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Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und Gefühle... - Nach Godric´s Hollow

von Dracodormiens

29. Nach Godric´s Hollow

„Sind die anderen noch gar nicht zurück?“ fragte Hermine erstaunt, als sie am Zelt ankamen. „Die müssten doch langsam mal auftauchen.“ Sie kroch hinter Draco her durch den Eingang.

Draco hatte die Augenbrauen zusammengeschoben und lief im Wohnzimmer des Zeltes auf und ab. Nachdem sie ihn eine Weile beobachtet hatte, trat Hermine ihm in den Weg. „Du machst mich ganz nervös...“ Draco ließ sich aufs Sofa fallen und strich sich fahrig durch die Haare. Dann stützte er den Kopf in die Hände. Kurz darauf sprang er wieder auf. Hermine sah ihm noch einen Moment lang zu. Dann ergriff sie seine Hand und zog ihn wieder aufs Sofa. „Was ist los?“ fragte sie in einem Ton, der kein Ausweichen erlaubte.

Draco seufzte. „Mein Vater...“ begann er. Dann stockte er wieder. Hermine wartete geduldig. „Er hat gesagt...“ fing Draco noch einmal an. „Er hat gesagt, er steckt zu tief drin, um auszusteigen. Er hat keine Wahl mehr, es gibt kein Zurück. Und das Schlimme ist, ich denke, er hat recht. Und er wird seinen Weg mit allen Konsequenzen gehen.“ Er sah Hermine an, und sie sah die Hilflosigkeit in seinen Augen. Also hatte er versucht, seinen Vater zu überreden, ebenfalls auf die gute Seite zu wechseln. Sie streichelte seine Wange. Langsam ließ er den Kopf an ihre Schulter sinken.

Endlich kamen die anderen zur Tür herein. Sinead trug den Kessel am Bootshaken, und Hermine zog die Augenbrauen hoch. „Gute Idee, aber heißt das, das Ding ist auch so magieresistent wie die blöde Truhe?“ Sinead nickte und setzte den Kessel vorsichtig ab. Doch sofort begann er den Fußboden zum Qualmen zu bringen. „Feuerfeste Unterlage!“ rief Blaise erschrocken, und sie riss ihn wieder hoch und sah sich um. Dann ging sie zum Kamin, entfernte den Kessel, der dort hing und ersetzte ihn durch das Horcrux.

Dann standen alle um den Kamin herum. „Ok, ich... hole dann mal den Zahn...“ sagte Hermine zögernd. Sie verschwand im Schlafzimmer. Kurz darauf erschien sie wieder mit blassem Gesicht. „Luna, Ron, habt ihr euren Basiliskenzahn noch?“ Ron schüttelte den Kopf. „Den hat Harry mitgenommen, warum?“ Hermine seufzte. „Naja... unseren haben wir ja schon benutzt, und es sieht so aus, als ob nicht mehr genug Gift drin wäre.“ Draco schlug wütend mit der Faust in die Handfläche. „Verdammt!“ Die Freunde sahen sich an.

„Dann müssen wir wohl nach Godric´s Hollow...“ sagte Blaise schließlich. Hermine sah auf. „Was ist heute eigentlich für ein Tag?“ fragte sie. Sie rechnete und zählte an den Fingern ab. „Wenn mich nicht alles täuscht, der 26. Juli, kann das sein?“ Draco rechnete nach und nickte dann.
„Dann wird Harry in fünf Tagen volljährig... Wir hatten so gehofft, bis dahin alle Horcruxe vernichtet zu haben!“ „Warum gerade dann?“ „Ab dem Tag wird vermutlich Voldemort die Jagd auf Harry ernsthaft eröffnen, weil er dann den Schutz seiner Mutter verliert.“

Ron stand auf. „Na, dann lasst uns mal packen...“ Hermine stand ebenfalls auf, doch plötzlich hielt sie inne und griff in die Tasche, um ihre Münze herauszuholen, die auf einmal heiß geworden war. Ihr Gesicht begann wieder zu strahlen. „Neville hat gerade das Gryffindor-Horcrux zerstört!“ Alle brachen in Jubel aus. Draco hob Hermine hoch und wirbelte sie im Kreis, und Sinead fiel Blaise um den Hals. Luna tanzte auf einem Bein durch die Gegend, und Rons Grinsen reichte von einem Ohr zum anderen.

Nachdem sich alle wieder ein wenig beruhigt hatten, packten sie schnell ihre Sachen zusammen. Schließlich standen sie vor dem Zelt, und Blaise ließ es in sich zusammenfallen. Sinead trug wieder den Bootshaken mit dem Kessel, und sie machten sich auf den Weg zum Boot. Als alle im Boot saßen, warf Sinead noch einen letzten Blick auf die Insel. Sie schauderte. „Also, so hübsch diese Insel auch ist, ich glaube, ich werde nie wieder herkommen wollen...“ Blaise legte den Arm um ihre Schultern, und Luna ergriff die Ruder.

Am Strand angekommen, gaben sie Mr. Cussler die Angeln und das Boot zurück. Hermine hob den Confundus auf, verpasste ihm aber dafür noch einen leichten Obliviate. „Sicher ist sicher!“ meinte sie. Dann apparierten sie nach Godric´s Hollow. Vor dem Haus der Potters tauchten sie auf, und traurig betrachtete Hermine das zerstörte obere Stockwerk. Hier waren Harrys Eltern gestorben...

Der Rest der DA hatte sein Lager im ehemaligen Wohnzimmer aufgeschlagen, und die sechs Freunde wurden freudig begrüßt. Neville sah noch etwas mitgenommen aus, aber er grinste sie trotzdem an. „Prima, bald haben wir es geschafft...“

„Wer will denn das Ding zerstören?“ fragte Harry, als er den Basiliskenzahn hervorgeholt hatte. Alle sahen sich an. Draco machte unwillkürlich einen Schritt zurück. Auch die anderen rissen sich nicht darum. Harry zuckte die Schultern. „Ok, dann mache ich es.“ „Nein!“ rief Luna da. „Du hast schon so viel getan und musst noch so viel tun...“ Sie griff nach dem Zahn. Sinead setzte den Kessel ab. Alle traten einen Schritt zurück, als Luna den Zahn umklammerte und ihn in die Höhe hielt.

Sofort begann der Rauch aus dem Kessel hervorzuströmen. Doch es war diesmal nicht Voldemorts Stimme, die ertönte. Verwirrt starrten sie auf eine fast idyllische Szene, die sich aus dem Qualm bildete. Zwei Personen an einem Tisch... Aber ein Blick in Lunas Gesicht zeigte ihnen, dass diese Szene nicht so harmlos war, wie sie wirkte. Nun konnte man erkennen, dass die eine Person wohl eine jüngere Luna war, die den Quibbler las. Die andere hatte Ähnlichkeit mit ihr, war jedoch älter. Sie schnitt verschiedene Dinge klein, die sie in einen Kessel warf. „Luna, Schatz, reich mir doch bitte die Bärentraubenblätter“, bat die Frau.
Die jüngere Luna griff in ein Säckchen und reichte ihrer Mutter - denn um diese handelte es sich anscheinend - einige Blätter, ohne die Zeitschrift aus der Hand zu legen. Die Frau warf die Blätter zu dem Trank in den Kessel. „Und jetzt bitte die Fledermaushirne...“ Die lesende Luna griff in einen anderen Beutel und holte das Gewünschte heraus.

Als die Frau sie in den Kessel fallen ließ, begann dieser zu brodeln. Die Szene war zwar nur in rauchigen Grautönen, aber man konnte sich richtiggehend vorstellen, wie die Flüssigkeit sich grellorange färbte. Luna schien wie gelähmt, sie starrte auf das Schauspiel vor ihren Augen. „Luna...“ flüsterte Ron, doch Hermine legte den Finger auf die Lippen.

In diesem Moment explodierte der Kessel aus Rauch. Die Flüssigkeit überzog Lunas Mutter mit einer schleimigen Schicht, und sie hörten sie schreien. Doch ihr Todesschrei wurde beinahe übertönt von den Schreien der fiktiven und der realen Luna. Tränen rannen Luna über das Gesicht, und sie sank vor dem Kessel auf die Knie. Der Zahn in ihrer Hand schien vergessen. Nun verschwand die Szene aus Rauch, aber nur, um einer Gestalt Platz zu machen, die erschreckend Lunas Mutter ähnelte - nur dass sie wirkte, als ob sie seit Jahren tot wäre. „Meine eigene Tochter ist schuld an meinem Tod...“ , krächzte sie, und sie hielt einen Beutel hoch, auf dem man deutlich die Aufschrift „Mäusehirne“ erkennen konnte.

Luna ließ den Zahn fallen und vergrub das Gesicht in den Händen. Ginny kniete sich neben ihr hin und nahm sie in den Arm. Sie hob den Zahn auf und drückte ihn Luna sanft wieder in die Hand. „Mach dem ein Ende, Luna“, flüsterte sie. „Du schaffst es... du musst es tun...“ Mit zitternden Händen griff Luna wieder nach dem Zahn. Die rauchige Gestalt ihrer Mutter veränderte sich wiederum, sie sah wieder lebendig aus, schrecklich real auf einmal, und lächelte Luna an.

Luna ließ den Zahn wieder sinken. „Es fühlt sich an, als würde ich sie noch einmal töten...“ flüsterte sie. Hilfesuchend sah sie Ginny an.
„Luna, bitte...“ Luna drehte sich wieder zum Kessel um. Sie hielt den Atem an und schloss fest die Augen. Dann stieß sie den Zahn in die Mitte des Kessels. Noch einmal war der entsetzliche Todesschrei zu hören, und weinend brach Luna zusammen.

Ginny nahm sie in den Arm und streichelte tröstend ihren Rücken. „Ich hab meine Mutter umgebracht...“ schluchzte sie immer wieder. „Luna... pssst, nicht mehr weinen... es war ein Unfall...“ Die anderen zogen sich auf einen Wink von Hermine leise zurück und ließen die beiden allein.

„Luna... hör mir zu... es war ein entsetzliches Versehen, aber man kann sich bei Zaubertränken nicht auf ein neunjähriges Mädchen verlassen... Sie hätte wissen müssen, dass sie alle Zutaten überprüfen muss... es war ein Unfall...“ murmelte Ginny immer wieder in Lunas Ohr.
Endlich wurden Lunas Schluchzer weniger. Ginny hatte nicht aufgehört, ihren Rücken zu streicheln, sie wiegte Luna in den Armen wie ein kleines Kind. Luna schniefte ein letztes Mal, und Ginny reichte ihr ein Taschentuch. „He, du hast das Horcrux zerstört!“ lächelte sie. Zaghaft lächelte Luna zurück.

„Na, komm.“ Ginny zog Luna auf die Füße und knuffte sie aufmunternd in die Seite. Die beiden traten aus der Tür zu den anderen in den Garten. Für zwölf Leute war es doch ein bisschen eng im Wohnzimmer. Neville kam auf Luna zu und umarmte sie fest. Dann setzten sich alle ins Gras.
„Jetzt fehlen nur noch die Schlange und Voldemort selbst...“ sagte Harry leise. „Und in fünf Tagen werde ich 17 und verliere den Schutz meiner Mutter. Ob wir es schaffen, ihn vorher zu finden? Dann hab ich vielleicht ein bisschen bessere Chancen...“

Hermine berichtete, was Avery und Malfoy gesagt hatten. „Hat der Orden da irgendwelche Spuren gefunden?“ erkundigte sich Harry. Hermine schüttelte düster den Kopf. „Nicht eine einzige. Keiner weiß, wo die Todesser jetzt stecken.“ Automatisch wanderte Harrys Blick zu Draco.
„Hast du irgendeine Idee? Wo wohnen die anderen Todesser? Und ist das dem Ministerium oder dem Orden bekannt?“
„Also, Goyle und Crabbe wohnen in der Nähe von Malfoy Manor, das ist bekannt. Die Parkinsons in Exmoor, aber der ist noch in Azkaban, soweit ich weiß. Das gleiche gilt für Mulciber und jetzt auch wieder Avery. Bellatrix und Rodolphus haben ein Haus in London, und ich glaube, da weiß niemand, wo es ist. Aber er hat ja in letzter Zeit etliche neue Anhänger gewonnen, die ich gar nicht kenne... Und ob sie sich gerade in den Häusern der bekannten Todesser aufhalten - ist eher unwahrscheinlich, würde ich sagen...“ Draco überlegte angestrengt.

„Hat irgendjemand eine bessere Idee, als einfach die Häuser der Todesser abzuklappern?“ Harry sah erwartungsvoll in die Runde. Doch alle schwiegen.
„Da gibt's nur ein kleines Problem“, warf Hermine ein, „nur Draco weiß, wo die alle wohnen, und Draco kann nicht apparieren!“ Harry sah Draco nachdenklich an. „Kannst du nicht oder hast du nur die Prüfung nicht gemacht?“ „Also, den Kurs hab ich schon mitgemacht, allerdings nicht ganz bis zum Schluss...“

„Wenn das Ministerium bis jetzt nicht gemerkt hat, dass hier die Hälfte von uns minderjährig ist und munter in der Gegend herumzaubert, werden sie sicher auch nicht mitkriegen, wenn jemand lizenzlos appariert...“ meinte Fred. „Vorausgesetzt natürlich du kannst es und splinterst nicht dich selbst oder die anderen!“

„Ich glaube, das übe ich lieber noch ein paar Mal... Es ist über zwei Monate her, dass ich das zum letzten Mal gemacht habe!“ Draco stand auf. Er fixierte einen Fleck am Ende des Gartens, dann konzentrierte er sich und drehte sich auf der Stelle. Einen Augenblick später war er verschwunden und tauchte am Ende des Gartens wieder auf. Erfreut sah er an sich hinab. „Alles noch dran, anscheinend kann ich es noch. Und das Ministerium ist auch noch nicht hier...“

Harry sprang auf. „Dann können ja eigentlich auch Neville, Dean und ich das machen, wenn wir wissen wo wir hinmüssen.“ Neville winkte erschrocken ab. „Ich bestimmt nicht! Ich hab es bis zum Schluss nicht geschafft, komplett irgendwo anzukommen, ich hab auch die Prüfung noch nicht gemacht!“ „Schön, dass du mich als Versuchskaninchen benutzt, Potter...“, meinte Draco trocken.

„Ach, wenn das Ministerium aufgetaucht wäre, hätten wir doch alle Ärger bekommen! Und dich hätten sie im Gegensatz zu mir wenigstens nicht auch noch wegen Minderjährigenzauberei drangekriegt“, wischte Harry Dracos Einwand beiseite.
„Aber du vergisst, dass ich eigentlich untergetaucht bin.“ „Du hast es schließlich freiwillig gemacht! Und jetzt lasst uns endlich anfangen... Wo wollen wir zuerst hin?“

„Wie jetzt, heute noch?“ fragte Fred ein bisschen genervt. „Nein, am besten gestern!“ fauchte Harry. „Aber Neville und Luna sind total fertig!“ protestierte jetzt auch Ginny und legte den Arm um ihre Freundin.
„Uns läuft aber wirklich die Zeit weg, da hat Harry recht“, meinte Hermine zögernd, obwohl Luna auch ihr leid tat. „Wir können ja erstmal irgendwo hinapparieren und dann schauen wir, was wir heute noch unternehmen.“ schlug Ron vor.

„Also, ich denke, die Häuser von Avery und Parkinson können wir ausschließen, die werden sicher vom Ministerium überwacht. Das gleiche gilt für Malfoy Manor. Bei Yaxley ist er nicht mehr. Am vielversprechendsten ist vielleicht das Haus von Bellatrix und Rodolphus. Nach London könnt ihr außerdem auch alleine apparieren.“ „Ok, wo genau in London denn?“ „Am Connaught Square, das ist in der Nähe vom Hyde Park.“

„Na gut, dann treffen wir uns am Speaker´s Corner, ok?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, griff Harry nach Ginnys Hand und verschwand.
„Na gut“, seufzte Fred. „Dann auf zum Hyde Park...“ Er griff nach Nevilles Arm, Blaise nahm Sineads Hand und Luna klammerte sich an Hermine. Dann folgten sie Harry und Ginny nach London.

Sie ignorierten die Freaks, die am Speaker´s Corner um Aufmerksamkeit der Zuhörer wetteiferten und versammelten sich in einer ruhigen Ecke des Parks. „Das mit dem Haus der Lestranges funktioniert ähnlich wie beim Grimmauld Place. Ich muss euch sagen, wo es ist, damit ihr es sehen könnt.“ erklärte Draco. „Allerdings wissen sie ja, dass ich es kenne, wahrscheinlich haben sie es also zusätzlich geschützt.“

„Vielleicht sollten wir nicht alle auf einmal dort auftauchen, das ist viel zu auffällig“, schlug Harry vor. „Ich geh erstmal mit Draco alleine, und wir sondieren mal die Lage. Dann schicken wir euch eine Nachricht mit den Münzen...“ Hermine umarmte die beiden fest, bevor sie sich ins Gras setzte. „Seid vorsichtig!“ Harry gab Ginny noch einen Kuss, dann folgte er Draco aus dem Park, nachdem er den Tarnumhang über sie beide geworfen hatte.

Am Connaught Place sah Draco sich kurz suchend um. „Das Haus der Lestranges befindet sich im Connaught Place Nr. 66“, teilte er Harry dann mit. Vor Harrys Augen schoben sich die Häuser 65 und 67 auseinander, wie er es bereits vom Grimmauld Place kannte. „Und was machen wir jetzt? Einfach reinspazieren? Und wenn das Haus tatsächlich voller Todesser steckt?“ Draco schnaubte verächtlich. „Natürlich spazieren wir nicht einfach so da hinein. Jedenfalls nicht durch die Haustür. Komm mit!“ Er zog Harry mit sich. Neben dem Haus führte eine schmale Gasse entlang, die vorher ebenfalls nicht sichtbar gewesen war. Nach einigen Metern führte eine Pforte in den Garten. Draco murmelte einige Zaubersprüche und stieß das Tor auf. „Ist das gar nicht besonders geschützt?“ fragte Harry erstaunt. „Um den Garten haben sie sich noch nie besonders gekümmert. Das Haus wird schwieriger. Aber Bellatrix, so bösartig sie ist, ist sehr berechenbar, wenn man sie kennt. Und sie ist immerhin meine Tante, also kenne ich sie seit 17 Jahren...“ grinste Draco. „Und wenn sie nicht hier sind, ist es wahrscheinlich sowieso nicht besonders geschützt.“

Harry folgte Draco zu einer Treppe, die zu einer Kellertür führte. Die Fenster an der Rückseite des Hauses waren blind vor Schmutz, das Haus sah heruntergekommen und unbewohnt aus. Aber davon ließ Harry sich nicht täuschen, der Grimmauld Place machte einen ähnlichen Eindruck. Draco tastete soeben die Kellertür mit dem Zauberstab ab. Harry fühlte sich unbehaglich, und er warf immer wieder Blicke zu den Fenstern. „Ich fühle mich wie auf einem Präsentierteller...“ flüsterte er. „He, wir sind unsichtbar“, erinnerte Draco ihn. „Zauberer haben ja wohl noch andere Möglichkeiten, unsere Anwesenheit festzustellen als nur ihre Augen...“ murmelte Harry. In diesem Moment knackte es, und die Tür sprang auf. „Das war zu einfach“, meinte Draco enttäuscht. „Nur ein simpler Einbruchsalarm... Hier ist bestimmt niemand!“ Trotzdem schlich er auf Zehenspitzen ins Haus. „Hominum revelio!“ Die Tür, die vom Keller zum Rest des Hauses führte, glühte rot auf. Harry und Draco blieben wie erstarrt stehen. „Wieso ist hier jemand?! Warum ist das Haus dann nicht geschützt?“ flüsterte Draco verwirrt. „Sehen wir nach oder holen wir die anderen?“ Harry lief ein Schauer über den Rücken. „Vielleicht ist das eine Falle...“ konnte er gerade noch sagen, da flog die Tür auf, und eine irre lachende Bellatrix Lestrange stand vor ihnen. Harry schoss einen Stupor auf sie ab, doch damit hatte Bellatrix natürlich gerechnet. Die ganze Tür war mit einem Protego geschützt, und der Fluch prallte ab, so dass Harry und Draco ausweichen mussten. Dabei rutschte ihnen der Tarnumhang weg.

„Hallo, mein Neffe“, kicherte Bellatrix. „Wird ja auch Zeit, dass du dich mal wieder bei der Familie blicken lässt... Und als Gastgeschenk hast du den berühmten Harry Potter mitgebracht? Wie nett von dir... Vielleicht... ganz vielleicht... verzeiht der Dunkle Lord dir dann dein Versagen mit Dumbledore...“ Draco schloss für einen Moment die Augen. Seine Tante bot ihm hier einen Ausweg an, der beinahe zu einfach war. Die Todesser wussten nicht, was alles geschehen war, wussten nichts von Hermine und der DA, von Lucius und Avery, er konnte immer noch so tun, als ob das alles geplant gewesen wäre, um Harry dem Dunklen Lord auszuliefern. Harry dagegen schien nicht einen Augenblick damit zu rechnen, von Draco verraten zu werden. Im Gegenteil, er hatte sich schützend mit erhobenem Zauberstab vor ihn gestellt und funkelte Bellatrix wütend an.

Draco seufzte. Hier würden sie nicht heil wieder herauskommen. Hinter seiner Tante sah er jetzt seinen Onkel, Dolohov und zwei weitere Todesser auftauchen. Er hob seinen Zauberstab. „Petrificus totalus!“ Harry fiel stocksteif vornüber auf den Boden.


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