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Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Kapitel 1 - Ein erstes Gefühl

von Vistin

AN: Willkommen im zweiten Band der Geschichte. Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, gibt es einen Bruch zwischen dem ersten und dem zweiten Schuljahr, das war Absicht und macht die Sache einerseits spannender und ist andererseits den HP-Originalen nachempfunden.
Das Lied des sprechenden Hutes ist nicht von mir, sondern von IndigoNightOwl, vielen Dank für die Spende.

* * * ~ ooOoo ~ * * *

James wurde das komische Gefühl, dass etwas anders war als letztes Jahr, einfach nicht los. Der Bahnsteig war voller, die Stimmung hektischer, aber vielleicht bildete er es sich nur ein, weil er selbst diesmal ruhiger war. Es war sein zweites Schuljahr, und er konnte kaum glauben, wieviel das ausmachte. Der Bahnsteig, der schnaubende Zug, das alles kam ihm vertraut vor und ließ ihn vor Freude lächeln.
Über die nervösen Neulinge um ihn herum hätte er fast gelacht. Da krachte ein vollbeladener Kofferwagen gegen eine Säule, und hunderte von Menschen verstummten schlagartig. Es war nur ein Lidschlag, dann ging wieder alles seinen gewohnten Gang, doch dieser kurze Moment ließ James die Nackenhaare zu Berge stehen.
"Da ist Sirius." Peter stieß James an und deutete zu den Kaminen. Sirius zog seinen Koffer aus den blauen Flammen, gerade noch rechtzeitig, ehe seine Mutter in Kamin erschien. Sie trug einen bordeauxroten Umhang aus schwerem Samt und würdigte Sirius keines Blickes. Ihre Augen schweiften durch die Menschenmenge, und sie nickte einigen Anwesenden kühl lächelnd zu. Hinter ihr stieg ein dürrer Junge aus dem Kamin. Vom Gesicht her sah er Sirius ähnlich, doch seine Augen hatten dunkle Ringe und lagen tief in den Augenhöhlen, und seine Schultern waren so schmal, dass er sich zweimal hinter Sirius hätte verstecken können.
Mrs. Black machte eine Handbewegung, die wohl bedeuten sollte, dass die beiden Jungen ihr zu folgen hatten, dann marschierte sie in Richtung des Zuges, und die Menschenmenge teilte sich wie selbstverständlich vor ihr. Mr. Pettigrew begrüßte sie überschwänglich, als sie an ihnen vorbeiging, doch Mrs. Black sah ihn nicht einmal an.
"Ich bleibe hier", rief ihr Sirius nach und stellte seinen Koffer neben den von James. Der dürre Junge drehte sich nach ihm um – Mrs. Black reagierte nicht. James sah ihr nach, wie sie fast zum ersten Waggon marschierte und dort mit einem grauhaarigen, hochgewachsenen Mann sprach. Der Junge stand hinter ihr und warf immer wieder Blicke über die Schulter zu Sirius.
"Mein kriecherischer, kleiner Bruder Regulus", erklärte Sirius und rückte in James' Aufmerksamkeitsfokus.
"Er sieht dir echt ähnlich."
"Wirklich?" Sirius sah zu seinem Bruder hinüber, als ob er ihn gerade zum ersten Mal bemerkte. Ein braunhaariges Mädchen unterhielt sich mit ihm, und neben ihr erkannte James Lucius Malfoy.
"Ich finde nicht, dass wir Ähnlichkeiten haben, er sieht doch eher aus wie ein Hauself, seine Ohren sind für einen Menschen einfach zu groß." Peter lachte und auch James konnte ein Schmunzeln nicht verhindern, obwohl ihm Regulus irgendwie leid tat.
Ein Pfiff riss James aus seinen Gedanken und erinnerte ihn an etwas Wichtigeres als Sirius' kleinen Bruder. Er warf seinen Koffer in den Zug, umarmte seine Mutter zum Abschied und schüttelte seinem Vater lässig die Hand. Er wollte seinen Eltern das ständige Umarmen abgewöhnen. Bei seinem Vater klappte es schon ganz gut, und seine Mutter gab sich auch alle Mühe, aber in solchen Situationen konnte er es noch nicht von ihr verlangen. Sirius war direkt hinter ihm und verabschiedete sich gerade von den Potters, als Mr. Potters rügende Stimme James’ Namen rief. James hielt inne und überlegte, was er vergessen hatte. Als Peter einstieg, fiel es ihm ein.
"Oh, Verzeihung, auf Wiedersehen Mr. Pettigrew!" Doch Mr. Pettigrew hörte ihn nicht mehr, er war schon auf dem Weg zu den Kaminen, mit einem Komkam am Ohr. Peter lächelte verlegen und zuckte die Schultern.

"Wo suchen wir uns Plätze?", fragte Sirius und schaute den Gang rauf und runter.
"Wir sitzen natürlich im letzten Abteil, wie immer", erklärte James, ließ seinen Koffer schweben und hob den Käfig mit Christopher hoch, um selbstsicher ans Ende des Zuges zu stampfen. Auch Sirius und Peter ließen ihre Koffer schweben und sahen sich verwirrt an, während sie James folgten.
"Wie immer?", fragte Sirius.
"Na ja, als wir letztes Jahr nach Hogwarts gefahren sind, saßen wir im letzten Abteil", erklärte ihm Peter.
"Zu Ostern saßen wir irgendwo in der Mitte, und auf dem Rückweg waren wir fast vorne. Hat er sich jetzt für jede Strecke sein Lieblingsabteil ausgesucht?", spottete Sirius und brachte Peter zum Grinsen.

"Läufer von G5 schlägt Bauern auf E7", begrüßte James Remus, der – in Miranda Habichts Lehrbuch der Zaubersprüche – Band 2 vertieft – am Fenster des letzten Abteils saß. Peter und Sirius blieben misstrauisch vor der Tür stehen. Remus sah zu James auf, und im Koffer über ihm rumorte es kurz.
"Habe das Spiel dabei", erklärte Remus, und ganz kurz huschte ein schiefes Lächeln über seine Lippen. Dann war er wieder hinter seinem Buch verschwunden.
James verstaute seinen Koffer und stellte Christopher auf den Sitz gegenüber Remus.
"Spielen wir SchnippSchnapp?", fragte er dann Sirius und Peter, ohne weiter auf Remus zu achten.

"Pass auf, wo du hingehst, Schlammblut!" Severus hatte Lily auf dem Weg zu den Kutschen angerempelt, als sie stehengeblieben war, um sich die pferdelosen Kutschen anzusehen, die die älteren Schüler zum Schloss brachten. Lily zischte ihm etwas Gemeines hinterher und schob den Zettel, den er ihr zugesteckt hatte, tiefer in ihre Manteltasche.
"Bekommst du keinen Knoten im Gehirn von dieser Freundschaft?", fragte Naomi und schickte Severus einen bösen Blick nach.
"Es ist so ähnlich, als würde man sich rückwärts unterhalten, die umstehenden Leute halten dich für bescheuert, doch in Wirklichkeit ist alles ganz logisch. Schwierig ist es nur, wenn man umschaltet."
"Und nur für Gryffindors", mischte sich Camille ein, "in Slytherin kann man niemanden nach dem beurteilen, was er so tut oder sagt. Bis vor kurzem habe sogar ich geglaubt, Lucius hätte nur eine große Klappe. Ah, da ist James, ich muss ihm noch die SchnippSchnapps abnehmen, die ich in den Ferien gewonnen habe."
Lily zwinkerte Camille verwirrt nach, hakte sich dann bei Naomi und Sarina unter und zog sie bestimmt in eine leere Kutsche.
"So, und jetzt werdet ihr mir alles erzählen, was diesen Sommer so passiert ist, ich habe genug davon, hinter dem Mond zu leben!"

"Ehm!" Lily zuckte zusammen. Professor McGonagall stand wütend vor den Reihen verängstigter Erstklässler und stützte die Fäuste bedrohlich in die Hüften. In der einen Hand hielt sie den sprechenden Hut, und ihre Finger krallten sich so fest in die Hutkrempe, dass Lily sich mitleidig fragte, ob der Hut Schmerzen empfinden konnte.
"Ich verlange augenblicklich Ruhe! Dies ist ein wichtiger Moment für unsere neuen Schüler, und ihr schuldet ihnen zumindest soviel Respekt, dabei still zu sein!"
Lily lief schlagartig rot an. Die neuen Erstklässler waren durch die Große Halle gezogen, und sie hatte nicht einmal geklatscht, so erschütternd waren die Ereignisse und Gerüchte des vergangenen Sommers, über die ihr Naomi berichtete. Mit schlechtem Gewissen setzte sie sich kerzengerade auf und schenkte den neuen Schülern ein herzliches Lächeln.
McGonagall wartete einige Sekunden der Stille ab, ehe sie nach vorne trat und den Hut auf den dreibeinigen Hocker legte.

Der Hut schüttelte sich, als wollte er seine Falten nach der groben Behandlung wieder zurechtrücken, dann öffnete sich ein Spalt, und der Hut begann zu singen:


Ein finsterer Sommer ist vergangen,
Herbsts goldnem Licht gilt die Hoffnung allein.
Doch über der See ist der Himmel verhangen,
Der Sturm zieht landeinwärts und trübet den Schein.

Wappne dich, Hogwarts, die Nacht bricht herein
Mit tosenden Fluten und endlosen Schrecken.
Im Gefolge hat sie unsagbare Pein,
Drum gilt es, die alte Gemeinschaft zu wecken.

Mächtige Gründer, vier an der Zahl,
Erbauten vor nunmehr fast tausend Jahren
Vier starke Säulen nach ihrer Wahl.
Die Tugend der Ahnen müssen wir wahren.

Der erste Pfeiler heißt Gryffindor,
Schneid und Mut sind ihm treffliche Stütze.
Die zweite Säule heißt Ravenclaw,
Sie macht sich Wissen und Fleiß zunütze.

Die dritte heißt Slytherin, listig und klug,
Ganz wie der Mann, der Pate stand.
Die vierte, Hufflepuff, kennt keinen Trug,
Aus Liebe und Weisheit besteht ihr Gewand.

Die Grundfesten bröckeln in unserer Zeit,
Hogwarts verliert seine wichtigsten Stützen.
Habt Acht, sehr bald schon ist es soweit,
Wenn nicht alle hier sie gemeinsam schützen.

So setzt mich nun auf, ich bin gewandt,
Und euer Weg wird sogleich verkündet.
Tretet vor und reicht euch die Hand,
Um zu retten, worauf unser Leben sich gründet.


Lily fröstelte. Die Melodie des Liedes war düster und getragen gewesen, fast wie ein Trauermarsch. Sie versuchte, sich vorzustellen, wie sie sich gefühlt hätte, wenn sie als Erstklässlerin da oben gestanden und dieses Lied gehört hätte. Sie fröstelte erneut, und ihr Blick schweifte über die Schüler, die tatsächlich da oben standen. Ihre Gesichter beflügelten Lilys Phantasie: Sie hatte Angst, und wenn dies ihre Auswahlzeremonie gewesen wäre, hätte sie reine Panik empfunden.

"Habe ich mir das nur eingebildet, oder hat der Hut heute lauter gesungen?" Remus sortierte Nachtzeug und Handtücher aus seinem Koffer und blickte nicht auf, als er die Frage stellte. James war sich daher nicht sicher, ob er die Frage überhaupt wirklich an einen von ihnen richtete. Die Feier zum Schuljahresbeginn war sehr schnell und schweigsam vergangen. Es hatte auch nicht viel zu sagen gegeben. Dumbledore hatte sich in seiner Rede um besondere Herzlichkeit bemüht, doch der Hinweis, dass es den Schülern untersagt war, in den Verbotenen Wald zu gehen, und die Information, dass Verteidigung gegen die dunklen Künste in den ersten zwei Wochen vertretungsweise von Dumbledore gehalten werden würde, boten nicht genug Inhalt, um über die düstere Stimmung hinwegzukommen. Inzwischen waren die Nachrichten über die Ereignisse der letzten Tage auch bis zu James vorgedrungen, und sie trafen ihn besonders hart. Er kannte Kestra schon seit Jahren, sie waren Freunde, und dann so was. James erinnerte sich noch sehr gut daran, wie er bei dem Auswahlspiel der Ravenclaws mit Remus und Peter auf der Tribüne gesessen und sich über Kestra und ihre Halbschwester unterhalten hatte. Und jetzt hatte er noch nicht einmal bemerkt, dass sie nicht im Zug und auch nicht in der Großen Halle gewesen war.
"Ich glaube, es kam uns nur so vor, weil es in der Großen Halle noch nie so leise gewesen ist", antwortete Peter und sah ebenfalls nicht auf.


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