Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Epilog

von Vistin

James flirrte der Kopf. Die letzten Tage waren einfach zu hektisch. Jaqueline war aufgedreht wie ein Sack Flöhe und verplante die acht Tage, die er bei ihrer Familie verbringen sollte, immer wieder neu. Sirius' Laune sank ins Bodenlose, je näher die Ferien und damit die Rückkehr in sein Elternhaus kamen. Die Zeugnisse brachten auch nicht gerade Ruhe in den Gemeinschaftsraum. Peter lag in allen Fächern eine Note besser, als er erwartet hatte, was ihn in eine solche Euphorie versetzte, dass er jedem immer wieder von seinen Prüfungen erzählte, wie er welche Aufgabe bearbeitet hatte und wieso er geglaubt hatte, es wäre falsch und wie es sich doch herausgestellt hatte, dass es richtig war.

Die Gryffindors schafften den Schuljahresabschluss mit null Punkten und Dumbledore dekorierte unter dem Jubel aller Gryffindorschüler die Klos der Schule in rot-gold, während die Große Halle beim Abschiedsfest in kühlem Grün-Silber glänzte.

„Nächstes Schuljahr holen wir den Hauspokal“, verkündete Peter selbstsicher, während sie im Schatten grüner Banner Grillhähnchen abnagten. Die kräftige Sommersonne fiel in harten Strahlen in die Halle, brach sich im Silber und Grün und tauchte die Tische in eine Urwald-Atmosphäre.

James dachte noch nicht an das nächste Schuljahr, er freute sich auf die Ferien, er freute sich darauf, Jaqueline zu besuchen und er hoffte, dass Sirius zu ihm kommen konnte, und er war gespannt, ob der Plan, den er mit Sarah ausgetüftelt hatte, funktionieren würde. Er sah sich in der Großen Halle um, vor einem Jahr hatte er hier gesessen und war froh gewesen, ein Gryffindor zu sein. Jetzt hatte er das Gefühl, als würde das nicht stimmen, er konnte damals noch gar nicht froh sein, er wusste noch nicht, was es hieß, ein Gryffindor zu sein. Erst jetzt konnte er sich darüber freuen. Und plötzlich war die Schule genau so, wie er sie sich vorgestellt hatte: voller Rätsel und Abenteuer.

* * *

Ein unangenehmer Druck machte sich in Severus' Kopf breit, der Bahnsteig war zu voll und zu laut. Kreischende Schülerinnen, die ihren Eltern um die Hälse fielen, nach ihren Enkeln rufende Großeltern, vor Wiedersehensfreude heulende Geschwister. Er wollte hier nur weg. Severus hielt fast schon verzweifelt nach der Hauselfe Ausschau, Binki war noch nie zu spät gekommen. Ein erschreckender Gedanke schoss ihm durch den Kopf: Was, wenn sein Großvater ihn abholen kam?

Doch da zupfte etwas an seinem Umhang.

„Master Severus, Sir. Binki hat Sie nicht gefunden, es tut Binki so Leid, Sir.“

Severus konnte vor Erleichterung das Lächeln nicht unterdrücken.

„Das macht nichts, Binki. Es ist gut, dass du da bist.“ Dann erinnerte er sich an etwas und fügte hinzu: „Und ich verbiete es dir, dich dafür zu bestrafen.“ Sein Großvater hat es den beiden Hauselfen zwar nicht befohlen, ihm zu gehorchen, aber Binki tat es trotzdem, weil er ja zur Familie gehörte. Binkis Vater, Tolliver, war da ganz anders. Für Tolliver war Severus genauso wie für seinen Großvater das dreckige Halbblut, daher war es Severus aber um so wichtiger, Binkis Zuneigung nicht zu verlieren.

Der Druck in seinem Kopf wurde immer stärker. Severus griff nach seinen Sachen und sagte: „Lass uns gehen, Binki.“ In dem Moment bemerkte er die grünen Augen in der Menge, sie lächelten ihn an und blinzelten zum Abschied.

* * *

Eine mit dunklem Holz getäfelte Diele nahm den Platz ein, den gerade noch der Bahnsteig beansprucht hatte. Der Lärm war hartnäckiger und Severus hörte ihn noch, als schon die schweren Schritte im Wohnzimmer seine Nackenhaare aufrichteten.

„Na endlich, das hat ja wieder gedauert“, begrüßte sie ein großer Mann mit einem grauen, sauber gestutzten Bart. Er trug einen dunkelbraunen Umhang und eine schwarze mit Silber bestickte Weste.

„Geh in die Küche und hilf Tolliver mit dem Abendessen, wir haben Gäste, Binki“, wies er die Hauselfe an und baute sich vor Severus auf. Er war gut vier Köpfe größer als der Junge und mindestens vier mal so breit, doch das, was Severus am meisten fürchtete, waren seine Augen. Graue, kalte Augen, die ihn wie ein Insekt musterten, ihn durchdrangen und aufsaugten, was immer sie fanden, um es dann wie Gift auszuspucken.

„Zeugnis.“ Er warf Severus das Wort vor die Füße, wie dem Bettler eine milde Gabe, von der man glaubte, dass er sie nicht verdiente.

Severus brauchte nur einen Handgriff, um das Papier aus seiner Tasche zu ziehen, doch der ungeduldige Blick seines Großvaters zeigte ihm, dass es nicht schnell genug war. Trotzdem entstand in Severus ein kleiner Triumph, er war schnell genug, dass sein Großvater es nicht mit Worten kommentieren konnte.

„Im Fliegen habe ich nichts anderes erwartet, nur echte Zauberer kommen mit dem Besen zurecht.“

Mr. Prince reichte Severus das Zeugnis zurück und ging zurück ins Wohnzimmer.

„Kümmere dich um Miss Faustus, sie ist im Garten“, kam noch die knappe Anweisung von der Tür. Severus brachte den Koffer in sein Zimmer und lief in den Garten, er wollte das dunkle Haus schnell verlassen und möglichst viel Raum zwischen sich und seinen Großvater bringen.

„Hi!“ begrüßte ihn eine piepsige Stimme, die fast wie die einer Hauselfe klang. Das Mädchen war nur ein Jahr jünger als Severus, doch mit ihrem runden, unschuldigen Gesicht und den großen blauen Augen sah sie wie ein Kleinkind aus.

Severus knurrte einen Gruß und sah sich misstrauisch um, dann griff er nach ihrem Handgelenk und zog sie in einen entlegenen Winkel des Gartens und hinter einen mächtigen Rhododendron. Dahinter lagen Dornensträucher, doch ein verborgener Zugang erlaubte es den beiden, in das Gestrüpp zu schlüpfen, ohne von den Zweigen zerkratzt zu werden. Nach einem schmalen Tunnel erreichten sie eine Höhle aus dornigen Zweigen und fleischigen Blättern. Sie bot erstaunlich viel Platz und war gemütlich eingerichtet. Eine Plane schützte den Innenraum vor Regen und der Boden war mit alten Teppichen ausgelegt, an der einen Seite stand eine kleine Truhe und daneben ein zusammengerollter Schlafsack.

„Erstaunlich gemütlich“, kommentierte das Mädchen und schob sich den Schlafsack in den Rücken, um bequemer zu sitzen. Severus warf ihr einen bösen Blick zu.

„Wie geht es dir?“, fragte er merklich ungeduldig, das Mädchen kicherte.

„Es ist sooo lieb, dass du versuchst, höflich zu sein“, scherzte sie und zog ein dünnes Bündel Umschläge aus der Umhangstasche.

„Hier, halt dich daran fest, dann kannst du sicher auch besser atmen und die Zähne kleben dir nicht so aufeinander“, spottete sie lächelnd.

Severus nahm die Umschläge und öffnete das Band, das den Stapel gehalten hatte. Es waren vier Briefe, einer an ihn, einer an seine Schwester und zwei an sie beide adressiert.

„Alisya hat eine Wohnung in London, sie hat sie schon in den Osterferien gemietet und sporadisch eingerichtet“, erzählte er, den Blick auf den Umschlag mit dem Namen seiner Schwester gerichtet.

„Sie ist nicht mit dir hierher gekommen? Nicht einmal, um sich zu verabschieden?“

Severus schüttelte den Kopf.

„Wenn ich eine eigene Wohnung hätte, würde ich auch keinen Fuß in dieses Haus mehr setzen. Sie hat gemeint, ich könnte sie in den Ferien besuchen, aber ich weiß nicht, ob sie das wirklich will. Die Briefe hat sie auch nicht mehr beantwortet.“

Es folgte eine Pause, in der Severus die Briefe drehte und von allen Seiten betrachtete.

„Sev, ich gehe dieses Jahr auch nach Hogwarts. Ich werde die Briefe nicht mehr holen können, außer in den Ferien.“

„Das ist schon in Ordnung, Alice. Ich werde einen anderen Weg finden“, antwortete Severus, doch seine Stimme klang schwach.

„Wieso schickst du ihm nicht einfach eine Schuleule, er kann ihr dann den Antwortbrief gleich mitgeben.“

Severus schüttelte energisch den Kopf.

„Nein, das ist zu gefährlich, er könnte es herausfinden, er könnte ihn töten, er hat sein Leben schon zu genüge zerstört. Ich werde nicht riskieren, dass er ihn auch noch tötet.“

Alice senkte den Blick und sie hörten dem milden Wind in den Zweigen über ihnen zu. Dann stubste Alice Severus an und grinste breit: „Erzähl mir von Hogwarts! Gibt es dort Drachen?“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Meine Figur spiegelt sich auf den Gesichtern vieler Kinder, die man trifft. Sogar wenn man normal gekleidet ist, starren sie einen an wie ein Alien.
Tom Felton