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Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Kapitel 3 - Schnelle Besen

von Vistin

AN:
Hallo Moony_Child, hallo Phoebe, willkommen bei den Rumtreibern! Und vielen Dank für die Reviews!

* * * ~ ooOoo ~ * * *

James lag mit schlechtem Gewissen im Bett. Das Treffen mit Kastra, die durch die Umbrüche in ihrem Leben sehr verwirrt wirkte und Lidia, die wie ein verschüchtertes Tier umhergehuscht war - das alles sollte ihn beschäftigen, doch das tat es nicht. Seine Gedanken kreisten nur um das morgige Auswahlspiel für die Hausmannschaften im Quidditch. Er versuchte sich einzureden, dass ihm Lidias und Kastras Schicksal nicht egal war, nur weil er gleich nach einem Treffen mit ihnen an Besen und Bälle dachte. Es war Zufall, weil eben morgen das Auswahlspiel war und weil sein Besen noch nicht angekommen war und weil alles eben so gut passte. Der dritte Jäger neben Eliane und Elina zu werden würde eine wunderbare Herausforderung sein. Die beiden waren klasse Flieger, unheimlich treffsicher und spitze im Teamspiel ... Ob Lidia dieses Jahr wieder Quidditch spielen würde? Ravenclaw hätte letztes Jahr die Meisterschaft gewinnen können, wenn Kastra und Lidia besser zusammengespielt hätten, aber durch die vielen Fehlpässe hatten sie viele Punkte verpasst und wurden von Slytherin an die Wand gespielt. James' Gedanken rutschten immer mehr zum Schicksal der Familie Anger ab. Kastra würde das schon packen, sie hatte das Spielerstipendium an der Schule für magische Sportmedizin bekommen und würde bald Medimagier werden. Und Lidia war auch nicht allein. Kaum hatte sich herumgesprochen, dass Lidia eingetroffen war, waren ihre Freundinnen aus Ravenclaw gekommen und hatten sich um sie geschart und Kastra würde ihr jetzt eine gute Schwester sein. Sie sind mir nicht egal, dachte James, ich kann nur nichts tun. Schon halb im Schlaf zuckte er die Schulter und dachte wieder an seinen Besen, er musste morgen früh kommen, er musste einfach.

„Hast du eigentlich einen Liefertermin zugesagt bekommen?“, fragte Peter im Bad, als James zum siebzehnten Mal aus dem Fenster sah.
„Das ist ja das dumme. Er wurde am Samstag veröffentlicht, da gingen die ersten paar Dutzend an die Mannschaften der ersten Liga, seit Montag wird an Privatpersonen geliefert, aber in der letzten Ausgabe von Quidditch ist alles haben sie geschrieben, dass man mit Lieferengpässen rechnet, weil es so viele Bestellungen gab.“
Natürlich hatte James gewusst, dass es Lieferschwierigkeiten gab, aber bis zum Frühstück hatte er nie daran gedacht, dass sein Besen nicht rechtzeitig zu den Auswahlspielen kommen würde. Immerhin wurde der Termin der Auswahlspiele in Hogwarts in vielen Quidditchmagazinen veröffentlicht, wie auch die Aufstellungen der Mannschaften und die Spielergebnisse. James war davon ausgegangen, das die Auslieferung darauf ausgelegt wurde, dass alle Hogwartsschüler ihre Bestellung vor den Auswahlspielen erhalten würden. Doch kurz vor dem Beginn der ersten Stunde war immer noch keine Eule mit einem Besen aufgetaucht und in James machte sich ein Klos aus Enttäuschung und Angst breit.
Plötzlich sprang Peter auf und rief: „DA!“ Eine große, graue Eule war an den Fenstern der Großen Halle erschienen und trug ein langes Paket das in ein strahlend blaues Papier mit goldener Schrift eingewickelt war. Die Eule sank mit unbeweglichen Flügeln in sanften Kreisen herab, doch kurz über den Köpfen wechselte sie den Kurs und nahm geraden Anflug auf den Slytherintisch. James, Sirius und Peter waren aufgestanden und James kam sich jetzt nur deswegen nicht dämlich vor, weil auch einige andere Schüler aufgesprungen waren und nun gespannt beobachteten, vor wem das Paket abgelegt werden würde.
Die Eule manövrierte ihre Last geschickt an Saftkrügen vorbei und landete vor Lucius Malfoy, der ihr das Band löste, an dem der Besen hing und ein Kärtchen an ihrem Hals quittierte. Die Eule nickte elegant und flog davon. Lucius öffnete einen Umschlag der am Paket befestigt war und eine strahlend blaue Karte sprang daraus hervor, schwoll auf die Größe eines Quaffels an und begann mit einer lauten und theatralischen Stimme zu berichten: „Die Nimbus Racing Broom Company präsentiert den einmaligen, unschlagbaren und besten Besen aller Zeiten: Den NIIIIIIIIMBUS EEIIIN-Tausend!!!“ Den Namen des Besens schrie die Karte gedehnt wie ein Stadionsprecher, der einen erwarteten Schnatz-Fang ankündigt. Lucius warf der Karte einen missbilligenden Blick zu und im selben Augenblick verbrannte sie in einem Regen au roten Funken. Ein paar Erstklässler vom Hufflepuff-Tisch sahen enttäuscht zu ihm herüber und fuhren erschrocken zusammen als sie dem vernichtenden Blick von Rodolphus begegneten, der gerade seinen Zauberstab wegsteckte.
„Wozu braucht Malfoy einen Rennbesen? Er spielt nicht in der Hausmannschaft der Slytherins“, fragte Peter auf dem Weg zu Geschichte der Zauberei.
„Mr. Malfoy ist sich zu fein für die albernen Ballspiele, er betreibt den einzig wahren magischen Sport, er ist Erster Mann des Hogwartsteams im Staffelrennen“, erklärte Sirius und spuckte jedes Wort wie ranzigen Kürbissaft aus.
„Das Hogwartsteam ist wirklich gut, sie haben das Sahararennen letztes Jahr gewonnen und beim Transatlantik-Flug sind sie zweiter nach Albanien geworden und gegen Albanien kommt man im Staffelrennen einfach nicht an.“
„Was ist ein Staffelrennen?“, fragte Jaqueline, die aus heiterem Himmel neben James aufgetauchte und grinste.
„Das ist ein Wettrennen auf Besen mit Portstäben. Ein Team besteht aus fünf Leuten, einem Starter, drei Rennern und einem Ersten Mann. Der Starter ist meistens bullig, weil die Starts immer sehr rabiat sind. Es sind nämlich fast alle Zaubersprüche erlaubt. Der Starter muss den Start überleben und sich und den Portstab auf dem Besen so weit wie möglich in Richtung des Ziels bringen. Dafür hat er fünfzehn bis dreißig Minuten, je nachdem, wie lang das Rennen ist. Nach dieser Zeit schleudert der Portstab den Starter ans Ziel, wo die drei Renner warten. Der Starter übergibt den Stab und der Stab schleudert den Renner an die Position, an der sich der Starter befunden hat. Die Renner müssen sich schnell orientieren und die richtige Richtung finden, das ist schwer, weil die Renner nicht mehr zaubern dürfen. Jeder Renner versucht, so schnell wie möglich zum Ziel zu fliegen und wird wieder nach soundso viel Zeit ausgetauscht. der letzte Renner übergibt den Stab an den ersten Mann, der darf wieder zaubern und hat keine Zeitbegrenzung. Er muss das Ziel finden und darf dabei seine Gegner ausschalten, wenn er es schafft. Aber die Ersten haben immer die schnellsten Besen und sind besonders flink. So jemanden zu treffen, während man selbst auf einem Besen sitzt, ist echt nicht ohne“, erklärte James und ließ sich dabei nicht vom Beginn des Unterrichts stören.

Jaqueline wollte alles über das Staffelrennen erfahren und war von allem so begeistert, dass es James nach der gemeinsam verbrachten Mittagspause bereits egal war, dass sein Nimbus 1000 nicht gekommen war und er das Auswahlspiel auf einem der Schulbesen würde spielen müssen. Jaqueline bot ihm ihren neuen Komet b80 an. Der war deutlich besser als die Shooting Stars der Schule, doch er war auch glänzend violett und James lehnte mit einer Ausrede ab.

„Willst du den Nimbus nicht fliegen sehen?“, James sah Sirius, der keine Anstalten machte, sich aufzuraffen, entgeistert an.
„Mir ist die Geschwindigkeit eines Besens schnuppe, er muss stabil liegen, damit man so richtig kräftig von ihm runter dreschen kann. Und da kann der Nimbus mit dem zu Weihnachten kommenden Sauberwisch 6 nicht mithalten“, erklärte Sirius trotzig und kritzelte weiter in seinem Heft für Zauberkunst. James kapierte den Zusammenhang nicht.
„Du sollst den Besen nicht kaufen, nur mitkommen und zusehen, wie er sich so macht. Es ist der erste Besen, der die dreifache Besengeschwindigkeit gepackt hat, das macht schon einiges her.“
„Kapier es endlich, Potter! Es interessiert mich nicht, schnapp dir das Muggelmädchen und zieh ab! Ich komme zum Auswahlspiel nach“, blaffte Sirius und drehte ihm den Rücken zu.
Peter zuckte die Schultern und warf James einen „weiß auch nicht, was der hat“-Blick zu. Sie ließen Sirius allein zurück und machten sich auf den Weg hinunter zum See, dort lag hinter dem Lehrerwohnhaus eine kleine Rennbann, auf der ab und zu auch die Kunstflug-AG stattfand.
Heute war die niedrige Tribüne voll besetzt, die meisten waren Slytherins, aber auch einige interessierte Schüler aus anderen Häusern saßen auf den modrigen Bänken und beobachteten das Staffelteam, das sich auf der Bahn mit einigen Runden aufwärmte.
Lucius war leicht zu erkennen, er trug einen silbergrauen Umhang mit dem Hogwartswappen auf dem Rücken und war immer der erste, der eine Runde beendete.
James sah ihm fasziniert zu, den kurzen schnellen Geraden den sicheren Bremsmanövern in den Kurven und den verspielten Schnörklern, mit denen er den Besen testete, während er auf seine langsameren Teamkameraden wartete.
Die Bahn schien für den Besen viel zu kurz zu sein, so dass Lucius nie die Maximalgeschwindigkeit in der Waagerechten erreichen konnte. Gerade hatte James das bemerkt, als Lucius den Besen nach oben riss und beschleunigte. Es waren nur Sekunden und er war nur noch ein silberner Punkt am blauen Herbsthimmel. Jubelrufe und Klatschen ertönten von der Tribüne als Lucius im Sturzflug ankam und den Besen elegant zwei Längen über dem Boden abfing. Sein blondes Haar, das vom Scheitel an geflochten in einem kurzen Zopf auf den Rücken fiel, war leicht zerzaust und seine blasse Haut hatte sich auf den Wangen leicht getötet. Er drehte eine langsame Runde auf der Bahn und lenkte den Besen über die Tribüne.
„Hallo, James!“, rief er zu James hinüber und hob eine im weißen Handschuh steckende Hand zum Gruß. Er flog über die ersten Reihen der Tribüne und sprang auf der Bank vor James vom Besen.
„Du bewirbst dich heute für den Jägerposten im Gryffindorteam?“, fragte Lucius und strich sich lose Haare aus dem Gesicht. James spürte wie seine Wangen heiß wurden und sich seine Mundwinkel zu einem Grinsen verzogen.
„Ja, aber ich bin mir nicht so sicher, ob das was wird, die Shooting Stars sind nicht gerade die wendigsten und bei den Auswahlspielen wird Benjy sicher viele Passwürfe machen lassen“, erzählte James und fragte sich sofort, ob Lucius so etwas überhaupt interessierte. Zu James' freudigem Erstaunen wirkte Lucius keineswegs gelangweilt.
„Du fliegst doch nicht wirklich einen Shooting Stars, ich hätte dir nichts unter dem Komet 2-60 zugetraut.“
„Den habe ich dummerweise schon verschenkt“, erklärte sich James schnell. „Mein Vater hat ihn zu meinem Vetter nach Irland mitgenommen, denen geht es gerade nicht so gut. Ich war mir ja sicher, meinen Nimbus rechtzeitig zu bekommen, wir haben ihn schon Weihnachten bestellt, aber dann kamen die Lieferschwierigkeiten mit dem Nautilusreisig und naja, ich hatte eben Pech.“
Lucius zögerte keinen Augenblick und reichte James den Stiel seines Besens.
„Du kannst heute meinen fliegen, wir sind hier fertig und auf der kleinen Bahn kann man sein Potenzial eh nicht richtig nutzen.“
James starrte das dunkel polierte Holz vor seiner Nase an und konnte es nicht glauben. Lucius bot ihm einfach so seinen Besen an, dabei kannten sie ich kaum und eigentlich stand da noch die Sache mit Sirius zwischen ihnen. Jaqueline fiepte neben ihm und krallte sich in seinen Oberarm. Auf der anderen Seite waren Peters weit aufgerissene Augen, die den Besen begeistert anstarrten. Es war ja nur für ein Spiel, nächste Woche zum Training hatte er sicher schon seinen eigenen Nimbus ...
„Danke, Lucius!“, brachte James gerade noch so hervor und griff nach dem Besen. Er fühlte sich erstaunlich leicht an und doch stabil, als würde er jetzt schon ganz fest in der Luft stehen.
Lucius zuckte leicht mit den Schultern. „Kein Thema, James. Viel Glück bei der Auswahl.“ Er hob wieder eine Hand, diesmal zum Abschied und stieg zwei Bänke hinauf zu einer zierlichen Blondine mit einem seidenen Slytherin-Schal.

James machte sich mit Peter und Jaqueline auf den Weg zum Quidditchfeld, er wollte den Besen unbedingt probefliegen bevor die Auswahlspiele begannen.
Am Weg von den Gewächshäusern schlugen schlanke Mädchenhände auf James' Schultern und eine lachende Camille drängte sich zwischen ihn und Jaqueline, was diese mit einem beleidigten „Hey!“ kommentierte.
„Ist der Besen doch noch gekommen?“, fragte Camille zu dem Nimbus in James' Hand nickend und ignorierte Jaqueline.
„Nein“, klärte James sie auf, „Lucius hat ihn mir für das Auswahlspiel geliehen.“ Camille zog die schmalen Augenbrauen zusammen und auf ihrer Stirn bildete sich eine zu symmetrische Falte.
„Malfoy? Einfach so?“
James bemerkte den Zweifel.
„Klar! Ich habe ihm erzählt, dass meiner noch nicht da ist und er meinte, er würde den Besen heute eh nicht mehr brauchen. Glaubst du, ich fliege das Ding zu Schrott?“
Camille hob abwehrend die Hände und zog die Augenbrauen nach oben.
„Ich hab nichts gesagt. Es ist nur merkwürdig, wenn Meister Lucius zu einem Gryffindor-Neuling so herzensgut ist. Seit er den Ersten Mann von Durmstrang abgeschossen hat ist er sich sogar zu fein mit jedem Slytherin zu sprechen.“
„Vielleicht liegt es nicht am Haus, sondern an dir, Cristen“, zischte Jaqueline und sah Camille mit verschränkten Armen böse an.
„Ich habe nicht gesagt, dass er nicht mit mir redet, Süße“, antwortete Camille und lächelte kokett, dann hüpfte sie kurz hoch und winkte jemandem auf einer Quidditchtribüne zu.
„Da ist die neue Treiberin von Slytherin, ich muss 'rüber und es ihr noch ein paar Mal einreden bevor das Auswahlspiel beginnt. Bis später!“ Und schon war sie im Treppenhaus der Tribüne verschwunden. Jaqueline murmelte ihr etwas beleidigendes hinterher, doch James achtete nicht darauf, er hatte den Nimbus 1000 bestiegen und testete vorsichtig die Seitenneigung. Dann beschleunigte er.
Der Nimbus gehorchte jeder Bewegung, legte sich sanft in die Kurven ohne an Geschwindigkeit zu verlieren, beschleunigte ohne das geringste Rütteln und scheinbar grenzenlos. Der Wind pfiff James um die Ohren und verursachte ein angenehmes Prickeln unter der Haut, als würde nicht einmal die ihn halten können, als könne er aus sich selbst herausspringen. Die begeisterten Rufe und staunenden Blicke unten auf den Tribünen bemerkte er nicht, er sah nur den weiten blauen Himmel und das grün der Hügel hinter dem Quidditchfeld.
Ein lauter Pfiff holte James in die Wirklichkeit zurück. Professor Taurus war auf das Spielfeld getreten und scheuchte alle Besen, die nicht zum Team der Slytherins gehörten, vom Platz. James machte sich nicht die Mühe zu landen, sondern flog, wie Lucius es gemacht hatte, die Tribüne an und sprang neben Peter geschickt vom Besen.
„Slytherin sind schnell durch, die brauchen nur einen neuen Treiber und eigentlich ist jetzt schon klar, dass das Rodolphus Lestrange wird“, erklärte Peter und gab eine Runde Schokofrösche aus.
Der stämmige Hüter der Slytherins bekam von Professor Taurus einen Wink und flog mit seinem Besen hoch um besser gehört zu werden.
„Stacy spielt diese Jahr nicht mit, weil ihre Noten abgesackt sind und sie unbedingt die Eignung für die Aurorenschule schaffen will. Es gibt aber nur einen Kandidaten für die Sucherposition, daher machen wir hier keine Auswahl, sondern hoffen dass sich Andoret gut macht, ansonsten hat Lucius zugesagt auszuhelfen. Andoret spielt gleich mit. Bei der Suche nach einem Treiber haben wir auch nicht so die Wahl, es gibt nur zwei Kandidaten Lestrange und Alent. Daher habe ich mir überlegt,, dass wir sie nicht gegeneinander spielen lasen, sondern miteinander. Wir spielen Jäger gegen Treiber, Basil bleibt auf der Bank, Lestrange und Alent auf die Besen.
„Der Mooskopf?“, Jaqueline hatte sich neben James gesetzt und starrte erstaunt zum Spielfeld hinunter.
„Das Gewächs hat keine Chance gegen Lestrange“, ereiferte sie sich weiter. James hatte immer noch nicht verstanden, wieso Jaqueline Sarina nicht leiden konnte, ihm war die grünhaarige Slytherin eher so gar nicht aufgefallen. Im Unterricht war sie sehr zurückhaltend, in den Pausen hockte sie mit Lily oder Camille zusammen und wenn sie nicht gerade für einen von Sirius' Anschlägen gegen Camille im Weg stand, nahm James sie kaum wahr. Umso erstaunlicher war ihr Spiel. Neben dem breitschultrigen Lestrange wirkte sie wie eine Puppe im Wind, doch sie beherrschte jede Bewegung ihres Sauberwisch 4. Durch exakten Flug und genaue Treffer lenkte sie die Klatscher viel effektiver als Lestrange es mit seiner Kraft je fertigbringen konnte. Nach 15 Minuten pfiff Professor Taurus das Spiel ab und zog sich mit dem Hüter der Mannschaft zur Beratung zurück. Lestrange hatte drei Ringannäherungen verhindert, bei einem davon die zierliche Ombra sogar vom Besen geschmettert. Sarina hatte mehr als sechs Angriffe vereitelt und war auch an den Manövern von Lestrange beteiligt gewesen. Die lauten und gestenreichen Diskussionen auf den Tribünen zeigten, dass auch die Zuschauer eine solche Wende nicht erwartet hätten. Doch keiner war erstaunt, als der Teamchef der Slytherins nach wenigen Minuten Sarina zur neuen Treiberin des Teams erklärte. Nur Basil der zweite Treiber widersprach der Entscheidung lautstark und musste von seinen Teamkameraden vom Feld gebracht werden.

Die Hufflepuffs ließen zwei neue Sucher vorspielen, brachen jedoch nach 15 Minuten ab, als keiner von ihnen auch nur eine einzige Sichtung gemacht hatte.
Als die Ravenclaws aufliefen, legte sich gespanntes Schweigen über die Zuschauerbänke, alle hielten nach Lidia Ausschau. James wusste nicht, ob er mit ihr rechnete oder nicht, doch er lächelte zufrieden, als sie immer noch etwas blass, doch munter lächelnd aufs Feld kam.
„Mist!“, zischte Jaqueline neben ihm und James warf ihr einen bösen Blick zu.
„Versteh doch, es gibt sechs Kandidaten für Kastras Position, wenn Lidia nicht spielen würde, wäre die Chance ins Team zu kommen doppelt so gut.“ Jaqueline lächelte geknickt und rannte hinunter zum Feld, um sich mit den fünf anderen Kandidaten aufzustellen.
Jaqueline spielte gut, doch James musste eingestehen, dass sie bei weitem nicht die beste war und daher war er nicht überrascht, als ein Drittklässler ins Team gewählt wurde. Jaqueline verschwand in den Umkleiden und kam erst wieder, als James bereits in der Luft war. Er spielte mit seinen beiden Kontrahenten gegen das Hufflepuff-Team, während die vier Kandidaten für den Posten des Suchers über ihnen kreisten. James konzentrierte sich auf den Quaffel und nutzte das Tempo des Nimbus voll aus. Doch er konnte es nicht vermeiden immer wieder zu den Tribünen herüber zu schauen und nach Sirius zu suchen. Er war noch immer nicht gekommen, oder zumindest fand James ihn zwischen den Zuschauern nicht.
Als der Abpfiff kam hätte sich James fast auf die Lippe gebissen. Sein Team hatte 50 Punkte gemacht, davon waren 20 von ihm, die anderen 30 kamen jedoch von einem Drittklässler, der James bisher nie aufgefallen war. James war sich sicher, raus zu sein, als sich Benjy der neue Teamchef mit den Zwillingen zur Beratung zurückzog.
„Es ist uns echt nicht leicht gefallen, alle Kandidaten waren wirklich gut“, begann Eline in ihrem üblichen ruhigem Ton, wurde jedoch sofort von ihrer Schwester unterbrochen.
„Machs kurz Eli! Wir haben noch nie einen Zweitklässler so fliegen gesehen! Willkommen im Team, James!“
James wäre fast von der Bank gerutscht, jubelnd drehte er sich zur Tribüne, auf der Peter aufgesprungen war und ihm zujohlte und Jaqueline immer noch etwas enttäuscht doch sich für James ehrlich freuend klatschte. Sirius war nirgends zu sehen.


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Emma ist eine natürliche Schönheit – wenn sie also die ,normale‘ Hermine in ihrer Schuluniform spielt, müssen wir ihr Aussehen unter dem Make-up eher herunterspielen. Aber der Weihnachtsball erfordert natürlich das genaue Gegenteil – da konnten wir uns mit dem Make-up richtig austoben.
Amanda Knight, Maskenbildnerin