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Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Kapitel 4 - Freundschaftsdienste

von Vistin

AN: Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat aber außnamsweise fehlte es mir sowohl an Inspiration wie auch an Zeit, aber jetzt geht es weiter: Viel Spaß

~ * * * ooOoo * * * ~

Peter und Jaqueline warteten vor den Umkleidekabinen auf James und er erinnerte sich gerade noch rechtzeitig daran, dass Jaqueline nicht ins Team gekommen war um sich das Grinsen zu verkneifen.
"Es tut mir Leid, dass es für dich nicht geklappt hat Jaqueline, versuch es das nächste Mal wieder, du bist schon richtig gut und nächstes Jahr wirst du sicher spitze sein", tröstete er sie und strich ihr über den Oberarm.
"Ich habe echt viele Fehler ...", begann Jaqueline zu erzählen als sie von Lucius unterbrochen wurde: "Gut geflogen James." Lucius kam den Weg vom See hoch und blieb drei Schritte von James und seinen Freunden entfernt stehen.
"Danke, Lucius. Ohne deinen Besen hätte ich das wahrscheinlich nicht gepackt." James ging auf ihn zu und reichte ihm den Besen während Lucius aufmunternd lächelte.
"Nicht der Besen punktet, sondern sein Pilot." James hatte das Gefühl ein paar Zauberstabsbreiten zu wachsen.
"Ich stehe trotzdem tief in deiner Schuld." Lucius winkte lapidar ab.
"Ach was, Kleinigkeiten."
James verabschiedete sich jetzt doch grinsend und lief Peter und Jaqueline nach, die bereits auf dem weg zum Schloss waren.

"Das Schlammblut hat den Besen aber nicht angepackt, oder?", fragte Rudolphus und trat hinter der Tribüne hervor, als Potter gerade aus der Hörweite war."Er hätte es nicht gewagt den Besen aus der Hand zu geben, keine Sorge, ich muss ihn sicher nicht verbrennen. Basil soll ihn aber gründlich putzen.""Wieso hast du ihm überhaupt geholfen?", fragte Severus obwohl er die Antwort bereits zu kennen glaubte. Lucius lächelte ihn gönnerhaft an.
"Er hat es selbst gesagt, weil er jetzt tief in meiner Schuld steht." Severus nickte. Sollte Lucius ihn nur für seinen dummen Schüler halten, solange er nicht auf die Idee kam ihn seinen Besen putzen zu lassen. Lucius lag falsch und Severus wusste es, Potter würde sich nicht so einfach kaufen lassen. Das einzige was Severus ärgerte, war, dass ihm kein besseres Vorgehen einfiel. Potter war wichtig, da hatte Lucius recht, Potter würde eine wichtige Figur in Hogwarts werden, vorallem jetzt als Mitglied der Schulmannschaft. Severus nahm sich vor genauer auf ihn zu achten.

Die Quidditchspieler und ihre Zuschauer hatten das Abendessen verpasst, doch in der Großen Halle waren Platten mit Broten für sie aufgebaut worden. James wollte eigentlich in den Gemeinschaftsraum um zu sehen wo Sirius steckte, doch sein neues Team hatten ihn eingeholt und genötigt sich noch dazu zusetzten.
"Ist es nicht eigentlich Tradition, dass das älteste Teammitglied Teamchef wird?", fragte Thor der neue Sucher der Gryffindors.
"Alles nur Faulheit", lachte Zacharias, der erste Treiber aus der siebten Klasse. "Wenn man in einem Team den Chef bestimmen will ist das ein Graus, alle wollen irgendwie schon Chef sein, aber jeder ist zu bescheiden es zuzugeben, also meldet sich keiner, und wenn sich dann doch einer meldet, sind die anderen dagegen. Um das Hickhack zu vermeiden nimmt man also den, der am längsten im Team ist. Und das wäre eigentlich ich, aber mal ehrlich? Will hier jemand wirklich mich zum Chef haben?" Zacharias sagte das so, als wäre es eine Ehrenauszeichnung, nicht zum Chef geeignet zu sein. Elina hob sofort abwehrend die Arme.
"Nie im Leben! Du würdest uns in rosa Kostümen aufs Feld schicken und zur Eröffnung des Trainings müssten wir den Koboldtanz um die Ringstangen veranstalten."
Benjy legte Thor die Hand auf die Schulter und meinte: "Glaub uns, es ist für unser aller Gesundheit besser wenn wir die Tradition dieses Jahr brechen." James grinste, er verstand die Anspielungen noch nicht, doch das würde noch kommen wenn er länger dabei war und er freute sich riesig darauf.
Sie unterhielten sich bis in den späten Abend hinein und James merkte erst, dass Peter noch da war als sich dieser verabschiedete.
James kam in den Schlafsaal, da lagen die anderen schon im Bett und James dachte sich auch nichts dabei, dass sie am Morgen schon weg waren, als er aufwachte. Er hatte um eine gute halbe Stunde verschlaf und musste das Frühstück ausfallen lassen um pünktlich zum Unterricht der nicht magischen Künste zu kommen. Professor Customary war eine gemütliche Dame, doch sehr streng bei der Klassendisziplin, daher traute sich niemand zu reden, als sich James beim Mittagessen jedoch zwischen Tom und Chris wiederfand wurde er doch misstrauisch.
„Was ist los?“, zischte er Peter in Zauberkunst zu und riskierte es einen Schnippzauber von Professor Flitwick verpasst zu bekommen.
„Nichts“, antwortete Peter und sah nicht einmal von seinem Helft auf. James wurde der Tag lang, er wollte endlich eine Gelegenheit bekommen ausführlich mit Peter und Sirius zu sprechen, doch die schienen ihm aus dem Weg zu gehen und kurz vor dem Tee zerrte ihn Benjy auch noch zu einer zusätzlichen Trainingsstunde, weil sie ja wegen der späten Auswahlspiele schon eine Woche verpasst hatten.

Der Shooting Star 16 den James bei diesem Training flog schüttelte ihm alle Knochen durcheinander und dann begann es auch noch zu regnen. Mit schmerzendem Rücken, frierend und durchnässt kam James kurz vor dem Abendessen in den Gemeinschaftsraum und fand Sirius in eine Zeitschrift vertieft am Kamin.
„Was soll der Quatsch!“, fuhr er ihn grober an, als es ursprünglich beabsichtigt war. „Wieso gehst du mir aus dem Weg? Und wieso warst du nicht beim Auswahlspiel?“
Sirius' Gesicht war eine kalte Maske, als er die Zeitschrift weglegte und James herablassend ansah.
„Auf dem Weg zum Feld habe ich Camille getroffen und erfahren, dass du Lucius' Besen fliegst, da wusste ich, dass du ins Team kommen würdest und konnte mir den restlichen Weg sparen“, erklärte er kalt und griff wieder zu seinem Magazin. James packte das Helft wütend und riss es Sirius aus der Hand.
„Ich dachte wir wären über diesem Mist hinweg! Was hat der Besen damit zutun, dass du den ganzen Tag kein einziges Wort mit mir geredet hast?“ Sirius sprang auf, jetzt ebenfalls wütend.
„Du hast den Besen von Malfoy angenommen! Erinnerst du dich noch? Das ist der selbe Typ, gegen den wir letzte Jahr eine Schlacht angezettelt haben die Gryffindor auf null Punkte gebracht hat! Das ist der Typ, der mich ein halbes Jahr lang hat tyrannisieren lassen!“
„Lucius hat nie den Zauberstab gegen dich erhoben! Außerdem hat der Ärger doch aufgehört, also kann es dir egal sein, ob ich mit Lucius befreundet bin oder nicht. Im Grunde ist das sogar besser für dich“, konterte James. Sirius prustete nur verächtlich.
„Ich verzichte auf Malfoys Almosen! Er hat Weihnachten meinen Eltern empfohlen mich nach Island in eine Schule für schwer erziehbare Zauberer zu schicken! Du kannst nicht mit mir und diesem Arsch befreundet sein!“ James lachte theatralisch auf.
„Letztes Jahr galt das für Camille und soweit ich weiß, warst du in den Sommerferien drei Tage bei ihrer Familie zu Besuch!“
„Mit Malfoy ist das anders“, unterbrach ihn Sirius, doch James wollte nicht mehr diskutieren.
„Ja, klar, es ist immer etwas anderes. Du kannst mir nicht vorschreiben mit wem ich befreundet bin oder nicht! Das ist allein meine Sache!“ James schrie fast, zum Glück waren die meisten Gryffindors bereits auf dem Weg zum Abendessen und der Gemeinschaftsraum fast leer.

James hatte keinen Appetit, er setzte sich vor das Schachbrett auf dem seine unbeendete Partie mit Remus stand und starrte die schlafenden Schachfiguren an. Er wusste nicht wie lange er dagesessen hatte als ein Schatten auf das Brett fiel und Remus „Schach“ sagte während er seinen Läufer in die Gerade vor James' König schob. James konnte nicht denken, er stand im Schach und wusste nicht wie er das ändern konnte, dabei war er vorgestern noch sicher gewesen die Partie zu gewinnen. Minuten vergingen mit Schweigen, dann lehnte sich Remus vor und sagte leise: „Es wäre ungesund für dich, wenn ich dein einziger Freund wäre.“ James sah nicht vom Schachbrett auf, als er antwortete: „Seit wann sind wir denn Freunde?“
„Hm, seit einem Jahr und acht Tagen. Habe ich mir zumindest so sagen lassen.“ James war zu müde und zu deprimiert um wieder wütend zu werden, daher erwiderte er nur trocken: „Ich erzähle der kleinen Kröte nie wieder etwas.“ Remus lachte zynisch.
„Du hast heute einen echten Verschleiß an Freunden, ich bin begeistert, die Tricks muss ich mir abgucken.“ James schob seinen König unmotiviert zur Seite und sah Remus böse an.
„Was geht dich das überhaupt an? Mach deinen Zug und dann verzieh dich wieder!“ Remus schob seine Dame in die Frontale.
„Schach“, wiederholte er trocken. „Ist dir aufgefallen, dass Peter auch nicht mit dir redet? Und hast du heute einen Pieps von Jaqueline gehört?“
„Ach? Sind die auch eingeschnappt, weil ich den Besen angenommen habe? Sah ganz anders aus, als sie an der Rennbahn an mir gehangen haben.“
„Jaqueline wollte wirklich sehr gerne ins Team der Ravenclaws.“
„Ich weiß, es ist ja auch schade, aber sie war nun Mal nicht gut genug.“ James griff nach seinem König, und versuchte ihn nach rechts zu schieben doch die Figur krallte sich am Brett fest und ließ sich nicht bewegen.
„Was soll der Mist!“, fuhr James das Schachbrett an.
„Wenn du nach rechts ziehst stehst du im Matt“, erklärte Remus ruhig und James bemerkte den Springer der genau auf das Feld zielte das James ansteuern wollte.
„James, du übernimmst dich. Du versuchst mit allen Menschen befreundet zu sein, doch das geht einfach nicht, dadurch vernachlässigst du die Freunde die du bereits hast. Und vorallem ignorierst du, dass die Menschen eigene Meinungen über andere haben, du kannst dich nicht seelenruhig zwischen die Stühle setzen.“ James legte seinen König um und stand auf.
„Du kennst dich ja richtig gut aus, für jemanden der keine Freunde hat“, zischte er Remus zu und ging in den Schlafsaal.

„DU SPINNST DOCH!“ Lily bewunderte die Zauber, welche die Geheimgänge zu Slytherins Werkstatt schützten, in ihrem Schlafsaal hatte sie nichts von diesem Gebrüll gehört, erst auf der Leiter war Camilles Stimme zu ihr gedrungen und echote in dem schmalen Schacht der von Gryffindor nach Slytherin führte.
„Was ist eigentlich los mit dir! Du benimmst dich wie das letzte Rhinozeros, tust aber so, als wäre das völlig normal!“
Camille hatte sich in ihrer ganzen Lautstärke vor Severus aufgebaut und brüllte ihn an, während von ihm nur ein böses Funkeln hinter einem Vorhang aus fettigem Haar kam.
„Wir haben das geklärt“; zischte er dann doch noch, als Lily den Raum betrat. Camille wirbelte herum als sie Lilys Absätze auf dem Steinboden klacken hörte und hob gestikulierend die Arme.
„Lily! Dich brauche ich, macht es dir wirklich nichts aus Schlammblut genannt zu werden?“ Lily fühlte sich leicht überfahren und zuckte zuerst nur die Schultern.
„Siehst du!?“, schrie Camille, in dem Glauben Recht bekommen zu haben, weiter, „sie weiß noch nicht mal was sie davon halten soll, sie hat nie gelernt wie fies das Wort ist, weil du immer so tust als wäre es nichts!“
„Camille, ich weiß sehr wohl was Schlammblut bedeutet und auch wie Zauberer das meinen, es macht mir aber trotzdem nichts aus.“
Camille holte Luft um weiter zu brüllen und dann kam das, was Lily gesagt hatte in ihrem Gehirn an. Die Wut entwich aus ihr wie Luft aus einem Luftballon und wurde durch Verwirrung ersetzt. Camilles Augenbrauen zogen sich zusammen und bildeten diese absolut gerade Falte die Lily immer irritierte.
„Es macht dir nichts aus?“, wiederholte Camille ungläubig. Lily nickte und zog die Schultern hoch.
„Es macht mir nichts aus, weil ich keinen Wert darauf lege Zauberer zu sein.“ Camilles Verwirrung wuchs.
„Nicht?“, fragte sie und legte den Kopf schief wodurch sie etwas dämlich aussah.
„Camille, ich fand mein Leben als Muggel nicht schlecht, ok,manchmal leuchtete meine Schreibtischlampe ohne eingeschaltet zu sein und Blumen blühten im Winter auf. Aber ich wäre nicht vor Neugier gestorben, wenn ich nicht erfahren hätte wieso das so war. Und ich hätte den Ärger mit der Zauberei nicht gehabt. Ohne Severus hätte ich das letzte Schuljahr nicht bestanden, das ist ein unbezahlbarer Freundschaftsdienst, da kann er mich nennen wie er will. Vorallem weil das mit dem Schlammblut auf ihn eher zutrifft als auf mich“, erklärte Lily und setzte sich auf die Armlehne eines Sessels.
„Hä?!“, fragte Camille und sah zu Severus herüber, der genervt ausatmete.
„Schlamm ist eine Mischung aus Erde und Wasser“, erklärte er, und sprach dabei so, als würde er mit einem Kleinkind reden.
„Und? Verstehe ich nicht.“
Lily musste über Camilles Begriffsstutzigkeit lachen.
„Camille. Meine Eltern sind beide Muggel, also entweder beide Wasser oder beide Erde.“
„Euch ist aber schon klar, dass das außer euch keiner so sieht, oder?“
„Was nichts daran ändert, dass es richtig ist“, bekräftigte Lily und grinste.
„Camille.“ erst jetzt bemerkte Lily Sarina, die in einem Sessel in der Ecke saß, auch Camille schien sich erst jetzt wieder an sie zu erinnern.
„Camille“, begann Sarina ruhig und überlegt, „du schließt von deinem Verständnis und deiner Sicht der Dinge auf andere ohne dir bewusst zu sein, dass andere Menschen eine andere Argumentation haben könnten als du. Daher möchte ich nicht, dass du mich weiterhin verteidigst, weil ich die Dinge grundsätzlich anders sehen werde als du, deine Intervention mich also immer noch mehr verwirrt, als die Situation selbst.“ Sarina hatte ihr Anlegen so vorgebracht, als würde sie eine besonders komplizierte Aufgabe erklären, doch in ihrer Stimme lag auch Überzeugung und eine Härte die es von vorne herein verbot zu widersprechen.
„Interven-was?“, fragte Camille.
„Du sollst dich nicht mehr einmischen“, übersetzte Severus und ging an Camille vorbei zum Arbeitstisch.

Magische Kraft direkt in ein Objekt zu leiten war ganz hohe Zauberei. Severus versuchte es schon seit Monaten, doch er konnte nicht einmal den einfachsten Zauber ohne Zauberstab ausführen während es Lily einfach so gelang. Severus wunderte sich, wieso keiner der Lehrer bemerkt hatte wie mächtig Lily war, oder vielleicht hatten sie es bemerkt und wollten es nur nicht fördern?
Lily war wie ein schwarzes Loch, sie bündelte magische Kraft so stark, dass eine Art Trichter um sie herum entstand. Severus hatte das Bild in einem Buch über magische Kraftverteilung gefunden, doch was das wirklich bedeutete verstand er noch nicht. Da waren drei Bücher in seinem Koffer die er aus der Bibliothek seines Großvaters mitgenommen hatte, sie sollten es erklären können, er musste nur Zeit finden sie zu lesen. Zuerst war aber das Buch über fortgeschrittene Zaubertheorie dran. Es gehörte zu dem Stoff der dritten Klasse, doch den Stoff der zweiten hatte er schon durch.
„Hi“, unterbrach ihn eine vertraute Stimme. Sarina trug ein flauschiges, grünes Nachtzeug und grüne Hausschuhe. Sie setzte sich in den Sessel ihm gegenüber und schlug das Buch auf, welches sie mitgebracht hatte.
„Wieso tragen alle Slytherins grün, auch wenn es so kitschig aussieht wie dieser Schlafanzug?“, fragte er in der Hoffnung, dass ein Gespräch sein Gehirn wieder auf Betriebstemperatur bringen würde. Sarina zog die Beine an und sah plötzlich aus als wäre sie den Tränen nahe.
„Den hat Kimi genäht“, antwortete sie mit dünner Stimme. Severus taten seine herablassenden Worte schlagartig Leid. Er hasste dieses Gefühl, er musste es loswerden, wenn seine Pläne gelingen sollten. Doch so weit war er noch nicht. Er legte das Buch zur Seite und beugte sich zu Sarina herüber um ihre Hand zu berühren.
„Was ist denn los?“, fragte er besorgt.
„Kimi war die Hauselfe, die sich um mich gekümmert hat. Sie ist letztes Jahr gestorben, kurz bevor ich nach Hogwarts ging. Kimi hat immer gesagt, dass ich nach Slytherin kommen müsste, damit ich immer jemanden habe der sich um mich kümmert.“ Severus lächelte schief.
„Da hatte Kimi recht, du hast hier Leute gefunden die sich um dich kümmern.“
Das sentimentale Mädchen war verschwunden und vor Severus saß wieder die kühle und nachdenkliche Sarina. Automatisch rückte Severus von ihr weg, als hätte sie ihn gestoßen.
"Ich glaube, ich möchte nicht beschützt werden. Ich möchte, dass das nicht nötig ist. Ich weiß, dass es utopisch ist zu glauben, dass es eine Welt geben könnte in der mir niemand etwas böses will, aber ich weiß, dass ich lernen kann auf mich selbst aufzupassen", erklärte sie selbstsicher.
„Das heute Nachmittag mit Camille, das war unnötig. Was du gesagt hast hat mich nicht verletzt. Du hast absichtlich Metaphern verwendet die ich nicht verstanden habe. Du hast eine Beleidigung gewählt die mich nicht beleidigen konnte. Das gleiche machst du mit Lily. Was Lily verletzt sind die Schimpfwöter aus der Muggelwelt, die sie als etwas Anormales hinstellen, daher verwendest du nur Schimpfwörter, die aus der Zaubererwelt kommen und Leute als besonders normal und gewöhnlich beschreiben.“ Severus zog seinen Morgenmantel enger, er fühlte sich plötzlich nackt, das Gefühl verging jedoch schnell und wurde durch Erstaunen und Sorge ersetzt. Sarina hatte ihn durchschaut, konnten das auch andere? Konnte Lucius ihn durchschauen?
„Ich weiß also was du tust, aber ich verstehe nicht wieso du das machst.“
Es war keine Frage, nur eine Feststellung, er musste es ihr nicht erklären und weil es Sarina war, würde es ihr auch wirklich nichts ausmachen, wenn er es nicht tun würde. Das war mal wieder so eine Situation die er eigentlich hatte vermeiden wollen. Er war mit dem festen Vorhaben nach Hogwarts gekommen sich hier keine Freunde zuzulegen. Er wollte seine Gesellschaft nur nach der Nützlichkeit für seine Pläne wählen, doch Lily und Sarina, die ursprünglich nur Nützlich waren wurden immer mehr zu Freunden und das irritierte ihn nicht nur, es beunruhigte ihn sogar. Doch eigentlich war eh alles anders gekommen als er es sich vorgestellt hatte, Lucius und seine Freunde waren mehr als nur die dominante Clique einer Schule. Severus konnte Lucius' Verhalten gegenüber Lidia nicht vergessen, natürlich wollte er das Mädchen quälen, aber da war mehr gewesen. Immer wieder kam ihm der Gedanke, dass Lucius bei dem Anschlag auf die Angers dabeigewesen war. Doch das konnte nicht sein, Malfoy war ein Aufschneider, der zwar viel konnte aber mehr zu können behauptete und er war gerade mal vierzehn ...
Auch wenn Lucius sich nur mit Fremden Federn schmückte, dass er es sich erlaubte mit einem Doppelmord in Verbindung gebracht zu werden zeigte: Es stand etwas größeres dahinter. Und dann sollte vielleicht auch er die Taktik ändern.
„Wegen der Macht“, antwortete er und traf damit eine Entscheidung. Sarina kniff die Augen zusammen.
„Das verstehe ich nicht“, gab sie zu. Severus atmete tief durch und versuchte sich auf Sarinas Denkweise einzustellen.
„Im Grunde besteht alles aus Mächten, das haben wir in Zaubertheorie gelernt. Eine Macht besteht darauf, dass etwas so bleibt wie es ist und eine andere strebt eine Veränderung an. Etwas ändert sich nur, wenn die verändernde Macht stark genug ist. Ich möchte auch Dinge ändern, dazu brauche ich Macht und Lucius Malfoy hat sie. Ich muss seinen Platz einnehmen um sie zu bekommen, also muss ich das was er tut tun, nur besser.“
Sarina nickte nachdenklich.
„Ja, ich glaube das habe ich verstanden.“


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