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Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und Gefühle... - Endlich

von Dracodormiens

Da meine Charaktere zur Zeit sehr widerborstig sind, musste ich auf Wunsch meiner Beta zwischendurch mal eine Minigeschichte über Draco schreiben, vielleicht interessiert die ja jemanden von euch... Heißt "Draco im Fitnessstudio"

19. Endlich

Am nächsten Morgen erwachte Hermine, als Toady die Vorhänge des Himmelbetts zur Seite zog und ihr der Duft von frischem Kaffee und Toast in die Nase stieg. Sie seufzte genießerisch. „Guten Morgen, Miss, haben Sie gut geschlafen?“ fragte Toady höflich. Hermine lächelte die Hauselfe an.

„Wunderbar, danke.“ Sie drehte sich zur Seite. „He, Draco, aufwachen, Frühstück!“ Draco grummelte. „Du hast mich auch schon mal liebevoller geweckt...“ Sie lachte, beugte sich über ihn und gab ihm einen Kuss. „Schon besser.“ Er öffnete halb die Augen. „Hallo, Toady.“ gähnte er. Hermine goss ihm eine Tasse Kaffee ein, die er dankbar entgegennahm. „Warum bist du schon am frühen Morgen so gut gelaunt?!“ fragte er sie. Sie zuckte die Schultern. „Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich es im Gefühl, dass wir heute endlich Erfolg haben.“ Sie trank ihren Kaffee aus, während Toady ein wenig Ordnung im Zimmer machte. „Gibt es nicht irgendeinen Zauber gegen Morgenmuffeligkeit?“ fragte sie nachdenklich in den Raum hinein und betrachtete Draco, der mit halb geschlossenen Augen seinen Kaffee schlürfte und keinerlei Anstalten machte, sich in absehbarer Zeit aus dem Bett zu bewegen. Toady hielt inne. „Natürlich, Miss. Expergiscor.“ antwortete sie beiläufig und fuhr dann fort, den Kaminsims abzustauben. Erstaunt sah Hermine sie an. Dann richtete sie ihren Zauberstab auf Draco. Nachdem sie den Spruch gesagt hatte, öffnete der weit die Augen und sprang aus dem Bett. „Hattest du nicht grad gesagt, heute schaffen wir es bestimmt? Wie wollen wir es schaffen, wenn wir nicht endlich anfangen?“ rief er tatendurstig. Grinsend folgte Hermine ihm zu Blaises und Sineads Zimmer, nachdem sie sich rasch angezogen hatten. Draco pochte energisch gegen die Tür. „Wir sind schon mal im Keller, ihr könnt ja nachkommen, wenn ihr wach seid, ihr Langschläfer!“ Er bemerkte Toadys verstohlenes Lächeln nicht und rannte mit Hermine im Schlepptau die Treppen hinab.

Doch im Keller standen die beiden Frühaufsteher Blaise und Sinead bereits vor der Truhe. „Relino!“ sagten sie soeben gleichzeitig. Dann seufzte Sinead. „Vielleicht ist der Keller doch nicht der richtige Ort.“ Hermine legte ihr den Arm um die Schultern. „Nicht aufgeben! Ich hab es im Gefühl, dass es heute klappt...“ wiederholte sie. Sie probierten es noch eine Weile weiter, alle Zaubersprüche, die sie kannten, mal Blaise und Draco, mal Sinead und Hermine, mal Draco und Hermine. Schließlich richteten alle vier gleichzeitig ihre Zauberstäbe auf die vier Ecken der Truhe. „Nochmal der von gestern?“ fragte Blaise. Sie nickten und konzentrierten sich. „Levioperculum!“ riefen sie im Chor. Nichts geschah, und frustriert ließen sie ihre Zauberstäbe sinken. Doch plötzlich knirschte es. Erstaunt drehte Hermine sich zur Tür um, doch Sinead deutete auf die Truhe. „Da!“ rief sie aufgeregt. Fasziniert beobachteten die vier, wie sich der Deckel langsam hob. Hermine nahm unwillkürlich Dracos Hand, doch dann ließ sie sie wieder los und griff stattdessen nach dem Basiliskenzahn. Zögernd trat sie näher an die Truhe heran. Der Keller war ziemlich dunkel. Blaise und Sinead leuchteten ihr mit ihren Zauberstäben. Doch die Truhe wirkte auf den ersten Blick leer. Erstaunt musterte Hermine das Innere der Truhe. Dann bewegte sie vorsichtig ihren Zauberstab hinein. Er stieß auf einen Widerstand. „Da ist etwas Unsichtbares drin!“ Sie hob den Basiliskenzahn über den Kopf, doch dann hielt sie inne. Sie sah Draco an. „Willst du es tun? Ohne dich wären wir nie so weit gekommen, du hast ein Recht dazu.“ Er sah sie erstaunt an, doch dann nickte er langsam und nahm den Zahn, den sie ihm entgegenhielt.

Doch bevor er ihn in die Truhe hinabstoßen konnte, ertönte eine zischende Stimme. Sie klang teils wie die von Voldemort, teils wie die von Lucius Malfoy. Eine dünne Rauchsäule stieg empor. „So, Draco, der Zeitpunkt ist endlich gekommen...“ sagte die Stimme. „Sag deinen Freunden, dass du sie die ganze Zeit belogen hast... Sag dem Schlammblut, dass du es nur ausgenutzt hast... lache dabei, Draco...und dann töte sie, Draco, töte sie... Sag ihnen, dass du sie verraten hast, nicht mich...“ Entsetzt sah Draco seine Freunde an. Sie würden der Stimme doch nicht glauben? Insgeheim hatte er nach wie vor Angst, dass sie ihm nicht genügend vertrauten... Die Stimme lachte schrill. „Na los, Draco, bring es hinter dich... Du wirst doch nicht etwa Gefühle für ein Schlammblut entwickelt haben? Wie tief bist du gesunken?“ Jetzt klang die Stimme eindeutig wie die von Lucius. „Du Versager... immer war das Schlammblut besser als du... bestrafe sie dafür, Draco...“

Draco hob die Arme und umklammerte den Zahn fest mit beiden Händen. Die anderen drei beobachteten ihn schweigend. Hermine hätte ihm gern versichert, dass sie ihm vertrauten, doch instinktiv wusste sie, dass er diesen Kampf allein ausfechten musste. Endlose Sekunden verstrichen. Die Stimme aus der Truhe fuhr fort, Draco aufzustacheln und zu versuchen, Misstrauen zu säen. Plötzlich fuhr der Zahn herab, und die Stimme brach mitten im Wort ab. Ein hohes Kreischen ertönte und verklang dann langsam. Draco ließ den Zahn fallen und starrte ins Leere. Langsam ging Hermine auf ihn zu. Sie legte die Arme um seinen Hals und ließ den Kopf an seine Schulter sinken.

Er hielt sie fest umklammert. Blaise legte ihm eine Hand auf die Schulter und zog mit der anderen Sinead näher an sich heran. So standen sie einen Augenblick lang schweigend, bis sie endlich realisierten, dass sie tatsächlich ein Horcrux zerstört hatten. Langsam breitete sich ein Lächeln auf Sineads Gesicht aus. „Wow!“ flüsterte sie. „Wir haben es wirklich geschafft!“ Sie löste sich von Blaise und fiel Draco um den Hals. Der schien aus einer Art Trance zu erwachen. „Geschafft?“ murmelte er leise. Hermine strahlte ihn an. „Du hast es geschafft!“ Hermine und Sinead fassten sich an den Händen und führten einen Indianertanz um die beiden Jungen herum auf. Blaise grinste breit, und jetzt stahl sich auch auf Dracos Gesicht ein zaghaftes Lächeln. „Wollen wir nicht an einem etwas gemütlicheren Ort feiern?“ fragte er endlich, als Hermine und Sinead gar nicht mehr aufhören wollten mit ihrem Freudentanz. Außer Atem und lachend hielten die beiden inne.

„Hast recht“, schnaufte Hermine. Hand in Hand in Hand in Hand liefen die vier die Treppe zur Bibliothek hinauf. Hermine ließ sich in einen Sessel sinken und holte ihre Galleone aus der Tasche. „Wir müssen unbedingt sofort Harry Bescheid sagen.“ Sie begann eine Nachricht zu senden. Wenig später wurde ihre Münze heiß. Sie las Harrys Antwort laut vor.

Ihr seid großartig!!!! Kommt ihr zu uns, um weitere Pläne zu machen?

Hermine sah die anderen an. Sie hatte noch einen kleinen Plan im Hinterkopf. „Heute abend?“ fragte sie die anderen. „Ich würde hier gern noch eine Kleinigkeit nachschlagen. Und vielleicht finden wir hier in der schwarzmagischen Abteilung auch noch Hinweise für die anderen beiden Gruppen.“ Die drei nickten, obwohl Draco sich ein bisschen wehmütig umsah. Vermutlich war er zum letzten Mal hiergewesen... Aber er bestätigte: „Heute abend.“ Hermine schickte Harry eine Nachricht.

Prima! Wir freuen uns auf euch. Die anderen drei kommen auch, und Fred löst dann schon mal George ab. Die DA mal wieder komplett..., antwortete der.

Dann ließen die vier sich von Toady ein Festmahl in der Bibliothek servieren. Nach dem Essen schliefen Sinead und Blaise vollgefuttert in ihren Sesseln ein. Hermine setzte sich auf Dracos Schoß und lehnte ihre Stirn an seine. „Du warst großartig.“ flüsterte sie. „Ich hoffe, ich muss nicht extra betonen, dass wir kein Wort davon geglaubt haben, dass du uns verraten hättest...“ Draco zog sie näher an sich. „Es war alles eine Frage des gegenseitigen Vertrauens...“ sagte er leise. „Nur weil wir uns alle vertrauen, konnte ich es zerstören.“ Eine Weile saßen die beiden schweigend und aneinandergeschmiegt in einem Sessel. Endlich stand Hermine auf. „Ich wollte ja noch etwas nachschlagen...“ murmelte sie entschuldigend und wanderte zu einem Regal hinüber. Sie zog einige Bücher heraus und setzte sich damit an den Tisch. Draco nahm sich ebenfalls ein Buch. Es war eins über Helga Hufflepuff, von dem er hoffte, dass es Harrys Gruppe helfen konnte. In Gedanken korrigierte er sich gleich darauf. Warum Harrys Gruppe? Was sie taten, half der gesamten Zaubererwelt. Er vertiefte sich in das Buch. Sie hatten zwar ein Horcrux zerstört, aber das war nur ein Schritt auf dem Weg zum endgültigen Ziel. Es blieben noch zwei Gründer-Horcruxe nach, und dann die beiden schwierigsten Teile - in der Schlange und in Voldemort selbst.

Plötzlich schrie Hermine so laut auf, dass Blaise und Sinead hochschreckten. Sie strahlte übers ganze Gesicht. Ihre Augen leuchteten. „Du kannst hier wohnen bleiben!“ rief sie. Verständnislos schaute Draco sie an. „Sag das noch mal.“ Sie erklärte: „ Normalerweise verliert man seinen Besitz nicht, wenn man nach Azkaban kommt. Ich habe aber gerade ein altes Gesetz entdeckt, das bisher noch nie angewendet worden ist. Wenn man aus Azkaban ausbricht, verliert man damit seinen Anspruch auf allen Besitz, und alles fällt an die nächsten Familienangehörigen! Wahrscheinlich ist es total in Vergessenheit geraten, Sirius war ja der erste, der es überhaupt geschafft hat, aus Azkaban zu fliehen. Eigentlich könnten deine Mutter und Andromeda Tonks sogar noch das Vermögen von Bellatrix beanspruchen. Aber vor allem kann dein Vater euch nicht mehr enterben...“ Sie strahlte ihn an.
Ungläubig sprang Draco auf und las über ihre Schulter den Absatz, auf den sie zeigte. Es stimmte tatsächlich. Malfoy Manor gehörte ihm und Narcissa. „Nun bist du doch nicht obdachlos...“ grinste Blaise. Er und Sinead freuten sich ebenfalls für Draco. Der grinste breit. „Also, das würde ich Lucius ja am liebsten persönlich erzählen, um sein Gesicht zu sehen...“
Er legte den Arm um Hermine. „Lieb von dir, dass du extra nach diesem Gesetz gesucht hast. Das war es also, was du noch hier erledigen wolltest heute...“ Sie nickte. „Aber jetzt sollten wir vielleicht noch weiter nach Hinweisen über die anderen Horcruxe suchen.“ Blaise gähnte. „Ich hab entschieden zu viel gegessen...“ Draco rief nach Toady. „Würdest du uns eine Kanne Kaffee bringen?“ fragte er. „Ach, und übrigens, Malfoy Manor gehört nicht mehr Lucius, haben wir grad herausgefunden.“ informierte er auch die Hauselfe. „Ihr müsst Lucius nicht mehr gehorchen.“ Toady sah erfreut aus. Sie verbeugte sich tief. „Der Kaffee kommt sofort, Master Draco.“

Nachdem sie sich noch einige interessante Fakten über die Gründer von Hogwarts aufgeschrieben hatten, rollte Hermine die Pergamente zusammen. „Dann lasst uns mal packen.“
Mit ihren Rucksäcken krochen sie wieder durch den engen Geheimgang. Blaise schimpfte vor sich hin. „Wenigstens sind wir die blöde Truhe endlich los...“ tröstete Sinead ihn. „Autsch!“ Er rieb sich den Kopf. Dann kletterte er aufatmend aus dem Gang und streckte sich.

„Wenn wir hier jetzt verschwinden, könnten wir Lucius ja doch anonym ans Ministerium oder den Orden verraten“, fiel Hermine plötzlich ein. „Falls er noch da ist, heißt das.“ Unschlüssig sahen sich die vier an. „Ich seh nach.“ sagte Blaise und hielt Draco zurück, der schon seinen Rucksack abgenommen hatte und losgehen wollte. „Du nicht, spinnst du?! Du könntest mich aber mal schnell tarnen, du kannst den Desillusionszauber am besten. Wie genau finde ich denn die Höhle?“ Draco ließ sich widerwillig von ihm zurückhalten und erklärte ihm den Weg. Ungeduldig warteten Draco, Hermine und Sinead auf seine Rückkehr. Es dauerte nicht lange, und Blaise tauchte zwischen den Büschen auf. Draco nahm den Tarnzauber von ihm, und an seinem langen Gesicht konnten sie schon ablesen, dass Lucius die Höhle verlassen hatte. „Wir hätten unsere Spuren verwischen sollen.“ stellte Blaise fest. „Dieser Pfad sah aus, als ob eine Herde Zentauren hindurchgestürmt wäre, kein Wunder, dass er sich aus dem Staub gemacht hat.“ Draco wollte aufbrausen, doch Blaise winkte ab. „He, keiner macht dir einen Vorwurf, ich hätte an deiner Stelle auch die Beine in die Hand genommen.“ Er ergriff Sineads Arm, und Hermine nahm Dracos Hand. Dann apparierten sie an die südenglische Küste, wo sie sich mit Harry und den anderen verabredet hatten.

Die anderen waren alle schon am Treffpunkt, einer einsamen Stelle am Strand. Strahlende Gesichter empfingen sie. Harry trat als erster auf Draco zu und schüttelte ihm die Hand. Dann umarmte er Hermine und begrüßte auch Blaise, der ihm Sinead vorstellte. Diese wurde daraufhin sofort von Ginny mit Beschlag belegt. Die beiden waren sich auf Anhieb sympathisch. Die vier wurden von allen DA-Mitgliedern umringt und mit Fragen überhäuft. Schließlich schrie Blaise, alle übertönend: „Wenn ihr mal ruhig sein könntet, erzählen wir auch zusammenhängend, so versteht doch keiner ein Wort!“ Das Stimmengewirr verstummte und machte gespannter Erwartung Platz. Alle ließen sich rund um die vier Freunde im Sand nieder und schauten sie an. Blaise nickte Hermine zu. „Erzähl du.“ Sie holte tief Luft und begann zu berichten. Ab und zu wurde sie von Draco, Blaise oder Sinead unterbrochen, wenn sie ein Detail vergaß. Sie spürte, wie Draco neben ihr immer unruhiger wurde, je mehr sich ihr Bericht dem Ende näherte. Eigentlich wollte sie ungern darüber sprechen, was bei der Zerstörung des Horcruxes passiert war. Es war zu persönlich. Die anderen mussten jedoch gewarnt werden. Sie versuchte, ihre Erzählung so allgemein wie möglich zu halten.

„Wenn ihr ein Horcrux zerstören wollt, dürft ihr euch nicht von eurem Ziel abbringen lassen.“ sagte sie eindringlich. „Es wird versuchen, eure geheimsten Ängste und Unsicherheiten gegen euch zu verwenden. Hört nicht auf die Stimme, sondern glaubt an euch. Das ist der wichtigste Hinweis, den wir euch geben können.“ Damit beendete sie ihren Bericht und setzte sich auch in den Sand. Eine Weile schwiegen alle. Dann sagte Harry nachdenklich: „Dumbledore hat mir nicht erzählt, was er gehört oder gesehen hat, während er das Gift getrunken hat. Aber es hat ihn wahnsinnig viel Kraft gekostet... Anscheinend hat das Seelenstück in dem Medaillon schreckliche Erinnerungen wachgerufen.“ Ron schüttelte sich. „Merlin sei Dank, wieder eins weniger. Das ist wirklich allerschwärzeste Magie...“ „Jetzt müssen wir mit unserer Suche nur auch noch genausoviel Erfolg haben wie eure Gruppe...“ seufzte Neville.

Hermine sah sich um. „Und wer erzählt jetzt? Wir möchten auch wissen, was ihr bisher erreicht habt!“ Ginny stand auf. „Ok, dann bin ich die nächste. Nachdem Luna sich noch unserer Gruppe angeschlossen hatte, sind wir mit dem Schiff zur Isle of Wight gefahren.“ Sie deutete aufs Wasser hinaus. „Zwischen der Insel und dem Festland soll Helga Hufflepuff jahrelang auf einer winzigen Insel gelebt haben, nachdem sie aus Deutschland nach England gekommen war und bevor sie die anderen drei Gründer kennenlernte. Diese Insel ist verzaubert, man kann nicht hinapparieren, und sie ist auf keiner Karte. Wir wissen durch Kreacher davon. Auf der Isle of Wight haben wir uns dann ein Boot gemietet und haben angefangen, den Kanal nach dieser Insel abzusuchen. Wir glauben, wir wissen inzwischen eigentlich ziemlich genau, wo sie sein müsste, aber wir haben es noch nicht geschafft, den Zauber zu brechen, der darauf liegt und sie unortbar macht.“ Harry setzte hinzu: „Am besten teilen wir nachher die Gruppen neu auf, vielleicht hat einer von euch da ja noch bessere Ideen als wir.“ Ginny setzte sich wieder und lehnte sich mit dem Rücken an Harrys Knie, während sie zu Neville aufsah, der jetzt ebenfalls berichtete.

„Wir haben irgendwie das umgekehrte Problem.“ seufzte er. „Wir finden zu viele Dinge, die mögliche Horcruxe sein könnten. Ganz Godric´s Hollow ist voll von Krempel, der Godric Gryffindor gehört hat. Wir können ja nicht mal davon ausgehen, dass es irgendwo versteckt ist! Es wäre die bessere Tarnung, wenn es sich irgendwo zwischen ganz unauffällig offensichtlichen Dingen befinden würde...“ Er ließ sich wieder in den Sand fallen.

„Wollen wir jetzt schon neue Gruppen einteilen?“ fragte Harry. Ginny musterte ihren Freund. „Du würdest gern nach Godric´s Hollow gehen, oder? Auch um das Haus deiner Eltern zu sehen...“ fragte sie. Harry nickte. „Wenn ihr nichts dagegen habt...“ Er sah seine bisherigen Gruppenmitglieder entschuldigend an. „Ich komme auch mit.“, beschloss Ginny. Dean schaute ein wenig geknickt zu Harry hinüber, aber er sagte nichts. Ron und Luna schüttelten jedoch den Kopf. Aber Fred stellte fest: „Das könnte euch so passen, meine kleine Schwester unbeaufsichtigt... Ich komme auch mit nach Godric´s Hollow!“ „Und wohin wollt ihr?“ fragte Harry jetzt Hermine. Sie zögerte und sah die anderen an. „Wir sind so ein tolles Team geworden, ich glaube, wir würden gern alle vier zusammenbleiben...“ Die anderen drei nickten synchron. „Wollen wir die Insel suchen?“ fragte Sinead. Hermine warf einen schnellen Blick zu Ron. Doch der lächelte sie ein bisschen schief an und zuckte die Schultern. „Schon ok.“, formte er lautlos mit den Lippen. „Gut“, meinte Hermine, „dann sind die Gruppen auch ungefähr gleich groß.“ „Und jetzt?“ „Ich denke, wir sollten erst morgen aufbrechen“, meinte Harry. „Wir können es uns ja hier ein bisschen gemütlich machen heute abend und die Gruppen können ihre neuen Mitglieder informieren... Ihr könnt ja sowieso erst morgen los, wegen der Fähre.“

Dean wedelte lässig mit seinem Zauberstab, und plötzlich erschien ein dreibeiniger Grill mit einem schwenkbaren Rost über einer Feuerstelle. Die reinblütigen Zauberer schauten erstaunt. „Das verstehen die Muggel im Sommer unter einem gemütlichen Abend am Strand“, grinste Seamus und zauberte Würste und Steaks herbei. Sinead steuerte ein Fässchen Guinness bei und Hermine einige Salate. „Heute zeigen wir euch mal, wie Muggel feiern...“ rief Seamus fröhlich. Dean spielte den Grillmeister.

Als alle mit Wurst und Salat versorgt waren, ließ Seamus sich mit seinem Teller und seinem Guinness neben Sinead nieder. „Woher aus Irland kommst du denn ursprünglich?“ fragte der Ire neugierig. „Aus Doolin, an der Westküste. Aber ich wohne ja schon seit fünf Jahren in Schottland.“ „Wir ja vermutlich auch.“, grinste Seamus. „Keiner weiß zwar so genau, wo Hogwarts eigentlich ist, aber dass es in Schottland liegt, ist ziemlich sicher.“ „Und woher aus Irland kommst du?“, erkundigte Sinead sich interessiert. „Aus Galway. Also auch Westen.“ „Das ist doch die schönste Ecke...“ grinste Sinead, und Seamus stimmte ihr mit vollem Mund zu, während er seine Wurst verdrückte. „Und, gefällt Schottland dir?“ „Ach, so unterschiedlich ist das gar nicht. So lange ich Wasser in der Nähe habe, fühle ich mich überall wohl...“ „Ach, deshalb wolltest du unbedingt die Insel suchen.“ grinste Seamus. „Godric´s Hollow liegt ja nicht an der Küste... Schade, ich finde, du würdest auch gut in unsere Gruppe passen.“ Blaise, der ein kleines Stück entfernt saß und bisher schweigend zugehört hatte, räusperte sich dezent. Sinead warf ihm lächelnd eine Kusshand zu und wandte sich dann wieder zu Seamus um.

Hermine hatte sich zu Ron und Luna gesellt. Sie fühlte sich in Rons Nähe immer noch ein wenig unbehaglich, aber sie versuchte, möglichst unbefangen mit ihm zu reden. Ron und Luna erzählten abwechselnd von ihrem Aufenthalt auf der Isle of Wight und ihren Bootsausflügen. Währenddessen hatte Harry sich zu Draco gesetzt, der ein wenig abseits mit angezogenen Knien an einem Felsen lehnte und nachdenklich vor sich hin starrte.
„Alles ok bei dir?“ fragte er. Draco nickte. „Hast du gar keinen Hunger?“ fragte Harry weiter. Draco schüttelte den Kopf. Harry zögerte einen Moment. Dann fragte er: „Was... was ist genau passiert bei der Zerstörung des Horcrux?“ Draco schwieg so lange, dass Harry schon dachte, er würde überhaupt nicht mehr antworten. Doch dann berichtete Draco leise, was die Stimmen gesagt hatten. „Hattest du denn immer noch Angst, dass wir dir nicht vertrauen?“ fragte Harry erstaunt. „Ich dachte, das wüsstest du!!“ Draco zuckte die Schultern und betrachtete die feiernden DA-Mitglieder. „Ist es nicht ein bisschen zu früh zum Feiern?“ wechselte er das Thema. Harry nickte. „Eigentlich hast du recht, aber es hebt die Moral der Truppe... Und ich glaube nicht, dass einer von ihnen unsere Aufgabe deshalb nicht ernst genug nimmt. Willst du wirklich nichts essen? Na los, komm mit.“ Er sprang auf und streckte Draco die Hand entgegen, und der ließ sich von ihm auf die Füße ziehen. Zusammen gingen die beiden zu den anderen.

Dracos Blick suchte nach Hermine. Als er sie entdeckte, lachte sie gerade über etwas, das Luna sagte, und Ron grinste ein wenig gequält, während er Hermine unentwegt anschaute. Draco runzelte die Stirn und machte sich auf den Weg zu der kleinen Gruppe. Von hinten legte er Hermine die Arme um die Taille und gab ihr einen Kuss aufs Ohrläppchen. Sie drehte sich in seinen Armen und sah ihn erfreut an. „Da bist du ja! Luna hat gerade erzählt, was die fünf schon alles unternommen haben.“ „Und was war daran so lustig?“ wollte Draco wissen und versuchte, die Erinnerungen an den Morgen im Keller von Malfoy Manor abzuschütteln. Ron wurde knallrot, und Hermine und Luna lachten wieder los. „Ron wird ziemlich schnell seekrank...“ prustete Luna endlich. Draco grinste ebenfalls, aber dann beschloss er, dass es nicht schaden könnte, sich mit Ron ein wenig besser zu vertragen, wenn sie jetzt zusammenarbeiten sollten. „Wenn´s weiter nichts ist, dagegen weiß ich einen Zauberspruch.“ sagte er. Ron sah ihn erstaunt an. „Äh... danke.“ sagte er unsicher. Hermine warf ihrem Freund einen liebevollen Blick zu.

Plötzlich hörten sie Musik. Anscheinend hatte Dean seine Gitarre herbeigezaubert, und Seamus und Sinead sangen irische Folksongs. Gerade stimmten sie „It´s a long way to Tipperary“ an. „Kommt mit, da möchte ich zuhören!“ rief Luna begeistert und zog die anderen mit sich. Nach „Whiskey in the jar“, „Molly Malone“ und „Dirty old town“ kam Sinead außer Atem zu ihnen. Lachend ließ sie sich neben Blaise in den Sand fallen und holte sich mit einem Zauberstabschlenker ein Glas Guinness herbei. „Ihr habt sehr nette Freunde!“ strahlte sie.
Blaise musterte Seamus ein wenig stirnrunzelnd, aber dann legte er lächelnd den Arm um Sineads Schultern. „Du kannst echt schön singen!“ Die anderen stimmten ihm begeistert zu. Sinead wurde ein bisschen rot und winkte ab. Blaise zog sie näher an sich.
Hermine schaute sich um. Dean zeigte Seamus gerade einige Griffe auf der Gitarre, Harry und Ginny sah sie eben noch zwischen einigen Felsen verschwinden, wobei sie verstohlene Blicke zurück warfen. Doch Fred und George waren damit beschäftigt, Neville einen neuen Fluch beizubringen, den sie ihm natürlich erstmal am eigenen Leib demonstrierten. Luna verwickelte Ron jetzt in ein Gespräch über die magischen Tierwesen, die ihrer Meinung nach auf der verzauberten Insel leben könnten und wie sie sich dagegen wehren und einige für ihren Vater fangen sollten. Blaise und Sinead schienen völlig ineinander versunken zu sein. Hermine sah Draco an. „Zeit, zu verschwinden?“ flüsterte er. Sie nickte.

Die beiden standen leise auf und suchten nach dem Gepäck. Aus Blaises Rucksack zogen sie das Zelt und bauten es einige Meter entfernt von der Gruppe auf. Dann krochen sie hinein und verzogen sich in ihr Zimmer. „Ich weiß nicht, es ist ja schon toll, dass wir es endlich geschafft haben, aber irgendwie ist mir trotzdem nicht nach feiern.“ meinte Hermine nachdenklich. „Es ist eben doch nur ein Schritt auf dem Weg...“
Draco setzte sich aufs Bett. „Geht mir auch so. Aber Harry meinte, es hebt die Moral der Truppe...“ Hermine musste grinsen. „Ich habe den Verdacht, diese Party ist bestimmt nur ein Vorwand; Harry hat nur eine Gelegenheit gesucht, unauffällig mit Ginny zu verschwinden... Im Zelt hat Ginny sich nämlich mit Luna das Zimmer geteilt, und Harry mit Ron und George.“ Draco stand auf und kam langsam auf sie zu. „Bin ich froh, dass du Einzelkind bist...“ sagte er leise und zog sie in seine Arme.


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