Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Die Hogwartsrumtreiber - Kapitel 10 - Der schwarze Mann

von Vistin

Am nächsten Morgen ging Jaqueline James aus dem Weg, was ihn endgültig verwirrte. Mädchen waren so eklig verschmusst, er kannte das von seinen Kusinen, aber die rannten vor ihm nicht weg, vor allem nicht, wenn er sie rief.

„Hast du sie gebissen?“, fragte Remus lakonisch und sah Jaqueline nach, die in einem Pulk aus Ravenclaws versteckt den Gang entlang eilte. James warf Remus einen bösen Blick zu.

„Du hast komische Vorstellungen, mein haariger Freund“, entgegnete er schnippisch, Remus grinste breit und zog kurz die Augenbrauen hoch.

„Ich finde das nur etwas komisch. Da findet ein dummer Halloweenball statt und schon schaut dich deine beste Freundin nicht mehr an, während Sirius an seiner liebsten Feindin wie eine Klette hängt.“ Remus nickte den Gang entlang, an dessen Ende Sirius mit Camille stand, obwohl sie im Moment gar nicht zusammen Unterricht hatten.

„Er schindet nur Zeit“, erklärte Peter, der dazugekommen war. „Er ist 27 Punkte im Rückstand und das, obwohl wir uns darauf geeinigt haben die zwölf Punkte vom letzten Schuljahr nicht zu werten.“ James beobachtete die gestenreiche Unterhaltung zwischen Camille und Sirius. Mädchen waren merkwürdig - allesamt, selbst die, die man mochte. Die Turmuhr schlug zur nächsten Stunde, Camille zuckte zusammen, verabschiedete sich hastig und rannte los. Sirius sah ihr grinsend nach, bis sich Remus überlaut räusperte.

„Wann sehen wir uns eigentlich das Mosaik genauer an?“, fragte Sirius, als er zu den anderen getreten war und zu grinsen aufgehört hatte.

„Heute Nacht“, antwortete James eifrig, froh über ein Thema, das ganz einfach und klar war.



„Finde dich damit ab, James, es ist nur ein Mosaik.“ Remus lehnte sich gähnend gegen eine Wand. Peter hockte auf dem Boden und blätterte in einem dicken Buch. James' erwartungsvoller Blick ruhte auf seinem Nacken, doch dann schlug Peter die Schwarte zu und sah resigniert auf.

„Ich finde nichts mehr, wir sollten das hier beenden, zumindest für heute, es ist schon verdammt spät.“ Sirius nickte zustimmend.

„Ja, heute ist hier nichts mehr zu machen. Wir haben unser ganzes Arsenal verschossen, vielleicht ist das Mosaik nur ein Wegweiser und wir suchen an der falschen Stelle“, versuchte Sirius ihren Misserfolg zu erklären.

„Wenn es ein Wegweiser wäre, hätte der Zeigezauber wirken müssen“, widersprach Peter.

„Nur wenn es ein magischer Wegweise wäre. Vielleicht müssen wir einfach nur dem Zeigefinger der rechten Hand folgen“, erwiderte Remus. James sah zu dem Gargoyle-Bild. Nein, seine Klauen waren zu Fäusten geballt, so einfach war es nicht.

„Aber ich spinne doch nicht, oder?“, fragte James unsicher. Remus sah ihn prüfend an.

„Das kommt auf die Sichtweise an, in gewissen Momenten ist 'spinnen' genau das richtige Wort, um dein Verhalten zu beschreiben.“ James verdrehte die Augen, Remus, der bei ihren Kartierausflügen immer als erster schlapp machte, konnte nie zu müde sein, ihm einen blöden Spruch reinzuwürgen. Peter grinste verstohlen und rettete ein Auflachen in einen Hustenanfall.

„Wenn du meinst, es wäre merkwürdig, dass ein echter, großer, wütender Gargoyle in einem Schloss, in dem es bis auf dieses alte Mosaik nicht den geringsten Hinweis auf Gargoyles gibt, Koffer klaut, dann spinnst du nicht. Ansonsten schließe ich mich aber Remus' Meinung an“, erklärte Sirius. James zischte ihm ein „Verräter“ zu und packte einige Hefte in seine Tasche. Er war sich sicher, dass hinter dem Mosaik ein großes Geheimnis stand, aber für heute war es wirklich genug. Sie hatten stundenlang über dem Bild herumgehext, ohne dass das Geringste passiert wäre, sie sollten endlich ins Bett gehen.

Klack.

Sirius löschte geistesgegenwärtig seinen Zauberstab und Remus zog James an die Wand.

„Peter, Karte“, flüsterte Sirius im blassen Licht der spärlichen Laternen. Peters Blick huschte über das Pergament, dann schüttelte er den Kopf. Sie lauschten in die Dunkelheit: Klack, Klack. Es war ein ganz heller Ton, als würde eine Murmel über unebenen Boden hüpfen. Klack. Das Geräusch kam immer näher. James drückte sich so eng wie möglich an die Wand, am liebsten wäre er mit dem Schatten verschmolzen. Klack, ganz nah. James musste sich konzentrieren, um das kleine Steinchen zu erkennen, das hüpfend den Gang entlang rollte. Über dem Mosaik begann es zu rotieren, als wäre es in einen Trichter gefallen. Ein kratzendes Geräusch und es wurde wieder still. James glaubte seinen Augen nicht. Das Steinchen hatte sich in das Mosaik gedrückt und jetzt fehlte dem Gargoyle ein Stück vom Kopf, statt dessen war dort ein Teil des Tors zu sehen.

„Das Bild verändert sich“, stellte Peter fasziniert fest. „Und das nicht erst seit eben, schaut hier: der Flügel ist auch schon angenagt und hier, es sieht aus als hätte der Gargoyle drei Füße.“

„Mir sind die Stellen schon aufgefallen, aber ich dachte, das Mosaik wäre beschädigt worden oder sowas. Woher kam der Stein wohl?“, fragte Remus und starrte in den dunklen Gang.

„Lasst uns suchen gehen“, schlug James vor und warf sich den Ranzen auf den Rücken.

„Hätte ich nur nichts gesagt“, jammerte Remus und ließ die Schultern sinken.

„Komm, Peter. Wir müssen das hier bis acht Uhr hinter uns bringen, sonst zerfetzt uns Customary in der Luft“, sagte Sirius und legte Peter den Arm um die Schulter, um ihn zu führen, während Peter in der Karte Notizen machte. Der Gang war ihnen eigentlich schon bekannt, doch sie tasteten jetzt alle Wände ab und verwendeten auch einige Zauber, um gezielter nach Geheimgängen und ähnlichem zu suchen. Doch sie fanden weder einen weiteren Mosaikstein, noch einen Hinweis darauf, woher er gekommen sein könnte. Als sie an der Treppe angekommen waren, von der zwei Gänge abzweigten, gaben sie die Suche auf.

„Von hier aus, können wir das ganze Schloss durchsuchen“, stellte Sirius fest und schaute in die abzweigenden Gänge.

„Und es ist inzwischen vier“, erinnerte Peter und rieb sich die Augen.



* * *



Hogwarts war winzig. Zumindest für ein echtes Schloss. Dafür, dass es aus Tausenden winziger Mosaiksteinchen gebaut war, war es riesig. Drei Meter hoch erhoben sich die Türme aus winzigen Steinchen. Lily trat näher um sich die Details anzusehen. Es war perfekt. Auch die Innenräume waren aus winzigen Steinchen nachgebildet. Sie hob ehrfürchtig die Hand, sie wollte dieses Meisterwerk nur mit einem Finger ganz kurz berühren, sehen, ob die Steine verklebt waren. Doch noch bevor ihre Fingerspitzen die Schießscharten auf der oberen Galerie berühren konnten, sprang ein Steinchen ab. Lily fing es geschickt auf und schob es vorsichtig an die richtige Stelle zurück. Sie hielt den Atem an und wollte wieder zurücktreten, um das empfindliche Kunstwerk nicht zu beschädigen. Doch an ihr lag es gar nicht. Ohne dass sie etwas berührt hätte, fielen einige Steinchen die einen kleinen Turm gebildet hatten, klackend zu Boden. Lily hob sie auf und baute den Turm so gut sie konnte wieder auf, doch währenddessen bröckelten ein Teil der Vorderfassade und ein Stück vom Wehrgang. Lilys Herz begann schneller zu schlagen, sie kniete sich hin und versuchte, die Steine zu sortieren, aber sie wusste nicht, wie sie das machen sollte, die Steine sahen alle gleich aus und es waren so viele, viel zu viele. Sie fing einfach irgendwo in der eingestürtzten Fassade an. Doch während sie das Schloss auf der einen Seite aufbaute, stürzten auf der anderen immer mehr Teile ein. Es wurden immer mehr Steine, immer kleinere Steine, die von einem immer größer werdenden Schloss abbröckelten. Lily versank in Bergen aus Steinchen, die ihr die Beine und Arme zerkratzten, die gegen ihren Kopf schlugen, während sie immer noch verzweifelt versuchte das Schloss wieder aufzubauen.

„Möchtest du denn nicht wissen, was drin ist?“, fragte eine zischende Stimme und Lily bemerkte einen Mann in einem dunklen Umhang, der neben ihr stand. Zuerst verstand sie nicht, was er meinte, doch dann bemerkte sie das orange Licht, dass aus dem Inneren des zerfallenden Schlosses strömte. Sie blinzelte durch die immer größer werdenden Löcher, während sie immer noch versuchte, so viele Steine wie möglich an die richtige Stelle zu setzen.

„Es wird kaputt gehen“, rief sie dem Mann zu und versuchte, die Mauern des Schlosses zu stützen.

„Na und? Alte Dinge gehen nun mal kaputt, wenn neue kommen“, antwortete der Mann ruhig.

„Aber Hogwarts ist nicht alt.“ Lily musste gegen das Getöse der fallenden Steine anschreien.

„Doch, es ist sogar veraltet“, lachte der Mann und Lily konnte ihn verstehen obwohl er nur flüsterte. Der Gryffindorturm stürzte in einem lauten Getöse zusammen.

„Nein!“, schrie Lily und versuchte die fallenden Steine aufzufangen, doch es waren einfach zuviele. Wie eine Sturmflut überrollten sie Lily und drückten sie nieder, sie konnte nicht mehr atmen, sich nicht mehr bewegen. Mit der Flut winziger Mosaiksteine wurde sie davongerissen, weg von dem zusammenbrechenden Hogwarts und dem Licht.



„Pssst!“, zischte Naomi und drückte Lily die Hand auf den Mund. Lily atmete schwer, die Bilder des Traums standen noch immer vor ihren Augen. Naomi löste ihre Hand und strich Lily eine schweißfeuchte Haarsträhne aus den Augen. Lily nahm erst jetzt wahr, dass Naomi anscheinend neben ihr gewacht hatte.

„Wer ist er?“, fragte Naomi leise und setzte sich neben Lily auf das Bett. Lily verstand nicht ganz, was passiert war, doch sie wusste, dass Naomi den Mann im schwarzen Umhang meinte.

„Ich weiß es nicht“, antwortete sie und schüttelte den Kopf, dann fragte sie: „Was machst du hier?“ Doch Naomi antwortete nicht. Sie schüttelte den Kopf, legte sich den Finger auf die Lippen und deutete dann zu der Geheimtür hinter Lilys Bett. Lilys Herz klopfte wie verrückt als sie das Passwort flüsterte und mit nackten Füßen auf die kalten Leitersprossen stieg. Die Bilder des Traumes standen noch immer vor ihren Augen, als wäre es kein Traum gewesen. Träume verblassten, wenn man aufwachte, doch die Stimme des Mannes wurde immer deutlicher, je wacher Lily wurde.



In Slytherins Werkstatt angekommen, war Lily zuerst zu sehr in Gedanken, um zu bemerken, dass Licht brannte. Sie trat aus der Wand und taumelte fröstelnd zum Kamin, als sie eine unerwartete Bewegung in den Schatten aufschreien ließ.

„Severus!“, rief Lily, als sie den Jungen, der bis eben auf dem Sofa gesessen hatte, erkannte. „Was machst du hier?“

„Das geht dich nichts an“, fuhr er sie kalt an. Von dem Jungen, der ihr erst vor wenigen Tagen das Walzertanzen beigebracht hatte, war nichts mehr übrig. Der kalte Ton traf Lily mehr als sie es sich anmerken lassen wollte und holte Luft für eine gepfefferte Antwort, wurde jedoch von Naomi unterbrochen.

„Blutest du etwa?“

Lily drehte sich verwundert zu Naomi um und folgte ihrem Blick auf Severus' Hand, die von einer dunklen Flüssigkeit tropfte.

„Nein“, fauchte Severus und versteckte die Hand hinter dem Rücken. Lily zögerte keinen Moment, der Klammerfluch traf Severus ehe er ihre Absicht auch nur ahnen konnte. Seine Augen funkelten Lily aus einem starren Gesicht böse an, während Naomi an ihn herantrat und vorsichtig den linken Ärmel seines Schulumhangs anhob.

„Bei Merlin“, flüsterte Naomi leise und schlug sich die Hand vor den Mund. „Damit musst du sofort zu Madam Pomfrey!“

Sein Blick veränderte sich, plötzlich glaubte Lily eine Bitte in seinen Augen zu erkennen.

„Das geht nicht, weil er dann erklären müsste, wie es passiert ist, und ich glaube, das wäre keine gute Idee.“ Lily trat näher und stellte sich auf die Zehenspitzen, um Severus gerade in die Augen sehen zu können.

„Ich mache dich jetzt los, aber du wirst keinen Ärger machen. Wir werden den Arm verbinden und du wirst dich nicht wehren, verstanden?“ Sein Gesicht bewegte sich nicht, doch Lily glaubte resignierte Zustimmung in seinen Augen zu erkennen. Sie hob den Zauberstab und Severus sackte leicht zusammen, als der Klammerfluch brach.

„Ich bringe dir Zaubern bei und du verwendest es gegen mich!“, zischte er Lily böse an, doch sie war mit den Gedanken bereits woanders.

„Helga?“ Die rothaarige Frau auf dem alten Bild schlief. „Helga!?“, wiederholte Lily etwas lauter.

„Ja ja, ich bin ja schon wach“, Helgas Stimme klang ungehalten. „Was gibt es denn so wichtiges mitten in der Nacht?“

„Gibt es hier irgendwo Verbandszeug?“, fragte Lily.

„Die Schranktüren da drübenn die so aussehen, als würden sie direkt an der Wand hängen, wenn man sie mit Blut berührt öffnen sie sich in einem Versorgungsschrank in der Krankenstation.“

Lily bedankte sich, strich Severus einen Blutstropfen vom Finger und öffnete die Türen. Tatsächlich befand sich auf der anderen Seite ein Arzneischrank mit Verbandszeug und verschiedenen Tinkturen. Lily drückte leicht gegen die Schranktüren auf der anderen Seite, doch der Schrank war anscheinend auf der andern Seite verschlossen.

„Woher weißt du, dass es Nacht ist?“, fragte Naomi Helgas Portrait, während Lily das Nötigste zum Verbinden von Wunden zusammensuchte.

„Das Schloss ist nachts stiller, obwohl es in letzter Zeit auch nachts viel Unruhe gibt“, antwortete Helga schläfrig.

„Severus? Diptam-Essenz hilft doch bei blutenden Wunden, oder?“, fragte Lily und nahm eine kleine Flasche aus dem Regal.

„Keine Ahnung, Lily. Aber ich bin offen für Experimente“, erwiderte Severus mit schwacher Stimme, der jedoch die übliche Ironie nicht fehlte.

Lily hob vorsichtig den Ärmel und setzte sich auf einen Hocker neben Severus. Sie hatte sich setzen müssen, weil ihre Knie nachgegeben hatten, aber sie hoffte, dass er es nicht bemerkt hatte. Über Severus' linken Arm zogen sich drei tiefe Kratzer, wie von Krallen eines Raubtieres. Der Arm war mit Blut verkrustet und es sah aus, als hätte Severus versucht, die Blutung mit dem Ärmel abzubinden.

Lily reinigte die Wunden und tupfte die Diptam-Essenz darauf. Sie hatte sich richtig erinnert, die braune Flüssigkeit ließ die Haut sofort zusammenwachsen.

„Was hast du gemacht? Oder gehört das zu den Dingen, die ich nicht fragen sollte?“, fragte Lily und verband den Arm, obwohl es eigentlich nicht mehr nötig war. Naomi hatte inzwischen Feuer im Kamin gemacht und setzte sich zu ihnen an den Arbeitstisch. Severus sah von Lily zu Naomi und wieder zurück, dann strich er gedankenverloren über den Verband.

„Ein Deal.“ Naomi stöhnte leise. „Ich erzähle euch, was heute Nacht passiert ist, wenn ihr mir erzählt, wieso ihr hier seid.“ Lily musste nicht lange überlegen, bei dem Geschäft machte sie Gewinn, sie musste Severus nur dazu bringen, zuerst zu erzählen, was sich als erstaunlich einfach erwies.

„Kennst du Lucius Malfoy, den ersten Mann des Staffelteams?“ Lily nickte, dass die große Hoffnung Hogwarts' bei dem Staffelrennen über Weihnachten seinen Besen an Herrn James A. Potter verliehen hatte, hatte jeder in ihrem Jahrgang mitbekommen.

„Malfoy hat heute Nacht den Gemeinschaftsraum verlassen, zusammen mit einigen seiner Freunde. Ich habe das zufällig mitbekommen und bin ihnen gefolgt. Im Wald haben sie sich mit jemandem getroffen, ich habe versucht näher heranzukommen, um sie hören zu können. Dabei bin ich wohl auf einen Zweig getreten, Avery hat eine Fluch ins Dunkel gefeuert und mich am Arm erwischt.“

Naomi war während seines kurzen Berichts blass geworden. Lily fühlte sich plötzlich dumm. Etwas ging in Hogwarts vor und sowohl Severus wie auch Naomi schienen eine Vorstellung davon zu haben, was es war. Nur sie saß da und hatte nur einen dummen Traum von Bauklötzen anzubieten.

„Mit dem Geschäft hast du Minus gemacht, Severus“, erklärte Lily als Severus' Blick ihre Gegenleistung einforderte. „Ich hatte nur einen komischen Alptraum und habe dabei anscheinend Naomi geweckt.“ Noch während sie sprach, fiel ihr auf, dass das nicht stimmen konnte. Naomis Bett stand ihrem gegenüber, war also weiter von ihr entfernt als das der andern Mädchen. Wenn sie im Schlaf geschrien hätte, hätte zuerst Eve wach werden müssen, weil sie genau neben ihr schlief.

„Wie sah der Mann aus, mit dem sich Malfoy getroffen hatte?“, fragte Naomi und überging Lilys Erzählung. Severus zuckte mit den Schultern.

„Ich konnte ihn nicht genau sehen, aber es war ein Mann, ja und er trug eine Kapuze und einen langen schwarzen Umhang.“

„Wie war seine Stimme?“, drängte Naomi weiter. „War sie tief?“ Severus fuhr sich mit den Fingern über die Stirn, als hätte er Kopfschmerzen und antwortete, ohne zu Naomi aufzusehen.

„Nein, eher hoch, leicht zischend. Aber ich habe nicht viel mitbekommen.“ Nun war es an Lily Fragen zu stellen.

„Das war der Mann aus meinem Traum und du hast das gewusst. Woher wusstest du von meinem Traum?“, fragte sie Naomi.

„Ich ...“, Naomi war immer noch blass, doch auf ihren Wangen zeigten sich dunkle Flecken.

„Ich hatte auch so einen Traum, in meinem habe ich den Mann gesehen wie er nach Hogwarts kam und irgendwie machte mir das Angst und dann habe ich gesehen, dass du auch träumst. Viele Zauberer haben prophetische Träume, weil wir auch nachts Magie anziehen und die dann ...“ Naomi brach ab. „Was hast du eigentlich genau geträumt?“, fragte sie Lily.

„Ich habe von einem Hogwarts aus Mosaiksteinchen geträumt, das zusammengebrochen ist und dieser komische Mann stand daneben und fragte mich, ob ich den nicht wissen wolle, was drin wäre. Es war komisch, aber sicher nicht prophetisch“, antwortete Lily und obwohl sie sich sehr bemühte, überzeugt zu klingen, war sie es im Grunde nicht. Der Mann, der gemeint hatte, dass alles Alte zerstört werden müsse, hatte ihr Angst gemacht. Er war keine Ausgeburt ihrer Phantasie, er war ein Eindringling gewesen, dessen war sie sich sicher.

„Was ist in deinem Traum passiert, Naomi?“, fragte Severus mit müder Stimme. Naomi zuckte zusammen.

„Oh, nichts Bestimmtes, ich sah nur, wie dieser Mann auf mich zuging und ...“

„SEV!“ Lily griff nach seiner Schulter, konnte ihn aber nicht mehr halten. Sein Körper sackte zusammen, seine Beine verfingen sich in dem hohen Hocker und rissen diesen um. Severus' Kopf schlug dumpf auf dem Boden auf. Lily sprang auf, räumte den Hocker beiseite und drehte Severus um, seine Augen bewegten sich unter den geschlossenen Augenliedern, er schien nicht wirklich bewusstlos zu sein, nur eben nicht ganz da.

„Severus? Geht es dir gut?“, fragte Lily und ihre Stimme zitterte.

„Hier.“ Naomi hatte eine Schüssel mit Wasser gefüllt und reichte sie Lily. Lily war kurz versucht, ihm die ganze Schale über den Kopf zu gießen, doch dann kam ihr das zu melodramatisch vor. Sie tränkte eins der Uralten Handtücher, die in dem Labortisch lagen, mit dem kalten Wasser und legte es Severus auf die Stirn. Er gab ein stöhnendes Geräusch von sich und öffnete die Augen einen Spalt breit.

„Du solltest schlafen gehen, es war eine lange Nacht“, belehrte ihn Lily während sie ihm half, sich wieder aufzurichten. Severus tunkte das Tuch erneut in das Wasser und hielt es sich an den Hinterkopf.

„Das gibt bestimmt eine Beule“, sagte er leise.

„Aber keine bleibenden Schäden, so hohl wie sich das Geräusch angehört hat“, grinste Lily und fing sich erneut einen bösen Blick ein.



* * *



Es vergingen Wochen, ohne dass Jaquelines Verhalten sich änderte und James wurde langsam bewusst, wie wichtig ihm ihr guter Einfluss gewesen war, vor allem an den Abenden, an denen er Mist schaufelte, statt beim Quidditchtraining zu sein.

„Wieso sind wir eigentlich hier gelandet?“, fragte Sirius und hievte eine Schaufel mit Uruth-Mist in die Schubkarre. James zuckte mit den Schultern.

„Was weiß ich. Vielleicht für die fliegenden Kröten im Mädchenbadezimmer oder für Camilles Schlangenhaare. Mit den beißenden Zauberkunstbüchern kann er uns ja nicht in Verbindung gebracht haben, oder?“ Sirius stützte sich nachdenklich auf die Schaufel.

„Hat uns überhaupt Pericul verdonnert? Oder war es McGonagall?“ James warf die letzte Schaufel Mist in die Karre und wischte sich über die Stirn.

„McGonagall hatte uns wegen der Zauberkunstbücher im Verdacht, aber ich glaube nicht, dass wir dafür nachsitzen müssen“, überlegte James und stellte dann resolut fest: „Wir sollten aufhören jeden Zauber, den wir lernen, auch gleich in der Praxis umzusetzen. Wenn wir nicht mehr wissen, wegen welchen Vergehens wir nachsitzen, geht doch der ganze pädagogische Effekt des Bestrafens flöten.“ Sirius lachte und sammelte das Werkzeug zusammen.

„Du magst ja recht haben, aber wenn wir aufhören zu experimentieren, muss Pericul den Mist seiner Monster wieder selber wegräumen, und das dürfte ihm die Laune arg verhageln.“

„Machen sie sich um meine Laune mal keine Sorgen, Mr. Black“, ertönte Periculs tiefe Stimme aus einem der dunklen Gänge zwischen den Käfigen.

James und Sirius hatten das geheime Labor von Professor Pericul nämlich doch noch gefunden, jedoch war es weder geheim noch besonders spektakulär. Im vierten Kerkergeschoss, das es nur unter dem Ostflügel gab, hatte Pericul eine gigantische Halle, die von Säulen gestützt wurde, mit Gehegen und Käfigen vollgestellt, in denen er magische Wesen hielt. Ein paar waren recht beeindruckend, wie zum Beispiel der Irische Grünling, ein sechs Meter langer Drache, der unter der Decke hing. Leider war er ausgestopft, was seinen Reiz deutlich minderte. Die meisten lebenden Wesen waren kleine, harmlose Biester, die Pericul ohnehin andauernd im Unterricht verwendete.

„Sie können jetzt das Grindeloh-Becken putzen, ich habe die Tierchen abgesperrt.“ James und Sirius duckten sich unwillkürlich und waren mit einem respektvollen „Ja, Sir“ auch gleich zu dem großen Wasserbecken verschwunden.

„Dabei bis du an der ganzen Misere schuld!“, stellte Sirius fest, als Pericul wieder aus der Hörweite verschwunden war.

„Seitdem du dich mit Jaqueline gefetzt hast, bist du so ... destruktiv.“ Sirius schien dem Nachklang des letzten Wortes zu lauschen und grinste dann breit. „Womit ich mich nicht beschwert haben wollte.“ James sah Sirius verständnislos an.

„Wir haben uns nicht gefetzt! Wie kommst du auf die Idee?“, fragte er empört. Sirius zuckte die Schultern.

„Ich dachte, das wäre ganz klar. Seit Halloween wechselt ihr kein Wort mehr miteinander, das spricht für einen ganz großen Zoff.“ James' Hand verharrte an der Scheibe, seine Finger verkrallten sich leicht im Putzlappen und er starrte sein undeutliches Spiegelbild in dem dreckigen Glas an.

„Kannst du etwas für dich behalten?“, fragte er Sirius, ohne sich im Klaren zu sein, ob er ihm überhaupt etwas erzählen wollte oder ob es überhaupt etwas zu erzählen gab. Sirius ließ den Lappen in den Putzeimer fallen und lehnte sich gegen die Scheibe, um James ins Gesicht sehen zu können.

„Klar kann ich das. Also, was ist los?“ Sirius' ernste Miene ließ James bitter schmunzeln.

„Es ist eigentlich total doof, aber ich weiß nicht, was ich machen soll“, begann er nichtssagend. Es fiel James nicht leicht, sich über Jaqueline klar zu werden. Sie waren Freunde, wirklich gute Freunde, in den Ferien waren sie mit ihren Eltern paddeln gewesen und mit seinen bei einem Spiel der Londoner Quidditch-Mannschaft. Und dass sie ihm einen Abschiedskuss gegeben hatte, fand James nicht gerade außergewöhnlich. Sie hatte ihn immer wieder zum Abschied oder zur Begrüßung umarmt, so waren Mädchen nun mal. Seiner Mutter konnte er die Knutscherei ja auch nicht abgewöhnen, und dagegen war ein Kuss von einer Freundin in einem leeren Flur doch echt kein Problem. Wieso also dieser Aufstand? James startete einen neuen Versuch.

„Du und Camille, was habt ihr getan, nachdem Pericul uns aus dem Ballsaal hinausgekehrt hat?“ Sirius zuckte die Schultern.

„Weißt du doch, wir haben über den Plan geredet, die Erstklässler einzufärben. Sie hat mir noch das Kastanienpulver gegeben und wir haben gestritten, ob wir es orange oder lila machen.“

„Sonst nichts?“, vergewisserte sich James, doch Sirius schüttelte nur den Kopf.

„Na ja, ich war an dem Abend zu müde zum Reden, ich habe Jaqueline zum Bücherregal der Ravenclaws gebracht und dann hat sie mich geküsst und ist verschwunden.“

Sirius' Augen wurden größer: „Sie hat dich geküsst? So richtig auf den Mund?!“

„NEIN!“, wehrte James angewidert ab. „Sie hat mir einen Abschiedskuss gegeben, auf die Wange. Das war doch nichts Schlimmes. Aber seitdem redet sie nicht mehr mit mir.“

Sirius konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, obwohl er sich sichtlich darum bemühte. „Vielleicht hat sie erwartet, dass du den Kuss erwiderst, oder sowas“, spekulierte er.

„Dann hätte sie nicht gleich wegrennen sollen, ich hatte doch gar keine Zeit zu reagieren“, verteidigte sich James. Sirius griff wieder nach dem Lappen und versuchte, das von Algen überwucherte Glas zu reinigen.

„Ich weiß nicht so recht“, überlegte Sirius nach einer Weile weiter. „Irgendwie scheint mir das ein Missverständnis zu sein. Du hast offensichtlich etwas von dem Mädchenkram nicht mitbekommen. Ich glaube, ich würde sie fragen, was das war. Sonst machst du es mit jedem Tag schlimmer, weil sie glaubt, du machst es absichtlich.“ James überlegte. Im Grunde hatte Sirius recht: Das war so eine Mädchensache die er nicht verstand. Also musste er jemanden fragen und weil er ansonsten mit keinem Mädchen befreundet war, war der einzige mögliche Jemand Jaqueline.

„Na fantastisch, ich kann mich entscheiden, ob sie mich für ein Ekel hält oder für einen Idioten“, stellte James resigniert fest. Sirius legte ihm einen von Seifenlauge nassen Arm um die Schultern und erwiderte tröstend: „Du hast mein ganzes Mitgefühl.“ James überhörte den spöttischen Unterton nicht und lehnte sich in gespielter Verzweiflung mit der Stirn gegen das Glas.



* * *



Lily träumte, und diesmal war ihr sehr bewusst, dass sie träumte. Im Traum ging sie durch das Steinchen-Hogwarts, diesmal war es originalgroß, oder sie war winzig klein, dessen war sie sich nicht sicher. Wenn man solche Überlegungen in einem Traum anstellte, kamen merkwürdige Dinge heraus. Lily öffnete Türen, hinter denen leere Räume lagen, deren Wände mit Mosaiken geschmückt waren, die das zeigten, was in dem Raum normalerweise geschah. Sie sah sich und Sarina im Zaubertrankunterricht, da war Camille beim Anzünden eines Knallfrosches oder Mr. Filch, der Reinigungsmittel in einen Eimer kippte. Dann kam Lily in einen Teil des Schlosses, den sie nicht kannte, er sah sogar so merkwürdig aus, dass Lily sich nicht sicher war, ob sie noch immer in Hogwarts war. Die Wände waren nicht mehr gemauert, sondern aus schwarzem Stein, wie in einer Höhle, doch da waren immer noch Türen, Hogwartstüren. Lily öffnete eine und sah Helga Hufflepuff in ihrem orangen Kleid, wie sie mit einem Mann stritt. Im Hintergrund erkannte Lily eine schwarze Gestalt, sie war winzig klein und undeutlich, doch es war ein Traum, wodurch Lily wusste, dass es der schwarz gekleidete Mann war, der schon in ihrem letzten Traum vorgekommen war. Lily ging weiter von Tür zu Tür und fand weitere Mosaike mit Menschen, die sie nicht kannte, doch der Mann war immer dabei und er kam immer näher. Lily rannte inzwischen durch den Korridor. Die Wände waren mit Efeu bewachsen und unter ihren Füßen knisterte es, als würde sie über vertrocknetes Laub gehen. Am Ende des Ganges war eine große goldene Tür, Lily riss sie auf und sah den schwarzen Mann direkt vor sich, in Lebensgröße, als Mosaik. Er stand seitlich zu Lily und sah zu einem anderen Mann, der links stand: Professor Dumbledore.

Lily fuhr hoch. Ihr Atem ging schneller und sie war verschwitzt. Da sie jedoch gewusste hatte, dass es nur ein Traum war, hatte sie keine Angst und schrie nicht, doch sie holte zischend Luft und zog die Beine an, als sie die Gestalt am Fußende des Bettes bemerkte.

„Pssst“, machte die Gestalt am anderen Ende des Bettes und als sich Lilys Augen an das Dämmerlicht des frühen Morgens gewöhnt hatten, erkannte sie Naomi, die mit angezogenen Beinen auf Lilys Decke hockte.

„Er ist da“, flüsterte Naomi. „Zieh dich an.“ Naomi hatte sich in der Woche seit dem ersten Traum sehr merkwürdig benommen, sie war sehr vorsichtig und schweigsam, was bei Naomi, die laute Explosionen über alles in der Welt liebte, sehr beunruhigend war. Doch Lily zögerte nicht. Vielleicht lag es daran, dass alle ihre Freunde komische Angewohnheiten hatten. Sie schlüpfte unter der Decke hervor und war in wenigen Minuten fertig angezogen. Ein flüchtiger Blick auf die Uhr verriet Lily, dass es erst sechs Uhr war. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, doch ein trübes rotes Licht kündigte sie bereits an. Naomi fragte Lily über ihren Traum aus, erzählte aber nicht, woher sie wusste, dass „er“ da war und wer „er“ überhaupt war. Kurz vor der Galerie, die in die Eingangshalle führte, hob Naomi den Finger an die Lippen und bedeutete Lily, sich zu ducken. Fast auf allen Vieren schlichen sie zum Geländer der Galerie. Die Eingangshalle war leer, doch das Kristalltor zum Großen Saal stand offen und Lily spürte eine Anspannung, als würde sie nach jemandem Ausschau halten, mit dem sie zwar verabredet war, den sie aber nicht kannte. Einige Minuten hockten sie da und lauschten in die Stille, dann hörten sie Schritte. Schnelle doch sichere Schritte, die immer näher kamen. Lily glaubte, zwei Personen aus dem Westflügel und eine aus dem Ostturm kommen zu hören. Dann tauchte Professor Dumbledore auf einer schmalen Wendeltreppe, die aus dem Ostturm kam, auf und kurz darauf liefen Professor Pericul und Professor McGonagall über die breite Treppe. Lily drückte ihr Gesicht zwischen die bauchigen Geländerpfosten und machte sich gleichzeitig ganz klein. Das Eingangstor schwang auf, als Pericul und McGonagall gerade Dumbledore erreichten. Eine dunkle Gestalt löste sich aus dem trüben Grau des kalten Morgens und betrat die Eingangshalle. Lily sah nur den langen, schwarzen Umhang mit Kapuze, doch sie wusste, dass es der Mann aus ihren Träumen war. Er ging langsam über den schwarz-weiß gekachelten Boden und sah sich im Raum um, als wäre er ein Tourist, der ein Denkmal besichtigte.

„Es hat sich nichts verändert“, sagte er dann mit der zischelnden Stimme, die Lily aus ihrem Traum kannte.

„Gutes kann nicht verbessert werden, Mr. Riddle“, antwortete McGonagall und ihre Stimme klang schärfer, als Lily es je erlebt hatte.

„Ja, Hogwarts ist das Beste an ganz Großbritannien, daher zieht es mich immer wieder hierher“, erwiderte der Mann und trat neben Dumbledore.

„Professor Pericul, es freut mich, Sie am Leben zu sehen. Ich war richtig erschrocken, als ich hörte, dass sie in der amerikanischen Wildnis verschollen waren.“

„Sie bekommen meinen Posten nicht, Riddle. Außer, Sie versuchen mich selbst zu töten und auch dann habe ich Zweifel.“ Pericul wirkte wütend, fast unbeherrscht, etwas, das Lily dem Lehrer nicht zugetraut hätte, und anscheinend dachte Dumbledore genauso. Er trat einen halben Schritt zur Seite und griff nach Periculs Arm, um ihn leicht nach hinten zu ziehen, so manövrierte er sich zwischen den Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und den Neuankömmling.

„Ich habe dir schon letztes Jahr gesagt, dass ich dich für den Posten eines Lehrers für ungeeignet halte, Tom. Wieso kommst du mitten im Schuljahr wieder, obwohl kein Posten frei geworden ist?“

Der Mann im schwarzen Umhang drehte sich zu Dumbledore um und Lily musste sich auf die Lippen beißen, als sie das letzte Mosaik ihres Traums erkannte.

„Ich habe mir deine Einschätzung zu Herzen genommen, Albus. Ich strebe nicht mehr danach, Lehrer zu werden, ich habe neue Ziele. Doch ich habe gehofft, in meiner einzigen Heimat etwas willkommener zu sein. Ich wollte darum bitten, hier im Schloss einige Experimente durchführen zu dürfen. Doch ich glaube, du wirst mir diese Bitte abschlagen.“

„Da hast du recht, Tom. Ich kann es nicht verantworten, dich in der unmittelbaren Nähe meiner Schüler experimentieren zu lassen.“ Der schwarze Mann nickte langsam, die Fingerspitzen vor der Brust zusammengelegt.

„Dem werde ich mich wohl fügen müssen. Doch eins möchte ich dir noch sagen, Albus, und dies ist keine Bitte“, antwortete der Mann ruhig, doch in seiner Stimme lag plötzlich erschreckende Kälte.

„Nenn mich Lord Voldemort.“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Selbst Muggel wie wir sollten diesen freudigen, freudigen Tag feiern! Jenen nämlich, da sich der Londoner Verlag Bloomsbury entschloss, die Manuskripte der britischen Autorin Joanne K. Rowling zum Druck anzunehmen und sie der breiten, nichtmagischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Susanne Gaschke, Die Zeit