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Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und GefĂĽhle... - Die EntfĂĽhrung

von Dracodormiens

32. Die EntfĂĽhrung

Die nächsten zwei Tage verbrachten die Freunde in Godric´s Hollow, zunehmend frustriert vom Pläne schmieden und dann wieder verwerfen. Am Sonnabend, zwei Tage vor Harrys Geburtstag, tauchte morgens eine Eule beim Haus der Potters auf und ließ einen „Daily Prophet“ und einen Brief vor Harry auf den Tisch fallen. Erstaunt öffnete er zunächst den Brief, während Ginny nach der Zeitung griff. Gleichzeitig stießen beide dann einen entsetzten Ruf aus.

Die anderen sahen von ihrem Frühstück auf. „Was ist passiert? Von wem ist der Brief?“ fragte Hermine alarmiert. „Von Tonks. Heute nacht hat Voldemort mit einem Haufen Todessern Azkaban angegriffen und die letzten inhaftierten Todesser befreit...“ Erschrocken riefen alle durcheinander. Draco starrte finster auf seinen Teller. Wieder war sein Vater frei... Hermine griff nach seiner Hand und drückte sie.

„Hoffentlich kann der Orden das Ministerium verteidigen...“ „Gewarnt sind sie ja...“ „Verdammt, wir müssen endlich diese Schlange umbringen!“ Alle redeten gleichzeitig. „Am liebsten würde ich dem Biest seinen eigenen Schwanz ins Maul stopfen“, murmelte Draco. „Schlangen sind nämlich keineswegs immun gegen ihr eigenes Gift...“ Hermine nickte zustimmend. Harry stieß abrupt seinen Stuhl zurück und verschwand im oberen Stockwerk. Ginny sah ihm besorgt hinterher, aber sie wusste, dass er lieber allein sein wollte. Nicht ganz bei der Sache beteiligte sie sich wieder an den Diskussionen über ihre weiteren Pläne.

Harry kniete sich in seinem ehemaligen Kinderzimmer neben die Wiege und strich mit der Hand ĂĽber das zerkratzte Holz. In diesem Zimmer war seine Mutter gestorben und hatte ihm ihren Schutz hinterlassen... Harry wusste nicht, ob er es ohne diesen Schutz mit Voldemort aufnehmen konnte. Er wusste nur, er musste es versuchen. FĂĽr seine Freunde. FĂĽr Ginny.
Seine Hand krallte sich um die Kante der Wiege, als er daran dachte, wie seine Mutter hier gesessen und ihn in den Schlaf gesungen haben musste, mit ihm gespielt und gelacht. Für ihn gestorben. Harry stand wieder auf und sah noch einen Augenblick auf die Wiege hinab. Für James, Lily und alle anderen Opfer. Er würde es schaffen! Mit neuer Kraft und Entschlossenheit stieg Harry die halbzerstörte Treppe wieder hinunter.

Unten tauchte in diesem Moment eine weitere Eule auf. Sie ließ sich auf Sineads Schulter nieder und rieb ihren Kopf an ihrem Ohr. Erstaunt griff Sinead nach dem Brief, den die Eule ihr reichte. Wer sollte ihr schreiben? Als sie die Schrift ihres Bruders erkannte, begannen ihre Hände zu zittern. „Blaise - er ist von meinem Bruder... “ Blaise legte ihr den Arm um die Schulter. „Es ist bestimmt nichts Schlimmes!“ versuchte er sie zu beruhigen.
„Mein Bruder ist ein Muggel! Wieso sollte er mir einen Eulenbrief schicken, wenn nichts passiert wäre?!” Zögernd riss sie den Umschlag auf und überflog den kurzen Text. Schließlich sah sie wieder hoch. „Meinen Eltern und Brüdern ist nichts passiert... aber...“ „Was aber?“ fragte er leise. „Heute nacht... haben Todesser den Pub überfallen... und das ganze Haus in die Luft gejagt...“ Bei den letzten Worten war Sineads Stimme immer leiser geworden. Sie begann zu weinen, und Blaise zog sie tröstend fester in seine Arme. Stumm und voller Mitleid sahen die anderen Sinead an. Hermine trat zögernd näher und streichelte ihre Haare. „Wenigstens ist deiner Familie nichts passiert...“

Als Sinead sich wieder ein wenig beruhigt hatte, fragte Blaise: „Aber woher wissen sie überhaupt von dir? Was soll das Ganze?” Verwirrt sahen sie sich an. Dann räusperte sich Draco. „Wahrscheinlich... ist mal wieder mein Vater schuld. Oder Avery. Bestimmt haben sie dem Dunklen Lord berichtet, wo sie uns getroffen haben, und jetzt macht er sich Sorgen um seine Horcruxe. Das heißt, er weiß jetzt, dass wir dabei sind, sie zu zerstören...” „Verdammt, jetzt wird er erst recht Nagini nicht aus den Augen lassen!” fluchte Ron.

„Ich muss nach Hause...” murmelte Sinead geistesabwesend und wischte sich die Tränen ab. Sie stand auf und ging langsam zu ihrem Rucksack hinüber, dann hielt sie inne und warf Blaise einen Blick zu. „Kannst du mich hinbringen?” Er nickte. „Natürlich.”

Schweigend sahen alle Sinead beim Packen zu. Sie brauchte nur wenige Minuten. Dann schulterte sie ihren Rucksack und sah nacheinander alle an. „Ich weiß nicht, wann wir uns wiedersehen... Ich wünsche euch viel Erfolg...” Sie umarmte Ginny, Luna und Hermine. Dann stand sie vor Draco und sah ihn an. „Du kannst nichts dafür, was dein Vater getan hat”, flüsterte sie leise. Draco nickte ernst. „Danke.” Seamus umarmte sie ebenfalls. Zum Schluss verabschiedete sie sich von Harry. „Du schaffst das!” sagte sie fest und versuchte ein Lächeln. Harry nickte und nahm sie in den Arm. Dann griff Blaise nach ihrer Hand. „Also dann...” Er zögerte noch kurz. Dann drehten die beiden sich auf der Stelle und waren gleich darauf verschwunden.

Draco starrte geistesabwesend auf den Fleck, wo die beiden gerade eben noch gestanden hatten, und sagte sich in Gedanken immer wieder, dass Sinead recht hatte. Er konnte nichts für die Taten seines Vaters, er hatte sich von ihm abgewandt, und dennoch konnte er nicht verhindern, dass er sich schuldig an der Tragödie fühlte. Hermine drückte seine Hand. „Lasst uns überlegen, wie wir an die Schlange herankommen... Wir müssen ihm eine Falle stellen...”

Aber ihre Gehirne waren durch den Schock wie leergefegt. Plötzlich jedoch sprang Harry auf. „Wir sind solche Idioten! Verdammt! Wie konnten wir das übersehen?!” Er begann aufgeregt auf- und abzugehen. „Die Todesser können sich doch denken, dass Sinead sofort nach Hause kommt. Wenn das nun eine Falle ist? Wenn sie Blaise und Sinead gefangen haben, um herauszufinden, was wir vorhaben und wo wir sind? Oder um uns ebenfalls dorthin zu locken?” Erschrocken schlug Hermine sich die Hand vor den Mund. „Du hast recht...”

Draco legte ihr einen Arm um die Schultern. „Bevor wir hier in Panik verfallen, sollten wir vielleicht Blaise erstmal eine Nachricht schicken.” Mit der anderen Hand kramte er in seiner Hosentasche nach der Münze. Gespannt sahen alle zu, wie er einen kurzen Text verfasste und an Blaise sandte. Zunehmend nervös warteten sie auf eine Antwort. Als sich nach einigen Minuten immer noch nichts getan hatte, griff Hermine ebenfalls nach ihrer Münze. Ihre Hände zitterten leicht. „Ich versuche es noch mal bei Sinead...” Doch auch das brachte keinen Erfolg. Stumm sahen sie sich an. „Das muss nichts bedeuten...”, murmelte Hermine, selbst nicht davon überzeugt.

„Aber auf jeden Fall müssen wir nachsehen! Wir müssen ihnen doch helfen, wenn tatsächlich etwas passiert ist!” Harry setzte seine rastlose Wanderung durch den Raum fort, bis Ginny ihn sanft am Ärmel festhielt. „Ja, aber wir dürfen jetzt nichts überstürzen, sonst rennen wir mit offenen Augen ebenfalls in die Falle!”, meinte sie. „Ich werde erstmal alleine hinapparieren und nachsehen”, sagte Draco. „Ich schicke euch dann gleich eine Nachricht.” „Ich komme mit!” sagte Hermine entschlossen. Doch er schüttelte den Kopf und nahm ihre Hände. „Das geht nicht, Süße. Wir beide sind die einzigen, die Ravenglass kennen; wenn wir beide weg sind und uns auch etwas passiert, kann keiner mehr hinterherkommen.” Hermine sah ihm in die Augen und schluckte. Natürlich hatte er recht. „Ich bin vorsichtig, ich bin ja gewarnt...” versicherte er. Er strich ihr über die Wange und lächelte. „Wahrscheinlich ist sowieso nichts passiert, und Sinead und Blaise wundern sich gleich über mein Auftauchen.” Doch daran glaubte inzwischen niemand mehr. Aber sie sahen ein, dass es vernünftiger und unauffälliger war, nicht gleich zu zehnt in Ravenglass aufzukreuzen. Draco gab Hermine noch einen Kuss, dann drehte er sich auf der Stelle und verschwand. Hermines Hand schloss sich um ihre Münze, und sie starrte auf den Fleck, wo er verschwunden war.

Draco war nicht direkt nach Ravenglass appariert. Nachdem er im Wald zwischen Ravenglass und Muncaster aufgetaucht war, machte er sich auf Umwegen auf den Weg ins Dorf. Draco konnte schon von weitem die Lücke zwischen den Häusern erkennen, wo der Pub gewesen war. Erstaunlicherweise war die Straße menschenleer, Draco hatte Schaulustige erwartet. Auch die O´Brians und Blaise waren nirgends zu entdecken. Ein kleiner Junge lief an ihm vorbei, aber er würdigte den Schutthaufen, der einmal Sineads Zuhause gewesen war, keines Blickes, und Draco begriff, dass ein Tarnzauber über die Ruinen gelegt worden war.

Langsam ging er näher heran und sah sich dabei vorsichtig um. War es das Ministerium gewesen oder die Todesser, die die Trümmer getarnt hatten? Und wo waren Blaise und Sinead? Sie waren doch höchstens eine halbe Stunde vor ihm disappariert. Er konnte nirgendwo etwas Verdächtiges entdecken. Als er gerade ein wenig ratlos überlegte, wie er jetzt weitermachen und wo er suchen sollte, bemerkte er aus dem Augenwinkel plötzlich eine Bewegung. Instinktiv wirbelte er mit gezogenem Zaubertab herum.

Dann ließ er ihn jedoch entsetzt wieder sinken. Es war Blaise, der auf ihn zustolperte. Er humpelte, seine Kleider waren zerrissen und schmutzig, er umklammerte seinen linken Arm und über seine Wange zog sich eine lange Schramme. „Draco! Merlin sei Dank, dass du da bist! Sie haben Sinead!” keuchte er atemlos. „Blaise! Was ist passiert?!” Draco sah sich panisch um, ob Blaise von Todessern verfolgt wurde, doch der winkte ab und ließ sich erschöpft auf den Boden sinken. „Sie haben mich freigelassen, damit ich ihnen Harry ausliefere. Sie haben gedroht, Sinead umzubringen!” Blaise vergrub das Gesicht in den Händen.

Draco kniete neben ihm nieder. „Wo sind sie? Was ist denn eigentlich passiert?” Blaise schluckte einmal hart, dann begann er zu berichten, was Sineads Eltern erzählt hatten und was er aus Kommentaren der Todesser geschlossen hatte.
Anscheinend hatte Voldemort herausgefunden, wo die Truhe mit dem Horcrux hingekommen war, als er sie in der Höhle nicht gefunden hatte. Mit einigen Todessern war er daraufhin im Museum aufgetaucht, und als er festgestellt hatte, dass die Truhe dort nur eine Kopie war, hatten sie vor Wut das Haus in die Luft gejagt und waren erst einmal scheinbar verschwunden. Doch nachdem Sineads Bruder ihr die Eule aus Muncaster geschickt hatte, waren sie zurückgekommen und hatten auf Sinead gewartet, um sie als Geisel zu nehmen. Die beiden waren im Wald zwischen Muncaster und Ravenglass appariert, und die Todesser hatten sie kurz vor Muncaster abgefangen. Blaise hatten sie als Kurier wieder freigelassen.

„Ich hab sie im Stich gelassen...”, murmelte er verzweifelt. „Unsinn”, widersprach Draco ihm energisch. „Du siehst nicht gerade aus, als ob ihr euch kampflos ergeben hättet. Was willst du denn bitte gegen eine Überzahl ausrichten?! Immerhin bist du jetzt frei und wir können ihr helfen...” „Sie werden sie umbringen, wenn wir Harry nicht ausliefern...” wiederholte Blaise mit verzweifelter Stimme. „Sie würden sie trotzdem umbringen, sie ist ein Schlammblut!” sagte Draco absichtlich hart. Blaise sah erschrocken auf, als ihm klarwurde, wie das geklungen haben musste. „Um Himmels Willen, ich habe damit doch nicht gemeint, dass ich ihn ausliefern will! Aber ehrlich gesagt hab ich gerade keine Ahnung, was wir tun sollen... Es war furchtbar, als ich ihren Eltern berichten musste, was passiert ist. Sie haben uns vertraut...”

„Sind die Todesser noch in der Nähe?” Blaise schüttelte den Kopf. „Nachdem sie mich hier freigelassen hatten, wollten sie natürlich Sinead woanders hinbringen.”
„Bist du fit genug zum Apparieren?” Draco musterte Blaise, der ziemlich mitgenommen wirkte, und schüttelte dann den Kopf. „Lieber zusammen, sonst zersplinterst du dich noch.” Blaise nickte nur und stand mühsam auf. Draco fragte: „Was ist mit deinem Bein? Soll ich...”, doch Blaise winkte ab. „Ist nicht so schlimm.”

Draco griff nach Blaises Hand und konzentrierte sich. Gleich darauf tauchten sie in Godric´s Hollow wieder auf.
Aufgeregt wurden sie begrüßt. „Was ist passiert?! Ist Sinead okay? ” Draco ließ sich auf einen Stuhl fallen und strich sich müde die Haare aus dem Gesicht. Hermine kam besorgt zu ihm herüber, und er zog sie auf seinen Schoß und legte das Gesicht an ihre Schulter. Blaises normalerweise dunkle Hautfarbe war einem gespenstischen Grau gewichen. „Sie haben Sinead als Geisel, und ich soll ihnen Harry ausliefern”, erklärte er kurz. Er lehnte sich erschöpft an die Wand, doch dann gab sein verletztes Bein unter ihm nach, und er rutschte langsam zu Boden.

Draco übernahm es, den Rest der Geschichte zu erzählen, während Ginny sich neben Blaise auf den Boden hockte und vorsichtig seine Verletzungen begutachtete. Sie wischte ihm das Blut aus dem Gesicht und reinigte die Schramme. Er zog scharf die Luft ein, als sie dann seinen Knöchel berührte, und Draco schob Hermine vorsichtig von seinen Beinen. „Von wegen, das ist nicht so schlimm...” Er kniete sich neben Blaise und zog seinen Zauberstab.
„Danke.” Blaise atmete erleichtert aus, als Draco fertig war. Ginny reichte ihm einen Becher. „Trink das.” Blaise gehorchte, und seine Gesichtsfarbe normalisierte sich langsam wieder.

„Hast du eine Idee, wo sie sie hingebracht haben? Haben sie irgendetwas erwähnt?” fragte Ginny leise. Blaise schüttelte den Kopf. „Nein, nichts.” Er rieb sich erschöpft mit der Hand über die Stirn. Harry stand auf und wanderte rastlos im Zimmer umher. „Wahrscheinlich überprüfen sie jetzt die anderen Horcruxe. Das heißt, sie werden auch hierher kommen. Aber wahrscheinlich haben sie Sinead woanders versteckt... Wie sollst du zu ihnen Kontakt aufnehmen, wenn du mich ausliefern sollst?” Blaise entblößte langsam den Arm. „So.” Entsetzt starrten alle auf seinen Unterarm. Es war kein Dunkles Mal, was die Todesser ihm verpasst hatten, dafür war nicht genug Zeit gewesen, aber auf seinem Unterarm prangte das schwarze, hastig eingebrannte Abbild einer Schlange.


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Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz