Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Kapitel 12 - Der Deal

von Vistin

„Miss Evans, Sie können sich die Bücher gerne ausleihen, aber die Bibliothek wird jetzt geschlossen.“

Lily schrak bei Madam Pince' Worten auf, obwohl die Bibliothekarin unerwartet freundlich sprach. Um sie herum waren die meisten Lampen schon gelöscht und die Stühle standen bereits auf den Tischen. Lily war die letzte in der Bibliothek und anscheinend hatte Madam Pince sie über die regulären Öffnungszeiten hinaus arbeiten lassen. Ein solches Verhalten hätte Lily für gewöhnlich nur als sehr nett interpretiert, doch heute hatte Freundlichkeit für Lily einen bitteren Beigeschmack von Mitleid.

Sie hatte in Verwandlungen ihr erstes S, wie Schrecklich, die schlechteste Note in Hogwarts, bekommen und obwohl Naomi versucht hatte, ihr einzureden, dass es noch das T für Troll unter dem S gäbe, hatte Lily an Professor McGonagalls Gesichtsausdruck gesehen, dass ihre Arbeit nicht hätte schlechter ausfallen können.

Nach der Stunde hatte Professor McGonagall sie gebeten zu bleiben. Dummerweise bekam Potter das mit und ließ sich absichtlich Zeit beim Einpacken, damit Lily mitbekam, wie er Jaqueline von den Squibs und Pseudozauberern erzählte, also von Menschen, die nur latente Zauberkräfte hatten und Hogwarts daher schon nach wenigen Wochen verlassen müssten.

McGonagall verlor kein Wort darüber, dass man Lily wieder zurückschicken wollte, obwohl Lily es gerne gehört hätte. Wenn die Schule sie zurückschicken würde, könnte man ihr nicht vorwerfen, sie hätte aufgegeben. Doch McGonagall fragte Lily nur aus, womit sie denn Probleme hätte und empfahl ihr eine ganze Reihe von Büchern.

Nach dem Unterricht waren ihre Freundinnen außerordentlich lieb und sehr um Lily bemüht, die Lehrer im Hausaufgabenraum fragten sie alle zehn Minuten, ob sie zurecht käme und Professor Slughorn setzte sich beim Abendessen zu ihr, um zu erzählen, dass es in der magischen Welt auch Institute gäbe, an denen sie sich nur mit Zaubertränken beschäftigen könnte.

Und jetzt nahm sogar Madam Pince, die strenge Bibliothekarin, Rücksicht auf sie. Sie musste ja ein richtig elendes Bild abgeben.

Aber Lily wollte nicht als Mitleidsfall abtreten. Sie hatte mehrere Stunden an den Verwandlungsbüchern gesessen und dann war der Frust in Ehrgeiz umgeschlagen. Wie und wann genau sie sich von der Verwandlungskunst zu den Zaubertränken gelesen hatte, wusste sie nicht, aber das Buch über nordische Haushaltszaubertränke hatte sie so gefesselt, das sie jetzt rennen musste, um noch vor der Sperrstunde im Gemeinschaftsraum zu sein.

„MISS EVANS!“

Lily wäre beinah in Professor Pericul hineingerannt, der wie aus dem Boden gewachsen mitten im Korridor stand.

„Zwei Punkte Abzug für Gryffindor, Miss Evans. In den Fluren wird nicht gerannt! Es ist keine Lösung, einen Regelverstoß mit einem anderen vertuschen zu wollen. Sie haben immerhin noch sieben Jahre an dieser Schule, also sollten sie die drei Minuten aufbringen um sich in gemäßigtem Tempo zu bewegen.“

„Ja, Sir“, antwortete Lily und musste grinsen, ohne zu wissen wieso.

„Kommt nicht wieder vor, Sir“, fügte sie hinzu, und senkte den Kopf, um ihr breites Grinsen zu verbergen.

„War mir ein Vergnügen“, murmelte Pericul hinter ihr und Lily wäre fast wieder losgerannt, weil sie sich plötzlich so erleichtert fühlte.

* * *

Lily traute sich kaum zu atmen. Zum Teil aufgrund der Spannung, ob der Trank funktionieren würde, zum Teil wegen der wackeligen Konstruktion, die das Buch mit der portablen Flamme und dem Schwenkarm, in dem eine bauchige Phiole immer wieder durch das Feuer gezogen wurde, auf der weichen Matratze darstellte.

Wenn dieser Zaubertrank gelang, hätte Lily die erste Schlacht gegen Hogwarts gewonnen. Fast eine Woche hatte sie an ihm gearbeitet - eine Woche, in der ihre Leistungen in Verwandlungen endgültig auf null gesunken waren und Professor Flitwick ihr reichlich Zusatzaufgaben aufgedrückt hatte, damit sie nicht noch schlechter wurde; eine Woche, in der sie Sarina nur im Unterricht gesehen und kaum mit ihr gesprochen hatte; eine Woche, in der sich Naomi merklich Sorgen um sie gemacht hatte. Doch wenn sich die grüne Flüssigkeit in der Phiole in den nächsten Minuten klären würde, dann wäre alles anders, dann würde Lily hinunter in ihren Lieblingsaufenthaltsraum rennen und Sarina alles erzählen, ihr endlich sagen, was sie vorhatte.

Der Zaubertrank schwappte träge im Glas hin und her, immer wieder, grün wie Moos, ohne einen Hinweis darauf, diesen Zustand bald ändern zu wollen. Schwippschwapp, grüne Limonade, die zu modrig roch, um lecker auszusehen, schwippschwapp, grüne Brühe, die dem Rezept nach dickflüssiger hätte sein müssen, schwippschwapp, grünes Zeug, das Lily ohnehin nicht nach Rezept zubereitet hatte. Sie hatte einiges geändert, vielleicht führten die Änderungen dazu, dass der Trank sich nicht klärte, sondern grün blieb und trotzdem wirkte, aber wenn er grün blieb, wie sollte sie dann wissen wann er fertig gekocht war?

Lily blinzelte. Bildete sie es sich nur ein, weil sie gerade die Hoffnung verlor, oder war der Trank plötzlich blasser?

Er war blasser, nur noch minzgrün, dann wie Waldmeisterbrause und dann endlich klar. Lily verbrannte sich die Finger am heißen Glas, doch es war ihr egal. Es sah richtig aus, es könnte funktioniert haben. Sie verkorkte die Flasche und legte sie vorsichtig in kaltes Wasser.

Der Trank war eigentlich noch zu warm, doch Lily hielt es nicht aus. Mit einer Pipette entnahm sie der kleinen Flasche einige Tropfen und ließ einen davon auf ihren Handrücken fallen. Die Flüssigkeit war warm, was kein Wunder war, immerhin hatte sie fast eine Stunde geköchelt. Doch als Lily über ihren Handrücken blies kühlte ihre Haut leicht ab, nur da, wo die Flüssigkeit entlanggelaufen war, wurde die Haut angenehm warm.

* * *

Mr. Filch brüllte Lily nach, dass das Rennen im Schloss verboten wäre, doch Lily war das egal. Sie war weg, bevor Filch sie richtig gesehen hatte. Camille schrak zusammen, davon überzeugt, man hätte sie für etwas, das sie angestellt hatte, erwischt, als Lily in den Aufenthaltsraum stürmte.

„Ich habe es wirklich geschafft! Er funktioniert!“

Nicht nur ihre beiden Slytherin-Freundinnen starrten Lily verständnislos an, auch die zwei Hufflepuffmädchen, die auf einem Sofa am Fenster saßen. Lily grinste und murmelte eine Entschuldigung, während sie sich an den Tisch setzte.

„Wir waren uns doch einig, dass ich Nachhilfe brauche und ihr habt ziemlich hartnäckig behauptet, dass Severus Snape der ideale Nachhilfelehrer wäre.“

„Hast das erst jetzt begriffen“, staunte Camille mit theatralischem Entsetzen, doch Lily ignorierte sie.

„Ich werde Snape nicht um Hilfe bitten, so tief bin ich noch nicht gesunken, aber er hat es auch gestern nicht geschafft, den Ikkefryse-Trank zuzubereiten.“

„Dafür ist ihm die Schlangenhaaressenz gelungen, wer die wohl abbekommt?“, unterbrach Camille und wurde wieder ignoriert.

„Für den Ikkefryse-Trank braucht man frisches Gletschereis, also welches, das nicht mit irgendwelchen Zaubern am Schmelzen gehindert wurde und das gibt es hier einfach nicht, er hat zwar versucht das Eis zu ersetzen, aber inzwischen hat er es aufgegeben“, ergänzte Sarina.

„Das ist mein Glück“, Lily grinste und stellte die kleine Flasche auf den Tisch, „mir ist es gelungen.“

* * *

Der erste Teil des Plans erschien Lily wie ein Zuckerschlecken, als sie am nächsten Tag vor einer unscheinbaren, schmalen Tür im dritten Stock stand. Camille hatte herausgefunden, dass Snape oft alleine in diesem Hausaufgabenzimmer arbeitete und Sarina hatte ihr gerade berichtet, dass Severus nicht in den Slytherinräumen war, Adelina und Evan aber schon. Lily war auch in der Bibliothek gewesen, einerseits um ein paar der Bücher zu holen, die ihr Professor McGonagall empfohlen hatte, andererseits um zu sehen, ob Snape dort war. Sie hatte ihn nirgendwo gesehen, also sprach alles dafür, dass er hier war. Trotzdem hoffte Lily, der Raum wäre leer, wenn sie endlich den Mut fand, die Tür zu öffnen.

Plötzlich erfüllte ein metallenes Schaben den Gang, Ketten schepperten und über ihr schlug die Turmuhr Sechs. Lily schrie über den plötzlichen Lärm erschrocken auf und drückte sich an die Wand des Ganges. Da war es auch schon wieder still. Lily atmete auf, nur um erneut aufzuschreien, als die Tür vor ihr aufgerissen wurde und sie in die kalten, dunklen Augen von Severus Snape starrte.

„Was suchst du hier, Schlammblut?“, fuhr er sie an, doch merkwürdigerweise hatte Lily diesmal keine Angst, ganz im Gegenteil, sein schroffer Ton weckte in ihr Trotz. Sie war ihm überlegen, sie hatte etwas geschafft, woran er gescheitert war, sie brauchte nicht zu bitten.

„Ich habe dich gesucht, ich will dir nämlich einen Handel vorschlagen.“ Lily richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und hielt dem stechenden Blick stand.

„Was kann mir so ein Muggelkind wie du schon anbieten?“

„Den Ikkefryse-Trank.“ Lily griff in die Tasche und reichte Severus die kleine Flasche.

„Die paar Tropfen? Spinnst du?“

„Die paar Tropfen kosten fünfzehn Galleonen, wenn man den fertigen Trank kaufen würde, außerdem biete ich dir nicht die Flasche, sie ist nur der Beweis. Ich biete dir die Formel, mit der man den Ikkefryse-Trank ohne Gletschereis herstellen kann.“

Severus lachte auf und reichte ihr die Flasche zurück.

„Geh zurück zu deinen Miezekatzenfreunden, Schlammmädchen, die sind vielleicht blöd genug, dir zu glauben.“

„Teste den Trank, du wirst sehen, dass er nicht gekauft ist. Wenn man den Moossud mit etwas anderem als Gletschereis kühlt, entstehen fünf- und nicht sechsseitige Kristalle, das verändert die Wirkungsintensität. Der Trank wirkt dadurch nur noch bis -20°C und nicht mehr bis -60°C, aber dafür sind die Kristalle stabiler, der Trank hält mehr als sechs Stunden vor.“

Severus hatte sich schon umgedreht und war in den Raum getreten, doch jetzt blieb er stehen, drehte sich zu Lily um und fragte: „Was willst du eigentlich als Gegenleistung?“

„Ich kann die magischen Strukturen der Dinge nicht erkennen, dadurch kann ich sie nicht verändern. Bring mir bei, Dinge zu verwandeln und zu manipulieren.“

Severus hatte sich wieder von ihr abgewandt, so dass sie sein Gesicht nicht sehen konnte. Einige Sekunden lang stand er wie eine Statue da, ohne sich zu rühren und ohne etwas zu sagen, dann ging er weiter und setze sich an den langen Tisch, der zusammen mit einigen harten Stühlen und einem abgewetzten marineblauen Sofa die gesamte Einrichtung des Raumes darstellte.

„Na, komm schon rein, Schlammblut“, sagte er dann, ohne Lily anzusehen.

Lily lächelte und zog die Tür hinter sich zu.

„Ach übrigens, Schimpfworte funktionieren nur dann, wenn der Beschimpfte versteht was sie bedeuten. Die ganze Sache mit dem Zaubererblut oder nicht ist für mich aber nur großer Blödsinn. Wenn Du mich beleidigen willst, musst du wohl oder übel Muggelausdrücke verwenden.“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Solche Menschen gibt es viele: Äußerlich sind sie ausgesprochen charmant, aber unter der Oberfläche brodelt es. Für mich als Schauspielerin eine schöne Herausforderung. Ich bin überzeugt, dass Dolores ihr Vorgehen für absolut korrekt hält. Sie tut, was sein muss, und das sind die Schlimmsten, denn sie haben kein Verständnis für die andere Seite. Kompromisse gibt es nicht.
Imelda Staunton über Umbridge