
von Vistin
AN:
Hallo, Moony, hallo, Shadow,
vielen Dank für die Reviews! Ich lasse mich nicht abschrecken, ich liebe diese Geschichte und ich muss sie fertig schreiben, auch wenn es nur für mich ist. Aber natürlich freue ich mich immer sehr über Reviews, also ihr lieben Leser schreibt fleißig welche, dann werde ich auch fleißig schreiben und über etwas Werbung für die Geschichte würde ich mich natürlich auch freuen.
So und jetzt viel Spaß mit dem neusten Kapitel!
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James wachte ausgeschlafen doch mit einem schlechten Gewissen auf. Er hatte sich so lange darum bemüht, Remus' Freundschaft zu gewinnen, und jetzt, da Remus sich wie ein Freund verhielt, hatte James nichts besseres zu tun als ihn vor den Kopf zu stoßen. Dabei hatte Remus ja recht, er hätte sich um Jaqueline kümmern müssen, sie hatte ja niemanden, mit dem sie über Quidditch reden konnte außer ihm. Und Peter, er muss sich ganz schön doof vorgekommen sein, einfach daneben zu sitzen und ignoriert zu werden. Sirius stellte sich ganz schön an, aber Lucius' Kommentar, man solle Sirius nach Island schicken, war ja auch wirklich gemein. Nachdenklich trottete James in die Große Halle. Er musste versuchen, alles wieder gut zu machen. Mit Lucius befreundet und im Quidditchteam der Gryffindors zu sein war zwar toll, doch er wollte seine Freunde deswegen nicht verlieren. Jaqueline zu versöhnen würde halbwegs einfach sein, sie war ein Mädchen und reagierte auf Schmeicheleien und Geschenke. Peter würde er ein paar Hausaufgaben abnehmen, nur wie sollte er für zusätzliche Hausaufgaben Zeit finden, wenn Benjy seinen ehrgeizigen Plan, dieses Jahr die Quidditchmeisterschaft zu gewinnen, durchzog und sie drei Mal in der Woche trainieren ließ? Er überlegte gerade, wie er sich bei Remus entschuldigen sollte, als sich immer mehr ein komisches Gefühl in ihm aufstaute; etwas stimmte nicht. Die Flure waren zu leer, die Sonne schien zu hell ... Und dann fiel es ihm siedendheiß ein: Astronomie! Er hatte den mitternächtlichen Astronomieunterricht versäumt! Der gestrige Tag war so übel gewesen, dass er schon um acht im Bett gewesen war und keiner hatte ihn geweckt.
James war in der Eingangspforte zur Großen Halle wie versteinert stehengeblieben, doch da war es schon zu spät. Professor Eridanus, der alleine am Lehrertisch gesessen hatte - immerhin war es schon neun Uhr vierzehn, wie James jetzt auf der großen goldenen Uhr an der Wand über dem Slytherintisch bemerkte - war aufgestanden und kam auf ihn zu. James suchte panisch nach einer Ausrede, doch da stand Eridanus schon vor ihm und ihm war noch immer keine eingefallen.
„Wie geht es Ihnen, Mr. Potter?“, fragte Eridanus besorgt. James sah ihn misstrauisch an, war das eine Falle?
„Es muss ja eine fürchterliche Nacht für sie gewesen sein: Schlafschlag, Gnomeritis und Peeves' Vergissjadich-Pulver auf einmal abzubekommen ...“ Eridanus schüttelte mitleidig den Kopf, doch in seinen Augen funkelte es schelmisch. „Es ist ein Wunder, dass sie heute aufgestanden sind.“ James musste grinsen, obwohl er vor Scham rot anlief.
„Es tut mir leid, Sir, ich hatte gestern einen schlechten Tag und die Astronomiestunde völlig vergessen.“
Jetzt grinste auch Eridanus, wodurch er noch jünger aussah als ohnehin schon.
„Es ist schon gut, Mr. Potter, sie haben ja Freunde, die Ihnen die Hausaufgaben und den Übungsstoff geben können. Mr. Black - Vergissjadich-Pulver - hat Ihren Übungszettel für die Mondtabellen, Mr. Pettigrew - Gnomeritis - hat meine Ausführungen über die Zauber, die vom Mondstand beeinflusst werden fast wörtlich mitgeschrieben und Mr. Lupin - Schlafschlag - kann Ihnen erklären, wie sie mit dem Hydrolunatron die Mondstrahlung messen. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, Mr. Potter“, verabschiedete sich Eridanus mit einem Kopfnicken und verließ die Große Halle.
James bekam Kopfschmerzen, weil sich die Muskeln in seinem Gesicht vom Grinsen verkrampften, doch er konnte einfach nicht aufhören.
Es fiel James schwer, doch er ließ sich den ganzen Tag nichts anmerken. Die drei redeten immer noch nicht mit ihm und er änderte das nicht, obwohl er es kaum aushielt. Er hatte sich einen Plan zurechtgelegt, und für den mussten sie ahnungslos bleiben.
Bei Jaqueline blieb er bei seinem alten Vorhaben, er würde sich einfach öffentlich entschuldigen. Das müsste genug Eindruck machen, um sie wieder zu versöhnen. Professor Fermat hatte die Schüler noch nicht richtig verabschiedet, da war James schon aus dem Klassenraum und rannte zum Raum für Sprachen der Magie, in dem die Ravenclaws Unterricht gehabt hatten.
„Es tut mir Leid, Leid, Leid, Leid!“, ratterte er los, kaum dass Jaqueline mit ihren Ravenclaw-Freundinnen den Raum verlassen hatte. Dann zog er seinen Zauberstab und sagte: „Orchideus.“ Ein Strauß weißer Blumen erschien, den James geschickt auffing und Jaqueline überreichte. Sie lief rosa an und ihre Freundinnen begannen zu kichern.
„Ich hätte dich nach dem Auswahlspiel nicht so stehen lassen dürfen, das war nicht nur gemein, sondern auch echt doof von mir. Ich bin zwar im Team, aber das heißt ja nicht, dass ich perfekt gespielt hätte, ich hatte weniger Treffer, und du bist die einzige von meinen Freunden, die sich mit dem Spiel als Jäger auskennt. Wer sollte mir sagen können, was ich falsch gemacht habe, wenn du mir böse bist?“ Jaqueline strich sich eine lose Strähne hinter ihre roten Ohren und starrte grinsend auf ihre Füße, eine ihrer Freundinnen hatte sich an ihren Arm gehängt und kicherte so stark, dass sie zu hüpfen schien.
James kam sich doof vor, doch ihm war von vornherein klar gewesen, dass diesmal mehr als eine Packung Schokofrösche nötig sein würde, um Jaqueline wieder zu versöhnen, und wenn „mehr“ bedeutete, dass man sich vor dem halben Jahrgang zum Affen machen musste, dann war dem eben so und er musste da durch.
„Lass uns gehen, James, wir kommen sonst zu spät zu Zauberkunst“, sagte Jaqueline und ihre Stimme klang höher als gewohnt, doch sie lächelte und ihre strahlenden Augen zeigten James, dass sie nicht mehr sauer war. James atmete erleichtert aus und ging dazu über, sich wieder normal zu benehmen, doch für Jaquelines Freundinnen schien die Sache noch nicht vorbei zu sein. Sie flüsterten dauernd und kicherten jedes Mal, wenn ihre Blicke über die Blumen streiften, die Jaqueline in eine von Professor Flitwick herbeigezauberten Vasen auf ihren Pult gestellt hatte. James versuchte ihre verstohlenen Blicke auf ihn zu ignorieren, während er Münzen verschwinden und wieder auftauchen ließ.
Das mit den Blumen war zu viel gewesen, dachte er mürrisch und kritzelte unauffällig eine Notiz auf den Rand seines Heftes. Mit einem Niesen tarnte er das Ausreißen der Seite und der Schwebezauber ließ den Zettel in Sirius' Umhangtasche gleiten.
In Zaubertränke schrieb er die Nachricht in Peters Lehrbuch und schob es ihm so zu, dass er sie bemerken musste.
Remus bekam die Nachricht auf der Rückseite einer Vokalbelliste in Sprachen der Magie.
Damit waren James' Vorbereitungen beendet und er konnte nichts weiter tun als um 18.30 Uhr in einem kleinen Hausaufgabenraum im Erdgeschoss zu warten. Vor dem Fenster bogen sich hohe Pappeln im starken Herbstwind und dunkle Wolken machten auch dem größten Optimisten klar, dass der Sommer wirklich vorbei war.
„Was willst du, Potter?“, bellte Sirius noch von der Tür her.
„Reden“, antwortete James knapp. „Aber nicht nur mit dir, wir müssen noch etwas warten.“
Zwei Minuten später kam Remus, er gab keinen dummen Kommentar ab, sondern setzte sich auf einen Tisch und beobachtete die beiden anderen misstrauisch. Peter kam als letzter und war ziemlich aus der Puste, als wäre er gerannt.
„Es tut ...“, begann er automatisch eine Entschuldigung, brach jedoch sofort ab, als er Sirius und Remus bemerkte. James deutete auf einen Stuhl neben Sirius und Peter setzte sich mit verwirrt zusammengezogenen Augenbrauen.
„Professor Eridanus möchte mich nach St. Mungo schicken“, begann James lässig zu erzählen. „Er befürchtet, dass es Nachwirkungen haben kann, in einer einzigen Nacht einen Schlafschlag zu erleiden, während man sich eine Gnomeritis eingefangen hat und auch noch unter der Wirkung von Vergissjadich-Pulver steht.“ James musste sich sehr konzentrieren, um nicht zu lachen und seinen sorgfältig zurechtgelegten Vortrag angemessen ernst vorzutragen. Remus schien diese Disziplin für unnötig zu halten und prustete unverhohlen los.
„Ich finde es übertrieben“, fuhr James fort und es fiel ihm immer schwerer, seine Mundwinkel unten zu behalten, „eine Ausrede so zu gestalten, dass sich gleich drei Medimagier auf einen stürzen, daher habe ich beschlossen, dass wir den Unsinn in Zukunft lassen und uns absprechen, welche ach so schreckliche Erkrankung den Fehlenden ereilt hat. Ich finde das glaubhafter.“
Remus kicherte immer heftiger vor sich hin, Peter starrte James verwirrt und ungläubig an und Sirius' Augenbrauen verbogen sich langsam wie schläfrige Schnecken zu einem Bogen, der wohl Ungläubigkeit darstellen sollte.
„Gnomeritis?“, fragte Sirius dann tatsächlich ungläubig und sah richtigerweise zu Peter herüber. Peter zuckte entschuldigend die Schultern.
„Es ist nicht ansteckend, geht von alleine weg und dauert nicht lange.“
„Aber man holt es sich beim Entgnomen! Wie viele Gnome hast du in den Gärten von Hogwarts gesehen? Oder soll er es sich von Flitwick geholt haben?“ Peter warf Sirius einen bösen Blick zu.
„Von dir war sicher das Vergissjadich-Pulver, oder? Auch nicht gerade wahrscheinlich, wenn er das abbekommen hätte, würde er nicht im Bett liegen und schlafen, sondern mit einer Unterhose auf dem Kopf in der Großen Halle tanzen.“ Remus kringelte sich inzwischen vor Lachen auf dem Tisch.
„Nicht immer!“, widersprach Sirius und gestikulierte heftig.
„Das Zeug ist toll, das hat verschiedenste Wirkungen, je nachdem, wie man es dosiert“, erklärte Sirius und fing an ebenfalls zu grinsen.
„Ach, du wolltest die Wahrscheinlichkeit also damit untermalen, dass du zugegeben hättest, es ihm selbst verabreicht zu haben? Geniale Idee, statt zehn Punkten Abzug fürs Fehlen hätte Gryffindor 20 Punkte fürs Hantieren mit verbotenen Substanzen bekommen“, feuerte Peter zurück.
Remus begann zu keuchen, weil ihm vor Lachen die Luft wegblieb. James grinste breit und legte Remus die Hand auf die Schulter.
„Geht's noch?“, fragte er während auch in ihm das Lachen immer höher kroch. Remus schüttelte den Kopf, unfähig zu sprechen, er hatte Tränen in den Augen.
In Nächten wie dieser wünschte sich Severus in die Muggelwelt zurück. In der Muggelwelt würde er einfach einen Regenschirm aufspannen und halbwegs trocken zu dem Pavillon im Schulgarten hinüber gehen. Doch als Zauberer erwartete man von ihm, dass er den Zauberstab zog, einen Imprägnierzauber sprach und trotz strömenden Regens trocken blieb. Severus fluchte und rannte los, er beherrschte den Imprägnierzauber nicht. Es war schon etwas lächerlich, weil er Zauber aus der dritten Klasse konnte und Zaubertränke, die für Viertklässler als schwierig galten, im Schlaf braute, aber gewisse Dinge bekam er einfach nicht hin. Sein Großvater meinte, das läge daran, dass er ein Muggel war, ihm wären die Naturgesetze schon zu sehr ins Blut übergegangen. Dummer alter Mann, dachte Severus, es hatte nichts mit Naturgesetzen zu tun, er wusste nur wie Regenschirme funktionierten und fand das praktisch. Wozu sollte man Zaubern, wenn ein Stück gespannter Stoff den selben Zweck erfüllte? Natürlich waren das Gedanken, die er verdrängen musste, er musste üben, alles mit Magie zu tun, damit er die Nötigkeitsbarriere los wurde. Ein Problem, das viele Muggelgeborene hatten: Wie jede Kraft wählte auch die Magie den Weg des geringsten Widerstandes, die magische Kraft zog immer in Richtung der einfachsten Lösung, die dem Zauberer zur Verfügung stand. War diese Lösung nicht magisch, lief die Kraft in eine Sackgasse und es passierte nichts. Man konnte das umgehen, indem man die Kraft detaillierter lenkte, nicht direkt zum Ziel sondern über mehrere Schritte. Damit hatte er einige Zauber erlernt, die ihm vorher unmöglich schienen. Doch der Imprägnierzauber war nicht zu packen, solange Severus das Bild eines Regenschirms im Kopf hatte. Es war geradezu peinlich.
Er erreichte den trockenen Unterstand und wischte sich die nassen Haare aus dem Gesicht. Sie war noch nicht da, daher setzte er sich auf die Bank und blies sich heiße Luft aus dem Zauberstab ins Gesicht.
„Hallo, Sevie!“ Mädchenhände schlugen ihm von hinten auf die Schultern und eine völlig trocken Alice kletterte über den Zaun des Pavillons.
„Ihhh, du bist ja nass“, stellte sie fest und rieb sich die Hände an der Schuluniform trocken. Severus sah sie böse an.
„Ich schenke dir einen Regenschirm zu Weihnachten“, drohte er, doch das Mädchen blieb unbeeindruckt, fröhlich klatschte sie in die Hände und antwortete betont kindlich: „Oh, schön! Geschenke!“
Sie ließ sich auf die Bank ihm gegenüber fallen und sah sich im strömenden Regen um.
„Ist doch ein perfektes Wetter für Konglomationen“, stellte sie fest.
„Es heißt Konspirationen“, verbesserte sie Severus.
„Was auch immer, kommen wir zur Sache: Arlene hat den Schutzzauber erneuert, und auch noch einen Brief gefunden.“ Alice zog einen zerknitterten Umschlag aus der Tasche.
„Damit haben wir noch keinen verpasst, wie wir den für November holen sollen, weiß ich aber nicht. Arlene ist seit einer Woche wieder in Irland und wird dort erstmal auch bleiben.“ Severus verstaute den Brief in der Brusttasche seines Hemdes, das noch trocken geblieben war.
„Das ist egal, er wird aufhören, Briefe zu schreiben, wenn er merkt, dass sie keiner mehr holt.“Alice musterte Severus aufmerksam, er konnte diesen Blick nicht leiden, weil sie danach meistens etwas sagte, was er nicht hören wollte oder noch schlimmer: was er hatte verheimlichen wollen. Doch diesmal war es am schlimmsten, ihr Blick veränderte sich und wurde mitleidig.
„Dir fehlt dein Dad doch auch so schon, was willst du machen, wenn du jetzt nicht einmal mehr die Briefe bekommst?“
„Mir sicher sein, dass man sein Haus nicht abfackelt, wie man es mit den Angers gemacht hat“, antwortete er kühl.
„1404 am 12. Oktober war um 1.50 Uhr Neumond mit dem Saturn im dritten Haus auf der Geraden zur Venus, was Mondstärke Null ergibt“, erklärte Remus.
„Das kann aber nicht sein“, widersprach Sirius und blätterte hektisch in seinem Astronomieheft. Remus atmete genervt aus und stützte sein Kinn auf die Arme.
„Bist du dir wirklich sicher, dass du dich mit mir streiten möchtest, Sirius?“, fragte er besonders langsam und deutlich. Sirius schien den Unterton zuerst nicht zu bemerken und suchte weiter, während er wieder auf seinem Standpunkt beharren wollte, doch dann schien er es zu begreifen und hielt inne.
„Ich sollte mich nicht streiten wollen, oder?“, fragte er etwa unsicher und beobachtete Remus interessiert. Remus schüttelte langsam den Kopf und verzog die Lippen.
„Ok“, gab Sirius nach und griff nach Remus' Heft. „Dann sollte ich abschreiben, weil meine Rechnung falsch ist.“
James achtete auf die kleine Kabbelei nicht, er hatte einen Lupenzauber auf eine Fensterscheibe gesprochen und beobachtete das ferne Training der Staffelmannschaft. Es war ungewöhnlich kalt für Mitte Oktober und es regnete Wollknäule, doch Lucius und sein Team übten seit zwei Stunden die Übergabe des Portstabes. Benjy hatte das Training abgesagt, das erste Spiel gegen Hufflepuff hatte Gryffindor gewonnen und das nächste war erst am letzten Tag vor den Weihnachtsferien, da hatten sie genügend Zeit, auf etwas besseres Wetter zu warten. Das Staffelteam war etwas anderes, es war kein Häuserteam, sondern die Schulmannschaft. Am zweiten Weihnachtstag fand das Höhenrennen in den Sudeten statt, da würden sie gegen die anderen Schulen für Zauberei und Hexerei aus ganz Europa antreten. Wenn man im Dezember ein Rennen durch die tschechischen Berge gewinnen wollte, durfte man sich nicht vom schottischen Herbst abschrecken lassen. Manchmal fand James es schade, in keiner der Schulmannschaften zu sein, doch Quidditch wurde nur schulintern gespielt und beim Staffelrennen musste man auf den interessanten Positionen zu viel zaubern. Die anderen Sportarten und Spiele, bei denen Hogwarts national und international antrat, wie Koboldstein oder Creckett waren nichts für James. Beim Koboldstein musste man zu kompliziert denken, und bei Creckett explodierten zu viele Dinge.
James justierte die Scheibe nach, um besser sehen zu können und das Bild stellte sich gerade wieder scharf, als Lucius ein kompliziertes Manöver flog und zwei seiner Teamkameraden mit grünen Blitzen vom Besen fegte, James' Unterkiefer klappte nach unten.
„Es kann keine 16-fache Mondstärke erreicht werden, der Vollmond mit einem vollen Haus erreicht nur einen Maximalwert von 12,5, so steht es in der Mondfibel vom Georie Syth.“ James riss sich vom Training der Staffelflieger los und blickte über den Tisch, an dem er eigentlich mit Sirius, Peter und Remus seine Hausaufgaben machen sollte, zu Tom herüber. Tom hatte sich wie ein Lehrer über Remus' Schulter aufgebaut und blickte ungeniert in sein Heft. Remus klappte es demonstrativ zu und sah Tom böse an.
„Wie wäre es, wenn du nicht veralteten Büchern glaubst, sondern selbst rechnest? Es sind nicht nur astronomische Werte, die die Mondkraft bedingen sondern auch meteorologische. Ein Gewitter steigert die Mondkraft um 30% und schon ist man über 16.“ Tom zog die Nase kraus und sah kurz so aus, als hätte er etwas ekliges gerochen bevor er eingeschnappt abzog.
„Trottel“, zischte ihm Remus nach.
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