
von Parved
Der zweite Traum- by sisa
Ginny ging in den Gemeinschaftsraum zurück, und lies sich grübelnd in einen der weichen roten Sessel fallen.
Was war nur mit Mine los? Warum zum Merlin, brachte sie der Traum von Malfoy so aus der Spur?
Viel Zeit blieb ihr nicht zum Grübeln denn Harry kam gerade zum Portrait herein, und steuerte direkt auf sie zu.
„Was ist denn mit Hermine? Sie ist schon den ganzen Tag so komisch!“
Ginny sah ihn an. Unfähig eine klare Antwort zu geben, zuckte sie nur mit den Schultern. Und so setzte sich Harry in den nächsten Sessel.
Er zupfte an einem Faden am Polster rum und grübelte über eine logische Erklärung, was mit Hermine los war.
***
Hermine wälzte sich derzeit in ihrem Himmelbett unruhig hin und her. Denn der Traum den sie träumte war sehr seltsam.
Sie lief die Gänge der Schule entlang, von allen Seiten hörte sie Stimmen flüstern, „Verräterin!“ „Und das gerade von ihr!“ „Das hätte ich nicht von ihr gedacht!“ je schneller sie lief, des so lauter wurden die Stimmen. Wohin sie eigentlich lief, wusste sie nicht, die Gänge wollten kein Ende nehmen. Doch sie veränderten sich, wurden dunkler, immer mehr Fackeln hingen an den Wänden.
Sie wurde langsamer, die Stimmen wurden leiser. Da hing ein Spiegel an der Wand, sie blieb stehen, um sich in ihm zu betrachten.
Sie schreckte hoch, wieso nur? Aber es war doch nur ein Traum!
Sie wischte sich den kalten Schweiß von der Stirn.
Ihr Blick fiel auf ihre Krawatte mit den Farben von Gryffindor. Ihre Finger zitterten als sie darüber strich.
„Das kann nicht sein! Ich werd noch irre!“, sagte sie laut zu sich selbst.
Kopfschüttelnd stand sie aus dem Bett auf, und ging ins Bad, das an ihren Schlafsaal angrenzte.
Das kühle Wasser tat ihr gut, als es in ihr Gesicht spritzte.
Nachdem sie sich mit einen Handtuch das Gesicht wieder abgetrocknet hatte, ging sie wieder zu ihrem Bett. Sie wollte jetzt niemanden sehen. Sie griff zu einem ihrer Bücher und schlug es auf, konnte sich aber nicht auf das Geschriebene dort konzentrieren. Immer wieder drifteten ihre Gedanken zu dem wirren Traum. Ein Klopfen holte sie in die Wirklichkeit zurück.
Es war Ginny, die nun in der Tür stand: „Abendessen, kommst du mit runter?“, sagte sie monoton.
Hermine schnaufte schwer, legte ihr Buch zur Seite. Hievte sich selbst vom Bett hoch und folgte der Rothaarigen wortlos nach unten.
Den ganzen Weg zur großen Halle liefen beide schweigend nebeneinander her. Am Tisch ihres Hauses angekommen setzten sie sich, wobei beide von Harry und Ron fragende Blicke zugeworfen bekamen.
„Was?“, blaffte Ginny beide an, worauf sich die Jungs wieder stillschweigend ihren Abendessen zuwandten. Sie wussten wie wütend Ginny werden konnte.
Mine warf Ginny einen dankbaren Blick zu, „Reden nach dem Essen? Draußen?“, sagte sie zu ihren jüngeren Freundin, die nur nickte.
So machten sich die beiden auf, um noch etwas frische Luft zu schnappen.
„Mine“, sagte Ginny leise.
„Hmm“
„Es tut mir leid, dass ich dich vorhin so grob war!“, entschuldigte sie sich bei der Älteren.
„Schon gut! Weißt du, dass du manchmal Ron echt ähnlich bist?!“, lachte nun Hermine.
Ginny blickte sie ungläubig mit offenem Mund an, was Hermine noch mehr zum Lachen brachte.
„Was ist eigentlich mit dir los? Selbst Harry macht sich langsam Sorgen!“, sagte Ginny ernst.
Hermine hörte schlagartig auf zu lachen.
„Ich weiß immer noch nicht, was es mit dem Traum auf sich hat. Ich kann mich doch nicht ernsthaft in einen Slytherin verliebt haben und noch dazu Malfoy!!“
Ginny zupfte sich einen Grashalm ab und drehte ihn zwischen ihren Fingern.
Sie überlegte lange bis sie Hermine antwortete.
„Bist du sicher?“
„Ginny!“, schrie Hermine laut.
Die Rothaarige hob entschuldigend die Arme Richtung Himmel.
„Was weiß ich!“
„Hat das was mit dem Bild zu tun, was du unter deinem Kopfkissen versteckst?“, fragte Mine mit wissendem Grinsen.
Ginny schaute als hätte sie Harry wieder das erste Mal in der Küche des Fuchsbaus gesehen, kurz bevor sie das erste Mal nach Hogwarts fuhr.
Hermine und sie waren die ganze Zeit um den See gelaufen, doch nun blieb die Jüngere stehen.
„Woher weißt du das?“, fragte Ginny mit hochrotem Kopf.
Mine sagte nichts, aber grinste vor sich hin.
Und so gingen beide wieder zurück zum Gemeinschaftsraum.
Harry und Ron saßen in den Sesseln vor dem Kamin und sahen sie beide mit fragender Mine an.
Aber Hermine und Ginny sagten nichts, jeder der beiden hing seinen eigenen Gedanken nach.
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Ganz großes Dabkeschön an sisa!!!
Ich glaub die nächste bin ich, wenn sich nicht noch jemand vorher findet^^
Und immer fleißig Kommis schreiben!!!
Viele Grüße, Parved
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