Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und Gefühle... - Neue Pläne

von Dracodormiens

17. Neue Pläne

Als Hermine am nächsten Morgen aufwachte, spürte sie Dracos Atem an ihrer Schulter. Sein Arm lag um ihre Taille und ein Bein über ihren, wie immer, wenn sie neben ihm aufwachte. Hermine brauchte verschlafen einen Moment, um herauszufinden, warum trotzdem etwas anders war als sonst, bis sie bemerkte, dass sie beide nackt waren. Beim Gedanken an die vergangene Nacht lächelte sie versonnen. Jetzt regte sich auch Draco. „Guten Morgen“, gähnte er verschlafen und zog sie näher. Sie fuhr zärtlich mit dem Finger seine Brust hinab. „Wir sollten aufstehen...“ murmelte sie. „Um zehn haben wir diesen Termin in Muncaster...“ Draco vergrub das Gesicht in ihren Haaren. „Dann hör lieber auf, mich so zu berühren...“ seufzte er. Sie grinste und zog die Hand weg, doch er ergriff sie und legte sie wieder auf seinen Bauch. „Du weißt auch nicht, was du willst, oder?“ lachte Hermine. Energisch befreite sie sich aus seiner Umarmung und sprang auf. Draco wollte sich die Decke über den Kopf ziehen, aber sie war schneller und zog sie ihm weg. „Jeden Morgen das gleiche Theater...“ Hermines Blick glitt ein wenig bedauernd über seinen nackten Körper.
Doch bevor sie es sich anders überlegen und wieder ins Bett klettern konnte, klopfte es an der Tür. „Kaffee ist fertig!“ rief Sinead fröhlich von draußen. „Aufstehen, ihr Schlafmützen!“ Draco stöhnte gequält. „Armer Blaise. Du bist ja schon schlimm genug, aber Sineads Frühaufsteh-Tick ist wirklich krankhaft...“ „Blaise ist zum Glück nicht so ein notorischer Langschläfer wie du.“ stellte Hermine fest und zog sich an. Gähnend wankte Draco hinter ihr ins Wohnzimmer und schenkte sich mit halb geschlossenen Augen eine Tasse Kaffee ein. Sinead musterte ihn belustigt. „Wir kommen auch mit nach Muncaster.“ sagte sie. „Hat ja keinen Zweck mit der Truhe so, und acht Augen sehen mehr als vier - vorausgesetzt, Draco bekommt seine Augen bis dahin überhaupt auf. Der Bus fährt um halb zehn.“

Um die Mittagszeit wurden sie aus dem Archiv hinausgeworfen, ihre Zeit war um. Langsam schlenderten sie den Berg hinab, auf dem das Schloss stand. „Wo genau ist denn diese Höhle, in der dein Vater die Truhe gefunden hat?“ fragte Blaise. „Auf der anderen Seite. Aber es gibt sie nicht mehr, sie ist ja eingestürzt. Soll ich es euch trotzdem zeigen?“ „Ja, vielleicht finden wir ja dort noch irgendeinen Hinweis.“ „Das glaube ich kaum, der halbe Berg liegt darauf...“ Sinead führte die drei trotzdem auf einem kaum sichtbaren Pfad um den Berg herum. Über ihnen ragte das Schloss auf. Dann machte sie halt. „Hier war es. Es ist zu gefährlich, weiterzugehen.“ Die drei betrachteten den Abhang, der voller Geröll und Felsen lag. „Wie ist dein Vater da bloß rausgekommen?“ Hermine schauderte unwillkürlich. „Er hatte riesiges Glück...“, meinte Sinead nachdenklich. „Damals hatten wir einen Hund, den hatte er dabei, und Spikey hat das Unglück anscheinend schon vorher gespürt und ist rechtzeitig aus der Höhle gerannt und hat dann nach dem Erdrutsch Hilfe geholt. Die Höhle selbst ist zum Glück nicht völlig eingestürzt, nur der Eingang. Nachdem die Rettungskräfte meinen Vater befreit hatten, ist der Eingang, den sie wieder freigelegt hatten, gleich absichtlich nochmal verschüttet worden, damit niemand mehr in die Höhle kann.“ Einen Augenblick lang betrachteten die vier noch den Abhang, dann wandten sie sich wieder zum Gehen.

Zum Mittagessen gingen sie wie immer ins Pub, danach setzten sie sich in den Garten und beschäftigten sich wieder mit der Truhe. Einige vielversprechende Zaubersprüche hatten sie im Archiv gefunden, aber auch die probierten sie vergeblich aus. Frustriert warf Draco seinen Zauberstab auf den Tisch und lehnte sich zurück. „So wird das nie was!“ Er betrachtete nachdenklich den Tisch, ohne ihn wirklich zu sehen, bis Hermine ihm mit der Hand vor den Augen herumwedelte. „Erde an Draco! Lässt du uns an deinen tiefschürfenden Gedanken teilhaben?“
Draco schaute sie an, dann Blaise. „Malfoy Manor“, sagte er langsam. „Wir haben eine riesige Bibliothek, in der auch schwarzmagische Bücher stehen. Die normalen Zauber helfen uns hier mit Sicherheit nicht weiter. Das ganze Ding ist schwarzmagisch, das müssen wir auch schwarzmagisch öffnen. Lasst uns nach Malfoy Manor gehen!“ Die drei sahen ihn überrascht an. Sinead wirkte auf einmal sehr traurig, doch sie war die erste, die sprach. „Das klingt nach einer guten Idee. Ich wünsche euch viel Erfolg...“ Dann stand sie auf und verschwand schnell im Haus.
Hermine stieß Blaise in die Seite. „Na los, hinterher.“ Er sprang auf und folgte Sinead ins Haus.

Hermine schaute Draco an. „Euer Haus wird bestimmt vom Ministerium überwacht... schließlich könnte dein Vater dort auftauchen.“ Draco schüttelte den Kopf. „Das mag sein, aber das ist kein Problem. Es gibt einen Geheimgang. Und sofern man Hauselfen trauen kann, kennt Lucius ihn nicht. Und ich glaube auch nicht, dass er so dumm wäre, ausgerechnet nach Hause zu fliehen...“ Wie jedesmal, wenn die Rede von seinem Vater war, wurden seine Augen dunkler, als ob ein Schatten über sein Gesicht fiele. Hermine schaute ihn nachdenklich an, aber anscheinend wollte er nicht darüber reden. Sie nahm wortlos seine Hand.

Blaise fand Sinead in ihrem Zimmer, wo sie auf dem Bauch auf dem Bett lag und das Gesicht im Kissen vergraben hatte. Er setzte sich neben sie und streichelte ihren Rücken. „Kannst du wirklich nicht mitkommen?“ fragte er leise. Sie drehte sich um und setzte sich auf. „Das würden meine Eltern nie erlauben...“ sagte sie traurig. Er legte die Arme um sie, und sie vergrub das Gesicht an seiner Schulter. „Ich werde dich vermissen...“ flüsterte Blaise ihr ins Ohr. Sie schniefte ein bisschen. „Wann wollt ihr abreisen?“ Blaise zögerte. „Wie ich Draco und Hermine kenne, wahrscheinlich gleich morgen...“ Sinead schluckte. „Diese Münzen...“ sagte sie. „Meinst du, Hermine macht mir auch eine?“ „Bestimmt“, nickte Blaise. Er zauderte einen Augenblick. „Willst du nicht wenigstens versuchen, deine Eltern zu fragen, ob du mitkannst? Schließlich hast du Ferien...“ Sie zuckte die Schultern. „Versuchen kann ich es, aber ich hab da wenig Hoffnung. Schon gar nicht, wenn ich erzähle, worum es geht und dass es gefährlich ist, und belügen möchte ich sie ungern.“ Blaise nickte. „Kommst du wieder mit in den Garten?“ fragte er dann. Sie seufzte und nickte.

Als sie wieder alle vier beisammen waren, richtete Hermine ihren Zauberstab noch einmal auf die Truhe. „Duplicare!“ sagte sie, und sofort standen zwei Truhen auf dem Tisch. „Damit deine Eltern nicht merken, dass wir sie mitnehmen“, meinte sie. Sinead brachte die falsche Truhe zurück ins Museum. Dann schaute sie auf die Uhr. „Heute muss ich wieder arbeiten...“ seufzte sie. „Sehe ich euch morgen noch, bevor ihr disappariert?“ Hermine umarmte sie. „Schade, dass du nicht mitkommen kannst. Du warst bisher schon eine große Hilfe, und außerdem haben wir dich echt gern. Du wirst uns fehlen!“ Draco nickte zustimmend. Sinead wurde rot. Blaise legte den Arm um ihre Schultern. „Hermine, kannst du Sinead auch so eine Münze machen?“ fragte er. Hermine nickte. „Natürlich, kein Problem. Wir kommen morgen noch mal vorbei, bevor wir abreisen, dann bring ich sie dir.“ Unschlüssig standen sie einen Moment herum. „Tja, dann... Wir müssen noch packen...“ sagte Hermine dann. Sinead nickte nur traurig. Nach einer letzten Umarmung disapparierten Blaise, Draco und Hermine zum Zelt.

Nachdem sie gepackt und etwas gegessen hatten, verschwand Blaise in seinem Zimmer. Draco und Hermine kuschelten sich auf der Couch aneinander. „Hoffentlich finden wir in eurer Bibliothek einen Hinweis...“ seufzte Hermine. „Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass das Horcrux in dieser Truhe ist. Es macht mich ganz wahnsinnig, dass wir so nah dran sind und trotzdem nicht rankommen.“ Draco drückte sie an sich. Er war sich nicht ganz so sicher, wie er behauptet hatte, dass Lucius nicht versuchen würde, nach Malfoy Manor zu kommen. Vielleicht vermutete er seinen Sohn dort. Doch schwarzmagische Hinweise schienen ihm inzwischen die einzige Möglichkeit, die sie noch hatten, und die gab es in solcher Menge nun mal nur in der Bibliothek seines Vaters. Ach, sie waren schließlich zu dritt, sie würden schon mit Lucius fertig werden, sollte er tatsächlich dort auftauchen, dachte er.

Hermine schien seine Gedanken zu lesen. „Ob dein Vater den Geheimgang wirklich nicht kennt? Oder vielleicht gibt es noch mehr, die wiederum du nicht kennst. Ich finde, wir sollten uns nicht darauf verlassen, sondern auf jeden Fall vorsichtig sein. Aber ich bin schon sehr gespannt auf euer Haus.“ lächelte sie. Draco grinste. Einen Moment lang kam etwas von seiner alten Arroganz zum Vorschein, als er sagte: „Ich kann versprechen, du wirst beeindruckt sein...“ Vor seinem geistigen Auge tauchte das große alte weiße Herrenhaus auf. Doch dann seufzte er. Sein Blick verfinsterte sich. „Ich werde nie wieder dort einziehen können, auch wenn der Dunkle Lord besiegt ist.“ sagte er. „Schließlich hat Lucius Narcissa verstoßen und enterbt.“ Zum ersten Mal kam ihm zum Bewusstsein, dass er eigentlich obdachlos war. So lange der Dunkle Lord am Leben und Lucius auf freiem Fuß war, konnte Narcissa sich nicht um ein neues Zuhause bemühen, sondern musste sich verstecken. Hermine nahm ihn in den Arm. „Wir schaffen das schon.“ murmelte sie. Er erwiderte ihre Umarmung. Eine Weile saßen sie schweigend da und hingen ihren Gedanken nach. Plötzlich richtete Hermine sich auf. „Oh nein!“ „Was ist los?“ fragte Draco erschrocken. Sie sah ihn an. „Das Ministerium hat euer Haus doch bestimmt durchsucht, als dein Vater nach Azkaban geschickt wurde. Sind die Bücher überhaupt noch da?“ Doch Draco grinste nur. „Meinst du wirklich, die stehen da offen herum? Das Ministerium hat kein einziges gefunden.“ Sie runzelte ein bisschen die Stirn darüber, dass das Zaubereiministerium ausgetrickst worden war, aber in diesem speziellen Fall war es zu ihrem Vorteil.

„Schade, dass Sinead nicht mitkommt.“ sagte sie dann. Draco nickte. Obwohl Sinead so in Panik geraten war über sein Dunkles Mal, mochte er das Mädchen wirklich gern. „Irgendwie passt sie zu uns. Und es tut mir auch echt leid für Blaise.“ Hermine schaute zu Blaises Zimmertür hinüber. „Ob wir ihn irgendwie ablenken sollten? Aber erstmal mache ich jetzt die Galleone für Sinead.“ Sie holte ihre eigene aus der Tasche und duplizierte sie. Dann verzauberte sie die neue Münze ebenfalls mit dem Proteus-Spruch und reichte sie Draco. „Schreib mir mal was, ich möchte sehen, ob sie funktioniert.“ Auf ihrer eigenen Münze erschien kurz darauf: Du bist die begabteste Hexe, die ich kenne. Hermine wurde rot. „Ok, sie funktioniert“, sagte sie und lächelte Draco an, bevor sie aufstand und an Blaises Tür klopfte.

„Blaise?“ Ein gegrummeltes „Herein!“ ertönte von drinnen. Hermine öffnete die Tür einen Spalt und steckte den Kopf ins Zimmer. Blaise lag auf dem Bett und starrte an die Decke. „Ich hab die Münze für Sinead fertig.“, sagte Hermine. „Kommst du zu uns, Exploding Snap spielen?“ Blaise schüttelte den Kopf. „Keine Lust heute.“ Er sah auf die Uhr und richtete sich auf. „Der Pub macht gleich zu. Ich glaube, ich appariere nochmal ins Dorf.“ Hermine gab ihm die Münze. Nachdem er verschwunden war, wandte sie sich zu Draco. „Und wir? Spielen wir alleine?“ Draco grinste und kam auf sie zu. „Ich hätte da noch eine andere Idee...“ Er hob sie hoch und trug sie in ihr Zimmer.
Dort setzte er sie vorsichtig auf dem Bett ab. Hermine lächelte ihn an, ließ sich zurückfallen und zog ihn mit sich. Während er sie zärtlich küsste, begannen ihre Finger nach den Knöpfen seines Hemdes zu tasten. Er hob den Oberkörper ein wenig, um ihr das Knöpfen zu erleichtern, hörte aber nicht auf, sie zu küssen. Sie fuhr mit der Hand anerkennend über seine angespannten Bauchmuskeln. Dann drückte sie ihn zur Seite, bis er neben ihr lag, richtete sich ein wenig auf und begann, mit den Lippen seinen Hals hinabzuwandern. Er schloss die Augen und genoss ihre sanften Küsse. Leise stöhnte er auf, als ihre Zunge seine Brustwarze anstupste. Seine Hände bewegten sich wie von selbst zu ihrem T-Shirt und zogen es ihr über den Kopf. Dann glitten sie über ihren Rücken und machten Halt an ihrem BH-Verschluss. Er löste sich kurz von ihr, um mit einem Schlenker seines Zauberstabs das Licht zu löschen und einige Kerzen zu entzünden. Im flackernden Kerzenlicht lächelte sie ihn an.
„Der kühle, beherrschte Draco Malfoy ganz romantisch?“ Er grinste. „Nur weil du im Kerzenlicht noch schöner aussiehst als sowieso schon...“ Dann drehte er sie mit einem Ruck auf den Rücken und rollte sich halb über sie. Er sah ihr ernst in die Augen. „Ich liebe dich...“ flüsterte er. Ihre Hände wanderten zu seinem Hosenbund und öffneten den Knopf. „Ich liebe dich auch...“ Draco stöhnte leise unter ihrer Berührung, als sie auch den Reißverschluss öffnete und ihm die Hose abstreifte. Seine Hände zitterten leicht, als er das gleiche mit ihrer Jeans tat. Er richtete sich ein wenig auf und betrachtete sie. „Du bist wunderschön...“ flüsterte er leise. Sie schloss die Augen und genoss die Gefühle, die seine Zunge und Hände in ihr hervorriefen.

Als die Kerzen fast heruntergebrannt waren, lagen sie erschöpft nebeneinander. Hermines Zeigefinger fuhr zärtlich die Narbe von Harrys Sectumsempra entlang. Draco hatte einen Arm unter ihren Nacken geschoben und zog sie nun näher, bis ihr Kopf auf seiner Brust lag. Schläfrig murmelte sie: „Wir sollten die Kerzen ausmachen...“ Draco griff nach seinem Zauberstab und ließ die Kerzen verschwinden. Er zog die Decke über sie, und sie schliefen ein.

Am nächsten Morgen erwachte Hermine wie immer von Kaffeeduft. „Wollte Blaise nicht bei Sinead übernachten?“ murmelte sie verschlafen. Draco grummelte nur und zog sich die Decke über den Kopf. Hermine stand auf und zog sich an. Überrascht stand sie dann im Wohnzimmer. Nicht Blaise, sondern Sinead stand dort am Kamin und kochte Kaffee, und neben der Tür stand ein Rucksack. „Heißt das, du kommst mit?“ rief Hermine. Sinead drehte sich um und strahlte. „Ja, ich darf!“ Sie fiel Hermine um den Hals. „Draco, aufstehen!“ rief Hermine laut. „Besuch!“ Nur in Boxershorts erschien Draco in der Tür und starrte erstaunt auf Sinead und ihren Rucksack. Dann sah er an sich herab und verschwand schnell wieder im Zimmer, um sich etwas anzuziehen. Sinead grinste. Draco tauchte wieder auf und begrüßte Sinead ebenso erfreut wie Hermine. Jetzt kam auch Blaise breit grinsend aus seinem Zimmer und knöpfte sein Hemd zu. Er legte den Arm um Sinead. „Na, wie hab ich das gemacht?“ fragte er. „Du?!“ fragte Hermine erstaunt. Wenn das möglich war, wurde Blaises Grinsen noch breiter. „Mein umwerfender Charme hat Sineads Mutter überzeugt.“ Sinead knuffte ihn in die Seite. „Vermutlich lag es auch daran, dass mein Bruder gestern abend überraschend zu Besuch gekommen ist.“ bemerkte sie trocken. „Glück muss der Mensch haben... Angus kann mich im Pub vertreten, und meine Eltern waren sowieso in guter Stimmung, weil er gekommen ist. Und außerdem haben wir ihnen natürlich nicht gesagt, dass es gefährlich werden könnte. Aber ich muss zugeben, Blaise kann sehr charmant sein, wenn er will...“ Blaise hob sie hoch und schwenkte sie im Kreis. „Jedenfalls freuen wir uns alle, dass du mitkommen kannst.“ lachte er.

Nach dem Frühstück sprangen Draco und Hermine noch einmal schnell unter die Dusche. Dann räumten sie das Gepäck aus dem Zelt und begannen, es abzubauen. Nachdem sie die Rucksäcke leichter gezaubert hatten, sahen Blaise und Hermine Draco auf einmal ratlos an. Jetzt wurde auch ihm plötzlich das Problem klar, und er fluchte. Nur Blaise und Hermine konnten apparieren, aber beide wussten nicht, wo Malfoy Manor war und hatten keine Vorstellung, wie es aussah. „Warum haben wir da nicht eher dran gedacht?!“ Hermine setzte sich unter einen Baum. „Wo ist denn euer Haus?“ „In Wiltshire...“ Hermine überlegte. „Wir müssen wohl irgendwo in die Nähe apparieren und den Rest des Weges auf Muggelart zurücklegen. Aber ich war auch noch nie in Wiltshire...“

„Oxford“, sagte Blaise. „Auch wenn man da noch nicht war, das kann man sich wenigstens vorstellen.“ Hermine nickte. „Ok, Oxford. Hinter dem Balliol College.“ Blaise nahm mit Draco die Truhe. Sinead ergriff Hermines Arm. „Bis gleich!“ Blaise drehte sich, und die beiden Jungen verschwanden mit einem leisen Plopp. Hermine und Sinead folgten ihnen. Als sie in einer kleinen Oxforder Seitenstraße wieder auftauchten, richtete Hermine als erstes ihren Zauberstab auf die Truhe. „Warum schleppen wir das unhandliche Ding eigentlich so herum? Reducio!“ Doch nichts geschah. Verblüfft sah Hermine die Truhe an und kickte dann ärgerlich mit dem Fuß dagegen. „Das blöde Ding ist aber auch gegen alles geschützt!!“ Also nahmen Draco und Blaise wieder die Handgriffe der Truhe, und das Quartett machte sich auf den Weg Richtung Bahnhof.

„Heute geht aber auch alles schief!“ schimpfte Hermine dann, nachdem sie mit Sinead den Fahrplan studiert hatte. „Hier gibt es nur eine einzige Bahnlinie, und die führt nach Norden... Das ist doch unglaublich! Sind wir hier in England oder in der Wüste?!“ „Ok, wo ist der Busbahnhof?“ seufzte Sinead und warf einen Blick auf den Stadtplan. Dann stöhnte sie auf. „Das darf nicht wahr sein!“ Die beiden Jungen, die die Truhe schleppen mussten - sie ließ sich natürlich auch nicht leichter zaubern - waren ziemlich außer Atem, als sie endlich am Busbahnhof angekommen waren, der ein ganzes Stück vom Bahnhof entfernt lag. Draco verfluchte sein langärmeliges Hemd, denn es war ein recht heißer Sommertag. „So, wo müssen wir jetzt eigentlich hin?“ fragte Hermine, als sie vor dem Fahrplan standen. Draco sah etwas ratlos auf die Karte von Großbritannien, die neben dem Plan hing. „Äh...“ Er deutete mit dem Finger auf die Grafschaft Wiltshire. „Also, da irgendwo...“ Hermine verdrehte die Augen, während Blaise sich auf die Truhe fallen ließ. Sinead setzte sich auf seinen Schoß und sah Draco ungläubig an. „Du musst doch wissen, wo du wohnst!“ Draco zuckte entschuldigend die Schultern. „Das Manor liegt ziemlich einsam, und die nächsten Ortschaften sind reine Muggelorte, da haben mich die Namen nie interessiert... Und ich musste auch noch nie mit Muggelverkehrsmitteln anreisen!“ Er betrachtete wieder die Karte. Dann tippte er auf einen Punkt. „Das müsste der Fluss sein, der in der Nähe vorbeifließt. Der Avon.“ „Ein Fluss ist lang...“ seufzte Blaise. Draco runzelte die Stirn und dachte angestrengt nach. „Also, wenn ich es mir so überlege, der Name Amesbury kommt mir irgendwie bekannt vor. Keine Angst, wenn ich die Landschaft sehe, finde ich mich zurecht...“ versuchte er die anderen zu beruhigen. Etwas skeptisch sahen sie ihn an, aber dann kaufte Hermine achselzuckend vier Fahrkarten nach Amesbury.

Sie hatten noch etwa eine Stunde Zeit, bis der Bus abfuhr. Draco prägte sich währenddessen die Landkarte genauer ein, während Hermine, Blaise und Sinead im Schatten saßen und sich Luft zufächelten. Hermine kannte zwar einen Kühlungszauberspruch, aber der Busbahnhof war zu belebt zum Zaubern. Endlich war es soweit. Sie achteten darauf, ihr Gepäck selbst im Gepäckraum zu verstauen, damit der Fahrer nicht merkte, dass die Rucksäcke viel zu leicht für ihre Größe waren.
Dann suchten sie sich Plätze. Die Fahrt dauerte knapp zwei Stunden. Mittlerweile war es Nachmittag, und alle hatten Hunger. In Amesbury machten Draco und Blaise deshalb zum ersten Mal Bekanntschaft mit einer Dönerbude. Ein bisschen misstrauisch betrachteten sie das gefüllte Fladenbrot, aber dann mussten sie zugeben, dass es ihnen tatsächlich schmeckte.

Als sie satt waren, machten sie sich auf den Weg. Draco war sich sicher, dass Malfoy Manor nördlich von Amesbury lag und ziemlich dicht am Fluss, also marschierten sie den Avon entlang. „Schade, dass wir flussaufwärts müssen.“ seufzte Sinead. „Mit einem Kajak oder so würde es schneller gehen.“ Als sie aus der Stadt heraus waren, begann Draco sich aufmerksam umzusehen. Die hügelige Landschaft war wunderschön, aber noch kam ihm nichts bekannt vor. Nach etlichen Kilometern bestanden Hermine und sogar die sportlichere Sinead auf einer Pause. Auch die Jungen waren froh, die Truhe einmal absetzen zu können. Sie reagierte zwar wenigstens auf Locomotor, den sie benutzten, seit sie außer Sichtweite der Stadt waren, aber einen Gegenstand über weitere Strecken damit zu transportieren, erforderte sehr viel Konzentration.

„Was schätzt du denn, wie weit es noch ist?“ schnaufte Hermine und lehnte sich erschöpft an Draco. „Schaffen wir das heute noch?“ Draco zuckte die Schultern. „Ich weiß es nicht genau. Ein Stück sollten wir auf jeden Fall noch gehen, vielleicht ist es ja gar nicht mehr so weit. Sonst bauen wir eben das Zelt noch einmal auf...“ Schweigend verschnauften sie noch eine Weile, bis sie sich wieder aufrappelten. Doch als sie nach einer weiteren Stunde immer noch nicht da waren, streikten die Mädchen. „Wir bauen jetzt das Zelt auf!“ Hermine und Sinead ließen ihre Rucksäcke fallen. Die Jungen gaben nach, obwohl Draco es kaum erwarten konnte, nach Malfoy Manor zu kommen.

Hermine und Sinead schlüpften in ihre Badeanzüge und sprangen zur Abkühlung in den Avon. Doch die Strömung schien ihnen doch ein wenig zu stark, so dass sie bald wieder an Land kletterten. Nach einem kargen Abendessen - sie hatten ja damit gerechnet, am Abend schon in Malfoy Manor zu sein und von Hauselfen verwöhnt zu werden - saßen sie noch ein bisschen vor dem Zelt an einem rasch entzündeten Lagerfeuer, doch schon bald verabschiedeten die Mädchen sich gähnend ins Bett. Draco und Blaise blieben noch eine Weile sitzen, dann löschten sie das Feuer und folgten ihren Freundinnen.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich war völlig panisch. Meine Eltern tanzen beide sehr gut, haben mir das aber anscheinend nicht vererbt. Alle Kids hatten etwa drei Wochen Zeit, um die Tänze einzuüben, aber weil ich so viele andere Szenen drehen musste, blieben mir nur ganze vier Tage. Sobald ich die Schritte halbwegs kapiert hatte, kam ich völlig aus dem Takt. Zum Glück soll Harry gar kein toller Tänzer sein.
Daniel Radcliffe über die Vorbereitungen zu den
Ball-Dreharbeiten