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Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Kapitel 17 - Erwischt!

von Vistin

„Es ist völlig egal, wie weit du von dem Knopf entfernt bist“, erklärte die gelangweilte Stimme hinter dem Lehrbuch für Zaubertränke. „Du musst nur wissen, wo er ist und wie er aussieht. Du hast das Ding doch schon hundertmal gesehen. Stell ihn dir vor und denk an seine Eigenschaften, das sollte selbst für dich machbar sein.“

Lily hätte am liebsten ihren Zauberstab nach Severus geworfen. Wobei, den Zauberstab brauchte sie vielleicht noch, das Notizbuch nicht.

Severus konnte sich nicht mehr rechtzeitig ducken und das Notizbuch traf ihn an der Schulter.

„Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber für normale Menschen ist 'nicht hier' keine Eigenschaft eines Knopfes! Ich versuche ja, seine Eigenschaften zu erfassen, aber das geht bei mir nicht so schnell. Das ist so ähnlich wie mit den Eichenkernen, du brauchst gerade auch ziemlich lange, um zu merken, dass sie anbrennen“, fuhr Lily ihn wütend an.

Severus wollte etwas erwidern, doch dann drang zu ihm durch, was Lily gesagt hatte und er griff hastig nach dem kleinen Kessel auf dem Tisch.

Lily hob den Zauberstab erneut und der Knopf flog von der Fensterbank hinter ihr in ihre Hand. Sie schloss die Faust um ihre Beute und ihre Lippen verzogen sich zu einem triumphierenden Lächeln.

„Du zauberst besser, wenn du wütend bist, Evans“, stellte Severus anerkennend fest und sortierte mit einem Schlenker seines Zauberstabes die angebrannten Kerne aus dem Kessel.

„Hast du den schon?“, erklang da eine Stimme, die Lily gerade jetzt nicht hatte hören wollen. Die Tür wurde aufgestoßen und James Potter stand vor ihr.

Ganz kurz starrten sie sich beide überrascht an, dann hörte Lily Severus' Stimme in ihrem kältesten und bedrohlichsten Tonfall: „Raus hier, Potter.“

James bemerkte Severus erst jetzt. Seine Augen huschten mehrmals zwischen Severus und Lily hin und her.

„Was geht hier vor? Hast du dich jetzt mit dem da zusammengetan? War dir der Mooskopf nicht mehr abgedreht genug?“

Lily starrte James fassungslos an. Dachte er überhaupt über das nach, was er sagte? Sie holte Luft, um etwas zu erwidern, doch ein Lichtblitz schnitt ihr das Wort ab. James und Peter wurden an die Korridorwand geschleudert und Lily sah Blut in James' Gesicht, bevor die Tür zuschlug.

„Was hast du getan!?“, schrie Lily Severus an. „Es war nicht nötig ihn zu verletzen!“

„Er wird es überleben“, antwortete Severus kalt, sah Lily dabei aber nicht an.

„Und Sarina wollte mir allen Ernstes verklickern, dass du ein netter Kerl wärst und es für dein Verhalten Gründe gäbe.“ Lilys Stimme war voller Sarkasmus und sie spürte, wie Wut und Enttäuschung in ihr immer höher kochten.

„War es mit Crystal das Gleiche? War sie dir einfach unbequem?“, schrie Lily weiter, doch mehr zu sich selbst als zu Severus, während sie ihre Sachen zusammenpackte. Severus antwortete etwas, aber Lily verstand es nicht und sie wollte es auch gar nicht hören. Kaum hatte sie ihre Sachen zusammen, stürmte sie aus dem Raum.

* * *

„Dieses Muggelmädchen hat sie ja nicht mehr alle!“, schrie James zwei Korridore weiter auf dem Jungenklo. Er stopfte sich nasses Toilettenpapier in die Nase, um das Blut zu stillen. Peter hatte einen aufgeschürften Ellbogen und eine Beule am Hinterkopf, da wo er gegen die Wand geknallt war.

„Wir sollten zurückgehen und die beiden fertigmachen“, rief James wütend und zog seinen Zauberstab, während Peter nachdenklich dem ablaufendem Wasser nachsah.

„Sie sah erschrocken aus, fandest du nicht?“, fragte er nach einer kleinen Pause. James stutzte, und stellte erst jetzt fest, dass Peter seine Angriffslust nicht teilte.

„Wer?“, fragt er verwirrt zurück.

„Lily, als uns der Fluch traf, sah sie erschrocken aus, als ob sie damit nicht gerechnet hätte. Und sie hat geschrien, nachdem die Tür zugefallen war. Ob sie in Gefahr ist?“

James sah Peter nachdenklich an. Auf die Idee, dass Lily nicht freiwillig in diesem Raum gewesen war, war er nicht gekommen. Doch jetzt, da Peter es erwähne, ergab es mehr Sinn als jede andere Lösung und James bekam ein schlechtes Gewissen.

„Lass uns zurückgehen“, stimmte er Peter nickend zu.

James trat die Tür mit gezogenem Zauberstab auf, doch der Entwaffnungszauber war schneller. Sein Zauberstab flog hoch und landete in der gegenüberliegenden Ecke des Raumes.

„Was willst du hier?! Verschwinde endlich!“, fuhr Snape James an. Peter drückte James seinen Zauberstab in die Hand und James blockte den zweiten Zauber ab.

„Wo ist Evans?“, rief James und hielt Peters Zauberstab direkt in Snapes Gesicht.

„Hast du was mit den Augen, Potter? Nicht hier, wie du sehen solltest“, zischte Snape ihn an. „Was willst du überhaupt von ihr? Musst du deinen Frust schon an kleinen Mädchen auslassen?“

Snape hatte James' Zauberstab einfach ignoriert und sich den Büchern auf dem Tisch zugewandt.

„Um meinen Frust auszulassen, habe ich ja dich.“ James ließ die Bücher, die Snape aufgehoben hatte, durch den Raum schweben.

„Will in der Schlangengrube niemand etwas mit dir zu tun haben, dass du zu einem Gryffindormädchen rennen musst?“, spottete James und hexte einen Windstoß, der die Zettel vom Tisch im ganzen Raum verteilte.

„Lass das“, knurrte Snape, ohne sich zu James umzudrehen.

„Oder was, Snape? Diesmal bin ich auf deine dreckigen Tricks vorbereitet.“

Der Schlag traf James genau in die Magengrube, so dass ihm die Luft weg blieb.

„Das glaube ich nicht, Potter“, zischte Snapes Stimme direkt neben James' Ohr. Snapes Hand hatte sich in James' Umhang festgekrallt und zog ihm den Kragen immer enger.

„Lass ihn los!“, brüllte Peter mit James' Zauberstab in der Hand. Snape warf ihm einen herablassenden Blick zu, was James die Chance gab, einen Fluch zu sprechen.

Etwas klatschte laut und Snape taumelte rückwärts, seine Lippe war aufgeplatzt und seine Nase blutete, während sich sein Gesicht rot färbte, als hätte ihn jemand mit einer Pfanne geschlagen.

„Gegen Gryffindor kommst du nicht an, begreif das endlich!“, rief James ihm noch zu als er mit Peter den Raum verließ, doch sie kamen nicht weit. Kaum am Ende des Ganges hörte James Snape seinen Namen rufen, dann traf ihn ein Fluch, der ihm die Beine wegzog und er schlug schwer auf.

„Wenn du Evans anrührst, wirst du es bitter bereuen!“, rief Snape, während James seinen schmerzenden Kopf zu heben versuchte. Doch als es ihm endlich gelang, war Snape verschwunden.

* * *

„Bist du auf Severus böse?“, fragte Sarina, als Lily am nächsten Wochenende mit ihr Hausaufgaben machte. Lily antwortete mit einem schneidenden „Ja“, aber so ganz sicher war sie sich nicht mehr. James war ein Ekel und er hätte sich wahrscheinlich genauso verhalten wie Severus. Lily war sich noch nicht mal klar darüber, ob sie sich anders verhalten hätte, wenn sie so hätte zaubern können. Und genau das machte ihr Angst.

Es war falsch gewesen, James zu verletzen, doch es war in Hogwarts anscheinend üblich. Magie hatte andere Grenzen, als Lily sie aus ihrem bisherigen Leben kannte. Wenn ein Muggel jemandem eine blutige Nase schlagen wollte, musste er zuschlagen. Er spürte dann die eigene Kraft, er spürte, wie seine Faust auf die Nase des anderen auftraf und vielleicht tat er sich dabei selber weh. Aber Zauberer mussten nur den Zauberstab heben und schon hatten sie jemandem weh getan, was aber auch egal war, weil man gebrochene Knochen in Sekunden wieder heilen konnte, Wunden durch einen Schlenker des Zauberstabes wieder geschlossen wurden und Lily hatte sogar gelesen, dass man tote Menschen wiederbeleben konnte, je nachdem, wie sie gestorben waren.

Die Dinge, die Camille mit ihrem Lieblingsgegner Sirius Black anstellte, waren für Naomi ein Spaß, obwohl Lily sie für sehr gemein und gefährlich hielt. Lily hatte das Camille sogar einmal vorgeworfen, doch Camille hatte sie ernst angesehen und gemeint: „Du kannst mit Magie viel schlimmere Dinge tun als das hier, Rotschopf. Und glaub mir, wenn ich das Feld räume, finden sich garantiert welche, die ihm schlimmere Dinge antun werden.“ Lily hatte das nicht verstanden und erst Sarina musste ihr erklären, dass viele der Slytherins Sirius für einen Blutsverräter hielten, weil er Slytherin abgelehnt hatte.

„Das Geheimhaltungsabkommen, welches die Zauberer dazu zwingt, im Verborgenen zu leben und sich nicht in die Welt der Muggel einzumischen, ist für viele Zauberer problematisch. Sie haben dadurch das Gefühl, dass die ganze Welt gegen sie wäre. Daher sind ihnen bestimmte Regelmäßigkeiten wichtig, Dinge, auf die sie sich verlassen können. Die Häuser in Hogwarts repräsentieren Ideale und Regeln, die seit Jahrhunderten Bestand haben, von Kindern bestimmter Familien wird erwartet, dass sie ein bestimmtes Haus wählen. Tun sie dies nicht, werden sie als Bedrohung wahrgenommen. Ein Black, der nicht nach Slytherin geht, ist wie ... wie eine Eule, die nicht mehr fliegt sondern zu Fuß geht, nur, dass die Menschen das nicht komisch, sondern beängstigend finden.“

Lily konnte das gut verstehen, es macht sehr viel Angst, wenn die Welt plötzlich nicht mehr so funktionierte, wie man es gewohnt war.

* * *

„Drehen hier eigentlich alle durch?“, James ließ sich zu Peter in eine der Fensternischen im Gemeinschaftsraum der Gryffindors fallen.

„Black hat sich gerade ein gigantisches Duell mit der blonden Kuh geliefert. Drüben im Flur zu Customarys Büro“, erzählte James und stopfte sich eine ganze Hand Popcorn in den Mund.

„Hey, das ist meins!“, wies ihn Peter zurecht und nahm ihm die Schale weg. „Was war an dem Duell so besonders? Die duellieren sich doch dauernd.“

„Das war größer. Ein Zweitklässler ist Sirius in die Schussbahn geraten und seine Zunge ist einen Meter lang gewesen, als er die Krankenstation erreichte. Einige Rüstungen sind zu Bruch gegangen und ein Gemälde ist beschädigt. Camille und Sirius wurden diesmal zum Schulleiter gebracht“, berichtete James.

„Hoffentlich gibt Dumbledore der Slytherin die Schuld, nach der Sache mit Remus kann sich Gryffindor solche Vorfälle nicht leisten. Wir haben zwar das letzte Quidditchspiel gewonnen, aber die Punkte haben nicht mal gereicht, um Hufflepuff einzuholen.“

James dachte mit einem mulmigen Gefühl an den letzten Donnerstag im Januar. Damals hatte sich Remus im Gemeinschaftsraum vor versammeltem Haus ein Duell mit einem Vertrauensschüler geliefert. Remus wollte nach Sperrstunde den Gemeinschaftsraum verlassen, weil er gemeint hatte, in einem Hausaufgabenraum seine Bücher vergessen zu haben. Rupert wollte ihn aufhalten und sagte, dass er die Bücher eben am nächsten Morgen holen müsste. Doch Remus hatte den Zauberstab gehoben und sich den Weg freigehext. Am nächsten Tag war er nicht beim Unterricht und kam erst am Sonntag zum Abendessen wieder. Als Tom ihn gefragt hatte, wo er gewesen sei, meinte Remus er hätte sich mit seinem Vater treffen müssen. Doch keiner aus ihrer Klasse glaubte das, alle waren überzeugt, dass er erwischt worden war und eine fürchterliche Strafarbeit bekommen hatte.

Rupert hatte Remus' Geschichte offiziell im Gemeinschaftsraum bestätigt, nachdem Anna vor Angst einen Heulkrampf bekommen hatte, als er sie aufforderte, ihr Bonbonpapier aufzuheben.

„Wir haben 60 Punkte Rückstand zu Hufflepuff und etwa 210 zu Slytherin, ich habe die Hausmeisterschaft für dieses Jahr aufgegeben. Und solange sich Black nicht beruhigt, können wir auch den Hauspokal knicken.“

Peter lachte auf.

„Und solange du die intelligente Tinte nicht hinbekommst. Sonst werden wir beim nächsten Ausflug wieder erwischt.“

Sie hatten die Heulende Hütte wieder zu ihrem wichtigsten Ziel erklärt, seit Elina von einem Feuerwerk um die Hütte erzählt hatte. Doch diesmal wollte sich James um nichts in der Welt erwischen lassen.

„Wegen der intelligenten Tinte habe ich eine Idee. Wir lassen Evans das Zeug brauen, sie ist doch so ein Überflieger in Zaubertränken.“

Peter sah James skeptisch an.

„Und du glaubst, sie hilft uns, nur weil wir sie nett bitten?“

James schüttelte den Kopf und grinste schelmisch.

„Ich habe über die Sache mit Snape nachgedacht. Wie unlogisch es auch scheint, sie muss freiwillig dort gewesen sein. Er hat sie einfach so gehen lassen, mehr noch, er hat mir gedroht, damit ich sie in Frieden lasse. Er hat sie beschützt - wieso auch immer. Und sie wollten nicht, dass sie jemand dort findet, also wird Lily daran interessiert sein, dass wir niemandem sagen, was wir gesehen haben und das wird sie dazu bringen, uns die Tinte zu brauen.“ Peter starrte James schockiert an.

„Du willst sie erpressen?“

„Nein!“, wehrte James ab. „Ich finde nur, dass sie uns für unser Schweigen etwas schuldig ist.“

Peter hob die Hände und schüttelte den Kopf.

„Ohne mich. Ich habe keine Ahnung, was die beiden da gemacht haben und ich will mich weder mit Lily noch mit Snape anlegen, vor allem nicht mit Snape. Obwohl ich mir Klorenn im Essen und mutierendes Juckpulver im Bett auch nicht gerade spaßig vorstelle.“

Peter aß das letzte Popcorn und machte sich dann auf den Weg ins Bett, während James noch lange dasaß und nachdachte.


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