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Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und GefĂĽhle... - Hermines Idee

von Dracodormiens

Sooo, leider, leider ist dies hier das letzte Kapitel! Ich hoffe, das Ende gefällt euch, ich selber bin ehrlich gesagt nicht so ganz glücklich damit...
Ich möchte mich hier auch bei meinen vielen Reviewern bedanken! Für die Statistik: Den absoluten Rekord hält Draco_Malfoy mit sage und schreibe 23 Kommentaren, dicht gefolgt von Sethereth mit 21 und schokocookie mit 18 (vorausgesetzt ich hab mich nicht verzählt). Danke schön, Leute!! So macht Geschichten schreiben Spaß. Ich weiß noch nicht, ob es etwas Neues von mir geben wird, aber ich versuche es. Und dann werde ich es auch nur hier posten, auf einer anderen Seite habe ich nämlich nicht mal ein Fünftel so viele Kommentare für diese Story gekriegt... Ihr seid die tollsten Leser!! Also, hier für euch:


38. Hermines Idee

Auf den ersten Blick wirkte das Dorf still und friedlich in der Morgensonne. Dennoch wachsam gingen die drei die Straße zum Haus der Potters entlang. „Hoffentlich ist er überhaupt hier”, meinte Ron leise.

Doch als sie sich dem Haus näherten, trat Harry gerade vor die Tür. Er hatte einen Rucksack auf dem Rücken und wollte sich gerade auf der Stelle drehen, um zu disapparieren, als er die drei entdeckte. Verdutzt stolperte er und setzte sich unsanft auf den Hosenboden.

Lachend reichte Ron ihm die Hand und zog ihn hoch, während Draco sich ein Grinsen verkniff. „Kein Grund, gleich vor mir in den Staub zu fallen, Potter!”

„Haha, sehr witzig, Malfoy! Was macht ihr hier?!” Harry hatte seine Überraschung überwunden. „Ich hatte euch doch gebeten, nicht nach mir zu suchen...”

„Genaugenommen haben wir dich auch nicht gesucht, sondern gefunden”, grinste Draco. „Ehrlich, dass du hier bist, war nun nicht so schwer zu erraten...”

Hermine schob ihren Freund zur Seite und umarmte Harry. „Genau, wir kennen dich schließlich seit sechs Jahren! Und du solltest uns auch besser kennen, du hättest dir doch denken können, dass wir dich nicht allein lassen! Ach, und übrigens, alles Gute zum Geburtstag erstmal!” Auch Ron und Draco gratulierten. Dann setzten die vier sich erstmal ins Wohnzimmer, und Ron berichtete Harry von dem Todesserüberfall. Harry war betroffen von Hestias Tod, auch wenn er sie kaum gekannt hatte, und als er von Lucius´ Tod erfuhr, nahm er Hermine fest in den Arm. „Wie geht es dir?” fragte er besorgt. „Ach, schon wieder ganz gut”, lächelte Hermine. Doch ihre Augen straften sie Lügen.

„Wo wolltest du eigentlich gerade hin, als wir kamen?” fragte Draco, um von Hermine abzulenken, denn er sah, dass sie schon wieder den Tränen nahe war. Harry lächelte verlegen. „Naja, eigentlich hatte ich gerade gemerkt, dass mein Abhauen wohl so eine Art Kurzschlussreaktion war. Ich wollte nach London zurück. Wie soll ich ihn denn finden, ich weiß ja zum Beispiel nicht mal, wo Malfoy Manor ist!”

„Andererseits, nach heute nacht haben ihm die Todesser sicher gesagt, dass du nicht im Grimmauld Place bist. Ich halte es durchaus für möglich, dass er dich noch heute hier sucht. Und er nimmt wahrscheinlich an, dass du allein bist, vielleicht haben wir Glück und er kommt auch allein!”, sagte Hermine.

„Beziehungsweise mit der Schlange allein. Pettigrew meinte ja, er lässt sie keine Sekunde mehr aus den Augen...”, fügte Draco hinzu. „Was die Schlange betrifft, da hat Hermine übrigens einen Plan.”

„Es ist noch kein Plan”, protestierte Hermine, „es ist nur eine Idee!” Aber dann begann sie, eben diese Idee zu erläutern, und auch Ron hörte gespannt zu, denn sie waren noch nicht dazu gekommen, ihm davon zu erzählen. „Ein Slytherin-Plan”, grinste Draco und sah seine Freundin liebevoll an, „List und Tücke statt heldenhafter Gryffindor-Mut...”

„Das ist total verrückt”, stellte Harry fest. Nachdenklich starrte er vor sich hin. „Aber ich versuch´s. Das ist so verrückt, dass es schon wieder klappen könnte. Wir brauchen ein Ablenkungsmanöver! Und einen Ausweichplan, falls es doch nicht funktioniert!”

Er stand auf und sah nervös aus dem Fenster. „Und zwar schnell, wer weiß, wann er auftaucht!”
Die vier begannen rasch mit ihren Vorbereitungen, sie trafen verschiedene Vorkehrungen, um das Haus zu sichern. Zwischendurch legte Draco abwechselnd den Desillusionszauber auf sich, Hermine und Ron, und einer der drei hielt ständig Ausschau. Gegen Mittag schlug endlich der Alarmzauber an, den Hermine auf das Grundstück gelegt hatte. Raschen Schrittes und ohne erkennbare Sicherheitsmaßnahmen schritt der Dunkle Lord auf das Haus zu. Um seinen Hals lag die Schlange, und Hermine schloss für einen Moment erleichtert die Augen. Doch dann riss sie sie schnell wieder auf, um zu beobachten, was weiter geschah.
Als Voldemorts Blick auf das halb zerstörte obere Stockwerk fiel, verzog sich sein Gesicht zu einem humorlosen Lächeln. „Potter! Wenn du dich ergibst, könnte ich dir einen schmerzlosen Tod gewähren...”

Harry reagierte nicht.

„Potter, Lilys Schutz ist aufgehoben, du hast keine Chance. Mach mich nicht ungeduldig, sonst wird dein Tod sehr schmerzhaft sein...” Er richtete seinen Zauberstab auf die Eingangstür, und diese flog aus ihren Angeln. Harry trat mit erhobenem Zauberstab in den Flur, doch bevor er reagieren konnte, hatte der Dunkle Lord ihn entwaffnet. Harrys Zauberstab flog in seine Hand. Hermine, Draco und Ron, die sich im oberen Stockwerk versteckt hielten, hoben die Zauberstäbe, bereit, ihre Flüche abzufeuern. Doch Voldemort lachte, als Harry nun ohne Zauberstab vor die Tür trat. „Potter, gehe ich recht in der Annahme, dass du die letzten Tage auf der Suche nach meiner Schlange warst? Nun denn - ich erfülle dir einen letzten Wunsch!” Er ließ Nagini von seinen Schultern gleiten, und Harry wich wieder ein wenig in den Hausflur zurück. Er konnte kaum glauben, wie genau bisher alles nach Hermines Plan verlief. Voldemort betrachtete seinen Erzfeind und seine Schlange zufrieden und wollte ihnen gerade ins Haus folgen, um Harrys letzten Kampf als Zuschauer zu genießen, als Draco und Ron mit einem Kriegsschrei aus dem ersten Stock in den Garten sprangen und sich auf ihn stürzten.

Voldemorts Schreckmoment dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde, bevor er begann, sich mit zwei Zauberstäben gleichzeitig gegen die beiden zur Wehr zu setzen. Da Harrys Zauberstab beinahe aus dem gleichen Material bestand wie sein eigener, gehorchte er ihm unglücklicherweise sehr gut, und die Freunde hatten einen schweren Stand.


Harry war inzwischen vor der Schlange ins Wohnzimmer zurückgewichen. Sein Herz schlug schnell, doch nach außen hin blieb er ruhig. Er wusste, dass Hermine sich zum Eingreifen bereithielt, aber der Dunkle Lord hatte jederzeit die Möglichkeit, über sein Dunkles Mal die anderen Todesser herbeizurufen. Sie konnten nur hoffen, dass er zu stolz war, sich gegen Kinder Verstärkung zu holen.

Nagini zischte und richtete sich drohend auf, bereit, zuzustoßen, da sagte Harry auf Parsel: „Warum dienst du eigentlich dem Dunklen Lord?”
Erstaunt zog Nagini sich ein wenig zurück und wiegte den Kopf hin und her. „Ich diene ihm nicht! Schlangen dienen niemandem!”

Harry lächelte. „Und trotzdem tust du, was er will?” fragte er provozierend.

„Zzzufällig will er für mich dasss gleiche wie ich ssselbst - Nahrung!” zischte Nagini wütend. Sie schlängelte sich wieder etwas näher, doch Harry blieb ruhig.
„Du lässt dich benutzen und merkst es nicht mal, oder?”

„Wasss meinst du mit benutzzzen? Du willssst mich doch nur davon ablenken, dich endlich zu beisssen...”

„Du weißt es wirklich nicht?”

„Wovon redessst du, Junge?! Und ich rate dir, beeile dich, ich bin nicht sssehr geduldig... Und aussserdem hungrig!”

„Du bist ein Horcrux”, sagte Harry beiläufig.

„Und wasss bitte schön issst ein Horcrux?” Nagini schlängelte sich bedrohlich und ungeduldig um Harry herum.

„Ein Stück von seiner Seele steckt in dir”, erklärte Harry. „Wenn meine Freunde ihn gleich getötet haben, ist das der letzte Teil von ihm, der noch übrig ist. Ich habe schon einmal miterlebt, wie er seinen Körper zurückbekommen hat, das ist keine angenehme Prozedur, glaub mir. Und sei dir sicher, dass du das nicht überleben würdest. Wenn wir dich nicht sowieso schon vorher töten, heißt das.”

Harry schwieg einen kurzen Moment, dann fuhr er fort: „Wenn du mit uns zusammenarbeitest, könnten wir dich allerdings von dem Seelenstück befreien...” Er beobachtete die Schlange scharf. Jetzt würde sich herausstellen, ob Hermines Plan funktionierte oder ob er hier und jetzt sein Leben unter Naginis Giftzähnen beenden würde. Seltsamerweise hatte er keine Angst. Es war, als ob er die Szene von oben betrachten würde. Wie von weit her drangen die Kampfgeräusche an sein Ohr.

„Er hat dich hintergangen und dich ohne dein Wissen zu einem Horcrux gemacht”, bekräftigte Harry noch einmal.

„Woher weissss ich, dasss du die Wahrheit sagssst?” Die Schlange hielt in ihren ruhelosen Bewegungen inne.

„Hast du nicht bemerkt, dass er sich in den letzten Tagen besondere Sorgen um dich gemacht hat, dich besonders geschützt hat?” fragte Harry. „Das begann, als er erfahren hat, dass wir seine Horcruxe zerstören.”

Nagini stieĂź ab und zu mit dem Kopf ein wenig vor und zurĂĽck und antwortete nicht. Sie schien nachzudenken. Dann zog sie sich ein wenig zurĂĽck.

„Einverssstanden, Schlangenfreund.”

Harry ließ sich nicht anmerken, wie erleichtert er war. Doch noch waren sie nicht am Ziel. Draco und Ron duellierten sich nach wie vor mit Voldemort, der ihnen mühelos überlegen schien. Ron humpelte, doch jedesmal, wenn Voldemort ihm einen weiteren Fluch auf den Hals zu jagen versuchte, lenkte Draco diesen ab. Aber ihre Reaktionen wurden langsamer. Die beiden wirkten erschöpft. Es wurde Zeit, die Sache zu beenden. Er gab Hermine rasch das vereinbarte Zeichen, dass bei ihm alles in Ordnung war und sie Ron und Draco helfen konnte.

Harry nickte der Schlange zu. „Das ist eine kluge Entscheidung, Nagini”, schmeichelte er der Schlange zischend. „Wirst du uns also helfen, den Lord zu zerstören?” Die Schlange bewegte nickend den Kopf, und Harry erklärte ihr den Plan. „Also, ich behaupte, wir hätten dich getötet, und du fällst ihm dann heimlich in den Rücken. Ich gebe dir ein Zeichen.” Die Schlange zischte zustimmend, und Harry konnte nur hoffen, dass er sich auf sie verlassen konnte. Er wartete, bis Nagini hinter einigen Büschen verschwunden war. Auch Draco hatte die Schlange bemerkt und machte Harry ein Zeichen. Harry holte tief Luft.

„Hey, Tom!” rief er lässig. „Dein letztes Horcrux ist jetzt auch erledigt. Du bist wieder sterblich!” Er schlenderte gelassen auf die vier zu. Voldemort schleuderte Draco, Ron und Hermine mit einem einzigen Fluch beiseite und wandte sich Harry zu. „Keiner kann leben, wenn der andere überlebt...”, zitierte Harry die Prophezeiung. „Na, dann lass uns mal herausfinden, wer der Überlebende sein wird. Oder bist du zu feige für ein Duell, Mann gegen Mann?” Voldemort lachte spöttisch auf, warf Harry seinen Zauberstab zu und eröffnete ohne ein weiteres Wort den Kampf. Mit grausamer Faszination beobachteten Harrys Freunde die Duellierenden. Harry griff nicht an, sondern konzentrierte sich auf seine Verteidigung. Dennoch gelang es ihm, Voldemort einige Schritte nach hinten zu drängen - auf die Büsche zu.

Die Schlange richtete sich hinter dem Dunklen Lord auf und sah Harry an. Dieser nickte und schrie - nein, zischte laut: „Jetzt, Nagini!” Der Dunkle Lord, der ihn natürlich verstanden hatte, wandte sich um, doch es war zu spät. Die Schlange hatte sich zu ihrer vollen Größe erhoben und stieß zu. Voldemort fiel zu Boden und umklammerte mit den Händen seinen Hals. „Nagini...”, röchelte er. Aus kalten, mitleidlosen Reptilienaugen sah Nagini auf ihren ehemaligen Meister hinab. „Eine Schlange lässt sich nicht hintergehen...” In Voldemorts Augen blitzte Verstehen auf, doch dann fiel sein Kopf zurück, und seine Augen wurden starr.

Es war ein seltsamer Anblick, wie der dunkelste Zauberer aller Zeiten in seinem schwarzen Umhang reglos in der Mittagssonne lag. Vorsichtig näherten sich die Freunde, und Harry tastete zögernd nach dem Puls. Dann richtete er sich wieder auf. „Er ist tot!” flüsterte er.

„Ja!” Ron boxte in die Luft und schlug Harry auf die Schulter. Hermine fiel erst Draco, dann Harry und dann wieder Draco um den Hals. Sie hatte Tränen in den Augen. Doch als Nagini ungeduldig zischte, erinnerten sich die Freunde, dass ihre Aufgabe noch nicht ganz erledigt war. Hermine nickte Draco zu, und er ging zu dem Leichnam hinüber und kniete sich daneben, während er etwas aus der Tasche zog. Hermine begann währenddessen zu erläutern, was genau sie vorhatten.

„Bisher konnten wir einfach die Horcruxe mitsamt ihren Behältnissen zerstören”, erklärte sie. „Hier geht das natürlich nicht, wenn Nagini überleben soll. Wir müssen das Horcrux aus Nagini herausholen und vollständig von ihr trennen, bevor wir es zerstören können.”

Sie machte eine Pause, damit Harry für die Schlange übersetzen konnte. Dann fuhr sie fort: „Nagini, du musst es selbst tun. Wenn dieses Seelenstück deine Absicht spürt, es zu zerstören, wird es zum Vorschein kommen und sich als deine größte Furcht oder schrecklichste Erinnerung oder so etwas materialisieren.”

„Schlangen fürchten sich vor gar nichtsss”, zischte Nagini beleidigt, als Harry wiederum übersetzt hatte, doch Hermine ignorierte diesen Einwurf. „Je länger du wartest, desto schwerer wird es, die Kraft aufzubringen, es zu zerstören. Aber wir müssen diesmal lange warten, weil wir die vollständige Materialisierung abwarten müssen!”

Nagini bewegte den Kopf vor und zurĂĽck, zum Zeichen, dass sie verstanden hatte.

Harry setzte die Erklärungen jetzt direkt fort. „Dein normales Schlangengift ist leider nicht ausreichend zur Zerstörung von Horcruxen”, sagte er. „Bisher haben wir Basiliskengift verwendet. Dämonsfeuer würde auch funktionieren, ist aber viel zu gefährlich. Die dritte Möglichkeit, die wir entdeckt haben, ist das Blut desjenigen, der das Horcrux hergestellt hat.” Draco richtete sich auf und hob eine Phiole mit einer dunkelroten Flüssigkeit. Er hatte einen Zauber auf das Blut gelegt, das er gerade in das Fläschchen hatte fließen lassen, damit es nicht gerann.

„Diese Phiole musst du ins Maul nehmen. Aber du darfst sie erst auf das Seelenstück leeren, wenn wir dir ein Zeichen geben. Wenn es sich noch nicht völlig gelöst hat, zerstörst du dich selbst gleich mit.” Nagini machte wieder die seltsame Nickbewegung und glitt auf Draco zu, um ihm die Phiole abzunehmen.

Dann richtete sie sich auf und legte zischend den Kopf in den Nacken. Eine graue Nebelwolke erschien und nahm langsam Gestalt an.
Ein Haufen kleiner Schlangen aus grauem Nebel wuselte auf dem Boden herum, und dann formte der Nebel sich zu einer weiteren Gestalt. „Ein Mungo!” flüsterte Draco fasziniert und beobachtete das Schauspiel. Der Nebel-Mungo sprang immer wieder in die Luft und stieß auf die kleinen Schlangen hinab.

„Das hätte ich ihr gar nicht zugetraut”, flüsterte Hermine Harry überrascht zu, „dass sie nicht an sich selbst denkt, sondern Angst um ihre Kinder hat...”

Nagini zischte den Mungo drohend an und versuchte, sich zwischen ihn und die Babyschlangen zu drängen.

„Noch nicht!” zischte Harry warnend.

Der Nebel wurde dichter, je länger sie warteten. Nagini wurde immer unruhiger. Mittlerweile konnte man einzelne Haare des Fells erkennen, und das Muster der Schlangenrücken. Als die Nebel endlich begannen, auch Farbe anzunehmen, gab Harry Nagini schließlich ein Zeichen.

Die große Schlange hob den Kopf. Im Maul hielt sie die Phiole mit dem Blut des Dunklen Lords. Langsam neigte sie den Kopf zur Seite, bis die ersten Blutstropfen aus dem Röhrchen fielen. Der Mungo stieß einen schrillen Schrei aus und versuchte auszuweichen, doch Nagini trieb ihn erbarmungslos in die Enge.

Als das Blut ihn traf, stieg eine zischende Qualmsäule auf. Nagini ließ die leere Phiole fallen. Klirrend zerschellte sie auf dem Boden.

Harry, Ron, Draco und Hermine fielen sich in die Arme. „Es ist vorbei”, flüsterte Harry ungläubig. „Wirklich, endlich vorbei...”

Die vier blieben stehen, bis sie von dem Alarm aufgeschreckt wurden, den sie um das GrundstĂĽck gelegt hatten. Erschrocken liefen sie zum Fenster, und Harry rannte gleich darauf weiter, zur TĂĽr hinaus.
Vor dem Grundstück standen der Phönixorden und die DA, allen voran Ginny, mit gezücktem Zauberstab und von ihren langen roten Haaren umweht wie ein Racheengel. Anscheinend hatte sie den Orden endlich davon überzeugt, Harry zu suchen. Eben dieser stürzte jetzt aus der Tür und fiel seiner Freundin um den Hals. Ron, Draco und Hermine folgten ihm. Als die Ordensmitglieder den Leichnam im Garten entdeckten, löste sich die kampfbereite, koordinierte Aufstellung in einem heillosen Chaos auf. Alle riefen durcheinander, und es dauerte eine Weile, bis die vier Freunde erklären konnten, was geschehen war.

Draco zog Hermine irgendwann unauffällig zur Seite. „Lass uns abhauen, ich hab genug von dem Rummel.” Hermine nickte, dann zögerte sie. „Wohin denn? Meine Eltern kommen erst in zwei bis drei Wochen wieder...” Draco legte ihr den Arm um die Schultern. „Wir holen meine Mutter aus Hogwarts ab und du kommst mit nach Malfoy Manor.”

Hermine schluckte und schüttelte den Kopf. „Draco, ich habe ihren Mann umgebracht... Ich kann doch nicht...” Draco strich ihr lächelnd über die Wange. „Ich bin mir sicher, meine Mutter sieht das genauso wie ich. Los, komm, nach Hogsmeade.”

Hermine warf noch einen Blick auf Harry und Ginny, die engumschlungen vor dem Haus standen, auf Ron, der Neville, Dean und Seamus gerade lebhaft den Kampf schilderte, auf Kingsley und Moody, die eben den Dunklen Lord untersucht hatten und sich jetzt aufrichteten und auf Harry zukamen. Als sie bemerkte, dass Molly Weasley sich suchend umsah, nickte sie. „Okay, erstmal weg hier.” Die beiden drehten sich und tauchten wenige Augenblicke später vor den Drei Besen wieder auf. Hand in Hand machten sie sich auf den Weg nach Hogwarts.

Je näher sie dem Tor kamen, desto langsamer wurden Hermines Schritte. Draco drückte ihre Hand. „Ich geh erstmal allein, okay?” Dankbar nickte sie und ließ sich auf einem Felsen am Seeufer nieder, während Draco allein durch die menschenleere Schule in den siebten Stock hinauf lief.

Hermine schrak zusammen, als sich plötzlich eine Hand auf ihre Schulter legte. Doch als sie sich umwandte, blickte sie in die strahlend blauen Augen Dumbledores. „Professor!” Sie sprang auf. „Wo waren sie die ganze Zeit? Wir haben uns Sorgen gemacht!” Dumbledore zwinkerte lächelnd. „Kein Grund zur Aufregung, Miss Granger. Ich war nur auf der Suche nach weiteren Verbündeten. Aber wie ich bereits gehört habe, sind diese nun nicht mehr nötig...” Hermine lächelte ein wenig und nickte. „Zumindest ist Lord Voldemort tot. Aber viele Todesser laufen noch frei herum, und das Ministerium...” Dumbledore legte ihr den Arm um die Schultern. „Lassen sie das die Sorge des Ordens sein.” Er sah zum Schloss hinauf, wo jetzt zwei blonde Köpfe aus der Tür traten und sich suchend umsahen. Dann kam Narcissa Malfoy auf Hermine zugelaufen, und Draco folgte ihr langsam.

Hermine sah Narcissa beklommen entgegen. Doch Dracos Mutter fiel ihr um den Hals und flüsterte: „Danke, dass du Dracos Leben gerettet hast...” Hermine schluckte erleichtert. „Aber...” versuchte sie zu sagen. Narcissa entließ sie aus ihren Armen und sah ihr ins Gesicht. „Ja, ich habe Lucius einmal geliebt”, gab sie zu. „Aber ein Mann, der seinen eigenen Sohn töten könnte - meinen Sohn - wie könnte ich für ihn noch etwas anderes empfinden als Abscheu, wie könnte ich dir böse sein, dass du Dracos Leben gerettet hast?!”

Hermine wusste nicht, was sie sagen sollte, also nahm sie nur Dracos Hand, die er fest drückte. Dann sah er Professor Dumbledore an. „Ich nehme an, wir können jetzt wieder nach Hause, oder?”
Dumbledore nickte lächelnd. „Aber ja, Mr Malfoy. Ich wünsche Ihnen beiden noch wunderschöne Ferien!” Narcissa lächelte und legte die Arme um ihren Sohn und seine Freundin. „Vielen Dank für alles, Professor”, sagte sie. Dann machten die drei sich auf den Weg zur Appariergrenze. Hermine sah sich noch einmal um. „Ja, schöne Ferien”, flüsterte sie. „Aber ich freue mich auch auf das Zurückkommen...”

ENDE


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