fragend an.
„Ihr plant schon wieder etwas Unsauberes“, stellte er dann misstrauisch fest. Sirius grinste schelmisch und fragte: „Findest du nicht auch, dass Professor Pericul eine faszinierende Erscheinung ist? Eine, über die man so viel erfahren sollte, wie man nur kann?“
„Ihr wollt also Pericul nachsteigen“, schlussfolgerte Remus und lehnte sich an James’ Bett an. „Was erwartet ihr denn in seinem Labor zu finden?“
„Dracheneier.“
„Vielleicht sogar junge Drachen. Sauersemlinge.“
„Die rothörnigen wahrscheinlich. Wolfskirschsud.“
„Daraus kann man Eiterpickelpulver machen. Gerbfilz.“
„Super geeignet für Juckpulver. Staubkäfer.“
„Ja, ich weiß, die können bis zu drei Meter groß werden“, unterbrach Remus, bevor sich James und Sirius noch weiter in ihre Tagträume hineinsteigern konnten.
„Nehmen wir an, dass es sich lohnt, Periculs Labor zu finden, wie wollt ihr das anstellen? Habt ihr einen Plan?“
James grinste wie ein Kater auf Rattenjagd.
„Wir haben einen ersten Köder, der soll die Tage mal ausgelegt werden.“
Weiter kam er jedoch nicht, denn die Tür wurde wieder geöffnet, und Tom kam herein. Die Besprechung war beendet, unter anderem auch deshalb, weil Tom Sirius sehr ausführlich darauf aufmerksam machte, dass dies nicht sein Schlafsaal war.
* * *
Lily spürte, wie wieder einmal die Tränen in ihr aufstiegen. Seit sie in Hogwarts war, war ihr öfter zum Heulen zumute gewesen als in all den Jahren davor. Ihr Vater nannte sie sein tapferes Mädchen, aber im Moment war sie gar nicht tapfer, sie war mehr und mehr verzweifelt. Die kleinen Erfolge im Zauberkunst-Unterricht gehörten der Vergangenheit an. Die letzten drei Zauber, die sie durchgenommen hatten, funktionierten nicht. Das Blatt Papier wollte unter keinen Umständen gelb werden, geschweige denn rot, das Streichholz wollte sich nicht biegen, und die Murmel zeigte keine einzige Ecke.
„Das wird schon, Lily. In Verteidigung klappt es doch auch. Es ist nur eine Frage der Übung“, versuchte Naomi sie zu trösten, während Sarina recht hilflos daneben saß.
„Ich glaube nicht, dass es mit Übung besser wird“, sagte Sarina dann nach einer Weile und brach damit endgültig Lilys Beherrschung. Lily schlug sich die Hände vors Gesicht, und heiße Tränen rannen durch ihre Finger.
Naomi warf Sarina einen bösen Blick zu und streichelte Lily beruhigend den Rücken. Sarina war bei Lilys Ausbruch zusammengezuckt und saß jetzt ganz verkrampft auf der Kante ihres Stuhls, während sie versuchte, so schnell und doch so ruhig wie möglich weiterzusprechen, in der Hoffnung, ihren Fehler - den sie nicht erkannte - wieder gutzumachen.
„Ich meine, dass man nichts üben kann, was man nicht begriffen hat. Wir sind aber alle in Zaubererfamilien aufgewachsen, für uns ist es ganz normal zu zaubern. Wir lernen es nur besser zu steuern. Aber im Grunde wissen wir gar nicht, worauf es beim Zaubern ankommt, wir machen es einfach. Wenn Lily von selbst nicht drauf kommt, wie es geht, braucht sie jemanden, der auch aus einer Muggelfamilie kommt und daher weiß, worauf man achten muss. Du brauchst also nur einen anderen Lehrer, Lily.“
Sarina hatte wahrscheinlich recht, aber es tröstete Lily nicht, denn selbst die blöde Anna hatte keine Probleme mit dem Zaubern, und es war für Lily ein Alptraum, zu Anna gehen und sie um Hilfe bitten zu müssen.
* * *
Sirius starte Jaqueline ungläubig an, und sie funkelte böse zurück.
„Tu nicht so schockiert! James, du hast mir nicht gesagt, dass der da mitkommen soll!“ James kam ins Schwimmen. Als er Jaqueline erklärt hatte, dass er und Sirius mit dem Tarnumhang dabei sein wollten, wenn sie mit Pericul sprach, hatte sie verlangt, zur Heulenden Hütte mitgenommen zu werden.
„Mit fünf Leuten können wir den Tarnumhang endgültig vergessen, es hat ja zu dritt schon nicht geklappt“, stellte Remus über das sture Schweigen hinweg fest.
„Was aber egal ist, weil schon vier zu viele wären. Ob wir dann zwei oder drei Leute zu viel für den Umhang sind, ist dann auch egal“, ergänzte Peter.
„Aber natürlich nehmen wir dich mit, Jaqueline, ich dachte nur, du würdest nicht mit wollen.“ James versuchte, so selbstverständlich wie möglich zu klingen, um zu verbergen, dass er diese Entscheidung erst eben getroffen hatte.
„Was? Du willst sie mitschleppen?“, fuhr Sirius ihn an, doch James gab nicht nach.
„Willst du etwa auf gut Glück losziehen? Ich hab das schon versucht, du kannst gerne meine Strafarbeit fertig schreiben, damit ersparst du dir Umwege“, zischte er Sirius zu, bevor er sich wieder Jaqueline zuwandte.
„Wann willst du mit Pericul reden?“
„Jetzt gleich, er hat heute keine Hausaufgabenaufsicht, daher sollte er in seinem Büro sein“, erklärte Jaqueline.
Sirius sah noch immer unzufrieden aus, aber er nickte.
„Gut, dann gehen wir drei zu Periculs Büro und ihr in die Bibliothek und tut so, als ob wir auch da wären“, erinnerte James noch mal an den Plan. Remus und Peter nahmen James und Sirius die Taschen ab und machten sich auf den Weg zur Bibliothek.
Vor Periculs Tür warf James den Umhang über Sirius und sich, während Jaqueline noch mal durchatmete und klopfte. Sie machte ihre Sache sehr geschickt. Als von drinnen ein „Herein“ erklang, öffnete sie die Tür sehr langsam und begann schon zu sprechen, während sie noch mit der Türklinke in der Hand in den Raum trat, als wollte sie die Tür als Schutzschild benutzen. Der Vorteil daran war, dass sie die Tür sehr weit öffnete und James und Sirius die Möglichkeit gab, unauffällig hineinzuhuschen.
„Miss Brown, ich beiße nicht, und wenn, dann nicht sehr fest. Sie brauchen sich also nicht hinter der Tür zu verstecken“, erklärte Pericul in strengem Ton, so dass James zuerst gar nicht merkte, dass er gescherzt hatte. Jaqueline begriff schneller, lächelte und schloss die Tür. Pericul stellte ein Buch zurück ins Regal und bot Jaqueline einen hochlehnigen Sessel an. James und Sirius standen dicht beieinander dahinter und versuchten, möglichst leise zu atmen.
„Dieses Gerücht, also“, fuhr Jaqueline fort, und James bewunderte ihr schauspielerisches Talent.
„Da wird behauptet, dass in dieser Hütte auf der anderen Seite des Sees entflohene Monster untergekommen sind, und ...“ Sie brach theatralisch ab, um noch etwas mehr in sich zusammenzusinken. „... und ich habe in den letzten Wochen so viele merkwürdige Dinge hier in Hogwarts kennengelernt, und viele Dinge, die mir sehr gefährlich schienen, wurden hier als ganz normal angesehen, daher habe ich wirklich Angst vor Wesen, die selbst Zauberer als Monster bezeichnen. Das ist doch nur eine Holzhütte, und wenn sie entflohen sind, dann können sie doch auch aus dieser Hütte raus, und was sollte sie dann hindern, hierher zu kommen?“ Wenn James es nicht besser gewusst hätte, wäre er sicher gewesen, dass Jaqueline gleich in Tränen ausbrechen würde. Pericul wusste es anscheinend nicht besser, denn seine Augen wurden milder.
„Beruhigen Sie sich doch, Jaqueline.“ Er suchte unter den Papieren auf seinem Schreibtisch nach seinem Zauberstab und ließ ein Glas Kürbissaft vor Jaqueline erscheinen.
„Trinken Sie einen Schluck. Sie brauchen wirklich keine Angst zu haben, bei der Hütte handelt es sich nur um ein abgebrochenes Bauprojekt. Ein schon sehr alter Zauberer ließ sich das Häuschen als Sommersitz bauen, jedoch verstarb er, bevor das Gebäude fertiggestellt wurde. Er war sehr geizig, wie man hört, daher wurmte es ihn sehr, dass er Geld für ein Gebäude ausgegeben haben sollte, das er nie nutzen konnte. In solchen Fällen passiert es oft, dass ein Zauberer nicht ruhig sterben kann, sondern ein Teil seiner Selbst als Geist zurückbleibt. Das passierte auch hier, der alte Zauberer zog einfach als Geist in seine Sommerhütte ein. Sein Gebaren ist nicht gerade erfreulich, aber völlig ungefährlich. Ein harmloser Spuk, nichts weiter.“
Jaqueline hielt sich an dem Glas Saft fest und sah sehr enttäuscht aus, wobei jemand, der nicht wusste, dass sie eine weniger selbstverständliche und rationale Antwort erwartet hatte, es auch für Beruhigtsein hätte halten können.
Nach einigen mehr oder minder belanglosen Floskeln stand Jaqueline auf, um zu gehen. Als sie die Tür schon weit aufgemacht hatte, hielt sie noch einmal inne und fragte Pericul etwas über die letzten Hausaufgaben für Verteidigung gegen die dunklen Künste, was James und Sirius erlaubte, problemlos hinauszuhuschen.
* * *
„Der Geist eines geizigen Zauberers? Eine hervorragende Ausrede. Und er ist nicht mal ins Stocken gekommen?“
„Kein Stück“, berichtete James, „er hat nicht mal gezögert oder irgendwie vermuten lassen, dass er nicht die einzige und absolute Wahrheit sagte. Er ist ein sehr geschickter Lügner, und die Geschichte scheint von langer Hand vorbereitet zu sein. Ich bin gespannt, ob uns alle Lehrer diese Geschichte erzählen würden.“
„Hast du schon mal daran gedacht, dass Pericul nicht lügt? Dass es wirklich nur der Geist eines schrulligen Zauberers ist?“, fragte Remus etwas gelangweilt.
„Nein, es ist sicher nicht nur das, sonst würden sie doch nicht so einen Aufwand veranstalten.“
Remus zwinkerte verwirrt.
„Aufwand? Was denn für einen Aufwand?“
„Mensch, Remus, dabei tust du doch immer so allwissend. Wenn es nur ein Geist wäre, würde die Behörde zur Regelung der Geisteraktivität einschreiten und der Spuk wäre vorbei. Aber stattdessen werden Warnschilder aufgestellt und Fußwege umgelegt, jemand muss also ein Interesse daran haben, dass die Hütte so bleibt, wie sie ist.“
Remus' Blick hatte sich getrübt, und er beteiligte sich nicht länger an der heißen Diskussion zwischen James, Sirius, Peter und Jaqueline.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel